Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 18-02-2012 18:31 PM

Nachdem Raphael seinem Redefluss selbständig ein Ende bereitet hatte,
Alexinara mit einem Gegenpieks auf Lor reagierte,
schubste sie sie beide auch schon in eine Ecke,
wo sie sich gleich mal alle hinsetzen konnten.
Es war eine Sitzgelegenheit im Gang vor dem Saal,
wo es deutlich ruhiger war als im Auditorium,
wo noch vereinzelnd Gespräche vonstatten gingen.

"Also, da ich eigentlich Doppelschichten gewöhnt bin,
und auch eine volle Station, langweile ich mich fast.
Die Verletzungen halten sich im Minimalbereich,
was aber auch an der Einsatzkürzung lag,
wir hatten eher damit zu tun, Seelsorger zu spielen,
wobei das eher die Psychologen auf Station beschäftigte.
Ich habe ja mir kein Diplom in Psychologie ausstellen lassen,
was wahrscheinlich auch ganz gut war bei dem Aufwand.
Sind halt viele Soldaten nach diesem Verlust demotiviert gewesen,
gab auch eine Art Gruppentherapie mit einer jungen Psychologin,
die hat den Männern wieder auf die Beine geholfen",


erklärte sie mit einem Grinsen im Gesicht,
wusste sie doch, dass die braunhaarige Frau einen guten Ruf hatte,
vor allem da ihr äußeres Erscheinungsbild nicht gerade schlecht war.

"Ein wenig Magieimplementierung in die Medizin ist auch geschehen,
das wollte Diego sich von der Stationsadministration noch genehmigen lassen,
damit die ISF bald auch Heilungsbegabte in ihren Reihen aufnehmen kann,
natürlich nicht als Ärzte, aber als eine Hilfstruppe,
wenn wirklich mal größere Dinge anstehen und viele Verletzte auf Station liegen,
dann werden die Ärzte entlastet und können in Ruhe Diagnosen stellen und Therapien anordnen",


sprach sie zu ihrem Vetrauten und lehnte sich zurück,
ihr Blick glitt zu Lor, der sicher auch etwas zu erzählen hatte.
Still huschte ein Büromitarbeiter an ihnen vorbei,
eine Akte in seiner Hand herumtragend,
der Arbeitsalltag schien langsam zurückzukehren.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 18-02-2012 21:41 PM

Lor ließ Lexia den Vortritt, bevor er neugierig und etwas freudig mit der Schweifspitze zuckte. "Tatsächlich? Wer ist es, kennt man ihn?"
Auf weitere Nachfrage hin winkte er knapp ab und lächelte.
"Nicht viel passiert auf meiner Seite, ich war hauptsächlich in der Küche und nach vollständiger Erholung wieder beim Training und kann behaupten, im Einsatz tatsächlich auch jemanden zu treffen." Ein Lachen folgte.
"Ansonsten... Ich bin wieder auf freiem Fuß, wenn man es so nennen möchte, habe schon seit Tagen mein langsam gewohntes Zimmer zurückerhalten und musste feststellen, wie sehr ich es irgendwo genieße, einen festen Rückzugsort zu haben an dieser Stelle. Und vor allem hoffe ich, dass es bald auf Einsatz geht, ich werde irre in diesen Wänden..."
Das Blauhaar seufzte leicht. "Aber es freut mich, dass bei dir", sein Blick ging zu Lexia, "alles so läuft, dass es dir auf jeden Fall Spaß macht, wenn es auch scheinbar zu wenig ist." Ein Kichern endete dies.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 20-02-2012 16:31 PM

Koron war gerade auf dem Weg zu den Quartieren und ging dabei durch die Krankenstation, was der kürzeste Weg war, als ihm Diego über den Weg lief.
"Oi, mate! Just who I need!", rief der Dingo in seiner gewohnten, leicht gehetzt-abwesenden Art herüber, "Koron, I need ya to do me a favor."
"Actually I'm on my way to some-"
"Oh, that's great, that's great. Listen, mate, I need ya to find Miss Alexinara, you know, vampire lady, pretty good build and everything, hand her this, pretty fuckin' important, I'd deliver it myself, but I got all paws full o' work here and don't know where she is."
"But I don't know, either!"
Mit dem letzten Satz machte sich Diego schon auf und davon, und Koron konnte seine Antwort nur hinterher rufen, was der Dingo allerdings entweder nicht hörte oder ignorierte, bevor er weiter durch den Gang wuselte. Vor seinem Abgang hatte Diego dem Schwarzfuchs noch einen kleinen Brief in die Hand gedrückt, vorn befand sich ein Logo der ISF und der NGEO. Koron warf noch kurz verwirrt seine Arme in die Luft, wer zur Hölle war nochmal Alexinara? Er meinte, den Namen schon mal gehört zu haben, aber ein Gesicht konnte er gerade nicht zuordnen. Vielleicht war noch irgendjemand im Auditorium, der bescheid wusste, eine andere Spur hatte Koron gerade nicht.
Kurz vor dem Auditorium kam ihm noch Mer entgegen, der bei Sichtkontakt sofort geradlinig auf den Schwarzfuchs zumarschierte.
"Koron, gut, dass ich dich finde. Wir treffen uns in einer Stunde auf dem Trainingsgelände. Komm nicht zu spät!"
"Was?! Wieso?"
"Komm einfach, keine Zeit zum Erklären, ich hab 'ne Menge zu tun, bald fangen hier wieder alle Einsätze an, überall will jemand was von einem."
"Ach was..."
Damit verschwand auch Mer, der dem Schwarzfuchs vorher noch aufmunternd auf die Schulter klopfte. Was zur Hölle war heute los?
Das Auditorium war mittlerweile größtenteils leer, nur eine handvoll Personen war darin noch am Tuscheln, vor dem Saal, was Koron erst jetzt bemerkte, saßen drei bekannte Gesichter. Raphael, Lor und die... Vampirin!
"Verzeihung...", fragte Koron höflich nach und schritt auf die Gruppe zu, dabei die Vampiress anschauend, "Sie sind nicht zufällig Alexinara?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 20-02-2012 17:54 PM

Gerade wollte Alexinara einen Kommentar einwerfen,
als eine vierte Person herannahte und sie ansprach.
Es war der Fuchs, der noch vor einiger Zeit auf ihrer Station gelegen hatte.
Alexinara erinnerte sich an seinen Namen,
ebenso an alles, was er in Hannover zwangsweise miterlebt hatte.
Dass er sie nicht in seinem Namensgedächtnis behalten hatte, fand sie nicht schlimm,
schließlich hatte sie ihn immer nur zu seinen Schlafenszeiten,
und nach seiner Entlassung nicht mehr gesehen,
außerdem hatte er sich auch nicht nach seinem behandelnden Arzt erkundigt.

"Ja, die bin ich",

antwortete die Vampiress freundlich und nahm verwundert das Schreiben entgegen,
womit der Fuchs auch ohne weitere Worte verschwand.
Mit einem Blick zu Lor und Raphael öffnete sie den Brief,
anbei klebte eine Notiz von Diego daran,
welcher er in der Hast wohl für sie hinterlassen hatte.
"Hurry, important matter" stand auf dem Notizzettelchen,
etwas überrascht führte sie sich die ersten Zeilen zu Gemüte.
Das Schreiben selbst bestand aus mehreren Zetteln,
wobei einige davon nur Kopien der Originale waren,
der erste enthielt noch das Zeichen der ISF und NGEO,
also musste es aus einen speziellen Grund direkt über die Organisation gelaufen sein.
Langsam las die Untote die Zeilen,
mit jeder vergehenden Minute wurde ihr Gesicht eine Spur steifer,
bis sie vom Schreiben aufsah und eine kalte Wut in ihren Augen zu erkennen war.

"Das ist von der medizinischen Dienststelle hier auf Terra,
ein privates Schreiben, welches mir strafrechtliche Verfolgung aus Hannover ankündigt,
ein Verfahren, was dort vor einigen Tagen in Gang gesetzt wurde,
wohl die Anklage auf mehrere herbeigeführte Tode,
fahrlässige Tötungen, falschen Behandlungen und Fehldiagnosen.
Ich soll mich vonseiten meines neuen Arbeitgebers dazu äußern und Stellung beziehen",


erklärte sie dann ihren Vetrauten,
während ihre nun rot glühenden Augen über die restlichen Papiere flogen.

"Ich werde beschuldigt, all diese Dinge getan zu haben,
dabei kenne ich diese Patienten nicht und habe sie definitiv nicht behandelt.
Das Klinikum will mir als Strafe erstmal Schadensersatz aufbrummen und mir meine Lizenz entziehen.
Damit wäre ich als Medizinerin nicht zugelassen",


redete sie weiter und legte die Papiere beiseite,
sie biss die Zähne zusammen, das hatte sie gerade jetzt nicht brauchen können,
die Anklage von der Staatsanwaltschaft Hannover war aber schon raus,
auch die beschuldigende Partei,
das Klinikum, hatte seine Positionen bezogen.
Alexinara nahm an, dass sie nach der Flaute an Alexinaras Entlassung ihr noch an den Kragen wollten,
oder mehr noch New Light erzwingen wollte, sie in die Enge zu treiben,
wenn sie überhaupt darin ihre Finger im Spiel hatten,
da es auch einfach nur Gier nach Demütigung ihrer Person sein konnte.
Ein Knurren entkam ihrer Kehle,
sie war sauer, auch wenn man ihr es nicht direkt ansehen konnte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 20-02-2012 18:09 PM

Der Krasáne sah dem Schwarzfuchs noch nach, bevor seine Augen zu den beiden zurückkehrten und er etwas entgeistert zuhörte, bis zuletzt.
Das Entsetzen wich leichter Wut. "Na klasse, nimmt das denn nie ein Ende? Menschen! Immer diese Bürokratie und Richterei, das ist doch furchtbar!" Er fletschte leicht die Zähne, aber nicht weit genug, dass man die langen Fangzähne sehen konnte.
Seufzen und Kopfschütteln.
"Sie wissen nicht, wann genug ist. Ich glaube kaum, dass die NGEO das so mit sich machen lässt, die werden denen bestimmt ordentlich was erzählen, bevor sie dich abgeben, dafür bist du zu gut und man braucht dich hier. Im Gegensatz zu deinem alten Arbeitgeber wirst du hier geschätzt."



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 22-02-2012 09:32 AM

Raphael wurde von seinen Vertrauten aus der großen Halle hinausgeleitet. Derweil erzählten beide auch bereits die aktuellen Geschenisse bei Ihnen. Aufmerksam hörte sich der Magier alles an. Das Lor inzwischen quasi auf freien Fuß war, verwunderte ihn zwar etwas, doch konnte er eine konkretere Frage nicht mehr äußern, da bereits Koron näher an das Trio herantrat, um Alexinara einen Brief zu überreichen.
Derweil erklärte er Lor auf seine Frage, dass man das neue Mitglied für das Squad D bisher noch nicht aktiv erlebt habe.

Nach einigen Momenten war es klar, worum es ging. Die Ärztin sollte aufgrund von einer Klage ihre Zulassung verlieren. Die wahren Hintergründe darüber könnte eine andere Stelle übernehmen.
"Ich schlage vor, Lex, du gehst mit diesem Schreiben zum Justice-Department. Dort haben wir auch einige gute Anwälte. Die werden dich ansonsten beraten, was jetzt am ehesten zu tun ist. Insgesamt mahlen solche Mühlen meist langsam, sodass du dennoch einige Zeit lang unbehelligt hier deinen Dienst verrichten kannst. Zudem hattest du bereits vor dem Antritt deines Dienstes einiges zu deiner vorherigen 'Entlassung' kund getan, was sich mit dieser Aktion auch deckt. Ich denke weniger, dass es dort zu Problemen kommen wird."
Der Schwarzgewandte erhob sich, und wand sich nochmal zu seinen Begleitern: "Nun muss ich auch schon wieder gehen. Ich muss mich noch mit dem neuen Squad Mitglied verständigen."

Sein Codec meldete sich. Eine Hand schnell an das Ohr gelegt, sprach er direkt: "Here Liskor .... Wait, what did you say? ... Disappeared? Okay, I'll come as soon as possible."
Einen Moment lang schwieg Raphael und seufzte. "Ich fürchte, das muss wohl warten. Da gibt es wohl ein etwas... ernsteres Problem. Das ebend war die Pathologie, eine Leiche ist... verschwunden."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 22-02-2012 10:46 AM

Alexinara hatte auf Raphaels Aussage hin genickt,
es war wohl wirklich erstmal das Beste, einen Anwalt einzuschalten,
schließlich wüsste er, welche Schritte man nun einleiten könnte.

"Dann werde ich das mal tun,
wobei ich zu wissen glaube,
wer genau da seine Finger im Spiel hat",


meinte sie nur und dachte an den Mann,
der ihr das Leben immer versucht hatte, schwer zu machen.
Gerade wollte er sich aufmachen, als eine andere Nachricht sie erreichte,
etwas verwundert musterte die Vampiress ihren Vertrauten.

"Eine Leiche ist verschwunden?
Ist bekannt welche?",


erkundigte sie sich und sammelte ihre Papiere zusammen,
anscheinend hatten die Sonderbarkeiten auf Terra nicht aufgehört,
aber immerhin schien der Wille der Wesen hier wieder geweckt.
Sie erhob sich und wartete auf den allgemeinen Aufbruch,
jeder hatte wahrscheinlich etwas zu tun,
schließlich wurden sie immer irgendwie gebraucht.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 22-02-2012 12:20 PM

"Darüber darf ich noch nicht sprechen. Schließlich möchte ich keine Gerüchteküche lostreten..."
//...was nicht heißt, dass ich es nicht denken kann// lächelte er innerlich und sandte eine weitere Erklärung. //So, wie es aussieht, ist Mimics Leiche verschwunden. Das kann aber auch... natürliche Ursachen haben.//

Ohne noch mehr Zeit zu verlieren, verabschiedete sich der Magier noch kurz, und trat seinen Weg in Richtung der Leichenhalle an.


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 22-02-2012 14:06 PM

Lor nickte nur, dann zuckten die Ohren aufmerksam, als Raphael sich verabschieden wollte, aber von seinem praktischen Ohrhandy aufgehalten wurde.
"Eh... Eine Leiche ist weg...? Klingt wie in einem alten Thriller von vor zwanzig Jahren." Er musste leicht kichern. Seine erste Vermutung wurde fast direkt noch bestätigt, bevor sein Bruder verschwand.
//Hätte mir fast denken können, dass es um ihn geht, aber ich hoffe, Julia hat da keinen Unsinn angestellt oder so... Oder wer auch immer da Hand anlegte.//
Der Krasáne nickte der Vampirin zu. "Kümmere dich um deine Angelegenheit mit dem Krankenhaus, falte die ordentlich zusammen, das Justice Departement wird die in der Luft zerfetzen."
Er klopfte ihr auf die Schulter. "Ich hoffe, zwischen all dem Arbeitsstress kommen wir aber noch einmal zusammen, ganz gemütlich, vielleicht auch zu dritt, wenn sie Raphael nicht ständig irgendwo brauchen." Mit einem Lächeln verabschiedete sich das Blauhaar und fragte im Vorbeigehen noch jemanden nach der Uhrzeit. Kurz nach halb zwölf, die Rede hatte nicht sehr lange gedauert. Bis zum Mittag war noch etwas Zeit, also...

Seine Schritte führten ihn direkt an eine Glastür, eher undurchsichtig, die sich zu den Seiten aufschob und Blick auf ein weitläufiges Büro freigab, der Boden bedeckt mit schwarzen, teils mit Glassplittern in Grün und Weiß schmuck gesprenkelten Fliesen. Man kam auf einen Tresen zu, an dem eine etwas ältere, beschäftigte Dame mit einem Dutt saß und an ihrer Tastatur tippelte.
"Good day."
Sie sah auf und lächelte. "Ah, our special new guy from the caféteria. You want to sign in right now?" Ohne auf Antwort zu warten, zog die Frau bereits ein paar Papiere von der Seite herbei, als hätte sie schon alles vorbereitet. "Yesterday I got your categorie and everything. And you want to take a place as a DSU?"
Lor wurde ein Stift hingehalten und die Unterlagen zugeschoben.
"Eh, yes. The letter came from Mister Trendor, I think?"
"Yes. I need your sign here, and here..."
Die Formalitäten waren schnell erledigt.
"Right now you have a guest ID, may I look at it?"
Er holte die Karte aus seinem Inventar.
"Hmm." Das gute Stück verschwand hinter dem Tresen. "Here's your new one, a level 5 for now. Take care of it, don't ruin with a handy and such things, you should know the procedure."
"Like a money card."
Die Dame nickte kichernd. "Higher level are also weak for magic, a special security, but yours is not."
"Highest level was...?"
"Seven."
"Okay."
Der Papierkram wurde abgeheftet und in eine einzelne Hängemappe in einer Schublade einsortiert.
"At least, I need your expectation of your uniform. What should it look like, any things the guys should know?"
"You mean, special modifications?" Die Sekretärin nickte. "Well... I need the wind to breath, maybe it would be good if it has no sleeves. Shoes are a must-have?"
"Of course, think about mines and things."
Der Krasáne nickte langsam, das war schon klar. "I hope, they're kinda light."
"I can call for a lighter material with the same secure, that's not a problem."
"That's good. After all, I need a hole in my trousers." Er wandte sich etwas um und bewegte den Schweif sachte, sie machte sich Notizen.
"That's all."
"Alright, I'll send this right now away, you should go to the armory this afternoon, early evening. And Mister Trendor told me to stop you if you want to get on mission. Please wait for a call."
"I will." Lor neigte leicht den Kopf. "Thank you."
Bevor er gehen konnte, hielt sie ihn lächelnd am Ärmel zurück. "Which cake will be available this afternoon?" Sie blinzelte reizend.
"I don't know what is planned, but I saw strawberries somewhere this morning."
"Wah, Alicia, strawberry cake this afternoon!"
Von oben murrte jemand, nahm ein Headset ab und sah über die Holzwand herunter. "What?"
"You have to come with me!"
Ein etwas angenervter, entgeisterter Blick. "What...?"
Lor musste lachen und verabschiedete sich, hörte sie noch kurz reden, bevor die Glastür alle Töne abwürgte.
Auf zur Küche.



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 23-02-2012 16:29 PM

Die drei hatten sich wieder in alle Himmelsrichtungen verstreut und gingen ihren Tätigkeiten nach,
die Vampiress beschloss als erstes, den Weg ins Justice-Department einzuschlagen,
damit sie denjenigen ausfindig machen konnte, der mit diesem Falll betreut war.
In dem Gebäude kamen ihr schon erste Zweifel zu dem Fall auf,
in erster Linie die Beweisführung in der Sache war zu eindeutig,
dass es einfach nur verdächtig war.
Außerdem war sich die Untote mehr als sicher,
dass sie die erwähnten Patienten und Fälle nicht betreut hatte,
und ihr Gedächtnis ließ sie bei solchen Dingen nie im Stich,
wenngleich sich dann die Frage auftat,
woher kamen die Akten und vor allem ihre Unterschriften?
Direkt im Bereich der Anwaltskanzlei des Hauses machte sie Halt,
dort saß eine junge Sekretärin am Tisch,
welche wohl den Empfang darstellen sollte.
Sie tippte eifrig irgendwas in den PC ein und wurde erst aufmerksam,
als Alexinara sich auffällig räusperte und sie direkt ansprach.
Nach einem relativ kurzen Smaltalk wies ihr die Dame eines der Büros weiter hinten im Gang zu,
mit einem "have fun" verabschiedete sie sich und die Vampiress wunderte sich,
warum die Dame derartiges gesagt und dabei freundlich gezwinkert hatte.
Ihre Abneigung gegen Büros und Anzüge kam auf,
sie seufzte schon innerlich bei dem Gedanken, einen alten Mann,
gekleidet in einem maßgeschneiderten Anzug mit Krawatte,
stocksteif vor sich sitzen zu sehen,
der ihr nochmal in aller Einzelheit erklärte,
welche Gesetze zur Grundlage der Verhandlung herangeführt worden waren.
In ihr breitete sich eine Gänsehaut aus und irgendwann kam sie am gewiesenen Platz an.
An der Tür hing ein Schild, welches den Namen ihres Anwalts verriet,
Francesco Benefictus, in ihrem Inneren kam ein "Na toll, bestimmt ein alter Knacker" auf und sie wollte gerade an der Tür klopfen,
als sie eine Stimme aus dem Raum vernahm.
Erst meinte sie, ihn wohl im Gespräch zu vernehmen,
jedoch verriet ihr seine lange Redestrecke,
dass er durchaus auch einen Monolog mit sich selbst führen konnte.
Sie trat näher an die Tür heran und lauschte vorsichtig,
zum Glück war das Büro soweit abseits,
dass man keine direkte Einsicht darauf hatte.
Alsbald konnte sie genau hören, was der Mann sagte.

".....Requiescat in pace",

waren die letzten Worte, die sie von der Fremdsprache wahrnahm,
ehe der Mann seine Stimme wieder senkte und im Raum die Position wechselte.
Dann meinte Alexinara, irgendetwas Flüssiges fließen zu hören,
das Geräusch von einem Feuerzeug,
zumindest klang es entfernt danach,
und dann das Entzünden eines kleinen Feuers.
Da sie sich nicht genau sicher war, klopfte sie nun doch an der Tür.

"Come in!",

ertönte es doch kräftier als erwartet von der Gegenseite,
die Vampiress trat ein, die Akte noch in der Hand.

"Ah well, Lady Vampire I guess?",

wandte er seine ersten Worte an die Vampiress,
welche nun doch etwas verblüfft von ihrem Gegenüber war,
der gerade mal Mitte zwanzig sein konnte und in Jeans und einem Hemd im Zimmer stand,
sein Kopf war rasiert und kein einzelnes Haar darauf zu finden,
am Halsansatz konnte man noch das Ende eines Tattoos erkennen.
Ihr Blick schien sie zu verraten, denn der Mann machte eine ausholende Geste und lud sie zum Sitzen ein,
während er ihr die Papiere aus der Hand nahm.

"I think you didn´t excpeted someone like me, hm?
After all it doesn´t matter who ist doing the lawyer-job,
as long as he is good.
And yes I look like a kind of weirdo,
but these is my character and I like myself",


erklärte er ihr in einem leicht italienischem Akzent,
der wirklich nur beim genauen Hinhören hervorkam.
Sobald sich die Vampiress gesetzt hatte, nahm sich der Mann die Papiere vor,
anscheinend überprüfte er sie nochmal auf Vollständigkeit,
wobei sie sich in dem Augenblick fragte, wie er das deutsche Schreiben verstand.

"Lets switch the languages.
Ich bin auch der deutschen Sprache mächtig,
wie auch vielen anderen, aber so ist es denke ich besser, oder?
Als Anwalt muss man ja was auf dem Kasten haben,
sonst wird man hier im Terra-Trupp nicht dabei sein",


witzelte er etwas, während das Klischeebild eines Anwaltes in Alexinaras Kopf zu Wasser zerfloss,
dieser Mann erschien ihr mehr als eine Fantasie, als das er da wirklich sitzen konnte.

"Verzeihen Sie, wenn ich so durcheinander wirke,
aber einen Anwalt habe ich mir bisweilen etwas spießiger vorgestellt,
und naja, etwas steifer",


erklärte die Untote sachgemäß und erntete dabei ein herzhaftes Lachen ihres Gegenübers.

"Ja, die gibt es auch,
aber unsere Anwaltsriege besteht zumeist aus Wesen mit besonderen Talenten,
d.h. jeder Anwalt hat so seine Fachgebiete,
die vor allem irgendwas mit ihrer eigenen Fähigkeit zu tun haben.
Ich zum Beispiel bin der "Flame-Lawyer",
weil ich in der Lage bin, an jeder Stelle meines Körpers Feuer aufflammen zu lassen,
ganz praktisch, wenn man mal ne Kippe raucht.
Und ja, ich kümmere mich um die heißen und dringlichen Fälle hier auf und um Terra",


lachte er und zeigte ihr direkt, was er damit meinte,
als sein Kopf sich plötzlich entzündete und er statt Haaren quasi Feuer hatte,
jetzt sah auch Alexinara, was wohl vor kurzem entzündet worden war,
eine Duftkerze brannte vor einem Frauenbild
und brachte harmonischen Lavendelduft in die Räumlichkeiten.
Alexinara war verblüfft und im ersten Moment auch kaum in der Lage, zu ihrem eigentlichen Anliegen zu kommen,
bis der Anwalt selbst eingriff und sie zurück zum Thema brachte.

"Okay, back to topic.
Wir haben eine Anklage vom Klinikum, deinem alten Arbeitgeber,
der in Deutschland in zehn Fällen fahrlässiger Tötung,
fünf Fällen von Schmerzensgeldklagen und dreißig Fällen von Sachbeschädigung ermitteln lässt.
In allen Fällen wird ein Mann namens David als Zeuge erwähnt,
dazu kommen noch belastende Arztberichte und Anordnungen hinzu.
Eine Schadensersatzklage kommt aus dem klinischen Direktorium,
die anderen wurden über die Ambulanz abgewickelt,
der Geschäftsführer hat die Untersuchungen einleiten lassen."


Seine Hände glitten zu einem Papierstapel, der anbei stand,
wo er einige Zettel blind herausgriff und durchlas.

"Va bene.
Hier ist das Anhörungsdatum gerade noch als Fax hereingekommen.
Die Staatsanwaltschaft in Hannover möchte das Verhör in zwei Tagen stattfinden lassen,
aktuell ist die Beweislage klar,
jedoch beinahe undenkbar zu eindeutig.
Irgendwelche Ideen, wer das gewesen sein könnte?
Schließlich weiß ich doch,
dass die untote Vampirlady unserer Krankenstation gute Arbeit leistet",


lobte er und lehnte sich in seinem Stuhl zurück,
den er sich direkt nach Gesprächsanfang herangeholt hatte.
Noch immer eine leise Spur von Beeindrucktsein intus habend erklärte Alexinara die Situation,
erzählte auch von David, der schon bei iher Kündigung die Finger im Spiel hatte,
seinem Hass gegenüber ihrer Person und natürlich dem Widerwillen der Leitung,
sie überhaupt als Vampir im Krankenhaus zu dulden.
Am Ende ihrer Erzählung nickte der Mann nur und legte die Stirn in Falten,
was der Vampiress die Zeit gab, sich dem Umfeld des Raumes zu widmen,
da sie eh nichts Besseres mit sich anzufangen wusste.
Ihr Blick glitt über die schlichte Möblierung hinweg und blieb an einem Urkundenschrank hängen,
wo etwaige Zertifikate und Auszeichnungen drinne standen,
der Mann schien, obwohl noch sehr jung,
einiges drauf zu haben und wohl kein Anfänger zu sein.

"Dokumente kann man nochmal prüfen lassen,
eine Zeugenaussage dabei eher weniger,
aber die Staatsanwaltschaft lässt uns keine Chance, den Zeugen vorher zu sehen,
da sein Anwalt Kontakt zu uns unterlassen hat und seinen Mandanten in Zeugenschutz hat stellen lassen.
Er müsste sich schon stark versprechen, bekennen,
bevor die Staatsanwaltschaft seine Klage fallen lässt,
nur zur Zeit ist er der höchste Trumpf",


fasste er seine Gedanken zusammen und bekam von der Vampiress ein "Hmpf" zurück,
in seinem Kopf schienen die Zellen zu arbeiten,
denn beinahe meinte die Untote, Dampf herauskommen zu sehen.

"Ja, kann ich ihn nicht davon überzeugen?",

fragte sie vorsichtig an,
wenngleich man die Boshaftigkeit hinter ihren Worten durchhören konnte,
was sicherlich auch in ihrem Willen lag,
da David mit dieser Problematik in ihren Augen zu weit gegangen war.

"Nein nein, keine "überzeugenden Mittel",
am besten er liefert sich selbst ans Messer,
dann haben wir weniger damit zu tun.
Wenn seine Aussage nicht mehr steht,
dann steht die ganze Anklage auf der Kippe."


Gerade wollte Alexinara noch etwas einwerfen,
da sprang er auf und ging hektisch zu seinem Regal rüber,
dort kramte er in einigen Papieren,
ehe er sich wieder an den Tisch setzte.
In seinen Augen erstrahlte ein beängstigendes Funkeln,
was Alexinara Gänsehaut bereitete,
aber irgendwie auch anspornte.
Mit listiger Stimme lehnte er sich etwas vor,
ein gemeines Grinsen lag auf seinen Zügen.

"I have a really good idea,
let's see what he´ll do then.
Wir treffen uns übermorgen um 8 Uhr am Landeplatz von Terra,
dort werden wir nach Hannover fliegen.
Die Anhörung ist um 15 Uhr angesetzt,
eingeladen sind nur Anwalt und Angeklagte,
der Prozess selbst soll Tags darauf stattfinden.
Bitte entsprechend ankleiden,
wir sehen uns dann",

beendete er ohne Erklärung seinen Gedankengang und lotste die verwunderte Vampiress hinaus.
Anscheinend hatte der Mann sich etwas überlegt,
was genau wollte er aber nicht sagen.
Schulterzuckend musste Alexinara also das Gebäude verlassen,
in zwei Tagen würde sie nach Hannover zurückkehren,
das bereitete ihr gerade etwas Kopfzerbrechen.
Und in ihrem Inneren kam die Frage auf:
Wo bin ich hier zum Teufel nochmal gelandet?
Denn von einem normalen Anwalt war das Treffen weit entfernt gewesen.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 23-02-2012 18:01 PM

Koron machte sich stumm von dannen, nickte Lor und Raphael noch einmal schnell, aber höflich zu und machte sich auf den Weg zu den Quartieren, wo schon wieder Ruhe eingekehrt zu sein schien. Es waren nicht viele Leute auf dem Gang, weiter drüben unterhielt sich Penso mit zwei Menschen, der Fennek nickte dem Schwarzfuchs kurz zu und widmete sich dann wieder seinem Gespräch.
Koron ging weiter durch, ins Treppenhaus, und dann eine Etage höher, wo hauptsächlich Cat D's angesiedelt waren. Er versuchte, sich so frei und gewöhnlich wie möglich durch den Gang zu bewegen, in der Hoffnung, es würde niemandem auffallen, dass Koron eigentlich nicht hierher gehörte.
Ein großgewachsener, schwarzer Wolf-Anthro kam aus einer Tür und rammte Koron an der Schulter, der Schwarzfuchs erwiederte den Stoß rechtzeitig und schob den Wolf so ein wenig weg, was diesem gar nicht zu gefallen schien.
Eine Hand zog an Korons Schulter, er drehte sich um, und kurz nach dem Hören eines leisen, gezischten "Motherfucker..." duckte sich der Fuchs noch gerade rechtzeitig weg, um der Faust auszuweichen. Seinem Konterschlag wurde ebenfalls mit einem Zurückweichen entgangen, und der Wolf baute sich vor Koron auf. "The fuck do you think you are?", kam es vom Wolf in einer tiefen, hasserfüllten Stimme.
"Obviously someone who doesn't take shit. What's the matter?"
Vom Wolf kam nur ein "Hmpf...", bevor er sich langsam umdrehte und seines Weges ging. Koron schüttelte bloß den Kopf, prägte sich die Schilder ein, die vor den Türen hingen - leider waren keine Namen daran, also müsste er sich etwas anderes einfallen lassen, wie er Tenebras' Zimmer finden konnte. Für's erste verließ er den Gang wieder, im Moment konnte er nichts weiter tun, in jedem Raum nachzuschauen war nicht drin, und jemanden gezielt nach Tenebras' Zimmer fragen wäre verdächtig, vor allem, wenn kurz darauf ein Brief verschwinden würde.
Koron verließ den Trakt zunächst wieder, machte sich auf den Weg in sein Zimmer, wo er Milia fast beim Umziehen überrascht hätte, allerdings schien sie gerade fertig geworden zu sein, als die Tür aufging. Sie unterhielten sich kurz, über die Rede, die Milia nicht besucht hatte, da sie es nicht für nötig befand, dann verabschiedete sich Koron auch schon, schließlich musste er sich bald mit Mer treffen, wieso auch immer.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 24-02-2012 10:52 AM

Das Licht in den Hallen wirkte wie immer sehr kühl. Seit seinem letzten Besuch kurz nach Mimics ableben war Raphael nicht mehr hier gewesen.
"Oh hello mister Liskor!", rief ihm bereits der Leichenarzt entgegen.
"Good day Robert." Der Mensch reichte ihm kurz die Hand, die er prompt annahm.
"So, whats about the dissapearing of the body?" - "It's quite mysterious." - "Why?"
"As you know, I've putted his body into a POD to slow down the unstableizing process. But as I came today his body wasn't there!"
"Whats about the POD?"
Beide setzten sich in Bewegung, während der Arzt weiter erzählte. "It was full of the liquid and seemed to be untouched. But I haven't found any organic material in a sample of it."
"Could he still disappeared naturally?"
"Yes... but there is something strange..."
"What?"
"Some rooms of this halls have a video-cameras. I also installed one at his chamber, because I haven't much time left for examination of him. But the recordings of the hole last week are deleted!"
"So you think someone has broke in to his chamber, stole his body, and manipulate the recordings?"
Der angesprochene nickte nur, während beide an einem Computertisch ankamen, an welchem Robert irgendetwas eintippte.
"Yes. I have already hand out the harddisks of the recordings to our IT-specialists. Maybe they could reconstruct the data."
Ein Bild eines Terminplaners erschien zunächst auf dem Schirm, anschließend die letzten Aufzeichnung. "Here, that are the last recordings."
Man sah lediglich eine steife Aufnahme des Behälters von schräger Vogelperspektive, in welchem der Körper des Toten 'schwebte'.
"Nothing special at all. Okay, if you have the results, inform me."
"Of course, but the IT says, that takes a long time. Maybe a week."
Mit dieser letzten Information verlies er bereits die Räumlichkeiten.

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Es war bereits kurz nach 1 als es an der Tür seines Büros klopfte.
"Come in!"
Ein Anthropomorpher, welcher fast wie ein menschlicher Raubsaurier anzusehen war, betrat den Raum. Seine Schuppen schimmerten in einem dunklen ocker, seine Zähne wirkten rasiermesserscharf.
"Ah, Jekan Nor, I've already waited for you." Langsam trat er näher, der kräftige Reptilschwanz war kaum zu übersehen, womit er auch geschickt die Tür hinter sich schloss.
"As you wished, I am here", zischte er.
"Yes. You are the new reinforcement of the Squad D. Your skills seems to be a good additon to the others..."

Es verging eine Weile, in welcher sich die beiden unterhielten. Raphael hatte ausdrücklich Rezlan angeordnet in der Zeit nicht gestört werden zu wollen. So wimmelte sie den einen oder anderen relativ aufdringlichen Anrufer erfolgreich ab.
Es war kurz vor 2, als Raphael und Jekan gemeinsam das Büro verließen, als plötzlich eine leichte Erschütterung den Boden erreichte.
Sofort legte der Magier eine Hand an sein Ohr. "Base control, what was that?" Eine bekannte Stimme meldete sich über Funk. "Eh... just me. The new bracelets are incredible!", fügte Lightning noch hinzu. "Ah you Ban. I feared, that an earthquake reach terra." - "Maybe I should get a new Nickname? The 'Earthfearer'!" Er lachte herzlich. Offenbar lief das Training mit Mind besser als erwartet.
"We will get to you, and introduce you to the new Squad D Member. I've already informed Black Ice. So he should get to the training fields too."
Eine kurze Bestätigung erreichte noch sein Ohr, ehe die Funkverbindung endete.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 24-02-2012 11:50 AM

Statt direkt wieder auf Krankenstation zu gehen, hatte die Vampiress den Weg zur Kantine eingeschlagen,
wo wieder mal viele dem Mittagsmahl entgegen fieberten,
anscheinend gab es an diesem Tag was besonderes auf den Teller,
sodass sich vor dem Tresen schon einige gesammelt hatten.
Da sie sich in der Masse nicht tummeln wollte, nahm sich die Vampiress einen Platz am Rande,
wo sie das Geschehen locker beobachten konnte.
Die Soldaten der ISF erschienen besonders in den Momenten vor dem Essen mehr wie normale Bürger,
hatten ihren Rangeleien und Gespräche,
als dass sie sich auf einen neuen Auftrag vorbereiten mussten.
Es waren die Augenblicke von Frieden auf Terra,
wo man vergessen konnte, dass New Light bisher viel Schaden angerichtet hatte.
Da die Untote keine Einsicht auf die geplanten Einsätze hatte,
konnte sie nur mutmaßen, was nun doch wieder auf dem Plan stand.
In der Welt war natürlich einiges vorgefallen,
wobei die ISF eher bei den "normalen" Probleme ausgeholfen hatte,
Auseinandersetzungen radikaler Gruppen, Schutz für Delegationen von Staaten,
Einsätze in Krisengebieten und bei UI´s, sowie Erkundungseinsätze.
Von New Light hatte man bisher nicht mehr viel gehört,
wobei gesondert auf Vermisstenmeldungen in der Welt Ausschau gehalten wurde,
um die von New Light ausgerichteten Experimente zu beschatten,
aber nach ihrem Einfall in das Versteck hatten sie keine größeren Aktionen mehr geplant.
Nur vereinzelt hatte es Konfrontationen mit den ISF Truppen und kleineren New Light Anhängern gegeben,
es waren bisher aber alles vergleichsweise kleine Fische gewesen.

Während Alexinara also ihren Kakao in der Kantine trank und zusah,
wie sich die Schlange der hungrigen Wesen verringerte, ging sie im Kopf nochmal durch,
was sie alles von David wusste und vor allem, wie er es wohl angestellt hatte, sie so zu hintergehen.

//Von Anfang an war er gegen mich gewesen.
Selbst nachdem ich bewiesen hatte,
dass ich auch etwas leisten kann, mochte er mich nicht//,


erinnerte sie sich und schaute auf die Zeit in Hannover zurück,
sie hatte gerade frisch in der Ambulanz angefangen und direkt zum Dienstbeginn zwei leckere Kuchen mitgebracht,
der Tisch war voll mit den Leckereien gewesen,
als sie direkt vor der Dienstbesprechung alle zusammengetrommelt hatte.
Etwas verwundert hatte das Personal die neue Kollegin beäugt,
im Raum standen zu der Zeit zwei weitere Ärzte, drei Pfleger/Innen vom Team,
und die zwei Damen von der Aufnahme der Station,
sie stellte sich vor und erhielt eine herzliche Begrüßung,
das Team hatte schon von ihrer Ankunft erfahren und auch,
wenn erste Berührungsängste vorgeherrscht hatten,
die offene und ehrliche Art der Vampiress hatte schnell alle Bedenken zerstreut.
Nach ihrem ersten Monat kam der stellvertretende Stationsleiter David aus dem Urlaub zurück
und musste feststellen, dass die Untote in seiner Abteilung gelandet war,
fast noch am selben Tag hörte sie ihn noch in der Spülküche über sie sprechen,
wie sehr er doch andersartige, nicht menschliche Wesen verabscheute,
der zuhörende Pfleger jedoch ließ sich nicht darauf ein und nickte nur stumm,
eigentlich hatte er gar keine Lust, sich das Gerede von David anzuhören.
Die ersten Tage machte er es Alexinara mehr als schwer,
trotz Vorstellung von ihrer Seite missachtete er sie und versuchte sie zu ignorieren,
bis der Chefarzt und die Leitung der Station ihm einen gehörigen Einlauf verpassten
und er gezwungen war, auch mit ihr freundlich umzugehen,
seinen Widerwillen machte er aber immer wieder deutlich.
Es ging sogar so weit, dass er die Akten ihrer Patienten bewusst versteckte,
Daten nicht eintrug oder wichtige ärztliche Anweisungen von anderen Schichten nicht ankündigte,
sodass die Vampiress immer gezwungen war, ihre Informationen selbst zu beschaffen.
Sein Widerstand war aber minimal,
wo er doch nicht geschickt genug war, ihr alles vorzuenthalten,
weswegen Alexinara irgendwann den Trick mit ihm raus hatte,
wodurch sie in der Lage war, ihm einen Schritt voraus zu sein.

//Eigentlich war er schnell zu durchschauen...//

Irgendwann hatte sie ihn zur Rede stellen wollen,
es waren inzwischen einige Jahre ins Land gezogen,
da fing sie David nach seinem Dienst ab.
Sie wollte eine Erklärung für sein Verhalten
und auch helfen, das Problem aus dem Weg zu räumen.
Damals hatte sie eine Antwort bekommen,
die sie nicht so ernst genommen hatte.
"Ich werde es dir irgendwann zeigen,
dir und deinem magiebegabten Pack.
Ihr werdet alle ausgelöscht werden..."
Jetzt war sie sich sicher,
hätte sie die Drohung von dem Mann wahrnehmen müssen,
aber inzwischen war es zu spät,
bzw. jemand hatte sich dieses Gedankengut zunutze gemacht.
Sie kam zu dem Schluss,
dass er alleine gar nicht die Kraft gehabt hätte, eine solche Intrige zu planen,
gar soweit erfolgreich auszuführen,
sie war davon überzeugt, dass jemand ihm geholfen haben musste.
Kurz suchte sie den gesitigen Kontakt zu ihrem vertrauten Drachen.
Garidion war indes in Hannover geblieben,
um auf ihr Heim zu achten und ein Auge auf die Stadt zu haben,
sie tauschten sich über die neusten Informationen aus,
was auf Terra und vor allem in Hannover los war und Garidion bestätigte ihr,
dass keiner versucht hatte, gewaltsam in ihr Haus einzudringen,
wobei der Drache aber auch äußerte,
dass er es dennoch zu verdächtig still fand in dieser Stadt.
Gerade war die Vampiress dabei ihr leeres Glas wegzubringen,
als eine Erschütterung sie erreichte,
ihr Umfeld erstarrte beinahe augenblicklich.
Nach einer langen Schreckensminute kam eine Meldung per Lautsprecher,
die Erschütterung hatte nur ein Trainingsmanöver als Hintergrund.
Insgeheim fragte sich Alexinara, wer das nun gewesen sein konnte,
also suchte sie eben jene Trainingsfelder auf,
wo wohl auch die Verursacher des Erdbebens zu finden waren.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 26-02-2012 03:11 AM

Auf dem Trainingsgelände draußen waren nur noch wenige Leute unterwegs, offenbar war es gerade zwischen zwei Trainingsphasen. Lediglich auf einem Spezialfeld waren zwei Figuren dabei, enorme Kraftstöße auszulösen, die hin und wieder unter lautem Rumms die Erde beben ließen.
Mer stand schon bereit vor Ort.
"Also, was ist los?", fragte Koron mit leicht angehobenen Armen. Mer gab ihm einen Klaps auf die Stirn.
"Etwas mehr Respekt, bitte. Ich wollte dir vor deinem Kräftetest noch eine Kleinigkeit beibringen. Eigentlich wärst du noch nicht soweit, deine pure Elementarmagie einzusetzen, aber ich denke, es wird dir sehr nützlich sein, und die Chance minimieren, dass dein nächster Einsatz in einer weiteren Katastrophe endet."
Der Schwarzfuchs seufzte leise, die Arme gefaltet und leicht zur Seite schauend.
"Du sagst das, als wäre es doch meine Schuld."
"Herrgott nochmal, war es nicht. Nicht bei dem Stand, den du zu diesem Zeitpunkt hattest. Aber mit ein wenig Extrawissen hast du bessere Chancen, in einer ähnlichen Situation vielleicht etwas umzureißen. Du bist auf dem Gebiet des Schleichens bewandert, ja...?"

Die kleine Extralektion mit Mer tat gut, es gefiel Koron immer, etwas Neues zu lernen, und dieser kleine Kniff war definitiv eines der besten Dinge, die Mer ihm beigebracht hatte. Bis jetzt, zumindest. Mer entließ den Schwarzfuchs, teilte ihm mit, dass dies bis zu Korons Kräftetraining in zwei Tagen ihr letztes gemeinsames Training war, und dass er sich gut ausruhen sollte. Morgen noch ein Aufbautraining einschieben, aber mehr nicht.
"So wie ich dich kenne, wirst du auch gleich nach deinem Kräftetraining die nächste Mission annehmen, oder?"
Koron nickte leicht, "Solange sich etwas Passendes anbietet, ja."
Der Polarfuchs konnte sich ein leichtes Grinsen wohl nicht verkneifen, "Kampfgeist hast du wenigstens. Pass nur auf, dass du nicht umkommst, ich will nicht deinen Namen in der aktuellsten KIA-Liste stehen sehen, alles klar?", wies Mer ihn mit ernster Miene an, sein Ton war ebenfalls wieder ernst und eindringlich. Er machte wohl keine Witze.

Auf seinem Rückweg vom Trainingsgelände traf er auch kurz die Vampiress, Alexinara, an, die er mit einem freundlichen Lächeln und einer leichten Verbeugung im Gehen grüßte, ehe er sich wieder in Richtung der Quartiere machte.
Dort angekommen traf Koron auch direkt Clarke auf dem Gang, der allerdings in ein Gespräch verwickelt zu sein schien, weswegen er ihn bloß mit einem kräftigen Knuff auf den Oberarm grüßte. Schnell ins Zimmer geschlichen, schälte sich Koron aus seiner Uniform und kroch in sein Bett. Er war erschöpft und wollte schlafen.
Hinter sich hörte er leise die Tür aufgehen, Schritte und dann Pensos Stimme.
"Koron, I need your help."
"Oh you must be kidding me..."


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 27-02-2012 09:22 AM

Die elektronische Tür zum Freien gab ihr gewohntes Piepen von sich, als sie sich öffnete. Draußen wirkte es dunkel - man merkte, dass man langsam auf den Winter zusteuerte. Wobei diese Dunkelheit eher das Werk der zahlreichen Unwetterbringenden Wolken war.
Der Trainingsplatz von Ban und Mind lag etwas abseits, und war einer speziell für Cat. D ausgelegter. Entsprechend groß war er - geschätze zwei Fußballfelder.
Die beiden trainierenden hatten sich bereits an den Rand gestellt, Ban mit verschränkten Armen, Mind mit einem leicht missmutigen Gesicht. Es schien, als hätte sie sich inzwischen wieder fangen können.
Aus einer anderen Richtung kommend sah man auch bereits das letzte Squad D Mitglied.

Sie begrüßten sich gegenseitig, und kurz nachdem alle beisammen standen, übernahm der Magier das Wort.
"So here we are. At first, I want to introduce you to your new Squad Member - Jekan Nor alias 'Raptor'."
" 'Raptor'? Whats about your skills?", erkundigte sich direkt Lumas.
Der angesprochene trat ein wenig vor und begann zischend: "I'm a professional in climbing and have the ability to transform in a kind of T-Rex. My teeth can even cut titanium, and my scales are like a hardened armor. Only few weapons can really hurt me. Also I'am able to spit fire in a little amount."
Julia zog eine Augenbraue hoch, während Lightning recht begeistert wirkte: "Sounds interessting. I hope, I can see you in action soon."

Nebenbei kam seine Vertraute Alexinara näher. "Ah, hello Lex", begrüßte der Schwarzgewandte knapp, ehe er sich den anderen wieder zu wandte.
"So, whats about the bracelets?"
Ban schaute zuerst seine Arme an, und begann dann zu grinsen. "They are veeery useful. I will show it."
Lightning entfernte sich etwa 20 Meter von den anderen, und stand nun mit dem Rücken zu dem Rest. Vor ihm war das komplette Feld frei. Er kanalisierte seine Kräfte, und keine zwei Sekunden später schoss ein gewaltiger Blitzschlag genau dort auf den Boden, wo er mit der Hand hinzeigte. Ein typischer Donner, zusammen mit einer leichten Druckwelle durch die plötzliche Lufterwärmung waren die Folge.
Der Boden war an der Stelle, wo der Blitz einschlug, aufgesprengt worden, sodass ein Loch von etwa einem halben Meter Tiefe zurückblieb.
"Without these Tools, I need much of energy for something like this and also much more time. Now I can shock, whenever I like", grinste er breit.
"Have you tried them too, Mind?" Die angesprochene nickte kurz. "Yes, but... I don't like them. If I wear them, I can hear the thoughts of everyone around in a middle distance range... they may be a good and handy thing, but I like to be more... alone with my powers."

"You not have to use them, but keep a pair with you, in case you need it. Now, I should leave you alone. Ice? Maybe you should try the bracelets too, but I don't think, they can improve your strength so much." - "I'll see."
Einen Augenblick später lies Raphael den neuen Vierertrupp allein. Sie sollten sich erstmal näher miteinander bekannt machen.
"Na, wie findest du den neuen?", erkundigte er sich bei seiner weiblichen Begleitung.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 27-02-2012 11:34 AM

Alexinara hatte gerade das Trainingsfeld erreicht,
als sie auch Raphael und den Rest der Squad-Mitglieder sah.
Bei ihnen stand eine Art Saurier-Mensch,
der auf den ersten Blick recht monströs wirkte.
Mehr als eine kurze Begrüßung blieb nicht übrig,
da auch schon eines der anwesenden Mitglieder seine Kräfte vorführte.
Anhand der Intensität des Blitzschlages und des Schadens konnte die Vampiress erahnen,
dass Raphael seine Finger im Spiel haben musste.
Nach einer Einweisung des neuen Mitglieds der Truppe,
"Raptor" sein Codename,
verließ sie wieder das Feld in Begleitung Raphaels.

"Hast du deinen Schützlingen etwas Neues zum spielen gegeben?
Das Erdbeben von vorhin war ja schlechthin nicht zu ignorieren",


erkundigte sie sich, weil sie die Armbänder an Bans Armen gesehen hatte,
welche auffällig nicht zu seinem normalen Schmuckrepertoire gehörten,
und eine derartige Kräfteausschüttung entweder eine hohe Kategorie
oder Verstärkungsmittel zugrunde liegen hatte.
Auf seinen Frage hin riskierte sie nochmal einen Blick zurück,
wo sich die neue Truppe gerade in ihre Räumlichkeiten aufmachte,
wohl auch um sich zurückzuziehen und etwas besser kennen zu lernen.

"Naja, sein äußeres Erscheinungsbild lässt vermuten,
dass er wohl quasi waffenimmun ist,
und mal ganz nebenbei prähistorisch anmutet,
jedoch verleitet sein Anblick dazu, ihn zu unterschätzen,
die Feuerfertigkeit hätte ich an ihm auch nicht erraten.
Er scheint eine gute Ergänzung für den Trupp zu sein,
jedoch frage ich mich, ob Mind wieder vollends für den Einsatz zu haben ist?",


fragte sie vorsichtig nach,
weil der kalte Blick Minds sich in ihren Rücken gebohrt hatte,
bis sie außer Reichweite gewesen war.
Anscheinend hegte diese Frau immer noch leichte Abneigung gegen sie,
weil sie wohl auch Sachen wusste, die sie lieber nicht gewusst hätte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 27-02-2012 12:26 PM

Mit einem zufriedenen Seufzen hängte Lor die Schürze an seinen Haken.
"Oh, ya goin'?" Henny sah auf.
"Yeah, I'm out for training now. Enough of cooking today. Sorry I'm not here for the next - "
"Have fun!", sprang die rothaarige Köchin dazwischen und winkte, dabei einen Arm um Hennys Hals gelegt.
Der Krasáne musste kichern und nickte. "Til tomorrow - if nothing interferes."

Es war jetzt, bei einem schnellen Blick auf die große Uhr über der Glasschiebetür, die sich vor ihm auftat und aus der Kantine geleitete, gegen fünf. Kaffee war durch, die Dame aus der Einschreibeabteilung hatte sich wahnsinnig über die Erdbeertorte gefreut und auch die mitgeschliffene Kollegin schien doch besänftigt, nachdem sie eigentlich keine Lust gehabt hatte, herzukommen. "See, I told you!", war irgendwo gefallen.
Jetzt machte er sich auf, um seine Ausrüstung abzuholen. Oder zumindest es zu versuchen, vielleicht brauchten sie auch noch zwei drei Stunden.
Eine fixe Frage und ein paar Wegweiserschilder später stand er vor besagtem Raum und trat ein. Was ihn erwartete, ließ ihn erst einmal den Blick schweifen. "Wow..."
Jemand anbei lachte leise. "Big hall, huh?"
"Indeed." Das Blauhaar lächelte und musterte den Soldaten, der Wache stand. Gegenüber war direkt eine Art Tresen, wo jemand wartete. "I'm looking for my uniform and things."
Ohne Worte streckte der andere Mann ihm die Hand hin. Etwas verdutzt blinzelte Lor, es machte Klick, und rasch kramte er seine Karte heraus, die er ihm in die Handfläche legte. Der Soldat musterte sie und unverhofft trat ein Lächeln auf seine Züge, bevor er sie einlas, sich umdrehte und in ein paar Regalen verschwand. Neugierig sah der Krasáne hinterher. Rein von der Maschinerie hier schien alles automatisiert, vielleicht war sie aktuell nicht in Betrieb oder seine Sachen waren so kurzfristig angekommen - logischerweise -, dass es nicht benötigt wurde, sie irgendwie anders aufzubewahren als in einem fixen Regal.
Ein paar Minuten später kam der Mensch zurück und stellte eine Kiste ab. "Shoes, uniform, PDA - should be all." Er drückte ihm ein kleines Gerät direkt in die Hand, das ihn an die seltsamen Handys von vor zwanzig Jahren erinnerte, gemischt mit einem Touch von Gameboy. Dass er so etwas noch wusste...
"Eh, nobody told me about - "
"Alright!" Der Mann krempelte die Ärmel hoch. In raschem Durchlauf informierte er das Blauhaar, was es mit dem Gerät auf sich hatte, wie es funktionierte, wie man Missionen annehmen konnte, alles, was dazugehörte.
"Everything's clear?"
Lor schlug die Faust an die rechte Brust wie salutierend. "Yes'sir."
Der Mensch lachte. "Ah, god, where were your lessons of military? Never seen somethin' like this."
Der Angesprochene zuckte nur lächelnd mit den Schultern, legte das PDA vorsichtig auf den Stoff in der Kiste und nahm sie mit. "See ya, thank you."
"Good luck, don't want to hear you killed in the next weeks!"

Rasch fand Lor sich in seinem Zimmer weiter oben, zog sich um und fühlte sich in den Stoff ein, der so anders war als alles, was er vorher kannte. Natürlich, für gewöhnlich trug er tatsächlich nur Stoff, Baumwolle, Seide, derlei, aber nicht so etwas hier. Ausgelegt für den reinen Kampf, robust, elastisch...
Die Stiefel ließ er in seinem Inventar verschwinden, dass er sie hatte, wenn er auf Mission ging, aber jetzt blieb er barfuß, wie immer. Der Blick ging noch einmal prüfend über das Camouflagemuster, das man allgemein kannte, er aber nie gedacht hätte, es je einmal zu tragen. Seltsame Wege, die das Leben manchmal nahm.
Der Wind wehte kühl zum offenen Fenster herein und veranlasste, dass es fix geschlossen wurde, bevor Lor sich auf dem Bett niederließ und das PDA betrachtete. Zum Glück hatte es tatsächlich einen speziellen Stift dabei, mit dem man auf der Oberfläche arbeiten konnte - mit den Krallen wäre ihm die Bedienung schwer gefallen. 2:0 für PDA like a handy twenty years ago.
Er erkundete das Menü gemütlich, schaute durch einzelne Missionen, hob manchmal die Braue, weil sie an so unterschiedlichen Orten der Welt Standort bezogen, und schloss es schließlich, bevor das Gerät ebenso in seinem Inventar verschwand.
Eine Runde jetzt zum Training, das würde gut tun. Hinaus, Tür zu, und ab dafür. Einzig seltsam waren die Blicke mancher, die ihm auf den Gängen begegneten, manche erkannten ihn und nickten ihm zu, andere, zumeist Soldaten, begrüßten stumm einen Mitkollegen.
Als Lor die Tür nach draußen passierte, verfiel er ins Laufen, froh, wieder an der frischen Luft zu sein, und ehe er es sich überlegte, wetzte er in vierpfotiger Gestalt davon, quer über das gesamte Gelände, einfach zum Auslaufen.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 27-02-2012 15:06 PM

(Passende Musik zum Post)

"Can't you bother someone else?", fragte der Schwarzfuchs mürrisch nach, sich in seinem Bett umdrehend.
"I don't think so", erklärte der Fennek mit ernster Stimme, was Koron sich letztendlich aufsetzen ließ.
"What could it be that you need my, and exclusively MY help for?"
"Follow me." Der Fennek drehte sich zur Tür um und schaute Koron über die Schulter an. Ein leichtes Grinsen zog sich über Pensos Gesicht, "I think you'll be most interested in what I have to show you."
Koron zögerte noch kurz. Wieso die Geheimniskrämerei? Was wollte Penso von ihm, und warum konnte er es ihm hier, wo die beiden vollkommen alleine waren, nicht sagen? Es brachte alles nichts, widerwillig kroch Koron aus seinem Bett, legte Uniform und Stiefel an und folgte dem Fennek, Clarke schloss sich den beiden sofort an, klopfte Koron leicht auf die Schulter, ein breites, warmes Grinsen im Gesicht, was den Fuchs zunächst noch misstrauischer machte.
"Your last name's Fhang, right?", fragte Penso, während die drei sich nach draußen begaben. Mittlerweile war es früher Abend, die Sonne sank schon am Horizont und erfüllte den Himmel mit einem warmen, grellen Orange-rot. Eine leichte Brise ging über die Ebene des "Parks" draußen.
"Precisely. Why do you ask?"
Penso führte die Gruppe in eine etwas abgelegenere Stelle, hinter dem Hauptgebäude, wo man freie Sicht auf die Küste hatte, die einige hundert Meter weiter lag.
"You have a sister, right?", fragte Penso in derselben Art nach wie eben.
"We've... lost contact. Long ago."
"I think there's someone you should meet."
Koron schüttelte leicht in Verwirrung den Kopf, als eine junge Frau um die Ecke bog, eine anthropomorphe Rotfüchsin, braunes, langes Haar, zierliche Gestalt, und eine Uniform der ISF tragend. Als sie näher kam und ihre Gesichtszüge klarer wurden, weiteten sich Korons Augen leicht. Diese Ohren... die Musterung, halb schwarz, halb rot. Die Schnauze... die Augen...?
"...I... Iari?"
Koron brachte den Namen kaum hervor, sein Hals wurde innerlich dicker, es fiel ihm schwer zu sprechen.
"Es ist eine ganze Weile her, nicht wahr?", antwortete die Füchsin in einer zierlichen Stimme, die zwar anders war als die, die er zuletzt von ihr hörte, jedoch noch stark genug an seine kleine Schwester erinnerte.
Wortlos schritten die beiden aufeinander zu, die Arme streckte der Schwarzfuchs kurz vor ihr aus, ehe er seine vermisste Schwester fest in seine Arme schloss.
Was sie nicht sah, war sein noch immer geschockter Blick, der irgendwo in die Ferne glitt.
"Ich dachte, ich... würde dich nie wieder sehen..."
"Das dachte ich auch..."
Koron beendete die Umarmung sacht und musste sich ihr Gesicht noch einmal anschauen. War das wirklich sie? Hatte er sie wirklich, tatsächlich, endlich gefunden?
Iari lächelte sanft, den Kopf leicht schief gelegt und zu ihrem etwas größeren Bruder aufschauend. "Du siehst fertig aus", bemerkte sie leicht kichernd. Erst jetzt legte sich ein ehrliches, glückliches Lächeln auf die Lippen des Schwarzfuchses, eines, das er seit langer, langer Zeit nicht mehr hatte. Er drehte sich zu Penso und Clarke um, der Bär hatte dem kleinen Fennek kameradschaftlich die Pranke auf die Schulter gelegt, der Fennek kam an die des Bärens nicht heran, aber stand dennoch zufrieden da.
"How did you...?"
"She signed up here while you were out. I recognized her name, got to talk to her for a while, turns out she's your sister! Boy, you could've told us you have a sweet little sister."
"I... I thought she was..."
Koron brachte nicht mehr heraus, er war noch immer sprachlos. Wieviele Jahre waren es jetzt? Zwölf? Er drehte sich zu Iari herum, die ihn immernoch warm anlächelte. "Wie bist du... wo warst du die ganze Zeit?"
"Das erklär ich dir später. Erstmal solltest du dich noch um etwas kümmern, meinst du nicht?"
Iari nickte kurz zu Penso und Clarke herüber, Koron zögerte kurz, wollte er sie noch nicht loslassen, nickte aber schließlich und schritt zu den beiden anderen herüber, die Koron rasch in die Arme nahm.
"I honestly don't know what to say...", sagte er fast flüsternd, Clarke schüttelte bloß den Kopf. "Don't mention it, buddy."


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 28-02-2012 11:01 AM

"Nun, Mind sollte sich inzwischen wieder gefasst haben. Ich hatte auch noch ein klärendes Gespräch mit ihr vor einigen Tagen."
Kurz überlegte Raphael, ob er seiner Begleitung näheres über den Vorfall bezüglich Mimic erzählen sollte, entschied sich aber dagegen - Mind konnte schließlich recht einfach ihre Gedanken lesen. Und nun mit zusätzlichen Informationen dieser Art belastet zu werden, könnte den Zustand von Julia wieder wenden.

"Und was dieses 'Spielzeug' angeht - Das sind Armbänder aus Graphen. Das ist Kohlenstoff in simpler Kettenform. Das heißt, du kannst wirklich atombreite Linien mit Graphen erzielen. Gleichzeitig ist es auch ein sehr guter elektrischer Leiter und Grundstoff einiger moderner Prozessoren, welche nicht auf Siliziumbasis arbeiten. In unserer Forschungsabteilung haben wir dazu auch ein entsprechendes Projekt am Laufen, welcher einen Terrahertz Prozessor im Betrieb verwirklicht. Mit solch einer Rechenleistung hätten wir einen entschiedenen Vorteil gegenüber unseren Gegnern, könnten doch unsere Informationssysteme weitaus schneller essentielle Daten filtern."
Ehe er sich versah, hatte sich Raphael erneut im Redefluss verloren. Von technischen Dingen erzählte er gern, war dies doch seine angestammte Domäne, neben der Magie.
Er erklärte auch, dass die Armbänder, die er in Auftrag gegeben hatte, lediglich Kräfte verstärken können, die auf dem elektromagnetischen Wechselfeld des Körpers beruhen.

"Anbei - warst du schon bei der Rechtsabteilung?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 28-02-2012 17:51 PM

Alexinara nickte und hörte ihrem Vertrauten zu,
während er wieder voll in seinem Element war,
jedoch kreuzten auch andere Dinge ihre Gedanken.
Raphael hatte ein Gespräch mit Mind geführt,
was genau er besprochen hatte, führte er nicht aus,
blieb bei der einfachen Erklärung des Zustandes,
wobei sich die Vampiress auch denken konnte,
dass er wohl nicht riskieren konnte,
dass Mind über Alexinaras oder andere Gedanken Probleme entstanden.
Dennoch behielt sie sich vor, da achtsam zu sein,
schließlich hatte sie die Frau noch als sehr explosionsfreudig in Erinnerung.
Als Raphael sie auf das Gespräch mit dem Anwalt hin ansprach, seufzte sie hörbar,
gerade hatte sie erfolgreich das seltsame Verhalten und die Art des Mannes verdrängt,
der so absolut nicht in die Vorstellung passte,
da erinnerte sie sich wieder an seine viel zu lockere Art und seinen geheimen Plan.

"Ja, war ich, aber ich bin an einen Typen geraten,
kaum zu glauben, dass sowas auch Anwalt sein kann.
In jedem Fall hat er, Francesco Benefictus,
alles im Griff und schon einen Plan, wie man zukünftig vorgehen kann.
Er ist der Meinung, dass die aktuelle Sachlage sehr schlecht für uns ist,
meinte aber auch, dass es auffällig viele Beweise gibt.
Die Anhörung meiner Person ist in zwei Tagen in Hannover angesetzt,
da möchte er mit mir dann hin und irgendeinen Plan umsetzten.
Frag mich nicht, was er vor hat,
aber da er sich selbst entzünden kann,
somit dann wohl auch Cat C Anwalt ist,
denke ich doch eher, dass er irgendwas geplant hat,
oder er möchte den "Zeugen", der übrigens David persönlich ist,
einfach mit seiner Hitze zu Tode knuddeln."


scherzte sie am Ende noch und stellte fest,
dass sie gerade am Gebäudekomplex der Soldaten angekommen waren.
Sie musste sich erneut eingestehen,
dass sie das Gelände auf Terra nicht ganz im Überblick hatte.

"Sag mal, kriegt man so nen Prozessor auch für den häuslichen Bereich?
Meiner hat ja nun schon ein Jahr auf dem Buckel,
und naja, meine Datenverarbeitung ist auch nicht so optimal,
wenn du verstehst, was ich meine.
Ach und übrigens - Sind eigentlich auch mal Einsätze geplant,
wo ich als medizinische Fachkraft rausgehen kann?
Hier ist gerade etwas mau und naja, du kennst mich ja,
ein wenig Action brauche ich auch ab und zu.
Wie sieht denn deine weitere Planung aus?",