Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 06-12-2011 00:19 AM

Lor lächelte und sah hinaus. Eine Möwe rief, ehe sie sich zur Seite neigte und in einem raschen Wind auf das Meer hinauszog.
"Um ehrlich zu sein, von einer Klassenfahrt. Das ist Jahrzehnte her... Es war im Jahre 2007, glaube ich. Oder 2006. Weiß ich nicht mehr genau."

Ein paar Stunden blieben sie dort, unterhielten sich oder schwiegen einfach nur, genossen die Umgebung. Irgendwann rief Raphael den Helikopter zurück, sodass man nach Terra zurückkehren konnte.
Es zog in den späten Nachmittag, als Lor erneut mit Leichtigkeit auf den bekannten Platz hüpfte, nachdem das Fluggerät aufgesetzt hatte. Neugierig wanderte der Blick über trainierende Rekruten und andere Leute, die spazieren gingen, oder einfach nur auf die Glasfront und Aufbaute der Gebäude.
"Nun gut, ich verabschiede mich vorerst an dieser Stelle, mit Verlaub. Wenn etwas ist, findet ihr mich in der Schießhalle."
Eine fixe Erkundigung, wo er dazu hin müsste, dann machte er sich davon, ganz gemütlich und ohne Hast.

Schon auf dem Gang lauschte der Krasáne, von weit waren kräftige Schüsse zu hören. Deutlich von Großkalibern.
Als er die dicke Tür aufzog, ertönte ein Piepen und alle Anwesenden unterbrachen ihre Übungen, bis die Tür sich wieder geschlossen und der Neuankömmling zu erkennen gegeben hatte. Beeindruckende Erfindung, dachte das Schwarzhaar bei sich und lächelte dem Menschen entgegen, der ihn wohl begrüßen kam.
"Request?"
Lor beschwor in seinen Händen die zwei Pistolen, zwischen den Fingern einmal gedreht, der Soldat nickte anerkennend und anschließend hinter sich. Er ging voran.
Ihm nachfolgend beobachtete Lor bereits die anderen mit den unterschiedlichsten Schusswaffen, die mobile oder stillstehende Ziele im Visier hatten.
"First time I see you. First time?"
Er nickte stumm.
"Answer!"
"Yes'sir!" Sofort salutierte der Krasáne, hielt aber dominant den Blickkontakt trotz dieser Art Unterwerfung. Sein Gegenüber murrte leise, duldete es jedoch.
"First time holding a gun and shooting something down, yes?"
"I think so."
Der Mann kam etwas näher und schien zu schnüffeln. Er richtete sich wieder auf. "You should take a bath when ya finished. Smells like a dog. A really bad dog."
"My apologies, I am a wolf."
Der Soldat hob lediglich kurz die Braue, nickte einfach wie zur Bestätigung und schritt vorbei. Als er weit genug weg war, grinste Lor nur und legte eine der beiden Pistolen auf die Ablage vor sich, um mit der Rechten erst einmal einhändig zu üben. Der Lauf zielte bereits auf ein unbewegliches Ziel in geschätzten fünfzig Längen Entfernung.
"Sorry for bothering you." Das Grinsen wurde leicht diabolisch, dann klickte er den Haken zurück.
"Hold on with two hands, otherwise it breaks your wrist."
Lor sah auf. Links von ihm hatte ein Schütze von seiner M16 aufgeschaut und lächelte jetzt.
Der Krasáne blinzelte knapp und tat wie geheißen, die zweite Hand legte sich mit an den Griff. Voll konzentriert zielte er auf die mit Kreisen bezeichnete Scheibe und drückte nach drei Sekunden einfach ab.
Es war lauter als erwartet und vor allem drückte es ihn knapp rückwärts.
"Wow."
"As I said."
"Thank you..."
"You're welcome." Der Schütze wandte sich ab.
//Meine Fresse, ein Bogen ist ja nichts dagegen...//
Er sah nach vorn und musste etwas beschämt feststellen, dass die kleine schwarze Einschussstelle tatsächlich fast am äußersten Rand lag. Der Ruck hatte ihn verfehlen lassen.
Lor blickte auf die ungewohnte Waffe in seiner Rechten, dann nach vorn und nickte wie zu sich selbst.
"Go for it!"
Von nebenan kam ein leises Lachen. Die lauten Schüsse mischten sich mit unter die Gesamtkulisse.

Die Zeit verstrich ohne Bemerken. Lor wusste nicht, wie lange vergangen war, aber er spürte, dass sich seine Muskeln langsam entspannt hatten, abgesehen von den gerade gebrauchten. Völlig ungerührt schloss er die Augen und fühlte sich in den Wind, den es hier zwar nicht gab, der aber trotzdem immer da war, solange Leben herrschte.
Allerdings vermied er es, in so engem Raum wieder seine richtigen Ohren in Beschlag zu nehmen. Dann würde sein Kopf noch mehr dröhnen, als er es ohnehin schon tat.
"Ya done for today?", fragte der Dunkelhäutige von zuvor.
Der Krasáne atmete hörbar aus, sein rechter Arm zitterte.
"Dunno. If I could, I would continue as long as I can."
"So do it. I will collect you from Mother Earth when the gun kills you."
Wieder lachte er, das Schwarzhaar schmunzelte.
"It's just unknown practice, the tremor will go fast."
"As you say. I'm doin' this job some years now and I've seen many newbies in here. Many amateurs."
"You try to compare me with others?"
"I compare you with other users of this baby." Der Mann zeigte auf die Desert Eagle. "It killed good, skilled soldiers in battle. The bigger one."
Lor hob die Hand und inspizierte die Pistole, die Augen glitten einfühlsam über den eingravierten Schriftzug. "I've heard of it..."
Sein Blick ging zurück zu der Zielscheibe, sie war mehr schwarz als weiß mittlerweile, aber nur ein oder zwei Löcher befanden sich im inneren Ring.
"It's enough for now, listen to an older one. Just go out, chill and sleep a bit. We will meet again tomorrow."
Auch wenn Lor es nicht zugeben wollte, die gehobene Hand zitterte ganz schön. Die Linke nicht annähernd so stark, aber auch ein wenig. Eine braungefärbte Hand mit heller Innenseite schob sich in sein Blickfeld und beendete die Gedanken.
"I'm Sean."
Die Pistole wanderte in die andere Hand, sodass er die Geste erwidern konnte. "I'm Lor. Thanks for your help."
"You're welcome. Now get your ass out of here!"
Er klopfte ihm auf die Schulter mit freundlicher Miene. Lor schnappte die andere Pistole und nickte ihm nochmal zu, bevor er Richtung Ausgang verschwand.
Im Vorbeigehen klatschte ihm tatsächlich jemand auf den Hintern.
"What the...!"
Gelächter wurde laut.
"Don't try to flirt again, Mellow!" - "No chance!" - "Well done!" - "He will kill you, idiot!"
Der Krasáne starrte nur perplex, blinzelte und versuchte, die Situation gerade zu verstehen. "What the fuck is goin' on...?"
Der Mensch vor ihm winkte und tat sehr verlegen. "Hi."
"Don't try to fool me, gay-playing bastard", konterte Lor mit einem leichten Grinsen, sachlich und ohne offenkundigen Angriff.
"Just go... Just go."
Sean schob ihn vorwärts und zur Tür hinaus, die wieder piepte, als sie aufging, dann nickte er ihm zu.
"Don't mind it, they like to twit all newbies cause there aren't many coming down here."
"I hope, next time they are prepaired for counterattack."
Der Dunkelhäutige grinste nur komisch und schob ihn dann hinaus.

Angenehme Nachtluft empfing ihn etwas später. Und die Freiheit, weitab des Lärms.
Mondschein lag auf der Grünanlage, durch die Lor schritt.
Das Licht reflektierte sich auf dem hellblauen Haar, das spielerisch in der Luft tanzte im sachten Wind, der eigentlich gar nicht ging. Der gewohnte Schweif stand stolz dominant, die langen Krasánenohren lauschten wie immer durch die Nacht.
"Meine Güte, noch ein paar Tage und ich bin taub..."
Mit einem Seufzer verschränkte er die Finger hinter dem Rücken und schlenderte durch die sanft erhellte Dunkelheit.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 06-12-2011 23:32 PM

Auf der kleinen Führung um Terra kamen die beiden Anthros noch an einigen weiteren Stationen vorbei, wie dem Trainingsgelände und der Schießanlage, die vor ihnen gerade jemand mit langem, schwarzen Haar betrat, den Koron jedoch nicht genauer erkennen konnte. An den meisten Räumen gingen sie bloß noch vorbei, und Mer erklärte Koron die grundlegenden Bedeutungen und Funktionen der einzelnen Bereiche, bis sie später am Abend wieder vor der Krankenstation waren. "Das wäre im Prinzip alles, was du vorläufig wissen musst. Hast du dich schon entschieden, um welche Position du dich bewerben möchtest?", fragte der Polarfuchs noch abschließend, Koron dabei eindringlich ansehend.
"Ich denke, ich werde mich zunächst als Einzelkämpfer versuchen. Ich nehme doch mal nicht an, dass es sonderlich schwer sein wird, auf einen der anderen Bereiche zu wechseln, wenn ich damit nicht zufrieden sein sollte?"
"Das ist kein Wunschkonzert hier. Ja, es ist möglich zu wechseln, je nachdem, in welchem Bereich du zuvor beschäftigt warst, ist es leichter oder schwieriger, aber trotzdem solltest du versuchen, dich festzulegen", erwiderte Mer streng auf die Frage des Schwarzfuchses. Dieser nickte bloß kurz, aber verständnisvoll.
"Also, soll ich dich als Ein-Mann-Einheit eintragen? Die Tests können wir dann direkt morgen beginnen, wenn du möchtest."
Koron stimmte dem bloß durch ein stilles Nicken zu, und mit der gleichen Geste verabschiedete sich auch Mer für den Tag, woraufhin Koron sich wieder in sein zimmer begab, die Stiefel abstreifend und sich auf das nun umso bequemere Bett schwingend.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 07-12-2011 12:21 PM

Es verging einige Zeit, in denen das Trio sich an diesem doch recht unberührten Flecken Schottlands erholten. Raphael sah dabei den überwiegenden Teil zum Wasser und lauschte dem Rauschen der Wellen.
//Wenn man bedenkt, dass es gerade ein paar Tage her ist, wo die Atomrakete hochgegangen ist, ist es doch alles recht... friedlich.//

-----------------
Der Alltag kehrte zurück. Wenn es bisweilen immernoch schwierig war ohne den linken Arm auszukommen, tat seine schwarze Kleidung ihr übriges um zumeist damit nicht aufzufallen.
Langsam begann der Herbst in diesem Land - das wurde deutlich erkennbar an den Bäumen, die vereinzelt auf dem Gelände vorzufinden waren, und an grüner Farbe verloren.

Raphael hatte sich am Vortag schließlich nach dem Ausflug nochmals in seinem Krankenbett ausgeruht und Ideen gesammelt. Seine heutige To-Do-Liste, die er angefertigt hatte, bestand unter anderem darin, seine Kameraden zu besuchen, und den beiden Werkatzen auf den Zahn zu fühlen. Seine Schritte führten weiter über einen längeren Flur, bis er schließlich vor dem Gemeinschaftsraum des Squad D war.
Als er ihn betrat, sah er nur Maltas alias Mimic, wie er sich gerade einen Kaffee aufsetzte. "Hello, my friend", sprach er den wohl in Gedanken vertieften an. Erschrocken drehte er sich um. Die Tür hatte der Wandlungskünstler offensichtlich nicht gehört.
"Oh, it's you. Good to see you again." - "Where are the others?" - "My brother is asleep, he had a hard night. Julia is at an examination, and where Lumas is... I don't know", gab er schulterzuckend von sich. Raphael schritt etwas näher. "So we are alone. I want to tell you a simple thanks for the rescue."
Mimic schüttelte nur den Kopf, nahm seinen Kaffee und schritt damit zum großen Tisch in der Mitte des Raumes. "No problem. You have had luck, that I've found you so soon. But, what happened to your arm?"
Raphael blickte etwas nach links, wo sein Mantel die Schulter überdeckte. "It is lost, but that seems to be the price for shooting down this missile."
Mimic schaute ernst, und stellte seine Tasse lautstark ab. "I've heard about it. The radiation level is at a minimum. Results of the first investigations says, that this was a clear plutonium based warhead. The time for weaken the normal radiation level of something like this to the actual one is usually about 60.000 years."
Der zunächst ungewöhnlich aufgeregten Stimme Mimics folgte eine kurze Pause, in der er sich an den Tisch setzte und seinen Blick auf den Inhalt seiner Tasse richtete. "You have done something, nobody could ever imagine. Stopped a really good defended atomic missile, and cleared up all radiation caused by it... Who in hell are you?" Der Blick von Maltas schien den Magier regelrecht durchbohren zu wollen. Doch lag weit weniger Neid, oder Anklage darin, sondern vielmehr eine Art respektvolle Angst.

"I'am only someone, who do what he can to make this world a better place." - "With just such power you will be classified as an Cat E individual, despite what you have payed for it!" Der Schwarzgewandte schloss die Augen. Es konnte natürlich passieren, dass die ganze Geschichte ihn als ein Cat E darstellt, aber er hatte mit seinen Fähigkeiten einige gerettet. Zur Not konnte er damit an die Presse gehen, und sich somit für die ISF politisch als weniger angreifbar platzieren. Schließlich, würden sie ihn einfach umbringen wollen, während öffentlich bekannt ist, dass er eine atomare Katastrophe verhindert hatte, würde das sehr schnell auch zu Unruhen und Aufständen innerhalb der Bevölkerung führen. Doch für jetzt war es nur er und Mimic, die sich unterhielten.
"And, what would you do, if I become a cat E?" Schweigen. Nach einigen Momenten nahm der Wandler einen Schluck aus seiner Tasse und stand auf. Seine Schritte führten ihn eilig an Raphael heran. Kurz vor ihm stehend, wandelte er sich in eine Art Luftelementar, der den Schwarzen Mantel an der linken Schulter runterriss. Mimic tobte gewandelt weiter um ihn herum, und nahm eine andere Gestalt an - Eine Rüstung mit metallenem Arm, die passgenau an Raphaels Körper anlag.
Zunächst etwas verwundert, versuchte er mit den gelernten automatismen seine linke Hand zu bewegen. Wenn auch etwas ungelenk schienen seine Gedanken den künstlichen Arm tatsächlich zu erreichen.
Langsam nahm die linke Finger für Finger die Gestalt der Faust an. "I would stand with you", klang es leise und metallisch, ehe Mimic sich wieder löste und seine normale Gestalt annahm. "Even if we had some... differences, I'am not an idiot. I know, that my skills could be also classified as cat E. As long, as you are in this leading position, I'am not afraid of the moment this happens. Finally we had a long time together in the same squad, so I think that I know who you are. And I understand, why you have done, what you do. If I have had the chance to stop such a catastrophy, I would, whatever it costs."

Lächelnd klopfte der Magier ihm auf die Schulter. "Also we're not in the same squad any longer, we remain in the same team, right?" Mimik nickte, und es zeigten sich nach langem auch mal Regungen seiner Mundwinkel.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 08-12-2011 18:05 PM

Alexinara hatte sich direkt nach der Ankunft gen Krankenflügel aufgemacht,
dort hielt sie sich die restliche Zeit auf, schaute, was die Technik zu bieten hatte,
welche Medikamente zugegen waren und welche Therapien angewendet wurden.
Zwischendurch fühlte sie einem freien Arzt auf den Zahn,
befragte den Logistiker der Medikamentenabteilung und schaute sich Untersuchungen an.
Zumeist schaffte sie es, mit ihrem Charme etwaige Einblicke zu erhaschen,
und am Ende ihrer Tour wusste sie jede Kleinigkeit über den Krankenflügel,
Pflegearbeitsräume, Stationszimmer, Operationsraum, Lagerraum.
Irgendwann zog es sie wieder an die frische Luft und sie verließ das Gebäude.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 09-12-2011 18:28 PM

Ein zwei Soldaten waren noch draußen unterwegs, aber sie kreuzten Lors Weg nicht lange. Allmählich zog der kalte Wind unter die Sachen. Ja, es war langsam Herbst geworden, schade eigentlich...
Er sah auf seine nackten Füße. Demnächst wurde es leider wieder Zeit für Schuhe.

Es dauerte nicht mehr lange, bis es ihn in die warmen Gefilde der NGEO trieb. Auch, wenn er mittlerweile vergessen hatte, wofür die Buchstaben standen, aber beizeiten, wenn es wichtig war, würde man es erneut erfahren.
Das Blauhaar machte sich auf den Weg durch die irgendwie doch gemütlichen Korridore, es fühlte sich heimisch an, nicht für ihn, eher allgemein, wie das Wohnhaus einer extrem großen Familie. Die nächste Frage war, wo kam er eigentlich unter?
"Who are you?"
Die langen Ohren stellten sich steil an, dann wandte der Krasáne sich halb dem Sprecher hinter ihm zu. Unlängst hatte er ihn identifiziert.
"Hey, Sean", erwiderte er lächelnd.
"Ah, wait, I know you... It isn't Lor, is it? Jesus, you're no human!"
"I've never said I am."
"Well, yes..." Der Dunkelhäutige sah einerseits überrascht, andererseits entsetzt aus, senkte resigniert seufzend den Blick und sah schließlich wieder auf. Ein Lächeln zeigte, dass scheinbar trotzdem alles in Ordnung war.
"Oookay, let's see, so you're kind of these... things that appeared 2012, yes?"
"I lived on this earth like you all, since 1990, so don't judge me like an intrudor, please."
"Yes, yes, I wouldn't do that, no, no... Eh, it's okay, just... Just let's have a walk, yes?"
Lor nickte freundlich und ging voran, der andere folgte neben ihm her. Es war relativ wenig los, eine Zeit lang begegneten sie niemandem, dann ab und zu wem.
"I'm the evil thing right now, hm?"
"No... No. Even if we had some of your kind in battle and I've lost some of my camerades to these not-human beings, I don't judge them all the same. Look, I'm dark skinned, I know what that means."
Das Blauhaar nickte ihm zu. "True. I neither liked prejudices, never. It's a really naugty thing."
"As you say." Sean lachte herzlich, es fühlte sich an wie beim berühmten Sprichwort "Da haben sich zwei gefunden".
Lor beobachtete die eine Dame, die im Nebengang verschwand, ein paar Papiere auf den Armen.
"Well... I don't know where I could sleep this night. Noone told me, caused of the situation that I was too fast."
"Hm, what about..." Er machte eine seltsame Geste mit der Hand an seinem Kopf. "Transmitting?"
"I thought about it, but you stopped me by jumping in the floor!"
Sein Gegenüber lachte lauthals. "That's my job, originally on the battlefield."
"Sir Dedraline?"
Die beiden stoppten, vor ihnen stand eine blauhäutige Dame. Lor musste lächeln.
"Ja?"
"Ich habe ihnen Zimmer zuweisen lassen, darf ich es Ihnen zeigen? Gerade habe ich etwas Zeit übrig."
"Natürlich, das trifft sich, ich war gerade auf der Suche."
Rezlan nickte und ging zielstrebig voraus. Der Krasáne wandte sich nochmals um.
"Thanks for everything, we'll meet again tomorrow."
Sean hob die Hand zum Abschied und machte sich auf seinen eigenen Weg.



Das weiche Bett lud nach all den Ereignissen doch rasch zum Schlafen ein und erst mit dem Sonnenlicht direkt im Gesicht wachte Lor am nächsten Morgen auf.
Er streckte sich gähnend, zuckte etwas mit den Ohren und hüpfte schließlich fidel von der Matratze.

Der erste Weg führte ihn zurück nach draußen, von dort aus konnte er sich orientieren. Der Wind ging unverändert stark, wohl, weil das Meer sie komplett umfasste, es roch gut salzig und Möwen schrien irgendwo.
Es waren schon einige Leute auf, auch unter anderem Halbtiere, mehr oder weniger befellt, je nachdem. Irgendwo weiter hinten stach ein weißer Fuchskopf hervor, aber er beachtete es nicht weiter und ging zielstrebig durch den Park und anschließend durch die Tür von gestern Abend. Noch während er über die Schwelle trat, verlor sich die blaue Farbe aus seinen Haaren, runde Menschenohren traten an den Platz, wo sie hingehörten, und auch sonstige Anzeichen des Tierischen verschwanden.
So lautstärkegeschützt drückte er die schwere Sicherheitstür zur Schießhalle auf, wartete, dass auf das Piepen hin die bereits Anwesenden aufhörten, trat ein und ließ sie hinter sich zufallen.
"Hey, it's him again!"
"Sorry 'bout yesterday", entschuldigte sich der Mann von gestern lächelnd, der sich die Attacke auf seinen Hintern erlaubt hatte.
Lor hob nur die Hand und schüttelte sachte den Kopf. "No problem."
"Silence! Continue!"
"Yes'sir!", hallte es im Appell, aber niemand nahm es wirklich ernst, genau so wie die Aussage mehr witzig gemeint gewesen war.
Während die anderen sich ihren Zielen zuwandten, schritt der Krasáne gemütlich zu seinem gestrigen Platz und legte eine der bereits erschienenen Desert Eagle auf die Ablage, die andere wanderte in seine Linke.
"Good Morning."
Lor nickte Sean neben sich zu. "Good Morning." Dann packte die Rechte mit unten an den Griff, bevor er die erste Kugel hinten in das Ziel jagte.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 12-12-2011 02:04 AM

Der Tag verlief für Koron ziemlich gewöhnlich bis zum frühen Mittag, er schlief bis spät morgens, nahm eine Dusche, die er am Vortag verpasst hatte, und wollte sich gerade in die Caféteria begeben, um etwas zu essen, als Mer auf ihn zukam.
"Guten Morgen, Koron. Ich hoffe, du hast dich gut erholt, wie du weißt, stehen heute deine Tests an."
Der Schwarzfuchs nickte bloß geduldig, noch immer im weißen Shirt und seiner normalen, grauen Jeans im Gang stehend, "Ich bin bereit, allerdings würde ich mich gerne vorher umziehen."
Mer machte eine beruhigende Geste mit der Hand und nickte ebenfalls. "Immer mit der Ruhe, dein erster Test wird der Gesinnungstest sein, in dem wir bestimmen, ob du auch mit halbwegs reinen Motiven zu uns kommst und kein Spion oder etwas derartiges bist. Er beginnt in einer Stunde, wir treffen uns am Haupteingang des Krankenflügels, von wo aus ich dich zum Testraum führen werde. Mir wurde gesagt, dass der Abteilungsleiter der ISF, Herr Liskor, vielleicht bei deinem Test dabei sein wird. Es wäre zwar reichlich sonderbar, schließlich kann ich mir gut vorstellen, dass Herr Liskor Wichtigeres zu tun hat, aber gut. Außerdem werden dich zwei speziell ausgebildete Psychologen überwachen."
Koron konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, als der Polarfuchs Raphaels Namen erwähnte, nickte aber gehorsam und meldete sich mit einer leichten, höflichen Verbeugung und den Worten "Verstanden, ich werde dann in einer Stunde am Eingang sein." vorerst ab. Zielsicher schlug der Schwarzfuchs erneut den Weg Richtung Caféteria ein, aus der es schon nach gebratenem Fleisch und Gemüse roch. Er könnte solch wichtige Tests schließlich nicht mit leerem Magen antreten, oder?


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 13-12-2011 09:46 AM

Mit einem gutem Gefühl schritt der Wächter den nächsten Gang entlang. Es war angenehm zu wissen, dass man einige Leute innerhalb dieses Machtgestricks hinter sich hatte. Im Falle des Falles konnte man so zumindest auf ein wenig Unterstützung hoffen.
Maltas hatte seine Position offen gelegt, und vermutlich würde auch sein Bruder Ban mitziehen. Insbesondere da er als "Lightning" ebenso beinahe als Cat E eingestuft worden wäre. Was Lumas anging... an und für sich war er ein vernünftiger Kollege. Jedoch war es fraglich, inwieweit die Verwurzelung von Ehre und Loyalität gegenüber der NGEO und ISF tatsächlich in ihm verankert sind. Im Moment schien er ein Wackelkandidat.
Julia würde allein durch ihre mentalen Kräfte schnell die Überzeugungen verschiedener Personen erfahren können. Gemessen an dem würde sie wohl ebenso mit Maltas und Ban hinter ihm stehen, wenngleich es öfters so schien, als könne sie Raphael nicht leiden.

Doch mit ihr wollte der Magier sowieso noch reden. Passenderweise war das PSI-Talent gerade bei einem Verhör der Werkatzen anwesend, wozu er selbst eh wollte. Insbesondere, da diese Mitglieder von New Light ihrer alten Einheit gern den Rücken kehren würden.
Der Wächter stand vor einer massiven metallenen Tür. Soweit er wusste, bestand sie aus einer Stahl- Titan-Mischung, kombiniert mit Kohlenstofffasern. Das gab ihr eine Stabilität, die sogar einer massiven SEMTEX Explosion standhalten konnte.
Hinter dem Durchgang befanden sich weitere Gänge. Raphael befand sich nun im "Justice-Department", wozu auch die Zelle des jungen Drachenreiters gehörte, der nach dem Zwischenfall in Hannover immernoch hier eingesperrt war.

Einige Minuten später sah der Schwarzgewandte durch verdunkeltes Glas in die Verhörkammer. Diese Räume waren wohl weltweit ähnlich ausgestattet. Der Verhörraum selbst glich einer sehr kahlen Zelle, mit zahlreichen kleinen Metallverstrebungen an den Wänden, die sich zu einem winzigen Geflecht zusammenfügten. Auf der Südseite befand sich die Zungangstür, auf der Westseite die dunkle Glasscheibe, welche anderen gestattete dem Verhör beizuwohnen, ohne gesehen zu werden.
Einer der Anwesenden, welcher Hauptsächlich darauf achtete, dass die Technik auch alles fein säuberlich aufzeichnete, wurde direkt von Raphael angesprochen. "How is the status?" - "What? Ah, the status... It's quite good. They give us many informations the last two days. Some of them are already validated and confirmed." - "That means a lot of work for us?" - "Yes. The next weeks will be full of missions against 'New Light' bases. Also we gained some ... interessting details about their tactics."
Das Wissen über Strategien und Taktiken des Gegners konnte durchaus sehr nützlich sein bei der Aus- und Weiterbildung der Soldaten. Im Endeffekt konnte es eigene Verluste verringern oder gar vermeiden, sowie Kollateralschäden minimieren helfen.
"And what about their mind?" - "Here you ask the wrong guy. Shiver is rather the right one for this question."
Wenn man vom Teufel spricht, ist er nicht weit. So entlockte es dem Magier ein weiteres Lächeln, als sich hinter ihm die Tür öffnete.

"Hello Julia, nice to see you." Stirnrunzelnd nickte sie, und antworte knapp: "Hello Mr. Liskor." Etwas überrascht über die doch formelle Anrede, schüttelte er leicht den Kopf. "Even if I'am now your superior, you do not have to be so formal." - "I only meant to be respectfull to the 'hero of terra'." In ihrer Stimme schwang etwas mit, was Raphael nicht genau identifizieren konnte. War es Neid oder Hass? Angst wie bei Maltas? Oder eher Mitleid wegen seines Armes?
"Let's drop this. There is something more important now. What can you tell me about the two wildcats? Are their intentions honourable?" - "From what I read - yes, but... something, what they told me, is alarming me." - "What do you talking about?" Ungewöhnlich angespannt schritt Julia einige Schritte in den Raum, ehe sie sich auf einen freien Stuhl niederlies. "New Light knows much about us, even that we have some PSI-Talents. To take care of the possible skills, they use hypnosis and self-hypnosis to avoid mind-reading. In other words: They let themself not even think about really 'secret' things." - "Do you think the cats stands also under a kind of hypnosis?" - "I don't know. Maybe a psychologist with the ability of hypnosis could find it out. But - as long as this isn't happened, I'm afraid about the circumstance to let them stay here. Maybe they are a part of Plan C."
"I see your point. So I leave it in your hands - arrange everything you need to get the informations you want."
Ein seltsamer und überraschter Blick traf ihn. Es war ungewöhnlich einem 'normalen' Squad Mitglied mit soetwas zu betrauen. Doch dachte der Wächter dabei vor allem daran, dass ihre Sorge wohlmöglich ihre Einsatzfähigkeit einschränken könnte, und zum anderen dass diese gleichzeitig ein Antrieb dafür sind das Verfahren entsprechend zu beschleunigen. "Are you serious?" - "Of course, why not? I think you are the right person for this job. Do you accept?" Die blasshäutige Schwedin stand entschlossen auf: "Yes, Sir!"
Lachend und kopfschüttelnd verlies er zusammen mit der Mentalistin den Raum.

"Have you some time now, or are their some duties waiting for you?", erkundigte sich Raphael. "I have time til the next mission." - "So, would you mind to come with me to the disposition test of a potentially new member?" - "Who is it?" - "The guy from Hannover Lumas brought here." - "Oh, well... why not?"

Nach einigen Minuten saßen beide nebeneinander an einem Tisch innerhalb eines großen Raumes, der eher einer Halle glich. Neben ihnen noch zwei Psychologen, sowie einige Soldaten.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 13-12-2011 23:01 PM

Als die Vampiress durch die Gegend schritt und die kühle, herbstliche Luft genoss, sah sie gerade noch,
dass Raphael mit der Dame aus dem Squad in einem Gebäude verschwand,
stirnrunzelnd ging sie bis zum Eingang hinterher, wo ein Mann sich zum Schutz dessen positionierte.

"Who are you? Please identify yourself!",

sagte er überzeugt in bester Soldatenmanier und richtete seine Waffe direkt auf ihre Brust.
Alexinara musste lächeln, wusste sie doch,
dass so eine Waffe ihr sicherlich keinen Schaden zufügen könnte,
zumindest nichts Ernsthafteres, sie wartete bewusst einen Moment,
warf sich die Haare zurück und fixierte den Mann vor sich.
Auch wenn er einen halben Kopf größer und weitaus stämmiger war,
zeigte sie kein Zeichen von Angst oder Unsicherheit.
Ihre roten Augen schimmerten kurz bedrohlich auf.

"I´m Alexinara, a guest here on Terra.
Well actually my friend dissappeared in this build,
may I have a chance to catch up to him?",

erklärte sie ihm sachlich und blieb dabei im engen Augenkontakt,
nur einen Moment schluckte der Soldat unbehaglich,
anscheinend mochte er ihren direkten Blick nicht sonderlich.

"I need to see your ID-Card,
this place ist only for authorized people."


Die Sicherheit war deutlich aus seiner Stimme gewichen,
als die Vampiress auch deutlich zu schnell für seine Augen ihre Karte hervorholte, rutschte ihm erkenntlich das Herz in die Hose,
wahrscheinlich hatte er etwas ganz anderes erwartet.
Inzwischen schon schwitzend riskierte er einen Blick auf die Karte,
die sie ihm vor das Gesicht hielt, einen fast unendlichen Moment der Stille später trat er zur Seite.

"You can pass",

sagte er nur noch und wandte sich um,
angestrengt fixierte er irgendwas anderes in der Nähe.
Alexinara bedankte sich kurz und trat in das Gebäude hinein,
schon von weitem zeigte ein Schild auf den Raum für "Beobachter",
zumindest hieß es so auf dem Hinweis.
Langsam dämmerte es der Vampiress,
was für Räumlichkeiten sie betreten hatte.
Gezielt betrat sie diesen Raum, der von einer riesigen Fensterwand beherrscht wurde,
dahinter war eine andere Räumlichkeit, wo auch etwaige technische Geräte zu finden waren.

//Ah, das kann doch nur der Testraum sein,
mal sehen, ob hier gleich ein Test läuft//,


dachte sich die Vampiress und setzte sich auf einen der Stühle in ihrer Nähe,
schließlich konnte es nicht schaden, das Prozedere zumindest etwas kennen zu lernen,
wahrscheinlich stand ihr auch das gleiche bevor,
sollte sie als Ärztin zukünftig hier ihre Arbeit finden.


"Did you hear that? This young sexy black fox has his test today."

"What, where did you get that? He´s so mysterious and cold, and..",
"Awww i´m lovin´ him!",

tönte es irgendwo aus dem Gang aus dem Munde einer jungen Frau,
allem Anschein nach ein Fan von diesem "black fox",
den die Vampiress nur als Koron identifizieren konnte.
Ihr Verdacht bestätigte sich auch,
als sie seinen Namen aussprach und etliche Lobeshymnen auf seinen Körper abließ.
Stirnrunzelnd verssuchte sie bloß, nicht den Blick dieser Frau zu treffen,
diese Schwärmereien hatten einen sehr knackigen Punkt erreicht, als sie eintrat.
Erst jetzt schien auch sie bemerkt zu haben, dass sie nicht alleine waren,
augenblicklich hielt sie ihren Mund zu und entließ daraus kein Wort mehr,
ihre Wangen erröteten erkenntlich.

"Black sexy fox, hm?
I thought I had let places with annoying groupies behind me years ago...
I was mistaken surely...",


kommentierte sie leise, jedoch laut genug,
dass sie es im vorbeigehen hören konnte.
Mit einem Mal war aus den roten Wangen ein hochroter Kopf geworden,
die begleitende Freundin hatte sie wissend ausgelacht und sie dann beruhigt.
Nun konnte Alexinara sich zumindest wieder auf das Bild hinter der Glasscheibe konzentrieren,
und kaum hatte sie hingeschaut, bewegten sich dort auch Gestalten.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 13-12-2011 23:37 PM

Ein Gong ertönte und ließ den Krasánen aufhorchen, die rundlichen Menschenohren zuckten knapp, so weit sie konnten.
"Lunch time! Get out of here, you kiddies!"
"Who are you callin' a kiddie, old man?", konterte ein anderer Soldat gewitzt und erntete lautes Lachen seiner Kameraden. Der Aufseher, der gestern noch Lor um sein Anliegen gefragt hatte, verzog die Mundwinkel grimmig und schritt mit hinter dem Rücken verschränkten Armen voran, ehe er an dem Schwarzhaar vorbei war und irgendwo verschwand.
"Just cause we've fun of holding a gun, huh?" - "He's just missing his younger times, loong loong ago."
Lachend traten die Kollegen nacheinander aus der Halle zum wohlverdienten Mittagessen.
"What's up with you? Are you coming with us?", fragte Sean direkt, nachdem Lor die Pistolen gekonnt am Abzug um den Finger drehte und anschließend mit nach unten gestreckten Armen die Waffen im Nebel verschwinden ließ.
"I think not, I... I'm not hungry."
"So join us for a funny break."
Entschuldigend lächelte er und hob die Hände. "I'm sorry. I have to chill outside."
"Ah, so you're a nature type one, hm?"
"Yes..."
"Well, in case of being an animal, I would chase after gras and trees, too, I think. But I'm human, I chase after meal now!"
Lor stimmte in das Lachen mit ein. Er folgte dem Dunkelhäutigen nach draußen.
"What about training outside this afternoon?"
"Eh..." Das Schwarzhaar suchte Seans Blick. "But the wind?"
Der Mann ging in eine seltsam gespielte Kampfhaltung. "You'll like it! More difficulty, more experience and moo~re..." Die Finger zeigten Richtung draußen irgendwo. "Visitors!"
Lor schluckte. "Ehm... I don't think I'm good enough right now for showing untrained skills to passengers."
Insgesamt freute es ihn aber irgendwie, dass Sean bereits so offen und freundlich geworden war, als würden sie sich schon lange kennen. Er kannte diesen Effekt seiner selbst auch schon zu gut. Nicht, dass es je schlimm gewesen wäre.
"The area is not like fall out of the door and run for not being shooted, idiot. Just come..." Er ging vorbei und zog ihn am Arm mit.
"Hey, you...!"
"I like you to come with me, chillin' with laughter, and after that we train together outside, what'cha mean?"
Lor überlegte, während er sich noch ein Stück ziehen ließ, bevor er sich aus dem Griff befreite. "I don't want to."
"I can't constrain you, that's for sure." Sean lächelte sanft. "We'll meet up outside in one hour, yes?"
"Okay."
Sie verabschiedeten sich an der Tür, der Dunkelhäutige schlug seinen weiteren Weg ein, der Krasáne trat direkt nach draußen und genoss den scharfen Wind, der ihm sofort um die Nase wehte.

Bisher hatte er gute Fortschritte zu verzeichnen, auch wenn es noch einiges an Übung bräuchte, bis er sich wirklich mit Schusswaffen vertraut gemacht hatte, aber auf Direktkontakt würde er bestimmt schon etwas ausrichten können. Auf lange Distanz hatte er immer noch seinen zielsicheren Bogen.
Unlängst hatte er wieder sein originales Aussehen angenommen und schritt mit einem Lächeln in die Sonne, raus aus dem Schatten des Gebäudes. Die Umgebung war kalt, zugig und vor allem wurde das Licht ständig durch Wolkenfronten unterbrochen. Das konnte ja heiter werden. Er wusste, wie Wind einen Pfeil ablenken konnte, aber wie sah das mit Kugeln aus?
Etwas zitternd warf das Blauhaar sich seinen schwarzen Umhang über und knöpfte ihn vorn an den Kordeln sicher zu. Der restliche freie Stoff wehte anmutig in den Böen.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 14-12-2011 02:13 AM

Der Fuchs fand sich wie versprochen eine Stunde später am Eingang ein, mittlerweile in seinen Mantel gehüllt und seinen rechten Arm mal wieder mit Bandagen verdeckt, mittlerweile mehr aus Gewohnheit als aus Bedarf.
Der Polarfuchs führte Koron zu einem anderen Gebäude, in seiner Gesamtheit ein wenig kleiner, als das große Hauptgebäude, aber nichtsdestotrotz für sich genommen ausgesprochen groß, und an einer Seite auch durch einen kleinen Fortsatz mit dem Rest der Anlage verbunden. Vor dem etwas kleineren Tor stand eine Wache, der Mer ruhig seine Karte zeigte und dem Mann erklärte, dass Koron der zu Testende sei, woraufhin der Mann, der in seiner Rüstung immer noch etwas schmächtig für einen trainierten Soldaten wirkte, beiseite trat und die Tür öffnen ließ.
Koron wurde daraufhin in eine Halle geführt, in deren Mitte sich ein Tisch befand, neben dem bereits zwei Psychologen, ein menschlicher Mann, wohl Mitte 40 mit hellbraunem Haar und strengem Blick, neben ihm eine wohl etwas jüngere Katzendame, weißgefellt mit schwarzen und braunen Flecken und einem zierlichen Körperbau. Koron begrüßte die beiden mit einem höflichen, stummen Nicken, bevor Mer dem Schwarzfuchs bedeutete, sich auf den einzelnen Stuhl an einer anderen Seite des Tisches zu setzen und auf den Start des Tests zu warten. Koron bemerkte rasch das Fehlen Raphaels, für den wohl ein leerer Stuhl auf der rechten Seite des Tisches, relativ in der Mitte reserviert war. Vermutlich wartete man noch auf ihn. Koron nutzte die Zeit, sich im Raum umzusehen. Der Boden war mit einem hellgrau-blauen Linoleum überzogen, die Wände und die Decke in schlichtem Weiß gehalten. In der Mitte sowie nahe der Ecken des Raumes waren Deckenleuchten angebracht, die ein kaltes, weißes Licht in den Raum warfen. Alles war, zumindest rein optisch, klinisch sauber gehalten, bloß auf dem Boden um die Beine des Tisches und der Stühle herum waren Ränder und Kratzer sowie leichte Druckstellen zu erkennen.
In die Wände waren außerdem Glasscheiben eingelassen, die auf der Innenseite spiegelten, jedoch konnte Koron gut vermuten, dass man von der anderen Seite eine perfekte Sicht auf die Geschehnisse innerhalb der Halle haben konnte. Koron machte sich gerade ein Bild von einer Verhörungszelle und verglich die beiden Bilder miteinander, als sich die Tür öffnete und der Schwarzgewandte in Begleitung erschien.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 14-12-2011 14:47 PM

(Anmerkung: Eventuell sollten wir einmal eine Liste mit den ganzen relevanten, d.h. wieder vorkommenden NPCs machen, die wir bisher eingeführt haben, mit Namen, Art und 'Anstellung'. Diese könnten wir in den Anfangspost des Plays stellen)

Die Tür zu diesem Raum wurde zugesperrt und verschlossen, davor zwei Wachposten gesetzt. Eine deutliche Stille erfüllte den Raum, ehe der menschliche Psychologe anfing. "Hello Mr. Fhang. As you know, today is the test to proof your disposition. I am doctor Carmec, next to me is doctor Lair, and the other two are Mr. Liskor and Mrs. Zun." Ein jeder begrüßte Koron, oder nickte ihm zumindest zu.
"This test is one of two, and the result will tell us, if you are right here. At first we will ask you some questions. Don't mind, if we don't respond to your answers. The hole conversation will be recorded. I recommend to answer the truth and details to each of our questions. Everything clear?"
Raphael suchte kurz den Blick des Anthros, und nickt ihm leicht zu, um ihm seine Unterstützung zu signalisieren.
Nach einer kurzen Pause und einigen schriftlichen Notizen, die sich die beiden Psychologen machten, fing erneut Dr. Carmec an.

"We will start with some general questions. Your name is Koron Fhang, isn't it?"
Nach jeweils kurzen Pausen, und ab und an einer Notiz folgten jeweils weitere Fragen. Darunter:
"What is the date and the place of your birthday?"
"What is your nationality?"
"Which species do you belong?"
"What kind of jobs you've done til now?"

Es folgten eine kurze Pause, ehe die Katzendame die nächsten Fragen stellte.
"Do you know, what kind of organisation the NGEO is?"
"Have you had contact with members of NGEO or the ISF before the accident in Hannover?"
"Do you know about the special political and military position of this organization?"

Dieser Fragenblock war ebenso abgehandelt. Mit Fortschreiten der Befragung wurden die Fragen für die meisten zunehmend unangenehmer und detailierter. Der Mensch redete wieder.
"Have you ever had a kind of military or paramilitary drill?"
"Are or were you a member of a military organization, intelligence, or a terrorist organization?"
"Are you a holder of top-secret informations?"
"Are you wanted by the police or the intelligence of a country?"
"Are you wanted by an other organization?"

Es folgte der Block mit spezielleren Fragen, die sich allesamt um Vergehen aller Arten drehte.
"Have you ever done something, which is morally reprehensible in your point of view?"
"Have you ever steal something?"
"Have you access to ABC- or other mass-destructive weapons?"
"Have you special skills, which could be count as mass-destructive?"
"Have you ever stolen something?"
"Have you ever beat the hell out of somebody?"
"Have you ever killed someone because of carelessness?"
"Have you ever killed someone because of self-defence?"
"Have you ever murdered someone?"
"Do you mind to use weapons against civilians?"

Als nächstes folgte der Block über Magie und Fähigkeiten.
"What is your position towards the topic magic?"
"What is your position towards the topic NGEO and ISF?"
"What kind of special skills do you own?"
"Do you know something about the research topics of our laboratories?"
"Are you afraid of magic or of persons, who has mastered this ability?"

Der letzte Block stand an. Es war der härteste, denn es waren vergleichsweise konkrete Fragen bezüglich der Vergangenheit des zu Testenden. Grundlageninformationen hierfür wurden meist vom Geheimdienst geliefert.
"You have worked as a hit man the last years. Mostly alone. Do you ever regret to become a killer?"
"Some of the informations tell us rumour about a story, where you killed a young kid. What can you say about this?"
"Would you mind, if some PSI-Talent access your thoughts to proof your integrity?"
"Which groups of individuals would you never hurt?"
"If an unstable individual is in your range, and it is a young kid, what would you do, if you get a shooting order?"


Es verging eine kurze Pause. Dann ergriff erneut Dr. Carmec das Wort, nachdem er ein Schluck Wasser genommen hatte. "Til now, you have answered everything. One last question is left. For what are you fighting for?"


RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 14-12-2011 17:28 PM

Brav beantwortete der Fuchs die Fragen, die ihm zunächst noch sehr trivial vorkamen.
"Yes, that's my name."
- "What is the date and the place of your birthday?"
"Second of January 2013, in Velen."
- "What is your nationality?"
"German."
- "Which species do you belong?"
"Fox-kind Anthro."
- "What kind of jobs you've done til now?"
"Escorts, Deliveries, Nightguarding, and I worked as a hit-man several times."


Bislang waren die Fragen ungewöhnlich gewöhnlich, und beinhalteten keine Informationen, die der Fuchs nicht ohnehin preisgeben würde.
- "Do you know, what kind of organisation the NGEO is?"
"As far as I've heard, the NGEO is supposed to research the new species and magical powers that appeared in 2012."
- "Have you had contact with members of NGEO or the ISF before the accident in Hannover?"
"No."
- "Do you know about the special political and military position of this organization?"
"You have a neutral nationality. I don't know of more, sorry."


Der Fuchs fühlte sich ein wenig unwohl, da er nicht so detailliert über die NGEO antworten konnte, wie es ihm lieb gewesen wäre. Er fühlte sich nicht genügend informiert, versuchte allerdings, sich das, zumindest äußerlich, nicht anmerken zu lassen. Es ging weiter.
- "Have you ever had a kind of military or paramilitary drill?"
"No."
- "Are or were you a member of a military organization, intelligence, or a terrorist organization?"
"Not to my knowledge."
- "Are you a holder of top-secret informations?"
"If I were, would I tell anyone?"
- "Are you wanted by the police or the intelligence of a country?"
"The german police might want to have a word with me."
- "Are you wanted by an other organization?"
"I hope not."


Dieser Block war für den Fuchs ein wenig angenehmer, obwohl die Fragen etwas persönlicher waren. Die darauf folgenden Fragen schienen sich für seine vergangenen Sünden zu interessieren.
- "Have you ever done something, which is morally reprehensible in your point of view?"
"... Yes."
- "Have you ever steal something?"
"Yes."
- "Have you access to ABC- or other mass-destructive weapons?"
"No."
- "Have you special skills, which could be count as mass-destructive?"
"I do not think so."
- "Have you ever stolen something?"
"You have already asked me that."
- "Have you ever beat the hell out of somebody?"
"Yes."
- "Have you ever killed someone because of carelessness?"
"No."
- "Have you ever killed someone because of self-defence?"
"Yes."
- "Have you ever murdered someone?"
"Define 'Murder'."
- "Do you mind to use weapons against civilians?"
"Yes, I do mind harming civilians."


Koron war überrascht, auf wieviele der vorangegangenen Fragen er mit Ja antworten musste, allerdings war Ehrlichkeit in seinen Augen eine Pflicht.
Der nächste Block folgte.
- "What is your position towards the topic magic?"
"I think magic makes a lot of things easier, but at the same time opens a lot of new doors for much less honorable intentions."
- "What is your position towards the topic NGEO and ISF?"
"I know that you fight terrorism, and that seems to be a good intention in my eyes. I normally don't support military organizations, but you seem to fight for the right thing."
- "What kind of special skills do you own?"
"I am trained in melee combat of many sorts, armed and unarmed, and just lately discovered that I can use a black fluid my body produces to shield myself from lesser magic."
- "Do you know something about the research topics of our laboratories?"
"Except for non-human species like us and magic in general, no."
- "Are you afraid of magic or of persons, who has mastered this ability?"
"I am cautious, but not afraid."


Erneut ein eher angenehmer Block in den Augen des Anthros, doch sollte sich der nächste Block deutlich unangenehmer gestalten, wie er gleich herausfand.
- "You have worked as a hit man the last years. Mostly alone. Do you ever regret to become a killer?"
"Sometimes, yes. I try not to focus on it this much, though."
- "Some of the informations tell us rumour about a story, where you killed a young kid. What can you say about this?"
"I didn't kill her. It was... She was looking for her mother down on that street. I... didn't see she was standing there. I pressed my enemy out of the window and threw him off. I couldn't know he'd crush her..."
- "Would you mind, if some PSI-Talent access your thoughts to proof your integrity?"
"I generally don't want anyone inside my mind for any reason, but I think if the situation asked for it I wouldn't have much of a choice anyway, would I?"
- "Which groups of individuals would you never hurt?"
"Anyone who is truely innocent."

- "If an unstable individual is in your range, and it is a young kid, what would you do, if you get a shooting order?"
Bei dieser letzten Frage des Block verblieb Koron zunächst still und ordnete seine Gedanken. Ein Abschussbefehl auf ein Kind? Moralisch war es für ihn nicht zu verantworten, doch könne er sich einem gegebenen Befehl auch nicht einfach widersetzen.
"I... don't know. I think... judging on the situation... if there was no other way..."
Die Frage bereitete ihm sichtliche Probleme, er konnte keine konkrete Antwort geben, keine direkte Entscheidung fällen. Als Dr. Carmec die Frage schließlich abwinkte, weil er wohl schon genug gehört hatte, stellte er noch eine letzte Frage zum Schluss, nach einer kurzen Pause.
"What are you fighting for?"
Erneut musste der Fuchs kurz überlegen, bevor er dem Mann entschlossen in die Augen schaute. "When there is no greater goal, I fight for myself, to stay alive. But when there is something bigger, I fight for what I believe is right, for the side I am most convinced it has the right goals and intentions."
Nickend machten sich die beiden Psychologen noch einige letzte Notizen, der Raum war wieder für einen Moment in Schweigen gehüllt, und Koron wartete darauf, was nun folgen würde. Würde er die Ergebnisse sofort wissen, hatte er bestanden, hatte er versagt? Ein leicht unsicherer Blick schlich sich zum Magier und zu Mer, während Koron ungeduldig wartete.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 15-12-2011 16:02 PM

"Ok, enough for now", sagte Dr. Carmec am Schluss, ehe er sich still zusammen mit Julia beriet. Währendessen erhob jedoch Raphael das Wort.
"Mister Hansen, tell us about your opinion towards him and his strength." Das leise Getuschel der drei anderen verstummte augenblicklich, während der Polarfuchs vortrat.

"He is an untrained Individual, but has the potential to be a good reinforcements for our troops. Also his skills could be a addition to ours."
"Which category would you apply to him overall?"
"For now - Cat C. Until he has mastered his own powers, he wouldn't be stronger then this."
"Thanks for your report."
Der Blick des Magiers wandte sich nochmals in Richtung der anderen. "What is your opinion, doctor Carmec?"

"Even some of the results and answers throws new questions, the endresult give us 80 percent. In addition to this, Mrs. Zun's oppionion about his truthfulness give us a green light. So, from our point of view, their is nothing, which let us worry about."
Das waren gute Neuigkeiten. Gleichzeitig sowohl für Koron, als auch für ihn selbst. Denn sollte es tatsächlich dazu kommen, dass man ihm einmal die Klassifizierung E anhängt, und all seine Entscheidungen in Frage stellt, so käme diese bezüglich Koron aus den regulären Abläufen. Ein erleichtertes Ausatmen folgte, ehe der Leiter der ISF aufstand und anfing deutsch zu sprechen.
"Glückwünsch, Koron, du hast bestanden. Dein bisheriger Ausbilder wird sich weiter um dich kümmern. Du solltest dich innerhalb der nächsten sieben Tage entscheiden, in welchem Bereich du zukünftig arbeiten möchtest. Unterstützung können fast alle gebrauchen."
Raphael nahm von dem Tisch einen kleinen Zettel, füllte einige Bereiche auf dem offensichtlichen Formular aus, und setzte darunter seine Unterschrift. Anschließen nutzer er eine Art Scanner, der mit einem Kartenleser verbunden war, um zusätzlich eine elektronische Signatur auf einen kleinen Chip des Dokumentes zu speichern. Das ganze faltete er, und steckte es in eine weiß-orang gestreiften Umschlag. Mit diesen in der Hand ging er hinüber zu dem Fuchs. "Das ist eine Order dir unverzüglich eine ID-Karte Level 4 auszuhändigen. Damit kommst du in viele Bereiche der Insel. Gehe damit zusammen mit deinem Ausbilder zur Verwaltung - dort wird dir dein Ausweis unverzüglich ausgestellt. Dieser ist jedoch nur temporär, bis du deinen neuen 'Fachbereich' gewählt hast. Wenn es soweit ist, wird man dir eine dauerhafte Karte, je nach Einsatzort und Vertrauenswürdigkeit, aushändigen."
Nach der Erklärung, überreichte der Magier dem Anthropomorphen den Umschlag, und gab Order die Türen der Halle wieder freizugeben. "Ok, some more work is waiting for me."
Ein leicht schnelleres gehen führte den Einarmigen hinaus. Sein nächstes Ziel war bereits klar: Er wollte Thomsen, dem UI aus Hannover, einen Besuch abstatten.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 15-12-2011 16:39 PM

Alsbald erkannte Alexinara die Gestalten im Raum,
zunächst waren es Koron und zwei andere Individuen.
Sie hatte nicht die komplette Einsicht über den Raum, ahnte aber,
dass irgendwo sicherlich noch jemand sein könnte,
kaum wenige Augenblicke später fand sich auch Raphael dort ein,
gefolgt von Mind, die direkt hinter ihm lief.
Sie zog eine Augenbraue in die Höhe und beobachtete die folgenden Momente,
kein Ton drang an ihre Ohren, die Wände waren schallgeschützt.
Da sie sich gedanklich auch nicht einmischen wollte, beließ sie es dabei, zu beobachten.

Als die Fragerei allem Anschein nach los ging, fingen auch die Frauen hinter ihr an zu tuscheln,
anscheinend überlegten sie sich, an welcher Stelle was für eine Frage gestellt wurde.

"I´m sure he asks him out about his sportive activities, or relathionships.
Maybe he is married? That would be really sad..."


"Well, you know the questions are individual,
every single person has other things to answer."


"Uwww I know. But i would like to ask him out,
a little bit about his private life an things like that."


Erneut das mädchenhafte Kichern in ihrem Rücken,
die andere Augenbraue folgte der vorherigen,
sie legte die Stirn in Falten ob des Gesprächsthemas.
Es waren gerade mal 15 Minuten vergangen, als die Meute sich auflöste,
das erleichterte Gesicht Raphaels wies darauf hin,
dass Koron wohl ohne weitere Probleme bestanden hatte.
Mehr aus Trotz blieb sie aber weiter im Raum sitzen,
das Gekicher der offenbar auf Füchse stehenden jungen Frau verließ langsam ihren Hörradius.

"Meine Güte, ich hoffe, die treffe ich nicht privat,
das ist ja fast wie im Kindergarten...",


sagte die Vampiress innerlich kopfschüttelnd zu sich selbst,
die beteiligten Personen waren längt aus dem Raum getreten.
Da es sie inzwischen woanders hin zog, ging sie aus dem Raum raus.
Damit sie langsam ihre Teilnahme in der ISF in die Wege leiten konnte, suchte sie gleich das Verwaltungsbüro auf,
in dem geräumigen und freundlich wirkenden Gebäude fand sie sich alsbald im Sekreteriat wieder,
eine kurzhaarige, mittelalte Dame saß dort und tippte Schriftstücke ab.

"Hello, may I have a second of your attention?",


fragte die Vampiress die Dame höflich,
nachdem diese ihr Eintreten offensichtlich nicht mitbekommen hatte.

"Oh, yes, yes, sure! Just a sec I have to finisch the last sentence.
What can I do for you? New on Terra?",

antwortete sie freundlich und drehte sich in ihre Richtung,
als sie den PC-Platz verließ wurde das Gerät sofort in den Standby-Modus übergeführt,
damit keiner an die Daten herankommen konnte,
sobald der Platz unbesetzt war.

"Yeah kinda. I need some more Information about this place,
the ISF, everything you have would be really nice."


"The researching one, okay. Well we have some information papers about the ISF,
things belonging to Terra like the history of this place, the presence in media. This sort of things?",


fragte die Dame pflichtbewusst nach und kramte sogleich in ihren Sachen.
Nachdem Alexinara dies bestätigt hatte, musste die lediglich ihre Karte vorzeigen,
womit gewährleistet war, dass sie diese Informationen auch haben durfte,
und konnte einen kleinen Haufen Zettel ihr Eigen nennen.
Mit den Informationen unterm Arm machte sich Alexinara auf den Weg in eine ruhige Ecke,
vornehmlich in einem Gebäude, wo man gleich nicht überall andere ISFler antraf.
Sie fand ihren Rückzugsort nach einigem Hin und Herlaufen in einem Nachbargebäude,
da war auch die Inselbibliothek untergebracht,
irgendwo fand sie eine schöne Leseecke und pflanzte sich dort hin.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 16-12-2011 01:30 AM

Schneller als angenommen verstrich die Zeit und der Krasáne wandte sich mit einem sanften Lächeln um, als er jemanden von hinten spürte.
"Oh my... What the fuck? Sean, who's that?"
"It's your camerade, idiots."
Lor lachte mit leicht vorgehaltener Hand. "Sorry to bother you."
"No, that's not it, I - "
"Out of the way!"
Ein Klacken war zu hören, ehe ein anderer sein Scharfschützengewehr tatsächlich anlegte.
Das Lächeln verblieb auf Lors Lippen. "You won't do that."
"You bastards killed my family! I became a soldier for revenge and now... now...!"
"Stop that, Rico. He's none of the evil ones back there."
"I know..." Der Schütze ließ die Waffe sinken und sank auf die Knie. Seine Hände fanden sich vor seinem Gesicht, um Tränen zu verbergen.
Das Blauhaar senkte etwas den Blick. "Please forgive them, whoever they were. It was not their choice to do it, instead of it I'm sure they'll regret after all."
"Just leave me..."
Sean legte dem Krasánen eine Hand auf die Schulter, knapp mit dem Kopf schüttelnd, dann schob er ihn sachte rückwärts.

"Will he be really okay?"
"Give him the time he needs, don't worry."
Lor sah auf, als eine Möwe rief, und folgte ihrem Weg durch den Himmel mit den Augen. Es dauerte ein bisschen, bevor der Dunkelhäutige stoppte und sie auf eine abgegrenzte Fläche führte, die wie ein Bogenschießplatz aussah. Ungeschützt heulte der Wind über die kleine Ebene, auch wenn sie von Mauer umfriedet war.
"That'll be fun, huh?" Jemand knuffte seinen Nebenmann.
Sean postierte sich vor ihnen. "If this time anyone regain consciousnous in the hospital area, I'll kick the person responsible's ass myself, as hard as he will fly to London without ferry and plane. Got that?"
"Yes'sir!", kam es wie aus einem Munde. Lor blinzelte.
"Last time someone was injured?"
"Don't ask."
Das Blauhaar salutierte. "Yes'sir!"
"Okay. Hold on to your places as always and now - start!"

Lor suchte sich absichtlich einen sehr mittig gelegenen Platz aus, um den vollen Wind zu haben und selbst zu testen, inwiefern das Auswirkungen hatte. Nach dem ersten Schuss musste er feststellen, dass es gar nicht einmal so viel war. Die Kugel hatte eben weniger Fläche als ein Pfeil.
Ab und zu musste man korrigieren, aber es war nicht unbedingt der Rede wert. Grinsend nahm der Krasáne beide Waffen in die Hände und hielt auf das Ziel. Irgendwo machte es doch Spaß, das musste er sich eingestehen, auch wenn immer ein leiser Gewissenskonflikt bleiben würde. Doch manchmal forderte die Zeit neue Anpassung.
Eine Hand legte sich erneut auf seine Schulter, aber er sah nicht auf.
"Sure 'bout that?"
"Why not?"
Sean zuckte mit den Schultern. "Do as you like. You know your limits better."
Lor nickte schlicht ab und setzte im Kopf die beiden Einhandtrainingssessions zusammen. Jetzt kam das richtige Krafttraining.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 16-12-2011 05:31 AM

Erleichtert vernahm der Fuchs die Nachricht, dass er den Test bestanden hatte. Gerade seit dem letzten Fragenblock war er sehr angespannt, die Geschichte mit dem kleinen Mädchen geisterte immer in seinem Hinterkopf herum, jedoch wurde sie nun erneut aufgefrischt. Seinerzeit hatte er solch starke Schuldgefühle, dass er seinen Auftrag nicht einmal beenden konnte und sofort den Landkreis verließ, um sich zurückzuziehen.
Noch halb in Gedanken versunken nahm er den orange-gestreiften Umschlag entgegen und lächelte Raphael erleichtert und mit einem leichten Nicken an. Den Umschlag verstaute er in seiner Manteltasche, während Mer ihm anerkennend auf die Schulter klopfte. "Wir sollten uns dann zur Verwaltung begeben, damit du deine Karte bekommst", schlug der Ausbilder ruhig vor, während er bereits in einem sehr gemütlichen Tempo einige Schritte zur Tür machte. Koron folgte bald, nachdem er sich von allen Anwesenden mit einem kurzen Nicken verabschiedet hatte.
Vor der Tür kamen den beiden zwei junge Frauen entgegen, beide Menschen und etwa in Korons Alter, eine davon war rothaarig, mit einem Pferdeschwanz und einer gewöhnlichen, blauen Jeans und rotem Shirt unter ihrem weißen Kittel, die andere war etwas kleiner, mit längeren, braunen Haaren und dem gleichen Outfit in schwarz und blau. Letztere hatte zudem leicht errötete Wangen und lächelte Koron frech an.
"Hey there, your name was Koron, right? I'm Kaiyle, nice to finally meet you", begrüßte sie ihn mit einer freundlichen, wenn auch leicht schüchtern klingenden Stimme. Sie schien ihn dabei kurz zu mustern, jedoch weniger abfällig als viel mehr interessiert, "How did your test turn out?".
Der Schwarzfuchs war von dem plötzlichen Überfall ein wenig überrascht und musterte seine Gegenüber kurz mit einem leicht verwirrten Blick. "Uhm... I... it turned out good, I guess...", antwortete der Fuchs, der seine Gedanken noch ein wenig ordnen musste.
"Aww, that's great to hear! I fear your test is not yet complete, though. There are some other... questions we have for you."
Als Koron bald verstand, was hier los war, formte er seinen verwirrten Ausdruck rasch zu einem höflichen Lächeln, das er dem der jungen Frau erwiderte. Mer blieb neben Koron stehen und seufzte kurz deutlich hörbar, bevor er harsch seine Hand auf Korons Rücken legte und den Schwarzfuchs zu sich zog, um ihn dazu zu bewegen, weiter zu gehen, "Genug mit deinem Fanclub gespielt, wir haben etwas zu erledigen!" Koron drehte sich noch kurz zu Kaiyle und ihrer Freundin um, die den beiden Füchsen leicht verdutzt hinterher schauten, erwiderte jedoch die Geste, als die beiden Damen ihnen noch kurz hinterher winkten.
"Du möchtest mir auch keinen Spaß gönnen, oder?", fragte Koron frech grinsend nach, während die beiden das Gebäude verließen, woraufhin Mer bloß seufzend den Kopf schüttelte.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 16-12-2011 10:27 AM

(@ManFox: Sollen die von deinem "Fanclub" auch als permanente Nebencharaktere auf die Liste hinzugefügt werden?)

Die meiste Zeit verbrachte Raphael heute offenbar mit laufen. Er seufzte einmal, als er feststellte, dass es bereits Nachmittag war. Das weitläufige Gelände tat sein übriges. Laut einer Uhr war es bereits nach 3.
Insbesondere das "Justice-Department" war sehr groß, und in viele einzelne, voneinander stark abgesicherte Bereiche aufgeteilt, um größtmögliche Sicherheit für Gefangene und Personal sicherzustellen. Der Intensivbereich war zum Großteil UIs vorbehalten.
Vor der Spezial-Zelle standen zwei Level 6 Soldaten der Sicherheitsabteilung. Bisweilen konnte man anhand der Sicherheitsfreigabe eines Soldaten ebenso seine Fähigkeiten abschätzen. Die beiden stämmigen Hühnen wirkten wie erfahrene Veteranen, die eine oder andere sichtbare Narbe zierte ihren Körper.

"Identify yourself!", forderte einer. Fürs erste musste sich Raphael wohl bei vielen noch ausweisen, war sein Gesicht doch noch nicht allen bekannt. Nach zeigen seines Level 7 Sicherheitsausweises, welcher ihn auch als Leiter der ISF bezeichnete, salutierten beide. "Sir, you can pass. But there is already a vistor."
Ein anderer Besucher? Wohlmöglich ein Ausbilder oder ein Psychologe.
Nachdem der Magier eingetreten war, schaute er sich zunächst um. Thomsen hatte er direkt an einem der scheinbaren Fenster ausgemacht, den Besucher machte er auch kurz darauf aus. Es war Norten Trendor.
"Good afternoon, Mister Trendor", begrüßte er den Präsidenten förmlich und schritt etwas weiter hinein. "Oh, Mister Liskor. The time for another meeting is really... convenient." - "What do you mean?" - "I have had a intressting talk to this boy. It seems, there are more secrets within you, which could be precious for us."
Langsam fühlte Raphael sich unwohl. Norten Trendor schritt langsam direkt auf ihn zu, und senkte dabei etwas seine Stimme. "Your skill to seal the powers of other individual explain much about your past. So, that have you done in hamburg mainstation 17 years ago. Then this boy, that you rescued with your skills, at last your 'hero-like-act', where you stopped this missile. You use your given strength with tremendous craft. I think we should talk about this later... Have a nice day."
Mit dieser doch etwas abrupten Verabschiedung verlies der ältere Herr den Raum, und lies ihn und Thomsen zurück.
Die Stirn des Schwarzgewandten legte sich in Falten. Dieses Gespräch war wohlmöglich der Anfang von einem längeren Tauziehen um seine eigene Klassifizierung.

"Hallo Thomsen, na, wie gehts dir?", erkundigte er sich schließlich ehrlich bei dem Jungen. Gedankenversunken blickte er zu ihm, wohl etwas überrascht über den weiteren Besuch. Sein Blick fiel merklich auf den leeren linken Ärmel seines Mantels. "Ist es wahr? Hast du deinen Arm verloren?" Neugierig und unverholen schien er sich inzwischen insgesamt etwas mehr an seine Situation gewöhnt zu haben.
"Ja, es ist wahr. Es gab da einen kleinen Zwischenfall, aber es ist nicht weiter tragisch. Es ist ja nicht so, dass ich nun unbrauchbar wäre", grinste das Schwarzhaar. Thomsen lächelte etwas. "Die letzten Tage kamen Ausbilder zu mir um mich zu unterrichten. Sie waren alle recht freundlich zu mir, und erklärten mir, wie ich in Zukunft meine Kräfte unter Kontrolle halten könnte."
"Das ist gut, hat es dir gefallen?"

Das Gespräch verlief insgesamt angenehm. Thomsen erzählte viel von sich aus, über die letzten Tage, seine Gedanken, und das er es vermisst auf seinem Drachen zu reiten. Auch über einen Zwischenfall, wo einer der Ausbilder ihn argwöhnisch betrachtete, weil er ein Cat E war, erzählte er. Ein wenig Wut schäumte dabei hörbar ihn ihm auf. Thomsen hatte allerdings das Glück, dass er noch ein Junge war, und somit eine Art "Kindheitsbonus" bekam.
Er hatte sich entschieden zu helfen, um eine möglichst geringe Strafe zu erhalten. Leider liesen sie ihn immernoch nicht raus. Man erwartete das Urteil vom europäischem Gerichtshof, welches sich allerdings noch in die Länge ziehen konnte.
Schließlich stellte der Junge noch eine Frage: "Wann kommen meine Kräfte zurück?" Raphael lächelte. "Sobald du sie brauchst. Wofür würdest du sie denn einsetzen wollen?" - "Mich und meinen Drachen zu verteidigen. Ich will doch nur in Ruhe gelassen werden... Doch zuerst die Polizei, dann die Armee, dann diese Typen von 'New Light', dann ihr..."
"Was sagtest du da gerade?!" Überrascht über den plötzlichen Einwand, erzählte der Junge mehr Details.

"Einige Wochen bevor ich in Hannover ankam, haben mich seltsam vermummte Leute angesprochen. Sie meinten, sie gehörten zu 'New Light', und das ich für höheres auserkoren wäre. Sie versprachen mir ein behütetes Zuhause, niemand würde mir mehr was antun wollen, solange ich mich für sie einsetze. Zunächst willigte ich ein - schlimmer konnte es für mich eh nicht mehr kommen. Am Anfang war es tatsächlich wunderbar, alle waren freundlich zu mir, ich bekam regelmäßige Mahlzeiten, und musste zunächst nur an irgendwelchen medizinischen Tests teilnehmen. Schließlich schickten sie mich nach München, wo ich zum ersten Mal auf meinen Drachen traf. Er wirkte, ganz im Gegensatz zu fast allen anderen, nicht besonders glücklich. An einem stillen Abend entschloss ich mich dazu, mich zu ihm zu schleichen und nachzufragen. Er erklärte mir, was 'New Light' wirklich wäre, und dass er selbst dort gefangen war. Zunächst konnte ich kaum glauben, was er mir alles erzählte, doch mit den Tagen wurde das auch für mich deutlicher, und ich beschloss mit ihm zu fliehen... Dabei wurde er jedoch verletzt. Nach einiger Zeit schafften wir es dann nach Hannover durch einen glücklichen Zufall. Eine freundliche Alte hat uns geraten zu dem Krankenhaus zu gehen, man könne meinen Drachen dort behandeln. Den Rest..." - "...kenne ich bereits", beendete Raphael seine Ausführungen.

Offensichtlich haben sie ihn mit dieser "alten Dame" noch einen Auftrag 'untergeschoben', zumindest vermutete der Magier dies im ersten Moment. Es konnte auch einfach ein unglücklicher Zufall gewesen sein. Die Tatsache mit Alexinaras rausschmiss jedoch machte diese Geschichte einfach zu passend.

"Ich schaue einmal, ob ich einen Freigang für dich arrangieren kann, Thomsen", lächelte Raphael erneut. Freude strahlend hüpfte er durch den Raum. "Wirklich?" - "Erwarte keine Wunder, aber ich denke, ich bekomme das schon hin."
Nach einer kurzen Verabschiedung verlies der Wächter den Raum.

Irgendwie hatte er das Gefühl irgendetwas wichtiges zu übersehen....


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 16-12-2011 14:25 PM

Es war früher Abend geworden, als Alexinara ihre Lektüren beendet hatte,
inzwischen wusste sie, dass die ISF eine Unterorganisation der NGEO war,
welche von einem Beschluss der UN und NATO ins Leben gerufen wurde.
Der Werdegang der ISF und vor allem die Anfangsschwierigkeiten kristallisierten sich ebenfalls heraus,
wie die Vorgehensweisen der anderen Staaten, als die ersten nicht-menschlichen Individuen bekannt wurden.
Es war ein Aufschrei durch die Welt gegangen,
mit einem Mal war alles anders und viele hatten sich damit nicht abfinden können.
Immer wieder gerieten ihre Gedanken zu New Light, irgendwann im Bereich 2014 - 2020 mussten sie sich geformt haben,
denn damals war der Umgang mit den neuen Lebensformen auf der Erde noch mehr als schwammig gewesen,
erst nach und nach gewannen auch andere Individuen die Anerkennung ihrer Rasse und Fähigkeiten.

Ihre Gedanken schweiften ab in eine Situation ein Jahrzehnt vorher,
wo sie noch als Ärztin im Klinikum Hannover die Bekanntschaft mit der "harmlosen" Sorte Terroristen gemacht hatte.
Es war eine Gruppierung namens "Eagle Eye" gewesen,
welche es sich zum Ziel gesetzt hatte, ihren Stand als außergewöhnliche Wesen zu etablieren,
an sich war es nur der Wunsch nach Gleichstellung gewesen,
der zwar rechtlich gegeben,
aber noch lange nicht von der Bevölkerung akzeptiert worden war.
Vornehmlich Tierhybriden brachte diese Gruppe auf,
hatten der Leiter und seine Partnerin ein normales, nicht hybrides Kind,
welches als Notfall in der Aufnahme gelandet war.
Natürlich musste das Kind wegen akutem Blinddarm in den OP
und danach auf der Kinderstation versorgt werden.
An sich war das nicht das Problem gewesen,
denn Alexinara selbst hatte die Kleine dorthin geschickt,
sie dann auch später als Ärztin betreut,
die Probleme kamen erst, als die Eltern, beide Wolfshybriden,
ihre Tochter besuchen wollten und die Station ihnen den Eintritt verwehrte.
Man glaubte ihnen nicht, dass ihre Tochter ihre Tochter war,
so fanden sie sich alsbald bei Alexinara ein und schilderten ihr Problem.
Verlegen konnten sie das Mädchen direkt nach Op nicht,
andere Patienten weigerten sich auch, ihr Kind dort zur Behandlung zu geben,
nur weil sie wussten, dass das Kind keine "normalen" Eltern hatte.
Kurzum beschloss die Vampiress einen tollkühnen Plan und brachte den Eltern doch noch ihr Glück,
sie ließ die Station wegen akutem Befall von Darmerregern unbekannter Herkunft sperren
und verlagerte die Stationsarbeit in den damals sehr neuen Stationsbereich direkt in der Nähe der Notaufnahme.
Da dort auch andere magische Wesen untergebracht worden waren, fiehlen die sonderbaren Eltern nicht mehr auf,
mehr noch, es schien alles harmonischer zu sein als vorher,
da der Anteil an normalen und mystischen Patienten beinahe gleich war.

Tage danach fand Alexinara heraus,
dass dieses Elternpaar eben terroristischer Aktivitäten nachgegangen war,
jedoch nach dieser Erfahrung seine Einstellung vollends geändert hatte.
Sie suchte irgendwann danach nochmal den Kontakt zu ihnen und fand sie irgendwo in der Nähe Stuttgarts,
wo sie gerade dabei waren, ein Waldlager für Naturfreunde herzurichten.
Einige Gesprächsrunden und Treffen später hatte sich eine Freundschaft entwickelt,
auch zehn Jahre später noch konnte sie diese beiden Wesen jederzeit erreichen.
Falls es in ihrer Macht stand, halfen sie Alexinara auch aus,
besonders wenn es um Erkundungen und Informationsbeschaffung ging.

Mit diesem letzten Gedanken im Kopf verließ die Vampiress ihre Leseecke,
draußen brach schon die Abenddämmerung an.

//Ich nehme mal stark an, dass die hier keine Verbrauchsblutkonserven haben,
schließlich habe ich bisher keinen Vampir so entdecken können.
Es wird aber wohl die Tage Zeit,
dass ich wieder etwas zu mir nehme,
schade, dass das nicht auf der Speisekarte in der Kantine steht//,


schloss sie ihren Gedanken ab und ging nachdenklich über das Gelände.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 16-12-2011 14:52 PM

Der nächste Schuss war der letzte, der sein Ziel verfehlte und im Nachbarbereich einschlug.
"Enough."
Lor atmete schwer und richtete sich mit etwas Mühe wieder ganz auf.
"I don't want to see you tomorrow near the training area, got that?"
Ein leichtes Lächeln legte sich auf des Krasánen Lippen, seine Ohren legten sich einmal an und stellten sich wieder auf.
"You have no need to worry, Sean."
Der Dunkelhäutige lachte. "I know. You should go to see a doctor."
Ohne Widerrede zog er das Blauhaar an der Schulter rückwärts, die anderen hatten ebenso aufgehört und folgten unlängst.
"Seems that stubborness is a special ability of yours, isn't it?"
"Don't blame me." Die Pistolen lösten sich in Nebel auf und gaben vollständigen Blick frei auf die zitternden Hände. "I would like to call it the will to fight."
"The will to cause yourself trouble, idiot. I'll guide you - "
"I can walk by myself, it's just fine." Der Krasáne befreite sich von der fremden Hand mit einem Wisch seines Unterarms. "Thanks for your help."
Sean seufzte verhalten, ließ ihn aber gewähren.

Die Sonne war bereits fast verschwunden, als Lor sich durch das Gelände schlug. Anhand des fotografischen Gedächtnisses brauchte er ihren Hinweg nur logisch umdrehen, dann hatte er den Eingang gefunden. Noch zwei drei Tage vielleicht, und es war nicht mehr nötig, sich kompliziert zu orientieren, weil sich alles eingeprägt hatte.
Gedankenverloren schlich der Blick über das Gebiet, die Gebäudefront, und doch nirgendwo hin. Der Wind zerzauste den lichtgelben Pinsel mit der schwarzen Strähne, dessen Farbe im halben Dämmerlicht natürlich dunkler wirkte.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 16-12-2011 17:59 PM

(@Raphael: Im Moment nicht, nein xD)

Bald kamen die beiden Füchse in die Verwaltung, wo sie vor einer Dame in den 40ern vor ihrem Schreibtisch Halt machten.
"Ah, a new member to our organisation? That's always nice to see. There are way too little newcomers lately, almost all of our divisions are understaffed!", erklärte die Frau, während sie den Umschlag von Koron entgegennahm und einige Formulare und Dokumente ausfüllte.
"I need you to sign here... and here, right at the bottom", wies sie an, während sie dem Schwarzfuchs zwei Blätter und einen Stift zuschob, "You'll get a temporary level 4 ID-Card until you've chosen what division you want to work in, but that has probably already been explained to you."
"It has, thank you", antwortete Koron, nachdem er die Blätter wieder fertig signiert zurückschob und die Dame dabei beobachtete, wie sie sie zusammenheftete und einige weitere Dokumente ausfüllte, sowie diverse Tasten an einem Gerät, das wie ein modernerer Drucker wirkte, betätigte. "What if I've already chosen my division?"
Die Dame drehte sich nur halb zu Koron um und antwortete ihm über die Schulter, während sie weiter am Drucker herumhantierte. "In that case, you can fill out an application form right away. What division did you have in mind?"
Kurz zögerte Koron, sich selbst fragend, ob es klug wäre, sich so schnell schon zu entscheiden, schließlich gäbe es die 7-Tages-Frist wohl nicht ohne Grund. Andererseits war er überzeugt, bereits erkannt zu haben, wo er seine Talente wohl am besten einsetzen könnte. "I'd like to apply as a solo fighter."
Die Dame pausierte kurz ihre Arbeit und schaute Koron dann leicht verwundert an. "Are you sure?", fragte sie mit einem deutlich besorgten Ton.
Der Fuchs stellte seine Ohren ein klein wenig zurück und schaute die Frau etwas verwundert an, "Is there anything wrong with that?"
"Just recently we've had a rather large percentage of solo missions go wrong, with our agents being captured or even killed. As a reaction to that, we now set most of our single soldiers to be reinforcements for existing squads. Only the most experienced soldiers are allowed to head out on their own. You're still flexible as to which squad you work with, but one way or another, you probably won't go out all alone for first except if there are special circumstances that justify this."
Verstehend nickt Koron langsam, eher zu sich als zu der Dame vor sich.
Auch Mer meldete sich nun von der Seite zu Wort. "Sie hat Recht, als Einzelkämpfer lebst du im Moment sehr gefährlich. Es wäre sicherer, wenn du dich einem Squad anschließen würdest."
"Würde es mir um Sicherheit gehen, hätte ich ein anderes Leben gewählt. Ich will so arbeiten, wie ich am effektivsten bin, wie ich am meisten bewirken kann, und das ist in meinem Fall nunmal allein. Ich bleibe gern flexibel und helfe auch gern als Verstärkung aus, aber fest bei einer Gruppe zu sitzen und mir die Möglichkeit nehmen, auch allein etwas zu erreichen, tut mir Leid, das kann ich nicht", erklärte Koron nun wieder in seiner gewohnt ruhigen Art. Sich nicht ständig mit derselben Truppe bewegen zu wollen hatte auch noch andere Gründe für ihn, vor allem emotionale, eine angeborene Verlustangst, die er so leicht umgehen könnte.
Stille stand kurz im Raum, bevor die Sekretärin leicht seufzend nickte. "While I didn't understand what you just said, you sounded determined, and if you can even get Mr. Hansen to shut up for a moment, you probably had a good point", sprach die Dame, während sie aus einem Ablagestapel ein weiteres Dokument herausfummelte, das sie dem Schwarzfuchs hinlegte, "If you sign here, here, and here, you will apply for the job as a dynamic single unit, or short DSU of the ISF. Since you have already passed your disposition test, your application should be granted by tomorrow. Mister Hansen here will continue to train you in your free time, and you will recieve a uniform as well as the basic equipment for our soldiers. You will immediately move from your room in the hospital ward to the quarters, sharing your room with three other DSUs."
Koron zögerte nun doch kurz, ehe er seine Unterschriften auf die gezeigten Linien setzte. Erneut nahm die Frau das Dokument an sich und heftete es zu den anderen, die sie nun in einem gelben Ordner verstaute und neben sich auf den Schreibtisch legte. Sie tippte noch einige Daten auf dem Computer ein, der sich ebenfalls auf dem Schreibtisch befand, ehe sie Koron die Hand ausstreckte, die der Schwarzfuchs vorsichtig mit seiner eingepackten Klaue schüttelte. "Well then, everything is set up. Welcome aboard, Mr. Fhang. Your new room is number 175, Section C. Here's your temporary ID, it'll grant you permission to enter some new sectors of Terra, like the quarters, the armory and the lower briefing room. Come again tomorrow afternoon and I will give you your new ID as DSU, with which you can accept missions and get your new equipment from the armory."
Koron nahm mit einem bedankenden Nicken die frische ID-Karte an sich und verabschiedete sich von der Dame, bevor er von Mer gefolgt den Raum verließ.
"Hoffen wir mal, du weißt, was du da tust...", bemerkte Mer noch, "Du solltest dein Zeug aus deinem Zimmer holen und in die Quartiere ziehen. Wir beide sehen uns morgen um 0900 zum Training. Bis dahin."