Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 31-01-2012 20:22 PM

Der Krasáne schloss einen Moment die Augen, bevor er den Kopf wandte und sie ansah.
"Gestern Abend während der Mission, in die Raphael und Squad D mit eingesprungen sind, wurde neuer Verrat innerhalb der ISF offenbar, und, nunja... Ich bin zur Kommandozentrale, um mir die Infos einzuholen wie wo was, und ich denke, es ist Rezlan zu verdanken, die zufällig anbei war, dass der Soldat, der mich direkt als Verräter bedrohte, nicht vor Ort erschossen hat."
Er schwieg einen Moment.
"Am Ende des Abends habe ich temporär ein neues Zimmer bezogen - im Arrestbereich. Der Soldat ist ein Wächter von dort."
Sein Blick wanderte zurück zu Raphael, dessen Antwort noch ausstand, sofern er ihnen eine geben wollte zu den Fragen.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 01-02-2012 04:55 AM

Der Schwarzfuchs brach bereits im Helikopter nach Hause zusammen. Der Adrenalinschub der Kämpfe war verflogen und sein Körper begann zu zittern und zu schmerzen, bevor Koron kraftlos in sich zusammen sank.

Der Blick aus dem Fenster offenbarte die belebten Straßen New Yorks. Sonnenschein. Unten Autos, oben leicht bewölkter Himmel. Das noch frische Blut an seinen Schwertern tropfte zu Boden, hinter ihm ein Schritt, ein Klicken.
Umdrehen, Tritt in die Magengrube. Schlag, abblocken, Konter, abgeblockt. Rechte Hand entwaffnet, packe ihn am Mantel. Kopfnuss, und noch eine. Schlag in die Magengrube, Treffer eingesteckt. Schlag ins Gesicht. Umdrehen, nach vorn drücken.
Loslassen.
Mit lautem Scheppern zerbricht die Glasscheibe, der Körper fällt zu Boden. Das Geräusch des Aufpralles unten ist ungewöhnlich, langsam beuge ich mich vor und schaue hinab. Unter dem Körper des Mannes lag ein zweiter. Ein sehr kleiner. Daneben eine schockierte Frau, die neben ihm kniet. Eine... Mutter.


Seine Augen öffnend wachte der Schwarzfuchs früh am Morgen, kurz vor Sonnenaufgang, auf. Es schmerzte noch immer alles, war jedoch erträglich. Seinen Mantel hatte man ihm ausgezogen, ebenso wie sein T-Shirt. Die Hose hatte er noch an, und um seine Brust war Verband gewickelt, der an zwei Stellen leicht durchgeblutet war. Sein linker Oberarm war ebenfalls einige Zentimeter breit in Verband gewickelt, an seinem Unterarm klebten einige medizinische Pflaster, die jeweils mit einem einzelnen, dünnen Verbandsstreifen an Ort und Stelle gehalten wurden. Die Hose war nach oben gekrempelt, und die Schusswunde am Bein war ebenfalls mit Verband umwickelt, unter dem wohl noch ein Pflaster lag.
Verbände um die betroffenen Körperstellen zu wickeln war bei Anthros Gang und Gebe, schließlich erwies sich medizinisches Klebeband auf Fell als... unangenehm, und zudem hielt es nicht besonders gut an den flexiblen Haaren. Rasiert wurden die Stellen nur im Notfall, oder wenn Verband nicht wirkungsvoll möglich war.
Prüfend hob der Anthro seinen Arm, was unter leichtem Stechen möglich war, das rechte Bein genauso, das Linke war kritisch. Anwinkeln ging halbwegs, da dabei der Unterschenkel nicht stark beansprucht wurde, obwohl es schon gut brannte, doch sobald er es ganz anheben wollte zuckte er vor Schmerz zurück. Der rechte Arm war halbwegs in Ordnung, ein paar Kratzer, zwei kleine Wunden von Scherben, die bereits entfernt wurden, ansonsten war dort alles in Ordnung. An seiner rechten Augenbraue, die sich etwas seltsam anfühlte, konnte er eine getrocknete Blutspur ertasten, vielleicht auch nur ein Kratzer. Eine leichte Narbe würde jedoch vermutlich bleiben.
"Tolle erste Mission...", murmelte Koron leise in den Raum, der nach seiner bisherigen Wahrnehmung wohl leer sein musste. Seine Gedanken kamen langsam zur Ruhe und er ging die gestrigen Ereignisse nochmal durch. Er dachte an Tech Thunder, dessen Leiche er selbst noch "geplündert" hatte. An die beiden Verräter. An den Nebelkerl. An Milia.
"Milia...!", keuchte er leise und richtete sich reflexartig auf, was er jedoch ebenso schnell wieder unterließ, als sein gesamter Körper ihm für diese Idee metaphorisch eine knallte. Insgeheim fragte sich Koron, wie es ihr ging. Ob sie durchgekommen ist und wenn ja, wie es ihr ging. Im Moment konnte er jedoch vermutlich nicht allzu viel tun. Er lehnte sich zurück und schloss die Augen, vermutlich würde bald ein Arzt oder eine Schwester kommen und nach ihm sehen, dann... könne er... diese... fra...

Ich kam gerade aus der Schule. Hatte keinen Schirm dabei und bin nun triefend nass. Die letzte Stunde war Englisch, bei Frau Scheller. Ich mag Englisch. Vielleicht schaue ich nachher nochmal in die Bücher, die mir Mama gekauft hat. Ich will diese Sprache unbedingt gut können!
Mama und Papa sind wohl gerade nicht da, also gehe ich zum Kühlschrank. Mama hat mir immer Essen reingestellt, wenn sie mittags weg war. Es ist nichts drin. Seltsam, aber na gut, dann wird sie wohl später etwas machen.
Ich rufe nach Iari, meiner kleinen Schwester. Will sie fragen, wo Mama und Papa hin sind. Sie antwortet nicht, also renne ich die Treppe nach oben, zwei Stufen auf einmal, weil das so viel lustiger ist, und klopfe an ihre Tür. Die Tür geht langsam nach innen auf, aber der Raum ist leer.
Wahrscheinlich sind Mama und Papa mit ihr irgendwo hin gefahren, vielleicht zum Arzt. Iari hatte sich gestern beschwert, dass sie Halsschmerzen hatte.
Unten klingelt es, und obwohl Mama und Papa mir verboten haben, Fremden die Tür zu öffnen, glaube ich irgendwie, dass ich es tun sollte. Also öffne ich die Tür. Vor mir stehen zwei Männer mit Polizeiuniformen. Der eine war großer Wolf, der andere ein Mensch, mit so einem lustigen Bart.
Die beiden schauen sich kurz komisch an, dann kniet sich der Wolf zu mir herunter und legt mir eine Hand auf die Schulter. Er seufzt...


Tränen liefen Korons Wangen hinunter, während er langsam aufwachte. er wischte sie sich vorsichtig mit der Klaue weg und starrte einen Moment stumm an die Zimmerdecke, bevor er sich zum Fenster drehte. Es schien gerade Mittag zu sein, irgendjemand hatte inzwischen die Lampe ausgeschaltet. Koron fühlte sich etwas besser als vorhin und setzte sich leicht auf, wobei ihm ein bekanntes Gesicht entgegenschaute.
"Guten Morgen, Koron." Der Polarfuchs stand langsam von seinem Stuhl auf und schritt zum Bett des Schwarzfuchses, "Wie geht es dir?"
"Blendend", erwiderte Koron trocken.
Es tut mir Leid zu hören, was passiert ist."
Nanu? Diese Seite von Mer kannte Koron noch gar nicht.
"Ich hätte es wissen müssen, dieser kleinen Ratte hätte ich niemals trauen sollen."
"Du konntest es nicht wissen. Niemand wusste es. Nichtmal unsere Psi-Talente haben die Verräter erkannt."
"Sie wurden ja auch nie geprüft."
Mer zögerte kurz, schüttelte dann aber seinen Kopf und antwortete weiter.
"Das solltest du später mit Herrn Liskor besprechen."
"Was?"
"Deswegen bin ich eigentlich gekommen, Koron. Heute um 13 Uhr wäre dein offizieller Kräftetest gewesen. Wir haben ihn allerdings verschoben, da du offensichtlich nicht in der körperlichen Verfassung dazu bist."
"Ach bitte, ich bin topfit..."
"Natürlich bist du das. Hör mal, ich bin mir nicht sicher, aber möglichrweise stattet dir stattdessen um 13 Uhr Herr Liskor einen Besuch ab. Vielleicht bringt er auch noch jemanden mit, einen Psychologen, was weiß ich. Er meinte nur, er hätte einen Termin, und da sich das so gut mit deiner Uhrzeit deckte..."
"Moment... Psychologen?", fragte Koron noch einmal nach, hörbar überrascht.
"Es ist normal, dass Soldaten nach einem solchen Fehlschlag psychische Nebenwirkungen davontragen, deshalb werden sie früher oder später von einem Psychologen besucht oder bekommen die Anweisung, selbst einen aufzusuchen, der dies dann überprüft."
Koron schüttelte kurz den Kopf und schaute etwas zur Seite. "Diese Mission ist das letzte, weswegen ich einen Seelenklempner bräuchte."
"Du bekommst trotzdem einen, wenigstens um zu überprüfen, ob du damit Recht hast."
Koron seufzte leise und schüttelte erneut den Kopf, während Mer sich langsam vom Bett weg bewegte, den Schwarzfuchs aber immer noch ansehend.
"Gibt es sonst noch irgendetwas, worüber du reden möchtest?"
Koron zögerte kurz, schaute dann aber auf. "Wie geht es Milia?"
"Du meinst Ice Dog, die andere DSU? Sie liegt einen Raum weiter, im Moment in einem künstlichen Koma. Sie scheint stabil zu sein, von dem, was ich gehört habe, aber für genaueres solltest du einen der Ärzte fragen. Von denen rennen hier ja genug herum."
Scheiße. Koron wischte sich mit der Klaue langsam übers Gesicht, ließ sie kurz auf seinen Augen liegen.
"Das darf doch nicht wahr sein... Ich hätte mich der beschissenen Mission nie anschließen dürfen!"
Mer machte wieder einen Schritt auf das Bett zu und stütze sich an der Vorderseite auf seinen Armen ab.
"Zum letzten Mal, du konntest es nicht wissen! Nichts von dem, was passiert ist, ist deine Schuld, alles klar? also hör verdammt nochmal auf, dich fertig zu machen. Wenn überhaupt bist du verdammt nochmal der Held dieser Sache."
"Was?! Ich habe Tech Thunder dazu gebracht, sich bei einem tiefen Sprung zu verletzen. Er wurde getötet weil ich zu schwach war weiter zu kämpfen und ihn zu verteidigen, für Milia konnte ich gar nichts tun! Und ich soll ein verdammter Held sein?!"
Wut lag in Korons Stimme. Wut über seine eigenen Fehler, aber auch über die für ihn offensichtlichen Lügen, die Mer ihm auftischte.
"Dass Tech Thunder sich verletzt hatte, lag vermutlich an seiner mangelnden Erfahrung mit Extremsituationen. Wärd ihr oben geblieben, hätte man euch sofort gefangen genommen oder getötet!
Gegen die Feinde KONNTEST du nicht ankommen, es ist schon erstaunlich genug, dass du den Stier erledigt hast, aber dieser Nebeltyp, The Hollow... der hat einen der besten Männer der ISF einfach so dahingerafft!
Und für Ice Dog hätte keiner von euch etwas tun können, sie war allein mit einem der Verräter und unzähligen Feinden in einem anderen Flügel der Basis! NIEMAND hätte ihr helfen können.
Du solltest froh sein, dass sie und du überhaupt noch am Leben sind, die meisten Rekruten hier hätten schon nach fünf Minuten den Löffel abgegeben!
UND: Du hast nicht nur überlebt, nein, du hast auch noch einige ziemlich vitale Daten mitgehen lassen, die zum Teil auf deinem und zum Teil auf Tech Thunder's PDA, den du mitgenommen hast, waren, UND du hast einen verschissenen NEW LIGHT MUTANTEN GETÖTET! Ist dir das nicht genug?!"

Mer war sichtlich aufgebracht und schrie Koron gegen Ende an. Er hatte wohl irgendwo recht, da musste selbst Koron zustimmen. Aber warum wurde er so wütend?
Mer atmete schwer und lange aus, bevor er sich wieder zu seiner gewohnt stilvollen Haltung aufrichtete, kurz den Kopf schüttelnd.
"Es... tut mir Leid, Koron. Ich hätte nicht so reagieren dürfen, das war unprofessionell."
"Ich geb einen Scheiß auf Formalitäten, das solltest du wissen."
"Ja, ja, ich weiß... wie dem auch sei... Mach dich nicht selbst fertig. Und rechne nicht fest mit Herrn Liskors Erscheinen, aber nimm dir zumindest nichts vor."
"Sehr witzig."
Die Tür schloss sich und Koron ließ sich zurück in sein Bett sinken, einen langen Seufzer herauslassend.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 01-02-2012 10:39 AM

"Nun, vielleicht hast du recht, jedoch... hat Mind bereits einiges über mich durch euch in Erfahrung bringen können. Sicherlich wäre es sinnvoll, mögliche 'Mitwisser' auf wenige Personen zu konzentrieren, jedoch gibt es bei ihr ein anderes Problem...", erwiderte Raphael auf Lors bedenken und atmete einmal durch.
"Gestern Abend gab es noch einen Einsatz in Austin -Texas. Aufgrund zweier Verräter wurde das dort eingesetzte Squad B-13 festgesetzt. Laut den aktuellen Berichten kam dabei bereits eines der übrigen drei Mitglieder ums Leben. Bei einer eiligen Rettungsaktion, welche zusammen mit mir und dem Squad D durchgeführt wurde, konnte die dortige New Light Basis zwar regelrecht auseinandergenommen werden, und die beiden übrigen Überlebenden des Squad B-13 liegen nun auf der Krankenstation, doch... Hollow hat Mimic erwischt. Er ist tot."
Eine kurze Pause verging.
"Das Squad D ist somit aktuell nicht einsatzbereit. Zum einen wisst ihr wohl, das Ban, also Riding Lightning, sein Bruder ist. Er wurde von mir beurlaubt. Zum anderen hatte Mind ein etwas... intensiveres Verhältnis zu Mimic. Lediglich Black Ice ist wohl auf absehbare Zeit hin wieder fit. Insgesamt wurde der ISF dadurch einiges an Schlagkraft genommen..."

Der Magier schaute kurz zur Uhr, anschließend nacheinander seine Vertrauten wieder an. "Es ist noch früh, wenn ihr noch kein Frühstück hattet, wäre es wohl besser jetzt noch zuzulangen", lächelte er. "Ansonsten habt ihr noch etwas Zeit euch auf den Termin vorzubereiten. Wo genau das aufeinandertreffen stattfinden soll, wird euch etwa eine halbe Stunde vorher mitgeteilt. Entweder persönlich oder via Durchsage."
Der Wächter erhob sich von seinem Platz. "Deine Eskorte hat Anweisung dich zu begleiten, bis die Sache endgültig geklärt ist. Je nachdem, wie das Treffen mit Frau Winter läuft, könnte man auch danach über einen Abzug nachdenken. Ich für meinen Teil habe vorher noch etwas zu erledigen." Er schritt zur Tür, und ging bereits hinaus, nachdem er sich noch kurz von seinem Besuch verabschiedet hatte.

---------------

Die Hallen waren kalt. Dieser Teil des Terra-Komplexes war der eher unrühmliche, und selten besuchte. Der normale Zugang war zwar bereits über eine Sicherheitsfreigabe Level 3 zu erreichen, doch kam man meist nur hierher, wenn etwas... tödliches geschehen war.
Der Leichenkeller der NGEO war in mehrere Bereiche unterteilt. Bei tödlich verunglückten höher kategorisierten Individuen benötigte man eine höhere Sicherheitsfreigabe. Ebenso bei UIs.
Maltas Orios Körper lag in einem Teil der Hallen, welche nur über eine Sicherheitsschleuse Stufe 5 erreichbar war.
An einem Obduktionstisch standen zwei Menschen, ohne spezielle Fähigkeiten. Der eine stocherte gerade im Torsus des Körpers vor ihm herum, während die weibliche Assistenz notierte, was der Pathologe sagte.
Als der ältere Herr den 'Besuch' bemerkte, drehte er sich gemütlich um. Die Toten würden ihm nicht weglaufen.
"Oh, hello Mister Liskor. I'am Robert Moskau. But for all here of Terra, the living and dead ones just Robert." - "Moskau? As the city?" - "Yes. This is a bit confusing for some people, so I've decided to call me by my first name." Der Leichenarzt wusch sich die Hände, und reichte anschließend seine Rechte dem Magier. Dieser nahm sie an. "Nice to meet you. But, as you know, I am here cause of a special dead one..." - "Oh - you mean Maltas Orio, also called 'Mimic', Squad D Member since 10 years, ..."
Eine weitere Aufzählung von Fakten folgte, während der Arzt zu einer weiteren Tür, und anschließend zu einem Fahrstuhl schritt. "I've a photographic memory. This is very handy in a place like this. I never use a computer to find ones chamber", scherzte er abschließend, während beide einige Etagen nach unten fuhren.
Als sich die Türen öffneten, kam erfüllte ein etwas freundlicheres weißes Licht die Räume. Als sie um eine weitere Ecke bogen, erschrack der Magier, als er Mimics Körper in einem Behälter stehen sah. Die Flüssigkeit im inneren umgab ihn vollständig, und schimmerte grünlich.
"What the hell is that?" - "Calm down", sprach der Pathologe seelenruhig und locker, ehe er an einem mit zwei Monitoren ausgestatten Computer ging, und einige Bilder und Daten offen legte.
"As you know, the special ability of Mimic was to transform in everything he could imagine. But for this, his entire structure is unstable. I don't know, how exactly he had pushed himself together where he was alive, but now as a dead one his body got more and more unstable. This liquid slows down the process by the factor of 1000."
"Could you say something more about his dead?" Ein kurzes Schweigen erfüllte den Raum. "In hell, I'am not a workaholic! The only thing, I've done today is reading his report and save his body from despairing in the air."
Robert drehte sich um und winkte Raphael näher zu sich. Etwas leiser begann er zu sprechen. "As we know, Mimic has also the ability to transform into dead material without being really dead. So... to tell the truth - I've tried to reanimate him, but without success. I think, if we could stable his structure and transform him one time, his skills could reawaken. You can call it a kind of a special Cat D reanimation..."
Der Magier schüttelte den Kopf. "I think, you're not well informed. His skills are based on his soul, and this had a strong binding to his structure. That's why, he could transform into dead material and so on... Something happened with him through 'The Hollow'. Maybe a strong air pressure or something like that. So his structure was pushed into a hardened form. But this is only a theory."

---------------
Es war bereits kurz vor 10. Raphael stand in einem der Konferenzräume, dessen Tür offen stand. Alexinara und Lor wurden bereits durch eine Durchsage über den Ort des Geschehens in Kenntnis gesetzt.

Langsam kam ein kleiner Trupp, bestehend aus einer selbstbewussten, ernsten Frau, sowie einiger Anzugsträger, den Gang entlang. Unter diesen waren gewiss auch einige Bodyguards. Erst, als alle den Raum betreten hatten, schloss der Magier elektronisch die Tür.
Zusätzlich waren noch zwei ISF-Soldaten Anwesend, welche an der Wand hinter Lex und Lor standen.
"Bevor wir anfangen, möchte ich lediglich klären, dass wir hier keinen Dolmetscher brauchen. Die Personen, um die es geht, sowie meine Wenigkeit, sind des deutschen mächtig."
Die ältere Dame, etwa mitte 40, nickte nur kurz und setzte sich.
"Ich will, dass sie sich setzen, und mir genau erzählen, was sie meinem Mann angetan haben!"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 01-02-2012 18:06 PM

Alexinara nahm die neuen Informationen leicht schockiert zur Kenntnis,
dabei passte das Bild vom verletzten Koron und dem hektischen Auftreten Diegos gut zusammen,
so konnte sie sich auch die ganze seltsame Atmosphäre erklären.

"Um also zusammen zu fassen",

schaltete sich Alexinara ein,
nachdem Raphael sich von den beiden verabschiedet hatte,
und die beiden nun im Gang waren.

"Du bist in Untersuchungshaft,
unser Freund aus Hannover liegt schwer verletzt auf der Krankenstation,
Mimic hat das Zeitliche gesegnet,
New Light hat tatsächlich ISF Soldaten manipuliert,
und wir dürfen uns in zwei Stunden auf eine Standpauke freuen?"

Dabei glitt ihr Blick kurz zu Lors Eskorte,
die glücklicherweise kein Deutsch verstand.
Dabei schaute Rezlan nur kurz von ihrem Büroplatz auf,
ehe sie sich wieder in ihre Arbeit stürzte,
doch der Vampiress war es ziemlich egal, dass sie es mitbekam,
schließlich wusste sie wohl eh über alles bescheid.
Sie ging geradewegs wieder auf die Krankenstation,
dabei die Soldaten direkt vor der Tür abstellend,
da sie in dem streng hygienischen Bereich keinen Zugang hatten,
was sie aber murrend hinnehmen mussten,
da sie diese darauf aufmerksam machte,
dass auch Lor sicherlich einer medizinischen Untersuchung nicht abgeneigt wäre.
Sie setzte ihn in einem freien Behandlungszimmer ab und zog sich schnell ihre Arztbekleidung über,
kaum war sie aus dem Raum raus drückte ihr auch schon Diego eine Akte in die Hand,
von wo er so schnell aufgetaucht oder verschwunden war, konnte sie sich nicht erklären.
Ihr etwas verwirrter Blick blieb noch eine Weile erhalten,
bis sie wieder bei Lor angekommen war.

"Wie du siehst, werde ich wieder gebraucht..",


entschuldigte sie sich mit einem Blick gen Akte in der Hand,
wobei sie diese auch schon aufschlug, um sie genauer zu studieren.

"Also wenn du Hunger haben solltest,
dann kannst du dich in die Kantine aufmachen,
sonst haben wir hier im Bereitschaftsraum auch eine kleine Küche.
Die Soldaten würde ich aber nicht abhängen,
die verstehen wohl keinen Spaß.
Lass mich mal deine Verletzungen anschauen,
der Verband scheint auch gelitten zu haben",


sagte sie abschließend und begutachtete nun die Handgelenke Lors,
die sie mit einigen wohl gut eingeübten Handgriffen rasch entbandagiert hatte,
da sein Heilungsprozess schnell vonstatten ging, verband sie die Stellen einfach neu,
legte noch eine angenehme Salbe drauf und beendete ihre Arbeit.

"Das kleine Wundermittel steigert die Regenerationsrate von Wunden,
Quetschungen, Gewebsverletzungen,
wobei das bei dir wohl kaum steigerbar ist,
in jedem Fall sollten wir uns überlegen,
was wir mit der Frau anstellen und wie wir den Umstand erklären.
Irgendwelche Ideen?",


fragte sie, nebenher in der Kardex des Patienten, einer "Milia" vertieft.
Unscheinbar bewegte sie dabei ihren Mund,
die einzelnen Informationen des Kranken in sich aufnehmend,
hier und da merkte man ihre Konzentration,
während sie sich versuchte, auf die Medikation und der Therapie einen Reim zu machen.

"Wir bleiben in telepathischem Kontakt,
meld' dich, wenn dir was einfällt",

meinte sie dann noch zu ihm,
während sie eiligst das Zimmer verließ.
Gerade war ihr ein Einfall gekommen,
der darin endete, dass sie sich weitere Informationen heranholte.
In der Computerakte fand sie dann auch das letzte Puzzelteil zu den Ereignissen der letzten Nacht,
Milia war mit Koron auf Mission gewesen und hatte den Verrat von den manipulierten ISF Soldaten überlebt,
jedoch war sie dabei sehr in Mitleidenschaft gezogen worden,
was die diensthabenden Ärzte dazu veranlasst hatte, sie ins künstliche Koma zu versetzen.
Bisher erschien ihr Zustand stabil, aber dennoch schlecht.
Sie besuchte ihre Patientin gleich im Anschluss und besah sich selbst ihren Zustand,
die Akte hatte nicht gelogen, was die Schwere der Wunden anging,
ohne künstliches Koma wäre sie sicherlich in schlimmster Pein.
Langsam lief über einen arteriellen Zugang an ihrem Hals Ernährungskonzentrationen aus Eiweißen, Nährstoffen und Fetten,
wobei etwaige Anzeigen ständig Blutdruck, EKG und Gehirnwellen aufzeichneten.
Sie trug die neusten Messwerte ein und schaute auf die schwereren Wunden,
auch hier schien der vorherige Arzt sich sehr viel Mühe mit den Wundauflagen gemacht zu haben,
bis auf wenige Stellen waren die Wunden trocken,
oder zumindest soweit sauber, dass man die Auflagen nicht auswechseln musste.

Gerade wollte die Vampiress das Zimmer gen Aufnahmestation verlassen,
als sich ihr ein Polarfuchs in den Weg stellte.

"Mer Hansen, Ausbilder.
Wie ist der Status von Ice Dog?",


fragte der Anthro direkt und ohne großartige Formalitäten.
Alexinara schaute einen Moment zu ihm auf,
ehe sie eine Antwort formulierte,
da sie die Verbindung von Milia zu Ice Dog erstmal herstellen musste.

"Künstliches Koma, bisher stabiler Zustand,
weitere Aussagen kann ich nicht treffen,
melden Sie sich dafür bei der ärztlichen Stationsleitung",


wich sie aus, da sie sich nicht sicher war,
wie die Schweigeplicht auf Terra ausgelegt wurde,
besonders wenn es um Details zu ihren Soldaten ging.
Der Polarfuchs nickte verstehend, entließ die Vampiress aber nicht.

"Und wie geht es Koron?"

Dass er seinen Namen direkt aussprach ohne den Einsatznamen zu verwenden wunderte die Untote,
doch dachte sie sich nichts dabei, vielleicht hatte er auch noch keinen bekommen.

"Stabil, ansprechbar. Schlief vor einer Stunde noch.
Schauen Sie doch selbst nach,
er ist im Zimmer direkt zur rechten",


erklärte sie noch und verzog sich von dort,
den Umstand der Schweigepflichtsregelung musste sie noch von Diego erfahren,
was sie auch direkt getan hätte,
wenn er nicht mal wieder wie vom Erdboden verschwunden wäre.
Die Zeit verstrich ohne Gnade,
bald würde es Zeit werden, einer verletzten Frau Rede und Antwort zu stehen.




RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 01-02-2012 19:33 PM

Lor nickte Raphaels Worte ab und erhob sich, um mit Lexia den Raum zu verlassen. Somit musste er warten, bis die Lady wieder einsatzfähig war - was unter dem Umstand äußerst lange dauern konnte - oder...
Sein Blick ging zum Soldaten, der sie begleitete, während die Vampirin alles knapp glänzend zusammenfasste. "Ganz recht. Genau das."
Sie schlugen den Weg wie erwartet zur Krankenstation ein, wo die Schwarzhaarige fix in ihre Arbeitskleidung hüpfte und nach kurzem Draußensein sich nochmal um seine Handgelenke kümmerte. Der Krasáne ballte ein paar Mal beide Fingerseiten, um zu testen. Links sollte morgen wieder rundum top sein, rechts wohl ein zwei Tage später.
"Dank dir..." Ein Lächeln trat auf seine Lippen und Wohlwollen in seine Augen.
Er nickte ihr zu, bevor sie das Zimmer verließ, dann seufzte er nochmals.
"Hachje, so in Eile und Stress, dass du vergessen hast, dass ich keine Nahrung benötige, hm?"
Lächelnd trat das Blauhaar hinaus, zog die Tür hinter sich zu und schaute dann auf in zwei grimmige, vielleicht genervte Augen. Mit einem Schnauben wies der Mann fort in den Korridor hinter ihm, drehte sich um und ging voraus.

Ein paar Minuten später, ein paar Korridore weiter und ein paar Leute um sich, die gemütlich herumspazierten. Lor sah auf und gewahrte jemanden, den er kannte.
"Please wait", sprach er gedämpft, aber hörbar, der Soldat blickte zwischen ihm und der Frau, die hier auf dem Geländer stützte, hin und her, nickte knapp und trat zurück an die Wand. Der Krasáne näherte sich vorsichtig. "I know you..."
"Who...?" Die recht blasse Dame blickte auf, ihre Augen waren rot vom Weinen, aber die Wangen trocken. Jedoch merkte man ihr direkt an, dass sie total fertig war.
"May I help you somehow?"
"To proof your trust? Leave me alone, bluehaired guy." Ihr Blick wandte sich ab, nur Verbitterung darin.
"No. Not for me. Just for you."
"I said leave! Immediately!" Sie wurde laut und andere schauten auf, bevor sie betreten weitergingen.
Lor hatte direkt die Hände gehoben und den Blick gesenkt. "I'm sorry. I'm sorry for what happened - "
"I don't need your compassion!"
"And what about charity?"
Jetzt sah sie doch auf und zu ihm herum. "... What?"
Er lächelte nur stumm und ließ die Hände sinken. Die Überraschung in ihren Augen wich noch einmal der abschätzenden Bitternis, während sie ihn von unten bis oben begutachtete. Zuletzt verweilte sie an seinen zweifarbigen Augen.
"I just wanted to help someone who lost a very special person, like I did, too. I know this pain..."
Sein Gegenüber musste etwas an sich halten, nicht zu weinen. "You know nothing..."
"Think 'bout it. Okay?"
"Okay..." Sie hob das Kinn etwas, dass es wieder stolzer aussah. "But you won't fool me like they do, again!"
"I wanted you to proof me, since yesterday evening", erwiderte der Krasáne und senkte den Blick. "You can search within my memories wether you can trust me or not. It's at least everything I can do now, after this incident. But I know about your feelings and things, take the time you need, I will wait for it. As long as it takes."
Erneut dieses Abschätzende. "You said you would fight for not being controlled. And besides, there are many others who can take a look. I don't need to waste my time with someone like you."
Lor biss die Zähne zusammen, die Augen nach wie vor geschlossen, und kniete einfach nieder. "I beg you. I want -you- to look up."
"Wow!", rief jemand von anbei aus, jemand anders flüsterte. "Is he proposing to her?!"
Das Blauhaar musste grinsen und glücklicherweise kicherte auch die Dame vor ihm. "Stand up, you ruin my reputation, idiot."
Er tat wie geheißen, dann klatschte sie ihm ganz gepflegt eine, dass es von den Wänden widerhallte. Lor rieb sich über die Wange.
"I'm Julia Zun. Now leave this place."
"Yes, Mylady", antwortete er mit einem leichten Lächeln und Verneigen, dann ging er sofort vorbei und folgte weiter dem Weg, den sie zuvor beschritten hatten. Der Wachmann sagte nichts.
//You didn't say your name//, erklang eine Stimme in seinem Kopf.
//My apologies, I'm Lor Dedraline.//

Die Zeit in dem mittlerweile schon vertrauten Raum ging an sich relativ fix vorbei, dann wurde er auch schon wieder herausgeholt und zu dem Zimmer gebracht, in dem sie der Frau vom BND gegenübertreten würden. In der Zwischenzeit hatte er viel nachgedacht.
Ihr Mann war bei einem Überfall der Zentralen um's Leben gekommen, als Spion des BND unterwegs. Er hingegen hatte seine Schwester retten wollen, genau so eine geliebte Person wie bei ihr. Das erste Gebäude wurde dabei von New Light selbst zerstört, also war es nicht ihr Verschulden, hingegen hatten sie blindlings das zweite - Nachrichtengebäude - erbarmungslos niedergemacht, ohne über irgendetwas nachzudenken, und die Schwester war bereits gerettet. Fahrlässige Tötung war das. Jetzt im Nachhinein war ihm klar, dass man so etwas hätte bedenken müssen, aber nun war es auch zu spät. Nächstes Mal würden sie es, aber der Mann blieb tot, auch wenn man aus dem Fehler lernte.
Er hoffte, Lexia hatte sich etwas zurechtlegen können. Sie kamen etwa zeitgleich an dem Raum an, sahen sich nochmal in die Augen, bevor sie eintraten und kurz darauf auch die Dame, um die es hier ging. Unverfroren und voller Hass, wenn auch beherrscht, warf sie ihnen direkt ihr Anliegen an den Kopf.



(Hier nach Lexia oder Raphael, je nachdem.)


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 02-02-2012 18:01 PM

Gerade hatten sich Lor und Alexinara auf der gegenüberliegenden Tischseite gesetzt,
da fing die Frau auch an, ihr Anliegen beherrscht zu formulieren,
ihre Wut und Trauer konnte man dennoch heraushören.
Ihren angespannten Gesichtszügen zu urteilen und den Augenringen,
hatte sie die letzten Tage weniger bis gar nicht geschlafen,
man merkte ihr die Erschöpfung an,
welche sie hinter einer Wand von professioneller Beherrschung verbarg.
Schnell konnte die Medizinerin jedoch die Zeichen ihres Körpers deuten,
die nervösen Fingerbewegungen, die unwirschen Bilickwechsel,
sie schien nicht mehr ganz bei sich,
aber immer noch willens genug, in Erfahrung zu bringen, was ihrem Gatten zugestoßen war.
Alexinara erhob sich vom Stuhl und deutete eine Verbeugung an,
gleich tat es ihr auch Lor, ehe sie anfing zu erzählen,
ein letzter Blick glitt noch zu ihren beiden Vertrauten.

"Zunächst zu meiner Vorstellung,
man nennt mich Alexinara,
aber dies ist ihnen warhscheinlich schon bekannt.
Nun meine Ausführung:
Am besagten Tattag waren Lor und ich in Hannover zugegen,
wo wir von New Light kontaktiert wurden,
sie hatten Lors Schwester in ihrer Gewalt und drohten uns, sie ernsthaft zu verletzten,
wenn Lor sich von sich aus nicht ergab.
Da man von solch einer Organisation keine Scherze erwarten konnte, mussten wir schnell reagieren,
das Zeitfenster für uns war eng bemessen und mit jeder vergehenden Minute wurde die Chance sie zu retten geringer.
Per taktischer Analyse des Stadtgebietes gelang es uns, drei Ziele für New Light zu lokalisieren,
was uns auch nur anhand der schwereren Bewaffnung dort gelang,
in jedem Fall entschieden wir uns für das auffälligste Gebäude in Stadtnähe,
was wir alsbald gemeinsam infiltrierten.
New Light hatte in diesem Gebäude eine stärkere Truppe von Soldaten positioniert,
die wir aus Gründen der Eigensicherheit ausschalten mussten.
Später trafen wir auf den dort befehlshabenden Anführer,
welcher auch Lors Schwester in der Gewalt hatte.
Mit einem Trick überwältigten wir seine Eskorte und befreiten die Gefangene.
Leider hatten weder Lor noch ich damit gerechnet,
dass das gesamte Gebäude mit Sprengladungen gesichert war.
Als der Mann nach heftigen Provokationen und Angriffen zu Boden ging, löste er den Sprengmechanismus aus,
uns blieb im Endeffekt nur noch die Flucht aus dem Gebäude übrig.
Wie viele lebende Insassen dort mit in die Luft gesprengt wurden, kann ich nicht sagen,
ich habe danach keine Nachrichten mehr aus Hannover gehört,
da ich anderweitig in Terra eingebunden war.
Das zweite Gebäude, auffällig nah am ersten, stellte sich als Informationsstützpunkt heraus,
im Grunde war es ein gering besetztes Büro,
was im Kellergeschoss eine Kommunikationszentrale von New Light beherbergte,
in der Eile unserer Tat schaffte ich es nur noch, der Empfangsdame einen Evakuationsbefehl zu geben,
inwiefern alle Menschen aus dem Gebäude im Endeffekt hinaus waren, kann ich ebenfalls nicht sagen.
In dem Moment entschied ich mich dafür, diese Kommunikationsplattform zu vernichten,
da sie gerade dabei war, wichtige Daten aus Deutschland an andere New Light Quartiere zu senden,
jedoch, das muss ich zu meiner Schande zugeben,
nahm ich keine der Informationen an mich.
Auch wenn meine Sprengkörper das Kellergeschoss in Schutt und Asche legten,
kann ich an diesem Tag nicht sagen, ob es an der Sprengkraft alleine,
oder gar an weiteren Sprengsätzen im Gebäude selber lag,
das könnten nur entsprechende Fachmänner herausfinden.
Durch meine Hand sind sieben New Light Soldaten gefallen,
auch bin ich Schuld an dem Zusammenbruch des zweiten Gebäudes,
ich verstehe Ihren Verlust und die Trauer,
möchte Ihnen dafür auch mein Beileid aussprechen,
dennoch sah ich in dem Moment keine andere Möglichkeit zu handeln,
nicht in dem begrenzten Zeitrahmen, wie er uns gegeben war.
Soviel von meiner Seite, Lor kann ergänzen,
wenn er etwas hinzufügen möchte."


Somit gab Alexinara das Wort an Lor weiter,
die Frau hatte stumm gelauscht,
auch wenn man den Prozess in ihrem Kopf beinahe hören konnte.
Die Begleitung der Frau schien nicht nur aus Bodyguards zu bestehen,
denn die Vampiress nahm an, dass zumindest einer von ihnen ein Anwalt war,
da fleißig Notizen gemacht wurden währen ihrer Erzählung,
sonst blieben aber die Mienen der Gäste aus Deutschland steinhart,
wohlmöglich würden sie sich nicht mit der Erklärung zufrieden geben.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 02-02-2012 20:12 PM

Lor erwiderte den Blick der Frau, die nun abwartend und fordernd ihn anschaute. Er atmete einmal ein und aus, bevor er sich noch etwas gerader aufrichtete.
"Viel mehr ist dem nicht hinzuzufügen, sie hat es bereits sehr gut beschrieben in allen Einzelheiten. Was mir letztlich zu sagen übrig bleibt, ist der Fakt, dass wir nicht über eventuelle Spione nachgedacht haben - es aber in Zukunft unter keinen Umständen mehr versäumen werden, was selbstverständlich ist, - dennoch", er ließ es kurz wirken, "Der Zeitdruck, die Weiterleitung der Daten zu verhindern, und der Umstand, dass permanentes Feuer eröffnet worden war, ließen diese Gedanken auch nicht zu. In dem Moment war es am wichtigsten, Schlimmeres zu verhindern, indem New Light keine neuen Daten erhält, welche sie vielleicht zu weiteren Schritten oder Schlägen befähigt hätte."
Der zweifarbige Blick der dunkel smaragdgrünen und der blutroten Linse hielt dem der BND-Dame ohne Aufwand stand.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 03-02-2012 12:21 PM

Einer der männlichen Begleiter von Frau Winter trat vor:
"Mit ihrem Aktionismus haben sie beide Operationen des Nachrichtendienstes der Bundesrepublik Deutschland sabotiert. Wenngleich die Motive für den ersten Eingriff verständlich sind, haben sie doch mit einem beharren eines Angriffes auf das zweite Gebäude neben ihrer eigenen Sicherheit auch die Sicherheit anderer Bürger riskiert, und billigend in Kauf genommen, dass es zu Kollateralschäden kommt. Informationen werden so oder so ständig von beiden Seiten, sowohl von den Nachrichtendiensten, als auch ihren Gegnern gesammelt. Da hätten die wenigen Daten mehr, die sie in den zusätzlichen Stunden gesammelt hätten, nichts ausgemacht. Die Zelle existierte schließlich schon einige Zeit, und hat mehrere Terabyte an Daten gesammelt, die wir hätten nutzen können, um ihren eigenen Informationsstatus besser einschätzen zu können. Zudem - woher wollen sie wissen, dass es 'wichtige Daten' waren?
Ihre nicht vorhandene Reue, sowie das Anrichten eines regelrechten Massakers sprechen Bände über ihren Charakter. Denn schließlich selbst wenn sämtliche Personen vor Ort zu New Light gehörten und Terroristen waren, so unterstehen sie alle immernoch der Charta der NGEO. Somit haben sie das Recht auf Leben. Und durch keine bereits geschehene Tat, egal wie schwer sie auch wiegen mag, ist es Zivilisten gesetzlich erlaubt ein Leben zu beenden."

Es folgte eine Pause. Der Mensch war offensichtlich ein im Recht versierter. "Sie haben ebenso keinen Unterschied zwischen den einzelnen Leuten gemacht, und über alle, egal ob sie nun etwas getan hatten oder nur aus Zwang anwesend waren, dasselbe Urteil verhängt. Das ist Mord - und darauf steht eine bis zu lebenslange Haftstrafe."

Mit einer Handgeste befahl die Dame ihn zu schweigen. "Es ist genug." Das Augenpaar wanderte wieder nach vorn. "Sie wollten in erster Linie eine geliebte Person retten... Doch warum, um alles in der Welt, war ihnen die Sicherheit ihrer Schwester weniger Wert, als das unbedingte Zerstören eines weiteren Stützpunktes? Warum haben sie sich nicht einfach fortgebracht und die Polizei, oder die ISF informiert? Warum sind sie dem Selbsterhaltungstrieb nicht gefolgt, und haben bei der Gefahr das Weite gesucht? Warum?"
Nun schaltete sich der Magier ein. "In Konflikten und Kriegen gibt es immer Verluste. Manchesmal mal leider auch Kollateralschäden, das sollten sie genauso gut wissen, wie jeder auf dieser Basis."
"Mein Mann hat mehr für die Sicherheit des Landes in seinem Leben getan, als sie sich vorstellen können!" - "Ich habe mich informiert, und in der Tat sind dort einige interessante Taten verzeichnet. Postum wird allerdings keine Anklage mehr gestattet."
Mit wutentbrannter Miene stand sie ruckartig auf. "Was erlauben sie sich?!" - "Laut den Informationen aus einem unserer letzten Einsätze, in welchem wir in ein Hauptquartier von New Light eingedrungen sind, gibt es Hinweise darauf, dass ihr Mann ein Doppelagent war. Zwar sind längst nicht alle Nachrichten analysiert, doch zeigen bereits die wenigen, dass er seinen weiten Möglichkeitsbereich, den er als Undercover Agent hat, überschritten hatte. Über Verstorbene soll man nicht schlecht reden, doch war ihr Mann offensichtlich ebenso ein Mörder."

"Das muss ich mir nicht bieten lassen! Mein Mann hat mit seinen Taten vorrangig gegen ein 'Gefahr im Verzug' agiert! Er hat dadurch vielen Menschen das Leben gerettet!" - "Wenn sie meinen. Doch sollte es zu einer Anklage kommen, dann wird auch der ganze 'Dreck' aus der Versenkung geholt, den Herr Winter in seiner Vergangenheit begangen hat. Und bei einem Gerichtsverfahren würde es die Öffentlichkeit durch die Presse erfahren. Somit wäre sein Vermächtnis doch eher... unrühmlich, nicht wahr?"
"Was wollen sie damit sagen?" Etwas Beherrschung trat wieder in die Stimme der älteren Dame. "Ich bin eher praktisch veranlagt. Die Taten in Hannover sind geschehen, auch wenn sie nicht zu den besten gehörten. Die Frage ist, wie man nun fortfährt. Die ihnen entgangenen Informationen lassen sich kompensieren, indem wir ihnen Zugang zu dem Fundus unserer Einsätze geben. Gleichzeitig ließe sich die Geschichte ihres Mannes, auch von ihrem eigenen Standpunkt aus, weitaus besser als heldenhaft darstellen. Außerdem ist es meine persönliche Einschätzung, dass die beiden 'Quasi-Angeklagten' auf dem Schlachtfeld der ISF weitaus besser aufgehoben sind, als in einer Zelle."
Raphael ging einen Schritt nach vorn, und setzte sich auf einen Stuhl gegenüber der Dame des BND. Etwas ruhiger erzählte er weiter. "Ich weiß, sie haben Kinder, und ich weiß, dass sie gerade für sie Gerechtigkeit fordern. Doch denken sie einmal selbst nach - was bringt der Sicherheit ihrer Kinder mehr? Die Täter des Mordes einzusperren, oder sie im Einsatz der Sicherheit anderer zu sehen? Der Charakter und das Wesen von Alexinara und Lor sind bereits von uns geprüft. Sicher steckt in ihnen noch Naivität, was ihre Aktion in Hannover erklärt, doch ist das gerade ein Grund mehr sie in einer Organisation zu belassen, welche sich für eine bessere Welt einsetzt. Auch wenn es nicht dasselbe ist, so geben beide nun ihre Bemühungen, wie ihr Mann dereinst, andere, unbescholtene Personen vor Terroristen und ähnlichen zu beschützen."
Es war sichtbar, dass sich die Angesprochene zusammenreißen musste, um den Tränen, die sich langsam sammelten, zu unterdrücken.

"Es ist ebenso sichtbar, wie sie, Herr Liskor, sich für diese beiden einsetzen. Warum ist das so?", fragte der Anwalt nach. Ein kurzer Blick des Schwarzgewandten galt seinen Vertrauten, ehe seine Augen direkt den Rechtsgelehrten fixierten. "Sie sind beides Cat D Individuen. Wir können sie gut brauchen. Es gibt nämlich etwas, worüber sie hier und alle Anwesenden fürs erste stillschweigen bewahren sollten. Mimic, teil des fast schon legendären Squad D, wurde gestern im Einsatz von einem New Light Anhänger eleminiert. Ich denke, sie wissen nun um die Gefährlichkeit unseres Gegners..."
Etwas überrascht und geschockt nahm die Delegation Deutschlands diesen Fakt zur Kenntnis. Mimic war regelrecht berühmt für seine Wandlungskünste, und tauchte nach dem einen oder anderen Einsatz in der Öffentlichkeit meist auch kurze Zeit später auf Amateurvideos im Netz auf.
"Wenn sie also wollen, dass sie selbst, die BRD, sowie auch ihre Kinder in Zukunft eine Chance auf mehr Sicherheit haben sollen, dann belassen sie die beiden unter der Obhut der ISF."

"Aber wenn wir nicht unterscheiden zwischem Recht und Unrecht, auch innerhalb der eigenen Reihen, sind wir keinen Deut besser als die Terroristen." - "Beinahe, doch auf dem Schlachtfeld gibt es stets nur eine Seite - Die Verlierer. Es gibt keinen, der im Krieg oder innerhalb von Konflikten etwas gewinnt. Nur an dessen Ende vielleicht. Wir sind alle Mörder, nur in unseren Zielen und Motiven unterscheiden wir uns. Während Organisationen wie die NGEO, oder die ISF bestrebt sind sämtliche Personengruppen zu beschützen, wollen andere wiederrum nur bestimmte Gruppen schützen, und andere eleminieren. Und genau das kann nach gefühlten, niedergeschriebenen und gelebten Recht der Masse nicht sein."
Der Schwarzgewandte schob mit seiner rechten Hand seinen Mantel etwas von seiner linken Schulter. "Auch ich habe meinen Preis bezahlt, um Katastrophen und Unglück zu verhindern. Sind sie ebenso bereit etwas dafür zu opfern?"

Einige Momente schien es vollkommen still in dem Raum zu sein. Die Tatsache des offensichtlichen Armverlustes, sowie die gesprochenen Worte hallten noch nach.
Etwas leiser und verständnisvoller Klang die Stimme des Wächters. "Sie können nur gewinnen, wenn es zu keiner Anklage kommt. Zum einen wird ihr Mann für sie und ihre Kinder in den Medien wohl eher als Held dargestellt. Damit können sie sicher besser Leben als mit Gerichtsverfahren und üblen Nachreden, wegen ihres Vaters... Zum anderen gibt es gleichzeitig mehr Einsatzkräfte innerhalb der Schutzorganisation."
Langsam stand Frau Winter auf. Beherrscht, aber sichtbar aufgewühlt blickte sie zu Alexinara und Lor. "Nur damit sie es wissen - ich vergebe ihnen nicht. Doch liegt mir die Sicherheit meiner Kinder mehr am Herzen..."

Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um, und wurde von ihrer Eskorte umringt aus dem Raum geleitet. Man sah noch, wie sie sich ein Taschentuch aus einer Manteltasche nahm, um darin wohl einige Tränen zu geben.
Nachdem sich die elektronische Tür automatisch geschlossen hatte, atmete Raphael einmal weit aus.


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 03-02-2012 12:30 PM

Völlig angespannt hatte Lor dem nur gelauscht, keine Miene verzogen, die Anstrengung stand genug hineingeschrieben.
Und als letztlich die Frau den Raum verließ, die Tür sich schloss und nur Stille zurückblieb, stützte er die Ellenbogen auf den Tisch, die Finger ineinander verschränkt, die Stirn daran gelehnt, und atmete aus, wobei alle Spannung abfiel.
"Herr im Himmel..."



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 03-02-2012 17:35 PM

Die Tür fiel zu und zurück blieben die drei Freunde,
welche noch immer von der Eskorte Lors beobachtet wurden,
Alexinara hatte inzwischen das Gesicht in Falten gelegt,
die Frage des Anwalts bezüglich des Datenmaterials hatte in ihr einen Denkprozess ausgelöst.
Während Lor sich entspannte und Raphael es ihm gleich tat, lehnte sich die Vampiress zu ihnen hinüber.

"Beachtlich, hätte nicht gedacht,
dass du solche Informationen hast.
Wie dem auch sei, mir fällt gerade etwas anderes ein,
bei dem Datenmaterial habe ich rein intuitiv gehandelt,
doch gerade kam mir wieder etwas in den Sinn.
Das Datenmaterial beinhaltete auch Karten von Terra,
aber nicht solche, wie man sie in jeder Suchmaschine findet,
sondern Karten mit Gebäudeangaben, Sicherheitslevel,
Personenlisten mit Zugangsberechtigung, Besonderheiten etc. .
Es erschien mir wie gut recherchiertes Material,
wobei ich es nicht genauer untersuchen konnte,
jetzt auf Anhieb sehe ich aber den Zusammenhang zu Terra.
Mal abgesehen davon, dass man eigentlich nicht da rankommen sollte,
ich fürchte, die sind bei New Light besser informiert,
als uns allen lieb ist."


Dabei gingen ihre Gedanken hin zu Mimic,
der nun irgendwo im Leichenschauhaus sein Ende gefunden hatte.
Wie stark ihr Gegner war, konnten sie zumindest daran schon abschätzen.
Und so, wie es sich für Alexinara erschloss,
schien inzwischen keiner mehr sicher,
sofern man nicht wusste, wer auf Terra eventuell manipuliert worden war
oder gar als Doppelagent, Spion in den eigenen Reihen für den Feind agiert.
Für diesen Tag schien der BND seine ausgestreckte Hand von der ISF zu lassen,
da Raphael ihm genug Stoff gegeben hatte, nichts zu tun,
doch aus blieb nur noch sein Termin,
wovon sie keine Ahnung hatte, wie er das regeln würde.
Doch so wie sie ihren Vertrauten kannte, hatte er sich schon irgendwas zurecht gelegt.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 05-02-2012 15:39 PM

Lor nickte etwas und schaute auf, legte die Arme zurück auf den Tisch.
"Die Frage ist nur, wer ist es noch? Das können auch nicht alle gewesen sein, möglicherweise haben wir noch andere hier. Vielleicht sollte man einrichten, dass man nach und nach alle testet..."
Er sah zu Raphael und zurück zu Lexia. "Ich weiß, das wird ewig dauern und die Psi-Leute fordern ohne Ende, aber es wäre ein Schritt, bevor wir doch noch jemanden in seinem Büro weggebombt bekommen oder ein weiterer Einsatz so fehlschlägt. Jedoch", er lächelte etwas, "zuerst haben wir noch etwas Wichtigeres zu klären."
Das Blauhaar hatte absolut keine Ahnung, wie das Gespräch nachfolgend aussehen würde. Er vertraute Raphael, dass er da schon etwas hinbog, aber nunja, man würde sehen.
"Sollen wir dazu eigentlich auch anwesend sein oder dürfen es nicht?"



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 06-02-2012 10:16 AM

"Nun, die Idee einen jeden einzelnen einem Psi-Test zu unterziehen, gab es bereits einmal, doch aufgrund der doch sehr persönlichen Belange, die dabei an andere 'verraten' werden, ist es stets dabei geblieben, dass es nur, wenn es Unstimmigkeiten gibt, Personen nach ihrer Zustimmung geprüft werden. Gleichzeitig gibt es dabei auch die Frage: Wer prüft die Prüfer?"
Der Schwarzgewandte erhob sich. "Sie sind schließlich auch Lebewesen mit Fehlern und Charakterschwächen. Jedoch jetzt, wo es zum einen Gründe dafür gibt, und zum anderen man bereits bei einigen Psi Leuten mit Sicherheit sagen kann, dass sie Integer sind, kann man das ganze noch einmal ins Rollen bringen. Ich denke, es sollte jeder Neuling in jedem Falle einer Überprüfung unterzogen werden."

"Ich muss zugeben, ich hatte nicht viele Informationen über den Gatten von Frau Winter. Teilweise war es gar ein Schuss ins Blaue, basierend auf Indizien. Ihre Reaktion hat aber genug verraten...", lächelte er seinen Vertrauten zu. "Was meinen 'Termin' angeht - ein paar Stunden sind noch Zeit. Es kann durchaus sein, dass ihr mit dazu geladen werdet. Es wird eine Anhörung sein. Als ISF Mitglieder unterliegt ihr dem Militärrecht, das heißt ihr könnt als Zeugen dazu geladen werden. Ich weiß nicht, ob es eine mehr oder minder öffentliche Anhörung sein wird, aber ich vermute weniger." Die Stirn des Wächters legte sich in Falten. Das Dilemma um seine mögliche Cat E Kategorisierung wurde mit jedem Tag komplexer. Zum einen würden immer mehr Dominoketten losgetreten, wenn er Beispielsweise seinen Arm wiederbekäme oder etwas gegen den Zustand Mimics tat. Zum anderen schien bestimmte Umstände immer mehr nur darauf zu basieren, dass er ebend nicht mehr kann, als er bislang zeigte.
Bei einer Offenlegung seiner Fertigkeiten würde es wohlmöglich auch Probleme mit Frau Winter, und vor allem mit der ganzen ISF geben. Cat E ist schließlich quasi gleichbedeutend mit dem altrömischen "vogelfrei".

"Wir werden sehen - wohlmöglich malen wir uns alles schlimmer aus, als es ist."


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 06-02-2012 10:54 AM

Lor nickte und stand auf, der Stuhl scharrte dabei fast lautlos über den Teppichboden. "Wir werden sehen, lassen wir es einfach auf uns zukommen und danach feststellen - so schlimm war es gar nicht. Okay?" Er lächelte, trat zurück und schob den Stuhl an den Tisch.
"Es ist gerade Zeit, ich werde mal schauen, ob ich in die Küche komme, sicherlich kann man irgendwie eine Übereinstimmung finden, dass jemand aufpasst, dass ich kein Gift in die Speisen mische oder so Späße..."
Sein Blick wanderte zu den beiden. "Außer es stehen andere Sachen an, aber ich denke, du wirst dich noch vorbereiten und sonstigen Bürokrams machen, während du", er schaute zur Vampirin, "wohl zurück auf Station gehst, wah?"



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 06-02-2012 17:23 PM

Alexinara hatte dem kurzen Dialog gelauscht,
die Einwände gehört und selbst mitüberlegt.
Eigentlich konnte sich unter diesem Umstand keiner sicher fühlen,
schließlich war nicht klar, wo noch eingeschleuste New Light Kämpfer zu finden sein könnten.
Falls sich diese Nachricht verbreiten sollte, könnte das für Panik unter den Terrabewohnern führen,
die Arbeit verhindern und gar zu Einsatzausfällen kommen,
da die Soldaten nicht gewillt wären, sich gegenseitig zu vertrauen.
Dieses Horrorszenario schob die Vampiress beiseite,
damit beschäftigen wollte sie sich aktuell nicht,
da Raphaels Verhörung wichtiger war als das.

Sie nickte Lor als Bestätigung,
schaute aber dann nochmal kurz zu ihrem Vertrauten.

"Sag, wurde eigentlich ein medizinisches Gutachten über deinen Armverlust erstellt?
Und eine Nachuntersuchung bezüglich deines körperlichen Zustandes hattest du wohl auch nicht, oder?"


Bei ersterer Frage erhoffte sie sich nur, medizinisch relevante Daten über seinen Verlust zu bekommen,
damit sie damit zur Not auch in einem Verhör arbeiten konnte,
der zweite Part wäre nur eine zusätzliche Absicherung,
rein rechtlich wäre bei seinem Zustand ohnehin eine Nachuntersuchung angemessen gewesen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 06-02-2012 19:12 PM

Lor bestätigte nochmals stumm und verabschiedete sich dann von den Anwesenden. Die zwei Soldaten, die ihn heute begleiteten, wohl um die nette Dame eben besser abzusichern, folgten direkt nach und klebten ihm im Nacken, was er gar nicht haben konnte. Ein leises Seufzen entrang sich seiner Kehle, aber machen konnte er aktuell nichts dagegen.
Seine Schritte führten ihn bereits Richtung Kantine, als einer ihn an der Schulter aufhielt.
"Where are you goin'?"
"I just wanted to ask right now." Er blieb stehen und sah den Wachmann an. "May I help in the kitchen? Every hand is needed in there and I joined the group just yesterday."
Der Mann murrte, schaute seinen Partner an.
"What ya thinkin'?"
"Let him be. I'll return to the arrest area."
"Think it's safe?"
"Heard earlier? I don't think he would kill the men inside there."
"Sure?"
"Yeah."
"I'm not."
"Than follow and look up! Learn how to cook besides..." Der Mann grinste doof, der andere knuffte ihm kraftvoll gegen den Oberarm.
"Don't make a fool of me!" Er wandte sich ab. "Keep goin'."
Sie verabschiedeten sich per gehobenem Händeschlag, wie das typische "Schlag' ein!", dann schritt Lor ungefragt voran, seinen Begleiter hinter sich.

Angekommen an der Küchentür wurde er sogar freudig empfangen. Den Soldaten sperrten die Leute direkt aus, von wegen Hygiene und so. Er ließ es sich widerwillig gefallen und nahm Stellung hinter den Tresen, nah der Tür an der Wand.
"I thought you were lost in mission today!", sagte Henny und atmete erleichtert auf. "Heard no good things 'bout everything. You're unharmed and all?"
"Eh, yes, do I seem to be shot down?"
"No, but... Rumors and things. Mimic is dead."
"I know. Please don't talk about that, okay?"
Er nickte und auch die Dame anbei, die gerade ohne Hinsehen Gemüse zerschnitt. Der Chef kam eben aus seinem Büro, entdeckte seinen neuen Mitarbeiter und scheuchte ihn sofort zur Arbeit, was der Krasáne lachend hinnahm und sich daran machte, das heutige Mittagsmenü mit vorzubereiten.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 07-02-2012 10:16 AM

Als Lor die anderen bereits verlassen hatte, wandte sich der Blick des Magiers noch einmal in Richtung der Vampirin. "Wenn ein Gutachten existiert, dann müsste Diego darüber bescheid wissen. Während meiner 'Ausfallzeit' jedoch wurde auch noch die eine oder andere Untersuchung gemacht. Vielleicht kannst du in den nächsten Stunden noch in Erfahrung bringen, ob die Ärzte entsprechende Berichte haben. Ich für meinen Teil möchte auch noch ein zwei Sachen vor meinem Verhör erledigen."

Raphael schritt ebenso aus dem Raum. Auf den Gängen war geschäftiges, aber bisweilen auch ruhiges treiben. Wenngleich eine gewisse Anspannung in der Luft lag. Die Moral der Soldaten war definitiv durch die Schwächung des Squad D, der Eliteeinheit schlechthin, geschwächt.
Unterwegs zu seinem Ziel traf er eher zufällig auf den Präsidenten der NGEO in Begleitung von zwei Assistenten.
"Good day, Mister Liskor. Can I have a word with you?" - "Of course." Die beiden Gesprächspartner rückten etwas abseits, während sich die Lautstärke des Sprechens ebenso mäßigte. "I want to congratulate you to your success with the BND." - "You already know about it?"
Ein leichtes Lachen ertönte. "Yes, but this only, cause Mrs. Winter came directly to my office, and we talked short about her being. In few minutes her transport starts."
"Thank you." - "Ah, by the way - this young boy from Hannover was relocated. He is now at the training fields." Um Thomsen wurde sich offenbar auch ohne die direkte Beteiligung des Magiers gekümmert. Hier sah man erneut, dass die Mühlen der NGEO recht schnell mahlen.
"But now I have to go. Good bye."

Raphael verabschiedete sich ebenso, und schritt dann weiter den Gang entlang. Alsbald wurden die Gefilde steriler - Er hatte den medizinischen Bereich der Basis erreicht. Nach kurzer Erkundigung, stand er auch bereits vor der Tür zu der Person, zu der er zuerst wollte. Langsam öffnete er die Tür, und sah bereits zahlreiche Schläuche und Anzeigen die Patientin umgeben. Der Zustand der Husky-Dame schien nicht gerade gut zu sein. Der Schwarzgewandte blieb nicht lange, und schritt nach wenigen Augenblicken ins Nachbarzimmer.
"Guten morgen Koron", fing er bedächtig an, und schickte sich an sich auf einen Stuhl neben das Bett zu setzen. Seine Stimme mäßigte sich. "Es ist definitiv nicht schön, was die letzte Nacht passiert ist. Glücklicherweise habt wenigstens ihr zwei überlebt."
Die Tür zu dem Zimmer öffnete sich erneut, und eine Schwester, die schon etwas länger hier ihren Dienst verrichtete, blieb im Türrahmen stehen. Sie und Raphael tauschten kurz einige vielsagende Blicke aus, ehe sie nur stumm nickte, und den Raum verlies. Kurz daraufhin streckte der Magier seine Hand in Richtung der Tür aus, drehte ein wenig sein Handgelenk, woraufhin man das mechanische Schließen eines Schlosses hören konnte.
Erst danach bedachte Raphael den Patienten wieder mit einem nicht ganz eindeutig zuordenbaren Blick. "Manchmal ist es gut, die Tür einfach nur geschlossen zu haben, so wird man nicht permanent gestört. Wenn dir irgendetwas auf der Seele brennt, nur zu."

In Wahrheit wollte der amentierende Leiter der ISF seine letzten Stunden vor der Anhörung noch so gut es ging nutzen, um unerledigte wichtige Sachen in Angriff zu nehmen. Möglicherweise hatte er später nicht mehr so einfach die Möglichkeit.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 07-02-2012 14:42 PM

Als auch Raphael das Zimmer verlassen hatte, blieb die Vampiress einen Moment in der Stille zurück,
in ihren Gedanken sammelte sie die Schritte,
die sie nun noch zu gehen hatte.
Daraufhin machte sie sich schon auf den Weg gen Krankenstation,
wo wie immer reges Treiben herrschte.
Wie gewohnt fand sie den Dingo nicht,
der wohl wieder zwischen Patienten und Zimmern umherrannte.
Erneut wandte sich die Untote an eine der Schwestern,
und zu ihrem Glück war gerade Marta in ihrer Reichweite,
sie erklärte ihr,
dass sie Diego in einer medizinischen Frage konsultieren musste und ihn nicht fand.
Die Frau musste herzlich lachen bei dem fragenden Gesicht Alexinaras,
alsbald schleppte sie diese in das Stationszimmer und kramte aus einem Safe eine Pfeife hervor.

"At the beginning he said to us:
'If you need me just use this little thing'
Well actually we thought it was a joke,
but just wait and see, it works",


teilte ihr die Dame in gutem Englisch mit und benutzte die Pfeife,
welche einen hellen Ton von sich gab.
Sie war sich sicher, dass nicht jedes Wesen diesen Ton vernehmen konnte.
Kaum wenige Augenblicke später stand auch Diego in der Tür und schaute die beiden an,
sein Gesichtsaussdruck sagte ihm, dass er wie gewohnt in Eile war.

"I have some important matters to discuss with you..",

eröffnete Alexinara das Gespräch und ging mit ihm direkt ins Ärztezimmer anbei,
wo es sich die beiden in zwei einladenden Sesseln bequem machten,
dem Dingo schien es in jedem Fall sehr zu gefallen,
denn man sah ihm an, dass er schon lange auf den Beinen war.

"First of all, professional discretion, how do we handle it here?
Am I allowed to give informations to trainers?
The second point is using magic,
for me mostly blood or healing magic,
for improve the condition of truly damaged people,
like Ice Dog in her man-made coma.
And the third thing are informations about Raphael Liskors habitation here,
after he was able to , well....um...save Terra from this atomic attack.
I need to get the results of the tests they made of him
while he was unconscious,
and I think a check-up after this happening would be also good",


erklärte Alexinara ihm kurz das Wichtigste,
was sie nun in Erfahrung bringen wollte und wartete auf eine Antwort.
In Diegos Kopf arbeitete es und einen Moment fürchtete sie,
dass er ihr keine Antworten, oder nur wenige geben würde.
Dann hellte sich seine Miene auf und er lehnte sich zu ihr herüber.

"Ah alright, and I thought overstrained they way I put you in here,
its good to hear that you integraded here that fast.
Well now to your questions,
you have to give trainers and people of an higher grade than the patient the information they want,
and it's okay to ask a person after his ID-Card,
because you have to check if the person,
who wants the information is allowed to get it.
The second point, well if it's practicable for you,
why not try it.
But inform me before you´re doing that kind of medical assistance,
just to get sure that nobody can blame you for using your ability.
Yeah the papers are in the file named 'Raphael Liskor',
you can find them in our archieve just right till the end of corridor.
I have the key and some other people in Terra,
be sure I get it back at the end of the day",


meinte er noch zur ihr, drückte ihr den Schlüssel in die Hand,
klopfte noch einmal auf ihre Schulter und verließ den Raum.
Etwas perplex saß die Vampiress da und schaute auf den Schlüssel in ihrer Hand,
dass es so einfach gewesen wäre, hätte sie sich bisweilen definitiv nicht gedacht.
Nachdem sie sich aus ihrer Verwunderungsstarre gelöst hatte, ging sie auch schon gen Archiv,
wo sie sich erhoffte, die entsprechenden Informationen zu besorgen,
mitten auf ihrem Weg hörte sie noch das Schließen eines Schlosses,
wahrscheinlich war gerade ein privates Gespräch am laufen,
schließlich gab es genug aufzudecken, was den Verrat am Squad und den Hinterhalt von New Light anging.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 07-02-2012 15:41 PM

Der Schwarzfuchs war gerade wieder am Wegdösen, nachdem es nach Mers Abgang wieder totenstill im Zimmer wurde, als sich plötzlich langsam die Tür öffnete. Koron erkannte Raphael, den Schwarzgewandten. In seinem Kopf stellte er fest, dass sich die beiden relativ häufig sahen in letzter Zeit, und insgeheim fragte sich Koron, ob der Magier wohl mit jedem Soldaten so verfuhr, die Idee wurde allerdings ob der enormen Anzahl an Individuen auf Terra schnell wieder abgeworfen. Eine Schwester, die wohl gerade nach dem Anthro sehen wollte, wurde stumm wieder nach draußen geschickt und die Tür von innen abgeschlossen, was Koron zunächst ein zugegebenermaßen unangenehmes Gefühl bereitete.

"Was soll mir schon groß auf der Seele brennen? Ich hab schon Schlimmeres erlebt als das...", antwortete Koron kalt auf die Frage des Magiers, der Blick glitt in Richtung des Fensters und verfinsterte sich ein wenig. Kurz stand Stille im raum, bevor Koron dann doch wieder das Wort ergriff. Kurz ertönte ein grelles, lautes Pfeifen in seinem Ohr, was den Fuchs kurz zusammenzucken ließ, glücklicherweise aber rasch verschwand.
"Verdammt nochmal...", seufzte er und lenkte den Blick knapp am Magier vorbei leer in den Raum, "Schöner erster Einsatz, was? Zwei von uns wurden gefangen genommen. Tech Thunder ist tot, Mi-... Ice Dog liegt im künstlichen Koma, und was mit Red Dot ist, weiß ich immer noch nicht. Und wie ich es heil da raus geschafft habe, weiß ich selbst nicht mal..."
Erneut kurz Schweigen, als der Fuchs seine Gedanken ordnen musste, er atmete einmal tief durch und sprach dann weiter, "Die beiden Verräter wurden nach ihrem Einsatz nicht erneut auf Integrität geprüft. Ich nehme an, deshalb konnten sie unerkannt hier herumrennen. Einen von ihnen haben wir vor Ort ausgeschaltet, aber was ist mit dem anderen?
Und, ich weiß nicht ob..."
, Koron zögerte kurz, erneut war er sich gegenüber dem Magier nicht sicher, was die rechte Ansprechweise war, "Sie... sich schon die Berichte durchgelesen haben... New Light hat da einiges an Technologie, was mir Sorgen macht. Sie rekrutieren und mutieren Anthros, damit sie zu Menschen werden, und anscheinend arbeiten sie an etwas, das die magischen Kräfte einer Person um ein Vielfaches verstärken kann, wenn es einmal fertig ist... Im Moment erschaffen sie damit wohl nur UIs."
Der Anthro schüttelte kurz den Kopf, bevor er den Schwarzgewandten ansah.
"Aber ich rede hier einfach so los, es wird doch mit Sicherheit einen Grund für den Besuch geben?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 07-02-2012 16:11 PM

"Den gibt es durchaus", lächelte der Magier. "Ich kann dich allerdings beruhigen - Red Dot ist körperlich unversehrt dort herausgekommen. Er war es auch, der uns informierte. Ich bin noch nicht gänzlich im Bilde... welcher von den Flammenbrüdern ist umgekommen?"
"Anbei, solange wir unter uns sind, Koron, darfst du mich gern ebenso dutzen. Ansonsten bin ich nach wie vor dein Vorgesetzter, was zumindest für den Anfang ein 'sie' praktischer macht. Ich bin mir selbst noch nicht so klar, wie ich mit dem umgehen soll, insbesondere da hier doch eher militärische Zustände herrschen. Wie du wohlmöglich weißt, bin ich noch nicht einmal einen Monat in dieser Position", erklärte er knapp.
"Was den Verrat angeht... wohlmöglich wird das Verschärfungen der Soldatenüberprüfung nach sich ziehen. Allerdings müssen wir dazu erst einmal unsere Kapazitäten analysieren..."

Es folgte eine Pause. "Die durch euer Team geborgenen Informationen sind überaus wertvoll. Die Technologie, die sie erforschen könnte möglicherweise aber auch genau umgekehrt eingesetzt werden. Sprich: Magischen Individuen ihre Kräfte rauben und somit deren Gefahrenpotenzial minimieren. Wenn man den Zielen von New Light glauben schenken darf, wäre es somit für sie möglich, jeglichen Gefangenen Feind, der eine Kategorisierung besitzt, ohne ihn zu töten auszuschalten. Das wäre für ihre 'neue Weltordnung' ebenso dienlich... Ihre aktuelle UI Fabrik ist allerdings ebenso ein Problem. Meines Wissens nach wird in Austin bereits auch von den dortigen Behörden und Militär das Hauptquartier unter die Lupe genommen. Allerdings sind wir gerade in solch einer Phase mehr denn je auf jede aktive Unterstützung angewiesen - Ich hoffe ich kann weiterhin mit deiner rechnen?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 07-02-2012 17:08 PM

Das Archiv war ein Raum mit zwei Reihen an Regalen,
die allesamt mit Akten gefüllt waren,
nur weiter vorne fand sich Platz für die neusten Begebenheiten,
jedoch schien die Krankenstation auf eine längere Geschichte der Krankheit zurückzublicken.
Da Raphaels Fall erst kürzlich geschehen war, schaute sich Alexinara in den vorderen Reihen um,
da fand sie auch alsbald eine Akte mit seinem Namen versehen.
Praktischerweise besaß das Zimmer an seinem Ende einen kleinen Tisch mit Stuhl,
wo sich Alexinara zurückziehen und die recht schmale Akte studieren konnte.
An sich befanden sich nicht viele Zettel darin,
schließlich hatte er vergleichsweise kurz auf der Station gelegen,
dafür waren die durchgeführten Tests umso interessanter für die Vampiress.
Man hatte in seinem Fall die komplette Palette an Untersuchungen,
wohl auch wegen seiner Position, ausgenutzt.
Ein CT lag anbei, das besonders den fehlenden Arm,
wo nur noch der unvollständige Gelenkteller zu sehen war,
darstellte und die Frage aufwarf,
wie Gelenk samt anderen Armstrukturen so "sauber" verschwinden konnten.
Lediglich eine Vernarbung war am Anfang des eigentlichen Armes zu finden,
was ein direkt nach seiner Einlieferung aufgenommenes Foto zeigte.
Seinen Werten nach zu urteilen hielt er sich nach seinem Fund
außer einer leichten Unterkühlung absolut im Normbereich,
Notizen des behandelnden Arztes, außnahmsweise nicht Diego,
deuteten darauf hin, dass er mehr als verwundert über diesen Zustand war.
"Stable condition....lost nearly all of his energy...",
konnte sie auf dem Krankenblatt lesen, oder eher entziffern,
"Blood results all normal.....EEG shows various brain activity......",
sie folgte den kurzen Notizen, anscheinend war dem Arzt etwas aufgefallen,
weil seine Schrift immer schwieriger zu lesen wurde,
"brain convolutions have a high rate...more than normal.....
No.....this rate is out of range...!?"

Da hörten die Notizen auch auf,
anscheinend hatte er den Fall ab da an Diego abgetreten,
oder musste zwangsweise von diesem Fall abrücken.
Die Schrift des Dingos war für die Vampiress besser zu lesen,
anscheinend hatte der Anthro, gewollt oder ungewollt,
diese Tatsache nicht weiterverfolgt.
Genau genommen fiel der Vampiress auch erst jetzt auf,
wie unkompliziert der Arzt eigentlich war,
mehr noch schien er solcherlei Tatsachen,
die jeden anderen skeptisch werden ließen,
einfach gekonnt hinzunehmen und damit Ärger vorzubeugen,
besonders, was sie und wohl auch Raphael anging.

Mit diesem Wissen und einigen anderen Einzelheiten begab sich Alexinara wieder aus dem Archiv,
sie hatte die Akte vorsichtshalber mitgenommen,
damit sie im Fall einer Aussage die Dokumente dabei hatte.
Diego hinterließ sie einen Zettel mit dieser Information,
noch wollte sie sich um die Huskydame kümmern,
schließlich mochte sie solche künstlichen Zustände absolut nicht.