Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 19-12-2011 10:45 AM

Unruhig schritt Raphael in seinem Büro auf und ab. Unlängst hatte sich die Dunkelheit des Abends über die Insel und auch sein Büro gelegt.
In Gedanken versuchte er sämtliche Fakten der letzten Tage zusammenzufassen, in der Hoffnung wohlmöglich übersehenes zu erkennen.

Alles begann mit dem Zwischenfall in Hannover. Laut seiner guten Freundin Alexinara war dies wohl eher ein... geplantes Manöver um sie effektiv aus dem Verkehr zu ziehen. Doch warum soviel Mühe? Sie hätten sie doch einfach kündigen können. Wollten die sie etwa wirklich ausschalten? Wenn ja, wie kamen sie überhaupt zu Thomsen? Haben einige Vertreter des Krankenhauses wohlmöglich Verbindungen zu New Light? Oder haben sie es eher "nebenbei und zufällig" erfahren?
Wenn es ihr Ziel war die Vampirin kalt zu stellen, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass mindestens einer aus dem oberen Managment des Krankenhauses für New Light arbeitet. Dort könnte man eventuell mit weiteren Ermittlungen fortfahren.
Um mehr Informationen bezüglich des ganzen zu erhalten, würde er wohl mit Alexinara reden müssen. Er nutzte kurz sein Codec, um mit seiner Sekräterin zu sprechen. "Rezlan, please evoke lady vampire Alexinara, and let her come here" - "As you wish."

Es gab aber noch weiteres. Die Tage darauf war insbesondere der Einsatz im Londoner Palace ein gut geplanter Coup der Terroristen. Insbesondere das Wesen, was sich als "Hollow" bezeichnete, war überaus gefährlich. Aufgrund ihrer Forderungen war es wohl so, dass sie die NGEO und ISF ausschalten wollen. Wohlmöglich sind diese Organisationen die einzigen, welche eine ernstzunehmende Bedrohung für sie darstellen, neben den Geheimdiensten.
Die gezündete, sehr moderne Atomrakete, die New Light auf Terra abgefeuert hat, sagt viel über ihre Mittel und Möglichkeiten aus. Wenn sie an waffenfähiges Plutonium herankommen, muss zwangsläufig irgend eine Regierung mit ihnen zusammenarbeiten. Denn ohne weiteres ist es allein durch die START-Verträge der Großmächte nicht möglich waffenfähiges Uran oder Plutonium zu produzieren. Insbesondere, da dafür auch ein gewisses technisches know-how von essentieller Bedeutung ist. Und dieses kann selbst heute noch nicht jeder Staat leisten.
Es klopfte. Im Gedanken, dass es wohl die Vampirin ist, rief er einfach "Come in" und schickte sich an, sich auf seinen Bürostuhl zu setzen. Doch es war jemand anderes: Der Präsident der NGEO.


Es dauerte etwa 10 Minuten, ehe Norten Trendor das Büro wieder verlies. Auf seinem Weg begegnete er Alexinara, welcher er im Vorbeigehen freundlich zunickte.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 19-12-2011 12:23 PM

Irgendwann gen später Abendstunde erreichte Rezlan Alexinara,
sie war gerade dabei gewesen, ihr Quartier aufzusuchen,
war jedoch auf dem Weg dahin von der ein oder anderen Einzelheit abgelenkt worden.
Geradewegs hatte sie sie ins Büro von Raphael gebracht,
wo sie auf den Weg einem Mann begenete, der ihr freundlich zunickte.
In ihrem Kopf kamen einige Informationen zusammen und sie erkannte das Gesicht,
es war Norten Trendor, der Präsident der NGEO.
Verwundert schritt sie ins Büro hinein,
dort fand sie ihren Freund nachdenklich in seinem Bürostuhl sitzend vor.

"Was wollte er von dir?",


fragte sie und ging um den Tisch herum,
dabei ihre Hand sanft auf seiner Schulter ablegend,
nur kurz streichelte sie über seine Gesichtshälfte und wartete auf seine Reaktion.
Es schien so, als würde es in seinem Kopf schwer arbeiten,
den ganzen Tag schon war er unterwegs gewesen.
Bisher hatte es zu seiner "Rettung" keine negativen Rückmeldungen gegeben,
aber außer Frage stand, dass eine neue Kategorieeinschätzung gefährlich nahe an ihn herangetreten war.
Bisher jedoch schien keiner mehr darauf eingegangen zu sein,
wahrscheinlich auch, weil er einen Arm verloren hatte und das ihn verletzbar machte,
ein Zustand, der ihn zumindest normaler wirken ließ,
als die Rettung Terras mit nur einem Augenklimpern.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 19-12-2011 13:35 PM

Kaum im Gebäude, sah Lor von links auf rechts und schlug einfach instinktiv den rechten Weg ein. Die erste Person in Sichtweite wurde direkt angesprochen. Es waren drei Mädchen, die sich zu ihm drehten aus ihrer Gesprächsrunde und scheinbar verzückt waren.
Ungeniert nickte er ihnen zu. "Can you tell me how I can get to the hospital area?"
"Oh, are you hurt?"
Der Krasáne versteckte ein entnervtes Gesicht. "No. Please just tell me."
"So schüchtern", flüsterte eine zu der anderen.
"Süß, oder?"
Lor schüttelte den Kopf. "Tut mir leid, dass ich euch störte, aber ich möchte lediglich eine Auskunft."
Die beiden Sprecherinnen wurden knallrot und schwiegen sich sofort aus, die dritte erklärte freundlich den Weg unkompliziert.
"Habt Dank."
Sofort machte das Blauhaar sich auf den weiteren Weg.
"Hast du sowas schon mal gesehen? So süße Ohren!"
"Ich kann euch hören!"
"Ieks!"

Vielleicht eine Viertelstunde später gelangte Lor an sein Ziel und wurde von einem - er konnte es anhand seiner Tierartenkenntnisse identifizieren - Werdingo begrüßt.
"Good evening."
Der Krasáne nickte ihm zu. "Good evening. Do you have some time right now?"
"What about?" Der medizinische Kennerblick wanderte an ihm entlang.
Ungefragt hob er die Hände, die der Dingo dann in seine nahm.
"My my, what have you junky done? Please come with me."
"Training."
"I see. A massive caliber, huh?"
"Well, no, a little form of the Desert Eagle."
Der Arzt stoppte, wandte sich halb um, bedachte ihn mit einem sehr vielsagenden Blick und ging dann weiter.
Der gebogene Korridor ergoss sich zwischen einigen Zimmertüren. Neugierig sah das Blauhaar sich um, es weckte Erinnerungen an damals, als er selbst versucht hatte, in diesen Beruf einzusteigen.
"In here."
Gehorsam folgte Lor dem Dingo und nahm auf einem gewiesenen Stuhl Platz, während der Anthro die Tür schloss.
"So let's see."
Befellte Hände nahmen zuerst die Rechte hoch und tasteten direkt am Handgelenk, was Lor ein Zischen entlockte und ihn ein Auge schließen ließ.
"As I thought. But seems like it's not broken."
"Of course, I can move my hand."
"That's no proof sometimes." Der Dingo nahm sich auch die Linke vor, die es offenkundig nicht so sehr getroffen hatte.
Er holte Verbandszeug aus einer Schublade und machte sich fix daran, professionell die Handgelenke mit etwas dickerem Stoff zu stützen.
"You should give it a break immediately and don't use your hands that much. The right one is sprained, the left will do so very soon."
Etwas beschämt schaute Lor auf. "How long?"
"If it was me who can say something, you'll rest for one week, but I know, you whippersnappers don't listen to the elder."
"... One week..." Die langen Ohren legten sich eng an.
"I would really appreciate it if you follow, for your own sake."
Zwei Klemmen mit Gummiband dazwischen schlossen die Bandagen ab, der Arzt legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Thank you very much." Das sanfte Lächeln war auf Lors Gesicht zurückgekehrt.
Sein Gegenüber erwiderte die Geste mit leicht verzogenen Lefzen.
Der Krasáne erhob sich und nickte ihm nochmals zu. "So I must think of what I'll do the next few days."
Der Doktor schien sehr glücklich, dass sein Patient doch auf den Ratschlag einging, räumte fix auf, verließ mit ihm den Raum und hob nochmals die befellte Hand zum Abschied. "Hope I won't see you again very soon."
Sie lachten beide, dann machte sich jeder wieder auf seinen eigenen Weg.

//Sean?//
Der Angefunkte schreckte auf und warf irgendetwas herunter, zumindest konnte Lor das gerade noch mit empfangen. Er musste schmunzeln.
//Sorry for frighten you. Where are you just now? Think your answer.//
//Eh... Like that?//
//Yeah, that's just fine.//
//Jesus, you freakin' bastard! Come up here so I can kick your ass!// Der Dunkelhäutige lachte.
//I would like to, but I need your position.//
//It's the chillout area - like we say - on the fifth level. Just find some stairs and get up, I'll collect you.//
//Thank you.//

Lor folgte dem Weg zurück und fand irgendwo in der Gebäudemitte ein allgemeines Treppenhaus, das er aufstieg, auch wenn er nicht ganz wusste, in welchem Stock er war. Im dritten? Konnte sein.
Und oben wartete sein Waffenkamerad bereits.
"That was damn freaky, ya know?"
"Sorry", grinste Lor und ging ihm nach, als dieser seine Schritte fortführte.
"The other guys liked to laugh the whole time now..."
Der Krasáne kicherte. Sie gingen den Korridor entlang und landeten schließlich direkt gerade aus in einem gemütlichen, weiten Raum, der mit Sofas und Tischen ausgestattet war. Weiter hinten fand sich sogar eine Ecke mit Sitzkissen und einem kniehohen Tisch, wie es sie in Ägypten oder Japan gab.
"Ui, seems to be a good place for chilling."
"It is indeed."
Die anderen schauten auf. "Look who's comin'!" - "It's little frightened baby Sean!"
"Silence! I kill you!"
Alle Anwesenden lachten, Sean selber war nur wütend und ließ sich in seinen Sessel fallen. Lor setzte sich neben einen Soldaten, der auf die Couch neben sich klopfte. Es war ein ungewohntes Bild, sie alle hier in Alltagskleidung zu sehen, aber irgendwo auch - einfach gemütlich.
"Now it's your turn, bluehair", forderte sein Gegenüber auf und setzte gerade den schwarzen König wieder zurück auf sein Feld.
"Oh, ya playin' chess?" Freude zeichnete sich auf des Krasánen Gesicht ab. "But I want the darker side of the might!"
"Here you go, Darth Vader", lachte der Mann und drehte das Brett um.
Sean schüttelte nur den Kopf und stützte das Kinn lächelnd auf seine Handrücken. "So what the doctor said?"
"Well... Really want to know?"
"Yes, somehow, I asked you to."
Lor sah etwas missmutig auf seine Linke, die den ersten Zug machte. "He said I should rest for one week to not crash my wrists."
"Hm, okay. I think it's fine, your improvement was quite good." Der Aufseher schaute in die Runde.
"Not good enough - "
"So what will we do with our suspended friend?"
"He could learn to shoot with his feets."
"Serious suggestions!"
Alle kicherten.
"Maybe in three days I'm able to use my left hand so I can train with you again."
"Let's hope so, by goodness. But for now, I want to see you loose. Go for it!"
Das Blauhaar grinste schelmisch. "No trust in my playing skills, huh?"



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 19-12-2011 17:56 PM

Sobald Koron seine Habseligkeiten, bestehend aus seinen beiden Schwertern, die sich noch in ihrer Lederscheide befanden, seiner grauen Reisetasche mit einigen Klamotten, Hygieneartikeln und einigen kleineren "Extras" und dem losen Kleinkram in seinen Manteltaschen, zusammengekratzt hatte, machte er sich sofort auf zu dem beschriebenen Raum.
Die Quartiere waren recht schnell gefunden, zumal der Fuchs die Führung von gestern noch gut im Gedächtnis hatte und sich den Weg einprägen konnte, von gelegentlichen Ausschilderungen ganz abgesehen.
Der Gang, durch den er nun schritt, war in einem anderen Farbschema gehalten als der Rest der Anlage. Gelblich-braun waren hier die Wände gestrichen, der Boden schien ein Linoleum zu sein, das einen hölzernen Stil hatte, und durch lange Leuchstäbe an den Decken war der Gang gut ausgeleuchtet. An den einzelnen Zimmertüren, von denen die meisten offen standen, andere jedoch verschlossen waren, befanden sich Zahlen, im aktuellen Bereich wohl von 001 bis 099. Immer mal wieder wagte der Fuchs beim Vorbeigehen einen Blick in die Zimmer, die offen standen, einige waren leer, in anderen saßen ein oder zwei Soldaten, die sich unterhielten, still gegenüber saßen, oder dem Fuchs beim Vorbeilaufen kurz zunickten, was dieser dann erwiderte.
Am Ende des Ganges angekommen fand sich Koron in einem Treppenhaus wieder, das erneut den grau-weißen Standardstil der Anlage trug. Einen Stock höher betrat er den nächsten Gang der Quartiere, wo sich die Räume 100 bis 199 zu befinden schienen.
Dieser Gang war etwas belebter, einige Leute standen im Gang, vor oder neben den Türen, unterhielten sich, oder schienen über verschiedene Dinge nachzudenken. Alle verschiedenster Art, die einzigen Gemeinsamkeiten schienen vollständige oder teilhafte Uniformen der ISF zu sein.
Als Koron an den 180er Räumen vorbeischritt, stellte sich ihm plötzlich ein Bär in den Weg, der seiner Art alle Ehre machte. Arme dicker als Korons Oberschenkel, gute zwei Meter groß gewachsen und definitiv nicht unterernährt versperrte er dem Fuchs mit verschwänkten Armen und breitbeinig stehend den Durchgang.
"Civilians ain't got nothin' to do here!", brummte der Bär Koron an, der im Vergleich wie ein sehr schmächtiger Winzling aussah.
"I'm not a civilian", antwortete der Fuchs ruhig, seinem Gegenüber in die Augen sehend, "I've just joined the ISF, gonna get my uniform and equipment tomorrow. I was told my room's here somewhere."
Inzwischen hatten sich schon einige neue Leute in den Gang gesellt und schienen die beiden zu beobachten. Der Bär verzog keine Miene und beugte sich ein wenig zu Koron herunter, um sein Gesicht genauer zu mustern.
"New guy, huh... they're really letting anyone in now, don't they?", brummte der Bär, scheinbar halb zu sich selbst, was Koron lediglich ein Seufzen entlockte. "Just move aside and let me find my room, I'm not in the mood for this."
Ungläubig zog der Bär eine Augenbraue hoch, "Not in the mood, huh? New guy ain't in the mood for this, you hear that?", sprach er ein wenig lauter in den Gang hinein und drehte sich dabei kurz um, "What's your name, new guy?"
"None of your business. Now move your ass aside!", entgegnete der Schwarzfuchs, nun deutlich genervt von den Spielchen.
Dem Bären entlockte diese Aussage bloß ein schiefes Grinsen. "What if I don't?", fragte dieser herausfordernd, sein Gesicht wieder ein wenig näher zum Fuchs streckend und ihm eindringlich in die Augen starrend, wohl in der Hoffnung, Koron würde einen Rückzieher machen. Der Schwarzfuchs jedoch starrte ebenso entschlossen zurück, "I might decorate your mug with a print of my boot. I've taken care of bigger guys than you."
Kurz herrschte absolute Stille im Gang, Bär und Fuchs starrten sich gegenseitig an, bis der Bär plötzlich laut anfing, zu lachen, deutlich eher amüsiert als spöttisch. "Goddamn boy, I LIKE you! Finally someone with a healthy attitude!", brüllte der Bär freundschaftlich und klopfte dem Fuchs, der nun leicht perplex im Gang stand, auf die Schulter.
"Most new guys get scared or somethin', but you gotta be STRONG as a soldier, never show any fear! Now tell me, what's your name, boy? What did ya apply for?", fragte der Bär nach, während er Koron die Pranke reichte.
Koron schaute sich kurz um, die vorher ernsten Gesichter der anderen schienen sich, bis auf wenige, die den Fuchs immernoch ein wenig vorsichtig zu betrachten schienen, aufgelockert zu haben. "My name's Koron", antwortete der Schwarzfuchs, dessen Tonlage sich ebenfalls entspannt hatte, während er dem Bär die Hand schüttelte. "Interesting name you got there. I'm Clarke, Member of the Squad C-04. So what's yer job now? Which squad're ya joining? Ya didn't tell me, Koron." Im Gesicht des Bären zeigte sich nun aufrichtige Neugier.
"I applied as a, uh, DSU. Single Unit."
Der Bär zögerte kurz und schaute den Fuchs wieder mit einem etwas ernsteren Blick an. "You serious?"
"Pretty much. What's the matter?"
Der Bär nahm seine Pranke wieder zu sich und seufzte kurz, "What's your cathegorization? D?"
Koron schüttelte den Kopf, "C."
Im Gang fing plötzlich ein leises Getuschel an.
"Fuck, man... Didn't they tell ya?"
"They told me it was somewhat more dangerous than being a squad member, but I'd probably stick with a squad for first, anyway."
Wieder eine kurze Pause, Clarke seufzte erneut und nahm sich Koron zur Seite. "Ya see, we've lately been havin' a couple losses within our solo lines. Not even newbies, most of 'em were good men and women. Mostly Cat Cs, they disappeared during missions that had somethin' to do with this one organization, what was it called... something with Light..."
Es klingelte in Korons Gedächtnis und rasch unterbrach er den Bären, "New Light?"
Der Bär schnippste ud nickte leicht, "Yeah, that's it. Anyways, what happened to those guys, nobody really knows. Just didn't return from their missions someday, some've been confirmed to be KIA, but most were just gone. Sometimes they even got lost during the mission when they were out with a squad. Official statement is they got MIA, but that can mean anything, y'know?.
Koron legte seine Ohren leicht an und nickte. Wenn das, was der Bär von sich gab, der Wahrheit entsprach, war das in der Tat eine sehr seltsame Angelegenheit. Warum hatte man ihm darüber nichts erzählt? Oder log der Bär vielleicht bloß und wollte dem Fuchs Angst einjagen?
"Look boy, 's just a warnin', y'know? If you get a mission involving New Light, look the fuck out. Don't wanna hear of another one goin' missin', alright?"
Koron bestätigte das mit einem Nicken. "Thanks for the warning. Any idea why all those people went missing in the first place?"
Clarke zuckte bloß mit den Schultern und schüttelte leicht den Kopf, als er den schweren Arm wieder vom Fuchs nahm, "No idea. There's some rumors goin' 'round, but it's just rumors. One more silly than the other."
"Verstehe...", murmelte Koron zu sich selbst, während er an den anderen Soldaten vorbei ging, die noch im Gang standen und ihn wohl mit gemischten Emotionen beobachteten, bis er in Zimmer 175 verschwand, dessen Tür zunächst versperrt wurde von einem Wüstenfuchs, der zierlich in der Gestalt und gut einen Kopf kleiner als Koron war, und einer Huskydame, schlank in der Gestalt und etwa auf Korons Höhe. Die beiden hatten ihn und Clarke wohl eben beobachtet. Der kleine Fennek trat sofort zurück, als er erkannte, dass Koron sein Ziel erreicht hatte, die Huskydame blieb noch einen Moment stehen und musterte Koron, bevor auch sie den Weg freigab.

Nachdem der Fennek die Tür geschlossen hatte und die Huskydame ihm das freie Bett gezeigt hatte, verstaute der Schwarzfuchs direkt seine Reisetasche und streifte die umgeschnallte Doppelschwertscheide ab, die er gegen die Wand lehnte. "So you're here to take Niral's place?", fragte die Huskydame mit einem leicht ungläubigen Unterton in der Stimme, während sie Koron erneut musterte. "I'm sorry for what happened to him", erwiderte Koron, wobei er versuchte, aufrichtiges Beileid in seine Stimme zu legen. Die Huskydame schüttelte nur leicht den Kopf, während sie sich mit dem Rücken und verschränkten Armen an die Wand lehnte. "It's not your fault. That idiot who helped him fight the terrorists should've reacted sooner. Now everyone's talkin' about that mysterious 'hero' who safed our leader. Asshole's getting all the fame." Den letzten Satz murmelte sie mehr vor sich hin, während sie ihren Kopf weg drehte. Koron beschloss, dass es besser wäre, nicht zu erwähnen, dass er dieses 'Arschloch' war.
Die Soldatin schüttelte kurz den Kopf, bevor sie sich wieder Koron zuwand und ihm eine Hand ausstreckte, "Sorry, I'm ramblin' again. My name's Milia Lethe, Unassigned Cat D DSU. Your name was Koron, right? No last name?"
Koron schüttelte Milia höflich die Hand, "There is one, but I don't feel the need of telling it everyone right now. Pleasure to meet you, anyway."
Nun meldete sich auch der kleine Fennek, der bis jetzt still im Raum stand, zu Wort und stellte sich auch vor. "I'm Penso Nule, Cat C DSU. Joined here about a week ago."
Entsprechend seiner Größe war die Stimme des Wüstenfuchses ein wenig höher, weshalb man ihn wohl leicht für wesentlich jünger halten konnte, als er es eigentlich war, würde er keine ISF Uniform tragen.
"Nice to meet the both of you. If you don't mind, though, it's been a tough day and I really can't wait to test out that bed..."

(@Raphael: Wäre super, wenn du Clarke, Milia und Penso in die NPC-Liste aufnehmen könntest, ich denke die werden noch öfter vorkommen.)
(EDIT by Raphael: Hinzugefügt. Anbei: KIA - Killed in Action; MIA - Missed in Action)


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 21-12-2011 13:40 PM

Kaum war der ältere Herr aus dem Raum, kam auch schon die Vampirin herein. Ihre Frage, was Norten von ihm wolle, folgte zunächst nur ein Schweigen. Mit einem Wink seiner rechten Hand, lies Raphael magisch die Tür ins Schloss fallen.
Ein kurzes klicken ertönte.
"Er hat mich darüber in Kenntnis gesetzt, das eine Befragung zu den Ereignissen von vor vier Tagen sowie zu meinen Fähigkeiten demnächst stattfinden wird. Einen Termin nannte er schon - es wird übermorgen sein. Eine neue Kategorisierung wird dann wohlmöglich ebenso folgen", erklärte der Magier ruhig.

"Doch deswegen habe ich dich garnicht herholen lassen, meine Liebe." Ein sanftes Lächeln legte sich über seine Züge. "Ich wollte mit dir über die Ereignisse in Hannover, sowie deiner Kündigung dort reden. Setz dich bitte..."
Im Büro standen auch einige bequeme Sessel bereit, die einen recht guten Komfort boten.
"Zunächst einmal... offensichtlich wollte die Krankenhausleitung dich los werden, wie es mir scheint. Doch warum haben sie dich nicht einfach versetzt, oder fristgemäß gekündigt? Wollten sie dich lediglich 'offiziell' in einem schlechten Licht darstehen lassen? Oder denkst du eher, sie wollten dich mittels Thomsen, so heißt übrigens der Junge aus Hannover, zur Strecke bringen? Eine andere Option wäre auch noch, dass sie annahmen, du würdest den Jungen erledigen... sind sie dann das Aufräumkommando von New Light? Wobei in diesem Falle auch das mit 'offiziell schlecht darstehen' passen würde.... Was denkst du?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 21-12-2011 14:01 PM

Nickend nahm die Vampiress zur Kenntnis,
dass ihr Vertrauter wohl demnächt Probleme bekommen könnte,
mehr als abwarten konnten sie in dieser Situation aber nicht.
Wie von ihm angeboten nahm sie in einem der bequemen Sessel platz,
ihre Stirn legte sich in Falten, als Raphael seine Erläuterungen vorlegte.
Einen Moment lang schwieg Alexinara, ehe sie versuchte, daraus schlau zu werden.

"Zunächst einmal: Ja, es gab einige Menschen in der Führungsebene,
die mich von Anfang an los werden wollten,
aus Gründen der persöhnlichen Ansichten von der Unmöglichkeit seltsamer Kreaturen in der medizinischer Versorgung,
dieser Gefahr war ich mir aber bewusst.
Jedoch hatten sie, weil sie in der Unterzahl waren,
keinen Einfluss auf meine Einstellung und meinen Werdegang,
mal abgesehen davon, dass ich dem Krankenhaus enorme Einsparungen brachte.
Was mich zu dem Punkt der öffentlichen Anprangerung bringt,
du magst vielleicht recht haben, was die Verstrickung dieses Jungen, Thomsen,
und der obersten Leitung vom Klinikum anbelangt.
Jedoch kann ich mir keinen Reim darauf machen,
wie New Light seine Finger zum Klinikum ausstrecken konnte,
eigentlich hatte ich die entsprechenden Leute unter Beobachtung gestellt.
Ja, auch das muss ich zugeben: Ich habe sie beschatten lassen,
einerseits um sicherzustellen, dass sie keine Gefahr sind und andererseits,
weil sie meiner Ansicht nach gar nicht erst auf die Idee kommen sollten, meinem Arbeitsplatz zu schaden.
Die Frage wäre also, wenn New Light das geplant hat, welche Ebene haben sie dann zwischen geschaltet?",


ein kurzes Schweigen der Vampiress entstand,
sie versuchte nochmal, die Geschehnisse zusammenzusetzen.
Vor allem aber die letzten Tage im Klinikum und der Vorfall dort.

"Wenn sie auf meine "Kaltblütigkeit" gesetzt hätten, wäre es ziemlich dumm gewesen,
denn mir kann man keine Straftat oder ähnliche Tendenzen nachweisen,
also muss dahinter doch etwas mehr stecken.... Moment mal....Es gäbe da noch einen Zwischenmann..
David, der Teamleiter meiner Station....",


schoss es ihr in den Kopf und sie puzzelte ihre Informationen zu ihm langsam zusammen.

"Wenn jemand mich gehasst hat, dann er.
Ich habe mich darum auch nicht weiter gekümmert,
weil sowas auch zum Beruf gehört, darin könnte aber mein Fehler gelegen haben.
Mal angenommen er hat den Zwischenmann gestellt und New Light in Kontakt mit der Klinikumsleitung gebracht,
dann sieht das Ganze doch ganz anders aus.
Es würde auch erklären,
warum er bei meiner "fristlosen Kündigung" so ein Gesicht gezogen hat",


schlussfolgerte sie weiter und sah nun Raphael direkt an,
ihre Miene hatte sich kaum verzogen,
auch wenn sich irgendwo leichte Wut in ihrem Geist manifestiert hatte.

"Andere Vorschläge?",

stellte sie die Frage offen in den Raum.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 21-12-2011 16:34 PM

Der Abend zog unbemerkt vorbei, es war schon relativ spät, als die Jungs sich zerstreuten, eine frohe Miene auf jedem Gesicht. Insgesamt hatte sich Lor gar nicht einmal so schlecht gemacht, auch wenn seine letzte Session Schach schon weit zurück lag, aber ein großer Stratege war er auch nie so gewesen, darum war es Glückssache, ob es ein Coup wurde oder nur Bauernkrieg.
Gegen Sean hatte er aber gewonnen, was allerdings den Dunkelhäutigen nicht mehr störte, genau so wie die Crybaby-Sprüche schnell abprallten, weil es ihm einfach Spaß machte.

Das Blauhaar begleitete die Soldaten noch in ihre Quartiere, die übereinander in mehreren Fluren lagen. Neugierig wanderte sein Blick über die Zimmernummern. 001 bis 099 in einer Ebene, und die darüber immer eine hundert mehr, das war sehr einfach zu merken. Sie lungerten gerade in der 300er.
"So good night and don't overdo it!", meinte Sean und packte ihm seine Hand auf die Schulter, was den Krasánen rasch herumsehen machte, hatte er nicht bemerkt, wie sein Kollege stehen geblieben war.
Er lächelte. "Yes, you too. We'll meet again when I'm able to train."
"I hope it'll be soon, freakin' wolfman." Er knuffte ihn freundschaftlich und hob nochmal die Hand zum Abschied, bevor er in sein Zimmer verschwand.
Auch ein paar andere, die noch gerade so da waren, verabschiedeten ihn, und sogar der Mann, der ihn anfangs reflexartig umlegen wollte, schenkte ihm ein freundliches Lächeln.
Mit selbiger Miene machte Lor sich auf den Weg und verließ den Korridor in Richtung des anderen Gebäudes, auch wenn in seinen Augen es nur ein Gebäude gab, weitläufig und etwas verwinkelt.

Er schlenderte gemütlich durch die beleuchteten Gänge, beobachtete die Nacht draußen. Was sich wohl weiterhin bei den anderen beiden ergeben hatte? Manchmal in der vergangenen Zeit dachte er, eine Spur ihres Geruches aufzufangen, aber oft waren sie wahrscheinlich schon weiter geeilt.
Mehr instinktiv folgten seine Füße keinem bestimmten Weg, bis er irgendwann einem älteren Herren begegnete, der nachdenklich auf das Geländer an der Fensterfront gelehnt war und ebenso draußen das Gelände beobachtete. Oder den Himmel? Er schien etwas abwesend.
"Excuse me?"
Der Mensch schaute auf und musterte ihn. Dann kam er hoch und richtete sich voll auf. Er war tatsächlich etwas größer als Lor.
Gerade in diesem Moment, als ihn eine Art Ehrfurcht, aber auch ein Hauch Gefahr beschlich, fragte er sich, warum er den Mann angesprochen hatte.
"Yes?" Der Blick des Fremden glitt über seine Kleidung und zurück zu seinen zweifarbigen Augen. "You're not of any Squad, am I right? Who are you?"
"Eh..." Ach du Schande. "That's a really good question." Die Ohren zuckten etwas, hätten sich angelegt, wenn Lor das nicht tunlichst vermieden hätte.
Auf seines Gegenüber Gesicht trat ein väterliches Lächeln. "Don't mind it, I won't bite. The case you're here is enough to trust you, I think."
Der Krasáne blinzelte. "W... Why?" Im zweiten Gedanken wurde ihm klar, dass er ihre aktuelle Position im Gebäude meinte.
Der Mann lachte und schüttelte den Kopf. "You're a really new guy, hm? Maybe - ah, I know! One of these two Mister Liskor brought with him." Er reichte ihm die Hand. "Nice to meet you."
Vor lauter Überrumpelung war das erste, was dem Blauhaar einfiel, als er die Hand ergriff, ein simples "Hajimemasute". (=Nice to meet you)
Dankbarerweise nickte sein Gegenüber ihm zu mit demselben Wort, worauf ihm erst auffiel, dass er aus Versehen Japanisch gesprochen hatte.
"Ah, I'm sorry! I'm..."
Der Mensch hob die Hand. "It's okay!" Wieder lachte er. Lor kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
"So, to come up with the last topic, you aren't of any Squad, are you?"
Wahrscheinlich war das eine Anwesenheitsberechtigungsfrage - eine gute Frage. Er hatte noch gar nicht weiter darüber nachgedacht, was ab jetzt würde, immerhin war er bislang nie besorgt darum gewesen, irgendetwas tun zu müssen, die Aufträge waren ihm von selbst zugeschoben worden.
"Well... I liked to train with a new weapon, that was everything until now since we came here."
"You haven't thought of anything else, what to do here, yes?"
Er fühlte sich leicht verhört. "Uhm, no." Sein Gesprächspartner wollte gerade neu anheben, da sprach er weiter. "Ah, wait, yes, we thought of it a bit at the beginning. Maybe I like to cook somewhen. It's... a passion, you see." Ein verlegenes Grinsen legte sich auf seine Lippen.
Einen Moment herrschte Schweigen, dann kicherte der leicht grauhaarige Mann.
"Sorry, it's a bit funny, yes..."
"No, I kind of like this abstract way. It means war hasn't crashed you yet. I know you're a fighter, your eyes tell me. Why don't you join a Squad? You'll be a good reinforcement."
Lor schwieg einen Moment.
"I... I don't know if I can bind me on something like this. I'm a free spirit so it'll mean nothing good to me."
"Think about it", antwortete der Mensch gutmütig und mit einem Unterton, der deutlich Geduld zeigte und eine Aufforderung über genug Zeitnahme. Ebenso hatte Lor das Gefühl, dass es nicht schlimm wäre, wenn er der Bitte nicht nachkam.
Erneut wurde ihm die Hand gereicht, zum Abschied.
"We'll meet again."
"Maybe", antwortete der Krasáne lächelnd und schlug ein.
"I'm Norten Trendor."
"I'm Lor."
Der Mann zwinkerte ihm verschmitzt zu, dann schritt er an ihm vorbei und in die Richtung, aus der er kam.
Das Blauhaar lächelte noch immer und machte sich wieder auf den Weg. Trotz dass die unausgesprochene Autorität des Mannes ihn ziemlich geduckt hatte, war der wahrscheinlich doch ein ganz netter Kerl. Wohl einer aus der Büroebene, zumindest so, wie er aussah, ein Teamleiter oder derlei. Vielleicht ein Squadaufseher? Jemand, der sich darum kümmerte, dass alles in dem Militärbereich gut lief. Ein Militäroberster? Ja, vielleicht.
Naja, darum konnte er sich später noch kümmern. Er schaute den Korridor entlang. Wenn er Glück hatte, musste hier doch irgendwo Raphaels Büro liegen? Und mit noch mehr Glück war er auch noch da.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 21-12-2011 18:52 PM

Gerade wollte sich der Fuchs in das augenscheinlich ungenutzte Bett legen, als er hinter sich erneut Milias Stimme hörte. "Wait a second, Koron... How did you know who Niral was?"
Der Schwarzfuchs drehte sich nach kurzem Zögern zu Milia herum, die ihn leicht misstrauisch, aber auch neugierig betrachtete. Sein Gesicht zeigte leichte Verwirrung über die Frage. "You're new here, and if you met him, he prolly would've told us. So how did you know who he was and what happened to him?"
Koron verblieb still, sein Blick driftete kurz Richtung Boden, dann wieder zu Milia, und kurz zu Penso.
"I... you know, everyone talked about it. So I... caught some info up", antwortete Koron zögerlich.
"I see... so what do you know?", bohrte die Huskydame scheinbar, während sie ein paar Schritte auf Koron zu machte, bis die beiden direkt voreinander standen. Koron wich ein kleines Stück zurück, wusste er nicht, wie er darauf reagieren sollte.
"Just, that... there was some kind of bomb, I heard something about terrorists... and that one guy named Niral took someone with him to stop all this. I heard he didn't return from it, and from your reaction, you see... I kind of figured-"
Bevor Koron seinen Satz beenden konnte, spürte er eine Klinge an seinem Hals. Milia knurrte ihn an, ein Kampfmesser dicht an ihn gedrückt.
"Cut this bullshit, you know more!"
"Milia!"
"Oh shush, Penso! This guy knows what happened to Niral and I want to know why, and why the fuck he doesn't tell me!"
Ihre grünen Augen waren auf die des Fuchses fixiert, während sie mit angezogenen Lefzen und sichtbarer Wut im Gesicht versuchte, Informationen zu bekommen. Koron hob langsam die Arme in einem Versuch, besänftigend zu wirken. Seine Augen waren leicht geweitet und er erwiderte den tiefen Blick der Soldatin. Er sprach langsam und ruhig, "Alright, Milia... Calm down now. We don't want anyone getting hurt here, now do we?"
"I'm not so sure about that, yet!"
"Milia cut this bullshit, he's new here, and everyone HAS BEEN talking about that incident a lot!"
Penso, der im Hintergrund stand, versuchte, Milia zu besänftigen. Der Fennek hatte seine Ohren angelegt und machte langsam einen Schritt auf die beiden zu. "Milia, I know you're pretty upset for what happened, we all liked Niral a lot but really, I don't think... Koron was your name, right? I don't think Koron has anything to do with that. And I think you know that, too. Just... just put the knife down and have a seat."
Kurz herrschte Stille im Raum, bevor eine einzelne Träne an der Wange der Huskydame herab lief, sie das Armeemesser von Koron nahm und sich fast schon kraftlos in den Stuhl fallen ließ, den Penso herbeigezogen hatte.
"Fuck, I... You're right, but... goddamnit!", schluchzte sie. Pesno legte beruhigend seine Hände auf ihre Schultern, bevor er zu Koron aufsah.
"I think you should leave for a moment. Maybe have a look around, meet some of the others and return later", schlug der Fennek vor. Ein Vorschlag, den Koron nickend bestätigte, bevor er langsam zur Tür schritt und verschwand.
Auf dem Gang waren sofort einige Augen auf ihn gerichtet, als er die Tür hinter sich schloss. Clarke kam sofort auf ihn zu. "Hey, little buddy! What happened in there? We heard some yellin'."
Koron schüttelte bloß den Kopf. "Nothing I think I should talk about", antwortete der Fuchs bloß kalt.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 21-12-2011 19:42 PM

"Höchstens den, dass wir vielleicht eine Untersuchung dort ansetzen sollten...", erwiderte der Schwarzgewandte auf die Ausführungen der Vampirin.
"Thomsen erzählte mir, dass er kurz vorher engen Kontakt mit New Light hatte, und das sein Drache und er gemeinsam von dieser Organisation geflohen sind. Es wäre also durchaus möglich, dass New Light ihn entweder mittels dir kaltstellen wollte, damit er keine Informationen an dritte weitergeben könnte, oder sie beabsichtigten ihn als... weiteres Instrument zu benutzen, um viele Unschuldige in den Tod zu treiben. Bei letzteren hätten wohl Schuldgefühle und ähnliches gepaart mit passenden Worten von anderen Anhängern der Terroristen dafür sorgen können, dass er quasi 'moralisch' an sie gebunden würde... In jedem Fall hätten sie, egal wie die Sache ausginge, wenig zu verlieren."
Eine kurze Pause folgte.
"Was diesen David angeht... wohlmöglich sollten wir den auch einmal genauer unter die Lupe nehmen..."

"Anbei... was hälst du eigentlich von unserem Präsidenten? Ich nehme mal an, du hast hier und dort, wohl auch in den Medien, das eine oder andere aufgeschnappt?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 21-12-2011 19:57 PM

"David wird sich sicherlich gerne unter die Lupe nehmen lassen..",

kommentierte Alexinara und in ihren Augen funkelte es kurz bösartig,
sich in eine Falle locken zu lassen, war ganz und gar nicht ihre Art,
und vor allem ärgerte es sie, dass sie nicht vorausschauend genug gewesen war.
Sie gestand sich ein, etwaige Nachforschungen anstellen zu müssen,
die Sache mit dem Klinikum schien noch längst nicht beendet.
Gerade ging sie einige Optionen in ihrem Kopf durch,
als Raphael das Thema auf Norten Trendor lenkten,
welchen sie noch vor einiger Zeit aus diesem Büro hatte herausspazieren sehen.

"Du weißt, wie die Medien sind,
meistens erfährst du nur die halbe Wahrheit.
Nach der Presse zu urteilen scheint er ein Mann mit reinweißer Weste zu sein,
der es beherrschte, alle in seinen Bann zu ziehen,
ein sehr guter Redner soll er auch sein,
eindrucksvoll in Ausdrucksweise und Formulierung.
Ich für meinen Teil bleibe da aber recht kritisch,
auch wenn er für die mediale Welt so "toll" ist,
kann man nie wissen, was hinter der Maske steckt.
Ich halte ihn für einen intelligenten Mann,
jedoch ist er für mich nicht immer so ganz durchschaubar,
was mich in Alarmbereitschaft versetzt.
Man scheint aber nicht so leicht an Informationen von ihm heranzukommen,
so als wäre er von allen Seiten abgesichert und das muss schon was heißen.
Sonst sickert immer etwas Negatives über Prominente durch das Netz der Politik,
bei ihm: absolut keine Chance",


beantwortete sie seine Frage wahrheitsgetreu und lehnte sich etwas zurück,
ein Seufzer entfuhr ihr, ehe sie wieder zu Raphael aufblickte.

"Meinst du, er könnte Probleme machen?"


Ob Präsident oder nicht,
wenn jemand als Gefahr eingestuft wurde,
machte die Vampiress keinen Unterschied mehr.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 22-12-2011 02:10 AM

Seufzend schritt Lor um die nächste Ecke und landete nur an einem Treppenhaus.
"Hm, heute finde ich sie wahrscheinlich nicht mehr..."
Er trat zur Seite und lehnte sich auf das Geländer, um in den Hof zu sehen. So wie Norten Trendor es vorhin tat. Irgendetwas sagte ihm, dass er gar nicht wissen wollte, wer er eigentlich war, sondern sich ganz allein ein Bild von ihm machen. Ihn als den netten Mann im Sinn behalten, vielleicht nochmals ansprechen, wenn man sich das nächste Mal sah.
Der Flurabschnitt hier lag dunkel im passiven Licht der Lampen weiter vorn, auch das Treppenhaus selbst war scheinbar unbeleuchtet.
Er dachte sich nichts weiter und setzte seinen Weg fort, um in das Treppenhaus zu schauen, so halb um die Ecke gelehnt. Direkt gerade aus ging der Korridor einfach weiter, wieder beleuchtet.
Entgegen aller Erwartungen war aber tatsächlich jemand hier, auf halber Höhe in die dunkle Ecke gekauert. Es schien fast so, als sammle sich die Dunkelheit bei ihm. Es war ein... gruseliger Anblick.
"Hey..."
"Don't come near me!!", schrie der Junge dort sofort und zuckte noch etwas mehr zusammen. Er hatte die Beine eng angezogen und die Hände an den Kopf gelegt. Die Materie um ihn herum setzte sich in Bewegung und zirkulierte rasch, breitete sich aber nicht weiter aus und beruhigte sich nach einigen Momenten etwas.
"It's okay, I won't harm you in any way."
Der Junge schaute auf. Seine Augen leuchteten leicht gelb an der Iris. Ansonsten hätte man sie aber auch nicht ausmachen können.
"May I...?" Vorsichtig trat das Blauhaar vor, ganz langsam, die Hände erhoben, dass der Junge sehen konnte, dass er nichts darin hatte. Dessen Blick war verängstigt und gehetzt, aber außer leichter Regung in der Materie veränderte sich nichts.
Lor löste den Fuß vom Boden und setzte ihn auf die erste Stufe. Da sein Gegenüber nichts tat, außer ihn zu beobachten, machte er sich daran, nach und nach hinauf zu steigen. Als er die letzte Stufe erreicht hatte - er war dabei immer mehr in die Mitte ans Geländer gegangen, um den größtmöglichen Abstand zu wahren -, reagierte der Junge wieder und weinte leise furchtsam, der schwarze dichte Nebel bewegte sich mehr.
"Don't come near me! I'll kill you!"
"You won't kill me. It's okay."
"I... I...!"
"Was someone here before?"
"... No..."
Beruhigt atmete er aus und lächelte. "Did you know of your power?"
"What power?"
Ah, okay, das war ein deutliches Nein. Gut, dass der erste, der den Jungen gefunden hatte, kein magieunbegabter Durchschnittssoldat gewesen war, den hätte er eiskalt ins Nirvana befördert. Wenn man jetzt nicht behutsam vorging, könnte er ein UI werden, denn diese unverkennbare Macht hier war nichts anderes als pure Schwarzmagie.
Lor hockte sich hin, der wahrscheinlich Braunhaarige schluchzte und nahm die Chance wahr, um direkt vorzukrabbeln und sich zu ihm zu flüchten. Etwas unvorbereitet traf den Krasánen die Materie, aber recht schnell drängte er das Unwohlsein zur Seite und legte die Arme um das geschätzt zehn Jahre alte Kind, das ihn zum Sitzen gebracht und sich an ihn gekuschelt hatte.
"It's okay, you're safe now, little boy. Did you had a nightmare?"
"Yes! A bad man killed my mummy! There was so much blood... Wah!"
In der Erinnerung an das Szenario breitete sich die Magie nochmal um das Doppelte aus, ehe sie sich wieder etwas eindämmte.
"S-sorry... Did I... hurt you?"
Lor lächelte. "No, don't worry. Did you see somethin' else?"
"No... Mummy..." Er weinte wieder.
"Where is your mummy?"
"She's not here cause she was called into mission last week."
"She will return to you safe, don't worry, my little..." Er strich ihm sanft über den Kopf, sein Nebel verringerte sich erneut sichtbar. Dass das Kind ihn zuvor, wenn auch mehr unkontrolliert, hatte eingedämmt, zeigte, dass er irgendwo Kontrolle darüber hatte.
"And what now?"
Der Junge sah auf. "Eh?"
"Well, you can't sit in here all the night, can you?" Verschmitzt zwinkerte der Krasáne ihm zu.
Das Braunhaar wich seinem Blick aus.
Ein Gedankenfetzen erreichte das Blauhaar und er schreckte leicht zusammen. Der Junge war in seinem Zimmer nicht allein gewesen...
Das Zucken hatte der natürlich mitbekommen. "What's up, animal-man? Did I hurt you?"
Er nahm den Jungen bei den Schultern und schaute ihn mit freundlicher Miene direkt an. "We will go now for your bed, yes?"
Der Kleine zitterte zunehmend. "No...!"
"Okay, okay. Just okay." Er nahm ihn sofort in die Arme und drückte ihn sachte an sich. "We won't go there."
"Yes..."
Aber wohin dann? Der Krasáne überlegte scharf.
"Hm, have you seen the hospital area here somewhen?"
Die Kinderaugen leuchteten neugierig. "No, but I wanted! It must be very interesting!"
"Okay", zwinkerte das Blauhaar ihm nochmals zu und legte die Stirn an seine, wohl um Zuneigung zu zeigen, aber in Wirklichkeit stellte er ungesehen Zugang zu seinen Gedanken her, um herauszufinden, wo dessen Zimmer lag. "I will bring you now there, hm? What about that?"
Der Junge nickte fröhlich und schmuste sich fröhlich an des Krasánen Brust.
Der schwarze Nebel begleitete sie beständig auf ihrem Weg, während Lor der Karte in seinem Kopf folgte. Es führte sie weiter nach oben, anderthalb Stockwerke, dann hatten sie ihr Ziel erreicht. Der Junge merkte erst, als er vor der zerschrammten, blutigen Tür stand, dass sein Begleiter ihn nicht vorwärts, sondern rückwärts gebracht hatte.
Ganz sachte setzte er ihn ab und trat einen Schritt zurück, um still zu beobachten, wie der Kleine alles nochmal erlebte. Es tat ihm selbst weh, aber in diesem Stadium musste er die Macht des Jungen herauslocken, um ihrer Herr zu werden, sonst war es ein Zustand zwischen allem und nichts, gefährlich für alle Seiten.
Die langen Ohren legten sich harsch an, als Geschrei laut wurde. Die Schwarzmagie breitete sich ruckartig aus und flutete sogar durch das Glas hinter ihnen, durch die Mauern, alles.
//Jetzt!//
Die zweifarbige Iris des Krasánen wurde reinweiß, als er in eine leichte Kampfpose ging und an beiden Handflächen kleine schwarze Kugeln beschwor, die umstehende Materie gleicher Art einfach berührten und aufsaugten, als würden sie zueinander gehören, wären aus einer Quelle.
Eine dunkle Aura legte sich um das Blauhaar, die sich von der Umgebung nicht mehr unterschied.
In Gedanken befahl er die Kräfte des Jungen unter seinen Befehl und berührte dessen ungeschützte Seele, die Rechte nun vorgestreckt und über seinem Kopf. Das Braunhaar hatte sich umgedreht und schaute mit Tränen auf, Herr seiner Sinne.
Ein durch und durch kalter Ausdruck lag auf des Krasánen Gesicht.
"Will you... kill me...?"
Lor spürte fremde Augen auf sich, Zuschauer waren auf das Geschrei aufmerksam und-oder wach geworden. Er sog die Nebel in die Kugeln über seinen Handflächen.
Nun trat ein Lächeln auf sein Gesicht, was aber durch die Augen sehr gedämpft wurde. "Of course not. I'm your guard in this darkness of your soul."
Der Junge schickte sich an, ebenso zu lächeln, dann schloss er die Augen und fiel vornüber. Jemand anbei rief erschrocken aus, aber Lor ging in die Knie und vor, um ihn aufzufangen.
"Don't worry, I will bring him to a doctor, so just go to bed and sleep again, yes?"
"But..."
"Don't move!"
Das Mädchen hielt erschrocken inne.
"Go to bed. Now."
"... Y-yes...!"
Aus dem Korridor kam ein anderer Mann gelaufen, in schnell übergeworfenen Kleidungsstücken, dass er nicht im Schlafzeug herumlief. Ihm nach folgte noch jemand.
"What has happened?" Der Mensch wurde dem Blut gewahr, das teilweise aus dem Türrahmen heraus auf den Gang lugte. "By God, -what- has happened?!"
Lor sah herüber, wieder den gefühlskalten Ausdruck auf den Lippen. "Please call someone to clear up here, I take care of this young boy who discovered his magic skills."
Sein Gegenüber schluckte und nickte nur.

Es dauerte nicht lange, bis das Blauhaar in der Krankenstation ankam, wo er tatsächlich zum Glück gerade wen fand, eine Dame, die ihn sofort inspizierte und übereilt herankam.
"Everything's okay?"
"No wounds, everything's fine. I didn't know where to go but this child needs attention, his magic showed up right away."
"UI?" Ein ängstlicher Ausdruck huschte über das Gesicht der Ärztin.
"Then he wouldn't be here, would he?"
"Yes, you're right... Please come with me!"
"It would be great if he could stay here, he wanted to see this area very much so I think, it'll keep him safe. Otherwise, just call me, I can handle this kind of skill he has."
"O-okay."

Nachdem der Junge "verarztet" worden war, verabschiedete Lor sich und machte sich auf den Weg nach unten. Unlängst hatte sich die Schwarzmagie in seinem Inneren in die originalen Bestandteile zerlegt und war nichts mehr weiter als reine Energie. Überschüssige Energie, aber von der kräftigsten Sorte.
Der Weg schien immer länger zu werden, und als er an die Tür kam, die er sonst nahm, war sie verschlossen.
"Nein...!"
Er wandte sich ab und musste sich zügeln, nicht dagegen zu schlagen. Die Schritte führten zurück den Gang entlang.
Irgendwie musste er die überschüssige Energie abbauen, damit es ihn nicht belangte, aber er wollte sie auch nicht einfach in die Wände oder den Boden des Hauses übergeben, wer weiß, was diese Menge mit Elektrik oder sonstigen Anlagen anstellen könnte.
Zitternd kippte Lor gegen die nahe Wand, die Arme vor der Brust verschränkt. Seine Sicht verschwamm leicht ins Rote.
//Ach, leckt mich doch...//
Kleine Flügel falteten sich aus dem Rücken auf. Ein diabolisches Grinsen machte sich breit, neben verschnellerter Atmung und Puls.
Die Chance, ernsthaft Gerätschaften zu schädigen, hielt das Blauhaar nach wie vor davon ab, es nicht direkt hier in den Steinboden zu geben.
Ein Gedanke blitzte auf, dann machte er sich auf den Weg nach oben zu seinem Zimmer.
Schneller als sonst war er dort und bemerkte freudig, dass das Fenster groß genug war, um einigermaßen hindurch zu hüpfen. Ohne weiteres Nachdenken nahm er diesen Weg und stürzte sich kopfüber dem Gras entgegen. Die Flügel spannten sich in voller Größe auf und fingen grazil den Aufprall ab. Die Rechte an seiner Seite sammelte Lor die Kraft in seiner Hand, um die sich ein enormes elektrisches Feld aufbaute, dann jagte er es direkt ins Erdreich.


Wind raschelte in den tiefschwarzen Federn, auf die der Mond, wenn er zwischen den Wolken hervorschaute, sein weißes Licht warf. Das Meer rauschte und gab seinen Beitrag zu der wundervollen, stillen Nachtszenerie, die der Krasáne noch ein wenig länger lächelnd genoss.
Dann machte er sich mit einem Schwingenschlag auf und stieg durch das Fenster wieder in den Gebäudekomplex ein, um sich anschließend einfach nur noch ins Bett zu legen.
Der Tag war lang genug gewesen.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 28-12-2011 04:11 AM

"Are you sure? We don't want any trouble in here, y'know? And that sounded like it could be the start of it", hakte Clarke nach, während Koron langsam den Gang entlang schlenderte, die Hände in die Manteltaschen gesteckt. "I don't think you have to worry about that", antwortete dieser.
"You sure?" I mean-"
Koron unterbrach den Hühnen, indem er seine flache Hand vor ihn in die Luft hielt, eine STOP-Geste andeutend. "Yes I AM sure. Just... don't worry about it."
Der Bär nickte bloß noch, für jemanden, der es nicht gewohnt war, dass ihn jemand unterbrach oder Kontra gab, schien er es ganz gut wegzustecken.
"I'll go stray around the area. You have fun doing whatever you do", verabschiedete sich der Fuchs bereits, bevor der Bär sich streckte und antworte, "Mind if I come along? A little walk sounds like a great idea right now."
Koron seufzte leise, nickte am Ende aber bloß leicht verzweifelt. Eigentlich wollte er seine Ruhe haben, andererseits hatte er auch keine Lust, zu versuchen, Clarke abzuwimmeln.

Die beiden Anthros begaben sich durch den Korridor in das Treppenhaus und von dort aus nach draußen. Sie folgten einem terrassenähnlichen Rundweg, der außen an der Gebäudeseite entlang führte, breit gebaut und einen guten Überblick über das Trainingsgelände gewährend. Die kühle Nachtluft fühlte sich gut an nach der doch etwas stickigen Atmosphäre im Korridor."So tell me, Koron... Why did you come here? What didya do before?", fragte der Bär interessiert.
"I'm here more or less by accident. I collapsed in Hannover during my 'awakening' and was brought here. And while I'm here, I thought I might as well apply for a job", fasste Koron kurz zusammen. Clarke nickte kurz. "I see. As for me...", er machte eine kurze Geste mit der Hand, "I was an UI. They managed to capture me somehow and taught me how to use my powers. I liked what the ISF did, so I decided to join 'em. Musta been about... three or four years ago.
Koron nickte ebenfalls. Mit drei oder vier Jahren Dienst auf dem Buckel war Clarke doch mit Sicherheit schon eine Art Veteran hier auf Terra, oder nicht?
"Did you always work in a Squad?"
"Nah. Started out as a DSU, just like you. Back then it wasn't that dangerous though, y'know? You still sure 'bout that, by the way?"
"Yes", antwortete Koron erneut knapp. Er wollte eigentlich nicht mehr darüber reden, seine Entscheidung stand fest.
Der Rundgang verlief eine kurze Weile lang ruhig, während die beiden das Gebäude langsam umrundeten. "So... what does your family say 'bout you fightin' here? Your girlfriend, or wife, if ya have one?"
Koron blieb kurz stehen, der Blick glitt langsam gen Boden. "...not so much."
Clarke kratzte sich etwas unbeholfen am Hinterkopf. "...I see. Sorry, lil' buddy."
Als der große Bär dem Fuchs eine Pranke auf die Schulter legen wollte, zuckte dieser rasch weg. "It's alright. Really." Koron wollte kein Mitleid, und erst recht wollte er nicht, dass ihn Leute deswegen befummeln. Es war ihm schlichtweg unangenehm. "We should get back to the quarters. It's getting late", schlug der Schwarzfuchs vor, bevor er die Führung übernahm und nicht gerade langsam den restlichen Weg zurück zum Treppenhaus zurücklegte. Clarke folgte ihm nach kurzem Zögern, schien Koron allerdings aus den Augen zu verlieren, als dieser in den Gang einbog.
Der Fuchs hatte sich rasch zurück in sein Zimmer begeben, nachdem er kurz durch die Tür hineingespäht hatte. Milia schien schon zu schlafen, und Penso nickte ihm bloß still zu. "It's alright again. She's just still pretty wound up about the thing with Niral, but I got her to sleep", erklärte der Fennek, der sehr leise und vorsichtig sprach. Still nickend nahm Koron dies zur Kenntnis, bevor er sich daran machte, vorsichtig seine Stiefel und den Mantel auszuziehen und sich selbst hinzulegen.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 02-01-2012 10:50 AM

"Ich denke, wir werden diesen David erstmal observieren lassen. Es scheint mir eine gute Möglichkeit einmal unsere eigenen Mittel zu testen. Was dich angeht: Sicherlich steht es dir frei ihn ebenso unter die Lupe zu nehmen, allerdings wäre es dabei von Vorteil, wenn du ein reguläres Mitglied unserer Einheit wärst."

Das Gespräch verlagerte sich in Richtung Norten Trendor. Ein leises Seufzen entfloh der Kehle des Magiers. "Ich weiß nicht recht. Er wirkt sehr souverän, zudem ist er mental abgeschirmt. An seine Gedanken kommt man auf Entfernung nicht ran. Das ist einerseits durchaus wünschenswert bei einer Person in solch einer Position. Als Geheimnisträger sollte sein Wissen auch möglichst bei ihm selbst bleiben. Andererseits macht es die Sache für uns etwas schwieriger eine mögliche Scharade zu durchschauen. Was für persönliche Ziele er verfolgt, wird sich hoffentlich demnächst etwas klarer darstellen. Wenn ich ehrlich bin, wäre es mir lieb, wenn er damit von selbst rausrücken würde..."

Eine kurze Stille legte sich über den Raum. "Achso, ehe ich es vergesse: Auf der Krankenstation kannst du fürs erste auch nach... Nahrung fragen. Ich denke 'Dr. Dingo' wird dir schnell etwas aushändigen, wenn du kurz deinen Status erläuterst. Ich werde mir, was das angeht, noch etwas überlegen. Schließlich wirst du wohlmöglich nicht der erste Blutsauger bleiben, der bei uns zu Gast ist. Doch das kann bis morgen warten. Ich mache hier noch einiges fertig, wenn du möchtest, kannst du dich bereits zu Ruhe legen."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 02-01-2012 17:18 PM

(Kommentar :Anbei können wir ja unser Gespräch erstmal beenden Smile )

Nickend gab Alexinara ihr Einverständnis.
Um effektiv an David herankommen zu können
und ohnehin bessere Möglichkeiten zu haben,
war eine Mitgliedschaft bei der ISF unabdingbar.

"Was muss ich machen, um deinem Haufen beizutreten?",


fragte sie kurz und direkt nach.
Auf die Ausführungen bezüglich Norton Trendor hin gab sie keinen weiteren Kommentar,
schließlich konnten sie ihn weder durchschauen noch befragen,
so blieb ihnen am Ende nur noch das Warten.
Nur kurz zog sie eine Augenbraue in die Höhe,
als Raphael ihr "Nahrungsproblem" ansprach,
gerade in diesem Moment hatte sie damit nicht gerechnet.

"Ich werde mitnichten eure Blutreserven ausnehmen,
es ist nicht so, dass ich am verhungern bin,
alles bisher im grünen Bereich",


erklärte sie und setzte ein Grinsen auf,
ihre spitzen Zähne kamen zum Vorschein.
Mit einer Handbewegung warf sie sich die Haare zurück,
ihr Vetrauter hatte gerade das Gespräch beendet.
Sie schaute ihn an und schüttelte sachte den Kopf.

"Nein, nein, dafür ist es noch zu früh.
Mal abgesehen davon,
dass ich mich in meinem Quatier langweilen würde.
Ich habe nichts meiner häuslichen Einrichtung da,
so kann ich sicherlich nicht arbeiten.
Also wenn du mich glücklich machen willst, gib mir was zu tun",


zwinkerte sie ihm zu und lachte kurz auf.
Ihre Gedanken gingen zu den technischen Teilen in ihrer Behausung in Hannover,
viel konnte sie ohnehin nicht mitnehmen,
da es an den Ort gebunden war.
Jedoch kamen ihr schon Ideen,
wie sie an die Sache herangehen könnte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 04-01-2012 09:22 AM

Leicht kopfschüttelnd über die Formulierung der Vampirin eines "Haufens", antwortete Raphael: "Es gibt bei dir ebenso die beiden Tests. Den Kräftetest, sowie den Wesenstest. Daneben gibt es natürlich bei den eher Zivil angelegten Aufgaben, wie die des Sanitätsdienstes auch ein 'Bewerbungsgespräch' u.a. mit dem entsprechenden Fachleiter. Aber darum können wir uns später kümmern."

Bei der Aufforderung ihr etwas zutun zu geben, grinste der Magier leicht diabolisch. "Ich könnte deinen Regenerationskräften etwas zu tun geben." Bei den Worten entstand eine zuckende Blitzkugel knapp über seiner rechten Hand, die kurz daraufhin wieder verschwand. "Nichts für ungut, aber bei diesem Papierkram kann ich dich nicht gebrauchen. Du kannst eventuell die Caféteria unsicher machen, oder ähnliches."

Die Eigenheit nicht schlafen zu müssen, verschaffte dem Wächter stets mehr Zeit als anderen.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 04-01-2012 17:41 PM

Nur kurz leuchteten die Augen der Vampiress auf,
als die Blitzkugel in Raphaels Hand enstand,
mit einem gespielten Seufzer machte sie einen Knicks.

"Dann werde ich mich zur Untotenruhe begeben,
mach du mal deine Sachen fertig und den Rest sehen wir morgen,
oder gar die Tage, das wird sich zeigen.
Falls etwas sein sollte, sag bescheid,
oder dich sogar Langeweile überkommt",

zwinkerte Alexinara ihm noch zu und verließ das Büro,
man hatte ihr eine Räumlichkeit im äußeren Trakt auf Terra angeboten,
wo sonst selten Reporter, Politiker,
oder eben Mitarbeiter der Büros ihre Schlafstätten hatten.
Aus Rücksicht den Soldaten gegenüber,
die bisher noch keinen Vampir unter ihren Einheiten gesehen hatten,
und für den unwahrscheinlichen Fall, dass Probleme auftreten könnten,
war dieser Ort der einzig passende gewesen.
Alexinara fand sich alsbald in einem kleinen Raum wieder,
er war schmucklos, aber schön eingerichtet,
neben einem Einzelbett standen Schreibtisch und Kleiderschrank anbei,
es gab sogar genug Platz für einen Computer auf dem Tisch,
Dusche und WC waren auch enthalten,
samt einer winzigen Abstellecke für Taschen und etwaiges Gepäck.

Die Vampiress machte es sich gemütlich auf dem Bett,
wusste aber, dass sie keinen Schlaf finden würde.
Da fiehl ihr ein, dass sie die Lage in Hannover seit ihrer Ankunft nicht mehr vor Augen hatte,
schließlich waren sie dort mit einigen heftigeren Auseinandersetzungen herausgegangen.
Schnell holte sie ein Mobiltelefon hervor und rief per Schnellwahl jemanden an,
am anderen Ende der Leitung dauerte es lange, bis jemand abnahm.

"Marcus, hier Lexia, na wie siehts aus in der City?",

fragte Alexinara unbefangen und nahm eine angenehme Sitzhaltung auf dem Bett ein,
ihr Gegenüber schien tausend Sachen auf einmal sagen zu wollen,
denn seine Stimme überschlug sie beinahe, als er anfing zu reden.

"Hey Lexia, man, was für ne Überraschung!
Ich hatte erst gestern erfahren, dass die dich aus der Klinik geschmissen haben,
ihre offizielle Erklärung war ja mal sowas von scheinheilig,
die Reporter haben ihnen aber alles aus den Händen gefressen.
Was solls, sollen die ohne dich klarkommen, was gibts denn?",


fragte der junge Mann am anderen Ende der Leitung,
die Vampiress ließ einen Moment Stille aufkommen.

"Wie ist der Status der Stadt?
Irgendwelche Unruhen, Probleme?",


fragte sie direkt und unbeirrt den alten Bekannten,
man hörte nur noch das Geräusch von schneller Tipperei,
anscheinend war der Mann gerade an einem Computer.
Es verging kaum eine Minute und Marcus fing an zu reden.

"Außer die Aufruhe in der Oststadt nichts weiter,
die Polizei tappt im Dunkeln, wer die Verdächtigen sein könnten,
man vermutet tatsächlich Terroristen dahinter.
Zuverlässige Quellen reden von geheimen New Light Stützpunkten,
du weißt ja, die Gerüchteküche kocht",


ein lautes Lachen war zu vernehmen.
Alexinara nickte zunächst stumm,
sie war es gewohnt, ihre Informationen aus ihren Quellen zu erhalten,
bisher war Marcus einer der vertrauenswürdigsten gewesen,
auch wenn er aufgrund eines Operationsfehlers ewig auf Maschinen angewiesen war.
Sie hatte ihn irgendwann gegen Mitte ihrer Arztzeit in der Dialyse getroffen,
ihm war während der Op das falsche Schmerzmittel gegeben worden,
wordurch seine Organe zum Teil, vor allem die Leber, Schäden davongetragen hatten.
So war er mit gerade mal 20 Jahren zu einem Dauerdialysepatient geworden,
sein Leben hatte sich von einen Moment auf den anderen geändert.
Dennoch war es Marcus gelungen weiterzukommen,
am Ende hatte er ein Studium in Computertechnologie abgeschlossen,
ein Rechenzentrum für "Besonderheiten der magischen Aktivität" eröffnet
und damit auch weltweit als Erster Buch über die magischen AKtivitäten geführt.
So war es möglich, größere Ereignisse oder mögliche Problematiken von Anfang an zu entschüsseln,
sodass Ausbrüche von magischen Fähigkeiten nicht oder nur vermindert auftreten konnten.
Auf diese Berechnungen stützte sich auch die ISF,
wobei es immer Ausnahmefälle gab in ihrem Berechnungsnetz.

Das Gespräch zog sich noch etwas länger hin,
wobei die kommenden Themen eher trivialer Natur waren,
und auf die zwischenmenschliche Beziehung abziehlten.
Nach einer Stunde des Gesprächs verabschiedete sie sich,
mit der Bitte, bei auftretenden Problemen direkt kontaktiert zu werden.
Da Marcus aktuell ihr einziger Informant in Hannover war, blieb ihr nichts übrig, als es dabei zu belassen.
Alexinaras Handy verschwand wieder in einer Seitentasche,
sie ließ sich rückwärts aufs Bett fallen,
dabei zog sie ihre Stirn in Falten und grübelte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 04-01-2012 19:48 PM

Sanfter Seewind, eine salzige Note darin, umschmeichelte die Nase des Krasánen. Er blinzelte, zuckte mit den Ohren und setzte sich dann auf, um sich ausgiebig zu strecken. Wie lange hatte er geschlafen?
Mit einem Ruck war er auf den Beinen und am noch immer offen stehenden Fenster, um den Stand der Sonne zu prüfen. Vormittag, vielleicht 9Uhr. Perfekt.

Sein erster Weg führte ihn zurück in die Krankenstation, einerseits, um die etwas verrutschten Verbände wieder richten zu lassen, andererseits, um nach dem Jungen zu sehen.
Zielsicher bog er aus dem Treppenhaus um die Ecke und lief beinahe einen Werdingo um. "Sorry!"
"If this' not the bluehaired guy I cared about yesterday evening." Sein Gegenüber verzog die Lefzen zu einem Lächeln, dann griff er auch schon ungefragt nach seiner Rechten. "Seems like I must redo."
"Please", nickte der Krasán freundlich und folgte ihm. "Have you heard about the little boy caming here the night?"
"Ah, the one who wondered where he is, how he came here... He said something like a demon safed him from his black magic."
Das Blauhaar zuckte zusammen. "A demon?"
"Well, correctly he called it a blackwinged angel, but I liked to rename it a bit cause it's shorter."
"Sorry for bothering you."
"Ha, I've known you were it! Good job!" Der Dingo klopfte ihm auf die Schulter, bevor er eine Tür öffnete und ihn hereinbat. Beiläufig wickelte er die Bandagen ab und besah sich alles, entschied nach einigem Überlegen, die Verbände weiterhin zu nehmen, schließlich war ja kein Blut daran. Bei dem rechten Handgelenk hielt er kurz inne.
Lor schüttelte den Kopf. "It's not what it seems to be."
Ein wenig fasziniert strich der Arzt über die Narbe, die fein einmal quer über die innere Seite des Handgelenks lief. Er seufzte leise. "War is a really disgusting thing..."
"It is indeed. But this is something I wanted to maintain cause a close person to me do, too."
Der Dingo nickte nur lächelnd ab. Es dauerte nicht lange, bis er fertig war. "After all, thank you for rescuing the boy. I think it would be better for now to not see him, but maybe you'll return later?"
"I like to."
"Okay! See ya then!"
Sie verabschiedeten sich, der Arzt zog die Tür hinter sich zu und wuselte auch schon davon.

Als nächstes machte Lor sich auf den Weg zur Caféteria - anhand der Aushangschilder war das zum Glück etwas leichter. Sean und die anderen fand er allerdings nicht mehr, sie waren wohl schon fertig. Stattdessen begegnete ihm jemand anderes, der wohl gerade ebenso fast geendet hatte, aber noch gemütlich beim Kaffee saß.
Der ältere Herr bemerkte ihn und hob leicht die Hand. Lor folgte der Aufforderung und ließ sich an seinem Tisch nieder.
"Good morning. Forgive me enjoying my coffee, I see, it was a really good decision."
Der Krasáne blinzelte etwas, ließ den etwas wirren Satz aber so stehen und nickte nur lächelnd. "Good morning, Mister Trendor."
"Don't fool me, I've already heard about your doings yesterday." Der Mann hatte ein Auge zugekniffen und sah ihn mit dem anderen ohne negative Wertung an, während er einen guten Schluck von dem dampfenden Getränk nahm.
"I just have done what was necessary and I'm glad it was me finding the boy, cause his magic is one of the kind I can control."
"I would really like to test you, best next hour, there is some free time."
"What?!", rief Lor aus, hielt sich direkt die Hand vor und ignorierte die Blicke der anderen rundherum. "I - I didn't decided yet!"
"I've thought about your special case, don't worry. You may act as a solo fighter, what about that?"
"Ehm..." Der Krasáne sah auf den Tisch und schwieg einen Moment. "I was a solo fighter the last years... For an organisation who caught me when I was lost on the street. Some days ago I was told they operated for New Light."
"Just better."
Überrascht sah Lor auf. Sein Gegenüber hob die Hand. "So you can precisely go out for their places, can't you?"
"Well... Yes, of course, just like we did in Hannover before we came here."
"I know, I had enough time to find out about that."
Stille legte sich über ihren Tisch. In der Umgebung hörte man Geschirr oder Besteck klappern, verschiedenste Leute sich fröhlich unterhaltend in verschiedensten Sprachen, oder auch den Abwasch aus der nahe gelegenen Küche.
"You were angry and disappointed when you heard what they've done, hm?"
"Of course!" Lor ließ es sich nicht nehmen, mit der Faust auf die Tischplatte zu schlagen, dass die Teller klapperten. "These damn bastards..."
Sein Gegenüber lächelte, die Finger ineinander verschränkt. "I really would like you to join our lines. I beg you. There are many informations, locations, everything you can give us without, I know, but a fighter who knows well the enemies strategies is a better fighter at the front. That's what I think. And... It's nothing I'm concerned with but you have nothing else to do right now, have you?"
"No job, no home. The whole world is my home."
"Would you like to call Terra your home?"
Das Blauhaar schloss leise lächelnd die Augen. "I've known you would ask that, and I must say I thought about it sometimes these past days. But... I'm not sure about it..."
"What is in danger to loose? You can say at any time you want to quit. Is that an offer?"
Norten reichte ihm eine Hand. Lor beäugte sie leicht misstrauisch, anschließend wanderte sein Blick zu dem Menschen vor ihm.
"With an elimination of everything in my brain what has happened here, yes?"
Der Mann schmunzelte. "Maybe."
"Of course." Er seuzfte. "But it's a better choice than my old bosses gave who killed everyone leaving the organisation. When I think of it, maybe I can identify with the NGEO and-or ISF cause they act for the magic people in danger or fight against New Light."
"And everything else which is maybe interesting. Besides I really would like to have a meal from this cook in front of me."
Lor sah sofort weg und hielt sich die Rechte vor das Gesicht, weil er ernsthaft rot geworden war. "Don't be riddiculous...!"
"I'm serious. You'll be a very good reinforcement for our group."
Erneut herrschte eine kurze Pause, bis der Krasáne sich wieder auf den Teppich geholt hatte und den Blick erwidern konnte. Die Hand Trendors war immer noch vor ihm.
"You insist on it, whatever happens."
"I insist."
"Goddamn... Okay." Lor schlug ein. "But before you can erase my memory in case, you have to chase me!"
Norten Trendor zwinkerte. "I'll remember." Er stand auf und räumte sein Geschirr zusammen. "We'll meet again in half an hour for the test, ask someone for the room, I'm sure someone can tell you. I'm afraid I'll not be there cause my work calls." Ein flüchtiger Blick auf die Uhr. "Oh, it -really- calls! I must hurry a bit. Thank you very much for the nice talk and I'm glad I'll see you next time as a member of the ISF."
Lor nickte ihm fröhlich zu. Noch einmal reichten sie sich die Hände, zum Abschied. Der ältere Herr neigte kurz den Kopf.
"Welcome to the NGEO."
"I'm pleased."
"How was it? Hajimemasute?"
Lor senkte den Blick. "Please stop that..."
Der Mensch lachte und schickte sich an, das Geschirr wegzubringen. Das Blauhaar verließ unterdes den Speisesaal und wollte noch einmal nach draußen, bevor er sich zu diesem was auch immer Test aufmachte. Er war gespannt, höchstwahrscheinlich ein Wesenstest und einer für die Kategorie, wie klassisch. Am besten gleich beides nacheinander, dann war das weg. Aber eines war sicher - er würde sich keine Uniform aufschwatzen lassen.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 05-01-2012 04:14 AM

Um 8 Uhr klingelte der Wecker Alarm, der neben Milias Bett auf dem Boden stand, dabei die drei Einzelkämpfer im Raum alle zugleich aufweckend.
Während Milia schon fast sofort aufrecht stand, drückte sich Penso noch mürrisch grummelnd das Kissen auf die Ohren und Koron erhob sich langsam in eine sitzende Lage, seine Augen reibend und sich kurz umschauend.
"G'Morning", sagte die Huskydame bloß rasch, während sie zu ihrem Spind huschte, der in die Wand rechts neben der Tür eingelassen war, und damit begann, ihre Uniform über das weiße Unterhemd und Höschen zu ziehen.
"Morning...", erwiderte Koron, noch leicht grummelnd, während er sich aus dem Bett schälte und ebenfalls aufstand.
"You still haven't put your stuff into Nir-... I mean... YOUR locker... it's right over here, still has Niral's Nametag on it."
Milia hatte einen leicht nachdenklichen Unterton in ihrer Stimme, auch etwas von Trauer. Sie war vermutlich noch immer aufgebracht.
Koron bedankte sich nickend für die Information, bevor er sich daran machte, sich selbst anzuziehen und anschließend seine Reisetasche sowie die beiden Schwerter zum besagten Spind zu tragen. Es waren drei Spinde an der Wand, alle fast deckenhoch und gerade breit genug, um Korons Reisetasche beherbergen zu können, wenn man ein wenig quetschte.
Korons Spind war der linke, daneben der von Milia und rechts, direkt neben der Tür, der von Penso.
Die Spinde waren mit Kartenlesern ausgestattet und bestanden jeweils aus zwei daumenbreiten Metallplatten, die nach oben und unten aufglitten und im Boden und der Decke verschwanden, wenn man sie öffnete. Die Platten waren weiß gestrichen, mit jeweils einem dicken, roten Streifen, der schräg durch die Mitte strich, vermutlich für rein ästhetische Zwecke.
Still fummelte Koron seine beiden Schwerter in ihren überkreuzten Scheiden in den Spind, während Milia sich fertig anzog.
"Koron, about yesterday...", begann die Huskydame zögerlich. Der Schwarzfuchs schaute sie bloß an und schüttelte den Kopf. "You were upset, I would probably react the same in your situation", bemerkte er ruhig und schaute Milia dabei gelassen in die smaragdgrünen Augen. Er richtete sich langsam auf, bis sich die beiden auf Augenhöhe befanden, "I take it Niral was your friend?"
Milia nickte bloß kurz, ihr Gesicht zeigte leichte Trauer. "He was a good friend, first guy I met when I joined here. Boy did we spend a lot of time together. He was like a brother to me, in a sense. Showed me around, gave me tipps for missions and fighting in general... It was... pretty shocking when I heard he was dead." Ihre Stimme bebte kaum merklich beim letzten Satz. "I'm sorry to hear that, I know how hard it can be to lose loved ones", sagte Koron verständnisvoll, während die Tür seines Spindes elegant zuglitt. Milia nickte bloß, ihre Augen wanderten vom Schwarzfuchs weg, über den Boden, die Wände entlang. "I have to get going now, training's at 0900 and I want to grab a breakfast before I go."
"Mind if I join?", fragte der Fuchs mit einem leichten Lächeln. Milia drehte sich zu ihm um, als sie gerade die Tür öffnen wollte und schaute ihn an. "I have training at 9 as well, and breakfast sounds like a great idea to me", erklärte Koron weiter.

Unterwegs liefen die beiden durch die Krankenstation, wo sie Diego über den Weg liefen, der schon früh am Herumwuseln zwischen den einzelnen Zimmern war. Man begrüßte sich kurz freundlich und ging wieder seines Weges.
Das Frühstück wurde zu leichtem Smalltalk eingenommen, Fragen nach der Herkunft des jeweils anderen, Gründe für den Beitritt zur ISF und solcherlei wurden gestellt. Milia kam aus Texas, nachdem ihre Eltern zuvor aus Alaska herübergezogen sind, und arbeitete vor ihrem Beitritt bei der ISF als Aushilfe in einem Supermarkt.
"Must be about one and a half year now that I'm here. After I found out about my powers I decided to call some experts who invited me to come here and learn how to use 'em properly. I liked the idea of living a more exciting life than what I had before, so I signed up. It ain't exactly what I imagined, but better than home, at least, even though I miss family from time to time, sprach Milia, während sie langsam ihren Kaffee schlürfte, "What about you, Koron? Miss your family already?"
Der Schwarzfuchs, der ebenfalls gerade an seinem Kaffee nippte, setzte die Tasse ab und schaute kurz hinein. "...Yeah, I miss 'em sometimes...", antwortete er knapp, der Blick leicht verträumt auf der dunkelbraunen Flüssigkeit ruhend, "It's almost nine, we should get going and warm up already." Der Vorschlag wurde sofort angenommen und umgesetzt.

Wenige Minuten später fanden sich die beiden schon auf dem Trainingsgelände ein, wo sie beschlossen, die restliche Zeit mit Dehnübungen und kleinen Spielereien mit Magie totzuschlagen. Milia feuerte kleine Lichtblitze auf eine markierte Stelle am Boden und erschuf diverse Gegenstände aus Licht, während Koron mehrmals hintereinander rasch übte, seinen Schleim zu erschaffen und wieder verschwinden zu lassen, und ihn zu verschiedenen Gebilden zu formen, wie einem Schild, einem Stachel, oder einer Klinge, wobei er bei letzterem noch Schwierigkeiten hatte, die Form beizubehalten. Währenddessen fanden sich auch die anderen Soldaten ein, die gerade ihr Training hatten, und die Ausbilder erschienen pünktlich um 9 Uhr.
Während die erfahreneren Soldaten einen allgemeinen Ausbilder hatten, der sie diverse Übungen zur Fitness durchlaufen ließ, hatten die Neulinge für jedes Element einen eigenen Ausbilder, was die Gruppen bei einem oder höchstens drei Auszubildenden pro Ausbilder hielt. Koron hatte Glück, es schien außer ihm im Moment niemanden mit dem Element der Dunkelheit zu geben, weshalb er und Mer erneut alleine trainieren würden.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 05-01-2012 10:10 AM

Selten waren die Nächte in letzter Zeit so ruhig gewesen, wie die letzte. Bis in die frühen Morgenstunden hatte Raphael gearbeitet. Dabei lagen verschiedene Ausdrucke quer über seinen Tisch verteilt.
Seine Aufmerksamkeit galt Hintergrundinformationen, sowie Querverbindungen bei den letzten Ereignissen. Sehr viel hat er dabei nicht finden können. Zwar war sein Zugriff auf die verschiedenen Datenbestände, unter anderem auch von Interpol, durchaus hilfreich, aber sein Tisch war inzwischen zu klein für die ganzen A4 Blätter.

Als um etwa acht Uhr Rezlan ihren Dienst antrat, und kurz zur Begrüßung das Büro aufsuchte, richtete der Magier direkt eine Bitte an sie: "Good morning. I hope you feel good today - there is something to do right now." - "What is it?" - "Could you organize a bigger Desk for those prints?" Mit seiner einzigen Hand deutete er dabei auf die Papiere, die quer über seinen Tisch verteilt waren. "I could, but I've a better idea", zwinkerte sie. "You should use one of the conference rooms. Some of them are empty all over the day. Each of them have some very large desks" - "Thats sounds good. Can you help me transporting this hole paperwork?" - "Of course."

Auf den Gängen war teilweise geschäftiges treiben, manche jedoch lagen quasi verlassen vor einem. Es wirkte bisweilen fast schon beängstigend. Wenn man genau darüber nachdachte, erklärte sich dieser Umstand aber von selbst, schließlich wurden an jedem morgen gewisse Räumlichkeiten, wie die Küche, eher aufgesucht, als zum Beispiel die Fitness-Anlagen.
Ein größeres Leuchtschild oberhalb der Tür des vor ihnen liegenden Raumes wies ihn als einen unblegten Konferenzraum aus. Mit seiner Karte öffnete Raphael die Tür, welche sich automatisch zur Seite schob und sich hinter ihnen wieder schloss. Den etwa 3 zentimeter hohen Papierstabel, den Rezlan trug, breitete selbige über die in einem Rechteck angeordneten Tische sorgfältig aus.
"Und - was denken sie über meine Arbeit?", erkundigte sich der Schwarzgewandte in Deutsch. "Ich denke, sie recherchieren viel. Es deutet einiges darauf hin, dass sie über 'New Light' mehr in Erfahrung zu bringen wünschen." - "Ist ihnen sonst noch etwas aufgefallen?"
Rezlan schaute sich konzentriert einige verschiedene Papiere an. "Die meisten Informationen beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 2010 bis 2020."
Während seine Sekretärin weiter überlegte, betätigte Raphael einen Schalter, der die Leuchttafel oberhalb der Tür aktivierte, und den Raum als "belegt" markierte.

"Was wissen sie über diesen Zeitraum?" Rezlan schaute kurz zum Sprecher, dann in unbekannte Ferne. "Es war eine turbulente Zeit, insbesondere die Ereignisse nach 2012. Wie sie vielleicht bereits wissen, hat mich einige Monate nach der Geschichte in Manhatten das Erwachen gepackt, als ich gerade dabei war einen Text für meinen Chef zu schreiben. Es war äußerst... schmerzhaft und befremdlich. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, es seien ungewöhnlich starke Tage, wenngleich es noch garnicht die Zeit war dafür. Ich meldete mich kurz entschlossen ab, und versuchte so schnell es ging das Gebäude zu verlassen. Mehr und mehr hatte ich das Gefühl, es würde in mir brennen. Die Nordsee lag glücklicherweise recht nah, und ich hatte nur den Gedanken, mir so schnell es ginge dort Abkühlung zu verschaffen. Es war Frühling, daran erinnere ich mich noch genau, ebenso an die steigende Flut. Kurz entschlossen packte ich den Großteil meiner Kleidung zur Seite, und lies mich dann von der steigenden Flut tragen. Doch das brennen hörte einfach nicht auf, die Schmerzen erfüllten mehr und mehr den ganzen Körper. Es wirkte, als würde er bersten wollen. Ich dachte, ich würde dort sterben..." Die Blauhäutige atmete einmal durch, und strich sich übers Gesicht. "Man hat mich bei Ebbe im Watt gefunden, körperlich verändert - sonst wäre ich wohl ertrunken. Irgend jemand rief ein Krankenwagen, ich erinnere mich noch an die Sirenen, und die Ausdrücke der Ärzte. Sie wussten nicht so recht, was sie machen sollten. So hingen sie mich an einen Tropf mit Kochsalzlösung.
Es war nicht einfach die Tage darauf in den Spiegel zu sehen. Mein Körper erholte sich schnell von der Veränderung, aber mein Geist - ich hielt mich für entstellt. Die Tage darauf haben die Ärtzte einige Suizidversuche von mir verhindert, und mich schließlich ans Bett gefesselt. Ich denke, es erging vielen zu der Zeit so, dass sie sich mit einem... anderen Körper nicht wirklich anfreunden konnten."


Unentwegt starrte die Aquarianerin auf ein Blatt Papier. "In der Zeit kam jemand zu mir, den ich nicht kannte, und machte mir... Komplimente. Ehrliche. Es tat gut, wieder eine freundliche Stimme zu hören. Er selbst meinte, er würde Leute wie mich suchen, und zusammenbringen, um uns gegen Repressionen der Regierung und Verfolgung zu wehren. Es ist lange her... ich kann mich nicht einmal an seinen Namen erinnern. Ich weiß nur, dass er nach dem meinen fragte. Es überkam mich spontan, nicht meinen Geburtsnamen zu sagen, sondern einfach... Rezlan." -
"Eine Abwandlung ihres tatsächlichen Namens, nicht wahr, Rachel Lanson?" Ein wenig überrascht über den Einwand des Magiers nahm sie das Papier, was sie die ganze Zeit anstarrte in die Hand, und wandte es mit der bedruckten Seite zu ihm. Es war eine Seite mit Informationen aus dem Jahre 2012 mit einer Personenbeschreibung zu einer Rachel Lanson.
"Das wussten sie bereits, nehme ich an. Aber ich denke für sie ist die eine oder andere Geschichte nach meinem Krankenhausaufenthalt... interessanter."

Gespannt lauschte der Magier den weiteren Worten, hatte er doch darüber nichts finden können. Aber eines war deutlich: Der Ursprung von New Light lag in der Zeit und der Bewegung, die Weltweit viele Anthropomorphe erfasste - und die entsprechende Gegenbewegung.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 05-01-2012 17:47 PM

Es war früher Morgen, als Alexinara aus dem Bett hüpfte,
die restliche Nacht hatte sie nachgedacht, überlegt und erneut überlegt,
doch ohne großartiges Ergebnis war der Tag schon herangebrochen.
Da die Vampiress nichts Besseres mit sich anzufangen wusste, ging sie in die Caféteria,
wo sie sich einen Kakao gönnte, den sie langsam auftrank.
Mit der Tasse vor dem Gesicht schaute sie sich in dem Saal um,
in der frühen Stunde waren vor allem Soldaten unterwegs,
nach einiger Zeit erkannte sie den Schwarzfuchs wieder,
der in Begleitung einer Huskydame sein Frühstück vertilgte.
Zu ihr gesellten sich nur die härteren Soldaten,
die auch alsbald schelmisch ihre Blicke hinüber warfen.

"What a beauty...",

hörte sie aus dem Geflüster heraus,
weil sie sich keine Mühe macht die Gedanken zu erfassen,
die sich in diesen Räumlichkeiten eh zu einen großen Haufen vereint hätten.
Ihr Blick glitt zum jungen, halbmorphen Vogelmenschen,
dessen Federn einzeln am Kopf wie Schmuck herunterhingen,
seine Augen waren komplett schwarz und die Ohren schienen unter den Haaren zu verwschinden.
Als sie die kleine Gruppe beobachtete, schauten alle verschämt weg,
dieser Vorgang wiederholte sich einige Male,
ehe Alexinara aufstand und sich direkt neben die Gruppe setzte,
ihr Blick musterte alle Leute und blieb dann irgendwann am lautesten hängen.

"I hope you are aware of the danger you cause, dear little soldier...",

setzte sie ihren Satz an und fixierte den Mann,
in ihren Augen glomm gefährliches Rot auf,
spitze Zähne zeigten sich bei ihrem Lächeln.
Sofort versteiften sich die vorher grinsenden Soldaten,
jeder von ihnen musterte den anderen,
unschlüssig, was er machen sollte.

"Oh boy, dont be like that.
Next time you´ll be able to hide your fear, okay?
Don´t worry, i´m a good girl, sometimes.
But don´t think every vampire lady is like me,
most of them would love to steal your lives",


zwinkerte sie den Männern im Aufstehen zu und verließ den Saal,
inzwischen waren diese kreidebleich geworden,
ihre Starre löste sich auch erst nach einigen langen Momenten.
Alexinara hatte in der Zwischenzeit den Fuchs nicht verschwinden sehen,
sie beließ es dabei und ging geradewegs zu Raphaels Büro.
Da sie ihn nicht anders kannte, erwartete sie ihn schon voll im Arbeitseifer,
nicht selten hatte er schließlich schon Nächte durchgemacht,
und noch weniger selten waren dabei ungewöhnliche Dinge zutage getreten.
Ihre Schritte führten sie vorbei an sich langsam füllenden Büros,
schließlich war es schon nach 8 Uhr und irgendwann gelangte sie an die Tür von ihm,
ungewöhnlicherweise war Rezlan auch nicht an ihrem Platz.
Etwas unschlüssig setzte sie sich erstmal auf einen Stuhl vor dem Büro,
auftauchen würde er eh irgendwann wieder,
sie konnte ebenso warten.