Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 14-03-2012 10:27 AM

Fran hatte sich kurz nach der Trennung von Alexinara umgezogen,
einer der Soldaten erschien dann neben ihm in normaler Alltagskleidung
und der Anwalt sah auch aus wie ein Bewohner der Stadt, oder ein Reisender.
Anscheinend wussten die Soldaten von dem Plan,
denn ein Nicken reichte, dass sie sich in Bewegung setzen.
Einige Momente lang gingen sie durch die belebte Straße,
der eine noch bewaffnete Soldat zog sich zurück in die Schatten,
wo er den Zweiertrupp beobachten konnte.
Hier und da schauten sie wie normale Besucher in die Schaufenster,
machten manchmal ein Bild von einen schönen Gebäude und bogen alsbald in eine dunkle Gasse ab,
dort verweilten sie, ehe man von Fran einen schrecklichen Schrei hörte,
augenblicklich sprangen die Menschen erschrocken zur Seite,
die Blicke gingen zur Gasse,
wo ein am Hals verletzter Fran samt seinem Kollegen aus der Gasse humpelte.
Schnell wählte einer der anwesenden Menschen die Notfallnummer,
kaum fünf Minuten später befand sich der Krankenwagen im Fußgängerbereich,
Fran wurde nach einer Erstversorgung mitgenommen, sein Freund anbei,
es ging direkt ins nahe gelegene Klinikum Hannover Mitte.
In der Notfallambulanz hörte David,
der gerade seinen Dienst angefangen hatte, lautes Fluchen,
ein Mann mit Halsverletzung war ihm angekündigt worden,
was er auch gleich im Gang mitbekam.

"That damn Bitch!
Going to kill me this slut,
nearly got my blood.
Blood sucking monster!
I´ll rip her undead heart out of her chest!!",


tönte der auf der Trage liegende Mann lauthals,
seine Hand presste eine Kompresse an seinen Hals,
wo man schon erste rote Muster erkennen konnte.
Anscheinend hatte er eine direkte Verbindung der Wunde abgelehnt,
wohlmöglich hatte er in seinem Zustand den ganzen Wagen zusammengeschrien.
David eilte aus dem Schwesternzimmer und nahm den Mann von der Notfalltruppe entgegen,
der Mann schaute ihn wütend an, einen Moment wollte David weichen,
doch er besann sich eines besseren,
schließlich hatte er einen Ruf zu verlieren.

"Sekunde, hallo, ich bin David.
Beruhigen Sie sich, Sie werden gleich behandelt",

versuchte er dem Mann verständlich zu machen,
in der Annahme, er würde Deutsch verstehen,
doch er schaute ihn nur fragend an und knurrte den Assistensarzt an,
als dieser ihm einen Verband anbringen wollte.
Der bisher stumme Freund trat vor und schaute den etwas überforderten David an.

"Er versteht kein Deutsch, wir sind Besucher aus England",


begann er in leicht gebrochenem Deutsch mit ihm zu sprechen,
augenblicklich hellte sich Davids Miene auf,
so konnte er wenigstens arbeiten, ohne sich einen Dolmetscher holen zu müssen.

"Was ist passiert?",

erkundigte er sich,
während er den tobenden Mann in ein Behandlungszimmer führte,
der Freund schob an der Trage mit, versuchte nebenbei mit seinem Kollegen zu reden,
welcher sich immer noch nicht beschwichtigen ließ.

"Wir waren gerade in der City unterwegs,
als mein Kollege eine Dame seiner Begierde entdeckte,
er ging ihr nach in eine Gasse direkt in der Innenstadt.
Gerade als ich ihm folgte, hörte ich schon seinen Schrei,
anscheinend war er an einen Vampir geraten,
meine Ankunft verscheuchte sie aber, ehe sie ihre Aufgabe vollenden konnte",


erklärte er kurz, mit einem ängstlichen Unterton in der Stimme,
seine Hände zitterten noch, David bemerkte wie ihm die Angst noch im Nacken saß.
Er nahm dem laut fluchenden Mann die Kompresse aus der Hand,
der Freund anbei erklärte ihm alle Schritte, die David auf deutsch ansagte.
Es waren zwei kleine, typische Bissspuren an seinem Hals zu erkennen,
dazu die restlichen Abdrücke der "normalen" Zähne,
die Wunde blutete noch, weil das Gewebe gut versorgt war,
David versuchte mit entsprechenden Verbänden die Blutung zu stillen.
Als das schlimmste geschafft war, schickte er den Freund nach draußen,
da er eigentlich sowieso nicht im Behandlungsraum hätte sein sollen.
Als der sich stumm verzog, schaute David nochmal nach anderen Verletzungen,
doch bis auf den Bissbereich schien der Mann nichts Schlimmeres abbekommen zu haben.
David holte die Papiere hervor, die noch an der Trage befestigt waren.
Bevor er den Patienten gehen lassen konnte, musste er einiges vorbereiten und unterschreiben,
das normale Procedere bei Aufnahme eines Notfalles.
Zum Glück hatten die Kollegen vom Rettungsdienst seine Krankenkassenkarte direkt eingelesen,
damit die Bezahlung für das Krankenhaus keine Probleme darstellen würde,
auch etwaige andere Daten hatten sie aufgenommen,
David musste nur noch die Behandlung ausfüllen und der Mann konnte gehen.

"This is a damn dangerous city,
to think about that I could have been dead just some moments ago",


flüsterte der Mann, nur wenige Brocken waren David verständlich,
aber er wusste schon, um was es ging,
seine Gedanken kreisten wieder um den einen Dorn,
den er schon lange aus seinem Leben auslöschen wollte - Alexinara.

"Gut, dass du mich nicht verstehst, mein Freund,
ich kann durchaus nachvollziehen, was du gerade denkst.
So geht es mir seit Jahren, dieses dreckige Pack an Vampiren und anderen Wesen,
magisch und mystisch sollen sie sein, dass ich nicht lache!
Lange musste ich so ein dreckiges Etwas auf dieser Station erdulden,
doch sie wird bald ihr Fett weg bekommen.
Ich habe starke Freunde, Freunde die mir gesagt haben, was ich tun muss,
Dokumente sollte ich ihnen bringen, eine Anklage stellen,
und siehe da, sie wird bald ihre Zulassung verlieren und überall verhasst sein.
Dass sich das so schön entwickeln würde, hätte ich nicht gedacht,
am Ende werde ich meine Ruhe vor ihr haben und bald auch vom Rest.
Also brauchst du auch keine Angst um dein Leben haben,
wir nehmen das in die Hand, sehr bald...
Auch wenn dafür einige Menschen sterben sollten,
macht nichts, in der Statistik fallen sie kaum auf",


erklärte er dem Mann, mehr an sich selbst gewand als an ihn,
aber in seinen Augen glomm Hass auf, genau so wie Wahnsinn.
Fran lag noch leise vor sich herredend auf der Trage,
eine Weile später entließ ihn David auch wieder,
ein Papier in der Hand, was seinen Aufenthalt im Klinikum bescheinigte.
Er klopfte ihm brüderlich auf die Schulter und verließ mit seinem Kollegen das Krankenhaus,
alsbald trafen sie auf den Soldaten in Zivil und Fran zog sich wieder um,
wieder war er der Anwalt im Anzug, jedoch mit zwei Pflastern am Hals,
das tat seinem Erscheinungsbild und seiner Autorität kaum einen Abbruch.
Als er seine anderen Kleider ablegte, fischte er ein kleines Gerät aus seiner Tasche,
es wirkte sehr unscheinbar, aber sein Blick verriet,
dass es wichtig genug war, dass es direkt in seinem Anzug landete.


Kurz vor 15 Uhr hatte sich die Vampiress vor dem Gebäude eingefunden,
es war am Ende eine kleine Sucharbeit gewesen, die Adresse ausfindig zu machen,
lag der Ort ihres Treffens doch tatsächlich außerhalb des Innenstadtbereiches.
Gerade fragte sich die Vampiress, wo ihr Anwalt geblieben war,
da kam er auch schon mit den Soldaten um die Ecke gelaufen.
Als Erstes fiel der Untoten die verbundene Stelle am Hals auf,
sie schaute ihn mit fragendem Blick an.

"Nur ein kleiner Kratzer im Auftrag der Gerechtigkeit",

sagte er ihr kurz, ehe er schon voranging und das Gebäude betrat.
Kaum waren sie in der Eingangshalle eingetroffen, stürmten Reporter auf sie ein,
etliche Diktiergeräte und Mikrofone wurden in ihre Richtung gehalten,
die Soldaten zu beiden Seiten konnten nicht alle Menschen fern halten.
Ein Fragensturm prasselte auf die Vampiress ein.
"Wie fühlt man sich als Angeklagte in mehreren Fällen?" hörte sie,
"Man wirft Ihnen fahrlässige Tötung vor, hat das mit Ihrem untoten Dasein zu tun?",
dazu kam noch "Haben Sie sich jemals aus Blutdurst an einem Patienten vergangen?"
So als würde das nicht reichen, flog irgendwann auch noch eine Tomate quer durch den Saal,
man hörte nur noch ein "Schlampe!",
als ein vermummter Mann die Flucht ergriff,
die Tomate hatte indes die Schulter der Vampiress gestreift,
sie schaute genervt zu ihrem Anwalt,
der ganz lässig die Fragen mit keiner oder wenig Aussage beantwortete.
Eine gefühlte Ewigkeit später waren sie im Anhörungssaal angekommen,
dort war, wie schon von Fran vorher erwähnt,
die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden.
Bevor sie sich setzten,
die Richter waren gerade ebenfalls in den Raum gekommen,
reichte Fran Alexinara ein Taschentuch,
damit sie die Reste des Gemüses abwischen konnte.

Wie erwartet waren alle anwesenden Richter ältere Herren,
welche irgendwie missmutig schauten, als sie sich niederließen,
ihre Gesichtszüge verrieten keine Sanftheit
und die Vampiress befürchtete schon,
dass sie nicht so schnell locker lassen würden.
Die Anklageschrift wurde zu Beginn nochmal verlesen,
dafür standen alle Anwesenden auf und hörten dem Richter zu,
welcher mit einer dunklen und kalten Stimme die Zeilen vorlas.
Als die Einleitung abgeschlossen wurde, musste Alexinara auch schon vortreten,
wo sie sich direkt vor dem Richtertisch einzufinden hatte.
Der Richter zur rechten des mittleren Mannes - an der Zahl waren es fünf -
fragte nochmal wichtige Daten ab, Geburtsjahr und Ort, Name,
Profession, beruflicher Werdegang im Bereich Medizin.
Nach dem förmlichen Abschnitt übernahm der Mann auf der linken Seite das Wort.
Seine blauen Augen schauten sie desinteressiert an
und sie meinte, eine Gänsehaut zu verspüren bei seiner Ignoranz.

"Alexinara, bei ihrem Ärztekaliber sind solche "Fehler" doch recht unerwartet,
wie konnten Ihnen dennoch solche Schönheitsfehler unterlaufen?",


fing er die Diskussion an und stellte damit gleich klar,
dass er absolut hinter der Beweislage stand und keinen Zweifel über ihre Schuld hatte.
Diese Darstellung brachte Alexinaras Blut zum Kochen,
doch sie besann sich eines Besseren und antwortete ganz ruhig.

"Mir sind keine derartigen Fehler unterlaufen,
weder sind Menschen aufgrund von meinem fahrlässigen Handeln gestorben,
noch bin ich Schuld an falschen Diagnosen und Therapien,
die Beweislage ist fingiert und entspricht nicht der Tatsache."


Das entsprechende Selbstvertrauen hörte man aus ihren Worten
und einige der Männer schauten sie auch etwas verwirrt an,
wirkte sie bisweilen gar nicht so, als hätte sie Angst,
oder sei verunsichert durch die Beweismittel.

"Also sind Sie der Meinung,
dass die Beweismittel gegen Sie falsch sind?
Haben Sie Gegenbeweise dafür, oder nehmen Sie es nur an?",


hakte der Mann nach und die Ungeduld merkte man ihm an,
dazu noch ein Unterton Unglaube.
Fran bewegte sich hinter der Vampiress und kam an ihre Seite.

"Einschpruch, Euer Ehren,
wir haben ein Gegenbeweismittel.
Es bestätigt die Falschaussage des einzigen Zeugen",

sprang er ein und holte eine kleine Disk aus seiner Tasche,
welcher er dem Richtertisch gleich direkt auch brachte,
die Männer schauten ihn etwas perplex an.
Ein Gerichtsdiener trat heran und nahm die Disk an sich,
zum Glück hatten die Säle heutzutage Abspielgeräte für jedes Format,
egal, was auf der Welt in Form von neuen Abspielvarianten auf den Markt gebracht wurde.
Der Schreiberling notierte fleißig die Begebenheit und im Saal herrschte Stille,
alle warteten darauf,
dass das Band abspielte und was der Anwalt nun hervorgebracht hatte.
Man hörte Klackern und metallene Geräusche,
Alexinara erkannte die Stimme schon bei den ersten Worten,
David schien zu sprechen, so klar, als würde er im Raum stehen.

Einige Minuten später endete die Disk, die Gesichter der Richter waren zu Salzsäulen erstarrt,
weitere Minuten vergingen, ehe der Vorsitzende sich räusperte.

"Nun, das ändert die Sachlage etwas,
wir werden uns zurückziehen müssen, um darüber zu beraten.
Die Beweise werden wahrscheinlich nochmal geprüft,
was einige Tage in Anspruch nehmen wird.
Die Verhandlung wird an anderer Stelle fortgesetzt,
wir werden Sie in Kenntnis setzen, sobald wir weitere Informationen haben."


Er beendete seine Ansprache und erhob sich,
mit ihm verschwanden die anderen Richter aus dem Raum,
die Verhandlung war abgeschlossen, alles musste neu überdacht werden.
Fran schaute zu Alexinara, die ihn mit einem entgeisterten Gesicht ansah.
Als sie sich gelöst hatte, verließen beide zusammen den Saal,
sein Grinsen auf dem Gesicht verriet, dass er zufrieden war.

"Ich werde jetzt mal nicht fragen, wie du an diese Disk gekommen bist,
aber in jedem Fall war es eine gute Idee,
wenngleich ich mich frage, inwieweit es die Richter überzeugt hat."


"Nun, sie waren sehr erstaunt,
wohlmöglich hatten sie nicht damit gerechnet,
mal abgesehen davon, dass sie schon feindlich gegen uns gestimmt waren.
Doch die Sachlage und das juristische Recht sind höher gestuft
als ihre persönliche Meinung.
Also können wir nur abwarten, was noch passiert.
Wir sollten alsbald nach Terra zurückkehren,
hast du hier noch was zu erledigen?",


fragte sie Fran, während er sich den Verband vom Hals abnahm und diesen in seiner Handfläche verbrannte.
Dahinter kamen zwei Wunden zum Vorschein,
die sicherlich auch einem Vampir zugeschrieben werden könnten.
Gemütlich ging er voraus und informierte die Soldaten über den Stand der Dinge,
einen Anruf später kündigte er schon an,
dass der Helikopter in 45 Minuten in Hannover eintreffen würde.

"Okay, ich schaue nochmal in meiner Wohnung vorbei,
da wollte ich noch einige Sachen mitnehmen.
Wir treffen uns dann am Landeplatz von heute Morgen,
ich werde pünktlich da sein",

meinte die Vampiress nur noch und ging schon in die Richtung ihrer Wohnung.
Da sie sich beeilte, war sie kaum 10 Minuten später an ihrem Domizil angekommen.
Garidion war inzwischen ausgeflogen,
wohl auch weil ihn der Hunger quälte.
Sie betrat ihre Wohnung und nahm sich die Tasche,
da fiel ihr noch ein, dass eigentlich Lar noch irgendwo herumstreunen musste,
sie war sich nicht ganz sicher, inwiefern sie von allem in Kenntnis gesetzt worden war,
meinte aber auch, das gleich miterledigen zu können,
wenn sie schon einmal da war.
Mit geschlossenen Augen erinnerte sie sich ihrer Energiesignatur und versuchte einen Kontakt herzustellen,
es dauerte einen Moment ehe sie diese irgendwo in den Waldgebieten Hannovers ausfindig gemacht hatte.
Vorsichtig stubste sie diese gedanklich an und bekam sofort Resonanz.

//Also wenn du dich langweilst, in meiner Wohnung ist genug Platz,
oder willst du dich nicht lieber Lor auf Terra anschließen?//,

fing sie ein geistiges Gespräch an,
während sie ihre Tasche in die Hand nahm und langsam gen Wohnzimmer aufbrach.
Die Gegenseite horchte etwas irritiert ob des plötzlichen Kontakts auf,
fing sich aber schnell.

//Nö, passt schon, danke. Ich fühl' mich hier ganz wohl bisher//,


kam ihr als Antwort und dazu einige Bilder von Wald und Jagdvergnügen,
die Vampiress musste lächeln.
Im Vorbeigehen bemerkte sie eine Unstimmigkeit in ihrem Nebenzimmer,
es schien so, als wäre dort etwas umgefallen,
sie betrat das Zimmer und schaute in die Ecke,
da lag eine kleine schwarze Kugel.

//Dennoch nur damit du bescheid wei-//,


wollte sie gerade noch anfügen, als um sie herum etwas geschah,
ein Lufthauch erfüllte sie augenblicklich und nahm ihr jegliche Kraft,
sie klappte an Ort und Stelle zusammen, ohne noch
festzustellen, wer dort in ihr Heim eingedrungen war.

"We got her!",


tönte es aus dem Nebenzimmer,
ein schlanker, listig wirkender Bursche schälte sich aus der Dunkelheit,
seine Augen leuchteten beim Anblick der bewusstlosen Vampiress,
die Zunge leckte über die dünnen Lippen und ein Ausdruck von Sieg lag in seinen Zügen.

"Take her out of here,
I don´t want to meet her dragon friend."



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 15-03-2012 18:59 PM

Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Eine allgemeine Nervosität sowie Kampfbereitschaft lagen in der Luft. Zahlreiche Kampfhubschrauber und Transporter, sowie Drachenstaffeln wurden ausgerüstet und in Stellung gebracht.
Es herrschte immernoch Alarmstufe Gelb. Sollte es zu direkten feindlichen Auseinandersetzungen kommen, gäbe es direkt roten Alarm.

Auch die wichtigsten taktischen Positionen, wie Nahrungsmittellager, Waffendepot, sowie die Zugänge dorthin wurden unter stärkerer Bewachung gestellt. Dazu leistete die High-Tech Innenarchitektur des Terra-Komplexes ihr übriges, indem massive Panzertüren die wichtigsten Stellen abriegelten.
Ein Großteil der PSI-Talente hielt mental Ausschau nach feindlichen Aktivitäten und Infiltratoren. Die Bewaffnung der Insel selbst wurde erneut kontrolliert und instand gesetzt. Dazu zählte neben schwerer Artellerie auch ballistische Raketenwerfer und Prototypen von Laserprojektoren. Bei letzteren musste man es insbesondere vom Wetter abhängig machen, ob sie genutzt werden konnten. Schließlich wüde Nebel oder Regen die Reichweite und Effektivität optischer Waffen stark reduzieren.

Von dem vorhandenen Forschungsmaterial wurden auch noch einige Graphen-Armbänder in Semi-Automatik-Produktion hergestellt und an wenige, vertrauensgeprüfte ISF-Mitglieder ausgehändigt. Daneben wurden angrenzende Länder, wie Groß-Britanien, Frankreich, Dänemark und Deutschland über den aktuellen Stand unterrichtet.
Neben einen allgemeinen Bereitschaftsalarm bei allen unterrichteten Ländern, sicherten die Briten zwei Fregatten als Kampfunterstützung zu.
Von Norten Trendor wurde die Nutzung schwerer Waffen genehmigt, sofern nötig. Dazu zählten neben reinen Kampfsystem auch U-Boote, sowie gepanzerte Ganzkörperanzüge.

Raphael hingegen sicherte quasi den Hintereingang. Für den Fall, dass dies alles nur ein Ablenkungsmanöver war, gab er dem Sicherheitsdienst Anweisung ab sofort alle Kameraufnahmen, und anderes zusätzlich auf die Hochsicherheitssysteme zu speichern. Bei besonderen Vorkommnissen sollten sie direkt Meldung geben.
Andere Dinge, wie etwa, dass Terra garnicht das Ziel des Angriffes war, wurde ebenso bedacht. So wurde aus Angreifersicht hinter Terra auch auf kleinen Kampfplattformen Raketen- und Luftverteidigungsstellungen errichtet, für den Fall, dass es einen atomaren Raketenangriff auf ein benachbartes Land gibt.

Inzwischen wurden einige Erkundungsflieger bestückt, und rollten gerade von der Startbahn....


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 15-03-2012 19:21 PM

Irgendwo außerhalb Hannovers ertönte ein wütendes Gebrüll eines Drachen
und eine rötliche Gestalt flog in Richtung der Großstadt Hannover,
es war Garidion, der gerade, kaum 200 km entfernt,
das Wegbrechen seiner Verbindung zu Alexinara wahrgenommen hatte.
Blitzschnell hatte der Drache den Weg zurück gefunden,
war jedoch zu spät, um noch eine Spur seiner Gefährtin zu finden.
Er wusste aber, dass es nur die Leute von New Light sein konnten,
weil sonst keine Gemeinschaft in der Lage war, etwaiges zu erreichen
und unbekannt in ihr Heim einzudringen.
Wutentbrannt landete er auf dem Gebäude und brüllte nochmal auf,
seine Hilflosigkeit machte ihn rasend, aber beiweitem nicht so wild,
als dass er nicht sofort wieder aufbrechen konnte,
um jene zu informieren, die bisher an ihrer Seite gestritten hatten.
Irgendwo in den nahen Wäldern der Stadt erreichte ihn eine andere Aura,
es war der Geist der jungen Frau, welche Alexinara noch kontaktiert hatte,
Lar, an den Namen erinnerte er sich, suchte seinen Geist.
Nach einem kurzen Wissensaustausch beschloss sie, mit dem Drachen zusammen nach Terra zu reisen,
einige Augenblicke später sammelte er sie auch ein und machte sich mit schnellem Flügelschlag auf den Weg,
es würde nicht lange dauern und sie dort eintreffen.



Die Gedanken Alexinaras meldeten sich langsam wieder,
sie fühlte sich matt und geschlagen, alles wirkte träge.
Sie meinte gar langsamer zu denken
und merkte, dass ihr jede Bewegung unendlich schwer fiel.
Mit Mühe öffnete sie die Augen und fand sich in einem hellen Raum wieder,
dieser bestand aus einen Bett, auf dem sie lag,
einem Tisch mit zwei Stühlen und sonst gar nichts.
Die Wände waren in weiß gestrichen und auch die Decke erschien sehr hell,
beinahe meinte die Vampiress, indirekte Lichter darin zu sehen,
welche den Effekt der Helligkeit noch verstärkten.
Sie musste die Augen wieder schließen,
so sehr brannte ihr das Licht darin.
Nach einer gefühlten Unendlichkeit konnte sie ihren rechten Arm bewegen und tastete ihren Hals ab,
der sich etwas seltsam anfühlte,
tatsächlich befand sich auch eine Art Halsband daran,
welches schwer auf ihrer Haut lag.

"Was zur Hölle?",

flüsterte sie kaum merklich in die Stille des Raumes hinein,
da sie davon ausging, ganz alleine zu sein.
Plötzlich vernahm sie ein Rascheln an ihrer Seite,
innerlich zuckte sie zusammen, ihre Bewegung erstarrte.

"Our magic-blocking-necklace is an good invention from our research places.
It is blocking your magical abilites due to the fact that it makes you,
who uses blood magic to continue living like normal,
weak because your magic can´t support you.
It´s kind of strange feeling that weak, Miss Vampire?
If I were you, I wouldn´t try to get rid of it,
actually your body is stabil because we give you magical treated blood,
which gives you the chance to live forward without your abilities",


erklärte ihr der Mann zu ihrer Seite,
den sie nicht im Blickfeld hatte und somit nicht ansehen konnte.
Als er es erzählte, merkte sie auch den Zugang an ihrem Arm,
sowie das sanfte Pulsieren eines Gerätes zu ihrer Linken,
welches stetig Blut in ihren Körper pumpte.
Sie erkannte auch die Wahrheit in seinen Worten,
denn ihre magischen Fertigkeiten waren wie versiegelt,
einfach verschwunden und nicht greifbar.
Auch merkte sie den Umstand, dass ihr Körper schwach war,
so schwach. dass sie gerade so noch bei Bewusstsein sein konnte.
Die Gestalt bewegte sich durch den Raum und kam in das Gesichtsfeld der Vampiress,
sie erkannte einen hageren Mann, kaum ihre Größe und blonde Haare,
er konnte ein Asiate sein, aus welchem Land konnte sie nicht einschätzen,
wirkte er doch beinahe keinem zugehörig und doch irgendwie schon.
Wütend starrte sie ihn an, sein Lächeln wirkte kalt und giftig,
er zog seinen Stuhl weiter an ihr Lager heran und beugte sich zur ihr herüber.

"First of all, nice to meet you, Miss Vampire.
It´s my first time having a chat with your kind,
the other undeath beings were eliminated because they weren´t strong enough.
As you maybe already know,
we are trying to find a way to get magical powers into normal Individuals,
but also we want a way to get rid of people with special abilities.
without just kill them, but to extract their special power."


Seine schmale Hand fuhr über den Kopf der Vampiress,
eine Strähne streifte er beinahe liebevoll aus ihrem Gesicht,
ehe wieder der kalte Ausdruck sein Gesicht vereiste.
Erneut erhob er sich,
die Arme hinter dem Rücken verschränkt ging er durch den Raum,
die Vampiress wunderte sich, was er damit bezwecken wollte.

"Just for now we need you to cooperate with us,
you have information about topics we haven´t discovered yet.
With your source of knowledge we would be able to develop faster.....",


ein wütendes Fauchen erntete er für sein Angebot,
was ihn nicht mal mit der Wimper zucken ließ,
wohlmöglich hatte er das erwartet,
denn kaum eine Sekunde später trat jemand anderes ein.
Ein junger Mann, kaum 18 Jahre alt,
trat an seine Seite, sein Erscheinungsbild war mehr als befremdlich,
die Lippen mit dünnen Fäden zusammengenäht,
er hatte sich die Haare an den Seiten abrasiert,
die Ohren waren über und über mit Piercings zugetackert.
Tattoos schien er wohl auch überall am Körper zu haben,
in jedem Fall wirkte er nicht gerade freundlich.
Der Mann an seiner Seite schaute ihn an,
dann ging sein Blick wieder zu Alexinara.

"Let us see how much pain you can endure,
while your body is weak und will be in bad pain.
This is our little friend Jack,
he likes to see people in pain,
especially good looking women.
Oh Jacky boy, take your time,
have fun with her.
But let her live at last,
I´ll be back in like one hour",


sagte er ihm noch und verschwand aus dem Raum.
In den Augen des Jungen blitzte der Wahnsinn auf,
er zog einige Gerätschaften aus seiner Tasche,
darunter auch Skalpell und Schere.

Es war wohl eine Stunde vergangen, als der Mann erneut ins Zimmer kam,
sein Gesichtsausdruck veränderte sich kaum, als er den lädierten Körper der Vampiress sah,
der Junge hatte seine Arbeit gut verrichtet,
einerseits hatte er ihr eine Vielzahl von oberflächlichen Wunden angetan,
andererseits hatte er vorrangig nur Wunden gemacht,
die schmerzten, aber keine tödliche Wirkung hatten.
Ihre Kleidung war zum Teil eingerissen,
weitläufige Teile dieser lagen in Scheibchen und Fetzen am Boden,
die Vampiress atmete schwer und biss die Zähne zusammen.
Zu keiner Zeit hatte sie ihm die Genugtuung gegönnt, ihren Schmerz zu hören,
noch hatte sich ihr Gesicht verzogen,
auch wenn er öfters mit grausamen Werkzeugen Schändungen an ihrem Körper begangen hatte.
Während der ganzen Zeit hatte sie sich gefragt, wie dieser offensichtliche Mensch soviel Freude an Folterung finden konnte,
sie schätze ihn auf einen jungen Mann ein,
der eigentlich auch eine ganz normale Kindheit gehabt haben könnte.
Dennoch war sein Blick falsch gewesen, so dermaßen falsch,
dass in seinem Leben etwas Drastisches geschehen sein musste,
was ihn völlig aus der Bahn geworfen hatte.
Die Befriedigung durch seine Taten hörte man, auch körperlich sah man es.
Sein wahnsinniger Blick brannte sich in ihr Gedächtnis ein,
sie hatte zwar schon einige Jahrhunderte von Folterung hinter sich gebracht,
jedoch war es nichts im Vergleich zu der Perversität dieses jungen Mannes,
und der Hingebung, wie er seine Opfer langsam aber sicher von oben bis unten verstümmelte.

Mit einem Wink nahm der junge Mann gehörig Abstand von der Vampiress,
der asiatisch wirkende zweite trat wieder an ihre Seite.
Mit einem Lappen wischte er ihr das getrocknete Blut aus dem Gesicht,
selbst da hatte der wie ein Berserker gewütet,
wenngleich seine Handlungen koordiniert und irgendwie auch einem Plan folgend wirkten.

"As you can see he is a genius with his toys,
I hope you had plenty of fun with him.
I want to ask you again if you want to cooperate with us,
New Light would love to get you as a supporter,
even so we would change your inhabitation to a pleasent one.
Maybe we would also allow you to get your powers back,
but thats a thing I´m not allowed to decide."


Die Vampiress schaute ihn wütend an,
sie merkte aber, wie schwer es ihr fiel, ihn im Fokus zu behalten,
so stark hatte man ihre Kräfte unterdrückt.

"I endured more torture from other people,
this little kid doesn´t fear me.
You will never get my permission to continue with that.
But as I see you don´t have a PSI-Talent who can manipulate me,
so you have to keep me alive because you need me,
does it hurt to see my resistance?
You little bastard won´t get anything out of my body,
moreover I will rip out your guts and feed myself with your blood,
do you know that killing people slowly is one of my hobbies?
I´ll fuck up this damn ambush and get your New Light asses to hell.
Even if you try hundred of years, you won't get anything you want.
Go to hell, I´ll get you shit back to the hole where you´ll born from,
so you can rot in there again to wait till your lifes end!",


warf sie ihm entgegen und spuckte in sein Gesicht.
Gelassen wischte er sich die Spuke aus diesem,
das Taschentuch warf er anschließend weg.
Seine Miene hatte sich kaum verändert,
eine überlegene Sicherheit lag in seinem Blick,
so als wüsste er, dass er irgendwann gewinnen würde.

"So you are declining again, what a pitty.
Furthermore you are right,
we have actually no PSI-Talent that could challenge you,
your mental barriers are even strong in your current state.
After all, for now just get some Rest,
your wounds won´t heal until you get medical treatment,
and tomorrow will be a day full of new discoveries."

Mit diesem Wortlaut nahm er den Jungen mit aus dem Raum,
das Licht wurde augenblicklich gedimmt und das Gerät schaltete sich ab.
Alexinara merkte kurz darauf, wie ihr Bewusstsein wieder verloren ging,
immer schwerer wurden ihre Gedanken, bis sie nichts mehr denken konnte.
Sie glitt hinab in Bewusstlosigkeit und damit in einen Zustand der Starre.
Bis das Gerät wieder Blut in ihren Körper pumpen würde, war die Vampiress sozusagen tot.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 16-03-2012 10:01 AM

"Sir, a non regular dragon unit near itself from the coast of germany. He said, he would like to speak with you", ertönte über das Codec des Magiers.
"How is his name?"
"Garidion. He have a passenger, called Lar. Should they pass?" - "Yes. Please add them to the friendly visitor list of terra and redirect both to the landing zone."
"Understood."

Ein leicht mulmiges Gefühl breitete sich im Magier aus, als er sich von dem Waffenlager zu einem der Fahrstühle begab. Alsbald fand er sich bei der Startbahn ein, wo es auch reservierte Bereiche für Besucher gab. Das Garidion und die Zwillingsschwester von Lor gleichzeitig gemeinsam hier auftauchten, deutete er als ein Zeichen. Nur ob es ein gutes oder schlechtes war, galt es herauszufinden.
Lar stieg kurz vom geflügelten ab.
//Was ist denn hier los?//, erkundigte sich Garidion direkt, als er die doch eilige Vorbereitung und schnellen Bewegungen überall auf Terra bemerkte.
"Wir bereiten uns auf einen massiven Angriff vor. Höchstwahrscheinlich New Light. Wenn ihr uns unterstützen wollt, nur zu. Jede Verstärkung ist gern gesehen."
Lar sah sich kurz um, dann zurück. "Lor ist auf Einsatz, nicht wahr?", erkundigte sich die Rothaarige.
"Soweit ich weiß, ist er gerade in einem Auslandseinsatz", bestätigte der Magier.

"Was verschafft mir dann die Ehre?" - //Alexinara//, schnaupte der Drache direkt und erklärte mit zornigem Unterton die Geschehnisse.

"...verstehe. Leider gibt es aktuell größere Probleme, um die ich mich kümmern muss."
"Größere Probleme als die einer vertrauten Person helfen zu müssen?", trotzte es von Lar mit durchdringenden Blick.
"Ja", tönte es knapp entgegen.
Einen Moment lang war es still. Dann erhob der Schwarzgewandte erneut die Stimme. "Allerdings heißt es nicht, dass sie mir gleichgültig ist. Keineswegs. Ich kann allerdings aktuell nur indirekte Unterstützung leisten, etwa ein paar Einheiten für euch abstellen, oder einen Anruf an die deutschen Behörden tätigen. Und wenn ihr keiner 'neuartigen' Spur, wie Magie oder Auren folgen konntet, dann muss es ebend klassisch polizeilich gehen. Anbei - hat Alexinaras Wohnung keine Überwachungskameras?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 16-03-2012 11:15 AM

Die Frau mit den feuerroten Haaren und gleichfarbigen langen Wolfsohren trat heran und neigte leicht den Kopf. Der Wind verwehte den Rock um ihre Beine sachte, dessen seitlicher Schlitz bis an die Hüfte reichte. Eine knielange Hose - alles im gleichen Rot - verdeckte die Sicht auf zu viel. "In Ordnung."
Lar wandt sich halb ab. "Sagt mir nur, wohin und wie, nehmt Kontakt auf wie stets. Bis die Kampfhandlungen starten, verweile ich im natürlicheren Teil dieser Insel und stehe niemandem im Weg. Außer ich kann irgendwo bereits anpacken."
Die Krasánin wartete auf etwaige Rückantwort, bevor sie sich davonmachte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 16-03-2012 13:20 PM

"Ihr könntet gemeinschaftlich zurückreisen, und den Spuren vor Ort folgen. Eventuell hilft dein Geruchsinn als Krasánin euch weiter. Gleichzeitig sollte auch die ansässige Polizei informiert werden. Solltet ihr sonst nichts weiter tun können, und ihr seid vor 12 Uhr nachts quasi einsatzbereit, dann könnt ihr euch immernoch anschließen. Dann beginnt nämlich die heiße Phase. Spätestens um 3 Uhr morgens werden die Kämpfe beginnen."

"Sir, we've a problem at the southline defense", tönte es kurz und bündig über Codec. "Ich selbst habe noch alle Hände voll zu tun. Sofern ihr mich nicht finden solltet, wenn ihr zurückkehrt, sucht einen Ausbilder oder einen Offizier auf. Er kann euch wohl dann eher sagen, wo ihr gebraucht werdet. Ich hoffe euer Englisch ist nicht allzu eingerostet...
Ansonsten könnt ihr auch die mentale Kommunikation zu mir nutzen, sofern es um etwas dringendes geht. Bis dann..."

Ohne weitere Zeit zu verlieren, nutzte Raphael seine Levitationsfähigkeiten, um schnell von dem Rollfeld zur südlichen Verteidigungslinie zu kommen.
Dies dauerte seine Zeit, in welcher einige Gedanken ihn heimsuchten. Lor und Alexinara waren nicht anwesend bzw. mit anderen New Light Aktivitäten "beschäftigt". Hier dann noch das Großaufgebot. Es schien, als wären sie insgesamt in der Überzahl, wenn sie derart viele Aktionen gleichzeitig durchführen können.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 16-03-2012 16:35 PM

Der Drache schnaubte und schüttelte seinen massigen Schädel,
seine Schuppen erschienen bedrohlich rot zu funkeln,
wohl auch, weil er so wütend über diesen Umstand war.
Schließlich hatte er nicht sehen können,
dass New Light sich Alexinaras bemächtigen würde,
noch, dass er keine Spur von ihr fand.

//Es gibt keine Spuren über sie,
man hat sie direkt in die Starre versetzt, sodass ihre Aura erloschen ist.
Wer auch seine Finger im Spiel hat, war geschickt darin sie im Geheimen mitzunehmen,
die Polizei wird uns dabei nicht helfen können.
Schalte sie ein, wenn du der Meinung bist, sie würden etwas finden.
Und ja, sie besitzt ein Überwachungssystem,
was aber nur bei "Feindkontakt",
also dem Eindringen einer fremden Person in den magisch geschützten Bereich,
aktivert wird und eben jene Feinde aufnimmt.
Was auch geschehen ist, die Leute haben eine Hintertür genutzt,
die Alexinara selbst nicht gekannt hat.//

Der mächtige Drache machte eine Pause,
langsam schien sich die Verfärbung zurückzubilden,
auch seine Wut erlosch allmählich,
wenngleich er diese Situation nicht mochte.

//Tu, was du tun musst,
ich werde eure Truppe hier unterstützen.
Es wird euch an Kraft mangeln,
wenn New Light einen großen Angriff planen sollte.
Sag mir, wo ich gebraucht werde,
so lange streife ich umher und suche den Bereich Hannover ab,
eventuell fällt mir doch etwas ins Auge,
was mir einen Hinweis liefern könnte//,


meinte Garidion noch und verließ den Landeplatz, indem er sich kraftvoll abstieß,
innerhalb kürzester Zeit war er aus dem Blickfeld verschwunden.



Fran hatte vergeblich auf Alexinara gewartet und von sich aus Terra kontaktiert,
da aber jeder in Eile ob der nahenden Bedrohung war,
konnte keiner ihm so wirklich Auskunft geben.
Aus Sorge, etwas könne doch geschehen sein, ließ er sich zu ihrer Wohnung fliegen,
welche er natürlich leer vorfand.
Nur die schnell abhebende Gestalt eines Drachen hatte er noch während seiner Ankunft gesehen
und sich selbst auch gefragt, was da eigentlich geschehen sein mochte.
Erst auf halbem Weg nach Terra erreichte seine Delegation auch die Nachricht vom möglichen Angriff,
der Anwalt sah seine Beunruhigung bestätigt und nahm sich vor, direkt den Leiter der ISF zu kontaktieren,
wenn er ihn vorher noch treffen würde.

Garidions Suche im Umland Hannovers blieb ergebnislos,
selbst die kurz nach seinem Abflug alarmierte Polizei fand keine Hinweise,
Fingerabdrücke oder Zeichen von Gewalt.
Auch wenn sie erst per Hubschrauber aufs Dach von Alexinaras Haus gehen mussten, um ihre Wohnung zu breteten,
so waren sie immerhin professionell genug, daran keinen Anstoß zu nehmen.
Es war kurz vor 23 Uhr, als Garidion wieder auf Terra eintraf,
zwar hatte er noch nicht aufgegeben,
doch die Bedrohung vor der Insel erschien aktuell schlimmer.
Da er seiner langjährigen Gefährtin auch etwas mehr Durchhaltefähigkeit zusprach,
als man ihr auf den ersten Blick ansehen konnte.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 19-03-2012 04:29 AM

Der 11. Oktober 2032 begann für den Schwarzfuchs ungewohnt ruhig. Milia und Penso waren noch beide am schlafen, auf die genaue Uhrzeit hatte Koron nicht geachtet, es schien noch relativ früh am Morgen gewesen zu sein. Leise schlüpfte Koron in seine Uniform, zumindest in Hose und Oberteil, die Panzerung ließ er zum Großteil weg, lediglich seinen Halfter, der an den gepanzerten Gürtel befestigt war, und eine Pistole nahm er mit. Seine Schwester klingelte er per PDA kurz an, als sie nicht sofort antwortete, steckte er das Gerät wieder in seine Halterung, vermutlich schlief sie noch.
Koron machte sich entspannt auf zur Kantine, auf Terra schien noch nicht allzu viel los zu sein, vereinzelt traf er Leute an, Soldaten wie andere Angestellte, Angehörige aller Arten, die sich angeregt unterhielten.
In der Kantine erspähte er schon Clarke, der sogar sitzend aus der Menge hervorstach und den Schwarzfuchs sofort erkannte und zu sich winkte. Koron holte sich schnell ein Tablett, zwei Brötchen, ein wenig Aufschnitt und zwei kleine Butterwürfel sowie ein Buttermesser, bevor er sich zu Clarke und den anderen Gestalten an dessen Tisch setzte. Der einzig freie Platz war neben dem Bären, der Koron wie gewohnt zu sich zog, sobald er in Griffweite war, wodurch dieser fast seine Ration in der Umgebung verteilte, es aber noch gerade so ausbalancieren konnte.
Vor ihm saßen ein Mensch, ein Aquarianer, eine Elim und eine Schlangenanthro Dame. Neben ihm saß niemand, da sich Clarke, der ohnehin schon zwei Plätze auf der Bank einnahm, relativ mittig platziert hatte.
"This is the new guy I told ya about, tough guy with guts and a heart. Guys, this is Koron; Koron, these are Orghin, Warfa', Jheal and T'zal, all DSUs."
Koron nickte kurz jeden an, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Seit die Last um das Unwissen über den Verbleib seiner Schwester von seinen Schultern war, konnte er endlich leichter aufatmen.
Die vier erwiderten Korons Nicken einer nach dem anderen.
"I imagined him to be bigger."
"Boy don't have to be as big as Clarke. Look just like I imagine him."
"Interesting stripes along his muzzle."
"He's cute. Could be a lot of fun."
Auf den Kommentar der Schlangendame am Ende hin verzog Koron leicht unsicher eine Augenbraue, die geschuppte Anthrolady zwinkerte ihm verspielt zu und ließ dabei kurz ihre gespaltene Zunge zwischen den Lippen hervorzucken.
Während des weiteren Frühstücks stellte man sich gegenseitig vor, Koron erzählte etwas über seine Vergangenheit, die anderen erklärten, wie sie jeweils nach Terra kamen, was sie zuvor taten, wie es um die Familie stand.
Orghin, der kräftig gebaute, dunkelhäutige Mensch war wohl Clarkes Trainingspartner, die beiden waren ständig dabei, sich gegenseitig zu messen, wer momentan der stärkere war. Scheinbar war es meistens Clarke. Der Mensch arbeitete früher als Fitnesstrainer und kam nach Terra, als sein Vater starb, der hier ebenfalls diente.
Warfa', der Aquarianer, der nur gebrochenes Englisch beherrschte, lebte früher an der Westafrikanischen Küste und kam nach Terra, als nach einem Bürgerkrieg in seinem Land seine Familie knapp vor dem Ruin stand. Er hatte auf Terra noch einen Bruder, der in Squad B-35 tätig ist. Beide schickten immer einen Teil ihres Gehaltes nach Hause.
Die Elim namens Jheal kam aus der Nähe des Redwood National Park in den USA, hat früher für das FBI gearbeitet und ist nun wegen der besseren Bezahlung nach Terra gewechselt.
T'zal, die Schlangendame, war Araberin, ihre Heimat Neu-Persien, der frühere Iran. Sie war früher in der Informationsbeschaffung tätig, angeblich wurde sie hauptsächlich auf männliche Individuen angesetzt, um sie zu verführen. Sie empfahl Koron weiterhin, eine ihrer speziellen "Massagen" auszuprobieren, was der Schwarzfuchs zunächst jedoch dankend ablehnte.
"I'll get back to that offer later, handsome", bemerkte sie selbstsicher.
"Hey, have you heard what happen earlier? The helicopters this morning?"
"Yeah, they woke me up. What was goin' on there?"
"Rumor say they killed a boy. Only ten years old."
Kurz herrschte Stille am Tisch. Darüber waren also alle so aufgeregt...
"What? A Child?!"
"Goddammit, man... What's become of this world?"
"Heard they took his body, gonna burn him or something."
"Why would they do something like that?"
"They say boy caused lot of trouble in germany, er... Hanofer? Destroyed hospital."
In dem Moment blitzte es in Korons Gedanken auf. Sie hatten doch nicht etwa...? Nicht den Jungen...
"Fuck, he was innocent..."
"You knew about that?"
"I knew the boy... kinda. He was the reason I'm here more or less. I told you about the hospital in Hannover. I fear... that was the boy."
"Didn't you say you tried to shoot him earlier?"
"I tried to stop him, I never intended to kill him. Of course it could've gone wrong, but... damn, he was bringing a lot of people in serious danger at that moment. I thought they had him under control by now, though..."
"A'ight, lil' buddy, no need to justify yourself here. We all made mistakes at some point, an' what happened, happened, can't change anythin'. An' it wasn't your fault they killed him now, was it?"
"I don't think so."
Erneut herrschte kurz Stille, dann hörte Koron einige Meter neben sich eine bekannte Stimme seinen Namen rufen. Sofort drehte er sich um, um seine Schwester zu umarmen, die noch halb verschlafen, aber schon fertig angezogen neben ihm auftauchte.
"Na, gut geschlafen, Bruderherz?", fragte Iari leicht gähnend nach und winkte in die Runde, "Hey guys!"
Die Truppe begrüßte Iari sofort freundlich, scheinbar hatten sie schon Bekanntschaft gemacht.
"Oooh, so YOU'RE her brother?", stellte Orghin erstaunt fest, "Holy shit..."
"We didn't know it was you. One more pleasurable surprise."
"If ya don't mind... you two don't even remotely look alike..."
Die Feststellung der Elim sorgte auch im Rest der Reihe plötzlich wieder für Aufsehen, eine "Moment, stimmt ja!"-Stimmung.
"I was adopted", erklärte Koron knapp und sachlich, was die Stimmung sofort wieder änderte, zwar nicht gerade in etwas Positiveres, aber zumindest die fragenden Blicke waren verschwunden.
"Iari, hast du schon gehört, was heute morgen passiert ist?"
Die Rotfüchsin nickte nur sacht, ihr Blick wurde selbst ein wenig düsterer. "Ja... der europäische Gerichtshof hat wohl einen kleinen Jungen exekutiert... Aber warum haben sie so etwas nur getan?"
"Dachten wohl, er wäre eine zu große Bedrohung..."

Man unterhielt sich noch eine Weile weiter über den Vorfall, bald artete es in Grundsatzdiskussionen aus, ob dort überhaupt alles mit rechten Dingen zuging, die Genfer Konvention kam ins Spiel, und irgendwann stellte sich auch die Frage, wie die oberste Etage Terras das zulassen konnte.
Die Gruppe löste sich dann bald auf, Koron machte sich auf zum Trainingsgelände, schließlich wollte er sich vor seinem Kräftetest morgen noch ein wenig vorbereiten. Iari folgte ihm mit der Begründung, sie wollte ihren Bruder mal in Aktion sehen. Auf dem Trainingsplatz stieß Milia auch bald hinzu, sie hatte ihr Frühstück wohl eingenommen, während sich die Truppe von eben noch unterhielt, und war jetzt auch auf ein wenig Training aus. Die Herausforderung wurde natürlich angenommen, und wie jedes Mal in den letzten Tagen machten die beiden einen freundschaftlichen Wettstreit daraus, der in etwa gleich ausfiel. Lediglich bei Übungen, die Körperkraft erfordern, hatte der Schwarzfuchs die Schnauze vorn. Nach dem Training verabschiedete sich Iari fürs erste, hatte sie noch Arbeit zu erledigen, und die beiden DSUs hüpften unter die Dusche - nicht dieselbe, natürlich.

Der Rest des Tages verlief relativ ereignislos, Mer erkundigte sich noch nach Koron und erinnerte ihn an den Kräftetest morgen, er solle sich gut ausruhen und vorbereiten, danach musste Milia noch zur Krankenstation und eine Nachuntersuchung über sich ergehen lassen. Der Schwarzfuchs begleitete sie, und irgendwie schafften die beiden es, sich für den Rest des Tages in Gesprächen über alles mögliche zu verlaufen. Diese dauerten bis in den späten Abend an, und irgendwie müssen die beiden dabei kreuz und quer über Terra gewandert sein, bis sie wieder an ihrem Zimmer ankamen. Man wünschte sich eine gute Nacht, schlüpfte aus den Uniformen und in die Betten und schnappte sich so viel Schlaf, wie eben möglich war.



Der nächste Tag begann ähnlich ereignislos, Koron wurde gegen 10 Uhr wach, dann machte er sich rasch in seiner Uniform auf in die Kantine, schließlich konnte er vor dem Kräftetest noch ein Frühstück gebrauchen.
Penso war gerade auch in der Kantine, genauso wie Red Dot, der ihn dezent auf seine Bitte hin ansprach. Koron erklärte ihm, dass er noch nicht herausgefunden hatte, wo er überhaupt suchen musste, die Räume waren viele und es hielt sich stets jemand im Gang auf, da kam ewiges Herumschnüffeln nicht infrage. Penso wiederum erkundigte sich, wo Koron und Milia gestern den ganzen Tag gesteckt hatten, was der Schwarzfuchs ihm ebenfalls sachlich erklärte.
Gerade, als Koron zuende gegessen hatte, ertönte durch die Lautsprecher eine Durchsage und die Warnleuchten an den Wänden begannen, permanent gelb zu leuchten. Kein irritierendes Blinken, sie waren einfach wie gelbe Lampen angeschaltet.
"Attention! Alert state yellow! All people get to their position. ISF Members immediatly prepare for combat. This is not an exercise!", tönte es aus den Lautsprechern, heller Aufruhr machte sich plötzlich in der gesamten Kantine breit, kurz darauf ertönte eine weitere, vertrautere Stimme aus den Lautsprechern, "At all - here speaks Raphael Liskor. We have a unclassified swimming island reaching the position of terra on our sonar. It will be in visual range in about 14 hours. The inner structure seems to be a military one. Make sure, you are at full concentration tomorrow morning."
Was, eine schwimmende Insel mit militärischer Innenstruktur? Einige der Soldaten schauten sich kurz ungläubig um, fragten bei ihrem jeweiligen Nebenmann oder ihrer Nebenfrau nochmal nach, ob sie auch richtig gehört hatten.
Korons PDA meldete sich kurz nach der Alarmmeldung, es war Mer, der ihn zum vereinbarten Treffpunkt für den Kräftetest bestellte...


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 19-03-2012 12:08 PM

"Sir, please get immediatly to the mission control central!"
Dies war die einzige Nachricht, die noch während einiger koordinierter und doch rascher Wartungsarbeiten an einem Laserprojektionsgeschütz der Südlinie hereinkam. Nachdem Raphael sich versichert hatte, dass die Arbeiten ohne ihn beendet würden, machte er dich direkt auf den Weg zurück zum Verwaltungsgebäude. Erneut nutzte er die Levitation zur Fortbewegung, wirkte selbige doch nur an der direkten Oberfläche seines Körpers und konnte somit seine Security-Card nicht beeinflussen und unbrauchbar machen, wie manch andere Praktik.
In der Einsatzzentrale angekommen, wurde er über den neusten Stand informiert. Keine Nation hat offiziell bestätigt, dass dieses Objekt zu ihnen gehört.
Gerade kamen Livebilder von zwei Aufklärern rein, sowie genauere Positions- und Größendaten. Die Insel war deutlich kleiner als Terra, und war winzig im vergleich zu anderen Inseln. Mit gerade mal fünf mal fünf Kilometer Ausbreitung konnte sie nicht zuviel an Masse beherbergen. Allerdings hatte die Insel eine größere Höhe durch einen Vulkankrater.

"Mission Control, everything seems quiet. No suspicious activity detected", ertönte es über Lautsprecher von einem der Piloten.
"Keep on examining."
Auf einem Kamerabild sah man deutlich, dass ein Flieger dichter an die Insel heranflog.
"What the... AHH!"
"What happened?!" Ein Kamerabild war verschwunden. "The signal of Disco I is lost."
"Disco II - what happened?"
"I got my ass out of here! Disco I crashed at a kind of invisible shield!"
"The situation get even worse...", kommentierte der Einsatzleiter und schaute dabei zum Magier.
"I have expected something like this. You know some people knows much about shielding technology. Especially weapon protecting... So our artillery weapons won't affect this island that much..."
"What about shielding breaking ammo?" - "That could be a chance. But we haven't that much right here. Inform our engineer team. They should prepare three missiles with magical capsule warhead, like the M-200. It have not to be the best and effetivst construction, but it must go fast."
Einer der Nachrichtenoffiziere nahm direkt internen Kontakt auf.
"What is the weather forecast about?" - "If nothing unnaturally happens, we will have a clear sky til tomorrow midday."
"Finally a positive message."

------

Die Stunden vergingen. Hier und dort wurden noch letzte Tests und Vorbereitungen gemacht. Das dieser offensichtliche Angriff ihnen doch recht viel Zeit zur Vorbereitung lässt, war sehr willkommen. So konnte man jede Maschine, jedes System, jede Waffe noch einmal überprüfen. Auch teilweise kleine Trainingseinheiten mit den Graphenarmbändern wurden noch durchgeführt.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 19-03-2012 13:05 PM

Der nächste Tag brach an. Mit einem freundlichen "Good Morning Mylady"
wurde die Vampiress aus ihrem ungewollten Schlaf geweckt,
es war wieder dieser unbekannte Mann mit dem seltsamen Gesicht,
welches zwar asiatisch anmutete, aber irgendwie nicht echt wirkte.
Beunruhigt stellte Alexinara fest, dass sie komplett weggedriftet war,
ohne Zeit und Orientierungsgefühl lag sie da, dies bereitete ihr Unbehagen.
Ohne Umschweife setzte sich der Mann wieder an das Bett,
doch ehe er etwas sagen konnte, warf die Vampires etwas ein,
sie schaute ihn wütend an und tief in ihrer Kehle meinte man auch ein Fauchen zu vernehmen.

"Tell me your name,
and what the hell knocked me out in my house?",


fragte sie zielstrebig und schaute ihn direkt an,
der Mann setzte sich erstmal vernünftig hin, ehe er bereit war, mit ihr zu sprechen,
in seiner Hand hielt er einige Dokumente.
Wie immer wirkte er siegessicher,
aber seine bessere Position in diesem Geschehen war eh offensichtlich.

"My name is Kurlen, Kurlen van Damm,
and yes you noticed it right.
This is not my orginal face,
I had some surgical treatments to change my look.
After all with my age I needed some fresh appearence.
And that "thing" was one of our strongest soldiers,
maybe you remember "The Hollow"?
This is the prototype of this type,
the second Hollow and also my son",


erklärte er ihr langsam und verständlich,
ohne dabei auch nur einen Funken Emotionalität zu zeigen.
Es wunderte sie aber auch, dass er so offen sprach,
entweder, weil er es nicht für wichtig genug hielt,
oder weil er wusste, dass sie ohne hin nicht mehr entkommen würde.
Die Vampiress musste Zeit gewinnen,
sicherlich waren die anderen in hellster Aufruhr,
Sorgen machte sie sich auch über Garidion,
welcher sicherlich ihre Entführung mitbekommen hatte.
Der Schmerz der Wunden kam erneut auf,
auch wenn ihr Körper eine Weile brauchte, um wieder völlig da zu sein,
so war der langsame Schwall an Schmerzen ein Zeichen für ihre Schwäche,
und ebenfalls für ihren miserablen Zustand.

"So you used your own child to make him to a killing-monster?
How cruel you are, an old cruel man, you´re pissing me off",

kommentierte sie und drehte den Kopf weg,
mit diesem Menschen wollte sie nichts zu tun haben,
geschweige noch irgendwie reden.
Doch er ließ es sich nicht nehmen, einfach gemütlich die Beine aufeinander zu legen und die Dokumente zu lesen,
manche las er auch laut vor, nur um mitzuteilen,
was er genau in der Hand hielt.

"....Some scientists trying to find the cause of the magic within the earth....
....finding some interesting facts about magical individuals and their powers....
....blood relation is not needed....
...found function to generate abilities in theory....
These are some newspaper articel from about 8 years,
you were one of these people,
who tried to answer the question why the magic evolved here.
We don´t have any acess to the material,
but we need them to develop in our plans.
We tried to find the extraction way on our own,
but all test persons - they were young vampires from around Hannover -
died just before we were able to extract anything,
it was really disappointing.....
But you my dear are able to give us the knowledge,
and your abilities at once.
Thats our chance to get what we want",


erklärte er in einem beinahe wahnsinnigen Tonfall,
jetzt ergab aber das Bild der vermissten Frauen einen Sinn,
sie waren alle für Experimentzwecke entführt worden.
Das hieß andererseits aber auch,
dass sie nicht sehr weit weg von Hannover sein konnten.
Ein Fakt jedoch ließ sie aufhorchen,
der Mann hatte von einem Prototyp gesprochen,
so wie es sich gar anhörte, eine Kopie von Hollow,
welcher auch in ihr Heim eingedrungen war und sie kampfunfähig gemacht hatte.
Falls New Light wirklich in der Lage war, Wesen wie Hollow zu schaffen,
dann würden sie alsbald starke Probleme bekommen,
dazu kamen noch die andere Pläne von Kraftextraktion und Übertragung,
alles utopische Vorstellung und absolut weltfremd,
dennoch war etwas Wahres an der Sache dran gewesen, nämlich die Forschungsgruppe,
zu welcher sie auch gehört hatte vor kaum zehn Jahren.
Das Phänomen der magische Entfaltung hatte einige Forscher angelockt und in einer gemeinsamen Gruppe zusammenkommen lassen,
dort hatten sie dann verschiedene Theorien und Formeln erschlossen,
welche allesamt erklärbar waren,
aber aufgrund von fehlenden Statistikwerten und Tests nie bewiesen werden konnten.
Noch dazu kam das Alter des Mannes vor ihr,
schon am Anfang hatte sie die Falschheit seiner Selbst bemerkt,
jetzt räumte er auch noch ein, alt zu sein.
Bei genauerer Betrachtung bemerkte sie auch einen Hauch Alter an ihm,
etwas, was nur von älteren Damen und Herren ausgehen konnte
und an sich nur ein Zeichen ihrer bald endenden Lebensspanne war.

"It´s not like I want to cooperate with you, bastard.
You won't get anything out of me,
even if you try hard to torture me.
Don´t even think you´ll get what you want."

Erneut dieser dreckige Ausdruck in seinem Gesicht,
seine Zunge leckt über die Lippen,
für einen Moment wirkt er losgelöst und bedrohlich,
so als würde er auf der Stelle die Vampiress anfallen,
dann fing er sich wieder und seine gewohnte,
ausdruckslose Miene entstand.

"You refuse again? It's really a shame,
so we need our litte friend to come back.
Jack, it´s playing time!
Show us your fantasy,
give her a lesson of pain",


erklärte er dem Jungen, während dieser mit einer größeren Tasche als den Tag zuvor ankam,
dieses Mal kramte er deutlich größere Werkzeuge hervor,
darunter ein Hammer, Brotmesser,
einen Sparschäler, eine große Nadel sowie ein Gerät mit vielen angeschlossenen Drähten und etliche Wundspreizer.

Der Junge mit den zusammengenähten Lippen schaute sein Spielobjekt an,
wie auch den Tag zuvor stellte er alle Gerätschaften vor sich auf einem Tisch auf,
besah sich alle einzeln nochmal und ging um den Liegeplatz der Vampiress herum.
Dieses Mal galt sein Blick auch ihren alten Wunden,
die zwar nicht mehr bluteten,
aber dennoch sehr frisch und schmerzhaft waren.

FSK 18 - Folterung (Click to View)
Die Tortur dauerte an,
der Junge hatte ein ungemeines Geschick darin, Schmerzen zu verursachen,
ohne Unterlass nutzte er seine Werkzeuge, um Alexinara zu quälen.
Auch wenn die Vampiress einiges gewohnt war, geriet sie an ihre Grenzen,
das andauernde Gefühl, irgendwo seine Handhabung wahrzunehmen,
direkt mitzukriegen, was er ihr antat, brachte sie um den Verstand,
irgendwann wurde sie schwächer und kraftlos.
Nur vage vernahm sie die folgenden Schmerzen,
denn ihr Körper war nicht mehr in der Lage, alles zu registrieren.
Langsam glitt sie in die Benommenheit ab.
Die Stille um sie herum wurde stärker,
eines einzelnen Herzschlages wurde sie noch gewahr,
ehe sie vollends in Bewusstlosigkeit fiel.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 19-03-2012 14:01 PM

Ein plötzliches Tröten weckte den Krasánen. Im Reflex kam er hoch - und legte sich direkt wieder nach hinten lang. Mit lautem Donnern war er irgendwo gegengekracht.
"Fuck, und ich war froh, dass meine Kopfschmerzen gerade weg waren..." Er rieb sich die Stirn.
"You really are a dragon, bones like stone", kommentierte jemand Vertrautes. "Next time I'll look like a perser cat."
"Or a bulldog, it's more stupid", lachte das Blauhaar leise. Hustenreiz erfasste ihn. Er kam sachte hoch und hielt sich die Hand vor, die danach rot besprenkelt war.
"Hell, inner wounds? Do you have tuberculosis?"
"Cut this out, you moron, it's a normal reaction of krasáns lungs..."
Der Gepard atmete hörbar aus. "Never met a freak like you. Somewhen you will kill me from a heart attack."
"Where are we?" Schon wieder die gleiche Frage. Lor grummelte etwas und sah sich um. Sie waren in einem etwas weiträumigeren, grauen Zelt, und sie waren allein, aber die Einrichtung sah nicht aus wie von 0815 Wanderern. Man hatte ihn auf eine Matte und zwei Schlafsäcke gebettet, eine Decke drüber.
"Don't worry, some residents of the mountains. They saw and heard the destruction, so they came to look." Er klopfte ihm auf die Schulter. "Get some more sleep, you were unconscious for nearly two days."
Das Blauhaar nickte, legte sich protestlos wieder hin und schloss die Lider. "Hope, we don't get in any trouble..."
"I know that you were called to my group cause I'm one of the few soldiers and DSUs, who enjoy deep confidence. Otherwise we can't do jobs like this one some days ago. Don't worry, noone will hear about your Cat. The base was destroyed by themselfs like everytime. Just do me a favour and recover, yes?" Er patschte ihm halb auf die Stirn. "Little."
"Ich geb' dir gleich Little, du Sack...", murmelte er. "Mister Trendor will kill me."
"Eh?"
"The second base I destroyed without any useful things..."
"Ah, don't forget about your camerade", grinste Aril Twin mit hochgezogenen Lefzen. "There were some... let's say, wandering men in white clothings, without any direction... ~ "
"Don't tell me you catched some scientists."
"I did. They could tell about anything happened in there. So don't worry. I think it was better to not let them finish this research..." Ein gemischter Ausdruck legte sich auf die Raubtierzüge.
"It won't be the only base."
"I know. Sleep now. When you wake up, maybe we're already on the way back home."
"Home..." Lor lächelte sanft. "Yes..." Müde schlief er ein.
Der Gepard hatte einen ernsten, traurigen Ausdruck in den Augen.
"Maybe they need us very fast..." Sein PDA lag leblos in seiner Pranke.

~ * ~

Ein feuerroter Blitz schoss über das Gelände, bis die Krasánin abruppt stoppte und mit den langen Krallen harte Furchen in den Boden zog, während sie schräg zum Stehen kam.
Es war tiefste Nacht, alles in hellem Aufruhr. Jeder Soldat machte sich fertig, jede Maschine stand bereit, wurde nochmals durchgecheckt. Wo war ihr Bruder nur? Hoffentlich kam er entweder vor diesem ganzen Spaß hier, oder danach. Hauptsache nicht in der Schusslinie.
Raphael konnte sie nicht wahrnehmen, die bekannte Vampirin Lors war auch fort, lediglich der Drache, der zu ihr gehörte und die Dejakano hergebracht hatte, fand sich vor Mitternacht noch wieder ein.
Alles schien den Atem anzuhalten, unwirkliche Stille zog über die riesige Insel. Der Himmel klar, die Sterne funkelnd, und der Mond zog leise seine Bahn. Es ging kaum Wind.
Das Rotfell machte sich ziellos auf im Lauf Richtung Landebahn.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 19-03-2012 15:40 PM

02:05 AM - Dies zeigte die Digitaluhr an einen der Flure deutlich an. Im Vergleich zum sonstigen Alltag, war dieses mal um diese Uhrzeit jeder Kampffähige Soldat auf den Beinen.
Die innere Krankenstation mit Intensivpatienten und anderen wurde hermetisch abgeriegelt - niemand kam rein oder raus. Ähnlich sah es mit anderen, nicht direkt militärbezogenen Einrichtungen aus, wie etwa die Posten der Verwaltung.
Die schwimmende Insel war bereits seit einigen Minuten in Sichtreichweite.

Für eine halbe Minute tönte das Geräusch einer Sirene auf, gefolgt von einer Inselweitenansage.
"Red alert! All personal - prepare for combat."
Raphael saß in der Einsatzzentrale und koordinierte mit anderen Strategen den taktischen Einsatz der Einheiten. Zunächst hieß es die stationären Waffen mit hoher Reichweite auszunutzen. Das pfeifende Geräusch von Artelleriegranaten tönte von verschiedenen Stellen der Insel aus. Eine erste Salve von etwa 50 Geschossen flogen gleichzeitig in Richtung der als "locust" bezeichneten Insel.
Alle warteten gespannt auf die Reaktion. Selbst auf Entfernung konnte man die Blitze der Explosionen sehen, als die Hochexplosivgeschosse an dem Schild zerschellten. Außer einem stetigen näherkommen, gab es keine weitere Reaktion, ebenso keine sichtbaren Bodentruppen.
Etwa eine halbe Stunde später, die Artellerie hatte stets weiter gefeuert, um die Energie des Schildes zu verringern, kamen zusätzlich die zwei von vier Prototypen von Laserprojektionsgeschützen zum Einsatz. Aufgrund der Anordnung selbiger auf der Insel, konnten leider nicht alle vier auf das Zielobjekt fokusiert werden, ohne dabei andere eigene Einheiten oder Gebäude zu bedrohen.
Die Geschütze feuerten einen stetigen roten Strahl ab, welcher etwa einen Querschnitt von fünf Zentimetern hatte. Der permanente Schild der Insel schien damit langsam Probleme zu bekommen, wurde durch die enorme Hitze doch eine sich ausbreitende, kreisförmige Fläche am Schild selbst immer erkennbarer.

Es war 2:50 als ein Nachrichtenoffizier verkündete: "The island has stopped his movement. Distance: 1.5 kilometers."
Die Lasergeschütze hatten es immernoch nicht geschafft den Schild entgültig zu durchdringen. Einer der beiden musste wegen zu starker Überhitzung auch abgeschaltet werden.
Alles war still.
"Sir! We have activity on the island! The volcano - it seems it is a holder for a weapon!" - "What? Give us a liveview!"
Kurz darauf konnte man auf einem breiten Schirm deutlich erkennen, wie sich langsam ein größeres Geschütz auf einer Plattform durch den "Krater" nach oben fuhr.
"Thats a huge one!" - "Can you classifie it?"
"Datas are incomming... Unkown canon type."
Auf dem Livebild konnte man deutlich elektrische Abläufe nachverfolgen, als würde sich die Kanone gerade aufladen. Laut den Daten, die direkt mit angezeigt wurden, besaß die Kanone eine Gesamtabmaße von 100x20x50 Metern (L x B x H).
"It's firing!"
"What's the target?" - "Our Laser-Turret!"
Einen Schuss abfeuernd, traf die Impulsladung ungehindert des eigenen Schildes direkt das Geschütz. Beim Auftreffen hatte es eine starke Sprengwirkung.
"Laser-Turret IV lost. Some ground units wounded. Fire at plattform IV."
"Sir - the island shield disappears."
"A huge amount of thermal signatures appeared." - "On the island? Why haven't we seen them before?!"
"Not directly on the locust. In the air about them." - "What?!"
"Many hinds are reaching our position." - "All units, fire free, stop this bastards!"

Die Strategie der Gegner war effektiv. Zunächst hatten sie, auf irgendeine art und Weise für Tarnung der Luft oberhalb der Insel gesorgt, wodurch die ganze Zeit schon einige Flugobjekte sie begleiteten. Mit diesen attackierten sie nun Terra, womit sie das Feuer auf sich zogen. Derweil schufen Bodentruppen der gegnerischen Insel mittels Eis und Erderschaffungen einen "Landweg" zur Insel. Die Flieger hatten allesamt Schildschutz, der allerdings immer im Moment des eigenen Feuers abgeschaltet werden musste. Zunächst war es durchaus schwierig die Helikopter abzuschießen, doch mit der Zeit wurden entweder durch massiven Beschuss der Schilde oder durch genau getimten Einsatz der Waffen selbige schnell vom Himmel geholt. Lightning hatte dabei starke Vorteile, durchzog er doch einige schießende Objekte in einem Streich als Blitz.
Dennoch gab es durch Raketen und abstürzende Flieger auch Schaden und Verluste auf der eigenen Seite. Jedoch hielten diese sich stark in Grenzen.

Es waren bereits erneut Stunden vergangen, es war etwas nebelig durch den produzierten Rauch von Gewehrprojektilen, und anderen Gerätschaften. In der Zwischenzeit hatten die Gegner einen gut verteidigten und Geschützten Weg von ihrer Insel zu Terra erschaffen. Von den Seiten gesäumt von erschafften Felsen, boten selbige auch dem inneren Schutz, indem sie abwechselnd angeordnet waren. Dadurch mussten sie allerdings auch immer im Zick-Zack laufen, wenn sie auf diesem Weg auf Terra wollten.
Schiffe der eigenen Seite wurden zu sehr von der gewaltigen Kanone der Inselmitte bedroht, demnach wagte es sich keines in dessen Feuerreichweite. Man hatte festgestellt, dass selbige Kanone über ein eigenen Schild verfügt, welcher nicht zum Feuern abgeschaltet werden musste.

Es herrschte eine kurze Feuerpause. Die erste Angriffswelle war abgewehrt, einige übrig gebliebene Helikopter zogen sich zurück. Viele Einheiten schauten gebannt zu dem künstlich geschaffenen Zugang und legten auf selbigen an.
Plötzlich erschien eine Frau in zerrissener Kleidung, und wahnsinnigen Gesichtsausdruck. Sie schien Amerikanerin zu sein.
Langsam trottete sie auf einen der ISF-Mitglieder zu, hob dabei eine Hand, und sagte soviel wie: "Help me, please help me"
Ein Sanitäter wagte sich mit in Anschlag gehaltener Pistole näher ran. Direkt vor ihm sackte die Frau zusammen. Sie bäumte sich noch einmal auf, sichtbar funkelte Magie um sie herum.
"UI! Get down!"
In einem Blitz explodierte der instabile Fluss der Magie in der Frau...
Kurz darauf erschienen zahlreiche weitere Personen, meist hilflos wirkende Menschen oder Anthros. Frauen, Männer, Kinder, schwarze, weiße, alles war vertreten.
"How cruel... They send innocent and abducted people with UI 'attachment' to us... "
"Sir - what should we do? We can't fire against civilians!"
"At all PSI-Talents at the frontline - take every UI-Person with your powers to the east outpost plattform. I hope, that not every person.... got directly instable..."

Es kamen einige Leute, geschätze 50 Personen. Einer nach dem anderen wurde von einem PSI-Talent erfasst und zur Ost-Plattform manövriert. Der Großteil von ihnen jedoch explodierte bereits beim Transportweg...
Und ein jedes mal ertönte ein grauenvoller Schmerzensschrei zuvor...
Erneut ward es still. Über Funk hörte man deutlich die angeschlagene Moral der Truppe, durch den einen oder anderen Kommentar.

Dann plötzlich ertönte das Knacken von Knochen, als ein Soldat plötzlich in der Luft schwebte und mit Gnickbruch zu Boden ging. Dasselbe passierte direkt danach mit einem Kameraden.
Über funk hörte man einige Schmerzensschreie.
"An invisible Attacker! No thermal Scan, no PSI activity!"

Hollow... war angekommen.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 19-03-2012 16:48 PM

Es war kurz nach 2 Uhr morgens gewesen, als der Drache die Insel erblickte,
das seltsame, schwebende Objekt bahnte sich unberührt seinen Weg gen Terra.
Er hatte kurz nach Mitternacht die Anweisung eines Ausbilders erhalten, sich auf dem Rollfeld zu postieren
und den dortigen Bodentruppen Unterstützung zu geben.
Selbst die ersten Abwehrmaßnahmen schienen kaum Effekt zu zeigen,
anscheinend diente ein starker Schild der Abwehr dieses Objektes.
Garidion hatte sich auf einer freien Stelle in der Nähe der Landebahn begeben,
dort stand er außerhalb der Schusslinie der Geschütze und hatte noch genügend Überblick über das Kampffeld.
Die ersten Minuten verstrichen gnadenlos langsam und die Artillerie feuerte alles auf die Insel,
doch erst die Lasergeschütze schienen einen wirklichen Effekt zu haben.
Kaum eine Stunde später stoppte die Insel und eröffnete ihnen eine neue Überraschung,
eine riesige Waffe erschien aus dem Vulkangestein und schoss direkt einen der Laser ab,
diese Demonstration von überlegener Waffenstärke schien schon die ersten Truppen einzuschüchtern.
Doch nach diesem Verlust kündigten sich schwerwiegendere Probleme an,
Flieger, die bis vor kurzem gänzlich unsichtbar gewesen waren,
schossen nun auf Terra los und griffen alles an, was sie vor ihr Visier bekamen.

In Anbetracht der Lage,
die Ferngeschütze trauten sich nicht mehr zu schießen,
weil sie sofort von der gegnerischen Waffe eliminiert werden konnten,
erhob sich der Drache in die Luft und ging selbst auf Jagd nach den Fliegern.
Seiner Körpergröße konnten die Flieger nichts entgegen setzten,
vereinzelt griff er sich diese gewaltsam vom Himmel und warf sie zerstört ins umgebende Meer,
jedoch war er bei der Anzahl bei weitem nicht effektiv genug und hatte beim Abzug gerade mal fünf dieser flinken Flieger in den Tod gerissen,
viele andere abgeschossene Flugschiffe hatten dabei die Bodeneinheiten beschädigt.
Als der erste Angriff abebbte, begab sich Garidion wieder gen Boden,
wo er direkt anbei mitbekam, wie ein UI instabil in die Luft ging.
Das Eintreffen weiterer solcher hilflosen Menschen schockierte viele der Krieger,
hatten sie bisher noch nicht eine derartige Grausamkeit von ihrem Gegner gesehen.
Trotz des Einlenkens der eigenen Kräfte wurden viele ISF-Soldaten in den Tod gerissen,
sei es durch Hilfsbereitschaft, oder Unvorsichtigkeit.
Bei einem Trupp kleiner Kinder,
welche sich verängstigt und weinend gen Soldaten bewegten,
konnte Garidion gerade noch seinen Flügel schützend um diese spannen,
ehe die Gruppe gemeinsam in einer magischen Ladung explodierte.

Es war schrecklich, wie sie die Unschuldigen missbrauchten,
nur um die Kampfkraft der Terra-Bewohner zu senken,
doch zeigte diese Taktik Wirkung und das nicht zu wenig.
Ein wütender Drachenschrei zerriss die Stille zwischen den UI-Toden,
und befreite einige der schockierten Soldaten aus ihrer Letargie,
einen Gedanken an alle Einheiten um sich sendend versuchte er ihnen wieder Mut zu machen,
bis der erste Soldat in der Luft sein Genick gebrochen bekam.
Der gefürchtete Hollow war auf Terra eingetroffen,
was sogleich zu einer Welle aus Angst führte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 19-03-2012 16:51 PM

"Das ist ja wie im Kriegsszenario - nur echter." Die Miene der Rotfelligen verzog sich kein Stück, der ernste Blick war auf die Flieger gerichtet, die anfangs gesandt wurden. Die nächsten Stunden würden eklig werden.
Genaustens beobachtete die Krasánin stets die Lage, flitzte von Ort zu Ort, riss manchmal einen Soldaten aus der Schusslinie, wenn etwas abstürzte, aber viel konnte sie nicht tun. Schließlich wechselte sie in die Humanoide und begnügte sich damit, ihre Heilkünste den Verwundeten zur Verfügung zu stellen und das ein oder andere Leben noch gerade so zu retten.

Stille breitete sich nach ungezählter Zeit aus. Eine leichte Windhose umtanzte die Frau, gab ihr Kraft, wo Windstille es nicht tat. Die blutroten, scharf geschlitzten Augen erfassten den Eingang weiter vorn dieses künstlich neu geschaffenen Weges. Immense Auren von wackeliger Konsistenz näherten sich ihnen.
Zu schnell für Betrachter war die Form gewechselt und sie sprintete auf vier Pfoten davon, dass teils jemand ausrief, wenn der Wolf vorbeizischte. Natürlich waren schon Maßnahmen ergriffen worden, als sie ankam, um die instabilen Leute wurde sich gekümmert. Aber stattdessen war da noch etwas anderes... Die langen Ohren stellten sich steil auf. Sie riss das Maul auf und knurrte laut grollend aus.
Eine Veränderung in der Luft, sie konnte es fühlen.
Soldaten wurden simpel ausradiert. Irgendein Elementarwesen spielte da ein grausames Werk. Unverzüglich sprang sie dazu, aber genug auf Abstand, und verlinkte sich geistig mit allen Leuten in der direkten Umgebung.
//Zurück! Achtet genau auf das Gefühl, was ich euch sende! Ich kann das Ding spüren!//
Der nächste Soldat entkam gerade so dem Wisch, der ihn packen wollte. Lar zog den Kopf etwas ein, blieb aber drohend knurrend, wo sie war. Was auch immer es war, die Form konnte sie nicht bestimmen. Aber sie wusste, wo er war. Einen Moment herrschte Bewegungsstille.
Er wusste es vermutlich auch.
Die Krasánin sprang rückwärts, gerade so in Humanoider, und streckte die Hände von sich. "Komm doch!" Wasser kondensierte in großen Mengen aus der Luft und warf sich dem Vieh entgegen. Wahrscheinlich würde es keinen Effekt haben, aber hey - probieren konnte man ja mal. Ablenken, aufhalten, festhalten.
Die Tropfen gefroren augenblicklich zu Eis, das nichts traf und scheinbar ziellos herumirrte.
//Ich muss definitiv am Leben bleiben, wenn hier keiner das Ding sehen kann... Sterben ist nicht.//



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 20-03-2012 13:10 PM

Mer hatte Koron am Mittag, kurz nach dem Alarm, darüber unterrichtet, dass sein Kräftetest nun doch spontan abgebrochen wurde, er musste heute Nacht bei voller Kraft sein, wenn die Insel auf Terra ankam. Keine Ermüdungserscheinungen, keine Schwächeanfälle. Er sollte sich noch ein wenig Schlaf gönnen und am besten keine Magie einsetzen, um 2 Uhr sollte er sich bei Lasergeschütz IV einfinden, er würde zu der Truppe gehören, die es verteidigt.
DerSchwarzfuchs tat wie ihm geheißen, ging zunächst zur Rüstkammer, um sich die waffen zu besorgen, die er für die Nacht brauchen würde. Er schnappte sich ein Sturmgewehr sowie eine kleine Schrotflinte, bevor er sich auf sein Zimmer zurückzog, unterwegs kamen bekannte Gesichter auf ihn zu, Milia, Penso, Clarke und seine Freunde, und auch Iari, jeder hatte seine eigenen Sorgen und seinen eigenen Smalltalk.
"Iari, ich will, dass du dich heute Nacht irgendwo hin verziehst, wo es halbwegs sicher ist. In einen Bunker, in den Untergrund oder in die Krankenstation, wenn du dich da einschleusen kannst. Ich will nicht, dass dir irgendwas zustößt, hast du gehört?"
Korons kleine Schwester nickte bloß verständlich, seufzte jedoch und umarmte ihren Bruder. "Ich weiß schon, wo ich bleiben kann. Sieh du nur zu, dass DIR da draußen nichts passiert. Du musst schließlich kämpfen."
"Ich hab dir versprochen, dass ich dich beschütze, also werde ich mein Bestes tun, dass ich das auch weiterhin tun kann. Mach dir um mich keine Sorgen."
"Koron, you ready for tonight?", fragte Milia nach seinem Gespräch noch nach.
"I hope so. What about you? Do you think you're ready for combat again?"
Milia grinste nur frech, "I hope so."
"Where have you guys been called?", fragte der Schwarzfuchs allgemein in die Runde. Es konnte nichts schaden, zu wissen, wo seine Freunde anzutreffen waren.
"Gonna be protecting Laser Turret III."
"I'll head out to the front, where they're estimatin' that island to hit us."
"I'll be aboard one of the defensive helicopters. Echo-II."
Der Rest war quer über die Insel verteilt, Orghin und Jheal waren ebenfalls an der Front, der Aquarianer und T'Zal waren flexible Einheiten ohne direktes Ziel.
"Alright, you guys watch yourselves, don't wanna find anyone dead on the field, a'ight? Me an' Orghin have to help with some of the preparations, so I'll hopefully see ya tomorrow. Good luck!"
Damit verabschiedeten sich Clarke und Orghin, Schlange und Aquarianer verschwanden auch kurz darauf. Iari musste sich in der Rüstkammer einfinden, umarmte zuvor noch kurz ihren Bruder, bevor dieser sich zusammen mit Penso und Milia auf deren Zimmer begab. Die drei wollten versuchen, sich noch ein wenig Schlaf zu gönnen, bevor es losging.

Kurz nach 2 ging stationsweit der Alarm los, diesmal mit Alarmsirene und Leuchten. Die drei DSUs waren sofort auf den Beinen, legten schnell, aber präzise ihre vollständigen Uniformen und Waffen an, dann stürmten sie nach draußen. Penso machte sich sofort auf den Weg zum Flugplatz, Koron und Milia begaben sich zunächst gemeinsam zum nächsten Ausgang, bevor sich ihre Wege trennten. Koron rannte so schnell er konnte zu Lasergeschütz IV, an dem gerade die letzten Arbeiten verrichtet wurden. Gespannt wartete der Trupp um ihn herum noch, bis irgendetwas passierte. Immer mal wieder flogen Raketensalven von Terra aus auf die andere Insel zu, auf die der Schwarzfuchs eine relativ freie Sicht hatte, war Lasergeschütz IV schließlich das der feindlichen Insel nächste.
Der Himmel über Terra war schwarz und teilweise von dicken Wolken bedeckt, deren Unterseite vom reflektierten, starken Licht der Scheinwerfer, die Terra beinahe taghell erstrahlen ließen, selbst ein wenig erhellt wurde.
Etwa eine halbe Stunde lang passierte weiter nichts, dann wurde plötzlich lauthals ein Feuerbefehl gebrüllt. Die Kanone lud sich langsam auf, alle wichen aus der Schussbahn, die zwar an sich relativ schmal war, allerdings strahlte der Laser eine enorme Hitze aus, die man noch einige Meter davon entfernt stark wahrnehmen konnte.
Die Schüsse wurden für etwa zwanzig Minuten fortgesetzt, bis die feindliche Insel, die nun bedrolich nahe war, etwas aus dem monströsen Vulkan fahren ließ. War das... eine Waffe?
Das Objekt schien in etwa in Richtung von Korons Trupp gerichtet zu sein und sich langsam aufzuladen, der Schwarzfuchs ließ instinktiv den schwarzen Schleim seinen Körper einhüllen, schaffte es allerdings nicht ganz, bevor das gegnerische Geschütz einen breiten, weißen Strahl abfreuerte, der direkt in das Lasergeschütz einschlug.
Irgendjemand brüllte noch "Take cover!!!", kurz bevor das Geschütz feuerte, im nächsten Moment flog dessen brennender Körper knapp am Schwarzfuchs vorbei, der durch den Einschlag des Schusses selbst von den Füssen gerissen wurde. Splitter und Teile des Lasergeschützes flogen um ihn herum, alles lief in Zeitlupe ab. Schützend hielt Koron die schleimbedeckten Arme vor sein Gesicht, während er rückwärts vom Geschütz weg flog. Ein Soldat, der auf dem Boden lag, wurde von einer schweren, angebrannten Metallplatte erschlagen, man hörte nur einen dumpfen Knall, das laute Knacken einiger Knochen und ein Geräusch, als würde Fleisch zerquetscht. Koron selbst kam bald hart auf dem Boden auf, rollte sich rasch zur Seite, als er von oben ein weiteres Stück des Lasergeschützes auf sich herabfallen sah und kam direkt wieder auf die Beine.
Das Äußere der Schleimschicht zischte und roch nach angebranntem Gummi, Metallsplitter steckten darin. Sie hatte sich außerdem verhärtet, anscheinend stand er noch nah genug am Geschütz, dass die Explosion ihm schwere Brandverletzungen gegeben hätte, hätte er sich nicht geschützt.
Der Anthro selbst war noch taub von dem lauten Knall, sein Gehör pfiff leise, irgendjemand kam auf ihn zugerannt, wollte ihm irgendwas sagen, aber er konnte es nicht verstehen, was er durch ein unwissendes Kopfschütteln deutlich machen wollte. Die andere Person ließ von ihm ab und rannte hektisch zum nächsten Soldaten, der unweit von Koron entfernt auf dem Boden lag.
Der Schwarzfuchs wiederum sammelte seine Waffen auf und versuchte, wieder eher zu sich zu kommen, dann rannte er auf die Person von eben zu, es war eine Menschenfrau.
"What the fuck was that thing?!"
"I dunno, but if you're not hurt, grab your weapons and get ready to fight, they've launched some kind of airships!"
Wie die Frau schon bemerkt hatte, flogen tatsächlich einige Flugobjekte von der Insel aus auf sie zu und wild über Terra. Überall flogen Kugeln umher, sowohl zu als auch von den Angreifern. eines der Schiffe machte über der Plattform, auf der sich Koron und eben noch das Lasergeschütz befanden, halt. Mehrere New Light Kämpfer seilten sich ab, nahmen sofort die beiden Überlebenden ins Visier. Es waren vier an der Zahl, zwei davon richtige Hühnen, mindestens zwei Meter groß und muskelbepackt. Sie trugen beide schwere MGs, die anderen beiden schienen relativ gewöhnliche Elementalisten zu sein, die Hände des einen brannten mit Feuer, die des anderen wurden von einer weißen Aura umhüllt.
Kaum waren die Einheiten gelandet, begann sofort das Feuer ihrerseits. Koron hechtete direkt hinter einen der größeren Trümmer in Deckung, die Frau von eben allerdings wurde sofort von den Kugeln der schweren MGs zerrissen.
"Come out, you coward! We know you're still here!", spottete einer der Hühnen, er sah in etwa aus wie der mutierte Stier in der Basis von neulich, bloß noch menschenähnlicher.
Koron schaute sich um. Es gab keine Möglichkeit für ihn, sicher herauszukommen. Das hieß, außer er würde mit der Technik herumexperimentieren, die Mer ihm beim letzten Mal beigebracht hatte.

Koron schloss die Augen, atmete tief durch, konzentrierte sich auf die Energie.
Die New Light Soldaten verteilten sich schon um den Trümmerhaufen, um dem Schwarzfuchs jeden Fluchtweg abzuschneiden.
Ein wenig noch, er konnte schon die Veränderung spüren, aber es reichte noch nicht ganz aus...

Die Gegner näherten sich dem Trümmerhaufen mit vorgehaltenen Waffen. Einer der Hühnen stieß letztendlich eine der verbogenen Metallplatten um, seine Waffe war schon bereit im Anschlag, doch er fand...
Nichts.
Sein Kamerad mit den Feuerkräften schrie als erstes auf, Blut spritzte aus seinem Hals, als hätte man ihm eine Kralle hineingebohrt. Ein reißendes Geräusch und er fiel leblos zu Boden. Verwirrung machte sich bei den restlichen dreien breit, die sich nun nervös umsahen.
Die Nervosität nutzte Koron, der nun lediglich als Schattensilhouette über die Plattform huschte, um den ersten Hühnen auszuschalten. Das Schwert rammte er ihm schnell und präzise in den Rücken, schnitt an der Wirbelsäule entlang nach oben und schließlich durch den Hals.
Dem Kugelhagel, der auf das in der Luft schwebende Schwert einging, konnte Koron noch gerade so entgehen. Seine Waffen legte der Schatten hinter dem Trümmerhaufen ab, hatte er noch nicht genug Kraft, diese mit zu verstecken.
Nun war der Schneekönig dran. Koron sprintete ungesehen auf ihn zu, sprang ihm gegen die Brust und landete auf dem umgefallenen Soldaten. Die Klaue rammte er ihm spitz in die Augen, bevor er mit einer Hechtrolle von ihm sprang, als sein Kollege auf die Luft knapp über dem Soldaten feuern wollte.
Dem Hühnen sprang Koron auf den Rücken und wollte auch ihm die Sicht nehmen, wurde allerdings abgeschüttelt und beinahe von dem MG-Feuer erfasst. Er rutschte zwischen den Beinen hindurch und verpasste dem Hühnen kräftig eine zwischen eben diese, dann erledigte er dessen Freund.
Der Schatten wandelte sich wieder in seine normale Gestalt um, den Schwarzfuchs, dessen Arme und Uniform mit Blut beschmiert waren. Gegen den Hühnen konnte er ohne seine Waffen nichts ausrichten, weshalb er sich sofort zum Trümmerhaufen begab und diese wieder anlegte.
Der Hühne feuerte augenblicklich wutentbrannt auf den Trümmerhaufen, hinter dem sich Koron versteckt hatte, der nur noch auf den richtigen Zeitpunkt wartete. Eine Feuerpause, der Hühne hatte wohl mittlerweile schon sein gesamtes Magazin verballert. Koron sprang hinter der Deckung hervor und sprintete ein letztes Mal auf den Halbstier zu, dann war es mit zwei Schrotladungen getan.
Koron kniete nieder, heftig verschnaufend. Der Akt eben hatte ihn einiges an Kraft gekostet, aber er war weitestgehend unverletzt. Ihm wurde an den Rändern leicht schwarz vor Augen, allerdings stand er bald wieder auf und schaute sich um. Überall waren die feindlichen Flugzeuge am Himmel, ein Drache hob von Terra ab, gemeinsam mit einigen der Defensivhelikopter, an deren Bord sich irgendwo Penso befand.
Plötzlich meldete sich der PDA eines der gefallenen. Ein Funkspruch kam durch.
"Platform IV, repeat. What is your status?!"
Koron ging herüber zu dem Toten, dessen untere Hälfte von einem der Trümmer zermatscht wurde. Der Schwarzfuchs war noch immer außer Atem, kniete sich aber nieder und nahm das kleine Gerät auf.
"Koron Fhang here... we... we've got heavy losses here..."
"How heavy, Mister Fhang?"
Koron schaute sich noch einmal prüfend um, obwohl er schon wusste, was er zu melden hatte.
"The turret's gone... th... the others are... *hechel* Fuck, I dunno. We have many deaths here, but I think most of them are just heavily wounded. You should send some medics here ASAP."
"...Understood. What is your status, Mister Fhang?"
"I'm fine, a little exhausted... but fine. What are my orders?"
"Move to the front of the island. Support any troops that may need help on your way."
"Got it."
Damit richtete sich Koron wieder auf, atmete noch einmal tief durch und bewegte sich in Richtung der Front, hoffend, dass es dort besser aussah als auf der Laserplattform.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 20-03-2012 14:34 PM

Auf verschiedenen Livebildern erkannte man gut, wie eine Frau mit feuerrotem Haar Hollow von den anderen weglockte. Jedoch tauchte keine Sekunde später ungezählte Truppen Halb-Anthros und Soldaten aus dem Gang auf. Sie ergossen sich wie ein endlos langer Strom über die Insel.
"Launch the dragon Squads!", tönte der Befehl von Magier.
Keinen Augenblick später öffneten sich auf der Insel einige Hangartüren und Drachen mitsamt ihren Reitern traten langsam daraus hervor. Sie starteten und nutzten nun ihre Luftüberlegenheit um die Frontlinie zu unterstützen. Sie waren schnell und wendig genug kein gutes Ziel für die Inselkanone abzugeben.

"Lightning, Mind - what is your position?"
"Second line", kam es knapp als Antwort.
"It's time for operationen 'Hollowless'. The target is next to a redhat woman, which can transform into something like a wolf. Mind shouldn't have any problems to find her..."
"Understood. We will let him pay for Mimic!"
Einige fragende Blicke von den verschiedenen Einsatzleitern trafen den Schwarzgewandten. "I've prepared something for this special unit. At last I have already had a battle with him and know his only weakness..." - "Good - in the end, we have more troops in here, then them. Only the big canon is a greater problem."
Raphael schritt in Richtung Tür. "Where are you going?" - "I will directly support the defense of the island."
Ohne sich auch nur Einwände anzuhören ging er direkt raus. Nachdem die letzte Tür passiert war, nahm er seine ID-Karte und entflammte sie. So konnte sie im Eifer des Gefechts nicht in falsche Hände fallen.
Direkt vor dem Verwaltunsggebäude war es vergleichsweise ruhig. Allerdings sah man bereits einige Wasserelementare, Elementalisten und andere Wesenheiten weiter nach vorne stürmen. In seiner einzigen Hand mobilisierte er Energie. Nebenbei nahm er mit einem anderen Squadmitglied Kontakt auf.
"Raptor - what's your position?"
Es kam eine sehr leise Antwort. "I'am inside the enemy base and prepare some explosives at the entrance to the tunnel." - "How did you... ah.. now no time for this. Be careful."
"Here Black Ice, we are under attack. Heavy weapons are firing at us! Need immediatly backup!"
Neben verschiedensten offensiven Fertigkeiten wurden auch mobile Raketenwerfer und andere Waffen genutzt. In einer breiten Ansammlung der Gegner schleuderte Raphael eine magische Ladung hinein, die kurz daraufhin ein unglaubliches Dröhnen erzeugte. Kurz darauf fanden sich viele der betroffenen am Boden wieder und mussten ihre letzte Mahlzeit loswerden. In der Zeit wurden sie von den umstehenden ISF Truppen kampfunfähig gemacht.

Lightning hatte derweil gemeinsam mit Mind etwas außerhalb des Hauptgetümmels Lar erreicht. Das PSI-Talent konzentrierte sich auf das von der Krásanin gesendete Gefühl, und erfasste mit ihrer Fähigkeit einen Großteil der Materie des Unsichtbaren, welche sie immer energischer zusammenschob.
"You wanna play a game?", hauchte es durch die Gegend.
"Yes, and the games name is: 'Toast the hollow'!"
Keinen Augenblick später sammelte Ban seine Blitzkräfte in den Händen, welche durch die Graphenarmbänder extrem verstärkt wurden. Merklich versuchte das Luftelementar aus dem PSI-käfig zu entkommen, doch so recht gelang es ihm nicht.
"Everyone - stay back!" Auch Julia versuchte soweit wie möglich von dem von ihr erschaffenen Gefängnis fortzukommen, ohne jedoch die Wirkung nachlassen zu lassen. Im Gegenteil: Sie verkleinerte den Radius des Raumes, und verdichtete somit die Materie Hollows.
"You maybe can prison me for a short time, but you never can kill me!"
"Take this!" Ein Blitz mit großem Durchmesser fuhr aus heiterem Himmel direkt in Richtung des Käfigs.
Ein hallendes röcheln und ächzen ertönte. Die plötzliche Lufterwärmung durch den Blitz gefolgt von der üblichen Expansion, welche von den PSI-Barrieren gehindert wurde, kam ihrem Feind teuer zu stehen. Seine Materie glühte zu einer lavakugelähnlichen Substanz zusammen, welche noch Anzeichen einer humanoiden Visage annahm, ehe sie sich nicht mehr regte. Mind löste ihre Wirkung. Abfällig spuckte sie auf den noch warmen Klumpen, und wand sich dann ab. Ihre Rache hatte sie bekommen.

Derweil unterstützte der Magier vereinzelt durch kleinere Wirkung verschiedene Truppen. Es gab auch einige Gegner, die des Fliegens mächtig waren. Da es dort sehr an Unterstützung mangelte, konzentrierte er sich dadrauf, bis ein Feuerball an seinem permanent erhaltenen Schild prallte.
Sein Blick wanderte zur Quelle. Für einen Moment lang hörte er auf zu atmen.
"Du...?"
Es folgte eine regelrechte Salve von Angriffen. Feuer, Eis und Blitzkugeln in einer fast majestätisch anmutenden Kombination und Variation. Raphael blieb zunächst sehr defensiv, und parierte nur. Schließlich schleuderte er eine Druckwelle gegen seine Gegnerin, welche dies mit einem spontan gewirkten Schild und offensichtlicher Faustgeste abwehrte.
Die konzentrierten, ernsten und mit einem Hauch von Aggressivität gezierten violetten Augen starrten den Feind vor ihr an.
Diese Zauberwirkerin war ihr wie aus dem Gesicht geschnitten.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 20-03-2012 16:02 PM

Garidion hatte sich zurückgezogen,
sobald die Rothaarige aus dem Nichts gen Hollow vorgegangen war.
Er konnte ihn zwar ebenfalls erahnen,
war aber aufgrund seiner Größe deutlich im Nachteil ihm gegenüber.
Stattdessen steuerte er mit einigen Flügelschlägen auf die Verbindungsbrücke zu,
welche nun in Massen Soldaten von New Light entließ.
Ein Feuerhauch reichte aus,
um einige der ankommenden Gegnerreihen zu rösten,
wenngleich die Eis - und Erde-Konstruktion kaum Schaden nahm.
Er fing an, dieses mehrmals zu wiederholen,
ehe erste Flugeinheiten von New Light auf ihn zugestürmt kamen.
Geschickt zog er sie von der Insel weg und in einen Bereich,
wo sie selbst mit einem Absturz wenig mitreißen konnten.
Garidion nahm es mit 5 gepanzerten, engelsartigen Kriegern auf,
welche mit ihren Lanzen tiefe Wunden im Schuppenkleid des Drachen verursachten,
doch er merkte schnell, dass ihnen die nötige Kampferfahrung fehlte,
sodass nach einer langen Runde alle seine Gegner den Tod fanden.

Nebenbei bemerkte er, wie Raphael das Schlachtfeld betrat,
ebenfalls stellte er kurz darauf die fehlende Präsenz Hollows fest,
was auch immer in der Zwischenzeit passiert war, sie hatten ihn besiegt.
Doch als er gerade an seiner Seite landen wollte, traf ihn eine mobile Feuerwaffe am Flügel,
welche ihn geradewegs gen Boden beförderte.
Unsanft landete er in einer der Gartenanlagen,
wo es noch vergleichsweise friedlich wirkte.
Mühselig kam der Drache auf die Beine,
bei der ersten Bewegung der angeschossenen Schwinge merkte er schon den Bruch,
die massige Kanonenkugel hatte ihm den Flügel gebrochen;
so war er nicht mehr in der Lage zu fliegen.
Dennoch hielt ihn das nicht auf, am Boden gen Front zu eilen,
wo die verfeindeten Einheiten versuchten, die Oberhand zu gewinnen.
New Light war offensichtlich im Nachteil,
der Tod einer ihrer stärksten Einheiten hatte aber nur wenige gekümmert,
sofern es der Drache nun überblicken konnte.
Erbarmungslos gingen die Krieger, ob Mensch oder anderes Wesen, aufeinander los,
schlachteten sich regelrecht ab und versuchten, die Oberhand zu gewinnen.
Sobald Garidion an der Front angekommen war, nahm er sich der einströmenden Masse an,
und versuchte, so viele wie möglich abzuwehren.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 20-03-2012 16:32 PM

Es war ein ziemlich wahnwitziger Kampf, gegen etwas Unsichtbares, gegen Luft. Fast hechelnd sprang die Rothaarige immer wieder aus dem Weg, kassierte manchen Schwung, der sie zurückbeförderte, bis einer sie kalt erwischte und langlegte. Wie ein Welpe hob sie schützend alle Gliedmaßen vor dem nahenden Schlag, aber - er kam nicht mehr.
Schwer atmend rappelte die Dejakano sich sofort auf und nickte der Blonden zu, die konzentriert den Feind mit simplen Gedankenkräften einsperrte. Sie hatte einstmals davon gehört...
Beeindruckt wich sie zurück und ließ der Fremden sowie einem zweiten, der sich mit Elektrizität einschaltete, genügend Raum, um das Ding ins Nirvana zu jagen.
Die Frau klinkte sich aus ihren Gedanken aus, wieder nur ein stummes Nicken. Die Augen kreuzten sich und die Krasánin wusste, dass ihr Gegenüber wusste, wessen Schwester sie war.
Aber es war egal, jetzt und hier. Man trennte sich und ging schon in den nächsten Kampf.

Langsam wurde es hell. Unglaublich, aber tatsächlich. Auch wenn man kaum etwas sah, weil so viel Nebel über den Inseln lag durch die ganzen Geschütze und Trümmer, manchmal Rauchschwaden von noch brennenden abgestürzten Maschinen oder den zerstörten Gerätschaften. Alles mögliche.
Lar hatte sich unlängst irgendwo ein Stück Stoff geklaut und vor Nase und Mund gebunden, um nicht an dem Gift in der Luft Schaden zu nehmen. Ein paar Streifschusswunden zierten die Haut, aber außer ihrer normalen Klamotte hatte sie auch nichts an. Sehr ungünstig, aber was sollt's, waren die Gedanken schon zu Beginn gewesen, als man sich in den Kampf gestürzt hatte.
Im Gegenzug hatte es den einen oder anderen Vorteil gebracht, wenn ein fremder Soldat - es waren eben doch nur Kerle - vor ihr stehen blieb, um sie anzugaffen. Mehr als ein gelbes Bandeau-Bikinioberteil trug sie nämlich nicht. Mit einem Grinsen auf ihren Lippen war jeder dieser Typen dahingerafft worden.
Mit einem Kampfschrei kam ein weiterer Soldat gelaufen, der mit einem Krallenschwung direkt nach vorn über in den Staub fiel.
"Dass ihr immer so unvorsichtig laut sein müsst."
Auch die nächsten wurden mit kunstvollen Manövern ausgeschaltet. Es nahm einfach kein Ende...
Jemand blieb vor ihr stehen. Die Rothaarige, dauerhaft in Kampfstellung, nahm sich auch diesen vor, wich dem Pistolenschuss aus und ratschte ihm die Halsseite auf. Jedoch war ein Lachen alles, was sie noch hörte. Ein dreckiges Lachen.
Erschrocken zischte sie aus. Eine kurze Klinge hatte sich zielgenau zwischen ihre Rippen getrieben.
"Die... bastard...", röchelte der Soldat vor ihr, bevor er starb.
Die Dejakano holte die Waffe mit einem Ruck heraus und ließ sie fallen. Die Umgebung verschwamm im Schmerz und dem Gewissen, dass sie nicht mehr richtig atmen konnte.
"... O...nĩn..." (Bruder)
Sie fiel dumpf nach hinten. Alles roch nach Blut und Schusswaffen.
Die Lider schlossen sich. Mit letzter Kraft zupfte Lar das schon besprenkelte Tuch vom Gesicht. Luft...



"NEIN!"
Lor schreckte aus dem Schlaf und saß kerzengerade auf der Pritsche. Heftig ging der Atem.
"Wow, wow, everything's - "
Der Krasáne sprang auf und blickte sich hektisch um. Sie waren in einem der Helikopter der NGEO.
"Where are we?"
"We are - "
"Where are we?!", rief er laut, den Wergeparden am Kragen gepackt und harsch herangezogen.
"Get off me, please. Just some minutes before we reach Terra."
Er stieß ihn zurück, Aril landete unsanft auf dem Hintern. Das Blauhaar hatte die Frachttür gefunden und ignorierte sämtliche Rückrufe. Im nächsten Moment war er draußen und schoss in schwarzdrachischer Gestalt mit immenser Geschwindigkeit davon.


Jemand rief ihren Namen. Irgendwo.
Glaubte sie zumindest.
Dann fühlte sie nur tiefen, rasenden Schmerz und schreckte aus der Bewusstlosigkeit mit einem lauten, anhaltenden Schrei, bevor sie schließlich kraftlos in zwei Armen hängen blieb. Ihr Kopf lag in einer kräftigen Hand, dass er nicht abknicken konnte.
Kühle erstreckte sich von der Stelle, wo eben noch zwei überlange Fangzähne direkt in die Halsbeuge gebissen hatten. Eine Hand lag wie schützend über der Wunde an der Brust und verschloss sie langsam.
"Onán! Eĩa!" (Schwester/Zwillingsschwester)
"... Né'garlĩastè..." (Schrei' nicht so)
Zwischen all dem Blut roch sie das ihres Bruders. Müde strich sie ihm über die Wange und verschmierte die blutigen Tränen. Ein klägliches Lächeln schlich auf ihre Lippen.
"Jaomè... ésonastè..." (Du bist hier)
Zwischen all den Trümmern und Leichen, Tod und Vernichtung, umarmte er sie fest und drückte sie an sich. Der Lärm war in Unwichtigkeit gerückt und alle Gefahr völlig egal.

Ein Feuergeschoss stoppte einen nahenden Feind. Lor sah auf.
"Ya need bit help?", grinste Aril Twin und schoss den nächsten ab.
Dankbar nickte er ihm stumm zu.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 21-03-2012 03:13 AM

Unterwegs konnte sich Koron nur gerade so unter einem abstürzenden feindlichen Helikopter wegducken, der ihn um ein Haar zerschmettert hätte. Überall war Nebel von explodierenden Granaten, vom Dampf der Waffen und den Feuern, die überall auf Terra wüteten. Milia stieß unterwegs zu Koron, auch sie war scheinbar noch weitestgehend unverletzt, ihre Hände glühten permanent in einer weiß-blauen Aura.
"Hell Koron, you look like a damn barbarian with all that blood on you", stellte sie fest während die beiden gemeinsam Richtung Front rannten.
"War's no clean business. I'm not afraid of getting my hands dirty", erwiderte der Schwarzfuchs knapp, aber mit einem selbstsicheren Lächeln auf den Lippen.
"Or anything else for that matter", fügte Milia noch frech hinzu.
Einige Meter von ihnen entfernt sahen sie Clarke, der gerade mit drei magischen Angreifern rang. Die drei waren deutlich kleiner als der Bär, der sie mit seinen von Energie erfüllten Pranken abwehrte, dabei aber langsam sichtliche Probleme bekam.
Koron und Milia nickten sich stumm zu. Beide sprinteten auf die Angreifer zu, Koron steckte seine Waffen weg und sprang einen der Menschen in New Light Uniformen an, seine Klaue setzte er auf dessen Gesicht, danach hörte man nur noch ein Zischen und Schmerzensschreie, während Milia einen der anderen Angreifer mit einem Nierenschlag vereiste und zerbrechen ließ. Clarke konnte den letzten Angreifer dann problemlos selbst erledigen, er zerquetschte dem Menschen praktisch den Brustkorb und warf den leblosen Körper beiseite.
"Well look who's also still kickin'. I was already worried 'bout you two!", lachte der Bär, sich etwas Blut von der Schnauze wischend.
"What's the situation?", erkundigte sich Koron rasch.
" 's crazy. New Light fighters are streamin' over here from that island. We have an advantage, but still, damn bloody battle. Never seen so many elementalists since the last iraq conflict."
"Better not waste any time, then."
Milia und Clarke gingen schon einmal vor, näher zum Herd der Konflikte, Koron blieb zunächst zurück und funkte mit seinem PDA jemanden an.
"Iari, kannst du mich hören?"
"Koron! Ja, laut und deutlich!", knarzte es aus dem Gerät zurück. Der Schwarzfuchs seufzte erleichtert, als er die Stimme seiner Schwester hörte.
"Wollte mich nur mal erkundigen. Bist du in Sicherheit?"
"Ich bin in der Basis, in einem der Sekretariate. Wie sieht es bei euch aus?"
"Wir sind gerade auf dem Weg zur Front, so wie ich das gehört habe, wird die Insel von New Light überrannt. Im Moment geht's mir noch gut."
"Sieh bitte zu, dass das so bleibt. Ich will nicht auch noch deinen Namen neben denen von Mom und Dad lesen."
"Ich hab dir was versprochen, schon vergessen?"
Damit beendete Koron die Übertragung und machte sich ebenfalls auf den Weg zur Front.
Hier kämpften alle durcheinander, überall wurde Magie unterschiedlichster Art gewirkt, überall lagen Leichen oder Schwerverletzte herum.
Ein Feuerblitz traf den Schwarzfuchs direkt auf der Brust und schleuderte ihn einige Meter zurück, Den Brand klopfte er schnell aus, aber der Schmerz war nicht ohne. Im Nebel erkannte er ein bekanntes Gesicht, das ihn dreckig angrinste.
"We still have an open account, don't we?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 21-03-2012 15:44 PM

Die magische Auseinandersetzung zwischen Raphael und seiner Gegnerin fand weitab des Hauptschlachtfeldes statt. Durch die eine oder andere Ausweichaktion, gepaart mit einem lockenden wegziehen der Zauberkundigen, fand das weitere Duell nahe der Rollbahn statt.
Das Handicap des Schwarzgewandten erwies sich erstmals als wirklich nachteilig, konnte er doch nur mit einer Hand wirken. Die präzisen, überlegten Angriffe der Gegenseite hatten durchaus Wirkung und zeigten neben den Fähigkeiten auch deutliche Kampferfahrung.
Raphaels Verteidigung mussten sich aufgrund der Situation auf wenigere, dafür kraftvollere beschränken. In der Zeit zwischen zwei Aktionen hatte die Wirkerin bereits viele kleine Offensivzauber gewirkt, welche immer wieder die Barrikade ihres Feindes zum beben brachte.
Schließlich legte der Wächter seine Hand gen Boden, und entfesselte eine Siegelwirkung. Kein Augenblick später standen beide in einem gemeinsamen Gefängnis, welches deutlich durch ein Pentakel unter ihnen gekennzeichnet wurde. Auch eine jede Magiewirkung würde diesen Kreis nicht verlassen. Ein wenig überraschter aber auch wissender Blick seines Gegenübers machten deutlich, dass sie genau wusste, welcher Zauber hier gewirkt wurde.
In einer Kombination aus Sprint, Teleportation und direkter Magiewirkung stand sie plötzlich direkt vor ihm und drückte ihn und sein Schild an die Grenze des Siegelbereiches. Anfangs hatte er deutliche Mühe diesen Angriff zu parieren, konnte doch dann genug Magiesammeln für einen direkten Gegenschlag, gefolgt von zahllosen feurigen Speeren. Jetzt war er am Zug. Ein Hagel aus sich dublizierender Magie ergoss sich über seine Kontrahentin. Feuer, Eis und Erdwirkungen erfassten sie, wobei sie mithilfe einer Levitation nach oben auswich. Dort wirkte er weitere Elemantarangriffe aus Luft und Licht. Einen Moment lang geblendet, nutzte er die Chance um einen Brecherzauber direkt in ihre Richtung zu schleudern. Er durchbrach ohne weiteres ihre Defensive und schleuderte ihren Körper an die Siegelbarriere. Ohne weiteres zögern stand die Frau mit den rotbraunen Haar wieder auf, fixierte ihren Gegner.
"...du bist wirklich nicht schlecht, trotz deines Handicaps!", rief sie ihm entgegen. Sie sprach Deutsch... und wusste offensichtlich, dass er selbst es auch tat.
"Man sollte nie nach dem Äußeren gehen. Hinter der Fassade steckt oft mehr, als es den Anschein hat."
Sie stürmte erneut auf ihn zu, eine andere magische Wirkung vorbereitend und holte mit einer transformierten Drachenklaue nach ihm aus. Doch weiter als bis einen Meter kam sie nicht an ihn heran, hatte doch eine magisch gewirkte Telekinese sie erwischt, welche sie umgehend zu brechen versuchte.
Es dauerte keine Sekunde, da hatte sie sich bereits mit eigener Magie davon befreit, doch reichte dieser kurze Augenblick aus, dass Raphael ihr bis auf einen Hauch näher kommen konnte. Eine weitere Druckwellenwirkung schleuderte ihre Gegnerin erneut zurück. Dabei versuchte sie sich noch in der Luft wieder zu fangen, schaffte es aber nicht mehr rechtzeitig.

Als sie erneut langsam wieder zum stehen kam, während der Magier immer näher trat, verklang eine einzige Frage von ihm.
"Wer bist du?"
"Magieanwender, wie du", zischte sie, und bereitete derweil spürbar einen mächtigeren Zauber vor. Sie sprang in die Luft und verwandelte sich vollständig in einen rötlichen, beschuppten Drachen, welche die violetten Augen beibehielt. Zunächst mit dem langen Schwanz ausholend, sammelte die nun gewandelte zwischen den beiden, weitaus größeren Hand oder eher Klauenflächen größere Mengen offensiver Magie.
Die Gestalt war offensichtlich flugunfähig, fehlten ihr doch ein Satz tüchtiger Flügel. Dafür schien sie insgesamt weitaus agiler zu sein.
"Genug mit der Spielerei."
Erneut jagte der Einarmige eine Ladung gen Boden, aktivierte jedoch diesmal einen anden Zauber. Von jetzt auf gleich war zuerst die Kugel der Gegenseite verschwunden, anschließend wandelte sich die Gestalt zurück, zuletzt verschwand das Siegel. Er hatte jeglichen aktiven magischen Fluss innerhalb der vorherigen Barrikaden kurzzeitig gestoppt.
Benommen versuchte sich die wieder Humanoide auf den Beinen zu halten.
"... wie ist dein Name?"
Unsicher fixierte die Zauberin ihr Gegenüber, trat wieder in Kampfstellung, und nutzte dann eine Teleportation.
Schnell seinen Geist ausstreckend, konnte Raphael sie nicht mehr spüren. Offensichtlich hat sie sich zurückgezogen.

War sie wirklich jene eine, welche er glaubte in ihr zu sehen?

Lange konnte sich der Wächter keine Gedanken daraum machen, denn kaum war er wieder allein beim Rollfeld, kam schon ein direkter Funkspruch über Codec an ihn herein.
"Magician, we have some trouble at the frontline. Get there immidiatly." - "Understood."
Die Stimme gehörte zu Norten Trendor, der einzigen Person, die offiziell innerhalb der NGEO ihm Befehle erteilen konnte.

Es vergingen einige Zeit, in denen durch und mit ihm viele Angreifer zurückgeschlagen werden konnten. Es war bereits wieder Taghell, die Insel lag allerdings in einem typischen Gefechtsnebel. Plötzlich wirkten viele der New Light Anhänger wie gelähmt, und stürmten danach zurück zur 'Locust'. Augenscheinlich hatten sie einen Rückzugsbefehl erhalten. Doch Zeit zur Freude blieb nicht viel. Unzählige ballistische Raketen schossen sichtbar von der Insel in die Luft, um dort ihre Richtung zu ändern und dann direkt auf Terra zuzusteuern.
"Everyone, take cover!" Viele Soldaten um ihn herum suchten sich Schutz hinter den massiven Betonwällen oder anderen ähnlich sicheren Positionen.
Der Magier selbst nutzte seine Kräfte um zahlreiche magische Geschosse in einer Art Speerfeuer gen Himmel zu entsenden. Neben ihm feuerten auch Flaks und spezielle Antirocket Installationen ihre Salven auf die Bedrohung. Durch diese Abwehrmaßnahmen traf nur eine kleine Handvoll Raketen tatsächlich die Insel.
Anschließend kam der Befehl zum Gegenangriff mit den speziell vorbereiteten RM-01 getauften Prototypen von Schildbrechenden Raketen, welche noch am Tag zuvor in Auftrag gegeben wurden. Gleichzeitig schossen die eigenen Raketen in Richtung der Inselkanone. Da mit heftigen Gegenfeuer gerechnet wurde, verfügten diese Raketen über einen Fernzünder, um nicht direkt bei paar wenigen Einschüssen bereits zu detonieren. Sie hatten diese eine Chance den Kampf entgültig für sich zu entscheiden.

Erwartungsvoll wurde auf die Raketen gestarrt, bis nach einigem Gegenfeuer plötzlich ein sichtbarer scharfer Wind alle drei eigenen Raketen zerstörte.
//Verdammt... Windmeister...//
Mit einer neuen Wirkung beförderte sich Raphael in die Luft, und funkte unterwegs Raptor an. "Is everything perpared?" - "Yes... I'am already outside." - "Then waste no time!"
Ein kurzes dumpfes Knallen, gefolgt von einer leichten Erderschütterung ertönte, und die künstliche Brücke viel an zahlreichen Stellen zusammen. Als Reaktion folgte die sichtliche Aufladung der Inselkanone.
"Magician - if you can do something against this threat, just do it!", tönte es nachdrücklich von seinem Codec.