Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 07-10-2011 11:37 AM

Das Geräusch einer sich öffnenden elektrischen Tür erfüllte kurz den Raum, als Julia und Maltas sich ebenfalls zu ihnen gesellten. Das Mimik hatte scherzhafterweise direkt die Gestalt des Magiers angenommen. Das Original stand auf, schritt auf ihn zu und musterte den Wandlungskünstler, indem er um ihn herum schritt. "You are the born 3D mirror!", lachte der Schwarzhaarige, als er wieder direkt vor seinem Double stand. "So I can see parts of my body, which isn't possible without you. Thank you for that", witzelte er weiter.
Maltas lächelte etwas und beschwor eine kleine elektrische Kugel zwischen seinen Händen. "Oh, now you want to imitate my skills? No chance, my dear." Grinsend legte Raphael mit einer schnellen Geste eine Barrikade um Maltas, der sich versuchte mittels einer Blitztransformation daraus zu befreien, doch kläglich scheiterte. Schließlich verwandelte er sich zurück in seine "Standard-Gestalt". Ein Mann durchschnittlicher Größe, mit schwarzem Haar, sowie blauer Jeans und weißem Shirt. Seine Hautfarbe war dabei stets typisch mitteleuropäisch.
Raphael lies die Barriere sinken, und klopfte seinem Kollegen auf die Schulter. "Everything ok?" - "Of cooourse", sprach der geborene Elim mit betont langezogenem "o", und flüsterte anschließend: "But you're the only one, who I've never beaten." Deutlich konnte Raphael den Ehrgeiz in der Stimme seines Gegenüber hören.

Julia unterdessen schickte sich an Maltas Hand zu schnappen, und ihn zum Tisch zu zerren. Gespielt verärgert nahm er dies in Kauf und saß schließlich Gegenüber seines Bruders. Wenn man "Lightning" und "Mimic" so betrachtete, fiel einem die Verwandtschaft nur in gewissen Verhaltensweisen auf. Darunter etwa, dass sie stets anstießen, wenn irgendetwas trinkbares in der Nähe war, und sie zusammen an einem Ort hockten.
Ein Kontrast dazu war das Erscheinungsbild von Julia, die mittellanges, dunkelblondes Haar trug, und zudem mit ihrem Hautton allein bereits auffiel. Doch dort konnte man ebenso auch Lumas anführen. Zusammen wären Julia und das schwarze Eis locker bei jeder Spielemesse als "Black & White" durchgegangen.
Bei dem Gedanken musste Raphael grinsen, und zügelte sich nicht laut loszulachen.

Plötzlich machte sich sein Codec durch einen leisen Ton in seinem Ohr bemerkbar, den wohl stets nur der Träger zu hören vermag. Der schwarzgewandte packte eine Hand an sein linkes Ohr, um sowohl äußere Schalleinflüsse abzuschirmen und besser die Stimme am anderen Ende verstehen zu können sowie die Sprachübertragung überhaupt erst durch leichten Druck auf eine bestimmte Stelle einzuschalten.
"Here Raphael" - "Mr. Liskor, please come immediatly to the operation center!", tönte eine männliche Stimme aus dem Codec. "What's happened?" - "To much to explain it just over audio." - "Ok, i will be right there."

"A new mission?", erkundigte sich Ban. "I don't know, maybe. If it is so, you can prepare for it", antwortete Raphael noch beim verlassen des Raumes.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 07-10-2011 16:30 PM

Gerade hatte Alexinara mit einem Fingerzeig in den ersten Behandlunsgraum vor ihnen gezeigt,
als der Verletzte schon voran ging und sich dort platzierte.
Die Vampiress sah ihm noch nach und nickte Lor zu,
sie wusste, dass er seine Sache gut machen würde,
schließlich kannte er sich mit derlei Verletzungen aus.

"Den Gang hier einmal durch und dann durch die Flügeltür,
bis dahin sollte der Blinddarmpatient schon weg sein,
ich gebe dir dann die Patienten rüber.
Keine Sorge, die wirst du sicherlich packen",


beendete sie ihren Satz und zwinkerte ihm zu,
ehe sie sich auf den Weg machte, den großen Raum zu betreten.
Zu ihrer Linken sah sie schon den besagten Blinddarmgänger,
was man unschwer am ganzen Pflegepersonal um ihn herum erkennen konnte.
Mit einem kurzen "Wenn ich die Herrschaften zur Seite bitten dürfte"
war sie schon am Patienten und setzte sich an dessen Bettkante,
sein schmerzverzerrtes Gesicht sprach Bände und er schien jederzeit das Bewusstsein verlieren zu können.

"Ich bin Alexinara und werde Sie behandeln,
wie steht es mit Ihren Schmerzen,
sind sie ertragbar?",


erkundige sie sich ruhig,
während um sie herum schon die Operationsinstrumente hervorgeholt wurden.
Das Team schien eingeübt,
jeder Handgriff saß und innerhalb kürzester Zeit standen OP-Besteck, sterile Handschuhe, sowie sterile Tücher bereit.
Kopfschüttelnd wandte sie sich an das Pflegeteam,
ihre Augen funkelten in mattem Rot.

"Liebe Kollegen und Kolleginnen,
Sie kennen das Prozedere,
ich erwarte von jedem Patienten eine komplette Anamnese auf Abruf,
keine Hetze, kein Stress, wir machen das gemeinsam und nehmen uns dann nen Kaffee.
Also alle auf ihre Plätze,
ich werde den Patienten hier versorgen und will alle anderen bereit an ihrem Fall sehen!
Visualisieren ist das Stichwort",


gab sie den Ton an und alles geriet wieder in Chaos,
so wirkte es zumindest für das ungeübte Auge.
In Wahrheit jedoch hatte Alexinara schon vor einiger Zeit eine Idee umgesetzt,
die gerade in Zeiten von übermäßigen Anstürmen ganz gut klappte.
Sie brauchte für jeden Patienten eine Pflegekraft,
die kurz zuvor alle wichtigen Daten in ihrem Kopf visualisiert hatte,
danach griff sie auf diese Ressource per direkter Verbindung zu und konnte es gleich abrufen,
dadurch war sie schneller bereit, zu handeln und weitere Therapien in die Wege zu leiten,
denn per Gedankenübertragung sparte man sich lästigen Papierkram und Rennerei.
Natürlich verbrauchte diese Art der medizinischen Behandlung deutlich mehr Energie als Normal,
doch für Alexinara war das zumeist ein-, zweimal am Tag schaffbar,
wenn es keine unvorhergesehenen Komplikationen gab.
Sie wandt sich wieder dem Patienten zu,
der sich vor Schmerzen krümmte,
ihre Hand umfasste seinen Kopf von der Seite,
sie fixierte seine Augen.

"Nehmen Sie bitte Ihre Hand und legen Sie diese auf die Schmerzstelle,
ich werde dafür sorgen,
dass Sie allein bestimmen können, was mit dem Blinddarm passiert.
Sie werden sehen, dass es ganz leicht geht."


Etwas verwirrt tat der Patient wie geheißen,
er wusste nicht genau, was er damit anfangen sollte,
da er schließlich der Magie nicht sonderlich zugetan war.
Doch Alexinara hatte in ihm schon den Funken eines Potentials gesehen und wusste,
dass es nur einen kleinen Schubser brauchte,
damit der in ihm erwachen konnte.

"Denken Sie, Doc... Das wird mir helfen?",

erkundigte sich der Mann vorsichtig,
er hatte sich bisher nicht getraut, die Vampiress,
welche er an ihren Augen auch als solche erkannt hatte, anzusprechen.
Jetzt war seine Angst einer Panik vor weiteren Schmerzen gewichen,
und da er die Wahl hatte zwischen Leiden und ein fremdes Wesen anzusprechen,
entschied er sich eher für Letzteres.

"Folgen Sie einfach meinen Anweisungen,
schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf den Schmerz.
Ihr Blinddarm, oder genauer gesagt der Wurmfortsatz Ihres Darmes hat sich entzündet,
Sie haben zwei Möglichkeiten:
Entweder entfernen Sie das entzündete Gewebe gänzlich aus ihrem Körper,
oder Sie lassen die Entzündung aus ihrem Körper verschwinden,
wobei bei letzterer Möglichkeit eine erneute Entzündung auftreten könnte",


erklärte sie ihm sachlich und legte ihre Hand auf seine,
eine Wärme durchströmte die Stelle.
Der Mann hatte keine Kontrolle über seinen Energiefluss,
aber mit Alexinaras winziger Hilfe lenkte er sich beinahe selbst in richtige Bahnen.

"Gut machen Sie das,
merken Sie die Wärme?
Sie leiten Energie aus Ihrer Handfläche ab,
nun bleibt aber nur die Frage, heilen lassen
oder Entzündung entnehmen?",


teilte sie ihm nunmehr in einem Flüsterton mit,
den er in seinem tiefen Bewusstsein noch wahrnehmen konnte.
Inzwischen lag der Patient friedlich da,
seine Konzentration hatte den Schmerz überwunden.
Ein kurzes Nicken nahm sie von dem Mann wahr,
er hatte seine Entscheidung gefällt und nahm die Entzündung in die Mangel.
Langsam aber sicher filterte er das Gewebe heraus,
es bildete sich über den beiden Handflächen eine dunkle Kugel.
Im nächsten Moment ließ dann auch die Kraft das Mannes nach,
die Masse fiel herunter und Alexinara fing sie mit einer Nierenschale auf,
den letzten Rest erledigte sie mit einer kurzen Einwirkung,
schon hatte der Mann keinen Blinddarm mehr und schlief friedlich.

"Das haben Sie gut gemacht,
die Operation verlief erfolgreich.
Ruhen Sie sich aus,
jetzt haben Sie es verdient",


sagte sie ihm noch und teilte der behandelnden Schwester mit,
sie möge ihn auf die ambulante Station bringen,
wo er die Kraftanstrengung erstmal ausschlafen sollte.
In rascher Abfolge kamen weitere Notfälle an die Reihe,
erst ein kleiner Junge,
der es geschafft hatte, einen Zinnsoldaten in der Nase feststecken zu lassen,
eine junge Frau mit schweren Aufschürfungen nach einem Fahrradunfall,
mehrere Knochenbrüche nach einer bösen Schlägerei,
die ein oder anderen Krankheitsausbrüche und besorgte Elternteile,
sowie fehlende Gliedmaßen,
ob durch Magie oder Unachtsamkeit verursacht.
Besonders bei den Gliedmaßenrekonstruktionen geriet die Vampiress an natürliche Grenzen.
Denn ganze Körperteile einfach so nachwachsen zu lassen gehörte nicht zu ihren Aufgaben,
so konnte sie Wunden heilen lassen,
indem sie die Körperregeneration ankurbelte,
Knochen verheilen lassen,
indem sie die Knochenbildung beschleunigte,
fehlende Körperzellen konnte sie aber nicht ohne weiteres schaffen,
da sie dadurch ein Ungleichgewicht im Organismus des Patienten auslöste,
der wohlmöglich zu starken Abwehrreaktionen,
oder gar Mutationen führen konnte.

Gerade hatte Alexinara eine ältere Dame in Behandlung,
als ihren Geist eine ungewohnliche Energieausschüttung berührte,
schnell weitete sie ihr geistiges Auge aus und erfasste den Ort der Energieexplosion,
es waren die Räumlichkeiten für besonders große magische Wesen.
Sie versuchte einen bekanntes Individuum ihres Kollegiums zu erwischen,
da sie von diesen die Erlaubnis hatte, sich in ihrem Geist einzuklinken,
erwischte aber nur einen der Auszubildenden auf der Station.
Vor ihrem Auge tat sich ein schwarzer Drache auf,
der schreckliche Schmerzen zu erdulden hatte aufgrund einer Brustverletzung,
die den ganzen Brustkorb freigelegt hatte.
Doch von ihm ging diese Energie nicht aus,
sie suchte weiter und fand einen Jugendlichen an der Seite des Drachen,
seine vergleichsweise kleine Hand umklammerte einen Dorn an der Pranke des Geschöpfes,
sein Gesicht war vor Angst und Wut verzerrt,
er war energiegeladen und schien jederzeit explodieren zu können.

"Verdammt, Lor hast du das auch wahrgenommen?
Da ist ein Jungendlicher mit extrem hohem Energieniveau,
er hat sich nicht unter Kontrolle,
lass alles stehen und liegen, wir müssen uns um ihn kümmern",


sandte sie ihrem Freund und nun auch ärztlichen Kollegen per Gedanken zu und ging aus dem Raum hinaus,
schnell ergriff sie eines der Stationstelefone und wählte die Notnummer.

"Hier Alexinara aus der Notaufnahme,
wir haben einen "Code Red" - Energieentfaltung mit schwerwiegenden Folgen,
evakuieren Sie sofort alle Patienten aus dem Gebäude in den Sicherheitstrakt Nord,
ich werde allen Teleportern die Anweisung geben, auf den Stationen die schweren Patientenfälle direkt dorthin zu bringen,
wir haben nicht viel Zeit, es ist ernst.
Rufen Sie die Magic Shielder, sie sollen sofort die magische Barierre um den Nordtrakt aufbauen,
es kann sein, dass gleich ziemlich scharf geschossen wird",


beendete sie das Telefonat und ging den Gang hinunter,
es war eine Abbiegung nach links,
die nach knapp 100 Metern in einer Doppeltür endete.
Die Auswirkungen der energetischen Entladung des Jungen brachten die Wände zur Deformation,
zwar war das Gebäude gegen etwaige magische Attacken gesichert,
aber derartigen wellenförmigen Energieschwankungen unbekannten Levels konnten sie nicht lange standhalten.
Noch kurz sandte sie einen Aufruf an die Porter im Haus und atmete tief durch.
Mit Schwung riss sie die Tür auf,
das Pflegepersonal hatte sich schon nach Eröffnung der Notklingeln im ganzen Haus in Sicherheit gebracht,
da sie nebenbei auch noch teleportfähige Mitmenschen in diesem Krankenhaus beschäftigten,
waren schnelle Transporte von A nach B im Nu erledigt.
Alexinara stand jetzt vor dem schwarzen Drachen,
der sein Schmerzgeschrei kaum unterdrückte und auch sie mit seinem Gebrüll begrüßte,
der Junge stand noch neben dem Drachen,
seine Augen zeigten ein gelbliches Funkeln,
noch konnte die Vampiress nicht einordnen welcher Gattung er angehörte,
sie befürchtete sogar,
dass der Junge gerade im Erwachen stand und komplett instabil war.
Mehr als fünf Meter konnte sie sich nicht annähern,
die Energieströme durchfuhren sie und brachten ihr Schwindel.
Da ihre Schutzbarierre nicht zu wirken schien,
musste der Junge andere Art von Fähigkeit anwenden,
in seinem Zustand konnte sie das aber nicht zuordnen.

"Du wirst das ganze Krankenhaus in die Luft jagen,
wenn du weiter so mit deinen Energien herumspielst!",


versuchte sie den Jungen nun direkt anzusprechen,
der Drache holte mit seiner Klaue aus und verpasste Alexinara nur knapp,
die Wand neben ihr zeigte nun ein schönes Loch,
welches von der Kraft des Geschöpfes zeugte.

"Was weißt du schon!
Ich dachte, das wäre ein Krankenhaus,
statt meinen Drachen zu heilen haben sie ihm wehgetan,
ich will nicht, dass er noch mehr Schmerzen hat!"


Die Worte wurden von einer Woge an Energie begleitet,
Alexinara wunderte sich, woher er seine Energie bezog,
es war nur zu seltsam,
dass er eine derartige Kraft freisetzen konnte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 07-10-2011 17:50 PM

Lor nickte und folgte dem Werfuchs direkt, schloss die Tür im Rücken und betrachtete sein gegenüber, der gerade den Verband ablegte, erschreckt darauf schaute und die Wunde sofort bedeckte.
Fragend hob das Blauhaar eine Braue und zuckte mit einem Ohr, dann trat er näher. Geübt legte sich die Linke unter den Arm und hob ihn etwas. Das Bild, das sich bot, war dem Krasánen allerdings unbekannt. Allerdings erkannte er, dass das Fell hier eine andere Farbe trug als der Rest und nicht von Natur aus so gehörte.
"Besonderes Marking?" Beiläufig zog Lor einen Hocker heran und schaute in das Schussloch, das dunkel am Ende war, folglich war die Kugel immer noch drin, aber wenn, dann wohl hinter dem Knochen.
//Geile Sache...//
"Du schaust aus wie ein umherziehender Krieger, der sich gern mit hinterhältigen Leuten prügelt, oder sagen wir eher, der es muss", sprach er nebenher, tauchte die Rechte in Wasser am Hahn, zog die weißen Lederfingerlinge von den Fingerspitzen und setzte direkt an, in die Wunde zu gezielt zu greifen, um zu ertasten, wo die Kugel war.
"Wahrscheinlich wie ich. Wir ähneln uns wahrscheinlich sehr, außer mit den Waffen. Wobei..."
Lor plapperte einfach, vielleicht half dem Kollegen das, sich abzulenken vom Schmerz. Sein Blick wanderte auf die Katanagriffe, die er schon vorher gesehen hatte. "Du bist Schwertkämpfer, hm? Da haben wir eins gemein." Er zwinkerte grinsend.
Mittlerweile hatte er das Metall gefunden, aber wie sollte er das wieder durch das Loch im Knochen schaffen?
"Warte mal."
Die Rechte entfernte sich wieder, er streckte sie von ihnen weg und erzeugte ein elektrisches Feld, eine Kugel in der Mitte, Blitze im Außenkreis. Bei richtiger Handhabung würde es magnetisch werden. Im Kopf formulierte und visualisierte der Krasáne die Absicht, folgte seinem Instinkt und schaffte es, die Blitze verstummten.
Frisch fröhlich hielt er die Hand über die Stelle und hatte mit einem Ruck das Metall unter seiner Handfläche angesogen.
"Siehst du, alles halb so wild."
Mit einem Klingen fiel sie ins Waschbecken, das einige Blutspuren davontrug.
"Der Rest ist ganz leicht, einen Moment noch."
Kontrolliert ging die elektrische Ladung in den Boden, geerdet sozusagen, und die weiße Hand legte sich auf die Wunde. Ein gleichfarbiges Leuchten zeugte von Heilungswirkung, die den Knochen reparierte, das Fleisch zusammenwachsen ließ, Muskeln neu baute oder vervollständigte und schließlich die Haut narbenfrei darüber zog. Als letztes wuchs das Fell über der Stelle zu.
Etwas geschafft atmete das Blauhaar aus und lehnte sich knapp zurück, rollte schließlich mit seinem Hocker zum Waschbecken herüber und wusch das Blut von den Fingern. Wie selbstverständlich entfärbte sich auch die andere Hand und wurde reinweiß. Zwischen den Fingern zogen sich Ansätze von Schwimmhäuten, die aber nicht zusammenwuchsen.
Was jedoch stets blieb, waren die Narben auf dem rechten Handrücken. Zwei lange, dünne Striemen zwischen den Knochen des zweiten, dritten und vierten Fingers, die immer etwas violett wirkten zwischen der Hautfarbe. Außen auf beiden Seiten prangten je zwei Kreise aneinander, der zum Handgelenk hin größer, der dahinter etwas kleiner, und von dort aus bis knapp auf den Zeigefinger und zwischen Ring- und kleinem Finger zogen sich ebenso Striemen, etwas breiter und alles von mehr rötlicher Färbung.

Lor räumte die Kugel beiseite, säuberte alles etwas und wollte gerade ansetzen, den Fuchs nach dem Arm zu fragen, weil es ihn doch sehr interessierte, was es mit dem Verfall von Adern und Blut auf sich hatte, da ging ein Impuls durch das ganze Haus.
Seine Augen weiteten sich knapp.
"Ich entschuldige mich."
Ohne ein weiteres Wort lief er aus dem Raum heraus, mitten zwischen wirre Leute, die durch Senden scheinbar gelenkt wurden, was sie tun sollten, doch ihn kümmerte das weniger. Er setzte vor, stieß sich mit den kräftigen Sprunggelenken vor und streckte die Arme nach vorn, doch bevor die Hände den Boden berührten, waren sie zu Pfoten geworden, deren Krallen lange Striemen im weichen Linoleum hinterließen.
Unterdes erreichte auch ihn eine knappe Mitteilung seiner Kollegin.
//Ich bin fast da//, antwortete er.
Um in den Kurven nicht noch mehr des Bodens zu ruinieren, lief er gemäßigt, folgte der kräftigen Spur und landete schließlich auf dem Dach. Im trabenden Gleichschritt eilte der Krasáne heran und ging auf die Hinterbeine, um sofort in Humanoide zurückzukehren. Die Hände waren getrocknet und wieder farbig, jedoch auch wie gewohnt mit den langen Krallen bewehrt.
Er vernahm die Worte des Jungen und hielt sich einen Arm vor die Nase, um den ekelhaften Geruch fernzuhalten. Säurewunde... Von früher kannte er sie gut.
Die Energiewallung war mächtig und brachte ihn auf Hochtouren, sog seine Art doch die benötigte Lebensenergie aus der Umgebung. Ein kräftiger Impuls antwortete sofort, aber gekonnt schob Lor ihn beiseite.
"Halte ein!", rief er gegen den Wind an und hob wie ergebend die Hände. "Ich bin Arzt, ich kann deinen Drachen heilen!"

Der Junge war skeptisch, nein, mehr noch zornig ablehnend. Er schrie irgendetwas, aber Lor konzentrierte sich mehr darauf, langsam heranzutreten, Schritt für Schritt. Der Drache holte mit seiner Pranke aus, doch bevor er zuschlug, versuchte sein Gegenüber, ihm im Geiste zu versichern, dass er ihm helfen würde. Der Schmerz ließ die Vernunft besser walten, sodass das Blauhaar unbeschadet heran konnte. Stattdessen hielt der Schwarze nun seinen Reiter - oder was auch immer - zurück.
Lor hatte die langen Ohren längst angelegt vor Abscheu, kämpfte sich aber mutig vor und beschwor eine schwarz-violette Kugel in der gesenkten Linken, während die Rechte vorstieß und die zerfranste Haut berührte. Der Geschuppte brüllte erneut. Die Gläser des Krankenhauses klirrten bedrohlich.
//Ganz ruhig, mein Großer...//
Er schloss die Augen und griff auf ein altes Erbe zu, das ihm ermöglichen würde, die Wunde zu reinigen. Der Impuls frohlockte, als er freigelassen wurde, jedoch so stark, dass das Herz einmal zu kraftvoll schlug und extrem stach. Zischend mit ersticktem Schmerzschrei griff Lor sich an die Brust und zügelte den Blutdruck.
//Wehe, du flippst jetzt aus//, sprach er gedanklich wie zu sich selbst, hob den Kopf und gewahrte die Umgebung in leuchtendem Rot. Seine Augen trugen keine Iris und Pupille mehr, auch Ohren und der Schweif hatten sich verändert.
//Ganz ruhig, das wird jetzt brennen, aber bitte halte stand.//
Die Rechte leuchtete bereit zur Heilung, die Linke legte er wie schützend mit gebeugten Fingern vor den Mund, ohne die Lippen zu berühren. Schwarzweiße Federohren zuckten, als der Krasáne einen feinen Feuerstrahl auf die verätzten Stellen blies. Beim Auftreffen verbreiterte sich der Kegel flächenförmig, blaue Flammen zerrten an dem Fleisch und ließen die Restsäure in Dämpfen aufsteigen, die Böen mit sich rissen.
Der Rest ging an sich ganz leicht, auch wenn die Größe enorm war. Sein Element, der Wind, stärkte ihn gleichsam, wie er Energie verlor, aber dank der Quelle des Jungen neben ihm war es eh einerlei.

Die blutroten Federn an seinem Schweifende raschelten leise, während er arbeitete und die gesamte Wunde nach einer gefühlten Ewigkeit behob.
Völlig erschöpft trat Lor zurück, mehr schwankend, atmete tief ein und holte sich, was er zum Stehen bleiben brauchte.
Der Junge berührte seinen Drachen und schaute glücklich auf, was auch den Arzt zufrieden stimmte, allerdings konnte er in seinem rotleuchtenden Blick auch die Energieströme gut sehen, die auf das Tier übersprangen. Sofort sprang er rückwärts, eine Hand rasch nach hinten gezogen wie eine Flieh'-Geste.
//Gib Acht!//, sandte Lor der Vampirin und fauchte lautstark aus. Die überlangen Fangzähne blieben gefletscht.
Der erschöpfte Drache hatte der immensen Energie seines Kollegen nichts entgegen zu setzen, dieser Wut, dem Zorn, aller Unkontrollierbarkeit, sodass er letztlich rasend wurde und den Verstand verlor. Mit lautem Brüllen spannte er die Schwingen auf und testete die neu gewonnene Freiheit.
Ruckartig fuhr Lor große, schwarz-blutrote Federschwingen aus und folgte dem Gesellen, in der Bewegung selbst in Drachengestalt, jedoch bedeutend kleiner als er. Aber er wollte ihn auch nicht verletzten. Geschwind tauchte er unter ihm hindurch und ließ sich auf kleine Spielerei ein, im Ziel, irgendwann auf seinen Rücken zu kommen, um ihn auf den Boden zurückbringen zu können.
//Ich hoffe nur, Lexia schafft das mit dem Bengel...//



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 07-10-2011 21:55 PM

Auf die Frage nach einem Marking blieb der Fuchs still.
Er verzog etwas das Gesicht, als die Kugel die Wunde rückwärts verließ, jede Berührung mit dem offenen Fleisch brannte, und ein wenig der schwarzen Flüssigkeit blieb an der Kugel haften und zog leichte Fäden beim Herausziehen. Über die Magie seines Gegenübers war er weniger verwundert, hatte er auf seinen Reisen solche Phänomene doch schon öfters zu sehen bekommen.
"Ja... könnte man so sagen", erwiderte Koron auf die Feststellung seines... Berufsstandes? "Ich verwende eigentlich, was ich gerade so finde... Nur das hier sind Erbstücke, die hab' ich immer dabei." Er wartete bereits auf eine Frage nach den schwarzen Verfärbungen und bastelte sich schon eine Ausrede im Kopf zusammen - was im Angesicht der Tatsachen nicht sehr einfach war -, doch eine Frage kam nicht. Das Blauhaar wirkte lediglich eine Magie auf den Arm des Anthros und Koron konnte zusehen, wie sich Fleisch und Knochen wie von selbst wieder zusammenfügten. Es kribbelte und schmerzte etwas, jedoch war es weitaus erträglicher als zuvor.
Als die Wunde endlich komplett verheilt war, bewegte er den Arm etwas, ballte die Klaue zu einer Faust zusammen und drehte sie etwas, alles war wieder perfekt. Nunja, so gut es eben ging.
Er spürte, dass der Arzt gerade etwas sagen wollte, jedoch veränderte sich dessen Gesichtsausdruck schlagartig zu einem leichten Schock und er stürmte aus dem Raum. Erleichtert seufzte der Fuchs auf, hatte er doch schon befürchtet, dass nun die Frage nach der schwarzen Flüssigkeit auftauchen würde. Was auch immer passiert war, es war ein Glücksfall für ihn, da er nun das Behandlungszimmer ganz für sich hatte. Nachdem er sich versichert hatte, dass der Arzt weg und er ungestört war, entfernte er rasch den Verband und gab das pechschwarze Fell und die Klaue mit den spitz zulaufenden Fingerkuppen und dem allgemein eher knochigen Erscheinungsbild preis. Den blutverschmierten alten Verband entsorgte er in den Müll und suchte im Raum nach einer neuen Rolle, die er rasch in einem der Schränke fand, zwischen diversen Pflastern, medizinischem Klebeband und kleinen Flaschen und Sprühdosen, von denen er vermutete, dass sie Desinfektionsmittel beinhalteten. In aller Seelenruhe stellte er die Rolle auf eine Theke unter den Wandschränken und wickelte gerade ein Stück auf, als sich sein Arm mit einem starken, stechenden Schmerz wieder meldete. Die Rolle fiel dem Fuchs aus der Hand und rollte von der Theke auf den Boden, sich dabei über den Boden ein stück weit aufrollend. "Fuck, fuck, fuck, fuck, fuck, fuck, FUCK!", fluchte er leise, die Worte mehr zwischen den zusammengepressten Zähnen hindurch zischend, als sie wirklich auszusprechen. Er rannte rüber zum Waschbecken, die linke Hand um sein rechtes Handgelenk klammernd und die Augen kurz zusammenpressend, als sein gesamter Arm erneut anfing zu brennen und zu pochen. Er krempelte den Ärmel seines Mantels noch höher als er es vorher war, sodass er auf der Hälfte des Oberarmes aufhörte, bevor der Fuchs Schreie zurückhaltend seinen Arm über das breite Waschbecken hielt, in dem noch die Kugel lag. Seine Klaue verkrampfte sich unkontrolliert, die Muskeln im Unterarm zuckten auf, bevor sich diese ebenfalls angespannt verkrampften und die schwarze Flüssigkeit von zuvor sich langsam auf der Oberfläche seines Arms absonderte. Schwer atmend und die Augen noch immer zusammenpressend versuchte Koron, so ruhig wie möglich zu bleiben ob der Schmerzen, die er nicht nur im Arm, sondern auch in seinem Oberkörper fühlte, besonders in der Brust, während sich der Schleim immer dicker auf seinem Fell bildete und in kleinen Striemen ins Waschbecken schlickte. Mit der linken Hand stützte sich der Anthro auf dem Rand des Waschbeckens ab, um nicht in die Knie zu gehen, ab und an entwich ihm ein schmerzerfülltes Stöhnen, bis nach etwa einer Minute die schwarze, zähe Flüssigkeit aufhörte, auszutreten und die letzten Reste in das nun fast komplett schwarze Waschbecken tropften.
Erschöpft stützte er sich mit beiden Armen am Rand ab, schwer, aber regelmäßig atmend und seine Augen noch einmal kurz schließend, bevor er taumelte und in die Knie ging, als ihm für einen Moment schwarz vor Augen wurde.

Als er wieder zu sich kam, saß er auf dem Boden, mit dem Rücken gegen die Theke gelehnt. Ein Blick aus dem Fenster zeigte nichts besonderes, es war nicht viel dunkler als zuvor, woraus er schloss, dass er nicht sehr lange weg war. Der Fuchs stand langsam auf, dabei schwer seufzend und sich erneut mit den Armen am Waschbecken abstützend.
Er wischte sich langsam mit der linken Hand über das Gesicht, bevor er den Wasserhahn aufdrehte, um die letzten Reste aus seinem Fell zu spülen und das Waschbecken ein wenig zu reinigen, bevor er die Verbandsrolle aufhob, sich die dünneren Streifen sorgfältig in einem festen Muster um den Arm wickelte, dabei besonders sorgfältig bei den Fingern vorgehend und das Band am oberen Ende mit den Zähnen abriss, noch bewusst ein gutes Stück über lassend, das er durch verschiedene Maschen fädelte und schließlich das Ende irgendwo unterhalb des restlichen Verbandes versteckte. Erneut ballte er eine Faust und bewegte und drehte den Arm prüfend, wenn auch etwas langsamer als vorher, war er von der Prozedur eben noch ein wenig erschöpft.
Gerade hatte er die restliche Rolle in einer Innentasche seines Mantels verstaut, erschütterte ein lauter, tiefer Schrei das Krankenhaus. Den Trubel draußen vor der Tür hatte er zuvor ausgeblendet, doch jetzt erst fiel ihm auf, dass es unmittelbar vor der Tür plötzlich ruhiger war als zuvor. Er legte eine Hand an die Pistole, die noch immer in einem provisorischen Halfter an seinem Gürtel steckte, öffnete die Tür einen Spalt weit und spähte hinaus. In der Ferne, vermutlich außerhalb des Hauses, konnte er einige panische Schreie ausmachen, doch im Gang selbst war es relativ still.
Koron öffnete die Tür nun gänzlich und schaute sich um, und tatsächlich war der Gang vollkommen leer. Auf einigen Schreibtischen um die Ecke lag noch einiges an Papierkram, der nicht beendet worden zu sein schien, und obwohl ihm etwas sagte, dass er sich zum nächsten Ausgang oder besser dem Nordflügel begeben sollte, war seine Neugier größer. Es gab in einem anderen Teil des Gebäudes Schläge, die nur dumpf durch die Gänge hallten, die Glasscheiben zitterten ein wenig, und erneut kam ein tiefer Schrei. War das ein Drache?


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 08-10-2011 12:09 PM

Ein leises Geräusch ertönte vom Kartenleser, als er die ihm gegebene Karte als in Ordnung verifizierte. Hinter der Tür, die sich nun öffnete, befand sich die Einsatzzentrale. In diesem, in Stufen angeordnetem Raum gab es vorne einige sehr große Displays. Dahinter lagen jeweils in einem halbkreis einige Arbeitsplätze mit Computern, die zumeist mit zwei Bildschirmen ausgestattet waren. Die arbeitenden Personen dort, zumeist Nachrichtenoffiziere, trugen ebenso allesamt ein schmales, komfortables Headset, mit dem sie auch untereinander innerhalb des Raumes besser kommunizieren konnten. Auf der fünften oder sechsten Ebene befand sich die Zentraleinheit des Raumes, wo sich auch der Leiter der Abteilung befand. Zu dieser Ebene war er gerade unterewegs.
Nach etwa 30 Metern stand er direkt neben ihm, gab ihm kurz zum Gruß die Hand, und erkundigte sich gleich. "What's happened?" - "See by yourself", antwortete er knapp und deutete auf einen Monitor vor sich.

Auf diesem waren mehrere Ausschnitte verschiedener Kameras, darunter auch Satellitenbilder zu sehen. Im oberen Rechten sah man eine Liveübertragung einer Kamera, die direkt auf ein Gebäude gerichtet war. Jenes schien an einigen Enden leicht instabil zu werden. "Five minutes ago we recieve an emergency call from a Hannover hospital. It seems, that there is an category D UI. Look at this..."
Der Uniformierte deutete auf einen anderen Ausschnitt von einer Kamera, die offenbar etwas weiter oben angebracht war. Laut den Symbolen an den Ecken war es eine Fernsehkamera, die direkt den Blick auf einen Raum preisgab, indem sich gerade eine größere schwarze Kreatur bewegte. "We have identified this one as a dragon. But there seems to be another person."
Auf einem Einzelbild deutend, verstand Raphael. Es war nur verschwommen, aber offensichtlich bedrohte eine Person diesen Drachen, oder es war irgendetwas anderes vorgefallen. Egal was es war, wenn die Wallungen, die man gut auf den Livebildern sehen konnte, anhalten würden, so wäre das ganze Gebäude gefährdet.
Erst im zweiten Gedanken, als er den Einsatzort noch einmal durchging, musste er an seine Vertraute Alexinara denken. Ob sie noch immer in Hannover lebte und als Ärtztin arbeitete?

Es blieb keine Zeit großartig darüber nachzudenken. "Ok, we have a Code UD - Get them all right here. And a sniper cat C also", instruierte er den Einsatzleiter, der daraufhin mit einigen tastendrücken und Befehlen die gewünschten Personen antreten lies.
Kaum eine Minute später standen im vorderen Bereich alle Mitglieder des Squad D, sowie ein bewaffeneter Uniformierter. Nachdem sie über die Lage in Kenntnis gesetzt wurden, ergriff Raphael das Wort.
"We should get there as soon as possible. So we will do a magic journey. Lightning and Mimic - if you wish, you two can get them by yourself." Auf einer Satellitenkarte deutete er auf das Dach eines größeren Gebäudes, das etwa 100 Meter vom Krankenhaus entfernt lag.
"Once we are there, ice stabelize the structure of the building. Mind - you get at first required information through the thoughts of the hospitlian members. Lightning - you prepare a shock move, if we need it. Mimic, at first you shield Mind and our sniper."
Zuletzt wandte sich der Magier an den bestellten Scharfschützen. "You get in position and aims at the possible UI. If it is inescapable, you get the order to take him down."
Alle nickten, nachdem sie die Instruktionen empfangen hatten. Lightning verwandelte sich direkt in einen Blitz, Mimic kopierte seine Fähigkeit und schoss mit ihm raus aus dem Raum. Um die anderen kümmerte sich Raphael selbst. Dazu war die Technologie der Satellitenbilder und Liveübertragung immer wieder praktisch, da er durch diese Bilder direkt Teleportationen an Orte wirken konnte, an denen er noch nie zuvor gewesen war.
Einen kurzen Moment später spürte der Magier noch, wie Rezlan den Raum betrat, doch die konzentrierte Magie war bereits soweit vorbereitet, dass das restliche Team keine 3 Sekunden später ebenso aus dem Raum verschwunden war.

Vor Ort angekommen, verteilten sich die Leute seines Teams, und sicherten ihre Position gegen mögliche Feinde. Kurz darauf erschienen jeweils durch einen Blitz die restlichen beiden. "You have your orders, we stay in contact via codec. I will scout the entire of the building. If anyone needs assitance, tell it directly." Kaum hatte er zuende gesprochen, preschte bereits unter donnerndem Geräusch ein schwarzer Drache hervor, gefolgt von einem kleineren. Letzteren kam ihm äußerst bekannt vor.
"What the hell? No one has sayed something about two dragons!", preschte es aus Ban hervor. Doch der schwarzgewandte winkte ab. "The smaller one is not our target. He is a cat D Individual, who is on our side.", erklärte er rasch. Ice war dabei vom Gebäude runterzukommen, auf dessen Dach er sich befand. Dazu erschuf er sich eine art Eisrutsche, die er direkt "bis vor die Haustür" des Krankenhauses zog. Dort angekommen wirkte er weitere eisige Kräfte um zusätzliche tragende Säulen überall am Gebäude zu erzeugen, und drohende instabilitäten dadurch zu verhindern.

Derweil trat Raphael kurz gedanklich mit seinem Bruder im Geiste in Kontakt. //Hallo Lor... lang nichts mehr von dir gehört. Doch für lange Erklärungen bleibt keine Zeit. Die ISF ist zusammen mit mir hier vor Ort und wird dich unterstützen. Die meisten meiner Einheit befinden sich auf einem Dach etwa 100 Meter südwestlich des Krankenhauses. Wie ist bei dir der Status?//

Eine weitere Woge von Energie durchzog das Gemäuer, als Lumas gerade ein drohendes splitterndes Fenster vereiste.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 08-10-2011 17:47 PM

Nachdem der Drache gen Himmel entflohen war und nun drohte, das ganze Umfeld von Hannover zu zerstören,
bildeten sich langsam kristalline Gebilde um das Gebäude,
welche anscheinend als extra Stütze von Außen angebracht wurden.
Die Vampiress atmete auf,
denn damit war zumindest das Gebäude erstmal vom Zusammenbruch gesichert.
Lor kümmerte sich um den Drachen in der Luft,
nur die Energiewellen, welche inzwischen an Stärke zunahmen,
machten ihr jetzt noch Sorgen.
Der Junge hatte aufgrund der Reaktion des Drachen ebenfalls angefangen, die Kontrolle zu verlieren,
dieses Mal aber begleitet von einer so enormen Wut,
weil er immer noch das Personal für alles verantwortlich machte,
dass selbst in dem eigentlich sicheren Abstand von Alexinara die Energiewellen gut Schaden bewirkten.
Zum ersten Mal seit langer Zeit ärgerte sich Alexinara,
dass sie ihre Kräfte im vornerein für etwas anderes genutzt hatte,
auch wenn diese Spielerei vergleichsweise wenig anspruchsvoll gewesen war,
es hatte gereicht, dass sie aktuell nicht ganz in der Lage war, dem Jugendlichen etwas entgegen zu setzen.

Da aber irgendwer anscheinend schon zur Hilfe gekommen war, musste sie sich da keine Sorgen machen,
zunächst suchte sie das ganze Gebäude nach Lebenszeichen ab,
damit sie sicher sein konnte,
dass keiner zu Schaden kommen würde.
Die Evakuierung hatte aber alle Patienten und Personal in sichere Entfernung und unter einen magischen Schutzkreis gebracht,
da sollten sie keinen Schaden beziehen können,
auch wenn mal etwas schärfer geschossen wurde.

Nachdem sie sich dessen vergewissert hatte, schloss sie die Augen,
damit sie ihre Energien aktivieren und konzentrieren konnte.
Ihre Augen leuchteten rötlich auf,
gerade hatte sie einen Zeitpunkt erreicht,
wo ihr Körper mehr nach der natürlichen Nahrung, Blut, rief.
Wieder musste sie innerlich aufseufzen,
anscheinend sollten sich an diesem Tage alle negativen Begleitfaktoren gleichzeitig einfinden.
Schulterzuckend ging sie wieder auf den Jungen zu,
dieser schien inzwischen den Blick verloren zu haben für alles Lebendige,
er schaute starr in eine Richtung, seine Atmung wirkte angestrengt.

//Wenn er so weiter macht, wird er seinen Körper verausgaben.
Schlimmer noch, er wird wahrscheinlich schwerwiegende Zellenschädigung betreiben bei dem Maße an energetischer Ausschüttung,
es wird seine Zellen regelrecht in der Luft zerreißen,
wenn er nicht bald aufhört und sich beruhigt//,


fasste sie in ihrem Kopf zusammen und versuchte, sich ihm zu nähern,
jeder Schritt kostete sie große Anstrengung,
seine Energiewellen gingen direkt durch ihre Verteidigung,
es griff sie im Kern ihrer Selbst an,
verleichbar mit einem Angriff auf ihre Seele.

"So, Kleiner, dein Drache hat gerade deine negativen Gefühle aufgenommen und ist durchgedreht,
du scheinst es auch nicht besser erwischt zu haben.
Wenn du so weitermachst, wirst du nicht nur das halbe Krankenhaus zerstören,
sondern die ganze Stadt lahmlegen.
Ganz zu schweigen von deinem eigenen Körper,
deren Zellen du bei weiterer Steigerung regelrecht auseinandernehmen wirst",


erklärte sie ihm und versuchte irgendwie, diese Worte auch zeitgleich an sein Bewusstsein zu senden,
doch er reagierte gar nicht darauf, sondern stieß sie mit vehementer Gewalt aus seinen Gedanken.
Jedoch drehte sich sein Kopf in ihre Richtung,
das Leuchten in seinen Augen hatte ein unangenehmes Gelb angenommen,
sein Gesicht wirkte etwas verzerrt unter der Einwirkung seiner eigenen Energie,
oder war es eine Art Grimasse, die er da zog?
Sie konnte sich keinen Reim daraus machen,
doch dann bewegte der Junge langsam seine Lippen.

"Du verstehst nichts,
gar nichts.
Kaum war ich auf der Welt, wurde ich verstoßen,
einzig mein Drachenfreund gab mir Halt,
alle anderen mieden mich wie die Pest.
Dann versuchte man uns zu trennen,
mich zu töten,
oder gar ihn zu vernichten.
Kaum hatten wir es heil bis in diese Stadt geschafft,
da wurden wir erneut attackiert und jetzt das.
Es ist doch vollkommen klar,
dass er ins Krankenhaus kommen sollte,
damit ihr ihm den Garaus machen könnt!
Doch dieses Spiel habe ich durchschaut,
ich werde euch alle töten,
alle gemeinsam und kann dann in Frieden leben!",


polterte es mehr im Kopf von Alexinara als in ihren Ohren,
sie verzog das Gesicht bei seiner kalten Abscheu vor ihnen,
innerlich erschauderte sie bei den Worten und etwas Mitleid tat sich auf,
er hatte wahrscheinlich nur schlechte Erfahrungen gemacht,
die ihn am Ende an diesen Punkt gebracht hatten.
Viel Zeit für ihre Theorie blieb ihr aber nicht,
denn der Junge hatte mit einer unglaublichen Schnelligkeit ihre Position erreicht und wollte sie unsanft greifen,
nur knapp entkam sie seiner Hand,
die eine Art Klaue ausgebildet hatte.
Er schien es jetzt auf sie abgesehen zu haben,
wohlmöglich hatte ihr Kittel sie als Verantwortliche für die Situation erkenntlich gemacht,
wenngleich sie vorher nicht mal den Drachen behandelt hatte,
aber in dem Stadium war es dem Jungen sowieso egal, wen er verantwortlich machen konnte,
für ihn zählte es nur noch, seine Wut herauszulassen, egal wie.
Er schlug nach ihr und stellte sich dabei nicht gerade dumm an,
mehrmals hatte er sie fast im Griff,
doch Alexinara benutzte immer wieder ihre vampirischen Eigenschaften, um durch Dematerialisierung diesem zu entkommen.
So ging es quer durch den Raum, bis die Vampiress fetsstellte,
dass sie bei diesem Spiel auf kurz oder lang verlieren würde,
da seine energetischen Entladungen ihre Kraft besonders auszerrten.
Sie musste sich was einfallen lassen und das schnell,
sonst würde sie als sein erstes Opfer zumindest für eine Weile das Zeitliche segnen.
Mit gerunzelter Stirn ersann sie sich eine kurze Taktik,
öffnete die linke Hand und beschwor ihre Schattenklinge herbei.
Bei der Eisstütze um das Gebäude herum wollte sie ihre Feuerfertigkeiten nicht unbedingt einsetzen,
weil sie überhaupt nicht wusste, wie das Eis reagieren würde.

Ihr Ziel war es, den Jungen seiner Energie zu berauben,
ohne dabei schwere Verletzungen bei ihm zu verursachen,
leider schien aber auch er verstanden zu haben, wofür diese Klinge mit dem pulsierenden Schwarz zu sein schien, und ging in Abwehrhaltung.
Ihre ersten Angriffe wehrte er mit irgendwelchen Einrichtungsgegenständen im Raum ab,
deren waren sehr viele da und so zog sich das Schauspiel länger als gewollt hin,
lediglich die abwehrenden Mittel wechselten von Stühlen zu Betten und etwaigen Stahlträgern aus der Decke.
Inzwischen leicht gereizt ging die Vampiress einen Schritt zurück,
kurz wurde ihre Sicht etwas verschwommen,
die ersten Anzeichen von mangelnder Energiezufuhr zeigten sich schon,
nach Ansicht der Dame viel zu früh.
Ihr blieb nichts anderes übrig, als den Jungen aus seiner Verteidigung zu locken,
dieses wollte sie mit einem Hocker hinter ihm erreichen,
den sie unbarmherzig in seine Beine stieß.
Er verlor auch kurz seine Fixierung auf sie,
stolperte einige Schritte rückwärts und versuchte, sich wieder zu fangen.
Diesen Moment nutze die Vampiress, um ihm das Schwert direkt in den Bauch zu rammen,
er zuckte vor Schmerz zusammen und erstarrte in der Bewegung,
doch entgegen der normalen Verhaltensweise eines getroffenen Opfers schien er nicht entkräftet zu werden.
Verwundert hielt Alexinara einen Moment inne.
Sie merkte, wie Massen an Energien in Karstor übergingen,
doch der Strom schien nicht zu enden.
Gerade als sie sich zurückziehen wollte, löste sich ihr Gegner auch aus der Erstarrung,
holte kräftig mit seiner Pranke aus und stieß ihr seine geschlossene Faust in die Brust,
sie hörte das unangenehme Knacken ihrer Rippen,
merkte, wie die Faust einmal quer hindurch ging und am Rücken hinauskam,
gerade knapp an der Wirbelsäule vorbei, die zu ihrem Glück heil blieb.

Blut entkam ihrem Lippen, als sie husten musste,
ein nächster Schlag gegen ihren Kopf beförderte sie einige Meter gegen die Wand.
Dort blieb sie kurz liegen und raffte sich schwerfällig danach wieder auf,
die Verletzung an der Brust war schwer und hätte jeden anderen getötet,
aber auch bei ihr als Untote machte es einigen Eindruck.
Vor ihren Augen verschwamm das Bild gänzlich.

"Kollege, nun ist aber genug",

brachte sie zähneknirschend hervor und stützte sich an einem Bett ab,
aus einer Platzwunde an der Stirn lief unablässig Blut,
so wie aus ihrem Mundwinkel. Den Blutverlust würde sie so schnell nicht ausgleichen können.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 12-10-2011 13:23 PM

Der Schwarze war nicht nur schnell und kraftvoll durch die neue Energie, er war auch gänzlich durchgedreht. Allerdings schaffte sein vergleichsweise kleiner Verfolger, der mit den vier Metern Schulterhöhe den bestimmt acht bis zehn Metern größentechnisch nichts entgegen setzen konnte, dass er ihn ablenkte und seine Aufmerksamkeit gut bekam - wie eine lästige Mücke.
Mit einem dunklen Grollen hielt der Große in der Bewegung inne und schlug nach seinem Gegner, jedoch konnte dessen Wendigkeit alles wett machen, sodass er wieder einmal an seinem Rücken klebte. Die langen Krallen bohrten sich teilweise zwischen die Schuppen ins Fleisch und gaben die nötige Sicherung, dass Lor bei dem aggressiven Geschüttel nicht herunterfiel.
//Na, hast du eine Zecke?//, zischte er diabolisch grinsend gedanklich dem anderen entgegen, still zufrieden mit der jetzigen Lage.
Im Umkreis - mittlerweile lag das auffällige Krankenhaus einige hundert Meter weg - spürte er eine starke Kraft aufkreuzen, nein, mehrere, und kurz darauf klinkte sich jemand in seinen Geist ein.
Die leuchtend roten Augen ohne Iris und Pupille fixierten den Nacken seines Gegners, während der sich gerade nur um ihn kümmerte.
//Raphael! Nein so ein Zufall, wer hätte das gedacht.//
In Sekundenbruchteilen übermittelte er ihm alles, was geschehen war, Bilder, Gedanken, Vorkommnisse, die Situation an sich, wo der Junge und Lexia waren, alles. Komprimiert in der reinen Essenz eines Gedankens, der auch im Kopf seines Gegenübers nicht großartig entschlüsselt werden musste, sondern so ankam, als wäre es sein Denken gewesen, seine Erfahrung.
//Hilf Lexia! Ich kümmere mich um den Kollegen hier, das packe ich locker.//
Im nächsten Moment musste er loslassen, bevor der Schwarze ihn an einer Hochhauskante abstreifen konnte wie gehäutetes Schuppenkleid.
Der starke Kiefer biss nach ihm, war aber zu langsam, dann heftete sich der Kleinere mit dem schwarzen Art Flaumfell dem Beschuppten direkt auf Nase und Stirn.
//Ich will dich nicht unnötig verletzen, also fahr' deine Krallen ein und flieg' zurück!//
Sein Kontrahent senkte das Haupt, um mit der Pranke darüber zu wischen, Lor stieß sich zurück und spie ihm blaues Feuer ins Gesicht, worauf der den Kopf schüttelte, aber sonst nicht weiter reagierte. Sein Schweif schlug aus, doch bevor er treffen konnte, hatte sich der Drache mit der wallenden silberweißen Mähne fallen lassen.
Knapp über den Hausdächern drehte er sich von rückwärts wieder auf die richtige Seite und spannte die Federschwingen auf, segelte ein Stück weit und forschte mit den Sinnen hinter sich. Der Große folgte, aber bog nach wenigen Flügelschlägen zur Seite weg.
//Darénor echĕlèn...//, knurrte er und drehte grazil um, drehte sich einmal 360° um die Seite und schoss zwischen die Häuser, um ihn auf dem großen Bahnhofsvorplatz zu stellen, wo er sich gerade niedergelassen hatte und die Menschen im Umkreis verscheuchte. Überall schrie jemand, aber hauptsächlich die Frauen.
Mit seinem ureigenen Schrei, den man mit nichts vergleichen konnte - vielleicht einer Harpyie mit Zischstimme, aber doch so hochfrequent, dass es scheinbar Gläser zersprengen vermochte -, stürzte Lor sich direkt auf ihn. Wenn dieser nicht zu stoppen war, musste er andere Saiten aufziehen, denn jetzt wurde es gefährlich für mehrere Leben.
Der Fellige krallte sich an die beschuppte Brust und führte Bissfinten aus, der andere schlug wild mit Flügeln und Schweif um sich. Letzterer zerdepperte von naher Unterführung die oben schützenden Glaswände und ließ Splitter auf die Personen regnen, die sich dort noch aufhielten.
Zischend fauchte das Rotauge, versuchte irgendwie, ihn niederzubringen, aber hatte zu wenig Kraft, jedoch auch keine Zeit, anderweitig in Drachengestalt zu gehen, die größer wäre. Seine Gedanken griffen die innere Barriere an, die den Großdrachen im Wahnsinn schützten und auch nicht aufwachen ließen.
//Komm' wieder klar, du dummer Idiot//, fluchte Lor innerlich und warf sich mit allem dagegen, erreichte einen Riss und stemmte die Krallen dazwischen.
Die Außenwelt war verschwommen, jetzt zählte nur dies hier, irgendwie ihn zu Vernunft zu kriegen, jedoch sah das jemand anders. Ein scharfer Schmerz schoss durch seinen Körper, ausgehend von der linken Seite. Irgendein Trottel fühlte sich toll, ein Gewehr in der Hand zu haben, ja?
Wut flammte auf, die Lor gekonnt beiseite schob. Nicht jetzt.
Mit verstärktem Willen stieß er gänzlich gegen den Wall aus gelbem Licht, zerbrach ein Stück und sandte Gedanken hinein, die ihr Ziel endlich erreichten. Der Drache kam zur Vernunft, die Augen wurden klar und er legte gehorsam die Flügel an, regte sich nicht mehr. Etwas angeschlagen sprang das Schwarzfell von seiner Brust, landete mit einem Zischen und zusammengekniffenen Augen.
Dann sah er auf, drehte sich bedächtig um und fixierte genaustens den Mann, der immer noch auf ihn zielte.
"Oh, ist das etwa eine M16?"
Der Mensch rührte sich nicht, hatte ein Auge geschlossen und blickte mit dem anderen durch das Visier.
Ein anderer wollte ihm die Waffe abnehmen, doch er riss sich los.
"Jake, lass den Unsinn! Er macht dich platt!"
"Nicht, wenn ich ihn zuerst platt mache."
Lor fauchte aus und stieß erneut seinen unverkennbaren Schrei in die Umgebung.
"Ich rette euren Arsch und das ist der Dank dafür?! Elendes Menschengesocks, das nächste Mal dürft ihr krepieren, wenn wieder ein Drache durchdreht! Ihr solltet endlich begreifen, wer auf eurer Seite steht."
Ohne Rücksicht sprang er vor, die Pranke warf den Mann um, ein gelöster Schuss verlor sich in der Luft.
Einen Moment stand alles still, nur das bedächtige, angestrengte Fauchen war zu hören. Blut lief ihm aus den Mundwinkeln und befleckte großzügig das hellblaue Hemd des Polizisten. Die blutroten Augen bohrten sich tief in dessen Blick, dann trat er einen Schritt zurück, zerschlug mit einem gezielten Tritt die Waffe in Einzelteile und sprang mit seinen kräftigen Gelenken auf, um anschließend zum Krankenhaus zurückzukehren. Der Geschuppte folgte gelehrig und treu.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 12-10-2011 16:25 PM

Es krachte mehrmals laut, als ob Teile des Gebäudes um den Anthropomorphen herum zerstört würden, und nun etwas leiser wiederholten sich die Schreie dessen, was er nun nur deutlicher als Drachen vermutete. Zwischendurch vermischten sie sich mit den zischenden, hellen Schreien einer anderen Kreatur, doch hatte der Fuchs so etwas noch nie zuvor gehört und konnte es folglich nicht zuordnen.
Er bahnte sich hastig weiter den Weg durch das leere Krankenhaus, das absolute Fehlen jeglicher anderer Personen war auf eine bizarre Weise schön wie auch höchst beunruhigend. Als er in der Lobby ankam, hörte er draußen lautes Knacken, als würden sich große Eismassen formen, gefolgt von einem seltsamen Grummeln, als sich eine Eisschicht vor der gläsernen Eingangstür bildete. Der Fuchs konnte nur einen kurzen Blick auf den großen, dunkelhäutigen Mann werfen, bevor dieser hinter der Eisschicht verschwand. Offenbar ist er hier in etwas größeres hereingeraten. Möglicherweise zu groß für ihn? Doch die Tür war bereits verschlossen, und der Fuchs fühlte, wie er sich dem Problemort näherte. Zielstrebig folgte er dem nächsten Gang in Richtung der großen OP-Räume, und ein seltsames Gefühl überkam ihn, wie ein gewaltiger Strom an Energie, der von einem der größten Säle kam, der wohl für die größeren Wesen gedacht war. Sein rechter Arm zuckte kurz unkontrolliert auf, doch ignorierte der Fuchs dies.
Mit jedem Schritt nahm der Druck auf ihn zu und er musste ein wenig kämpfen, als er an der letzten Ecke des Ganges ankam, um nicht davon, was fast wie Wind wirkte, bloß ein wenig stärker und begleitet von einem allgemeinen körperlichen Unbehagen, aus der Bahn geworfen zu werden. Erneut zuckte sein Arm auf und Koron hielt diesen mit der linken Hand fest.
Als er endlich um die Ecke schritt, konnte er durch die aufgerissenen Türen am Ende des Ganges direkt in den Saal blicken, wo sich ein kleiner Junge befand, der wohl die Quelle dieser enormen Energiestöße zu sein schien, die nun auch den Fuchs härter trafen, jetzt, da nichts mehr zwischen ihm und der vermutlichen Quelle lag. Sein Körper zitterte ein wenig, während er versuchte, gegen den Strom anzukommen. In dem Raum vor ihm sah er noch eine weitere Person, die einen weißen Kittel trug und lange, schwarze Haare hatte. Mehr konnte er von seinem Standort aus nicht erkennen, doch schien es, als würde die Person gegen den kleinen Jungen kämpfen, hielt sie schließlich auch ein schwarzes Schwert, das sie dem Jungen gerade durch den Bauch rammte, doch scheinbar erfolglos. Der Junge jedoch beförderte die andere Person, die durch den wehenden Kittel nun eine eher weiblich anmutende Figur preisgab, mit einem einzigen Faustschlag in die nächste Wand und aus Korons Sichtfeld hinaus, nachdem ihr Gegner der Ärztin seinen Arm durch den Oberkörper bohrte, was einiges an Blut durch die Luft spritzen ließ. Auch, wenn er noch nie gegen etwas scheinbar so Mächtiges gekämpft hatte, fühlte der Fuchs es als seine Pflicht, zumindest zu versuchen, irgendwie zu helfen, auch, wenn er dabei seine Gesundheit oder sogar sein Leben aufs Spiel setzen würde.
Er zückte seine Pistole und lehnte sich gegen die Wand, mit seinen Beinen den Stand weiter unterstützend und die Schusswaffe beidhändig haltend, um nicht zu sehr zu zittern. Er zielte auf den Bauch des Jungen, doch bevor er den Abzug durchdrücken konnte, begann sein rechter Arm ein weiteres Mal unkontrolliert aufzuzucken. Die Kugel schoss weit an dem Jungen vorbei durch die Halle und schlug in die gegenüberliegende Wand ein. Sofort zog sich Koron wieder hinter der Ecke zurück, hoffend, dass der Junge ihn noch nicht gesehen hatte. Er steckte die Pistole weg und betrachtete erneut seinen rechten Arm, der wild umherzuckte und zitterte, scheinbar auf die Energie reagierend. Er hatte so etwas noch nie erlebt, das ungewöhnliche Aussehen und die regelmäßig austretende schwarze Flüssigkeit waren die einzigen Dinge, die seinen Arm ungewöhnlich machen, doch nun hatte er vielleicht einen Nutzen für ihn herausgefunden. Oder eine tödliche Schwäche.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 13-10-2011 09:20 AM

Der kurze Kontakt zwischen Lor und Raphael reichte, um viele der nötigsten Informationen zu gewinnen. Demnach war der Junge, wohl aus Wut, Verzweiflung oder wegen fehlender Standfestigkeit seinen eigenen Kräften erlegen. Dies reichte, um den Status des UI als solchen zu bestätigen.
Nach der kurzen gedanklichen Unterredung wandte sich der Wächter zu den anderen.

"I've new informations. The target is definitly a UI. So act with caution." - "How...", trat es noch fragend von Mind alias Julia an ihn heran. Doch der schwarzgewandte winkte ab. "Lightning, the bigger dragon is a problem, but I think you can support our friend. Shock him, if you have a free range, and if it is necceassary." Ban nickte, und verwandelte sich erneut in einen Blitz, um dergestalt die Verfolgung aufzunehmen.
Auch der Scharfschütze, ein Falken-Anthro, erhielt neue Anweisungen. "You load your weapon with one M-100. Do you think, you get hit him in any position?" - "From this low distance I could shoot a fly out of the room." Kurz lächelnd musste er zustimmen, und konnte noch sehen, wie der Falke sein Gewehr mit anderer Muniton befüllte. M-100 war eine Spezialanfertigung an Munition, die einen kleinen Energiezellen-Treibkopf besaß. Dadurch konnte sie auch magische Barrieren effektiv beschädigen, welche sonst für physische Kugeln recht unempfindlich sind.

Der Gruppenleiter trat an den Rand des Gebäudedaches und spähte hinunter zur Halle. Sie hatte schon einige Deformationen, und ohne die tragenden Eissäulen gäbe es wohl größere Probleme mit der Statik. Lumas hatte beinah den kompletten Bereich des Erdgeschosses eingefroren, außer den Part, wo der Junge vermutet wurde. Schließlich wollte er ihn nicht reizen. Jetzt, da die allgemeine Struktur gesichert war, schickte sich der Amerikaner an eine Art Halfpipe aus Eis vom Fundament weg zu erschaffen. Damit sollten potenziell fallende Objekte vom Gebäude abgefangen werden, die somit weniger Schaden anrichten konnte. Schließlich war das Eis von Lumas nicht gerade dünn.

"Maltas, keep on standby. It's possible, that I need your assistance in short." Der Wandler bestätigte, ehe Raphael mittels einer raschen Levitation den Weg bis zur Halle flog. Dort gab es bereits deutliche Spuren eines Kampfes. Alexinara war nicht einfach klein zu kriegen, das wusste er. Jedoch durchfuhr Raphael ein leichter Schock, als er von oben, durch ein Loch im Dach der Halle, mitansah, wie die Vampirin weit zurückgeschleudert wurde. Ein ertönter Schuss riss ihn aus seiner Starre, und sah, wie sich sein Ziel in eine andere Richtung wandte.
Sofort beschwor der Magier einen kleinen Feuerball und schleuderte diesen absichtlich auf eine Stelle neben den Jungen. Die kleine Explosion sorgte dafür, dass er nun die volle Aufmerksamkeit des Jungen genoss, der direkt als Antwort eine weitere energetische Druckwelle entfesselte. //Eine große Kraft, die der Junge besitzt//, dachte der Wächter bei sich, und levitierte in Ruhe gen Boden, wobei er die Wellen der Energie assimilierte, und zu seinen eigenen Kräften hinzufügte.
Wie ein Berserker stürmte sein Kontrahent auf ihn zu, und machte deutliche anstalten ihn töten zu wollen. Den Schwung seines Gegners nutzend, packte er ihn am Arm und schleuderte seinen Körper weit gegen eine Wand. Jedoch deformierte sich das Hinderniss, als würde eine kinetische Kraft innerhalb der Energiewogen den Jungen dort abstützen.
"Hawk, shot", flüsterte der Magier leise, und hechtete aus der Schussbahn. Ein Geräusch einer energetischen Entladung zischte an ihm vorbei, und war direkt auf den Kopf des UI gerichtet. Die kinetische Wirkung der Energiewogen war jedoch derat stark, dass die Kugel abgelenkt wurde, und statt das Ziel unschädlich zu machen, eine weitere Beschädigung in der Mauer hinterließ.
//Verdammt.// Zornerfüllt stieg das Kraftpotenzial seines Kontrahenten immer weiter. Zu gern hätte Raphael sich unlängst um seine Vertraute gekümmert, die seit seinem eintreffen an der Wand liegen geblieben war.

"Mimic, get immedeatly Mind and Hawk out of a range of one mile. At all: We have a category E problem", sprach Raphael in sein Codec, und konnte ein kurzes erstauntes Atmen von einem Beteiligten vernehmen.
Aufgrund der gewaltigen Wirkung des Zieles schwebte selbiger inzwischen in der Luft und hinterließ im Boden eine deutliche Delle.

//Gut, wenn du nicht klein beigeben willst, bitte.// Der Magier konzentrierte sich und wirkte eine Energieabsorbierende Barriere rund um den Jungen. Tiefe Trance erfüllte dabei sein Bewusstsein, und langsam zog er das Gefängnis enger. Die Kraftwellen des Gegners ebbten nicht ab, als würden keine natürlichen Grenzen für seine Kraft existieren.
Jedoch stärkte jede Woge die Stärke der aufgebauten Barriere, und engte sein Ziel schließlich auf einen Bewegungsradius von einem Meter ein. Am Rande seiner Sinne registrierte er eine weitere Person in der Nähe, offenbar diejenige, welche anfangs geschossen hatte.
Die kurze Unachtsamkeit des Magiers nutzte der UI, um seinen Bewegungsradius zu verdoppeln, doch rasch reagierte Raphael darauf, sodass im Endeffekt der Junge nicht einmal mehr einen halben Meter Spielraum hatte.

"Ich töte dich! ICH TÖTE DICH!", verklang es in einer wahnsinnigen Stimme aus dem Mund des Gefangenen. "Nicht heute...", erwiderte Raphael und wirkte einen weiteren Zauber. //Energiestarre//
Ein kurzer Funken innerhalb der kugelförmigen Barriere flammte auf, ehe spürbar die Gesamte Energie versiegte, und der Knabe das Bewusstsein verlor. Er war nicht tot, doch für eine Weile Handlungsunfähig.
Die Augen des Wächters, die sich zuvor gänzlich goldgelb geforben hatten, wurden wieder normal, sodass ein Auge nun einen violetten Ton anhaften hatte.
"HQ, here Liskor, send a isolation transport. The UI is ... knocked out." Es kam eine kurze Bestätigung aus seinem Funkgerät, ehe der Magier sich neben die Vampirin setzte, und sich ihrer Wunden besah. Er zückte einen kleinen Dolch, schnitt sich ohne ein weiteres Wort eine kleine Wunde in den Unterarm und hielt seiner Vertrauten dies direkt vor den Mund.

Derweil trafen die Drachen wieder ein.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 13-10-2011 10:34 AM

Irgendwas hatte Alexinara wieder auf den Boden befördert,
denn als sie die Augen langsam öffnete, fand sie sich auf eben diesem wieder.
Kurz nachdem sie sich aufgerafft hatte, hatte sie eine Energiewelle erwischt,
nur noch dunkel erinnerte sie sich an die Szenen danach,
jemand war gekommen und hatte dafür gesorgt,
dass der Junge nicht mehr als Gefahr herhalten konnte,
ferne Schüsse irgendwo aus der Gegend,
Energieabsorption mit einer plötzlich folgenden Leere.

Ihr Instinkte erwachte erneut zum Leben,
als sie den Geruch von frischem Blut vernahm.
Genau konnte sie nicht ausmachen,
wer da nun an ihrer Seite weilte,
doch in dem Moment war ihr es mehr als egal.
Mit einiger Kraftanstrengung konnte sie die dargebotene Wunde am Unterarm fassen und an ihren Mund führen,
das warme Blut rann ihre Kehle herunter und im selben Augenblick erkannte sie den Geschmack.
Einen Moment genoss sie den einmaligen Geschmack dessen,
bevor sie von ihrem Vertrauten abließ und ihm ruhig in die Augen sah.
Die Wunden an der Brust und am Kopf hatten sich schon geschlossen,
nur ihre mitgenommene Kleidung zeugte von einem Kampf und der Rest an getrocknetem Blut.

"Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los,
dass wenn wir uns wiedersehen, du immer wieder in die Bedrängnis kommst, mir dein köstliches Blut zu geben.
Das wird mich irgendwann noch abhängig machen",


sagte die Vampiress, während sie die letzten Reste Blut von ihrem Mundwinkel wischte.
Sie sah wieder fit aus und ließ sich von Raphael auf die Beine helfen,
ihr Blick wanderte direkt zum Jungen,
der gerade bewusstlos auch den Boden küssen durfte.

"Sag an,
was genau hast du gemacht?
Meine Klinge, Karstor, hat nicht geholfen,
wenngleich sie eigentlich in der Lage ist, jede Energie zu absorbieren.
Bei ihm scheiterte der Versuch aber, warum?",


erkundigte sie sich und schaute sich nebenbei im Raum um,
die Einrichtung war hinfällig, die Halle musste neu gestützt werden.
Mit Sicherheit müssten sie auch den Rest der Notaufnahme nochmal durchchecken,
da die magischen Energiewellen auch die empfindlichen technischen Geräte beeinflusst haben könnten.
Außerdem sah Alexinara die Notwendigkeit, zukünftig derartige Fälle igrendwie vorbeugend behandeln zu können,
nur wusste sie nicht, was man da wie ansetzen könnte,
schließlich hatte der Junge auf ihre Idee und auch auf andere Dinge nicht reagiert.
Die simplen magischen Schutzmaßnahmen,
die auch die Notaufnahme vor Vorfällen schützen sollten, hatten nicht gegriffen,
das hieß für die Vampiress, dass sie sich neue Dinge heranziehen musste,
um zukünftig die Gefahr für Patienten zu mindern.
Sie tat einen Schritt und stellte schnell fest,
dass ihre Beine sie noch nicht so ganz tragen wollten,
entschuldigend lehnte sie sich an einen Schrank,
der zwar gelitten hatte, aber noch guten Stand besaß.

"Ich glaube, langsam werde ich alt,
dass ich mich auch schon von solchen Bengeln aufreißen lassen muss",


flüsterte sie kopfschüttelnd und besah sich das Loch an ihrem Kittel,
das inzwischen verheilte Fleisch zeugte von keinem Kampf,
doch der anfängliche Schmerz der Attacke hatte sich etwas in Alexinaras Kopf festgesetzt.
Sie besah sich ihren alten Freund und legte den Kopf schief,
er musste von ziemlich weit hergereist sein,
denn eine halbe Ewigkeit hatte sie ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen.

"Es ist schön, dich hier zu haben, Rapha."



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 13-10-2011 10:53 AM

Mitten im Flug registrierte Lor einen vorbeiziehenden Blitz, der absolut unnatürlichen Ursprungs schien, aber er achtete nicht weiter darauf und konzentrierte sich nur auf sein Ziel. Es dauerte auch nicht lange, die Krankenhausanlage war im Fluge schnell erreicht.
In Gedanken bedeutete er dem Drachen, vor dem Eingang zu landen, möglichst auf dem Boden, da er nicht wusste, ob das Dach noch standhalten würde. Bizarre Eiskristalle verzierten die Gebäude.
Vorsichtig spie er sein Feuer auf das Loch im Dach der Halle, durch das sie vorhin ausgebrochen waren, legte die Flügel an, zog grazil hindurch und brauchte nur einen Schwingenschlag, um in der verwüsteten Landschaft aus Trümmern und halb beschädigtem Mobiliar zu landen, wenn auch ein bisschen ungelenk. Die rote Sicht überblickte das Chaos und besah auch den bewusstlosen Jungen, etwas entfernt die Vampirin und sein Bruder. Ein paar Schritte tappste er zu den beiden hinüber, die scheinbar ohne größeren - oder bleibenden - Schaden davon gekommen waren.
Letztlich gab er einfach leise fiekend dem Stechen in seinem Brustkorb nach, die Wunde behinderte beim Atmen, wahrscheinlich hatte der Scharfschütze gut die Lunge erwischt. Der schwarzfellige Drache ging in die Knie und riss eines der Betten um, als er zur Seite kippte und der Länge nach hinschlug. Eine dünne Decke huschte über den Boden vor seinen Nüstern, die sich im raschen Atem bewegten, der versuchte, den leichten Sauerstoffmangel wett zu machen.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 13-10-2011 17:03 PM

Sein Arm bebte förmlich und stach erneut vor Schmerzen, als noch eine weitere Person anscheinend den Raum betrat. Obwohl Koron es nicht sehen konnte - saß er doch noch immer hinter der Ecke -, konnte er eine weitere Stimme hören, einen weiteren, sehr viel lauteren Schuss, und schließlich den verzweifelt schreienden Jungen, gefolgt von einer sehr plötzlichen Ruhe. Mit dem Verschwinden des Energiestromes stoppten auch die Schmerzen und Zuckungen im rechten Arm des Anthros, woraufhin er ein erleichtertes Seufzen ausstieß. Nicht nur über den verflogenen Schmerz, sondern auch über die Tatsache, dass die Situation wohl auch ohne seine Hilfe geregelt wurde.
Koron spähte kurz um die Ecke, um zu sehen, wer den Jungen scheinbar so einfach ausgeschaltet hatte. Es war ein Mann in einem schwarzen Gewand, mehr konnte er nicht erkennen, bevor dieser aus seinem Sichtfeld in Richtung der Ärztin marschierte. Von dem Gespräch, das er noch leise vernehmen konnte, bekam er den Eindruck, die beiden würden sich kennen.
Koron nickte kurz zu sich selbst und drehte sich wieder hinter der Ecke um, bloß um auf eine solide Wand aus Eis zu starren. Hatte man ihn doch tatsächlich hier eingesperrt. Erneut seufzend, diesmal mehr aus Frust, begab er sich wider Willen doch in die Halle, blieb allerdings im Türrahmen stehen. Er sah nun die Ärztin an einen Schrank gelehnt vor dem Mann im schwarzen Gewand stehen.
"Ist alles in Ordnung?", fragte der Fuchs mehr aus Höflichkeit, schließlich sah er ja nun, dass die Ärztin wohl nicht so schwer verletzt war, wie es schien. Doch nicht einmal einen Moment nach seiner Frage stürzte schon ein kleiner, schwarzbefellter Drache durch ein Loch in der Decke und riss mit viel Gepolter eines der Betten um.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 14-10-2011 08:43 AM

"Das scheint schon eine Art Ritual zu werden, doch eine Abhängigkeit bemerke ich bei dir noch nicht", bemerkte Raphael auf Lexias Kommentar hin, während seine rechte Hand über die eigene Wunde strich und diese sich dabei wieder schloss. Daraufhin stand er auf, und reichte ihr eine Hand, um sie hochzuziehen.
Als das Thema sich auf den Jungen lenkte, verschränkte der Wächter nur kurz die Arme. "Nun, wenn man die Energie oder deren Fluss nicht absorbieren kann, bringt man sie zum erliegen. Das ist so wie bei einem einfachen Stromkreis. Ohne irgenetwas ist er vergleichbar mit dem normalen Energiefluss, dein Karstor wirkt wie eine 200 Watt Birne, die daran angeschlossen ist und die enthaltene Energie aus dem ursprünglichen Kreis nimmt. Ich habe quasi... den Stromfluss selbst zum erliegen gebracht. Zumindest temporär... Und weshalb dein Karstor nicht in der Lage war seine Kraft auszuschöpfen ist einfach erklärt: Er verfügt über mehr als einen 'Stromfluss'. Wie, warum oder woher kann ich dir nun auch nicht sagen. Dafür müsste man die ganze Sache näher untersuchen."

"Vorsichtig", kommentierte der Magier etwas sorgenvoll, als die Vampirin drohte umzukippen. Just in diesem Augenblick kam eine weitere Gestalt in den Raum, was an den Schritten deutlich hörbar war. Es war ein dunkelfelliger Wolf oder Fuchshumanoider, der offensichtlich, zumindest laut seinem Verband an der Hand, hier behandelt wurde. Er erkundigte sich nach dem Befinden, doch ehe er zu einer Antwort ansetzen konnte, stürzte bereits einer der Drachen wieder herein, der sich direkt neben einem Bett niederließ. Offensichtlich war sein Bruder und Schüler erschöpft vom Kampf. Jedoch war das Fieken und die hör- und sichtbaren Atemprobleme eher ein Indiz für etwas anderes...

"Bei mir schon", gab Raphael schließlich dem Anthro zur Antwort. "Ich nehme an, du bist derjenige, der vorhin den ersten Schuss hat fallen lassen?" Raphael sah den Fuchs bei der Frage nicht an, sondern schritt in Richtung seines Bruders. Seine Fähigkeit die magischen Auren eines jeden Lebewesens zu erfassen, half ihm dabei eine Diagnose zu finden. Offensichtlich eine tiefere Wunde, denn die Aura war an einer Stelle im Wechsel spürbar stärker und schwächer. //Was hat dich erwischt?//, sandte er an den Krásanen.

"Here is Terra, Raphael, are you alright?" Das Codec meldete sich wieder. Als Sprecherin konnte er Rezlan identifizieren. Doch just in dem Augenblick schoss ihm der Gedanke mit seiner Karte durch den Kopf. Diese war wohl wegen der magischen Teleportation nun unbrauchbar...
"Everything is fine. But could you organize a new card for me, please? I've totally forgotten about it..." - "Don't worry. I'll take care about it. But here is a lot going on. An isolation Transport is underway to your position, and a normal Transport for you and your team also. Both will reach you in t minus 20 minutes. Some people are waiting for your report..." Der einzige, der von seiner Truppe seine Aktion hätte sehen können, wäre Hawk - der Scharfschütze - gewesen. In der Hoffnung, dass Mimic ihn mit evakuiert hat, atmete er einmal tief durch. Die führenden Mitglieder der NGEO durften nicht erfahren, wozu er imstande war.
"They will get one. Please give my other team-members the option to return by themselfes."
Es kam eine kurze Bestätigung, ehe das Gespräch beendet wurde.
Inzwischen hatte sich unlängst auch Alexinara näher zu Lor hinbegeben und besah sich seine Wunde. Derweil blickte Raphael kurz zu dem Anthro, und anschließend geistig zu dem anderen Drachen, außerhalb der Halle.

//Weißt du, was in ihn gefahren ist?//
Der Wächter spürte, dass drei seiner Teamkameraden auf den Weg zu ihm waren. Ice, Mind, sowie Hawk, der Falkenhumanoide.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 14-10-2011 13:25 PM

Mit gekonnten Blicken besah sich Alexinara die Wunde,
die ihrem Vetrauten zusetzte,
mit einem Nicken drehte sie sich zu Raphael um,
seinen Kommentar hatte sie mit einem Lächeln hingenommen.
Der hatte inzwischen dem Neuankömmling eine Antwort auf seine Frage gegeben,
auch sie hatte ihn kurz gemustert, auch erkannt,
dass er noch zuvor als Patient in der Notaufnahme gelandet war.

"Hier ist alles in Ordnung,
Lor hat wohl einen Schuss in die Lunge abbekommen,
sofern ich die Schussstelle beurteilen kann.
Ich nehme stark an,
dass die Kugel noch drinne und das Gewebe schwer verletzt ist,
was die Schweratmigkeit erklärt.
Willst du Hand anlegen, oder soll ich?",


fragte sie den Magier und und legte beruhigend die Hand auf den schwer atmenden Drachenkopf.
Nur kurz registrierte Alexinara die zunächst als Selbstgespräch angenommene Gesprächssituation ihres Bekannten,
sie legte den Kopf schief und setzte eine fragende Miene auf.
Die Vampiress schaute zu dem Fuchswesen,
er schien auch keinen Schaden davongetragen zu haben
und war mehr oder minder nur Zuschauer der ganzen Sache geworden.
Ihr Blick ging gen Eismauer,
die nun am Dach ein Loch zeigte.
Sie fragte sich,
wer noch alles draußen verweilte.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 14-10-2011 17:54 PM

Der Fuchs trat weiter in die Halle und stand nun knapp zwei Meter von der kleinen Gruppe entfernt. Auf die Frage des Schwarzgewandeten nickte er kurz.
"Ich wollte den Jungen ablenken, weil ich dachte, er würde ihr...", Koron nickte kurz zur schwarzhaarigen Ärztin, "...gleich den Gnadenstoß verpassen. Ich wusste nicht, dass so schnell jemand hier mithelfen würde."
Über die Schulter der Ärztin betrachtete er den gestrandeten Drachen und sah zum ersten Mal die Wunde in der Brust des Wesens. Der 'kleine' Drache atmete schwer und fiepte immer wieder kurz auf, während sich die beiden um ihn zu kümmern schienen. Der Blick des Anthros wanderte zu dem Jungen hinüber, der regungslos am Boden lag, was dem Fuchs jedoch keinen Grund zur Entspannung bot. Sein ureigenes Misstrauen ließ ihn ständig alarmiert, dass der Junge doch nochmal aufstehen und irgendwelche Dummheiten versuchen könnte.
Da der Fuchs wohl vorerst nirgendwo hin konnte, blieb er bei den dreien, verhielt sich aber relativ still, wollte er nicht in dieser Situation stören.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 14-10-2011 19:12 PM

Die anfänglich ernst gewordene Miene wurde etwas entspannter. "Kümmere du dich darum, schließlich bist du die Ärtztin", lächelte Raphael ihr zu. "Zudem bekommen wir wohl gleich noch weiteren Besuch von einigen Mitgliedern meiner Einheit, da wäre es unpraktisch, wenn sie mich bei ihm sehen würden", flüsterte er beinahe zum Schluss zu ihr.
Einige Schritt führten den Magier durch den Raum, und er musterte eingehender die Schäden, sowie den bewusstlosen Jungen. "Keine Sorge... der wacht selbst bei seinen Kräften nicht vor einer Stunde wieder auf. Normalerweise setzt ein gestoppter Energiefluss jemanden einige Tage außer Gefecht", erklärte er dem Fuchs, als er seine Vorsicht gegenüber dem Individuum erkannte. Am Ende des Satzes stand er bereits quasi neben ihm, und senkte seine Stimme.
"Anbei danke für deine Unterstützung. Wer weiß, was ohne deine geschundenen drei Sekunden passiert wäre." Die Stimmlage machte deutlich, dass jedes Wort so gemeint war, wie es gesprochen wurde.

Ein leises knacken ertönte vom äußeren Eingang der Halle her, welcher ebenso vereist wurde. Doch jenes schien unnatürlich schnell wieder an Festigkeit zu verlieren, und floss in einem Guss von den öffnenden und schließenden Elementen des Tores ab. Kurz darauf kam der schwarze Afroamerikaner, die blasshäutige Schwedin, sowie der gefiederte Scharfschütze herein, dicht gefolgt von den Gebrüdern Orio.
Bei letzteren hätte er vermutet, sie wären bereits zurück gereist.
"Ah, so you are all here", eröffnete der Wächter. "Yes, and we should secure the UI", tönte es kalt von der Dame her, die direkt in Richtung des bewusstlosen schritt. Sie setzte sich zu ihm, und versuchte in seine Gedanken einzudringen, um über mögliche Träume mehr in Erfahrung zu bringen. Währenddessen verteilten sich die anderen stumm und in Alarmbereitschaft im Raum.
Mit geweiteten Augen stand Julia wieder auf. "What in hell have you done?!" - "What do you mean?" - "There is nothing in his mind, as if he were dead!" - "I would say, you should use that, what your nickname stands for...", grinste der schwarzgewandte breit.

Verärgert schritt sie auf ihn zu. "Tell me immediatly, what kind of power you used on him!" - "I think, you would rather know, why you can't read his mind?" - "Isn't this the same?"
Seufzend begann er mit einer Erklärung. "You know that the base of your skill are the electromagnetic fields and pulses in the neurosynaptic connections. If this field is unstable, to small to recognize, or destroyed you can't read anything. Thats the logic."
Mimic, der das Gespräch sehr gespannt verfolgt hatte, schaltete sich nun ins Gespräch mit ein.
"And why is his field like this?" Einen kurzen Augenblick kehrte Stille in den Raum ein. "You should know, that even myself as a cat D Individual couldn't beat a cat E easily. For the truth - It seems that his explosive growing energy has overload his capacity, and so knocked him out."

In der Hoffnung, dass niemand von den sonstigen Anwesenden irgendetwas gegenteiliges andeutete, oder nur verdächtig zu ihm selbst blickte, lies er diese Antwort im Raum stehen. Dabei machte er sich die größten Gedanken wegen des Fuchses, den er noch nicht recht einzuschätzen vermochte.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 15-10-2011 12:20 PM

Alexinara hatte sich inzwischen zu Lor gewand und die Lokalisation der Kugel begonnen,
nebenbei hörte sie interessiert dem Gespräch zu.
Anscheinend war das Team von Raphael nicht so ganz über seine Kräfte informiert,
wobei das sicherlich mehr als einen Vorteil brachte.
Während sie den Fremdkörper erfasste und ihn gezielt mit einem elektromagnetischen Feld,
welches sie in ihrer Hand erzeugte,
nach draußen beförderte, schien eine Stille im Raum die Diskussion beendet zu haben.
Die Kugel ließ sie in eine Nierenschale fallen und begann nun von der innersten Verletzung hin zur äußeren langsam eine Heilung wirken zu lassen.
Mehrere Schichten musste sie einzeln verheilen lassen,
die ganzen Gefäße um die Einschussstelle bereiteten ihr da am meisten Probleme,
da sie die einzelnen Querverbindungen -
es war vergleichsweise zum Menschen deutlich mehr an der Zahl -
jeden für sich wieder richtig verbinden musste.
Nach einer gefühlten Ewigkeit beendete sie ihre Arbeit mit der letzten Hautschicht und schaute nochmal über die Stelle,
keine Rötungen, keine Schwellung,
alles wirkte wie neu, zumindest für das ungeübte Auge.

"So Operation beendet,
Patient ist am Leben.
Wie fühlst du dich, Lor?",


fragte sie ihren Vertrauten,
der noch immer etwas platt auf dem Boden lag.
Zumindest seine Atmung hatte sich normalisiert,
doch mehr lenkte sie ihr Interesse nun zu der Spezialtruppe,
welche etwas abseits zu ihr stand und die Stille in die Länge zog.
Sie stand auf und begab sich zu den Leuten,
die allesamt wahrscheinlich irgendwelche Fertigkeiten besaßen.
Was es auch sein mochte,
gerade machte ihr das wohl weniger Probleme.

"Wie sieht's aus,
zieht deine Truppe nun ab,
oder was ist geplant?",


fragte sie den Magier,
an dessen Seite sie sich gesellt hatte,
nur ein kurzes, freundliches Nicken hatte sie den anderen Anwesenden geschenkt,
ihre Augen ruhten auf ihrem alten Freund.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 15-10-2011 13:14 PM

Der Nebel im Kopf verzog sich, die roten Augen öffneten sich blinzelnd.
"Auf jeden Fall besser, dank dir." Die scharf zischende, tonlose Stimme ging ungehindert durch die verwüstete Halle.
Lor rollte galant auf die Seite und stemmte sich bereits auf, drehte bei und inspizierte mit seinem stechenden Blick jeden einzelnen, während er seitlich zu der Gruppe stand, den Kopf über seinen zwei Bekannten.
Nebenbei, ein Kopfschütteln wie das eines Wolfes wirbelte die aufrecht stehende Mähne knapp durcheinander, entsann er sich der Frage von zuvor und hielt den Blick teils neugierig, teils überschauend auf die Unbekannten.
//Ein naiver Polizist am Bahnhofsplatz, der meinte, die Menschen sichern zu können, wenn er einen der beiden Raufbolde legt, wobei der Geschuppte natürlich aus dem Interesse fiel, weil ich einem Geschütz mehr Fläche biete mit meinem Fell.//
Stumm schloss er sich der Vampirin in ihrer Frage an, was nun sei, grollte leise, als er den Kopf etwas reckte, und veränderte seine Gestalt in gelbweißem Licht. Anfangs noch auf befellten Pranken kam er an seines Bruders Seite, ehe sich auch das verlor und er die langen Wolfsohren im blauen Haar aufstellte und zum Werfuchs hinüber sah. Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen.
"Bei dir scheint wieder alles in Ordnung zu sein, nehme ich an?"
Die Stimme hatte sich in die gewohnten Bahnen sortiert, als ob nie etwas gewesen wäre, zwei verschieden farbige Augen mit eng geschlitzten Pupillen bedachten den Schwarzfuchs.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 15-10-2011 14:55 PM

Koron nickte dem Schwarzgewandten bloß wortlos zu und lächelte knapp, nachdem dieser ihn über den Zustand des Jungen aufgeklärt und sich für die Hilfe, auch wenn diese nicht von großem Ausmaß war oder lief wie geplant, bedankt hatte. Daraufhin betrachtete er noch kurz die Truppe, die nun frisch eingetroffen war, bevor er sich wieder zur Ärztin und dem Drachen wandte.
Er zog überrascht eine Augenbraue hoch, als der Drache plötzlich sprach und sich kurz darauf noch in den Arzt verwandelte, der ihm vorhin geholfen hat. Er lächelte ein wenig und nickte als Antwort zu dessen Frage.
"Ja, alles Bestens. Diese Kugeln können aber auch ganz schön nerven, nicht wahr?", witzelte der Anthro ein wenig. Kurz darauf schaute er sich um und beobachtete die Truppe des Schwarzgewandten. Ein Falke, der dunkelhäutige Eismann von vorhin, und drei weitere Menschen, die einen mehr oder weniger normalen Eindruck auf ihn machten, jedoch vermutlich alle ihre... 'Eigenarten' hatten. Ihre reine Präsenz machte den Fuchs aus irgendeinem Grund nervös, jedoch konnte er selbst nicht genau sagen, was es war, das die Finger seiner Klaue ungeduldig zucken ließ. Er stemmte die rechte 'Hand' gegen seine Hüfte, in der Hoffnung, es hätte noch niemand bemerkt.
Dem Gespräch zuvor hatte er nur halbherzig gelauscht, jedoch vermutete er, dass sie irgendeiner militärischen Organisation angehörten. Vielleicht dieser ISF, von der der Anthro schon einiges gehört hatte und die sich, soweit er wusste, mit eben solchen Fällen beschäftigte. Magienutzer, die sich nicht mehr unter Kontrolle hatten, in ihre Schranken zu weisen oder etwas in der Art. Der Fuchs interessierte sich nie besonders für Politik oder Magie, da es bislang beides Dinge waren, die ihn nicht oder nur beiläufig betrafen. Er musste zwar schon das eine oder andere mal mit oder gegen "Magier" arbeiten, jedoch waren diese nie sonderlich stark, und er selbst beherrschte keine Magie... oder wusste zumindest nichts davon, wenn dem so war.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 15-10-2011 17:13 PM

Ein paar Minuten war es vergleichsweise still innerhalb des Squad D. Schließlich gesellten sich Lor und Alexinara mit zu ihm. Es schien, die weitere Entwicklung würde allein auf seinen Worten beruhen.
"Unser Trupp wird in kürze abgeholt. Dabei werden wir den Jungen mitnehmen, und den Drachen, sofern er dies will. Letzterer ist schließlich nur ein Opfer der Kräfte des Jungen gewesen. Ohne ihn wird er allerdings wohl direkt wieder instabil werden, sobald er aufwacht."

In einem ruhigen Moment nach diesen ersten Erklärungen, spürte Raphael eine eigenartige Kraft von dem Fuchs ausgehend. Offensichtlich bereitete er irgendetwas vor. Doch es schien, als würde der Aufbau dieser Kraft gehemmt, als würde es nicht gewollt sein. Doch aufgrund dessen, dass ihn der unbekannte nicht verraten hatte, wissentlich oder nicht, versuchte er ihm selbiges durch Schweigen zu vergelten. Er hatte schließlich erlebt, wie manch einer innerhalb der NGEO mit "Problemfällen" umging. Seine eigene Truppe jedoch gehörte eher zu den vernünftigeren der Einheit.
"And what should we do?", erkundigte sich Julia, die durch abschöpfen der Gedanken der Personen innerhalb des Raumes durchaus in der Lage war die Bedeutung der Worte einer jeden Sprache zu "lesen". "We will escort the transport til the base. Then this mission is accomplished."
Der stürmische Ban zuckte mit den Schultern. "Why we aren't already on the way? I mean, with my brother we have a unbelievable Transportation-System." Mimic hatte schon öfters eine Verwandlung in einen größeren Transporter oder etwas ähnliches getätigt, doch wollte er ihm das in diesem Falle nicht zumuten. "Three reasons: At first, I don't want to missuse our comrades, second, is it better, if we have his special abbilty to shield the UI from himself, in case he awakes sooner as planned. And last but not least: If we have a "living transport" it could be affected by the energy of the boy in a fully different way."
Mimic stieß Ban etwas mit seiner Faust an. "There you hear it, 'brother', I am not your car!" Lachend erwiderte Lightning die Geste, und antwortete: "No? Too bad! A car like you would be unbelievable sexy!" Jetzt war es mit Mimics Beherrschung vorbei, doch eher aus Spaß und Zeitvertreib nahmen sie sich nun gegenseitig in die Mangel.

Der Magier konnte dabei nur den Kopf schütteln. "Kids, couldn't you be a bit more grown up in the front of... guests?" Das war das Stichwort, und die Brüder reihten sich wieder ein. "I think, it would be glad, that this civilian knows who we are", lächelte Ban vor allem nun zur Vampirin hinüber. "My name is Ban Orio, the riding lightning of the ISF", erklärte er, und verbeugte sich. Sein Bruder, der Wandlungskünstler, schüttelte nur den Kopf. Soetwas wie "Frauenheld" musste er wohl denken. Doch auch er stellte sich vor, blieb aber in einer Position etwas mehr abseits der anderen, und verschränkte die Arme, während er sich gegen eine Wand lehnte. "I'm his brother, Maltas Orio, the transformation specialist also known as mimic."
Der ruhige Lumas erfüllte allein durch seine Größe, und sein muskolösen Bau, sowie seine Stimme so manchen mit Respekt. "I'am the black ice of the ISF, Lumas Sakosh is my name."
Die einzige weibliche Person des Squad D komplettierte die Runde. "And I'm Julia Zun, also known as 'Mind shiver'. " Sie machte einen angedeuten Knicks.

In der ferne hörte man bereits Flugmaschinen, die sich langsam einem kleinem Landeplatz auf dem Krankenhausgelände näherten.