Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 31-05-2012 15:31 PM

"Die einzelen Ebenen sind sowohl über mehrere Treppenhäuser als auch Fahrstühle miteinander verbunden. Wenn du dort hin willst brauchst du unter anderem für die Zwischentür der entsprechenden Ebene deine ID-Karte. In diesem Falle dann auch eher die temporäre. Es wäre gut, wenn du die Arbeit dann passend zu den Anforderungen priorisieren könntest. Das heißt zunächst könnten Verstärkung mit eher zivileren Ausbildungen oder Kenntnissen aufnehmen. Zum Beispiel Ingenieure, Handwerker, sowas in die Richtung. Dort hätte ich gern schnellstmöglich eine kleine Liste.
Dieselbe Abteilung kann dir auch Informationen zu Schäden an Terra und ihren Einrichtungen geben. So kannst du selbst schauen, was wir wohlmöglich extern einholen müssen. Innerhalb der nächsten acht Stunden hätte ich gern dazu von dir nähere Infos. Anschließend würde die Suche nach fähigen Militärpersonal weitergehen."

Der Magier fischte noch eine kleine Visitenkarte aus der Schublade. "Hier - das ist die Karte von einer der NGEO-Akademien außerhalb Terras. Dort wäre ein guter Startpunkt. Möglicherweise solltest du dich auch direkt vor Ort umsehen....", lächelte er ihr zu.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 31-05-2012 16:26 PM

Gekonnt salutierte die Vampiress vor Raphaels Schreibtisch.

"Yes Sir,
die Dokumente werden in spätestens acht Stunden vorliegen!"


Schnellstens war sie aus dem Raum verschwunden,
hatte dann den Weg gen Zimmer eingelegt und neue Klamotten angezogen,
schließlich war sie, was das anging, nicht mehr allzu frisch.
Ihr erster Weg führte gen Verwaltung,
wo man sich auch die Id-Karten ausstellen lassen konnte.
Ihr Besuch schien die Leute dort zu verwundern,
wusste man um den Umstand,
dass die vampirische Ärztin in einen Geiselnahme verwickelt worden war,
mehr Informationen jedoch hatte man nicht durchsickern lassen.
Die Dame am Empfang stellte ihr die Karte aus,
wies sie dabei ausdrücklich darauf hin,
dass sie nur bestimmte Bereiche im Untergeschoss besuchen durfte,
und dass die Karte absolut zeitbegrenzt war.

Nickend nahm Alexinara dies zur Kenntnis,
schließlich musste sie sich ausnahmsweise mal der Gewalt des Papierkrams beugen.
Sobald sie die Karte in Besitz hatte, machte sie sich auf den Weg.
Die Auskunft der Frau war gründlich genug gewesen,
so konnte sie den Weg ohne Probleme finden.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 02-06-2012 23:00 PM

Traumlos schreckte Lor aus dem Schlaf mit einem halblauten Schrei, weil ihn etwas teils Nasses auf die Nasenspitze getippt hatte. Die Folge war, dass jener Übeltäter nun geradewegs in relativ gerader Fluglinie quer durch das Zimmer flog und gegen das Regal an der Wand klatschte.
Das Blauhaar warf die Decke rasch beiseite und hob die Schlange auf.
"Boa, musste das sein? Dickschädel."
Er lächelte, froh, dass alles noch heil war. "Du bist selbst schuld, Madame."
"Ja ja."
Er setzte sie sich an die Schulter, die feuerrote Lady schlang den Leib zweimal um seinen Hals und legte die Flügel so an, dass sie zumeist am Rücken ihres Bruders klebten und nicht störten. Der machte das Bett ordentlich und schaute an sich herunter.
"Ob es hier nur Gemeinschaftsduschen gibt?"
"Wäre unpraktisch und glaube ich auch weniger."
Lor kramte seinen PDA hervor, aber mangels neuer Nachrichten gab es wohl gerade keine akuten Befehle; sicher würden die noch im Laufe des Vormittags kommen. Bis dahin wollte er dringend einmal irgendwo ins Wasser, aber direkt ins Meer traute er sich hier nicht, auch wenn die Nordsee vergleichsweise ungefährlich sein sollte. Oder mal gewesen war.
Der Krasáne verließ seinen Raum, zog die Tür ins Schloss, das sich automatisch verriegelte, steckte die ID-Karte ein und schlenderte gemütlich durch die leeren Korridore des Gebäudes von Terra, das jetzt seit kurzer Zeit sein neues Zuhause war. Genau genommen allerdings blieb die Frage, ob es das tatsächlich war, oder nur vorübergehender Unterschlupf, während man ihn zu irgendwelchen Missionen ausschickte, wenn nicht gerade die Insel halb verwüstet wurde. Ach, mal eben so.
Er grinste.

Die Sonne war noch nicht aufgegangen, die Flurleuchten übertönten das Dämmerlicht noch etwas, und eine nahe Uhr verriet ihm, dass es erst kurz nach fünf war. Kein Wunder, dass noch keiner hier herumlief. Im Gegenzug konnte er somit aber auch nicht Sean oder Arin anfunken und mal nachfragen, darum musste Lor sich damit begnügen oder eher Vorlieb nehmen, irgendwo nachzufragen. Wo war um die Uhrzeit schon wer? Klar, im Hospitalteil.
Gesagt, getan, nachgefragt. Glücklicherweise gab es wohl in den Anlagen der Gemeinschaftsduschen auch genügend einzelne direkt anbei, darum machte er sich dankend verabschiedend dorthin.


Angenehm warmes Wasser perlte von der weißen Haut. Die rechte Hand lag an der Regelung und drehte mit einem Ruck die Temperatur auf das Niedrigste, was möglich war.
Lange Zeit herrschte Schweigen, gemütliche Ruhe des jungen Tages, wenn die Welt noch schlief.
"Was glaubst du, was jetzt geschehen wird?"
Die Rothaarige saß mit dem Rücken zu ihm auf den Fliesen und spielte mit einer Haarlocke, neben ihr tanzten Wasserbläschen durch die Luft und Wasserdampf zeigte, dass bei ihr es trotzdem warm war, was sie an Duschwasser berührte.
"Erst einmal wird hier aufgeräumt, alles geklärt, Bürokratie, Papierkrieg. Möglicherweise werden sie Raphael rankriegen wollen, weil er vielleicht Terra lieber hätte sterben lassen sollen."
"Sie haben Angst."
"Und deshalb bringen sie E's um." Lor fuhr sich durch die Haare und genoss die Umgebung einfach.
"Du kannst die Menschen aber verstehen." Blutrote Augen schauten in undefinierbare Weite.
"Natürlich. Gerade deshalb müssen wir uns in Acht nehmen."
Lar streckte sich genussvoll und sah grinsend über die Schulter. "Du bist nackt so unheimlich sexy."
Er zeigte ihr weiterhin nur die kalte Schulter. "Muss das jetzt sein?"
"Och, lass' mich doof sein."
"Das ist mein Spruch."
"Na gut." Die Rothaarige machte sich einfach auf dem Boden lang und strich mit den krallenbewehrten Fingern durch das Nass, das sich dort über die Fliesen wandt. Ihr Bruder schaute lächelnd herunter.
"Warum hast du eigentlich, wenn wir schon bei Figur sind, immer noch keinen Partner?"
"Ich steh' nicht so auf Zweisamkeit in der Art, weißt du?"
"Außerdem ist dein Bruderkomplex unschlagbar."
"Genau!" Sie zeigte grinsend auf, musste aber geräuschvoll zusammenzucken, als er ihr das eiskalte Wasser von der Dusche direkt entgegen regnen ließ. "Boa, du mieses, kleines Arsch!"
Lor lachte herzlich laut vor sich hin, stellte das Wasser ab und suchte sich sein Handtuch.
"Weißt du eigentlich, dass du in der Männerdusche bist?"
"Und?" Sie stand vorsichtig auf, um nicht wegzurutschen.
"Dein Glück, dass es früh genug ist, als dass jemand schon hier wäre."
"Ich glaube, er würde es eh nicht so schlimm finden."
"Das glaube ich leider auch - leider für ihn."
Die Lady grinste boshaft. Ihr Gegenüber gab ihr das Handtuch und schlüpfte in frische, eigene Sachen, die zweite Uniform hatte er im Zimmer gelassen.
"Wirst du der ISF auch beitreten?"
"Nein."
"Dann musst du diesen Ort verlassen." Lor sah auf das Klamottengewusel vor sich und doch nirgendwo hin.
"Soll ich stattdessen lieber wie ein Schoßhund irgendwo langjagen?"
"Ich habe mir das nicht ausgesucht", knurrte er und wandte sein Gesicht jetzt doch um, mit scharfem Blick.
Ihre Ohren zuckten zwischen Angelegt und Halb aufgestellt. Die Augen wichen aus und kehrten zurück. "Ja, ich weiß..."
"Willst du mich allein lassen?"
"Niemals. Aber bleiben kann ich auch nicht. Was soll ich hier?"
Er atmete aus, ließ die Schultern etwas sinken. "Du hast schon recht. Aber wo wärest du noch sicher? Ich bin jetzt ein "Schoßhund" und sie haben unsere Akten. Also auch dich."
Ohne Vorwarnung umarmte sie ihn von hinten. "Was ist diese Welt eigentlich geworden...? Worauf haben wir uns eingelassen, vor über zwanzig Jahren?"
"Niemand hat geahnt, dass es so kommen würde", erwiderte Lor bitter.
"Und der einzige Schutz scheint sicher in den Händen eines potenziellen Machthabers."
Er merkte ihren stärkeren Druck der Arme und Finger, seine Rechte legte sich auf ihren Handrücken. "Vielleicht komme ich irgendwie bei ihnen an unsere Daten und kann uns endgültig herauslöschen, dann wärest du wenigstens frei und könntest gehen, wohin du wolltest."
"Glaubst du das wirklich? Ich fühle keine Freiheit mehr in dieser Welt, die uns aufgefressen hat..."
"Ich schon. Dafür muss ich in Kauf nehmen, der Schoßhund eines mächtigen Mannes zu sein, aber es garantiert mir wenigstens vorerst, nicht von einem Tribunal gerichtet zu werden, nach allem, was passiert ist."
"Und wenn eines Tages alles auffliegt? Wenn du nicht entkommst wie letztes Mal?" Tränen rannen über Lars Wangen und nässten den Stoff seines Oberteils.
"Warum machst du dir darüber Gedanken? Hast du vergessen, wer wir sind? Die Zukunft interessiert nicht, nur das Jetzt. Und Jetzt leben wir."
Lor lockerte sanft ihren Griff, drehte sich um und hob ihr Kinn mit den Fingern. Er lächelte. Es waren gesungene Zeilen, die leise über seine Lippen kamen, eine alte Melodie.
"Sĩn aĩda sár kós, mès, shrut du Idàr! Drágast’é gàlastè dIdae lìs." (Frei: Wie die Sonne glänzt, komm, höre auf sie! Wache auf und schenke mir dein Lächeln.)
Die Dejakano konnte nicht umhin, einfach nur noch mehr zu weinen und sich eng an ihn zu kuscheln.
"Nàrèa dIdae sĩnu, Onĩn. Nyar rur mIda anós..." (Ich liebe dich/hab' dich lieb, Bruder. Bleib' nur bei mir...)
"Anósàstè." (Bleib' du bei mir.)
"Ay..." (Ja)



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 03-06-2012 18:54 PM

Spätestens seit 8 Uhr merkte man wieder, wie allmählich wieder Leben in die doch die Nacht über sehr ruhige Insel einkehrte.
Rezlan hatte den Auftrag die direkten Anfragen und Anliegen, welchen den Leiter der ISF erreichen sollten, zu priorisieren und entsprechend weiterzuleiten. Damit allein hatte sie alle Hände voll zu tun.

Er selbst wanderte seit diesen Stunden quer über die Insel, und machte sich selbst ein Bild von der Zerstörung.
Einige vorläufige Zahlen zu den Toten und Verletzten erreichten ihn bereits. Wie erwartet gab es bei den zivileren Angestellten weitaus weniger Opfer. Lediglich zwei Tote waren unter ihnen zu beklagen, sowie eine handvoll Verletzte. Die meisten davon befanden sich im Keller des zerstörten Laser-Abwehrgeschützes.

Beim militärischen Personal hingegen waren erwartenswerterweise weitaus mehr Personen dem gegnerischen Feuer erlegen. Dutzende Verletzte, darunter etwa zehn schwer, sowie 25 tote Mitglieder waren bisher zu beklagen. Die letzte Zahl konnte laut dem Hospital nur noch steigen, wenn einer der Verletzten seinen Wunden erliegen würde.

Insgesamt waren aber weitaus weniger Tote zu beklagen, als es hätten werden können. Im Vergleich zu bewaffneten Konflikten sind diese Zahlen gar lächerlich. Das hatten sie vor allem wohl der doch guten Verteidigungsanlagen und Strategien zu verdanken, sowie den robusten Uniformen. Auch der gute zeitliche Vorlauf, den sie durch die frühzeitige Enttarnung der Insel als schwimmende Festung erhalten hatten, war ein entscheidener Faktor für die recht geringen Opferzahlen. Eine detaillierte Aufstellung über die Abteilungen, die hauptsächlich Leute verloren hatten, würde noch folgen. Doch war abzusehen, das hauptsächlich Piloten, sowie Frontkämpfer zu den Opfern zählten.

Es waren erneut einige Stunden vergangen, es war bereits früher Mittag. Inzwischen liefen die Aufräumarbeiten auf hochtouren. Die Beseitigung von Trümmern verlief dank des Einsatzes der Kräfte von vielen ISF-Mitgliedern deutlich schneller, als erwartet. Black Ice selbst half teilweise bei Stabilisierungsarbeiten, oder schuf temporäre Behälter für Schrott. Selbiger wurde zum Großteil in die zweite Unterebene gebracht. Die Fabrikstraßen hatten auch Schmelzöfen, sodass man insbesondere Metallschrott recyceln konnte.
Mind ihrerseits nutzte ihre Kräfte, um recht große, sonst nur schwierig zu erreichende Blöcke zu bewegen.

Eine erste Nachricht von Rezlan erhielt er von einer kleinen Gruppe, die sonst hauptsächlich in der Verwaltung arbeitet. Sie wollten sich aktiv nützlich machen, insbesondere, da viele von ihnen gute Freunde oder gar Geliebte unter den Verletzten hatten, und sonst bei ihrer täglichen Arbeit aktuell nicht viel Beitrag leisten konnten.
Raphael selbst bestellte die Gruppe zu sich, und traf sie auf dem Rollfeld. Es waren etwa zehn Personen verschiedenster Abstammung und Herkunft.
Es war schnell ein Auftrag für sie gefunden - Sie konnten zum einen beim Wegräumen der Munitionsreste, darunter hauptsächlich Hülsen, helfen, sodass Fahrzeuge dadurch nicht noch beschädigt würden. Ein anderer, zunächst vorrangiger Auftrag bestand darin "Essensdienst" zu spielen, und den anderen Helfern etwas zur Stärkung aus der Kantine zu bringen.

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Überall sah man auch Gerätschaften, die sonst eher selten zum Einsatz kommen. Darunter ein spezieller Unterbau, der von vier Helikoptern gleichzeitig gehoben wurde, und es ermöglichte eine einzelne, schwere Last zu heben, und abzutransportieren.
Nebenbei wurde auch die Locust-Insel intensiv durchforstet und untersucht. Dabei wurde auch das Portal-System unter starker bewaffneter Kontrolle gesteckt.
Dazu nutzte man lokale Installationen, sodass es wenigen in einem sicheren Kontrollraum möglich war zahlreiche Geschütze gleichzeitg abzufeuern. Inzwischen beschäftigten sie sich besonders mit der Datenerhebung, sowie Überschreibung der Bestandssoftware, sodass zumindest die Grundsysteme möglichst schnell wieder laufen würden.

Was mit der Insel in Zukunft geschehen würde, war noch völlig offen. Zunächst hieß es aber vorrangig Informationen zu gewinnen, und die Insel zu 100 Prozent unter die eigene Kontrolle zu bekommen.
Daher war es nicht verwunderlich, dass auch Raptor diesem Team zugeteilt wurde, konnte er doch aufgrund seiner Kletterkünste schnell an quasi jeden Winkel der inneren Installationen gelangen.
Scans nach Sprengstoffen und anderen gefährlichen Materialien hatten oberste Priorität. Schließlich wollte man nicht noch unerwarteterweise den Boden unter den Füßen verlieren.

Ein kleines Ingenieursteam bat den Magier doch sich bitte um Verstärkung zu kümmern. Die Insel und all ihre Funktionalitäten waren zwar teilweise sehr gut dokumentiert gewesen, doch würde es sonst Monate dauern wirklich alles davon zu prüfen. Demenstsprechend gab der Schwarzgewandte eine kleine Order an seine spezielle Informationsbeschafferin.
Über PDA wurde ebenso angekündigt, dass am heutigen Tage nur Einsätze geflogen würden, die eine hohe oder kritische Bedeutung hätten. Ansonsten sollten sich alle an den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten beteiligen beziehungsweise einfach etwas entspannen.

Die Zeit verging wie im Fluge, es war bereits Nachmittag geworden, als Raphael Nachricht von seiner Vertrauten Alexinara erhielt.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 06-06-2012 09:48 AM

Im Zentrum der Informationsabteilung angekommen teilte man Alexinara mit,
dass sie einen Platz mit Computer, Telefon und sonstigen Utensilien zugewiesen bekommen würde.
Anscheinend hatte Raphael ihre Ankunft schon angekündigt,
denn das Personal war auffällig gut informiert gewesen.
Sie ließ sich zu ihrem Platz begleiten,
wo sie sich zunächst erstmal einrichtete,
ihre Augen überflogen alles, was sie an der Hand hatte.
In Gedanken ging sie nochmal die Anweisung des Magiers durch,
für Terra brauchte man Personal für den Wiederaufbau,
viele Gebäude hatten gelitten, auch wenn die Statik Terras erhalten geblieben war.
Der Park und das Trainingsgelände hatten am meisten gelitten,
die Grünanlage war komplett zerstört worden,
sowie das Trainingsgelände, was inzwischen auch nicht mehr benutzbar war,
weil dort viele der Einzelkämpfe abgehalten worden waren,
oder gar die Lufteinheiten, Feind und Freund, ihr Ende gefunden hatten.
Das Rollfeld war ebenfalls zerstört, der Hangar war durch Eis stabilsiert worden,
an sich hatte die ganze Oberfläche der Insel gelitten,
wenngleich die "zivilen" Räumlichkeiten am unbeschadetsten waren.

Schnell tippten die Finger der Vampiress das ihr gegebene Passwort ein,
sie landete auf dem offiziellen Startbildschirm der ISF,
ihr Blick ging zu der NGEO-Akademie, die sie mit einer kurzen Adresseingabe aufgerufen hatte.
Vor Alexinara tat sich eine lange Liste von Individuen auf,
manch einer mit einer Kategorie, aber auch normale Menschen,
die besonders starke Wesenzüge und Talente mitbrachten.
Die Liste bestand aus aktuell 80 Schülern der Akademie,
wobei sie untergliedert waren in "Semester",
derer es drei an der Zahl gab, egal ob Mensch oder anderes Individuum.
Bisher hatte die Vampiress nur von solchen Institutionen gehört,
denn der Besuch der Einrichtungen war nur Mitgliedern der NGEO gestattet,
bzw. den Schülern entsprechender Schule.
Sonst hatten die Medien nur beschränkt Zugriff,
und man war bedacht, nicht zu viel Einlass zu bieten,
wollte man die Schüler auch vor größtmöglichem Einfluss bewahren.
Einer der Gründe für diese "Isolation" tat sich Alexinara erst später auf.
Tatsächlich ließ man den Schülern dort viele Freiheiten,
besonders, was den Zweig der Forschung anging,
d.h. sie betrieben durchaus Forschungszweige,
die mit empfindlichem Material angegangen wurden,
was der Öffentlichkeit aber tunlichst nicht unter die Nase gerieben wurde.
Einige "Genies" der Neuzeit fand die Vampiress unter den jungen Frauen und Männern,
bekannte Namen, die durch herausragende Fähigkeiten früh gefördert worden waren,
eben in solchen Einrichtungen konnten sie ihr Potenzial erweitern,
ohne in Angst leben zu müssen, dass man sie erheblich einschränken würde.

Ein paar Augenblicke später hatte die Untote einige andere Seiten aufgerufen,
ihre Priorität waren fürs Erste Hilfskräfte für den Wiederaufbau,
mit einer geschickten Handbewegung legte sie das Headphone an,
welches an einem Ohr verbunden mit einem Mikrofon ausgestattet über Sprachansage Nummern wählen konnte.
So war sie beidhändig noch frei und konnte nebenbei weitere Recherchen machen.
Binnen 3 h hatte sie die wichtigsten Einrichtungen und Anlaufstellen kontaktiert,
ihre Liste war indes stetig gewachsen und schien nach unten hin viel Platz zu haben,
sie machte sich nun aber an die möglichen Rekruten für Terra.

Die Akademie war tatsächlich sehr stark abgesichert,
und erst als ihre Leitung durchleuchtet worden war,
wobei man herausfand, dass sie eben direkt von Terra anrief,
gestattete man ihr, mit ensprechender Führung zu reden.
Das Gespräch dauerte eine Weile,
es folgten noch zwei, drei andere mit anderen Einrichtungen,
vornehmlich welcher der NGEO, aber auch normale Universitäten,
wo man bisweilen auch den einen oder anderen Glückstreffer landen konnte.
Schnell stellte sich heraus, dass Alexinara auch selbst dort auflaufen musste,
damit sie sich ein Bild von der Situation machen konnte.
Rasch war ein Transportflieger an der Hand,
den sie sich erstmal genehmigen lassen musste.
So flog sie in die Stützpunkte nach Spanien, Russland,
Grönland und Universitäten in Berlin, Wien und Bordeaux.
Nach knapp 4 h hatte sie auch das geschafft und war pünktlich wieder bei ihrem Vetrauten,
ein Stapel an Papieren begleitete sie, welche sie ihm geordnet hinlegte.

"Also folgendes ergaben meine Recherchen,
lass mich zunächst aufzählen welche helfenden Kräfte Terra zur Verfügung stehen...",


begann sie und schaute sich den ersten Zettel in ihrer Hand an.

"Eine Gruppe von Architekten, 5 Mann, hat zugesagt, an den Wiederaufbauarbeiten auf Terra teilzunehmen,
sie sind aktuell noch in einem anderen Zweig der NGEO tätig und könnten morgen früh anreisen.
Dazu bot das THW aus Deutschland seine Unterstützung für die Aufräumarbeiten mit schweren Maschinen an,
sie könnten heute Abend noch auf Terra sein,
Truppenstärke 20 Mann.
Weiterhin haben die Arabischen Emirate zugesagt, geldliche Mittel für den Wiederaufbau/Erweiterung der Forschungseinrichtungen zu lockern,
eine Delegation ihrer Drachenreiterstaffel wäre bereit, die Lufteinheiten für die kommende Zeit zu unterstützen.
Die Handwerkergilde aus Österreich möchte ebenfalls die Gebäuderestrukturierung unterstützen,
dazu gesellen sich Männer und Frauen aus der Schweiz.
Der päpstliche Sektretär sicherte mir zu,
dass der Vatikan die Bezuschussung der ISF-Mittel unterstützt,
ein Vertreter der vatikanischen Bank würde sich auf Wunsch hierher auf den Weg machen.
Multikonzerne aus Japan und China würden Arbeitskräfte zum Wiederaufbau hierher senden,
die Türkei stellt medizinische Mittel zur Versorgung der Verletzten bereit,
dazu kommt noch ein Versprechen aus den USA,
welches uns sofort entsprechende Hilfen im Bereich "Bewältigung von Traumata & Kriegsgeschehnissen" zusichert,
falls wir diese einfordern.
Ein Team von Entwicklern aus Indien würde sich in den Dienst Terras stellen,
damit die Vorkommen der letzten Tage aufgearbeitet werden können,
Forscher aus Australien würden ihre Hilfe anbieten, falls wir welche brauchen."


Zu jedem Angebot überreichte sie dem Magier entsprechende Zusammenfassungen mit passenden Einschätzungen von Effektivität und Nutzen,
evt. Forderungen und Zugeständnisse und mögliche Einsatzorte,
sowie Charakterprofile, falls diese nötig waren.

"Zu den Rekruten komme ich jetzt,
ich habe mir neben den NGEO Akademien auch normale Universitäten gesucht,
da man manches Mal auch da Talente finden kann.
Ich war bisweilen auch erfolgreich damit, einige Standorte habe ich selbst noch besucht.
Die Akademien in Spanien, Russland und Grönland haben an der Zahl insgesamt 100 mögliche Absolventen,
die im Verlauf des Monats auf Terra eingesetzt werden können,
dazu kommen noch an der Zahl weitere 80 Schüler und Schülerinnen,
die im kommenden halben Jahr auf Terra eintreffen könnten.
Weiterhin fand ich in den Universitäten in Berlin, Wien und Bordeaux noch einzelnen Individuen,
die sofort hierhin beordert werden könnten,
es sind klassifizierte junge Menschen,
welche bisher nur an der Uni waren und deshalb noch eine Militärische Ausbildung bräuchten,
an der Zahl sind es 10 Wesen mit zum Teil starken Fähigkeiten.
In der Reserve Terras haben wir knapp 150 Mann weltweit,
verbleiben noch 1500 klassifizierte Wesen, die keine militärische Laufbahn gehen wollten,
die Dunkelziffer bezüglich kampffähigen Wesenheiten ist deutlich höher",


beendete sie ihre Ausführungen und legte ihm die Charakterprofile der Menschen und Wesen hin,
es war genug Zettelkrams, den er in Ruhe lesen konnte,
oder gar direkt aus ihrem Kopf entnahm,
dann musste er nicht sonderlich Zeit dafür aufwenden.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 06-06-2012 15:18 PM

"My hotdog!"
"Wanna die?", knurrte Lor und fletschte die Zähne, als er sich umwandte und in Drohgebärde den Kopf hochriss. Aril Twin hob besänftigend die Pranken.
"Cut it out, I'm sorry. I'm sorry, okay?"
Das Blauhaar zischte knapp, folgte umgedreht weiter seinem Weg und ignorierte den Verfolger.
"Glad I found you. We have to help outside."
"As I guessed. Thanks, I'll head out when I'm ready and dressed."
"Take your time", grinste er ihm nach, blieb aber stehen.
Der Krasáne erwiderte nichts auf den unausgesprochenen Wortwitz mit dem Dress, also Kleid, und sah einfach zu, dass er möglichst bald in Uniform wieder unten war und schließlich mit nach draußen ging, um anzupacken.

Genau genommen trügte der Schein wohl, denn außerhalb der Mauern war schon einiges los um die Uhrzeit.
Lar wurde mit zum Hangar geschickt, wo sie sich mit Wasser und Eis nützlich machen sollte - Zitat: "There's a huge, dark skinned man, follow his instructions" -, während man Lors Größe in Drachengestalt mehr als begrüßte, um Schutt und Trümmer aufzuräumen oder diverse abgestürzte Flugzeuge noch zu bergen, was nicht bereits von Maschinen erledigt worden war.
Sie hatten gut zu tun, die Zeit verflog unbemerkt. Wenn der Wergepard sich manchmal in die Metallteile einschweißte dank seines Feuers, fand man sogar noch die ein oder andere Leiche, ob ganz oder nur teilweise...

Die meisten hier arbeiteten im Schichtdienst, sie kamen und gingen geregelt, oder verschwanden zwischendurch zum Essen, was an vielen Orten hinausgebracht wurde durch Helfer. Der Drache wühlte sich unterdes allein weiter durch die Schuttberge.
Abends musste man ihn wegjagen, damit er endlich sich zur Ruhe begab, statt weiter zu arbeiten. Die Sonne war schon lange untergegangen und die Dämmerung fast vorbei, abgewechselt mit der Nacht. Sie hatten einiges geschafft, aber es lag noch mindestens genau so viel Arbeit vor ihnen.
"Wanna have a candy? Some fresh goat or somethin'?" Aril saß gemütlich und furchtlos an der großen, dunkelblau geschuppten Drachenpranke, inmitten eines aufgeräumten Feldes, über das noch vereinzelt Leute huschten. Sein Nachbar lag gemütlich auf der Fläche, die Flügel ruhend am Körper.
"Goo'night!", rief jemand, der Anthro antwortete gleichauf und hob dazu die Hand, Lor grunzte nur.
"Stop kiddin' me."
"Okay, okay. But truely, you didn't ate anythin' the whole day."
"I don't need to eat or drink."
"Wow, some kind of "wonder race", eh? Didn't heard 'bout somethin' like this."
Der blinde Drache spähte über die Inselebene. "There are many things you 'll never know."
"Yeah, think so." Er stand auf und streckte sich ausgiebig, maunzte dabei einmal wie seine Großkatzenvettern.
"Aril?"
"Hm?" Er schaute auf.
"Why are you observing me?"
"Ya quite interesting", grinste der Soldat und ging. Sein Partner stand kraftvoll auf und streckte die Flügel.
"That's all, besides the instruction of doing so?"
"Yes. And no. Maybe I just want to know, who in hell you are."
"An E."
"I don't want to kill you, idiot", erwiderte der "Kleine" und klappste gegen die Kralle, die neben ihm auf den Boden aufkam, als der Drache vorbeischritt.
"Sometimes I feel like the whole world want to."
"Than maybe you can call me a friend? Someone who never want to?"
"That's what you say today."
"Man, ya really a soldier. Sometimes, there's somethin' called trust or loyalty, heard of it?"
"There's somethin' called New Light, heard of it? I couldn't trust my own men."
"Lor."
Der Drache stoppte abrupt, als die Katze sich ihm in den Weg stellte.
"You're on Terra now, with the NGEO, do you really think we're the same way like these bastards we hunt?" Er breitete die Arme aus. "Do you trust me? Someone who knows of your cat and don't say anythin'? Do you trust me?"
Ausdruckslos ging er vorbei. "Do you trust me?"
"I trust you. Even if you intend of chop of my nob." Ein leises kehliges Lachen drang über den verwaisten Platz, der nur noch vom Wind Geräusche erhielt, abgesehen vom Meeresrauschen.
"Why?"
"Lor, we're both animals, why do you ask a question of Mother Earth? What cracked you down this far?"
Der Dunkelblaue wandte sich rasant um, riss das Maul auf und brüllte dem Geparden direkt ins Gesicht. Eine kleine blaue Flamme knackte vor der Öffnung, nur ganz kurz. Unverfroren stand Aril immer noch da und hob nur die Braue.
"Want to play?"
Der Krasáne hob den Kopf und verzog die Lefzen zu einem Lächeln. "Good. Welcome aboard, buddy. But take care of callin' me somethin' silly."
"Somethin' what, hotwheel?"
Jetzt spie der Drache ihm doch blaues Feuer ins Gesicht, aber mit lautem Lachen teilte der Anthro das nur mittels seiner Fertigkeiten.
"Uh, really hot."
"Somewhen, I'll kill you, kitcat."
"Amen!" Aril Twin behielt seine Salutation bei, bis der Drache, der sich in die Luft geschwungen hatte, in Humanoide wandelte und schließlich zum Hauptgebäude hin verschwand. Er senkte die Pranke und schüttelte nur leicht den Kopf.
"Sometimes I feel like Mother Earth send me for you, crashed soul. Don't fear anythin', Norten Trendor did well choosing me for this job."



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 06-06-2012 15:42 PM

Die doch recht ausführlichen und detaillierten Informationen, welche die Vampirin ihm in seinem Büro vortrug, überraschten den Wächter. Er hatte weniger damit gerechnet, dass seine Vertraute in der kurzen Zeit soviele verschiedene Orte besucht hatte. Das war wohl entsprechend auch mit viel Stress verbunden.
"Das nenn' ich mal einen Bericht", lächelte er.
"Gut, dann wollen wir einmal sortieren..."

"Sämtliche mögliche 'Dauergäste', welche nicht aus den Akademien stammen, zum Beispiel Forscher sollten zunächst an die Personal-Abteilung weitergereicht werden. Diese werden jede Person für sich noch einmal gründlich überprüfen. Für die Locust-Insel können wir jede Menge dieser Leute gebrauchen...
Alle temporären Helfer wie Arbeitskräfte, oder Helfer des THW werden in den zivilen Anlagen untergebracht. Ich werde Anweisung geben, dass sie grundsätzlich die komplette Oberfläche, nicht jedoch die inneren Gebäude betreten dürfen, mit Ausnahme derer, die im zivilen Bereich liegen. Ausnahme besteht dann für alle die, welche sich in Begleitung eines ISF-Soldaten befinden.
Zu den Akademien pflegen wir ein recht gutes Kontaktverhältnis. Dementsprechend sollte ein entsprechender Hinweis an die Personaler genügen, dass sie dort sich die Verstärkung raussuchen.
Die Drachenstaffel sollte sich unter ein entsprechendes Kommando stellen. Diesbezüglich sollte ein Memo mit den entsprechenden Informationen an den zuständigen Leiter ausreichen. Er wird sich dann um alles weitere kümmern.
Die Architekten sollten neben Reparaturarbeiten auch insbesondere die zusätzliche Verstärkung der Verteidigungsanlagen Terras im Blick haben. Wir haben noch vergleichsweise viel Platz und entsprechende Möglichkeiten, um entsprechende Strukturen zu errichten. Dazu sitzt bereits ein Team dabei, die größten Schwachpunkte, welche sich im Gefecht gezeigt haben, zu analysieren und Gegenmaßnahmen zu entwerfen."

Der Magier machte sich einige Notizen, sandte direkt einige kurze Mitteilungen von seinem Rechner, ehe er sich wieder zu der Dame wandt. "Gute Arbeit. Als nächstes wird es insbesondere um Bedarfsanalyse gehen. Wir müssen sehen, wo wir die ganzen Helfer und Einsatzkräfte am ehesten brauchen, und wie wir das ganze am besten koordinieren. Dazu wird gerade ein entsprechender Schadensbericht erstellt, der jedoch zwar recht detailliert, aber auch recht lange benötigt. Könntest du ansonsten einmal rumschauen, und grob in Erfahrung bringen, wo was und wieviel benötigt wird? Es reichen mir vollkommen ungefähre Relationen, sodass insbesondere die Helfer des THW morgen nicht in der Luft hängen.
Ich selbst habe nachher noch ein Meeting mit den Leitern der einzelnen Abteilungen und dem Präsidenten. Es wird wohl dabei insbesondere um die Installation effektiver Raketenabwehrsysteme gehen... Schließlich können die nicht immer mich vorschicken", grinste er etwas.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 07-06-2012 09:52 AM

Alexinara nickte und hörte dem Magier aufmerksam zu,
als er geendet hatte, musste sie bei seinem Nachsatz grinsen.

"Ja, schließlich kriegen die deine Aufopferung nicht von der Steuer abgesetzt",


entgegnete sie und lachte,
bei seiner nächsten Aufgabe legte sich ihre Stirn in Falten.

"Okay, ich schau mir das mal an, bisher habe ich nur ein grobes Bild von der Zerstörung erhalten.
Wenn du noch das Meeting hast, sagen wir dann, du meldest dich, sobald du wieder Zeit hast?
Ich reiche dir dann den Bericht ein, einmal das Auge schweifen lassen sollte nicht das Problem werden."

Mit diesen Worten verabschiedete sie sich und ging nach draußen,
einiges wartete nun auf sie, vor allem eine erste Einschätzung der Lage.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 07-06-2012 15:24 PM

Es war relativ zeitig gewesen, als man das Bett aufgesucht hatte, vielleicht gegen zehn, aber trotzdem war Lor bereits gegen fünf wieder auf und suchte verzweifelt nach irgendwem, der ihm sagte, was zu tun war. Letztlich gab er auf und musste warten, bis die ersten Räumer draußen wieder ans Werk gingen. Das war laut seinem PDA erst gegen halb und um sieben.
Der Tag verlief nicht viel anders als der vorige und allmählich wurde es langweilig, aber das musste aufgeräumt werden, ehe der Betrieb wieder laufen konnte, also wenn er hier weg wollte - einfach mithelfen und zusehen, dass es schneller ging.

Gegen Mittag ließ sich etwas Kleines auf der Stirn des Drachen nieder, der sich beim Umwälzen von Metallplatten nicht stören ließ.
"Kommst du klar?"
"Ich bin erledigt." Müde kringelte die winzige Schlange sich haltsuchend um das Stirnhorn und wollte am liebsten gleich wegschlafen.
"Kann ich mir denken, das ist reines Krafttraining hier für dich, hm?"
"Kann man so sagen..."
Er verzog die Lefzen lächelnd. "Es ist schon okay, bleib' einfach hier."
Eine Weile schwiegen sie, er konzentrierte sich nur auf die Arbeit und reichte kleinere Teile den Menschen, während größere direkt weggeflogen wurden. Lor war immer noch fasziniert von dem riesigen Bereich unter der Insel, von dem er bisher nichts direkt mitbekommen hatte.
Von innen konnte man auch sehen, welches Ausmaß die Eisstützen hier annahmen im Bereich rund um den Hangar. Sein Ziel lag etwas tiefer, aber es reichte, die Teile im ersten Untergeschoss abzuliefern, wo die Einflugschneise auch groß genug war.
Zwischendurch sah er irgendwo auch die Frau, die Psi, der er eigentlich helfen wollte, wieder auf die Beine zu kommen, damit sie seine Zulassung und sein D garantiert, aber mittlerweile war das hinfällig geworden, glücklicherweise. Er hatte nicht mehr viel zu schaffen mit den Leuten, lediglich mit Aril oder Sean, den Köchen... Der Kreis war klein. Eigentlich war er hier ziemlich einsam und verlassen, zwischen den vielen Menschen und Wesenheiten, einer von vielen, ein Außenseiter noch dazu. Was das noch werden sollte.

In der Zwischenzeit war Lar tatsächlich eingeschlafen, gut genug fest gewickelt an dem Horn, dass sie dennoch nicht herunterfiel. Ein bisschen Wehmut befiel den Krasánen, seine beiden Vertrauten waren irgendwo verschwunden, beide mit allen Händen voll zu tun, und er spürte, dass ihn die menschliche Energie der Umgebung langsam psychisch müde machte.
Eine stabile Gedankenverbindung war rasch gebaut und sein Gegenüber zuckte nicht einmal, als es ihn erreichte.
//I need to go.//
Der Wergepard machte einfach weiter. //To where?//
//Doesn't matter, somewhere without humans.//
//Are they harassing you?//
//Kinda. Their presence makes me mad somehow. Sick.//
Jetzt merkte Aril doch auf. //Hm, ya live only with energy given from above, so their energy is not good for you, permanently?//
//Got it.//
//What happens if you can't go? Would you be driven crazy?//
//I would collapse.//
Die Katze grinste. //I don't want to carry a fuckin' huge dragon like you are! Go, I'll vouch for you, but come back at evening lately!//
//That's really okay?//
//If not, I'm only little shorter, not a problem.//
//Without head and mouth, you can't say anythin' anymore...//
//Don't even think about it, morron, I'll follow you through hell if you try to shut me up.//
Ein kehliges, grollendes Lachen tönte über die Ebene, während der Blaugeschuppte davonflog und Terra mit raschen Schwingen hinter sich ließ.


Die Sonne war der einzige Zeitanzeiger dieser Stunden. Erst spät nach ihrem Untergang, weil sie zur jetzigen Jahreszeit eh sehr früh verschwand, machte Lor sich auf den Rückweg. Der Ausflug an die französische Küste war definitiv notwendig gewesen und es hatte erfrischt. Gesehen hatte ihn niemand, maximal irgendwelche Satelliten oder sonstige Anlagen, aber da nichts weiter passiert war, sollte das alles in Ordnung gehen. Die Gewissheit, jederzeit unter Kontrolle zu stehen, erinnerte ihn an die letzten Jahre und machte ihn krank, aber resolut schob der Dunkelblaue das beiseite und folgte seinem Kurs, ignorierend, dass er unter ihm sämtliche Lebewesen an ihrer Aura erspähen konnte, die dort herumschwammen. Einer der Nachteile dieser Blindheit...
Zum Glück kannte man ihn jetzt auf Terra gut genug, als dass statt Fragen und Drohungen nur Begrüßung kam und ein laut gerufenes "Das müsste noch da hin" von den Leuten, bei denen er grazil landete. Es waren die letzten Zuckungen eines weiteren Tages nach den Angriffen und es sah schon deutlich besser aus, was die Aufräumarbeiten anging. Sie schafften noch ein zwei Trümmer zur Seite, ehe man sich schon verabschiedete und auch ihn in den Feierabend entließ.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 07-06-2012 19:15 PM

Es waren bereits alle anderen geladenen Personen anwesend, als der Leiter der ISF zu der Besprechung eintraf. Der Magier schloss hinter sich die Tür, ehe er sich auf den letzten freien Stuhl setzte.

"Good, now we are complete. Today we will talk about defense measures for Terra against multiple threats", begann der Präsident direkt.
"You mean especially against ABC-Weapons?", entgegnete direkt einer der Truppenleiter.
"Yes. As we all know, our enemy has build some kind of shielded and very fast intercontinental missile. Luckyly we haven't got much damage from them, but we should prepare."
Norten Trendor stand auf, und schritt zum Pult innerhalb dem Beratungsraums, wo bereits ein Laptop vorbereitet war. Dieser wiederrum war mit einem Beamer verbunden, der nun ein paar Standbilder der Drohnenkameras des ersten Raketenangriffs zeigte.
"This weapon has a maximum speed of approximatly 3 km/s. Our researchers think that theirfore the mainly concentration of the shieldpower is at the front. Because of its speed it is difficult to hit it from behind. Another point is, that the shield and the engine seem to have the same energysource."

"So they must have a huge amount of magicpods, hm?", sprach ein älterer Veteran.
"For a shield power and speed like this, the equal amount of our magicpods are 90 til 120", fügte Raphael an. Ein "magicpod" ist dabei eine größere Energiezelle, die magische Energie speichert. Diese Entwicklung ist einer der Gründe der doch recht guten finanziellen Lage der NGEO, wurde sie doch hier entwickelt und patentiert.
"How did they get so many?" - "An examination is running about this. But more important now is how to defend effectivly against multiple missile attacks, and also defend other bases and structures our organisation."
Einer brüllte direkt herraus: "What about our laserturrets?" - "For Terra this is an option, but this installations consumes a high amount of energy. Even so they aren't good for minor bases of us."
"And also you can't use them very well at fog", ergänzte der Veteran von zuvor.
"Any other suggestions?"
"What about the M-200R, the shielding breaking missiles?" - "They are too slow right now. If we could them fly as fast as the enemy rockets, I would agree... But so an attacking missile would detonate to close to the installation, which is under attack."

"Hm, and what is with the classic way?", warf Raphael ein.
"What do you mean?"
"I think about direct shooting with electromagnetic accelerated projectil-bundels, like shotgun shrapnels. This could also be an effective measure against multiple missiles, which comes from the same direction. To make them most effective, we should use a modified version of the M-100 shielding breaking bullets -"
"Their we have the same energy and effetivness problem, as with the lasers", unterbrach ihn sein direkter Nachbar.
"Not exactly. Some points are better. For example you can use this weapon while fog is present, and one shoot doesn't need that much energy. As a basic-design we could use the american railgun. A magnet-based gun could also be used with some cat C or D people, who has lightning-skills", erklärte er weiter.
"As long as we don't have faster missiles, this could really be an option. It doesn't need so much material and building time."

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Kurz, nachdem die doch noch länger gewordene Beratung sein Ende fand, in welchen man noch einige für und wieder, sowie mögliche Aufstellungsplätze für feste Installationen auswählte, war der Leiter der ISF noch in das Büro das Präsidenten bestellt worden.
In der Unterhaltung ging es hauptsächlich um die aktuelle Lage, sowie weitere Schritte. Die Idee einer Cat E Truppe wurde ebenso angestoßen. Norten versicherte dem Magier einmal vorsichtig in Erfahrung zu bringen, inwiefern die aktuellen Mitglieder der UN und NATO bereit wären, solch eine Gruppe in offiziellen Händen zuzulassen.

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Der nächste Tag begann recht ruhig. Die meisten Bewohner der Insel machten dort weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten. Am frühen Mittag trafen auch die ersten Hilfskräfte ein, welche dank der Berichte Alexinaras direkt an die Arbeit gehen konnten.
Aufgrund dessen, dass das gröbste bereits geschafft war, und nun zusätzliche Entlastung für Mensch und Maschine zur Stelle war, wurden auch wieder einige 'normale' Einsätze geflogen.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 08-06-2012 11:24 AM

Es war später Abend gewesen,
als die Vampiress mit ihrem fertigen Bericht das Büro Raphaels betrat.
Es waren an der Zahl nur 3 Seiten herausgekommen,
welche die wichtigsten Bauvorhaben aufzeigten.
Nach einer kurzen Begrüßung stellte Alexinara ihre Recherchen vor.

"Ich habe den Spaziergang gewagt und folgendes ermittelt:
Die Trümmer der Schlacht, von Gebäude oder maschinellen Einheiten,
sind beinahe komplett weggeräumt,
voraussichtlich 2 Tage noch und man kann mit den eigentlichen Aufbauarbeiten beginnen.
Vornehmlich größere Trümmerteile und Kleinschrott sind noch zu finden,
aber die Arbeiten laufen koordiniert ab und das Material wird schon verwertet,
oder gar von der Insel geschafft, um keinen Platz zu verschwenden.
Der Hangar hat den größten Schaden erlitten, gerade wird er noch von Eissäulen gestützt,
das Dach ist komplett zerstört und die Träger unkomplett,
permanente Stützsäulen müssen angeschafft und installiert werden,
die Frage ist nur, ob man das Gebäude dann nicht komplett in Stand setzt.
Das Rollfeld ist so kaum zu erkennen, es muss neu asphaltiert werden,
der Asphalt würde dann hier angeliefert werden, die Maschinen dafür müssten wir entleihen.
Die Parkanlagen und das Trainingsgelände sind vollends zerstört,
für die Grünanlagen wäre eine Truppe ausgesuchter Gärtner und Landschaftsarchitekten gar nicht mal verkehrt,
das Trainingsgelände mit seinen Spezialausstattungen muss ersetzt werden.
Die Gebäude um den Krankenbereich herum sind kaum beschädigt,
ein Helikopterabsturz im Wellnessbereich hat die rechte Seite des Gebäudes zerstört,
dazu kommen etwaige Schäden an Rohrsystemen und Versorgungsleitungen direkt unter der Oberfläche.
Die Umzäunung Terras ist an einigen Stellen weg, die Zäune müssen erneut in Auftrag gegeben werden,
dazu kommt noch eine Schädigung im hydraulischen System im Untergeschoss,
wodurch Fahrzeuge an die Oberfläche gebracht werden konnten,
die Ersatzteile müssen besorgt werden.
Ausbesserungen an den Gebäudefassaden und das Ersetzen der Boden und Flugeinheitenabwehrsysteme wird den Löwenanteil ausmachen,
davon ist kaum mehr was auf Terra zu finden.

Kurz gesagt ein Gebäude braucht eine Komplettsanierung,
alle anderen müssen ausgebessert werden,
der zerstörte Abschnitt des Wellnessbereiches muss auch renoviert werden.
Die Hilfstruppen würden erst beim Abbau der zerstörten Teile/Trümmer gebraucht,
dann beim Wiederaufbau der Anlagen eingesetzt werden."


Sie beendete ihre Erzählung und reichte ihm die Zettel,
etwas müde wirkte der Magier schon,
Alexinara vermutete, dass er einiges besprochen hatte mit seinen Leuten.
Sowieso würde noch mehr auf ihn zukommen,
nur welcher Art, das wusste sie nicht.

"Sag, bei dir alles in Ordnung?",


stellte sie vorsichtig die Frage und ging um seinen Schreibtisch herum,
ihren Kopf lehnte sie an seine Schulter,
ihr fehlte etwas die Nähe zu ihren Vertrauten.
Lor hatte sie auch nur kurz gesehen an diesem Tag,
er schien ebenfalls tatkräftig mitzuhelfen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 08-06-2012 13:02 PM

(Abend zuvor, Büro Raphael's)

"Ja...", antwortete der Magier knapp.
Der Bericht war ausführlich genug, um auch die nächsten externen Arbeiter einzuholen. Die starke Beschädigung des Hangars gab ihm allerdings zu denken. Es sollte dort wohlmöglich eine zusätzliche Doppelwandige Verstärkung angebracht werden, sowie mehr tragende Einheiten als zuvor. Wenn schließlich das Dach des Gebäudes einmal einstürzen sollte, so könnten auch die Lastfahrstühle aus den unteren Ebenen nicht mehr herrauf.

"Du solltest dich die kommenden Tage wieder um das Hospital kümmern. Auch wenn ich glaube, dass die meisten leichteren Verletzten unlängst entlassen sind, so werde wohl noch einige schwierige Fälle dort lauern. Und da ab morgen wieder reguläre Einsätze geflogen werden, könnte sich die Anzahl der Verwundeten erhöhen."

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(Tag 2 der Aufräumarbeiten)

Es gab größere finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau und Aufrüstung der Truppen weltweit. Insbesondere da viele Großmächte sich ohnmächtig gegenüber der mit Schilden ausgestatteten Atomwaffen sahen. Entsprechend gab es auch die Erwartungshaltung mögliche Fortschritte in Forschung und Entwicklung in dieser Richtung mit den Mitgliedstaaten der UN zu teilen.
Allein die externen Förderungen beliefen sich auf rund fünf Milliarden Euro. Laut den ersten Kalkulationen zum Thema Schadensreparatur würden rund 300 Millionen in Wiederaufbau, Instandsetzung und Verbesserung bestehender Anlagen gesteckt. Weitere 300 gehen in die militärische Aufrüstung der Insel durch zusätzliche stationäre Installationen.
Davon unabhängig gehen allein zwei Milliarden direkt in die Forschung, davon ein Großteil in Projekte zur Verbesserung der Raketenabwehr. Aber auch das spezielle 'New Light Siegel-Halsband' hatte reges Interesse hervorgerufen. Weitere 1,5 Milliarden wurde für die militärische Raketenabwehr-Aufrüstung aller sonstigen NGEO Anlagen eingeplant. Darunter hauptsächlich Akademien, aber auch andere Basen wurden dabei bedacht.

Insgesamt wurde sehr großzügig geplant, wobei stets das Motto 'Zeit ist Geld' galt. Funktionierende Raketenabwehrsysteme, und seien es auch nur Provisorien, benötigte man schnellstmöglich weltweit. Die Pläne bezüglich einer modifizierten Railgun wurden bereits anderen Staaten kommuniziert, sodass selbige bereits Vorbereitungen zum Bau entsprechender Geschütze treffen konnten. Indessen hatte man die Forschungsabteilung neu gegliedert, und die verschiedenen Themen neu priorisiert. Zunächst war eine Entwicklung von Shrapnel-Munition auf Basis bestehender Schilddurchdringender Munition äußerst wichtig. Allein dafür und eine direkte Produktion stellte man ihnen ein Budget von über zwei Millionen für die nächsten sieben Tage bereit. Darin enthalten sollte auch eine erste Lieferung entsprechender Munition sein. Spätestens in 14 Tagen sollte man eine funktionierende Produktionsstrecke vorweisen und die Shrapnel-Projektile an sämtliche Länder liefern können.
Dabei galt auch wieder: Lieber provisorische, suboptimale Lösung zuerst, und später ausgereiftere Versionen nachreichen.

Ein weiterer großer Anteil an den Fördermitteln floss direkt in die "akquise" der Locust Insel. Dafür war eine halbe Milliarde geplant.
Nach den ersten Gesprächen bezüglich der Zukunft der Insel hatte man entschieden sie vollends zu erforschen, und als eine Art "Begleitschutz" direkt bei Terra an einer strategisch günstigen Position zu nutzen. Ebenso wurde überlegt aufgrund der Bewegungsfähigkeit des Objektes es ebenso für große Landungsoperationen zu nutzen. Truppen und Material konnte die Insel schließlich mehr als genug transportieren.


Es lief an diesem Tage insgesamt wieder mehr alles in geregelten Bahnen, als zuvor. Ab und an sah man Truppentransporter ausrücken und zurückkehren.


(Vorschlag an alle: Zeitsprung von zwei Wochen?)


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 11-06-2012 14:48 PM

Alexinara hatte sich nach der kurzen Unterredung mit Raphael wieder in ihr Zimmer begeben,
an sich hatte er Recht, mehr als auf der Station arbeiten konnte sie nicht tun,
auch wenn Diego ihr die Auflage gegeben hatte, erstmal nicht zu erscheinen.
Sie ließ den Tag noch in Ruhe zuende gehen und besah sich nochmal den Fortschritt der Aufräumarbeiten,
man merkte immer deutlicher, wie sehr alles ineinader überging,
Hand in Hand, beinahe zu harmonisch fasste jeder mit an.
Auch wenn der Schlag von New Light erschreckend gewesen war,
irgendwo hatten alle gemerkt, dass sie nur gemeinsam gegen diesen Feind angehen konnten.

Recht schnell hatte sie den Dingo davon überzeugt, arbeiten zu können,
ohnehin hatte er kaum eine Wahl gehabt, da Alexinara erstens entschlossen war
und zweitens auch die Anzahl der Verletzten als Argument hatte.
Zwar waren inzwischen viele raus und wieder einigermaßen gesund,
doch die schwereren Fälle hatten noch einige Tage,
gar Wochen dort zu verbringen.
Um die Vampiress zumindest noch etwas zu schonen -
zumindest war Diego der Überzeugung erlegen,
dass er sie schonen musste -,
verdonnerte er sie zum Dienst auf Normalstation,
wo sie nicht mit den Intensivpatienten in Kontakt kam.
Aber auch darüber war Alexinara mehr als glücklich,
so konnte sie immerhin etwas machen und musste sich nicht langweilen.

(Ja den Zeitsprung können wir gerne machen Smile )


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 12-06-2012 06:44 AM

Allmählich gewöhnte der Krasáne sich an ein Leben ohne Aufträge, Missionen, Mord und Totschlag, kam etwas zur Ruhe und ging lächelnd weiter dem Werk nach, in Großform den Aufräumern zu helfen, oder später den Kleinkram mit zu machen, Botengänge auf vier Pfoten zu erledigen - daran hatten die Leute sehr schnell Gefallen gefunden bei Feststellung seiner hohen Geschwindigkeit, nicht nur im Außendienst, aber innerhalb der Gebäude wurde es schnell verboten, weil die Krallen des Tieres beim Ecken schneiden zu harte Spuren hinterließen -, oder sich schließlich wieder ins Training mit seinen Handfeuerwaffen zu stürzen, um an dieser Stelle weiterzukommen.
Sean sah er dabei nicht, der war wohl auf Mission raus, und auch Aril hörte er mindestens anderthalb Wochen nicht mehr. Wer nicht hier gebraucht wurde, war schon wieder unterwegs auf dem Schlachtplatz namens Welt.
In der Zwischenzeit hatte er wenigstens auch ab und zu von Raphael gehört, ihn auf dem Gang getroffen, oder war dessen Bitte nachgefolgt, mit auf einen Nacheinsatz in Austin zu kommen, der allerdings absolut unspektakulär ohne Erfolge ausging, weil New Light die Basis dort natürlich längst geräumt und-oder unbrauchbar gemacht hatte.


Es war jetzt sicher an die zwei Wochen her, seit die schwimmende Insel - Locust oder so, komischer Name - Terra angegriffen hatte. Lor hatte sich unlängst in der Küche zurück eingefunden, wo man ihn mehr als willkommen geheißen hatte, freundlich oder auch dankbar, weil sie mitunter durch die Hilfskräfte, die mit versorgt werden mussten, sehr viel mehr zu tun hatten.

Der Tag war ruhig verlaufen bisher, keine Meldungen von oben, keine von Aril, die Küche war erledigt, und alles, was dem Blauhaar gerade blieb, war die Überlegung, ob er den Springer vorziehen oder mit dem Läufer den gegnerischen Turm plattmachen sollte. Ein überlegenes Grinsen zierte sein Pokerface. Die Uhr an der Wand zeigte halb zehn abends.
"What ya plannin'?" Sein Gegenüber musste gleichfalls grinsen.
Gestern war Sean endlich wieder eingetroffen, hatte wohl eine längere Aushilfsmission in einem "normalen" Kriegsgebiet gehabt, und heute Abend fand man die Zeit, gemütlich beieinander in der Lounge zu sitzen und sich im Schach zu raufen.
Ein anderer stützte das Kinn in die Hände, die Ellenbogen auf die Knie, und besah sich die Partie. "I know this face..."
"Yeah, seems that I'll lose within three turns."
"Maybe", grinste der Krasáne und schlug den Turm.
Und Lar? Die hatte man mit ihrem heilenden Wasser, nachdem man sie irgendwann gefragt hatte, was sie konnte - sozusagen -, auf die Krankenstation gebracht und eingesetzt. Soweit er wusste, war sie dort wohl auch rasch auf Lexia gestoßen, die ja dort hauptamtlich arbeitete. Er hoffte, dass sie ihr einiges an Theorie nebenbei vermitteln konnte, oder sie einfach bei der Hand nahm, wenn es kein anderer tat, und sie einsetzte, wo man sie brauchte, und sei es nur zum Kühlen von akuten Wunden.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 12-06-2012 09:02 AM

Während der letzten 14 Tage gab es viel zu tun. Hauptsächlich organisatorische Arbeit lag an, aber auch der eine oder andere kleinere Einsatz seiner speziellen Fähigkeiten. Beispielsweise bei der Schnellreparatur der Hebebühne im Hangar konnte er dank Levitation schnell und gezielt an einige recht verwinkelte Stellen kommen.
Aufzuräumen gab es nichts mehr, viel wurde nun Instandgesetzt oder auch verbessert. Hier und dort sah man bereits Gerippe von neuen Gebäuden.
Die ersten Lieferungen mit den M-150 Shrapnel Kugeln waren ebenso bereits getätigt. In Tests hatten sie eine bessere Wirkung, als erwartet. Es wurde nun dahingehend geforscht den Streuradius zu dezimieren, damit möglichst viele Projektile geradeaus flogen.

Gleichzeitig hatte der Magier über die Zeit den einen oder anderen Außenposten, Botschaft, Akademie und auch Basiseinrichtung der NGEO besucht, um dort mit lokalen Vertretern strategisch günstige Positionen zur Installation der modifizierten Railguns als Berater zu dienen. Der dabei problematischte Standort war einer in Südamerika. Von Gebirge umgeben war er gut gesichert vor konventionellen Angriffen und teilweise auch Artellerie Feuer, aber ballistische Raketenabwehr war dort äußerst schwierig. Im Endeffekt entschied man sich für eine Mischung aus Forschungsprojekt und Alternativlösung: Ein ausfahrbarer Turm, mit einer Gesamthöhe von über 200 Metern. Dabei sollte mit speziellen Industriefedern eine gesicherte Waffenplattform am Boden sehr Rasch nach ganz oben gebracht werden können, um von dort über das Gebirge hinweg Feuern zu können.
Da der Standort insgesamt als nicht sonderlich gefährdet eingestuft worden war, hatte man hier auch Zeit für etwaige Installationen.

Zeitungen und Nachrichten waren inzwischen voll mit Meldungen über den Atomangriff auf Terra. Hier konnte man ihn nicht so gut 'vertuschen', wie beim ersten Mal. Da die Presse irgendwie Wind davon bekommen hat, berichtete man gleichzeitig davon, dass man erfolgreiche Abwehrstrategien habe, die derzeit ausgebaut würden und an denen zahlreiche Länder der Erde beteiligt sind.
Aufgrund dessen, das selbst hoch dotierte Wissenschaftler nur geringste Mengen an radioaktiver Strahlung nachweisen konnten, hatte man dies geglaubt. Solche Nachrichten sollten die Bevölkerung beruhigen.
Die ganze Aufmerksamkeit hatte noch einen netten Nebeneffekt: Einige Kernphysiker und Nuklearwissenschaftler bewarben sich bei der NGEO um einen Posten.

Ein Einsatz in Austin, an welchen auch Lor, sowie das Squad D teilnahmen stellte sich als vollständiger Fehlschlag herraus. Die Basis gleichte einer Geisterfabrik, sämtliche nützlichen Informationsquellen waren entweder verschwunden oder unbrauchbar gemacht worden.

Die 'frei gewordenen Stellen' mussten ebenso wieder besetzt werden. Hier und da tat das bereits das Personaldepartment, doch für Verstärkung aus den Akademien wollte er auf von ihm geschätzte Meinung zurückgreifen können.
Daher war es kaum verwunderlich, dass er sowohl Lor als auch Alexinara zu sich ins Büro via PDA-Message bestellte.

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Als sie schließlich eingetroffen waren, lächelte der Schwarzgewandte ihnen freundlich zu, und bat sie sich doch zu setzen.
"Wir haben uns lange nicht mehr so ruhig sprechen können, seitdem der Angriff auf Terra erfolgte. Wie geht es euch zwein?"

Nach einigem Smalltalk und Beredung der letzten Ereignisse kam er zu seinem eigentlichen Anliegen.
"Wie ihr sicherlich wisst, haben wir im Kampf auch einige Verluste erlitten. So traurig es auch ist, die freien Stellen müssen wieder besetzt werden. Gleichzeitig wurde unser Militärpersonaletat verdoppelt. Das bedeutet, wir könnten potenziell unsere Streitkräfte hier auf Terra ebenso auf die doppelte Anzahl erhöhen.
Allerdings fehlt es mir persönlich an guten Einschätzungen. Daher habe ich eine Bitte an euch: Würdet ihr für einen längeren Zeitraum, zunächst eine Woche, euch zu den großen Akademien der NGEO begeben und dort aktiv Ausschau nach guten Leuten halten? Es ist mir dabei vollkommen gleich, ob ihr zwei dabei an dieselbe Akademie geht, oder verschiedene besucht. Ebenso ließe sich für euren Aufenthalt sicherlich Positionen als Dozenten finden. Ihr habt schließlich einiges an Praxiserfahrung. Die könntet ihr definitiv auch an die 'nächste Generation' weitergeben.
Wenn ihr einverstanden seid, muss ich lediglich ein Anruf tätigen, und die Maschinen werden Startklar gemacht. In ihnen würdet ihr alle weiteren Informationen finden. Was sagt ihr?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 12-06-2012 15:35 PM

Die Zeit verging wie im Fluge, als Alexinara auf Station ihren Dienst ableisten konnte.
Irgendwann war auch Lar dort eingesetzt worden,
die Vampiress vermutete, nach den größeren Aufräumarbeiten,
wonach sie sie erstmal an die Hand genommen und eingearbeitet hatte.
Ihre Heilfertigkeiten und die Fähigkeit, sehr effektiv Wunden zu kühlen, waren heiß begehrt,
nebenbei brachte sie ihr praktisches Anwendungswissen zu den technischen Geräten und dem Stationsablauf bei.
Es war ein gutes Zusammenspiel und nach den Aufregungen der ersten Tage wurde die Station zunehmend ruhiger,
nur vereinzelt wurden Verletzte eingeliefert,
da die Einsätze zunächst keine größeren Gefahren umfassten.

Irgendwann, es mochten gut zwei Wochen gewesen sein,
ließ Raphael sie und Lor in sein Büro kommen.
Nach einer ausgedehnten Gesprächsrunde unterbreitete er dann seine Idee.

"Wir als Dozenten an ner Akademie?
Ich bin glatt dabei",


kommentierte sie dabei gelassen und grinste,
das Akademieleben unsicher zu machen war sicher reizend,
vor allem, da sie eh Lehreinrichtungen liebte.
Dazu kam noch die Kenntnis hinzu,
dass sie von zwei einzigartigen Akademien wusste,
die in einem Pilotprojekt auch Vampirklassen untergebracht hatten.
Und genau das wollte sie nun mal in Natura sehen,
vor allem, weil es sie unheimlich interessierte.

"Dann mach den Flieger klar für die "U.S. Academy of Eagles" in New York,
denn dahin möchte ich, um mich der potentiellen Kräfte anzunehmen.
Wenn du mich als Dozent unterbringen willst, dann nutze meine Fachkenntnisse im Bereich Medizin & Medizinwisssenschaft,
ich werde denen einiges beibringen können,
natürlich kannst du meine magischen Fertigkeiten ebenfalls implementieren.
Und wie schauts bei dir aus, Lor?",


meinte sie noch und zwinkerte ihm zu,
in ihrem Inneren herrschte endlich wieder Aufregung,
sie hatte schon fast befürchtet, nichts mehr Spannendes zu erleben.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 12-06-2012 21:11 PM

Zuerst war der Krasáne etwas geplättet, aber er fing sich schnell und verfiel unlängst in die gleiche Aufregung, die auch seine Nachbarin erfasst hatte.
"Das wäre ja mal etwas, ich habe zwar bislang vor allem Waffentraining mit anderen vollführt, aber auch mündlich bereits gelehrt. Schauen wir, was daraus wird." Er nickte fröhlich und wackelte etwas mit der Schweifspitze. Im Kopf rauschten Jahre an Erinnerungen in Sekundenbruchteilen durch. Es reizte ihn, vielleicht etwas mehr in die französische Richtung zu gehen, da gab es sicher auch bei Paris eine Einrichtung, aber noch mehr zog es ihn -
"Ich möchte mir die Ac in Japan anschauen. Und sehen, wie sich das Land innerhalb der letzten Jahre verändert hat..." Sein Blick ging ins Nirgendwo. Es war wirklich lange her, seit er das letzte Mal diesen Boden betreten hatte, abgesehen von dem kürzlichen Einsatz, der ja irgendwo im Niemandsland gewesen war.
"Unterrichten kann ich vor allem auch Magie, da haben die sicher Verwendung für mich, oder - irgendwas. Improvisation", lachte er und bewegte die Ohren leicht, seine Augen kehrten zum Blick seines Gegenübers zurück.
"Ich werde noch fix mit meiner Schwester sprechen, dann kann ich auch schon los. Wann geht's los? Und kann ich in dieser Gestalt bleiben? Worauf kommt es genau an, was ist wirklich oder sonst noch zu tun, außer dem Durchchecken der neuen Rekruten vor Ort?" Mit der letzten Frage schwang ein "Ich bräuchte vielleicht eine Checkpunktliste" mit.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 12-06-2012 22:33 PM

"Gut, ich werde dann die Flieger soweit vorbereiten lassen für die Ziele USA und Japan." Der Magier machte sich kurze Notizen.
"Lor, was eine Todo angeht vorweg eines: Willst du Lar nicht mit dir nehmen? Eine Begleitung sollte nicht das Problem sein. Japan besitzt zwar immernoch eine hohe Bevölkerungsdichte, ist aber ebenso umgeben vom Meer. Möglicherweise hat man dort auch seinen... nötigen Auslauf", merkte er an.
"Deine Gestalt sollte das geringste Problem sein. Wenn man dich ankündigt ist das sowieso nicht das Problem. Bitte stellt sicher, dass ihr vorher noch einmal zur Verwaltung geht. Der elekttronische Chip auf euren Sicherheitsausweisen wird dann mit ein paar zusätzlichen Informationen und 'Berechtigungen' versehen, damit ihr die nötige Befugnisstufe habt, um euch entsprechend frei auf dem Gelände zu bewegen.
Insgesamt wird es wohl eine mehrteilge Arbeit sein. Zum einen erst einmal die Lage checken, aktuelle Großprojekte sich ansehen, sowie ein Überblick über die Schulgemeinschaft erhalten, anschließend sich mit den unterschiedlichen Fachgebieten der jeweiligen Akademie auseinandersetzen, dann sich in die eine oder andere Unterrichtseinheit einschmuggeln. Ich denke Praxiserfahrung aus echten Kämpfen mit New Light ist interessanter Unterrichtsstoff", lächelte der Wächter.
"Insgesamt geht es auch darum weniger auffällige Schüler, die möglicherweise nur mittelmäßig wirken, auch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Schließlich könnten diese bislang unentdecktes Potenzial bieten, wenn man sie nur mal richtig 'anfässt'.
Verpflegung und Unterkunft gibt es vor Ort. Kommt erst einmal gemütlich dort an, ihr könnt euch auch die Stadt ansehen. Anschließend seht ihr zu, dass ihr sei es als Hospitanten, oder als Dozenten euch den Schülern etwas nähert.Alles weitere liegt dann erst einmal bei euch. Wenn ihr sonst Anliegen habt, könnt ihr mir eine Nachricht zukommen lassen auf den einen oder anderen Weg."

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Es war kurz nach 10 Uhr morgens. Die Flieger waren unlängst gestartet mit besonderen Passagieren. Eine jede Maschine an ein anderes Ende der Welt. Alles lief wie erhofft.
Derweil hatte er einen Bericht über die Untersuchung der gelöschten Filmfestplatten vor sich, auf denen sonst die Aufzeichnungen der Kameras des speziellen Behälters, Mimics Ruhestätte, hätten sein müssen. Die IT-Spezialisten konnten keinerlei Daten wiederherstellen und führten dazu auch die Vermutung an, dass die komplette Hardware ausgetauscht wurde, anstelle sie zu löschen. Demnach konnte man auch nichts finden.
Offensichtlich hat derjenige genau gewusst, was er tat.

Es klopfte. Die blauhäutige Sekräterin betrat das Zimmer. "Excuse me, mister Liskor, may I ask you something?"
Die Gesichtszüge des ISF-Leiters entspannten sich, und er winkte die Aquarianerin zu sich heran. "It is good, that you have a business to do with me. Otherwise I would have forgot about one thing, what I want to talk about with you."
Rezlan schaute fragend, nachdem sie die Tür geschlossen hatte. Spontan wechselte Raphael die Sprache.
"Aber zunächst zu eurem Anliegen. Was gibt es?"
"Ich frage nur ungern, aber könnte ich für die nächsten zwei Tage Urlaub bekommen? Ich weiß es ist sehr kurzfristig, aber..."
"In Ordnung", unterbrach Raphael sie direkt. "Sie müssen sich nicht erklären. Jeder braucht mal etwas Urlaub, und sie haben mir in den letzten Wochen und Monaten gute Dienste geleistet. Zudem... wollte ich ehrlich gesagt sie selbst fragen, ob sie nicht eine Woche Urlaub nehmen wollen."
Leicht perplex schaute die Blauhäutige. "Wollen sie denn gleich eine ganze Woche einmal Ausspannen? Nach dem Stress insbesondere der letzten Tage haben sie sich Erholung verdient. Und nebenbei... kümmere ich mich um meine Leute."
"Das passt mir, ehrlich gesagt, ganz gut."
"Wunderbar, dann ist es beschlossen. Legen sie mir, für die Formalitäten, einfach das entsprechende Dokument hin. Dann machen sie bitte noch ihre Arbeiten, insbesondere noch die letzte Zwischenbilanz der Schwermaschinenarbeiten, und dann können sie um 4 Feierabend machen. Ich organisiere einen Hubschrauber zum Festland für sie. Er soll sie dort absetzen, wo sie hin wollen."
"Danke sehr, Herr Liskor."
"Rezlan, eines noch..."
"Hm?"
"Wenn es ihnen nichts ausmacht, würde ich gerne auf das 'du' wechseln... Ehrlichgesagt stört es mich schon etwas länger sie stets mit ihrem quasi Vornamen anzusprechen und gleichzeitig von ihnen so... förmlich behandelt zu werden."
Ein Lächeln umspielte ihre unmenschlichen Züge, und nickte nur zustimmend.

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Es war dunkel geworden. Die Uhr zeigte 21:32 Uhr. Sein Telefon klingelte, laut Anzeige war es Norten Trendor.
Er hatte bereits ein leicht mulmiges Gefühl, als er abnahm. Die knappen Worte, die direkt über das Telefon kamen, waren schnell und eindeutig... Es war eine Warnung.


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 13-06-2012 06:45 AM

"Das... wäre auch eine Variante. Das wird Chaos, aber okay", lächelte der Krasáne knapp und erwartete noch den Rest der Dinge, bevor man sich verabschiedete.



(Nur zu der Frage, Rest kommt dann wie immer in Reihenfolge Wink Lexia kann normal aufbrechen, sodass ich nachziehe.)


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 13-06-2012 17:11 PM

Schnell waren die letzten Dinge geklärt und die Flugmaschinen einbestellt,
kaum wenige Stunden später verabschiedeten sich die drei am Flugplatz,
der langsam wieder Gestalt annahm und deutlich besser werden sollte als der alte.
Alexinara hatte nach ihrer Unterredung nochmal ihr Zimmer aufgesucht,
für den Besuch einer Akademie brauchte sie nicht viele Sachen,
schnell war eine Reisetasche an der Hand,
Platz für genug Kleinkrams und Klamotten,
wollte man mal eine Woche Urlaub machen.
Sie packte ihren Laptop ein und dazu einige Unterlagen -
mobil musste sie ohnehin sein, sonst hätte ihr das nicht gut getan -,
dazu kamen einige Kleidungsstücke, Duschsachen, Trivia,
alles was eben dazu gehörte, wenn man wegfuhr.
Für die Reisekleidung wählte sie eine schwarze Jeans,
darüber kam ein kurzes Top mit Spitzenrändern,
welches von einem Samthalsband abgerundet wurde.
Sie warf sich noch eben den Ledermantel um die Schultern und verließ ihr Quartier,
rechtzeitig, um den Platz zu erreichen und sich herzlichst zu verabschieden.
Ihr Flug war mit knapp 1 h angesetzt,
vor der Abreise drückte man ihr noch ihre ID-Karte in die Hand,
die sie direkt nach dem Besuch von Raphaels Büro in der Verwaltung abgegeben hatte,
dazu gesellte sich eine Mappe mit Informationen über die Akademie,
welche die Vampiress nochmal durchging.
Sie war gespannt, was sie erwarten würde,
doch erstmal musste sie in New York landen und das Gelände betreten.