Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 26-04-2012 16:32 PM

Die Hoffnung Raphaels, dass während seiner Suche nach der Aura seiner Vertrauten die unbekannte Hilfe ihm erneut unterstützen würde, blieb unerfüllt. Stattdessen trat jedoch eine durchaus kräftige, zunächst aggressive, dann sehr zornige Aura in sein geistiges Blickfeld. Offensichtlich kam da etwas größeres auf sie zu.
Doch in der selben Gegend schien es noch eine weitere weitaus geschwächtere Aura zu geben. Wenngleich es ihm nicht gelang diese eindeutig jemanden zuzuordnen hatte er ein sehr ungutes Gefühl.
//Maybe I've found her location. I must check it to be sure...//

Mit neu gefundener Kraft lief der Magier aus dem Raum, und baute eine stärkere Barrikade um sich herum auf. Direkt im Schlepptau hatte er Raptor, der unterwegs die eine oder andere Wache ausknockte. Das einzige Problem könnte diese Person werden, die scheinbar eine immer stärker werdende Aura erhielt. Allerdings war diese auch ein prima Wegweiser, welche die Truppe schnell durch die verschiedenen Verwinkelungen führte.
//Raptor, take care of the one enemy, who hit toward us. Garidion, cover his back.//
Seine Strategie war ein einfaches Ablenkungsmanöver. Solange dieses Biest, was sich ihnen schnell näherte und auch langsam in Sichtweite kam, mit Raptor beschäftigt wäre, könnte er vergleichsweise ruhig die Lage auskundschaften. Nur wenige Details merkte sich der Wächter, hauptsächlich aber dass die Gestalt insgesamt eine dunkle Färbung besaß. Der Magier sprintete direkt auf das Wesen zu, während Raptor seinerseits sich auf einen Kampf in den Fluren vorbereitete.
Keinen Moment später versuchte ihn der Gegner zu greifen, doch nutzte Raphael eine Art Kurzstreckenteleportation, um etwa fünf Meter hinter ihm wieder zu erscheinen und weiterzulaufen. Davon ungeachtet prasselten direkt die ersten Angriffe Raptors gegen ihren Feind.

Es dauerte schier endlos lange, bis Raphael sein Ziel erreicht hatte. Eine weit offenstehende Doppeltür entblößte einige Verwüstungen. Die Aura von zuvor spürte er hier deutlich, und erschrak, als er den zugehörigen Körper sah, und die Blutlache, die sich langsam bildete.
Eilig rannte er hinüber zu ihr, und nahm nur am Rand Notiz von dem kleinen Mädchen, welches ziemlich regungslos einfach nur da saß.
Als sich der Schwarzgewandte zu Alexinara kniete, wurde direkt seine Hose in dem flüssigen Rot getränkt, welches hauptsächlich aus einer Wunde an ihrem Arm floss. Ohne zu zögern beschwor er einen kleinen Feuerball und verbrannte die Stelle, um die Blutung auf diese Art und Weise zu stoppen.
Scheinbar nahm die Vampirin keine Notiz davon, vielmehr hatte sie einen eigenartigen Ausdruck in den Augen.
Wie schon in Hannover vor einigen Wochen, nutzte Raphael erneut einen Dolch an seinem Gürtel, um sich selbst in die Hand zu schneiden und der Vampirin direkt vor ihrem Mund sein Blut zum trinken anzubieten.

Derweil hörte er über Funk ab und an einige Kommentare. "This one is strong.."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 26-04-2012 21:25 PM

Garidion und Raptor hatten einige Probleme, ihren Gegner effektiv aufzuhalten,
der humanoide Mann, dessen Körper sich seltsam deformiert hatte in seinem Ausbruch,
mit den inzwischen leuchtend gelben Augen und einer völlig angsteinflößenden Aura,
schien auf die beiden einzuschlagen, ohne davon zu ermüden.
Mehr noch schien er in seiner Rage sich weiter zu steigern und bereitet den beiden mehr und mehr Probleme,
trotz Garidions natürlicher Gewichtsklasse war er kaum in der Lage, einen wirksamen Treffer zu landen,
teilweise schien das Wesen seine Angriffe einfach abzublocken.

"You shit of trash,
I´ll kill you right here, right now!
You can´t disturb MY plans,
I´ll show you the fruits of OUR research!",


schrie er ihnen entgegen,
während seine Aura erneut an Kraft gewann.
Garidion schaute seinen Kampfpartner an,
sie hatten nicht die besten Aussichten aktuell,
lange würden sie es sicherlich nicht mehr aushalten mit ihm.

------------------------------------------------------

Nur am Rande bemerkte die Vampiress einen brennenden Schmerz an ihrem Arm,
eine Gestalt war an sie herangetreten und hatte sich um die Wunde gekümmert,
ihr Körper schrie schon nach dem köstlichen Lebenssaft und raubte ihr die Sinne,
sie war kaum mehr in der Lage, richtig zu sehen, da ihr Blick getrübt war.
Jede einzelne Zelle zog sich zusammen in dem Bestreben, Blut einzufordern,
der Prozess zog sich quälend lange hin, war jedoch mit jeder Sekunde umso grausamer.
Es dauerte eine Weile, bis sie den Mann an ihrer Seite endlich erkannte,
es war Raphael, der sie am Ende doch gefunden hatte.
Als er ihr die Hand reichte,
an dem gerade ein frisches Blutrinnsal herunterfloss,
überschlugen sich ihre trägen Gedanken mit einem Mal.
Mit hohem Kraftaufwand sah sie ihn an,
den Blick zu fixieren fiel ihr unendlich schwer.
Ihre gesunde Hand krallte sich in seinen Klamotten fest.

"Das Halsband....ni...mmm...eee...sss ab!",


keuchte sie angestrengt und tat sich schwer, die nächsten Worte zu formulieren.

"Nimm das Kind...uunnn..d......verschhhh.....winde...hier....
Sieee.....isstttt.....PSITalent...hat...Blockade....
Kenntttt...dennnnnn....Weg...."


Ihr Blick ging zu der Kleinen,
welche nun zu ihnen schaute,
immer noch mehr abwesend als anwesend.
Doch ihr Geist klopfte an den Raphaels an,
wo sie kurz erklärte,
was der Anführer dieses Stützpunktes mit Alexinara getan hatte.
Zwar konnte sie den unbändigen Blutdurst nicht genau beschreiben,
wusste aber um die Qual, die Alexinara damit verband,
und die Warnung des Mannes, der ihr ein Massaker prophezeit hatte,
falls sie tatsächlich einen Fluchtweg suchen würde.

Der Blick Alexinaras war nun auf die angebotene Hand gerichtet,
sie hoffte, dass er schnell genug das Halsband abnehmen
und sie dann auch die Kraft besitzen würde, aufzuhören.
Für diesen einen Moment ergab sie sich in den Drang und kostete davon.
Sobald die ersten Bluttropfen ihre Kehle hinunterrannen, überkam sie das Gefühl von Befriedigung,
wenngleich es nun auf Messers Schneide stand,
wie sie diesen Durst unter Kontrolle halten würde.
Jetzt, wo sie ohnehin das Blut des Magiers geschmeckt hatte, wollte ihr Körper mehr,
verlangte nach Blut, nach Tod, nach einem Festmahl.




RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 10-05-2012 08:44 AM

Direkt nach der Aufforderung Lexia das Halsband doch abzunehmen, nutzte der Magier den Dolch ein weiteres Mal und schnitt es einfach durch.
Beim Anmerken, dass sie verschwinden sollten, und das Kind als Wegweiser zu benutzen, schüttelte er nur den Kopf. "Wir gehen zusammen raus, und wenn ich dich dafür bewusstlos schlagen muss. Zudem... reinkommen ist schwierig, rauskommen weit weniger."
Im Kopf ging Raphael derweil die verschiedenen Optionen durch, von Teleportation bis Löcher in die Wände sprengen gab es für ihn selbst viele Möglichkeiten hier weg zu kommen. Derweil steckte er den Dolch sowie die Reste des Halsbandes weg. Letzteres wollte er untersuchen lassen.

Deutlich zeichnete sich in der nun wieder besser spürbaren Aura Verlangen, Angst, Wut und etwas undefinierbares ab. Der Blutverlust schien sie langsam in Richtung Raserei zu treiben.
//Good news - I've found her. Please come immediately to my position, so we can go out of here.//
"Understood. Lor - get there first. We keep this enemy busy a bit longer", ertönte es von Raptor über Funk.
Die Gefühlswallungen der Vampirin wurden spürbar stärker. //Wir haben keine Zeit für soetwas...// Raphael fühlte sich bei dem erfühlten deutlich an Thomsens Auftritt in Hannover erinnert.
"Verzeih meine Grobheit...", kam ihm noch flüsternd über die Lippen, ehe er Zeige- und Mittelfinger direkt an ihre Stirn legte. //Energiestarre...//

Noch während die anderen sich langsam zu ihm auf den Weg machten, holte er das Mädchen näher zu sich heran. Es gab ihm insgesamt genug Vorbereitungszeit...
//Get direct to me//
Lor war bereits angekommen, Raptor und Garidion folgten kurz darauf mit ihrem donnernden Gegner im Schlepptau. Er war sehr schnell, das Timing musste perfekt werden...
Die Signaturen von ihm selbst, Alexinara und dem unbekannten Mädchen hatte er bereits erfasst, die anderen beiden folgten direkt.
Der Gegner holte gerade zu einem vernichtenden Schlag gegen die gesammelte Mannschaft aus - und schlug ins Leere.
In der Entfernung hörte man noch sein Grollen, denn Raphael hatte sie nicht aus der Basis, nur an einen anderen Ort innerhalb derselben gebracht. Alles andere hätte zuviel Kraft gekostet.

Beim Durchlaufen der Gänge waren ihm bereits die Not-Ausgangs Hinweisschilder aufgefallen. In die Nähe eines solchen hatte es ihn verschlagen. Direkt dahinter war eine Tür mit einem schier endlosen Treppenhaus. Raptor nahm ohne weitere Fragen die Verletzte und legte sie sich über die Schulter.
Beim Hochlaufen des Treppenhauses kamen auch dort deutliche Alarmgeräusche. Derweil versuchte Raphael ihre eigene Position mittels seines PDA festzustellen...


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 10-05-2012 20:16 PM

In diesem Moment war die Energiestarre genau richtig gekommen,
zwar löste es das Problem nicht auf, zögerte es aber deutlich heraus.
Nur dankbar über diese Bewusstlosigkeit und Raphaels Worte hin ließ Alexinara sich fallen,
sie vertraute ihm und nahm die Dunkelheit im Geist wohlwollend an,
endlich war sie in Sicherheit und dieses schreckliche Kapitel beendet.
Die Truppe war irgendwo im Komplex gelandet,
wo Kurlen nicht so leicht hinzukommen vermochte,
irgendwo weit weg nahm er aus Frust die ganze Einrichtung auseinander,
wohl auch, weil er die Kraft irgendwie loswerden musste.

Alexinara derweil bekam von alledem nichts mehr mit,
hatte Raptor sie sich auch direkt über die Schulter geworfen und getragen,
das Mädchen jedoch war ihnen still gefolgt, bis sie eine Kreuzung erreichten,
wo an einem Ende tatsächlich ein Notausgang zu finden war.
Feindkontakt hatten sie nur noch vereinzelt gehabt,
schien es so, als wären die Truppen irgendwo anders hin gesammelt
oder gar evakuiert worden.
An der frischen Luft angekommen konnten sie auch endlich ausmachen,
wo sie sich befanden und, dass die Anlage tatsächlich nicht sehr weit von Hannover weg lag.
Es war ein verlassener Kasernenstützpunkt, welcher von New Light als Versteck genuzt worden war,
wohl auch mit Erfolg, denn die Behörden waren ihnen nicht auf die Schliche gekommen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 11-05-2012 21:20 PM

Mit einem Ruck landete die Psi auf dem Boden, eine kräftige Hand an der Kehle, würgte nur noch geräuschvoll. Sie zappelte wild, aber mit vollem Körpereinsatz kniete Lor auf ihr und hielt sie fest, bis sie endlich das Bewusstsein verlor und er abließ. Die Tarnung war gefallen und eine Frau mit rotbraunen Haaren, gebunden zum Dutt, mit Brille und in Forscherkleidung lag dort auf den sauberen Fliesen, die langsam von Blut besudelt wurden, das mancher Wunde entfloh.
Der Krasáne leckte sich über die zerschrammten Arme und horchte auf. Sofort folgte er dem Ruf aus dem Nebenraum, ohne sich nochmals umzudrehen.

Ein wenig entgeistert starrte das Blauhaar nur knapp auf die Vampirin, bevor er abnickte und mit den anderen durch die Notgänge floh.
Leise, aber deutlich atmete er auf, als sie wie aus tiefen Wassern aus dem Komplex auftauchten. Sofort sprintete er voran und ging in die Drachengestalt über, wandte sich um und legte sich nieder, dass die anderen aufklettern konnten.
//Dich nehme ich aber in die Pranken!//, grollte er dunkel, als er feststellte, dass Garidion tatsächlich so schwer war wie sonst als Drache.
Mit dem schweren Humanoiden in den Vorderkrallen und den anderen oben auf stieß er sich ab und floh davon, absichtlich mit falschem Kurs, bevor sie weit außerhalb der Reichweite abdrehten und nach Terra zurückkehrten.



Liebevolles Meeresrauschen umschmeichelte die zuckenden "Ohren" des dunkelblauen Drachen, auf dessen Schuppen die fast Mittagssonne glänzte. Froh, das Gewicht loszuwerden, flatterte Lor energisch nochmal, landete ein bisschen stolpernd auf den Hinterbeinen auf der langen Landebahn der Insel und setzte schließlich Garidion zuerst ab, bevor er auf alle Viere ging und sich niederlegte, um die anderen herunterzulassen.
Gefühlt wäre ein kleines Schläfchen jetzt gar nicht mal so schlecht...
Die dunkelrote Zunge fuhr über die Blutspuren auf den Schuppen, die restlos verschwanden. Die Schrammen hatten sich langsam abgetrocknet. Noch immer fühlte sich alles wie auf Hab'-Acht und Krieg an, der Puls ging schnell, als müsste man gleich wieder weglaufen. "Zuhause" oder "In Sicherheit" war noch nicht im Kopf Lors angekommen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 14-05-2012 17:47 PM

Als die Truppe schließlich gemeinsam in der Luft war, atmete der Wächter das erste Mal entspannter aus. Kurz darauf meldete er über Funk der Zentrale im groben die Geschehnisse, und ihre vorraussichtliche Ankunftzeit. Anschließend besah er sich die Wunden der Vampirin näher, probierte auch etwas von dem noch nicht zur gänze getrockneten Blut, und versorgte die teils offenen Wunden notdürftig.
Dabei war ihm Raptor eine gute Assistenz, hielt er doch die Geschwächte gut fixiert, trotz des Windzuges, der an ihnen vorüberpfiff.

Es hatte einen eigenartigen Beigeschmack. Die Wunden und auch die Gerätschaften, an die er sich erinnern konnte dort gesehen zu haben, ließen darauf schließen, dass ihr ein Zugang gelegt worden war. Damit sie die vampirischen Kräfte von ihr unter Kontrolle behalten konnten, und sie nicht einfach Haus und Hof in die Luft jagt, haben sie ihr höchstwahrscheinlich irgendetwas ins Blut gegeben. Vielleicht soetwas wie ein Gerinnungsmittel oder eine Droge. Aus anderen gar natürlichen Gründen würde sie jedenfalls keinen Tropf oder derlei benötigen.
Aufgrund er Vermutung meldete sich der Magier erneut bei Terra, und bat um Vorbereitung einer entsprechenden Behandlung mit Blutwäsche und kompatiblen Blut.
Die lange Vorankündigung hatte bei dem aktuellen chaotischen Zustand der Insel durchaus seinen Grund...

Es gab viele offene Fragen als sie schließlich gemeinsam auf der Insel landeten. Sein Vertrauter ließ sie hinab, und schüttelte sich nochmal die Muskeln locker. Ein zwei Personen Team wartete bereits auf die Verletzte und bettete sie direkt auf eine Trage. Daneben stand Diego.
"My dear, what have they done with you?", klang es sorgenvoll, ehe er sich zum Leiter der ISF wandte.
"Everything is prepared for her and her health has a higher priority. I hope the powers within will get her recover fast..."
"You need the skills of the lady, hm?" - "It's not only that."
Mit dieser letzten Antwort schritt der Dingo dem Krankentransport langsam nach.

Der Schwarzgewandte sah zu Lor. "Ich werde mich etwas ausruhen und versuchen ein paar klare Gedanken zu fassen. Die... Ereignisse... der letzten Stunden haben... doch an meinen Kräften gezehrt. Ich denke, du kannst ebenso etwas Ruhe gebrauchen, nicht? Wir sehen uns später..."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 15-05-2012 10:30 AM

Als sie Terra endlich erreicht hatten, wurde auch das Mädchen der Obhut der dortigen Soldaten übergeben,
damit man sie zunächst von der PSI-Blockade befreien
und dann nach Hause zurückbringen konnte.
Die entsprechenden Behörden in Hannover hatte man schon kontaktiert,
sodass die Eltern bescheid wussten.

Diego hatte die Vampiress direkt auf Station gebracht,
es war schon ein Intensivbett für sie bereitgestellt worden,
wohin man sie gerade brachte und direkt die ersten Untersuchungen anlaufen ließ.
Als die ersten Ergebnisse nach knapp 10 Minuten per Eilboten über das interne Labor angekommen waren, schaute sich der Dingo diese skeptisch an.
Die Dialysemaschine wurde augenblicklich angeschlossen,
er gab präzise Anweisungen und Anleitungen an das Personal weiter,
in diesem Moment wirkte er weder gehetzt noch zu locker,
mehr noch konnte man an dieser Stelle erkennen,
wie sehr er Arzt war und mit Leib und Seele diesen Beruf ausführte.

Es dauerte mehrere Stunden, als Alexinara aus ihrer "Starre" erwachte,
Diego hatte in der Zwischenzeit stündliche Kontrollen angeordnet
und ihr Zimmer von einer Schwester besetzten lassen.
Raunend öffnete die Untote ihre Augen, sie schaute sich müde um,
leise geräuschte das Gerät vor sich hin, ihr Blut war nun fast komplett gereinigt.

"Wo... bin... ich?",

flüsterte sie in den Raum hinein.
Die Schwester schaute auf und rannte gleich aus dem Zimmer,
einen Moment später war auch schon Diego im Raum.

"My Dear, everything okay?
We just managed to change your blood system.
The drug within it was really aggressive,
but everything was okay.
Just now you need to rest, your injuries were treatet well."


Müde nickte Alexinara auf Diegos Erklärung hin,
es dauerte eine Weile bis die Worte einen Sinn in ihrem Kopf ergaben,
dennoch verstand sie sehr wohl, dass sie aktuell ruhen müsste.
Ihr Körper fühlte sich schwach an, doch der Drang nach Blut war versiegt,
sie wusste, dass das Ärzteteam Terras sie gut versorgt hatte.

"Okay... right...
Let me rest... some more.
Please contact Raphael,
I want to see him, as soon as possible."



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 15-05-2012 20:57 PM

Der Drache neigte den Kopf sichtbar, ein unfertiges Nicken, das aber ausreichte, anschließend kam er mit Ruck hoch wie ein Pferd, das aus dem Liegen aufstand, und tappste nur kurz vorwärts, ehe gelbweißer Lichthauch mit dem Wind verwehte, der sturmböenartig über die Insel peitschte und das Meer rauschen ließ. Wenigstens hatte sich der ganze Nebel von der Schlacht nun schon fast gelichtet. Wüsste man es nicht, sähe man die Reste nicht mehr.
Auf vier Pfoten sprintete der Krasáne in voller Geschwindigkeit davon, den langen Schweif austarierend hinter sich her, und fetzte einiges Gras auf, als er abbog und quer über das Gelände davonpreschte. Die Sonne schimmerte auf dem schwarzen Fell und den weißen Beinen, der hell cyanblaue Aalstrich setzte sich von der Nasenspitze über Stirn und Ohren durch über die gesamte Wirbelsäule bis in die Schweifspitze.

Mancher sah ihn komisch an, während er durch die Gänge des Gebäudes spazierte, ungeniert in Tiergestalt, die Zunge hechelnd heraushängend. Gerade wollte er nur noch ins Bett und fiekte lediglich knapp zur Antwort, als ihn ein zwei Soldaten grüßten, die ihn wohl erkannt hatten oder einfach höflich waren.
Die ID-Karte legte sich aus dem Inventar zwischen seine Zähne, er stellte sich auf die Hinterbeine und öffnete mit Piepen die Tür. Eine Zivilistin anbei musste lachen, als sie ihn sah, bevor die Tür wieder ins Schloss fiel.
Unverfroren sortierte der Wolf sich alles einfach zurecht, matschte mit den Pfoten die Decke zurecht und rollte sich auf dem Bett ein. Es dauerte nicht lange, da war er schon weg.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 16-05-2012 16:00 PM

--------------------------------

"Hier rüber, schneller!" -
"Sie sind gleich hier!" -
"Was zum Teufel ist das?" -
"Ein Dämon?!"

--------------------------------

Mit einem lauten Knall wurde Raphael aus seiner Trance gerissen. Einen Moment lang brauchte er um seine Gedanken zu sortieren, und die aufgeblitzte Erinnerung wieder zu verstauen. Vor ihm stand Norten Trendor.
Langsam begab sich der Magier in eine freundlichere Haltung, und lugte dabei auf die Uhr. Es war zwei Uhr nachts... Offensichtlich war er ganz schön lange weggedämmert.
"What's happened?", sprach er langsam und musterte dabei die Gestalt des Präsidenten. Seine Arme waren durchgespannt und stützten seinen Oberkörper auf den Tisch.
"Are you crazy? What in hell have you done?!"
"What are you talking about?" Im Augenblick konnte sich Raphael absolut kein Reim auf das Auftreten seines Vorgesetzten machen.
"Your spell at the near end of this battle..."
"...oh... this one. It is a very powerful one, but with some restrictions. I can't cast it many times..."
"But you've saved the whole island with it."
"Was that wrong?", erwiderte er sarkastisch.
"No... but your're now in a situation, where the european court will examine and watch you more intensive. Your E will be revealed."
"I know this, and I've known it in the same moment where I cast the spell to destroy the missile. That was one of the reasons, why I've directly go to a rescue mission. That was maybe the last time, I could do it without beeing spectated too much."
Ein leichtes seufzen entrann der Kehle des älteren Herren. "You know, I am on your side, but I think that even I can't help you with this."
"No need to worry. The 'mills of justice' are quite slow. Some weeks or even months I will stay here."
"You want to leave the unit?"
"Maybe... if it is unavoidable..."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 18-05-2012 16:09 PM

Es waren erneut einige Stunden vergangen,
Alexinara schätzte die Uhrzeit auf 6 Uhr morgens,
sie hatte die Nacht dazu genutzt, sich zu erholen.
Neben einigen Phasen der Ruhe musste sie aber auch viel nachdenken,
ihre Gegner hatten eine sehr bedrohliche Waffe ins Spiel gebracht,
mehr noch hatten sie sie einfach so in ihre Gewalt bringen können.
Auch wenn ihre Gefangennahme andere Hintergründe hatte als die Erpressung von der ISF,
so schienen sie einen Plan zu verfolgen,
der bisweilen auch die Forschungsergebnisse ihrer alten Gruppe beinhaltete.
Gerade fragte sie sich, wo die anderen Mitglieder dieser Forschungsgruppe geblieben waren,
in ihr dämmerte eine Befürchtung auf,
entweder hatte man sie geschnappt und zum Reden gebracht,
oder sie gar getötet, was einen herben Verlust für die Wissenschaft bedeutet hätte.

Irgendwann zwischen ihrer Grübelei hatte sich eine Schwester in ihr Zimmer verirrt,
natürlich war die ganze Station in Sorge um ihren Zustand gewesen,
vor allem, da sie ihr das ganze Blut auswaschen mussten und dabei wenige die starken Schwankungen ihrer Energien wahrnnahmen,
zum Glück, das war der Vampiress nun durchaus bewusst gewesen,
hatte Raphael dafür gesorgt, dass sie nichts mehr anstellen konnte.
Doch mit einem kurzen Nicken hatte sie diese beruhigt wieder nach draußen entlassen,
sie brauchte keine Dauerkontrolle, zumindest nicht als Untote,
deren Regenerationsapparat kurz nach der Entfernung der Droge wieder eingesetzt hatte.
Der Plan von Kurlen war nicht aufgegangen,
aber er würde sicherlich nicht so schnell locker lassen,
auf Dauer konnte er eine Bedrohung werden,
das war Alexinara auch klar geworden.

Als sie gerade dabei war, sich selbst von den Anzeigegeräten zu lösen,
was dazu führte, dass sie kurz Alarm schlugen,
ehe sie diese endgültig abschaltete, stürmte schon der Dingo in den Raum.
Sein erschrockenes Gesicht löste sich auf,
als ihm bewusst wurde, dass die Vampiress gerade selbst am Werkeln war.

"Ah good morning Diego,
thanks for your help, I feel a way much better now.
But I have to go,
there are some things I have to clear up."

Der protestierende Blick vom Arzt brachte ihr ein Lächeln aufs Gesicht,
sie zog den Anteil ihrer Kleidung an, der noch brauchbar war,
während Diego sich wegdrehte und versuchte, auf sie einzureden.
Die üblichen Aussagen kannte die Vampiress nur zu gut,
vor allem die Risiken einer zu frühen Entlassung, doch sie winkte ab.

"You know I´m no human being,
so my regeneration is a way faster.
And I´m old enough to decide it on my own."

Mit einem letzten Zwinkern verließ sie das Intensivzimmer,
ihr Füße führten sie direkt zum Büro ihres Vertrauten.
Was auch immer auf Terra geschehen war, alles wirkte zu still,
oder mehr noch, ausgestorben.
Als sie die Station verlassen hatte, wurde ihr auch erst bewusst,
dass die künstliche Insel einen herben Schlag der Gegner kassiert hatte.

"Was war denn hier los?",

flüsterte sie leicht erschrocken vor sich hin und besah sich die Zerstörung,
dazu ein eigenartiges Gebilde direkt vor Terra,
welches wie eine Insel anmutete.
Nun legte sie doch einen zügigeren Schritt ein und ging geradewegs auf das Gebäude zu,
in welchem Raphael seinen Stammsitz hatte.
Sicherlich würde er ihr einiges erzählen können,
und einen Versuch war es immer wert, ihn dort zu suchen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 18-05-2012 19:38 PM

(Kurze Allgemeine Info: Soebend wurden systematische Kartenzeichnungen von Terra in den ersten Post eingefügt.)


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 21-05-2012 21:52 PM

Irgendwann gegen frühen Abend holte ihn ein gedanklicher Ruf aus dem Schlaf und müde blinzelnd erhob sich der Vierbeiner, lehnte sich vor, die Vorderpfoten auf dem Fensterbrett, und öffnete mit dem Maul das Fenster.
"Du solltest lieber den normalen Eingang benutzen, ich weiß nicht, ob sie dich sonst vom Himmel schießen irgendwann", murrte er und gähnte fiekend.
Eine relativ kurze, geflügelte Schlange flatterte herein und stellte die Handteller der anatomisch abnormen Flügel wie ein urzeitlicher Flugsaurier auf, um sicheren Stand beizubehalten bei geringem Kraftaufwand.
"Ich weiß."
Es benötigte keiner Nachfrage, keiner Worte, ihr ging's offenkundig wieder besser.
"Wo warst du?"
"Nachdem ich irgendwo eingeschlafen bin, wachte ich auf einem weichen Kissen in einem Schwesternzimmer auf. Die gerade anwesende Dame, zwar gehetzt wie alle anderen, warf mir einen freundlichen Blick zu, erkundigte sich kurz nach meinem Befinden und verschwand auch schon wieder, hatte sie gerade Medikamentenkrams geholt. Die haben sicher auch immer noch alle Hände voll zu tun." Die zweigespaltene Zunge wischte zischend durch die Luft. "Danach habe ich noch ein wenig die Leute beobachtet und bin anschließend verschwunden, raus ins Grüne."
"Da könnte ich jetzt auch hin." Der schwarzweiße Wolf streckte die langen, dünnen, aber muskulösen Beine vom Bett. Das ungleiche Gespann verschwand nach Fensterschluss durch die Tür, nach unten und hinaus, um sich in den Parkanlagen der Insel auszulaufen.

Am späteren Abend schließlich verzog die Lady sich in Lors Zimmer, er machte sich wieder auf den Weg durch das Gebäude und wusste nicht so recht, wohin mit sich, müde war er noch nicht. Die große Uhr über der Doppeltür vor der Kantine zeigte kurz nach zehn, draußen war es längst dunkel, durch ein paar Wolken glitzerten die Sterne. Der Mond ließ sich wohl heute nicht blicken. Die Bäume vor der Fensterfront wiegten sich ein wenig mit dem relativ kräftigen Wind.
Der Krasáne verließ schließlich das Haus und streifte über die Wege, bis ihn das Knacken des Untergrundes aufhorchen und die Ohren zucken ließ.
"Ah, lil' dogbuddy."
"Kitcat", grinste das Blauhaar mit geschlossenen Lidern und wandte sich um.
Der Gepard erwiderte die Miene. "I brought your snake into hospital when some guys came out of this weird island."
"Thanks, Aril. What have you done this day?"
Auf ungesprochenen Wink machten sie sich zusammen auf den Weg und schlenderten durch die Nacht.
"Well, I told Mister Trendor 'bout our mission and everything, the scientists were taken - after all noone tried to escape or something, just one killed himself -, and yes..." Er schaute zum Himmel. "I was carpeted for your doings and told to keep an eye on you. If you'll do somethin' of this kind again, we both are more than dead."
"I know what you want to say - "
"No." Aril Twin hatte die Arme hinter dem Kopf verschränkt und sah ihn knapp von der Seite an, freundlich lächelnd. "I just want to say that you must be careful with your powers. Not for me, not for Terra, for you to not be shot down. You know the laws."
"Yeah... Somehow." Lors Blick wanderte über den Boden. "Apologize."
"That sounds awful! What does that mean in... eh, you were german, yes?"
"Ehm, yes. Back there I said Verzeihung, somethin' like Forgive me and things."
"I know, what ya wanted to say, idiot!" Lachend klopfte der Befellte ihm so hart auf das Schulterblatt, dass Lor halb vorwärts flog. "After all, just keep attention on your doings. I'm not your babysitter, I just shut up about everything - clear?"
"Seems to be more of what I can expect in this world", meinte der Krasáne leicht lachend, auf eine etwas befremdliche Art und Weise. Aril klopfte ihm auf die Schulter und drehte dann bei ohne ein weiteres Wort. Das Blauhaar blieb allein zurück, sah zum Nachthimmel auf und musste irgendwie schmunzeln.


Der letzte Weg führte alsbald ins Bett, die rote Schlange lag behutsam an der warmen Brust und schlief, Lor selbst brauchte auch nicht lange, um letztlich die Nachtruhe anzutreten.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 24-05-2012 14:01 PM

Es waren weitere Stunden vergangen, in denen Raphael sich hauptsächlich entspannte und neue Kraft schöpfte. Doch nebenbei hatte er auf seinem Computer ein neues Dokument geöffnet, und schrieb einige Notizen bezüglich der aktuellen Situation hinein.
Insbesondere Aspekte, die er bei einer neuerlichen Rede ansprechen könnte. Diese würde allerdings, sofern sie überhaupt gehalten wurde, nicht vorrangig als Motivation dienen, sondern eher Erklärungen und Trost liefern.

Sein Handicap reduzierte seine Tippgeschwindigkeit deutlich. So hatte er eine Stunde gebraucht um etwas halbwegs brauchbares zu erstellen. Dann kam ihn jedoch die Idee einmal die Diktierfunktion des Programmes auszuprobieren. Heutzutage war diese schon weitaus besser geworden, als es noch vor 20 Jahren der Fall war. Diesbezüglich erinnerte er sich an eine Folge des Magazins "Stern TV", in welcher wohl etwa im Jahre 2007 verschiedene Diktierprogramme getestet wurden. Beim gesprochenen Begriff "Eichhörnchenschwanz" hat es allerdings zu kuriosen Ausgaben geführt. Das einzige, was ihm davon noch im Gedächtnis war: "Eichel den Schwanz".
Sehr langsam konnte man draußen erkennen, wie es allmählich heller wurde. Der Oktober machte die Tage merklich kürzer.

Eine Bekannte Aura näherte sich seiner Tür. Mit einem Wink von Magie öffnete er selbige für den herannahenden Besuch.
"Hallo Lex, wie mir scheint geht es dir besser. Setz dich ruhig."
"Was führt dich so früh schon zu mir?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 25-05-2012 09:23 AM

Die Vampiress tat wie geheißen und setzte sich,
nachdem magisch die Tür zu Raphaels Büro aufgegangen war
und er sie zum Setzen eingeladen hatte.
Sie machte es sich auf dem Sessel bequem,
einen Moment nahm sie sich Zeit, ihren Begleiter zu mustern,
vorsichtig, nur um zu sehen, wie es ihm wohl ging.

"Guten Morgen Rapha,
nun, du weißt doch,
dass es mich unter den Nägeln juckt.
Erst entführt werden und dann machtlos mit ansehen müssen,
wie ich schwach und zerbrechlich dem Feind dienen muss.
Du kannst dir vorstellen, wie erniedrigend das gewesen war,
allen voran dieser dämliche Junge, der mich "foltern" durfte",


das Wort foltern betonte sie besonders,
da sie bei diesem Gedanken ein leichter Schauer überkam
und sie liebend gerne dem Jungen das Gehirn gewaschen hätte,
natürlich auf unfreundlicher Basis,
ohne jedoch sich den Spaß zu nehmen, ihn leiden zu sehen.
Doch diese Art Racheglüste standen auf einem anderen Papier,
sie hatten wichtigere Sachen zu besprechen.

"Ich habe nur das Grundsätzliche erfahren können,
New Light scheint Terra frontal attackiert zu haben?",


erkundigte sie sich und deutete mit dem Kopf in die Richtung der künstlichen Insel,
welche immer noch schauerlich vor Terra lag.

"Meinerseits werde ich dir berichten müssen, was passiert ist,
ich denke, es wird dich interessieren, dass es einen zweiten "Hollow" gibt.
Tatsächlich ist dieser sogar ein Prototyp, ein Experiment,
was mein Peiniger, Kurlen van Damm, dieses Ding,
was euch angegriffen hatte,
in die Welt gesetzt hat. Der zweite Hollow ist übrigens sein Sohn.
In jedem Fall beunruhigt mich das Halsband,
was in der Lage war, gezielt meine magischen Kräfte, vorrangig meine Blutmagie,
zu blockieren und meinen Metabolismus zum Erliegen brachte.
Ich hoffe, du hast das elendige Ding mitgenommen?"

Bei dieser Aussage stützte sie sich einzig auf des Magiers Voraussicht,
selbst solche Einzelheiten gleich einzusacken,
schließlich konnte man nie genug vom Feind wissen.

"Allen voran muss ich aber erwähnen,
dass New Light wohl hinter einer Möglichkeit her ist, magische Fertigkeiten bei Individuen zu extrahieren,
diese dann zu sammeln und einem anderen Individuum zuzuführen.
Diese Technik gilt bisher als unmöglich,
jedoch hatte ein Forscherteam, zu dem ich auch gehörte,
in die Richtung versucht, das Entstehen jener magischen Kräfte zu ergründen.
Wir brachen unsere Forschungen jedoch ab,
als wir es an einen Punkt gebracht hatten,
wo wir hätten lebendige Wesen mit einbeziehen müssen.
Das wurde uns zu heikel, da wir kein Lebewesen schädigen wollten,
was Experimente in die Richtung aber mitgebracht hätte."


Sie beendete ihre Erzählung und sah ihren Vetrauten an,
mehr würde sie ihm sagen können, wenn er speziellere Fragen hatte,
grob umrissen war das aber die ganze Geschichte nun.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 25-05-2012 10:28 AM

Nachdem die Dame mit ihren Ausführungen soweit am Ende war, wobei er bei einigen Stellen stehts genauer hinhorchte, erklärte er selbst ein wenig die Situation.
"Ja, wir wurden angegriffen. Eine sich bewegende, schwimmende Insel hat für entsprechend Aufregung gesorgt. Es endete leider darin, dass sie eine weitere Atomwaffe gezündet haben. Aber wie du siehst, hat sie keinen Schaden anrichten können. Zumindest keinen physischen..."
Er machte eine kurze Pause.
"Ich musste einen speziellen Zauber nutzen, um diese Gefahr zu eliminieren... Damit bin ich höchstwahrscheinlich endgültig reif für die Klassifizierung E."

Sein Blick richtete sich erneut auf seine Vertraute. "Das Halsband habe ich mitgenommen und direkt unserer Forschungsabteilung überreicht. Sie haben den Auftrag das Ding so genau wie möglich zu untersuchen, mögliche Schwächen auszumachen, Materialgehalt, und so weiter."
Bezüglich des Themas eines weiteren Hollows und der Extraktion magischer Kräfte legte sich die Stirn des Wächters in Falten. "Das sie einen weiteren Hollow haben, ist eine ernstzunehmende Gefahr. Insbesondere wenn sie beliebig viele dieser Kreaturen erschaffen können. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass sie nicht nur Kräfteextraktion und Übertragung erforschen, sondern auch deren Dublizierung."
Einen Augenblick lang ging der Wächter in sich. "Grundsätzlich ist es möglich. Die magische Basis bildet bei der Magie stehts die Seele selbst. Doch um etwas derartiges zu erreichen, brauchen sie einen seelischen Motor. Das heißt, es muss mindestens eine Person in ihren Reihen geben, welche dazu in der Lage ist direkt die Seele anzugreifen. Dieses Verhalten kann man nicht ohne weiteres mit einer Maschine nachbilden, eher wäre es so, dass eine Maschine den Vorgang unterstützen, aber nicht vollständig automatisieren könnte. Würde man es allerdings nur mit einer Maschine versuchen wollen, bräuchten sie immense Mengen an Energie, um quasi eine künstliche Seele zu schaffen."

Etwas erleichtert über seine eigenen Gedanken atmete der Magier einmal durch. "Das heißt, sie können diese Kraftübertragung oder Dublizierung nicht so oft machen. Wir müssen theoretisch nur dem Fluss der Energie folgen. Dort, wo schlagartig sehr viel verbraucht würde, könnte sich eine entsprechende Forschungsstation befinden. Sollten sie tatsächlich jemanden mit Seelenangreifenden Fertigkeiten in ihren Reihen haben, so müssten wir diese Person ebenso ausschalten."
Plötzlich fiel im wieder Einsatz ein, bei welchem zuvor zahlreiche UIs gesichtet wurden. Das zeigt die kehrseite der künstlichen Schaffung - mangelnde Stabilität.

"Wir sollten wohlmöglich noch einmal nach Austin..."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 25-05-2012 11:05 AM

Aufmerksam hörte sich Alexinara die Ausführungen Raphaels an,
seine präzisen Denkweisen hatte sie bisher immer geschätzt,
selbst jetzt hatte er schnell eine mögliche Vorgehensweise erläutert.
Die Sache mit seiner Klassifizierung jedoch hatte ihr ein entgeistertes Geräusch entlockt,
gefolgt von einem leicht verzerrten Ausdruck im Gesicht.

"Was kann man also machen,
damit die Leute dich in Ruhe lassen?
Am Ende hast du doch ganz Terra vor der Gefahr bewahrt,
das muss man doch auch mit sehen.
Mal abgesehen davon, meiner Meinung nach ist es doch eh egal,
welcher Klasse man angehört, schließlich hat jeder seine Fertigkeiten.
Und ganz unter uns, wir drei fallen in diese Klassifizierung,
wobei ich bei dir eher eine "Klassenlösung" anstreben würde,
da du mitnichten irgendwohin eingeteilt werden kannst...",


philosophierte die Vampirin etwas vor sich hin,
ehe sie sich selbst stoppte,
lächelte etwas ertappt.

"Okay, also steht unser nächstes Ziel fest?
Austin soll es sein, ja?
Wann geht es los, wir dürften New Light nicht zu viel Verschnaufpausen geben...",


Sie schaute zum Magier, in ihren Augen glomm der Wille, etwas zu bewegen,
schließlich hatte sie lange genug nichts mehr machen können.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 30-05-2012 08:43 AM

"Nun, du musst auch die andere Seite verstehen. Es ist ein ganz natürlicher Trieb sich von potenziellen Gefahren fernzuhalten oder selbige zu eleminieren. Dies sieht man ebenso im Tierreich, wie auch bei den Menschen. Dass eine entsprechende Klassifizierung auch mit der Verfolgung und Eleminierung von Cat E's einhergeht ist demnach nur verständlich. Möglicherweise wird sich über die kommenden Generationen hinweg ein besseres Verständnis zwischen diesen und jenen Individuen ergeben. Allerdings ist es eher wahrscheinlich, dass die UIs das Bewusstsein der Völker in diesem Aspekt negativ beeinflussen."

Ein leichtes Schmunzeln entrann dem Wächter beim Tatendrang der Vampirin. "Du musst aber auch uns einmal eine Verschnaufpause gönnen. Die Truppe ist insgesamt sehr geschwächt. Ich denke, frühstens in drei bis vier Tagen wird sich der Betrieb wieder etwas normalisieren. Zudem gehörst du offiziell nicht zur militärischen Einheit, nicht wahr?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 30-05-2012 09:24 AM

Alexinara nickte seufzend,
im Endeffekt hatte ihr Vertrauter Recht.
Die Angst vor unkontrollierbaren Wesen,
deren Kräfte das Wissen der Menschen überstiegen,
hatte schnell für etwaige Exekutionen gesorgt.
Was das Eliminieren anging, waren die Menschen immer noch schnell,
manches Mal jedoch sehr voreilig, so wie beim jungen Thomsen,
der noch sein ganzes Leben vor sich gehabt hätte.

Sie lehnte sich zurück und atmete hörbar aus,
als Raphael sie auf ihren "nicht-militärischen" Status ansprach.

"Erinnere mich nicht daran,
nur weil ich so eingeschätzt wurde.
Ohnehin habe ich von meiner Arbeit eine Befreiung von fünf Tagen bekommen,
Diego hat dafür gesorgt, damit ich mir die Zeit zum Regenerieren nehmen kann",


sie machte eine kurze Pause,
denn eigentlich brauchte sie kaum soviel Zeit.

"Dann schauen wir erstmal,
was man machen muss, um Terra wieder auf die Beine zu stellen.
Was hast du die kommenden Tage vor?",


fragte sie ihn und erhob sich schon von ihrem Sitzplatz,
für sie gab es sicherlich den ein oder anderen Verletzten zu versorgen,
schließlich hatten genug gelitten unter dem Angriff von New Light.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 30-05-2012 12:18 PM

"Ich werde viel mit Aufräumarbeiten, Reorganisation der Truppen und entsprechenden Gesprächen beschäftigt sein. Wenngleich auf dem ersten Blick es glücklicherweise nur wenige Tote gibt, müssen diese Posten auch wieder gefüllt werden. Wir hatten vorher schon einen leichten Personalmangel, was sich durch die Verletzung und Tötung zahlreicher ISFler nur noch verstärkt. Glücklicherweise gab es wohl kaum zivile Opfer, sodass hauptsächlich der militärische Sektor neu verstärkt werden muss. Möglicherweise müssen wir auch unser äußeres Image aufpolieren und ein wenig Werbung machen, damit wir neue Rekruten für unsere Reihen bekommen."

Einen Augenblick lang hielt der Wächter inne und blickte zum Fenster hinaus. "Es ist auch durchaus möglich, dass ich viel mit dem Gerichtshof zu tun haben werde. Der wird mich nicht mehr so schnell aus den Augen lassen. Und wenn du sonst nichts zu tun hast..."
Raphael schaltete den Rechner vor sich ein, der sofort ein Bild zutage förderte. Einige Klicks später hörte man den Drucker neben dem Tisch arbeiten. Das Dokument bekam noch einen Stempel und eine Unterschrift des Leiters. "...dann kannst du mir auch einen Gefallen tun. Dieses Dokument befähigt dich einen temporären Sonderausweis zu erhalten. Dieser hat eine recht kurze Gültigkeit und Funktionstüchtigkeit. Er wird dir gestatten im Untergeschoss im Informationszentrum Zugang zu erhalten. Du könntest mit dieser Quelle mir ein wenig zuarbeiten, was potentielle Rekruten angeht. Möglicherweise findest du noch andere nützliche Informationen."

Der Magier schob ihr den Zettel rüber.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 31-05-2012 14:54 PM

Mehrmals nickte Alexinara, als Raphael mit ihr sprach,
sie musste einsehen, dass der Aufbau von Terra und vor allem seinen Einsatzkräften Priorität hatte,
wenngleich es sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde, die Verluste auszugleichen,
irgendwo musste man auch mal anfangen.
Als er weitererzählte, wurde die Vampiress wieder sehr aufmerksam,
da sie ohnehin sehr viel Zeit hatte kam ihr sein Angebot mehr als gelegen,
so konnte sie sich effektiv nützlich machen.
Diego wollte sie erstmal nicht mehr auf Station auflaufen sehen.

"Ich soll dir Infos zusammentragen?
Kein Problem!"


Sie nahm den Zettel direkt entgegen und grinste schelmisch,
Computerarbeiten, besonders Informationsbeschaffung, machte ihr besonders Spaß,
so konnte sie ihren unendlichen Trieb an Tatendrang etwas auskosten,
und nebenbei würde es ihrem Vertrauten etwas der Arbeit abnehmen.
Außerdem konnte sie endlich eine der anderen Ebenen Terras auskundschaften,
schließlich steckte in der künstlichen Insel mehr als nur die Oberfläche,
und die Vampiress war sich gar nicht mal so sicher, wie weit in die Tiefe der Komplex reichte.

"Überlass das mir, wann brauchst du die Unterlagen?",

fragte sie fachmännisch und wartete auf eine Deadline,
ein wenig Zeitdruck konnte schließlich nicht schaden.
Gerade malte die Vampirin sich ihren kurzweiligen neuen Arbeitsplatz aus,
da kam ihr der Gedanke, dass sie gar keine Ahnung hatte,
wie sie in das Informationszentrum gelangen konnte.

"Wie komme ich da eigentlich hin?
Ich kenne nur die obere Ebene",


gab sie etwas beschämt zu.