Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 07-02-2012 18:27 PM

"Kane Ofbord", gab Koron auf die Frage zurück, welcher der Flammenbrüder in der Basis getötet wurde, "Ich musste ihn leider, leider hinrichten, als er mich am Ausbruch hindern wollte." Koron antwortete in einem offensichtlich gefälschten, mitleidsvollen Ton. Dass Red Dot unversehrt war, beruhigte ihn, und seine Zweifel, ob dieser auch ein Verräter war, wurde durch den Fakt, dass dieser wohl erst Terra verständigt hatte, gemildert.
Die Aufklärung über die Formalitäten und die Informationen des Teams nahm Koron schweigend und jeweils mit einem Nicken zur Kenntnis, bis die Frage des Magiers nach Korons weiterer Unterstützung aufkam.
"Die Sache mit New Light wurde gestern Nacht persönlich, allein das ist für mich schon Grund genug, bei der Sache zu bleiben", erklärte der Anthro mit einer leicht verfinsterten Stimme und hassvoller Miene, die sich jedoch für den nächsten Satz wieder auflösten, "Aber selbst wenn dem nicht so wäre, würde ich natürlich weiter hier bleiben und für die ISF kämpfen. Es fühlt sich gut an, mal für einen richtigen Zweck zu arbeiten als bloß Geld. Außerdem hat es mir die Ausbildung in der Magie sehr angetan." Den letzten Satz schloss der Fuchs mit einem schwachen Lächeln ab, während er dem Magier wieder in die Augen schaute. "Erstmal muss ich aber wieder auf die Beine kommen. Keine Ahnung, wie ich es gestern überhaupt bis zum Helikopter geschafft habe, aber mit Kämpfen und Herumrennen ist gerade nicht viel."


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 08-02-2012 10:13 AM

"Das ist nicht das Problem - Erhol dich ruhig völlig, und mach' dir dabei keinen Stress. Denn ein nur halbwegs genesener Soldat ist alsbald auch ein halbtoter Soldat." Raphael erhob sich. In Gedanken ging er gerade durch, dass er unbedingt die Berichte und Informationen aus der Austin-Basis studieren müsste.
Eine Geste gen Tür machend ertönte erneut der Schnappriegel des Schlosses, welches nun geöffnet war. "Falls du etwas brauchen solltest, frag einfach einen der Schwestern oder Ärzte."
Der Magier verlies auf diesen Worte hin den Raum. Vor der Tür stehend sortierte er die Reihenfolge seiner Ziele. Als nächstes war Thomsen dran, welcher laut Aussage von Norten Trendor bereits auf dem Trainingsgelände unterwiesen wurde.

Etwa eine halbe Stunde war vergangen, Thomsen hatte er bisher noch nicht finden können. Seine Ausbilder hatten ihn zunächst auf sein Zimmer geschickt, hatte er sich doch heute sehr verausgabt. Nachdem er die Zimmernummer erhalten hatte, irrte der Schwarzgewandte durch die Korridore auf der Suche nach eben jenem Raum. Nach einer kleinen Odysee hatte er es schließlich doch noch geschafft. Auf dem Gang war es recht ruhig, so hörte man das Klopfen deutlich.
Es kam keine Antwort.
"Thomsen, ich bin's, Raphael." Langsam legte sich seine rechte Hand an den Türgriff. Die elektronisch verriegelte Tür konnte er glücklicherweise mit seiner ID-Karte entriegeln. Im Raum selbst war jedoch niemand. //Wo steckt dieser Junge nur?//
Seufzend trat er langsam den Rückweg an. Wieder an der frischen Luft wanderte sein Blick in Richtung einer Uhr. Es war bereits kurz nach 12. Die Zeit auf der Insel, insbesondere wenn man jemanden suchte, schien doch schnell zu vergehen. Kurz entschlossen brachten seine Beine ihn zurück zu seinem Büro - er wollte noch einige Papiere und Akten für die Anhörung zusammenräumen.

Mit diesen unterm Arm, schloss er hinter sich sein Büro ab. Als Rezlan seinen Aufbruch bemerkte, bat sie ihn kurz zu warten - sie würde mitkommen.
Der Raum für die Anhörung lag im Justice-Department. Diese Abteilung hatte auch speziell gesicherte Gerichtsäle, welche bei der Verhandlung mancher Terroristen gern genutzt wurden.
Der Anhörungssaal war ähnlich aufgebaut, allerdings mit weitaus weniger "Zuschauerreihen". Bei der "Anklagebank" half seine Sekräterin dabei die Akten auszubreiten, welche Raphael mitgenommen hatte.
Noch waren sie allein hier, doch war es auch noch Mittagszeit.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 09-02-2012 22:34 PM

Alexinara betrat das Zimmer von Milia,
die Geräusche von medizinischen Geräten erfüllten den Raum.
Sie checkte kurz die lebenserhaltenden Systeme,
Vitalzeichen und etwaige andere messbare Werte, ehe sie sich ihrem Vorhaben zuwand,
glücklicherweise lag dort schon eine Transfusion für den Anthro bereit,
welche sie auch gleich nutzen wollte.
Zwar war es ihr theoretisch möglich, per Blutmagie etwaige Körperheilung anzufachen,
doch das würde ihre eigenen Kräfte stark angreifen,
was sie auf Terra möglichst eindämpfen wollte,
da sie nicht unbedingt gleich schon als Blutsauger extrem auffallen wollte.
Mit einer Handbewegung sammelte sie das Blut aus dem Beutel außerhalb dessen in einer Kugel,
das Blut blieb in der Luft ständig in Bewegung und nahm Formen an,
die alsbald auch wieder in sich zusammenfielen.
In voller Konzentration wechselte Alexinara den Strom in Richtung von Milia,
langsam strömten winzige Blutströpfchen in ihren Körper hinein,
dafür nutzen sie offenen Zugänge oder die Haut,
durch welche sie hindurch in die Blutbahn gelangten.

Nach diesem kurzen Kraftakt nahm sich die Vampiress Zeit, die Vitalzeichen nochmal zu überprüfen,
und tatsächlich waren Herzfrequenz und Blutdruck ob der magischen Hilfeleistung angestiegen.
Ihr Körper arbeitete nun deutlich schneller am Zellneuaufbau,
was dazu führen sollte, dass den Abend noch,
oder spätestens nächsten Morgen die Wunden größtenteils verschlossen sein sollten.
Sicherlich war die magische Art der Medizinunterstützung anders,
aber Wunder bewirken konnte es sicherlich nicht,
sofern das Trauma des Verrates und der Verletzungen zu groß war,
konnte das Koma noch andauern.
Die Ärztin machte eine Notiz an Diego fertig,
die sie ihm zuschob, während er mit einer handvoll Akten an ihr vorbeieilte,
dort erklärte sie im Detail, was sie genau magisch gemacht hatte,
damit ihr Kollege auch im Bilde war.

Die wichtigsten Unterlagen unterm Arm machte sich Alexinara gegen halb zwölf auf,
zog sich wieder Alltagskleidung an und machte sich auf den Weg.
Nach einigen Anfragen wurde ihr auch der Ort des Verhörs mitgeteilt,
gerade betrat sie den Raum,
als sie Rezlan und auch Raphael entdeckte.

"Grüße. Wissen wir schon, wer alles zugegen sein wird?",

fragte sie in die Runde, während sie ihre Papiere auf einem leeren Stuhl ablegte,
dieser lag in der Reihe direkt hinter dem Sitzplatz ihres Vertrauten.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 10-02-2012 00:03 AM

Die Bewohner der Insel taten sich bereits seit einiger Zeit gütlich an dem heutigen Menü. Lor schaute auf die Uhr, es war jetzt zehn vor eins. Nach dem Mittag stand Teller wäschen und Küche auf Vordermann bringen an.
13Uhr war Raphaels Anhörung. Er zog leicht angespannt die Brauen zusammen und räumte auf seinem Arbeitsplatz auf. Über den Verlauf und Gut und Schlecht wollte er gar nicht nachdenken, das würde alles seine Wege gehen, da vertraute er Raphael genug, schließlich hatte er schon genug Situationen gerettet, gerade erst die mit Frau Winter, dem BND und ihre Einreisemöglichkeit nach Deutschland, wenn man so wollte.
Das Blauhaar war ein wenig in Aufruhr, nicht wissend, ob er zugeholt wurde oder nicht. Er würde es ja gleich wissen dann.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 10-02-2012 16:54 PM

"Noch nicht, aber ich denke, das entsprechende Komitee wird geschlossen zu uns kommen...", antwortete der Magier knapp, als die Vampirin in den Raum stieß.
Kurz vor 12 war es, als eine Gruppe von fünf Männern über einen zweiten Zugang den Raum betraten. Für einen jeden war Platz auf der Richterseite. Direkt neben dem Vorsitzenden saß Norten Trendor.
Das könnte durchaus interessant werden.
Derweil fanden sich noch weitere Personen ein, darunter der Hasen-Anthro, welcher Pilot mancher Einsatzmaschine war, Dr. Carmec, sowie Black Ice und Mind. Ob noch weitere Personen geladen waren, war noch nicht abzusehen.
An jedem Eingang bauten sich zwei Soldaten der ISF auf, und schlossen auf ein Zeichen des Vorsitzenden die Türen.

"Today the hearing of 'Raphael Liskor' about the proceedings of the atomic-attack-day. Please get in front of us."

Der Schwarzgewandte stand auf, und begab sich auf den 'Verhörstuhl'. "Good day, Mister Liskor, I am Mister Callen, chairman of these court. At first we will talk about your personal information."
Raphael nickte nur.
"Your name is Raphael Liskor, codename: 'Black Magician'? "
"Correct."
"Your are born on april, the 14th 1985 in Hamburg?"
"Yes."
"When do you become a member of the ISF?"
"Since October 2015 I am member of the ISF. At first as a DSU, four years later I got a permanent part of the Squad D-01."
"In according to the records, you were first catogrized as a Cat C, three years later as Cat D, is this correct?"
"Yes, it is."
"What about your skills?"
"As my codename says, I've mastered the magic itself, and can manipulate this energy in many ways. So I can also use different elements for attack or defense as well as for example teleportation. A kind of flying, called levitating, is also possible for me."

"Six days ago, on september the 20th, there was a code 601 after an operation in London. What can you say about it?"
"At first, I was negative suprised. After all it seems, that the assault on the palace and the royal family was a kind of diversion. I got to terra early after this and... there was the beginning. I couldn't understand how, but a very fast atomic missile was launched against this island. The first defending measures failed, because of a new weapon-shielding technology. So it was only possible to slow down the target, but not to stop it this way."
"So you have decided to evacuate all personal, and try another way?"
"Yes. It was a big risk, but I have known - if this missile hits the island, no one could effectivly stop 'New light'. To stop this threat, I have used my levitating skills and an empty helicopter, and let collidate this hind with it."
"But this didn't stop it, right?"
Raphael machte eine kurze Pause. "This is correct. It has only slowed down it heavily. I used my skills again, to follow it, and hit it with some kind of energy blast. It was effectivly enough to shoot it down."

"Til here everything is alright, but what about the things after this happening? What about the low radiation level and your lost left arm?"
"Maybe you know - even matter itself is a kind of energy. I've used my own body to fill up my usable energetic level, because I could'nt get far away that much. With this power I was able to stand against the atomic explosion long enough. I can not say, what happened after this, because I have lost my consciousness."
"I see..." Der Vorsitzende nahm ein Papier vor sich, und schaute angestrengt mit seiner Brille darauf. "You regain your consiousness two days after this incident."
"Yes."
"You're released. Now we want to hear Dr. Carmec about the last categorization."
Der Magier stand auf, und schritt zurück zu seinem Platz, während der ältere Psychologe sich auf den Anhörungsstuhl setzte.

Nachdem die Personalien von ihm obligatorisch geprüft wurden, kamen die ersten Fragen.
"Since some years an SCT is given regular to proof the strength of the units better. What's about the tests of Mister Liskor?"
"An SCT is mostly adapted to each individual. For an magician like him it is always complicated to test his hole strength, cause of his many possibilities. At last, we gave him a Cat D cause of his not endless power. He must refill it."
"But on the other hand he is the strongest categorie D individual of the squad D-01?"
"No, he -was- the strongest, but now he has no regular place in this unit any longer. But before his promotion - you are right."
"What do you think about his mind?"
"I think, after all this years he had served this organisation loyal and that he deserve his new position."
"Have you ever seen him as a threat?"
"Of course. Each individual, which is proofed by the psychologics will be treated as a possibile threat. This is daily business, so that we can get the most cautious estimation."
"Thank you. Now we want to hear Lumas Sakosh."

Nachdem bei Black Ice ebenso die üblichen Fragen geklärt waren, ging es bei den Details eher um das Squad.
"What do you think about Mister Liskor?"
"At first he was just a new guy in our fresh unit. After our first mission, I have seen some of his magic power. He could also freeze water, as I could and even more. Some combination had left a deep impression to me. It was very interessting and also... frightening."
"So you were scared of him?"
"No really scared, maybe at first. But after some talk and operations, this turned into respect. He is a reliable guy with huge power, which he uses in a very interessting way. Also he had never let personal differences into an operation - a good professional one."
"You are also a Cat D - If you compare your powers, do you think his category fit him most?"
"I don't really care. Each one has his own skills - Some more in magic, other in thinking and tactics, and other maybe in construction. Everybody is important, so I never regret to be with him in one team. Quite the contrary: For me it was always a pleasure to have him as reinforcement."
"Thank you very much. Now we want to hear Julia Zun."

Das Lumas so ihm gegenüberstand war ihm bisher nicht sonderlich aufgefallen. Sicherlich hatte man stets gegenseitigen Respekt, doch war das für Raphael selbstverständlich. Dass er sich nicht auf eine Diskussion über seine Kategorie bei der Anhörung einlies, zeugte ebenso davon, dass er dieses Schemadenken nicht unbedingt unterstützte.
Die angegriffenen Gesichtszüge des PSI-Talents zeugten noch von Trauer. Ein seltsamer Glanz lag in ihnen.

"You have lost a comrade last night - do you think you are able to answer our questions?"

"...Yes."
"You've also worked a long time together with Mister Liskor in one team. What do you think about him?"
"He is a mystery to me. You know I am able to read the mind many people, even the most Cat D individuals. Besides Mimic... with a copy... of myself... only he could stand against my powers. And this from the beginning. I'am not sure if this is a kind of shielding technique or it has a more biological reason. A kind of psi-immunity maybe. But anyway it makes me ... unconfident."
"Was it the same all the time?"
"No, some month after we get together in one team, I have feeled better in his area, because I couldn't read his mind. Call it an illusion but for some moments I feel normal then. But.. the last days changed everything."
"What do you mean?"
"I have found out on what his power depends. And I ... wished he died instead of Maltas."
"What do you talking about?"
"His power is based on some kind of comparisson. He has the skill to reanimate Maltas, but can't do it until someone sacrifice hisself! He has so much power, and he and his friends are afraid of the time, someone would find out! It seems, he don't wanna be a Cat E!"

Etwas Unruhe legte sich über den Saal. Für den Richter war es ein leichtes bei dem Gemützustand von Mind wichtige Informationen aus ihr regelrecht herausplatzen zu lassen... Gerade deswegen wurde sie wohl auch eingeladen.
"I know, what you think! I know it! He scares you, right? He control something, which isn't understand right now, is it? So take him in prison! Force him to let all his powers free! Let the power of life free..."
Hörbar traten wieder Tränen in die Augen des Psi Talents, ehe sie sich ruckartig von dem Stuhl erhob und mit einem verzweifelten Gesicht zu dem Magier blickte.
Keinen Augenblick später schwebte Raphael gezwungen von Psi Kräften in der Luft. Mind zog ihn zu sich heran. "Let him live!" Im Affekt schleuderte eine weitere Wirkung den Schwarzgewandten gegen eine der Wände. Lumas stand sofort auf, und versuchte Mind zu umfassen und zu beruhigen.
"Calm down, Julia!" - "No!" Eine weitere Wirkung schleuderte Black Ice weit nach hinten. Eine Art Psi-Feld hatte sich um die blasse Dame gebildet, sodass sich ihr keine Materie näher konnte.
Langsam kam derweil Raphael wieder auf die Beine und schaute zu ihr. "Give him back!" Eine weitere, unsichtbare Wirkung ihrer Kräfte drohte den Angeklagten zu treffen, doch ein entschlossener Blick, und eine vorgestreckte Hand, welche sich zunächst zur Faust ballte, und dann ruckartig öffnete, lies Mind taumelnd zusammenfahren.
//Ich kenne dein Schmerz, Julia...// Eine Rückkopplung und Umleitung der Psi-Kräfte von ihr hatten die vernachlässigte Defensive ihrerseits durchschlagen, und direkt ihren Geist getroffen.

Von einigen Anwesenden ISF-Soldaten wurde sie sogleich in Gewahrsam genommen und abgeführt.
Die restlichen Anwesenden brauchten einen Moment um sich von dem ersten Schock zu erholen. Mister Callen beendete die Sitzung knapp, und verlies überhastet mit einigen seiner Abteilung den Raum. Ein seltsamer, leicht misstrauischer Blick warf Norten Trendor dem Quasi-Angeklagten zu, bis er schließlich auch den Raum verlies.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 10-02-2012 17:17 PM

Die Anhörung hatte Alexinara mit wechselnder Stimmung verfolgt,
so war der Part mit den persönlichen Daten der eher leichtere gewesen,
bis nacheinander alle Zeugen aufgerufen wurden, blieb die Untote ruhig sitzen.
Da sie sich der Tatsache bewusst war, nicht unbedingt gleich wieder negativ aufzufallen,
blieb sie zunächst einfach nur sitzen und beobachtete den Prozess,
Dr. Carmec gab seine Aussage zu Protokoll, anschließend Black Ice,
danach folgte Mind, welche die Vampiress kurz innerlich zusammenzucken ließ.
Man merkte ihr an,
dass sie den Verlust ihres Kampfgefährten noch nicht verdaut hatte,
mehr noch war sie in der Lage, einige markante Dinge auszuplaudern,
die man in ihrem aktuellen Zustand wahrscheinlich viel zu leicht herausbekommen würde.
Was sie befürchtet hatte, trat auch alsbald zutage,
in einem emotionalen Ausbruch sprach sie von Raphaels starken Kräften,
gab damit dem Richter genug Ansatzpunkte an die Hand,
und wünschte sich gleichfalls Raphaels Tod statt den von Mimic.
Auch wenn Alexinara sofort eingreifen wollte,
als der erste Schlag gegen Raphael kam, zwang sie sich zum Sitzen,
er würde schon richtig reagieren,
zur Not könnte sie immer noch eingreifen.

Wie erwartet war Mind in ihrer Unachtsamkeit und Kontrolllosigkeit durch ihren Vertrauten schnell angreifbar geworden,
sie wurde aus dem Saal entfernt und die Richtermeute folgte dem Aufbruch.
Norton Trendor, der auf Seiten der Richters gesessen hatte, folgte ebenfalls.
Erst einen stillen Moment später stand die Untote auf und ging zu Raphael hinüber,
vom äußeren Erscheinungsbild her hatte er keinen Schaden davongetragen.

"Geht es dir gut?",


erkundigte sie sich nochmal vorsichtshalber und schaute ihn besorgt an,
gerade jetzt konnte die Situation in eine empfindliche Richtung kippen,
welche nun durch Minds Aussage auch noch etwas an Feuerkraft bekommen hatte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 11-02-2012 12:53 PM

Die menschlichen, runden Ohren zuckten, Lor hob reflexartig den Kopf und schaute nirgendwo hin. Henny beobachtete ihn aufmerksam.
"Ya feel somethin'?"
Er antwortete nicht, reagierte erst, als ihm eine Hand auf die Schulter gelegt wurde und das Schwarzhaar zurück in das Jetzt holte.
"What?"
"Go." Der Koch lächelte und nahm ihm den Lappen aus der Hand.
Lor schaute ihn nochmals an, nickte dann knapp und zupfte das Band der Schürze auf, die sein Kollege ihm lachend aus der Hand zupfte.
"And don't come back right now!", rief er ihm noch nach.
Die rothaarige Köchin anbei guckte verwirrt hinterher.
"What happened?"
"I think he felt about something, I know this special shimmering in eyes of someone who can feel magic an' things."
"Ah, wasn't just now the interrogation of Mister Liskor, chef of the ISF?"
"Oh, damn, ya right!" Er sah zur zuwippenden Tür. "Hope everything's alright."

Um den Soldaten machte sich Lor gar keinen Kopf, auch nicht um die anderen Blicke der hier Anwesenden, die noch verspätet zu Mittag aßen, er warf nur einen Blick über die Schulter und wagte es dann.
Die kräftigen Sprunggelenke stießen ihn im Sprung nach vorn, und als er mit den Händen auf dem Boden aufkam, waren sie zu weißen Pfoten geworden. Der schwarze Krasáne mit den weißen Beinen und dem blauen Aalstrich von Kopf bis Schweifspitze sprintete durch die glatten Korridore davon und hinterließ bei jeder Kurve ein leicht quietschendes oder kratzendes Geräusch, wenn seine langen Krallen über den Boden wischten.
Per Gedanken hatte er seinem Wachmann mitgeteilt, wo er hin wollte, damit dieser ihm nachfolgte. Mit der aktuellen Geschwindigkeit hatte er seine Probleme und Lor wusste - verzog grinsend die Lefzen -, dass er nicht nachlief, sondern ganz gemütlich ging.
Es dauerte nicht lange, bis er mit der Nase und seinen Sinnen den Raum gefunden hatte, wo er hin wollte. Vorher bremste er und tappste platzmachend um eine Gruppe herum, die gerade die Psi-Dame abführte. Sie wehrte sich heftig und weinte, schrie teilweise. Als sich ihre Blicke trafen, war sie einen Moment still. Der Augenblick verging. Und das Theater ging weiter.
Brachten sie sie in den Gefängnisbereich...? Was war passiert? Er konnte sich denken, anhand dem, was in der Luft stand, dass sie außer sich war, getroffen vom Verlust des Geliebten.
Die zweifarbigen Augen wischten fix zurück in die Richtung, wo er hin wollte, scheinbar war die Versammlung vorbei, denn der Rest an Leuten zerstreute sich auch gerade. Der langbeinige Wolf erwiderte den undeutbaren Blick des Präsidenten, der den Kopf schüttelte und dann verschwand.
Er lief eiligst hinüber und stellte sich auf die Hinterbeine, um die Tür vorsichtig zu öffnen. Die noch Anwesenden schauten herüber, nachdem er eintrat und sie wieder schloss. Der Soldat sollte gefälligst draußen bleiben, wenn er da war.
Lor tappste zu den beiden hinüber.
//Alles in Ordnung? Was ist passiert?//
Er sandte mit seinen Worten mit, dass er wusste, was geschehen war bezüglich Julia, weil er sie gesehen und das gespürt hatte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 14-02-2012 09:39 AM

Zunächst blickte der Magier zur Vampirin hinüber, die näher getreten war, anschließend zu Rezlan, der ein Schock noch ins Gesicht geschrieben stand. "Ja, mir geht es soweit gut."
Kaum war das letzte Wort verklungen, öffnete sich die Tür zum Saal erneut, und eine vertraute, gewandelte Gestalt kam hinein.
//Nun, Julia hat ein wenig... geplaudert und hat mich dabei angegriffen. Von ihr wissen sie nun einiges über mich, allerdings weiß ich nicht, ob alle Richter ihrer emotionalen Aussage Glauben schenken. Das Problem dabei ist wohl eher Norten Trendor.//

Einige Schritte führten den Wächter zurück an seine Anklagebank, wo er der blauhäutigen Dame half die verstreuten Dokumente zusammen zu sammeln. Einen Augenblick lang hielt er inne, und starrte das Holz vor sich an. Die Miene verzog sich zu einem ernsten Ausdruck. "Mit Mimics Eleminierung haben sie unsere inneren Strukturen erheblich geschwächt. Es wird Zeit zurück zu schlagen. Rezlan? Ich denke das hier schaffen sie auch ohne mich."
Stumm nickte die Aquarianerin, ehe sich Raphael in Richtung der Tür begab und noch einmal zu den anderen zurücksah. "Macht mir ja keinen Ärger", lächelte er, ehe das Klacken des Schlosses seine Abwesenheit verriet.

(An dieser Stelle würde ich gern einen größeren Zeitsprung von etwa 14 Tagen einwerfen - wenn jemand noch posten möchte / weitere Geschehnisse direkt beschreiben, kann er dies gern tun - Alternativ kann man nach dem Zeitsprung auch eine Zusammenfassung der letzten Ereignisse bei den jeweiligen Charakteren schreiben)


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 14-02-2012 10:06 AM

(Bin ich mit einverstanden, ich mache mal den Anfang)

Raphael ließ die anderen im Saal stehen und ging seiner Wege,
erneut fragte sich die Vampiress, was in seinem Kopf wohl vorging,
hatte er sich doch so entschlossen geäußert.....


Es waren einige Tage ins Land gezogen und Alexinara hatte sich auf ihren Job auf der Krankenstation vollauf einstellen können.
Nach dem Verlust von Mimic schien Terra in eine Art Schockzustand geraten zu sein,
was vor allem die Anzahl an Einsätzen deutlich einstürzen ließ.
Dadurch war es aber der Vampiress möglich, sich auch etwas intensiver mit ihrer Arbeit und auch Terra auseinander zu setzen.
Binnen weniger Tage hatte man Koron wieder entlassen,
jedoch mit der dringlichen Bitte, zunächst erstmal Aufbautraining zu machen,
bevor er wieder in einen Einsatz ging.
Milia war nach einem Tag von Alexinaras magischer Behandlung aus dem künstlichen Koma herausgeholt worden,
ihr Bericht über den Verrat war zügig notiert und in diesen Fall mit aufgenommen worden,
auch wenn der Schmerz dieses Schlages noch sehr tief saß.
Alexinara hatte sich persönlich um ihre Genesung gekümmert,
was auch alsbald seinen Effekt zeigte.
Die Huskydame erholte sich schnell von ihren Verletzungen,
und nach zehn Tagen bei Bewusstsein durfte auch sie die Station verlassen,
ebenfalls mit der Bitte, erst einmal Aufbautraining einzubeziehen,
bevor sie sich zu einer Mission melden konnte.

Die Tage waren schnell vorbei gegangen,
auch wenn wenig los war, wusste sich die Untote immer zu helfen,
inzwischen machte sie sich auch die Mühe, Diego wirklich zu finden,
ehe sie sich wieder eine Akte in die Hand drücken ließ.
Von Mal zu Mal gelang ihr das auch besser,
man mochte meinen, sie erspürte seinen Aufenthaltsort,
was sie auch bisweilen nutze, nur um ihn kurz sprechen zu können.
Hin und wieder ließ sie sich aber auch in der Kantine blicken,
wo sie den Kochkünstler Lor immer wieder von seinem geschäftigen Treiben wegzerrte,
um zumindest einige Augenblicke in Ruhe irgendwo in einer verschollenen Ecke Terras zu verbringen.
Raphael war in dieser Zeit schwer beschäftigt gewesen,
was Alexinara immer wieder zu ihrer Frage zurückbrachte, was er nun vor hatte,
jedoch entschied sie sich zu warten,
da er wahrscheinlich selbst schon noch erklären würde,
was er genau machen wollte.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 14-02-2012 16:58 PM

Erschöpft verschnaufte der Schwarzfuchs neben der Aschebahn auf dem regulären Trainingsgelände Terras. Er war heute einige Runden gelaufen, als nächstes war Krafttraining an der Reihe, um seine Muskeln, von denen einige in Mitleidenschaft gezogen wurden, wieder ordentlich aufzubauen. Das Aufbautraining tat ihm gut, wenngleich Koron es nicht sonderlich mochte. Die Vampirschwester beharrte jedoch darauf, dass es sein musste, bevor er sich wieder in einen Einsatz stürzte. Eine gewisse Person machte es seit vier Tagen zumindest etwas erträglicher, wenn man zusammen seine Runden lief.
"What's the matter, big guy, already done?", stichelte Milia, die noch verspottend kleine Runden um Koron herumjoggte, der nur verspielt abwinkte.
"You keep talking, I've already been running a couple laps before you came up", lachte der Fuchs erschöpft.

Er war froh, dass die Huskydame wieder auf den Beinen war. Die letzten Tage hatte er sie jeden Tag kurz besucht und war schon beim ersten Mal froh, als sie doch nicht wie versprochen im Koma lag. Sie unterhielten sich zunächst ständig über den Einsatz, wechselten jedoch bald die Themen, als beide erkannten, wie unangenehm es ihnen eigentlich war, über diesen Fehlschlag zu reden. Stattdessen erkundigten sie sich über die Vergangenheit des jeweils anderen. Milia hatte offenbar früher in einem Supermarkt in Austin als Kassiererin gearbeitet, bis sie von ihren Kräften erfuhr. Ihre Eltern waren wohl nicht sonderlich begeistert, dass sie in einen militärischen Beruf einstieg, unterstützten sie aber trotzdem. Koron erzählte ihr im Gegenzug auch etwas von seiner Vergangenheit, auch wenn es ihm an manchen Stellen sichtlich unangenehm war. Er ist viel gereist, erzählte er ihr, seine Eltern wären bei einem Überfall ums Leben gekommen, seine Schwester verschwunden. Wie er auf seinen Reisen Geld verdient hatte? Oh, naja... ziemlich genau so, wie er es nun auch tut.

"Ach bitte, Koron. Sie hat Recht, das kannst du doch besser", kam eine Stimme von der Seite. Offenbar war Mer gerade unbeschäftigt und sah mal nach einem seiner Schützlinge. Koron schüttelte bloß leicht lachend den Kopf und richtete sich endlich auf, noch immer etwas schnaufend. Milia schaute den Polarfuchs bloß mit einem leicht fragenden Blick an.
"Wie läuft es mit dem Training, Koron?"
"Jeden Tag besser."
"Gut zu hören. Was denkst du, bist du bereit für deinen offiziellen Kräftetest?"
Der Schwarzfuchs musste kurz nachdenken. War er schon bereit, sich wieder Extrembelastungen auszusetzen?
"Ich bin mir nicht ganz sicher."
"Ich aber. Ich habe deinen Kräftetest für Übermorgen angesetzt. Zwei Wochen Aufbautraining sollten eigentlich genügen."

"If ya guys are tellin' gossip 'bout me at least do it in a language I can understand", warf Milia in das kleine Gespräch ein, ihr Lächeln verriet, dass die Bemerkung wohl eher scherzhaft gemeint war.
"Sorry, Miss Lethe. We were talking about a special meeting Mister Fhang will have to attend in two days", antwortete Mer ihr rasch. Er erwähnte den Kräftetest wohl absichtlich nicht, da sie bereits mit Koron unterwegs war und wohl davon ausging, dass er ihn schon hatte, wie es üblich war. Der Schwarzfuchs wollte da nicht reinreden.
Mer verabschiedete sich rasch, da er wohl noch zu tun hatte, und Koron und Milia machten mit ihrem Training weiter.
"I bet I'll lift more than you."
"We'll see about that."


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 15-02-2012 00:04 AM

Lors Ohren stellten sich gerade auf, er winselte kurz und verzog dann die Lefzen zu einem Lächeln, bevor der Magier verschwand. Wenn er einen Plan hatte, wurde das wieder sehr interessant. Mal schauen, was dabei herauskam.

Die nächsten Tage waren irgendwie atemberaubend belanglos. Den Folgetag vergnügte er sich wieder in der Küche, und am nächsten war zumindest sein linkes Handgelenk endlich wieder einsatzbereit. Nur Sean sorgte väterlich dafür, dass er es auch ja nicht übertrieb mit der Pistole.
Der Wachmann - oder ein anderer Schichthaber - folgte ihm auf Schritt und Tritt, bis irgendwann wohl jemand ihn abzog. Wer es gewesen war, wusste das Blauhaar nicht, aber es war äußerst befreiend. Genau wie wieder seinen Raum zurück zu haben, natürlich mit nächtlichem Türvorsteher und braver Zu-Bett-geh-Zeit.
Nach vollständiger Heilung der rechten Hand fand er sich häufiger auf dem Schießplatz oder in der Halle, wenn das Wetter weniger einladend war und heftige Herbststürme über die britische Insel fegten. Ansonsten spielte er mit seinen Kollegen Schach, half in der Küche, es fand sich immer etwas. Ab und zu fühlte Lor sich dennoch beobachtet und wusste auch, dass garantiert noch jemand manchmal nach ihm schaute, aber lieber so, als den ganzen Tag einen mürrischen Menschen am Hintern kleben zu haben.
Manchmal wünschte er sich, endlich den Test hinter sich zu haben, auch um aus dem Feuer zu kommen, aber vor allem wollte der Krasáne endlich raus und etwas tun. Dass immer mehr Einsätze wegbrachen, tat ihm innerlich weh. Alles wegen diesem einen Verlust... Er würde lieber helfen, statt dumm herum zu sitzen, während New Light seinen Schlag feierte und vorwärts kam. Die NGEO hingegen lief gerade rückwärts.
Es waren jetzt bereits zwei Wochen rum, seitdem sie Raphael verhört hatten. Energisch schlug Lor die Fäuste auf die Sessellehnen und stand auf.
"Where ya goin'?"
"Dunno, somewhere. I'm sick of sittin' around!" Das Blauhaar drehte sich um. "You, too, am I right? You don't want to just shoot every single day down in this hall, do you?" Ohne Antwort abzuwarten ging er seines Weges, Sean rief ihm noch nach.
"Wait! Don't do anything stupid!"
"Lemme go."

Zielstrebig suchte der Krasáne seinen Weg, ursprünglich nirgendwo hin, aber letztlich landete er vor Norten Trendors Büro.
Der Wachmann dort beobachtete ihn sofort; Lor überlegte, ob es wirklich klug war, hier irgendetwas anzubringen. Nein. Der gute Mann hatte wahrlich genug zu tun. Und er wusste nicht zu deuten, wie das Kopfschütteln damals an dem Tag gemeint gewesen war.
Unverrichteter Dinge zog Lor ab, kam allerdings nicht sehr weit, denn an der nächsten Ecke begegnete ihm der Präsident doch. Er war gerade auswärts gewesen.
"Ah, my precious apprentice."
"What the f... What?!"
Er lachte. "Don't mind. What are you doing here?"
"I was wanderin' 'round cause I have nothing to do but thinking about New Light rising while we're falling." Der Ernst in der Stimme ließ keine Fehlinterpretationen zu.
Sein Gegenüber zog die Brauen zusammen. "Guard your tongue! We cannot rush into something right now."
"I know. That's why I didn't knock on your door."
Norten Trendor winkte ihn mit sich und ging in die Richtung, aus der er kam. Lor folgte ihm, schloss auf und beobachtete die Leute im Gang, während sie schweigend durch die Korridore schlenderten.
"So what you're proposing?"
"I'm not in the place for anything like that. I just get sick of sitting around useless."
"I know what you mean, young man - "
"Correctly I'm older than you."
"Pardon. I was like you, many years ago when I came here. Many things have changed since these moment, but - ever I wanted to fight the ones threatening other and the peaceful life."
"And now nothing can be done."
"Yes." Der ältere Herr seufzte und sah aus dem Fenster. Unten trainierten ein paar Soldaten in Magie oder ihren Körper. "Look out. Everyone is fighting, every minute they're awake. Even so, everyone is scared."
Lor trat etwas vor und schaute ihn mehr an. "Let me help! Please."
Norten Trendor erwiderte seinen bittenden Blick und schwieg. Das Blauhaar behielt die kraftvolle Pose.
"Yes."
"I know that Mimics Death caused much trouble and I see how the soldiers are shaking while speaking of it. It's horrible. Why can't anyone bring back hope into these floors and halls?"
Der Präsident legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Could it do someone who have killed many people in order from our enemy?"
Lor wand sich unter seinem Griff hervor, schlug lautstark gegen das Fenster und stützte den anderen Unterarm auf das Geländer. Die Stirn ditschte an die Scheibe.
"I'm not proud of my past. I can't take this distrust anymore!" Die weinerliche Stimme zitterte. Blutige Tränen rannen ihm die Wangen herunter und tropften farbige Flecken auf den Boden. Umstehende blieben stehen oder schauten unauffällig herüber.
Bis auf das Schluchzen war es still geworden in dem Gang.
"You want to fight this much?"
"I want to life. I want to... You don't know what it means to be controlled and in danger every single second. I hated it so much... And when I came here, there was hope. But slowly... it's fading..."
Er packte das nicht mehr. Der Kopf sank auf die verschränkten Armen auf dem Holzgeländer. "I'm sick of being monitored..."
Stille legte sich über die Atmosphäre.
Die angelegten Ohren zuckten kurz, als sich nach einer Weile eine Hand an sein Schulterblatt legte. Der Krasáne sah auf, die Augen gerötet.
"I want you to say the truth now. What categorie are you?"
Die Schweifspitze am Boden zuckte. Die umstehenden Menschen und Wesen hatten es plötzlich sehr eilig, das Geschehen zu verlassen, wenn nicht sowieso der Großteil schon vorher langsam gegangen war.
Lor zupfte ein Stofftaschentuch aus seiner Hosentasche und wischte sich das Gesicht sauber, dann sah er auf, Zittern im Blick, aber rückkehrende Standhaftigkeit.
"I'm an E."
Der Präsident nickte langsam. Er schaute aus dem Fenster. "And Mister Liskor?"
Das Blauhaar schluckte und schloss die Lider. "He is, too. Julia said the truth."
"No."
Überrascht sah er auf. Norten Trendor lächelte leicht, die Augen noch immer draußen, bevor er den Kopf drehte.
"You're D. You both." Er kam ihm ganz dicht, zerrte ihn halb an seinem Oberteil heran, plötzlich eine aufkeimende Aggression bei sich, und zischte fast in sein Ohr. "I can't lose more good men! Not now!" Der Mann stieß ihn energisch zurück und hob das Kinn. Ein kurzer Moment Schweigen.
"Don't disappoint me. And don't betray me. I will hunt you until the end of your life and - this is a promise."
Mit trockener Kehle nickte der Krasáne langsam.
"Noone will hear about this."
Rasch nickte er nochmals, verneigte sich, dass die Haare zur Seite vorflatterten. "Of course!"
"Noone. But one thing." Jetzt kehrte das väterliche Lächeln wieder zurück. "You're not my slave, if you think now. Go and take your registration. I want you to head out fast."
"Yes, sir." Lor behielt Haltung in vorgebeugter Pose. Nachdem nichts weiter fiel, kam er langsam hoch, bekam ein Nicken und zögerte kurz, dann drehte er sich um und verschwand rasch.
"Wait."
Der Krasáne hielt inne, wandte sich nicht zurück.
"Don't die. Like him..."
Lor sah überrascht zurück, doch der Präsident war bereits gegangen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 15-02-2012 09:59 AM

Die Tage vergingen, und es war seltsam ruhig auf der Basis. Sicherlich gab es den üblichen Alltagsstress, aber hatte Raphael weder etwas von den Richtern, noch vom Präsidenten gehört bezüglich der letzten Ereignisse.
Insgesamt war ihm das durchaus angenehm. So konnte sich der Magier vollends auf seine Arbeit konzentrieren, die darin Bestand die Truppen neu zu organisieren.
Ban Orio war unlängst aus seinem Sonderurlaub zurückgekehrt, und war mit Lumas zusammen in Bereitschaft. Julia hingegen hatte es scheinbar in Depressionen gestürzt, was bei einem Psi-Talent durchaus gefährliche Züge annehmen kann. Allerdings hatte er sie in letzter Zeit kaum gesehen.

Stattdessen hatte er auch die entlegendsten Winkel der Basis erkundet, ebenso die berüchtigen Level sieben Bereiche. Dort fand unter anderem der gefährlichere Part der Magieforschung statt. Einigen Doktoren und Wissenschaftlern vor Ort bat er um einen kleinen Gefallen.
Seit einigen Tagen lag das Ergebnis seiner Bitte auf dem Tisch. Eine kleine Metallbox, die sich, wie vieles hier, elektronisch verriegelt war. Gerade war er dabei, sie zu öffnen, als es klopfte.
"Come in!"
Mit einer gewissen frische betrat der Elim des Squad D sein Büro. "Ah, hello Ban, please sit down. How are you?"
"I'm quite fine. But it is horrible for me to just stay around and do nothing..." - "Right now your Squad is incomplete, but this is going to be changed."
"When?" - "Maybe tomorrow, maybe today. That depends on how fast your new camerade can join you. But... by the way - is really everything okay with you?"
"Of course. If you mean the death of my brother... At first it was really hard, but... we all know the risk of this job. It remembers us, that noone of us is immortal."
"If you think so..."
"Why should I come?"
Der Schwarzgewandte lächelte und öffnete mit seiner ID-Karte die Metallbox. "I have something special for you." In dem Behälter lag in Kunststoff eingehüllt zwei grau-braune, recht schmale Armbänder.
"What is this?", erkundigte sich Lightning interessiert. "This is a new invention of our organisation - a kind of power charger bracelets." - "What?", tönte es überrascht.
"This braclets consists mainly of graphene. As you know, this is a very good conductor. The special inner structure produces a good Helmholtz-electromagnetic field, if some electric powers flows through it. In short: It boost everything you fire with your hands. I think especially you can use this."
Langsam nahm sich Lightning die Armbänder heraus, und legte sie sich um. Ein klickender Kunststoffverschluss befestigte die Accesoires.
"Thank you."
"Try them at the training fields. I have already take care of everybody, who could see you as an E with this, and informed them about everything. Also I have ordered more of them, cause everyones power, which is based on electromagnetic fields, could be enhanced with this. Also Psi-Powers."
Bei den letzten Worten schaute Ban etwas angespannt zu Raphael. "What about Mind? When will she return?" - "I have ordered her via PDA to join you today at the training field. You can exchange this prototype of bracelets, and give us your results." Maltas Bruder nickte kurz, und stand auf.
"Okay, I see you soon." - "Bye."

Kurz nachdem der Elim die Räumlichkeiten verlassen hatte betrat Rezlan das Zimmer. "Herr Liskor, ich wollte sie an ihre Ansprache erinnern, die sie heute um 11 Uhr geben wollten. In 30 Minuten ist es soweit." - "Danke sehr, aber ich bin darüber im Bilde." Nickend verlies die blauhäutige Dame wieder das Büro.
Raphael selbst hatte sich die Tage über gut mit seiner Ein-Arm-Situation arrangieren können. Man hatte ihm eine Prothese angeboten, doch lehnte er diese bislang ab. Sie würde ihn nur beim kanalisieren von Magie behindern.
Die geplante Ansprache war bereits seit einigen Tagen angekündigt. Es hingen hier und da einige Infozettel aus. Wer wollte, konnte in das vergleichsweise große Auditorium kommen, alternativ wurde die Rede auch über die gesamte Sprechanlage Terras weitergetragen.
Es war seine Idee und Art die Moral auf Terra endlich wieder zu heben, und eine Wende in die Lethargie der Geister zu bringen.

Nur mit einem kleinen Zettel in der Tasche verlies der Magier sein Büro, und eilte sich zu seinem Ziel.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 15-02-2012 10:24 AM

Schon vor einiger Zeit hatte Alexinara die Ankündigung von Raphaels Rede auf Station gesehen,
überall hingen Infozettel aus und im Wartebereich hatte man Flyer dazu verteilt,
was er damit wohl bezwecken wollte, konnte die Vampiress nur erahnen.
Die Tage bis zum angekündigten Termin enthielten einen Hauch von ansteigender Spannung,
wohl auch, weil keiner wirklich wusste, um was es gehen würde,
und alle Wesen auf Terra darauf warteten, endlich wieder vorwärts zu kommen
statt zu stagnieren, was die letzten Wochen der Fall gewesen war.
Mit Beacht hatte die Ärztin ihren Arbeitsalltag ausgelegt,
damit auch ja keiner ihr in die Quere kam.
Und mit der Zeit schien auch diese Vorsicht sich bezahlt zu machen,
denn auch wenn anfangs noch gewisse Misstrauensprobleme zwischen ihr und den Patienten vorherrschten,
so waren diese nach der Behandlung weggewischt,
da sie ihre Arbeit gut und gewissenhaft machte.
Diego indes hatte sich ab und an mal mit ihr zusammengeschlossen,
um vor allem ihre magischen Komponenten der medizinischen Intervention zu besprechen,
so hatte sich das Angebotsspektrum der Station erweitert
und eine schnellere Behandlung von schwereren Verletzungen war möglich.
Auf Alexinaras Bitte hin limitierte Diego dieses "Angebot" aber für äußerste Notfälle,
damit nicht gleich jeder auf Station diese Behandlung in Anspruch nehmen konnte.
Schließlich musste die Vampiress auch aufpassen,
dass sie nicht in eine Blutarmut hinüberglitt,
welche bei der Anwendung von Blutmagie durchaus passieren konnte.

Wenngleich sie schon seit mehr als einem Monat nichts mehr an Blut zu sich genommen hatte,
schien das im Umfeld ihrer Arbeit nicht zu behindern.
Aber bald würde sie sich darüber Gedanken machen müssen,
spätestens, wenn ihre ärztliche Kompetenz im Einsatz gefragt wäre.
Immer wieder glitten ihre Gedanken zu Mind,
die Raphael im Saal attackiert hatte,
der Umstand, dass noch kein Beschluss verkündet worden war, beruhigte sie,
dennoch wusste sie nicht, was das PSI-Talent noch alles ausplaudern könnte.
Immerhin hatte die Frau beträchtliches Wissen durch Alexinara erlangt
und könnte jederzeit der Vampiress ein Bein stellen.
Über ihren Zustand war sie informiert,
auch, dass sie in eine Depression gefallen war.
Doch auf den Wunsch der medizinischen Fachabteilung hin hatte man sie von ihrer Behandlung ausgeschlossen,
was sie durchaus verstehen und nachvollziehen konnte,
an Informationen zu ihrem geistigen Zustand kam sie dennoch ran,
und die Ergebnisse waren nicht gerade beruhigend.
Doch trotz dessen war sie immer noch auf freiem Fuß unterwegs,
man traute ihr wohl nichts zu, was andere in Gefahr bringen würde,
nur wusste die Vampiress nicht, was sie wohl beizeiten anstellen würde,
wenn sie erneut ihrem Vertrauten begegnete und damit wieder in Verbindung mit ihrem Wissen kam.

"Warum muss auch alles so kompliziert sein..",

murmelte die Untote vor sich hin,
während sie mit einer Akte in der Hand im Behandlungsraum verschwand.
Das war ihr letzter Patient, danach wollte sie in aller Ruhe zur Rede gehen,
noch hatte sie genügend Zeit.

In normaler Alltagskleidung begab sich die Vampiress zum Auditorium,
wo schon einige sich gesammelt hatten.
Sie suchte sich einen schönen Platz, ehe sie Ausschau nach ihrem Vertrauten hielt,
welchem sie beim ersten Blickkontakt freundlich zuwinkte.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 15-02-2012 13:06 PM

"Damn, I'm late..." murmelte der Schwarzfuchs hastig, während er sich nach einer letzten Reihe Liegestütz vom Boden erhob. Milia war schon auf den Beinen, entgegen ihres Versprechens hatte sie doch nicht mehr geschafft als er, was Koron ihr aber natürlich nicht vorhielt.
"Late for what?"
"The speech."
Er hatte die Flyer ebenso gesehen wie jeder andere auf der Station auch, und wenngleich Koron nicht gerade jemand war, der viel auf solche Aufbauspielchen gab, fühlte er sich dennoch irgendwo verpflichtet, anwesend zu sein.
"Oh, really? You'll go there? Didn't seem like the kinda guy who'd go woo-in' at our boss for a couple o' words.", fragte Milia leise kichernd nach, während sie sich ihr Handtuch schnappte und sich an Korons Seite vom Trainingsgelände bewegte.
"I'm not. I just feel like I owe it to him..."
"To who?"
"Uh... nobody."
Als die beiden Anthros in Richtung Quartiere schritten, wo sie rasch duschen wollten, war schon ein reges Treiben auf der Insel, wie Koron es seit dem Zwischenfall nicht mehr gesehen hatte.
Er hatte aus Gesprächen mit einigen Soldaten erfahren, dass es während des Einsatzes noch ein Todesopfer gab, jemanden vom Squad D. Er kannte sich hier noch nicht genug aus, um zu wissen, was für Vorbilder sie für den Großteil der Station waren und hielt allgemein nicht viel von Heldenverehrung, aber er konnte zumindest nachvollziehen, warum plötzlich viele Leute so niedergeschlagen waren.
Überall waren Leute, die in Richtung des Auditoriums hetzten, die Rede würde in einigen Minuten anfangen. In Sektion C trafen die beiden auf Clarke, der dem Schwarzfuchs laut lachend wuchtig die Hand auf den Rücken legte. "How's mah favorite Newbie doing?", fragte der Bär mit seiner gewohnt lauten, kräftigen Stimme nach, Milia mit dem anderen Arm an sich ziehend.
"Getting better. What about you, big guy?", fragte Koron leicht lächelnd nach, während die Dreiergruppe den Gang hinunter lief.
"Ah, you know. Same old, same old. Things are lookin' a bit grim here since the incident but I'm tryin' to keep everyone from jumping outta the next window. What about you, sweetie?", fragte er schließlich Milia, die ebenfalls lächelnd zu dem Hühnen aufschaute, "You ain't up for long, you feeling ok?"
Milia nickte bloß freundlich und wand sich aus dem Griff des Bären hinaus, was Koron ihr gleich tat. "Yeah, I'm feelin' fine. Our superman here took care o' me since I woke up."
Clarke nickte breit grinsend und schlug Koron noch einmal kräftig auf die Schulter, dass der Schwarzfuchs fast zusammenbrach, "That's what I'm talkin' bout. You better keep lookin' after her, alright? Don't want no thing happening to lil' Milia." Clarkes Stimme bewegte sich irgendwo zwischen seiner üblichen lauten Freude und nahezu väterlicher Fürsorge. Koron klopfte mit seiner Klaue leicht auf Clarke's breite Pranke, die ihm noch auf der Schulter lag, bevor er sich aus dem Griff befreite und einige Schritte zum Herrensanitärraum machte, "I sure will, but first I'm gonna have a quick shower and make my way to the speech, I'm late already."
Gesagt, getan, nahm Koron nach Beendigung des Gesprächs eine schnelle Dusche, das Trockenföhnen dauerte trotz Spezialarmatur noch immer länger als ihm lieb war, aber innerhalb weniger Minuten war der Schwarzfuchs umgezogen und noch eine Minute später im Auditorium, wo die Rede wohl schon vor kurzem angefangen hatte.


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 16-02-2012 12:34 PM

Einen Tag später, am Vormittag, in der Küche.
"What ya doin' here?"
Lor sah nicht auf, schnippelte das Gemüse fertig und guckte Henny dann an. "Eh?"
"I thought you wanted to go lookin' after your friends? And the speech?"
Das Schwarzhaar zögerte, einen fixen Blick zur Uhr über dem Kopf seines Kollegen; fünf vor elf.
"Eh... It was today, yes?"
"Don't say you forgot it."
"I forgot it. I told you - wolf-brain."
"Like a dog, I know." Energisch kam er heran, zupfte ihm das Messer aus der Hand und schob ihn Richtung Tür, während seine andere Hand die Schleife der Schürze aufzog. "And now show us what a running wolf is, what about that?"
Lor seufzte mit einer Miene zwischen "Ja toll" und doch irgendwo fröhlich, aber mehr einfach nur resignierend. "Where is it?"
Mit rascher Wegbeschreibung im Gepäck verließ der Krasáne die Küche, noch vor Austritt bereits wieder in normaler Gestalt, und sprintete durch die Kantine. Es hingen ihm kaum noch Blicke an, höchstens freundliche oder wiedererkennende, aber keine erstaunten, überraschten, abschätzenden. Es hatte sich gut gewandelt die Tage und scheinbar schien kaum noch jemand offen an ihm etwas aussetzen zu wollen. Er war ein gewohntes Mitglied des Alltagsbildes geworden.
Kaum aus der Glasschiebetür hinaus, rannte der Wolf schon auf allen Vieren den Korridor entlang.

Knapp vor seinem Ziel schlitterte er nochmal gechillt durch eine Menge, rief eine Entschuldigung mit der kehligen Stimme aus und tappste schließlich durch die einseitig geöffnete, breite Tür. Seine scharfen Augen überblickten rasch die Szenerie, und ungeniert - aus dem Weg gegangen - erhob er sich auf die Hinterbeine und wandelte zurück in die praktischere Humanoide.
Schnell hatte er anhand des Geruches und der Aura seine einstige Gefährtin gefunden und suchte ihre Reihe auf. Dabei kreuzte sein Blick vorn den von Raphael und er nickte ihm freundlich zu.
"Na, alles gut bei dir? Schütten die dich auf der Krankenstation auch nicht mit Aufgaben zu?"
Lor grinste leicht Lexia zu.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 16-02-2012 15:48 PM

Immer mehr Besucher füllten die Hallen, während die die Technik am Rednerpult noch das Feintuning erhielt. Kurz vor elf waren bereits die meisten Plätze des Auditoriums belegt.
Am Rande nahm er auch zwei wohlbekannte Gäste war - Alexinara und Lor, welche ebenso erschienen waren.
Eine Unruhe lag noch in der Luft, viel Getuschel und Gerede, ehe die ersten Worte über die Lautsprecher verhallten.

"Good day, everybody. It's pleasing that so many followed my invitation."

Langsam kehrte Ruhe ein, als bemerkt wurde, dass es losging.
Raphael wartete einen Augenblick und richtete sein Kopfmikrofon mit seiner rechten Hand aus.
Es kehrte absolute Stille ein.

"I think many of you ask themselfes, what this speech is about. It is meant to be to explain some facts and also give you all some inner advice."
Es folgte eine weitere Pause, in welcher der Magier von seinem Rednerpult abrückte und sich so vollständig der Menge zuwandt.
"Our organisation was established approximatly 20 years ago. Since this time we have reached many goals and made the world a bit better. We secure places, and are a hope for many people, who discovers themselfes. Also this island becomes a home for some of you. We are fighting against prejudices, incomprehension and fear. This is the ideal of the NGEO.
But for every group exists some kind of anti-group. Between them they are often conflicts, because of different minds and bases. To protect each other confidence the groups make often use of violence. Even if we all here want a world of peace, and without painfull death, it is necessary for us not to fall against our opponents. So the ISF has also his place in this world. It is sword and shield of the NGEO. Protection is the goal."


Eine weitere Pause folgte, und die Stimme des Redners wirkte etwas emotionaler.
"Sadly in all conflicts and wars they're victims. Some of our best friends and relatives disappeared out of this world. But we are still standing, we are still fighting. Everybody in here has answered one question at the beginning: What are you fighting for? Remember your answer! Cause of what are you here? Money? Protection? A home? A dream?"
Einen Augenblick lang hallten die Worte, ehe die Stimme wieder fester ertönte.
"We all are here, because we choosed this way! I think, even each of you us has different reasons for being on this island, there is something, which unite everyone: At the end all we want is living luckyly. No war, no tear - and for this we are fighting and suffering."

Ein kurzes Raunen ging durch die vorderen Reihen. "Nevertheless people, especially members of the ISF, were killed. For all the fallen I would ask you now for one minute of silence. Remember their faces, and keep them in your heart."
Mit geschlossenen Augen gedachte der Magier selbst vieler Kameraden, die er im Laufe der Jahre sterben sah. Die Schweigeminute verbrachte scheinbar ganz Terra nachdenklich.
"And now look up - to prevent catastrophies the NGEO was established, but for the life itself we are here. Live your life, stand and fight..."

"... but never forget."


"Thank you." Raphael verneigte sich vor seiner Zuhörerschaft. Er hoffte sehr, dass seine Worte die gewollte Wirkung erreichten.
Zunächst ein leises Klatschen von der vordersten Reihe einer einzelnen Person, dann immer mehr und mehr. Der Kanon wurde lauter, während sich ein wohliges Gefühl der Gemeinschaft ausbreitete. Das Eis war gebrochen.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 16-02-2012 17:14 PM

Eine bekannte Gestalt hatte sich an Alexinaras Seite gesellt,
und sie musste grinsen als er ihr eine Frage stellte.

"Ich muss zugeben, seit die gefährlicheren Einsätze von der ISF erstmal vom Plan genommen wurden,
durfte ich mich vornehmlich um kleine Blessuren und Kratzer kümmern.
Dafür hatten Diego und ich massig Zeit, das Konzept der magischen Heilung fertigzustellen,
sodass in Zukunft heilungsbegabte Individuen eine Anstellung auf der Station finden",


erklärte sie, während sie Lor kurz in den Arm nahm,
auch ihn hatte sie trotz ihrer Besuche ungewohnt lange nicht mehr gesehen.

Lautes Klatschen beendete Raphaels durchaus gelungene Rede,
als Alexinara sich von ihrem Stuhl erhob, taten es ihr einige gleich,
und am Ende stand das ganze Auditorium und begrüßte die kraftvollen Worte ihres Anführers.
Recht schnell löste sich die vorher angespannte Atmosphäre auf,
mehr noch schien es, dass einige gerade erst wieder zu sich kamen.
So als würde man aus einem langen, schrecklichen Albtraum hochfahren,
festetellen, dass es eben nur ein Traum war und wieder seiner gewohnten Wege gehen.
In den Augen der Anwesenden um die Untote herum glänzte wieder Entschlossenheit,
einige begeisterte Pfiffe und Schreie gingen unter bei der Klatscherei,
man erkannte, dass ihr Vetrauter wieder einmal alles zum Guten gewandt hatte.

Die Standig Ovation dauerte knapp 15 Minuten, ehe die ersten sich daran erinnerten,
dass ihre Aufgaben noch auf sie warteten,
einige verließen den Raum, andere drängten noch darauf, Raphael persönlich zu danken.

"Wollen wir auch mal runter zu ihm?",


erkundigte sich die Vampiress ehe sie ebenfalls aufstand,
die Meute um sie herum hatte sich schon gelöst
und auch um Raphael herum standen nicht mehr so viele.
Gerade bei ihm angekommen legte sie ihm eine Hand auf die Schulter,
lächelte ihn strahlend an.

"Du solltes Politiker werden!
Habe mir sagen lasssen, damit macht man viel Geld.
Und dein Charme könnte Massen bezaubern",


witzelte sie und knuffte ihn in die Seite.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 16-02-2012 17:55 PM

Gebannt folgte der Krasáne der Rede, legte eine Hand auf sein Herz und musste lächeln. So kannte er ihn, so hatte er ihn damals kennengelernt, vor nun über zwanzig Jahren. Und er hatte sich nie verändert, was das anging. Noch immer nahm der Magier alle mit.
Als die Meute nach Abschluss in Jubel ausbrach, ließ er sich davon mitreißen, erhob sich und legte den Kopf in den Nacken. Ein kehliges, wolfstypisches Heulen und Japsen erklang weit hörbar. Die Umstehenden waren zuerst erschrocken und verdutzt, aber von der anderen Saalseite schloss sich ein offensichtlicher Hundeanthro mit an. Und die Woge erfasste noch ein paar Tierische, die auf ihre eigene Art der NGEO und der ISF sowie seinem Leiter Ehre erwiesen.
Als ein kräftiger Adlerschrei durch die Halle klang, lachten einige der Anthros und schlossen sich still dem Klatschen weiterhin an.

Nachdem die ersten gingen, machten die beiden sich auf nach unten. Ein Mensch mit fettem Grinsen kam aus der gegenüberliegenden Reihe und hielt die Faust hoch, Lor zuckte fragend mit einer Braue.
"Good thing!" Sie stießen die Fäuste aneinander. "Adios, Amigos!" Der Mann führte die Finger zur Stirn und weg, dann ging er die Treppe rauf.
"Wer zum Geier war das?" Das Blauhaar grinste komisch, schüttelte den Kopf und folgte dem Weg nach unten.
Er ließ es sich nicht nehmen, Raphael einmal kräftig zu umarmen. Anschließend schaute er Lexia an.
"Äh, naja, aber er hat den großen Unterschied, dass er wenigstens etwas sagt und nicht lange spricht und nichts bewegt."
Lor klopfte dem Magier auf die Schulter. "Das war wunderbar. Danke dafür, wirklich. Ich hoffe, du bleibst uns erhalten, nicht dass wir dich irgendwo aus einem Parlament wieder rausfischen müssen", zwinkerte er und piekste der Vampirin daraufhin mit dem Fingerknöchel in die Seite.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 17-02-2012 00:25 AM

Die Rede war unerwartet kurz, aber der Schwarzfuchs schien zumindest nicht allzu viel verpasst zu haben. Während des lautstarken Applauses verschwand er unauffällig aus der Halle, die Nachricht hatte er mitbekommen, und er war kein Fan großer Standing Ovations. Durch die offene Tür hinter ihm, durch die noch andere Leute früh den Saal verließen, tönte ein lautes Geheule verschiedener caniden Anthros, dann plötzlich ein Falke, und es war wieder beim gewöhnlichen Applaus. Koron konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, und ein Teil von ihm wunderte sich, ob es nicht doch unhöflich war, vor Ende des Applauses den Saal zu verlassen, aber es war darin stickig und unangenehm laut, und da einige Leute schon mehr als zwei Stunden zuvor dort waren, musste er sich fast an die Wand drücken, um noch einen Platz zu finden. Große Menschenmassen waren ihm immer unangenehm, und solche Veranstaltungen am meisten.
Langsam schlendernd machte sich der Fuchs auf den Weg in die Kantine, er hatte den ganzen Tag noch nichts zu essen und freute sich, als er sah, dass es heute mal wieder Schnitzel gab. Mit seinem Tablett setzte er sich allein an einen Tisch, die Kantine war angenehm leer zu dieser Zeit, wohl auch, weil noch so viele Leute bei der Rede waren.
Ein bekanntes Gesicht setzte sich ihm bald gegenüber.
"Hey, Shadow Shield..."
Es war Red Dot, der Scharfschütze, der bei der Mission neulich das Hauptquartier verständigt hatte. Koron hatte ihn seither nicht mehr gesehen.
"Thanks for calling in help back then."
Der Mensch winkte ab. "Don't thank me for it, mate. What else should I have done?"
Der Mensch hatte einen leichten australischen Akzent, nicht so stark wie Diegos, aber wenn man darauf achtete, konnte man ihn erkennen.
Koron nickte leicht in Antwort auf das, was Red Dot sagte und nahm weitestgehend still sein Mittagessen ein.
"I would need some help with something, though...", sprach der Mensch nach kurzer Zeit weiter, während er ebenfalls einige Bissen seines Tellers nahm.
Koron schaute auf, die Ohren interessiert aufgestellt und Red Dot mit den Augen ein wenig musternd, "With what?"
"You're a stealthy person, right? I need someone who can sneak around unseen."
"You better not ask me to assassinate someone here", antwortete der Fuchs in einem ruhigen Ton, während er sich weiter seinem Mittagessen widmete, dem Menschen dabei immernoch zuhörend.
"No, nothing like that. I need you to find something. There's a cat D soldier here, everyone calls him Tenebras."
"That's latin for "Darkness", if I'm not mistaken."
"Maybe. Anyway, I need you to get to his locker and find a letter addressed to or from a person called Stephanie Trahn."
"Why?"
Koron fragte für gewöhnlich nie weiter nach, aber hier sollte er in den Privatsachen eines Kollegen stöbern.
"By all respect, that's none of your business. Look, I'll pay you for it. Two-hundred bucks, three-hundred if you get through this whole thing without anyone seeing you sniff around Tenebras' stuff. Most important thing: If anyone sees you, DON'T tell 'em I sent you. I don't care what excuse you come up with, but leave me outta this."
"That'll cost extra", sagte Koron bloß mit einer professionellen Stimme, bevor er sich leicht bösartig grinsend einen weiteren Bissen genehmigte. Red dot schaute ihn ungläubig an und zögerte kurz.
"...how much?"
"Five-hundred. Nobody will see me."
"Five... no. Fucking. Way."
"Then not", antwortete Koron in einer sorglosen Stimme und zuckte dabei seelenruhig mit den Achseln, "It's not me who wants that letter."
"Son of a... alright, fine. Five-hundred bucks, but you better make sure nobody sees you."
"Of course."
Inzwischen hatte Koron seine Mahlzeit auch bereits beendet, gerade rechtzeitig, um mit seinem leeren Tablett einen gut getimeten Abgang zu machen. Er freute sich, eigentlich hätte er es auch für zweihundert getan, aber seine Gewohnheit sagte ihm, er solle ausprobieren, ob sich nicht doch mehr herausholen ließ.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 17-02-2012 15:45 PM

"Nun, für ein Parlament bin ich wirklich nicht geschaffen. Zuviele Hitzköpfe...", witzelte er, nachdem seine Vertrauten ihren Eindruck von der Rede verdeutlichten.
"Nichtdestotrotz gibt es in den nächsten Tagen und Wochen viel zu tun. Es könnte auch durchaus wieder mehr Betrieb auf deiner Station geben, Lex. Ich habe mich mit Herrn Trendor abgesprochen, was die Wiedereinführung der 'härteren' Einsätze angeht. Seit heute sind sie wieder in den PDAs gelistet. Des weiteren gibt es neue Entwicklungen das Squad D betreffend. Es wird demnächst wieder einsatzfähig sein. Ein Ersatz für die freie Position ist bereits im entsprechenden Elite-Training."

Einmal kurz holte er Luft und beruhigte ein wenig seine Stimme. "Doch ich rede schon wieder nur von der Arbeit. Wie geht es euch beiden?"