Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 16-10-2011 13:37 PM

Einen Moment lang wollte sich Alexinara der Geste hingeben, den Kopf zu schütteln,
sie fühlte sich etwas in einen Kindergarten versetzt,
wenngleich die Situation und die Leute um sie herum sicherlich keine Kleinkinder waren.
Sie legte eine Hand auf Raphaels Schulter und schaute ihn kurz mit einem "Du-hast-es-wohl-manchmal-schwer" Blick an,
dann nach seiner Ansage machten sie endlich Anstalten, sich vorzustellen.
Als die einzige Frau in der Truppe sich vorgestellt hatte, machte auch die Vampiress eine kurze Verbeugung,
ihre Augen fixierten dabei jeden einzelnen der speziellen Einsatztruppe.

"Nice to meet you.
My name ist Alexinara, and i´m maybe the one and only vampire doctor in the world",


stellte sie sich kurz und irgendwie in der Sprache vor,
die sie seit der Schule nicht mehr wirklich angewand hatte,
außer wenn ein Ausländer sich aus Interessegründen von ihr untersuchen lassen wollte.
Ein Lächeln gesellte sich zu ihren Worten.
Irgendwo in der Nähe hörte sie schon Geräusche von etwaigen Transportgerätschaften,
wohl die Eskorte von ihrem Vertrauten,
die ihn und den Jungen mitnehmen wollte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 16-10-2011 14:09 PM

Lor vermied es, auf die Aussage des Fuches mit den Augen zu rollen, er wandte sich simpel ab und schenkte dem Rest der Situation seine volle Aufmerksamkeit. Der weiße Stoff des Kittels, den er nicht zugeknöpft hatte, flatterte etwas, genau wie seine Haare, obwohl gar kein Wind wehte.
Er ließ es sich nicht nehmen, hinter vorgehaltener Hand leise zu kichern, während die zwei Brüder sich balgten. Solche Szenerien hatte er selbst mit Nahestehenden erlebt und veranstaltet, darum kam ein Hauch von Vertrautheit auf. Sowieso fühlte er sich von den Unbekannten alles andere als bedroht, mehr ihnen zugewandt, was er auf deren Kräftevermögen schob; sie waren keine einfachen Menschen. Und natürlich auf ihren Umgang, den Charakter.
Nach kleiner Zurechtweisung stellten sie sich beisammen vor, inklusive Nickname und allem Zugehörigen, darum, nachdem Lexia sich vorgestellt hatte, verbeugte er sich auf seine ganz eigene Art und Weise.
"I'm Lor Coru Limlug Astarioth Dedraline, friends call me Lor." Die langen Wolfsohren wippten einmal sachte. "You might not heard of my race, so the name wouldn't be necessary, it's something between a wolf and a dragon, but more wolf." Das war einfach zu sagen, wo sie doch gerade einen Drachen gesehen hatten...
Von fern waren Helikopter oder etwas derart zu hören.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 16-10-2011 15:39 PM

Koron beobachtete länger die Szene, jedoch machte er selbst keine Anstalten, sich vorzustellen, wusste er schließlich nicht, ob es überhaupt jemanden interessierte, schließlich war er im Gegensatz zum Rest der Truppe nicht mit dem Schwarzgewandeten befreundet oder arbeitete mit ihm. Er betrachtete vor allem diejenige, die sich als 'Mind Shiver' vorgestellt hatte, ein wenig misstrauisch. Konnte sie Gedanken lesen? Oder bestimmte Gedanken in jemanden einpflanzen?
Der Fuchs wandte den Blick schnell von ihr ab, in der Hoffnung, nicht weiter aufzufallen. Das letzte, was der Anthro in diesem Moment brauchte, war jemand, der in seinen Gedanken herumwühlte, die sich zu einem Teil darum drehten, was mit seinem Arm plötzlich los war, und zum anderen Teil, wie er aus dieser Situation möglichst elegant herauskäme, bevor irgendjemand versuchte, ihn für das kleine Massaker am Parkhaus zur Rechenschaft zu ziehen.
Vermutlich würde er einfach warten, bis die Spezialeinheit abgezogen war und sich dann heimlich aus dem Staub machen, seine Sachen aus dem Motel holen und weiterreisen. So, wie er es seit Jahren gewohnt war. Und auch so, wie er es nun seit einigen Monaten auch leid war. Zu gern hätte er endlich einen festen Wohnsitz gehabt, wo er entspannen könnte, eine feste Arbeitsstelle und einen Freundeskreis, der sich nicht nach Verlassen der Stadt wieder auflösen würde. Allerdings war ihm das wohl verwehrt.
Auf dem Dach hörte er nun schon etwas aufsitzen oder landen, vermutlich die Transportmittel für den Jungen und die Truppe der ISF.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 17-10-2011 08:43 AM

Nachdem die kurze Vorstellungsrunde beendet war, schritt Raphael abseits des Teams in Richtung Hallenausgang. Er hielt noch einmal inne, und wandte sich zu der Ärtzin um. "Ich werde mich mit dir wegen der Schäden noch einmal in Verbindung setzen. Die NGEO hat für solche Fälle einen speziellen Fonds. Aber dazu wann anders. Ich nehme an, ich kann dich unter der Nummer des Krankenhauses erreichen?" Die Frage klang ernst, wenngleich es auch leichtere Kommunikationswege gab.

Als auch das geklärt war, schnappten sich Maltas und Ban den Jungen, und trugen ihn zu zweit ein Stück weiter Richtung des Tores. Keine Minute später standen bereits weitere uniformierte vor dem Hangar ähnlichem Gebäude, die mit einer Trage, die ebenso Gurte hatte, den Jungen in empfang nahmen. Sein Begleiter der große Drache musste das mit ansehen, dachte sich wohlmöglich seinen Teil. Dennoch ging der Magier direkt noch einmal auf ihn zu. Dabei erntete er einen fragenden Blick von einem seiner Mitstreiter, doch der Wächter winkte ab. "Give me one minute, I'll be right back", erklärte er kurz.
Direkt vor dem Drachen stehend, machte er eine angedeutete leichte Verbeugung, ehe er ein gedankliches Gespräch anfing.
//Wir werden euren Freund fürs erste mitnehmen. Sofern wir seine Kräfte stabilisieren können, wird er sich für seine Taten hier vor einem Gericht verantworten müssen. Sofern es euch beliebt, könnt ihr ebenso mitkommen. Ich selbst vermag es nicht zu sagen, ob er durch eure Abwesenheit wohlmöglich direkt wieder instabil wird. Doch kann und will ich euch zu nichts zwingen.//

Der große Drache neigte sein Haupt, was man als nicken verstehen konnte. Eine machtvolle Stimme antwortete schließlich:
//Ich werde mit euch reisen. Der Name des Knaben ist übrigens Thomsen.// So hat die Zerstörung wenigstens eine Namen, lächelte der Magier kurz in sich hinein, doch ließ er sich nichts anmerken.
Raphael verabschiedete sich kurz, und schritt zurück in Richtung Krankenhaus. Dort wurde er bereits von Lumas erwartet. "The ice doesn't exist forever. So, if you allow me, I want to stay until the structure is stable without my skills." Der Leiter der ISF nickte kurz. "You have my permission. If you need something, contact me."
Beide gaben sich gegenseitig die Hand - Ein Ritual, wie es sich bei den beiden ergeben hatte. Es war gleichsam eine Geste der Freundschaft und des Vertrauens, als auch der Gleichstellung.
Die anderen waren bereits bei einem der zwei Transporter. Doppelmotorige Hubschrauber, wie man sie früher nur von Armeen her kannte. In einer war bereits der UI untergebracht, Mind und Mimic hatte er als 'Geleitschutz' bei sich. Die anderen stiegen in den Transportbereich der anderen Maschine. Als die Helikopter langsam abhoben, blickte der Schwarzgewandte aus dem Fenster auf den sich entfernenden Boden.

//Ihr wisst garnicht, dass die Welt sich in Wirklichkeit... nicht ein Stück verändert hat//, dachte er mit schließenden Augen, als die Bilder von Lor und Alexinara in seinem Kopf aufblitzten.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 17-10-2011 09:55 AM

"Nimm lieber meine Direktwahl,
sonst landest du in der berüchtigten Warteschleife.
Für einen Abschlussbericht der Schäden und der Reparaturkosten wirst du hier erwartet.
Wir sehen uns dann",


fügte sie an und drückte dem Magier mit einem sanften Händedruck eine Karte in die Hand.
Wieder einmal war sie froh,
dass sie sich als erste Erledigung an ihrem Arbeitsplatz
ein externes Telefon angeeignet hatte,
welches sie im Dienst mit sich führen konnte.
Auch hier galt bei ihr die Ausnahme,
falls wirklich etwas Großes los war und es ihrer Fähigkeiten bedurfte,
konnte man sie schnell und ohne Umschweife erreichen.

Die Truppe war schon abgerückt,
als Alexinara sich langsam aus ihrer Starre löste.
Wann hatte sie ihren Vetrauten das letzte Mal gesehen?
Und wie kam es dazu,
dass man sich nur sehen konnte,
wenn beinahe Katastrophen sie ereilten?
In diesem Moment keimte jenes Gefühl in ihr auf,
welches sie eigentlich längst nicht mehr erlebt hatte: Unwohlsein.
Doch es stimmte und sie gab ihrem Gefühl recht,
zwar hatte sie ihren "Traumjob",
entsprechenden Verdienst und Arbeit,
doch es hatte ihre Nächsten in beinahe unerreichbare Ferne verfrachtet.
Mehr noch, sie konnte "nicht mal so eben" zu Raphael aufbrechen,
da sie sicherlich nicht durch die Sicherheitskontrollen gelangen würde,
zumindest nicht auf legalen Wegen.
Ihr Handy in der Brusttasche vibrierte sachte,
am anderen Ende der Leitung erwartete sie der Pförtner.
Kurz und sachlich erklärte er ihr,
dass Feuerwehr und Rettungswagen angekommen waren,
auch die schweren Einsatzfahrzeuge hatte man herbeigeholt,
bisher waren aber keine Verletzten jenseits der Halle zu vermerken gewesen.
Ebenfalls fragte er nach ihrem Status und der Lage,
da ihm das Eis um das Gebäude mehr als schauerlich vorkam.

"Matthew, alles okay hier.
Die Halle hat einige tragende Balken verloren,
wir müssen es stützen, sonst bricht es zusammen,
deswegen das Eis hier.
Zugrunde lag eine Notfallsituation eines jungen Knaben,
der seine Kräfte nicht mehr kontrollieren konnte,
die ISF hat ihn vorsorglich unter Arrest gesetzt und mitgenommen",


beendete sie ihre Eklärung und hörte noch, wie der Mann am Ende mit einem Nicken auflegte,
jetzt war es an ihnen, der Halle eine Stütze ohne Eis zu geben,
denn die benötigten Stahlträger hatten sie nicht gerade vorrätig.

"Okay, folgendes:
Ich werde versuchen, die abhanden gekommenen Stahlträger zu ersetzen,
genug Metall sollte hier herumliegen,
an der Zahl sind es zwei Träger,
damit sollte dieser Gebäudeteil wieder einigermaßen stabil sein.
Ich weiß nicht, wie es im Inneren des Baus aussieht,
wohlmöglich hat es dort die Struktur der Wände mehr oder minder verformt,
darum kümmere ich mich erst,
wenn die Halle hier steht.
Wenn es euch beliebt, geht aus der Halle raus, es wird heiß."


Weitere Worte sagte sie dann an Lumas gewandt.

"It would be nice if you could wait outside,
and well, i'm not exactly sure,
but can your ice stand against my fire?
I hope so, because i´ll heat the structure of this hall to give its stability back with some new steel girders."


Damit setzte sie schon an, um die ersten Feuerkräfte zu aktivieren.
Da sie noch vor kurzem das Blut ihres Vertrauten genossen hatte, schienen ihre Kräfte komplett aufgefüllt.
Es dauerte eine Weile und eine sanfte Hitzewelle erwärmte die Umgebung.
Gezielt nutzte die Vampiress zunächst die Reste der verlorenen Stahlträger und brachte sie an ihre alte Position,
die Kälte des Eises führte zu einer schnellen Auskühlung,
und in wenigen Minuten hatten zwei Träger ihren Platz an der Decke gefunden.
Auch wenn das offene Dach für Durchzug sorgen würde,
zumindest die Einsturzgefahr hatte sie verhindert.
Das Inventar der Untersuchungseinheit hier hatte sich halbiert,
was wohl an der Tatsache lag,
dass einige Metalle gut als Träger dienlich gewesen waren
und sowieso nicht mehr hätten benutzt werden können.
Sie ließ ihren geistigen Blick durch den anbei stehenden Trakt wandern,
dort hatten tatsächlich Wände Verformungen erhalten.
Da die Energieeinwirkung weg war, wirkten sie festgefroren und stabil,
den größten Schaden hatte also die Halle erlitten.
Als sie die letzten Reste ihrer Feuermagie ausklingen ließ,
öffnete sie die Augen.

"Geschafft, und jetzt noch der Papierkram...",


sagte sie seufzend und musste erneut feststellen,
dass genau dieser Bürokratiekram gut hätte wegfallen dürfen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 17-10-2011 15:01 PM

Mit leichtem Wehmut sah Lor seinem Bruder nach, der nun so unerreichbar schien wie schon seit langem. Seine Seele folgte ihm sachte, umstrich ihn gedanklich noch einmal, ehe er ihn gehen ließ, irgendwo hin. Irgendwo, wo er ihm nicht nachfolgen konnte.
Der Drache folgte den Fluggeräten, dann wurde es vergleichsweise still. Eine kühle Brise pfiff durch das Loch, das der Krasáne zuvor geschmolzen hatte, und erinnerte als einziges an den Vorfall und die halb ruinierte Halle. Na gut, abgesehen von der absoluten Unordnung hier.
Die Vampirin sah auf und richtete ein Wort an alle Umstehenden, so auch den Dunkelhäutigen, der mit geblieben war, bevor sie eigenhändig die Stahlträger wieder an ihren Platz beförderte - geschmolzen aus allerhand Kleinstmetall.
Unverfroren, wie er war, blieb Lor einfach vor Ort, trat nur angemessen zurück und streckte die Hände leicht schräg nach unten von sich, die Augen auf seine Kollegin geheftet. Eine Flamme brach sich aus dem Nichts und hüllte das Blauhaar einfach ein, nicht von außen, viel mehr stand er einfach darin und genoss die angenehme Wärme.
Auf die Art und Weise konnte ihm umstehende Hitze aber nichts mehr ausmachen.

Als sie geendet hatte, verschwand auch die zusätzliche, mannshohe Flamme, die Lor gewoben hatte, er trat vor und legte eine Hand auf ihre Schulter.
"Gute Arbeit. Kann ich dir fortfolgend irgendwie helfen?"
Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen. Vermissen tat ihn sowieso niemand, beziehungsweise würden sie eine Weile suchen, ehe sie ihn gefunden hatten, aber auch wenn er anatomisches Wissen besaß, würde es reichen, ihr die OPs abzunehmen, damit sie die Zettelwirtschaft flink und vor allem ungestört erledigen konnte? Zumal er ja eigentlich weder eingeschriebener Arzt war, noch offiziell hier arbeitete.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 17-10-2011 17:49 PM

Koron schritt langsam aus der Halle heraus und folgte Lumas, nur, um einige Meter weiter im Gang zu warten und zuzuschauen. Er war interessiert, wie die schwarzhaarige Ärztin das nun richten würde, bis plötzlich eine recht angenehme Hitzewelle aus der Halle in den Gang strömte und der Fuchs beobachten konnte, wie sie plötzlich Feuer beschwörte, kleinere Metallteile einschmolz und so neue Träger erschuf. Es war sehr angenehm anzusehen, wie das Feuer herumwirbelte und den Raum kurz in ein warmes, orangenes Licht hüllte.
Doch erneut war es der rechte Arm des Fuchses, der den Moment ruinierte. Sobald die erste Flamme beschworen war, begannen seine Finger wieder zu zucken, und als der Krásane seine eigenen Flammen erschuf, bebte der gesamte pechschwarze Arm. Erneut versuchte der Fuchs, ihn durch Festhalten irgendwie zu stabilisieren, doch klappte auch das nicht, wie es sollte. Er drehte sich rasch um, nur um fast Lumas über den Haufen zu rennen, der ihn misstrauisch ansah, offenbar das Eigenleben der Klaue bemerkend.
"What-", hörte Koron ihn noch sagen, bevor er losstürmte, am Eismann vorbei und um die nächste Ecke. Der Fuchs wusste zwar nicht, was genau los war, doch er wollte ganz sicher nicht, dass irgendjemand darüber bescheid wusste. Seine Gedanken rasten, warum seine Klaue plötzlich scheinbar auf Magie reagierte, was das zu bedeuten hatte und welche Auswirkungen das noch auf ihn haben sollte.
Als er endlich in der Lobby zum Stehen kam, tat sich jedoch eine weitere Sorge auf: Warum zuckte die Klaue noch immer, obwohl er nun schon eine gute Entfernung zur Quelle der Magie aufgebaut hatte?
Er atmete kurz tief ein und aus, die Augen schließend und sich auf seine Situation konzentrierend. Ein warmes Gefühl, bald ein leichtes Brennen erfüllten seinen Arm und griffen auf seine Brust über, der neue Verband färbte sich dunkler, und die gespitzten Fingerkuppen waren feucht, irgendwie glitschig.
"Das kann doch nicht wahr sein...", murmelte der Fuchs zu sich selbst, als bereits erste Tropfen der schwarzen Flüssigkeit auf den Boden fielen, unaufhörlich weiter fließend und seinen Verband bald so schwarz färbend wie das Fell darunter. *Warum jetzt?! Es war doch vorhin schon, ich sollte eine Woche Ruhe haben von dem Scheiß!* raste es durch seine Gedanken, als er rasch zum Ausgang schritt, dabei unbewusst eine Spur aus kleinen, schwarzen Pfützen legend. Nicht nur war dieser Ausbruch ungewohnt früh, auch litt er nicht im Ansatz die Schmerzen, die er für gewöhnlich erfuhr. Ein weiterer Faktor, der ihn stark beunruhigte.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 18-10-2011 09:12 AM

(Wiedereröffnet, in der Hoffnung, das es nun keine Probleme mehr gibt)

Gedankenverloren blickte der Wächter ins Leere. Die vorangegangene Situation, die nicht einmal eine Stunde gedauert hatte, lag schwer auf seiner Seele. Zum einen das nur kurze Wiedersehen seiner Vertrauten, zum anderen die Situation mit dem Jungen, der von seinen Kräften beherrscht wurde, dann die durch ihn verursachte Zerstörung, sowie manch anderer weniger greifbarer Dinge.

Ein kurzes klingeln in seinem Ohr riss ihn aus seiner Gedankenwelt.
"Here Liskor"
"Raphael, Lumas here, I think my help isn't needed here any longer. The friend of yours, lady vampire, has stabilized the entire structure of the hall with her special hot abilitys as well as with some of the destroyed equipment."
Also hatte es Alexinara wieder einmal geschafft. Sie hatte sich offenbar gut von dem Kampf erholt.
"So, should I send a transport back to your position?", erkundigte sich der Wächter.
"No, not yet. Something strange is going on with the black fox. He has fastly taken off out of the hospital and has loose some weird black liquid. I've taken a sample for our laboratory and follow him at this moment."
Eine schwarze Flüssigkeit? Hatte der Energieeinfluss von Thomsen wohlmöglich auf ihn andere Effekte? Oder rührte das von etwas anderem her?

"Ok, but be careful. If this problem grows up, wait for assistance."
"Got it. If I don't contact you or the base in one hour, send a lookout troup after me."
Raphael bestätigte seine Bitte, wonach das Gespräch beendet war.

Einige Minuten später landete die große zweimotorige Maschine, und die Heckklappe fuhr langsam herunter. Als der Leiter der ISF hinaustrat sah er zu seiner linken den anderen Transport, sowie den Leiter der Sicherheitsabteilung. Er und einige seines Teams blockierten den Weg, sodass der Junge, welcher sich befestigt auf einer Trage befand, nicht durchkam. Auch der schwarze Drache, der just in dem Moment landete wurde direkt von Leuten derselben Staffel umstellt.
"Whats going on here?", rief Raphael zum Leiter der Truppe.
"This UI will be liquidated by us. He is a too big security risk to let him stay alive."
"What? Who has authorized that?" - "Myself"
Die Miene des schwarzgewandten verdüsterte sich. "So you order is immediatly rejected by me."
"What? Are you crazy?" - "No, I'am just Raphael Liskor, the new leader of the ISF. And also not as mindless as you seems to be."
"Mindless?!"
Inzwischen waren die beiden Gesprächskontrahenten zum Zentrum aller Aufmerksamkeit geworden. Derweil redete der Sicherheitschef weiter.
"It is irresponsible for the security of Terra and all other people to let this boy stay alive. If he awakes, and his Energy grows up, he is like an atomic bomb!"
"At the moment he is asleep, and his energy will not recover so soon."
"So we should use this moment of his weakness!"
"This wasn't a request. This was an order. And if you don't follow my instruction a will start a disciplinary procedure against you."
"And I will start a safety procedure at the european court against you! Your order risks more live, as we can be the responsible for."

Einmal durchatmend sprach Raphael etwas ruhiger weiter. Die Drohung ihn beim europäischem Gerichtshof zu verklagen, störte ihn wenig. "Look at him. He can't do any hurt against you or any other."
"But when he awakes, and get his full strength back, even you as a cat D Individual can't beat him." - "I've already done it."
"So we should let our hole security lay in your words? This is crazy! We all know, that a cat E unstable individual is like an walking timebomb!"
Der aufgeregte machte ernst, und entsicherte seine Waffe, die er direkt auf den Jungen richtete. "Stopp this immediatly! You would kill an innocent! His power is already sealed!"

Die letzten Worte hatten eine erstaunliche Wirkung, wobei ein überraschtes Raunen durch die Masse ging. Ebenso erntete Raphael auch einige verblüffte Blicke seiner Teamkamaraden. Er selbst war in dem Augenblick zornig über sich selbst, wollte er doch nicht, dass sie erführen, dass er dazu in der Lage ist. Schließlich forschte die NGEO schon lange an einer Möglichkeit Kräfte zu versiegeln.
"What did you say?", kam es langsam aus seinem Mund. "I've sealed his power. He can't hurt anyone. And now, get away, the boy needs medicinal assitance."
Zwei Personen schoben nun die Trage weiter in Richtung der Anlagen, wobei sich vor ihnen die Masse der Sicherheitsbeamten teilte.

Zehn Minuten später saß Raphael in seinem Büro. Seine Hände hatte er halb über seinem Kopf zusammengeschlagen. //Und sowas an meinem ersten Tag...//
Den Jungen hatte man inzwischen in den Isolationsbereich gebracht, seinen Drachen auf einer offenen Fläche, die von Thomsens Räumen aus sichtbar war.

Es klopfte an der Tür. Die Fähigkeit Auren zu erfassen, verriet dem Magier, dass zwei Personen davor standen...


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 18-10-2011 10:41 AM

Nur kurz verfolgte Alexinara den Fuchs aus dem Augenwinkel,
er schien es plötzlich sehr eilig zu haben.
Auch der Koloss an ISF-EInheit schien Interesse an ihm zu zeigen,
sie fragte sich just in dem Moment, ob es ein neues Problem ergeben würde.
Auf Lors Frage hin überlegte sie kurz,
ein Seufzer war zu hören,
dann schüttelte sie sachte den Kopf und schaute ihren Vetrauten an.

"Ich denke, fürs erste ist es gut,
wenn du im Bereich des Krankenhauses nicht mehr auftauchst,
ich werde dich in meinem Bericht erwähnen - müssen-,
aber mehr wird es wohl nicht werden.
Wenn du magst, kannst du in meine Behausung aufbrechen,
Garidion wird dich sicherlich auf dem Weg aufsammeln.
Es ist ein Dachgeschoss mit viel Platz,
für Garidion und für dich sicherlich auch",


fügte sie mit einem Zwinkern hinzu und deutete mit einer Hand in eine Richtung.

"Einfach geradeaus,
du wirst das Grünplateau auf dem Hausdach nicht verfehlen können,
ich werde derweil meinen Bericht schreiben,
für heute wird es wohl keine Aufnahme in der magischen Untersuchungseinheit geben.
Naja und die Einsatzkräfte der Stadt muss ich auch aufklären,
wir sehen uns dann vielleicht heute Abend",


beendete sie ihre Ausführung und ging den Gang zurück in den normalen Bereich der Notaufnahme,
nachdem sie die ersten Formularien geklärt,
die Einsatztruppen nach einem Routinecheck weggeschickt
und zumindest einen Teil der Notaufnahme erneut geöffnet hatte,
zog sie sich zurück und arbeitete an jener Bürokratie,
die sie seit je her nicht gemocht hatte...


Drei Tage waren in Hannover ins Land gezogen,
Alexinara musste sich vor dem Vorstand verantworten für das Chaos in der magischen Untersuchungshalle,
natürlich hatte man ihren Bericht noch am selben Tag empfangen,
aber dieses Mal wollten die hohen Herren des Betriebes mit ihr persöhnlich reden.

"Alexinara, Sie schrieben in Ihrem Bericht,
dass ein außer Kontrolle geratener Jugendlicher einen Drachen derart vergiftete,
dass dieser halb Hannover auseinandergenommen hätte.
Sie erwähnen hierbei einen Freund und die ISF,
die in das Problem eingeschritten ist, nicht wahr?",


fing die Einleitung ohne freundliche Ansage an,
es schien der Vampiress beinahe wie ein Verhör.

"Ja, so ist es,
ein 16jähriger, männlicher Jugendlicher hat die Kontrolle über seine Kräfte verloren.
Unglücklicherweise brachte er damit seinen Drachen zu einem Wutausbruch,
gefolgt von einer gefährlichen Hetzjagd durch die Stadt.
Lor, einem Kollegen von mir, ist es zu verdanken,
dass der Drache keine schwerere Schäden anrichten konnte.
Die ISF neutralisierte die Kräfte des Jungen,
er steht noch unter Arrest",


endete sie ihre Ausführung ohne jegliche Gefühlsregung,
ihr schwarzer Anzug mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte wirkten beinahe bedrohlich,
jedoch unterstrichen sie ihren Körper und vor allem ihre Autorität.
Unbehaglich setzten sich die Männer nochmal auf,
die feste Stimme und der ruhige Ausdruck in ihren rötlich schimmernden Augen versetzten sie in leichte Panik.

"Sie erwähnten diesen Lor, "Kollegen",
ist der Angestellter dieses Hauses?
Nach den Berichten,
die mir zugrunde liegen, schoss er mit dem Drachen durch das Dach.
Und außerdem,
wie kommen Sie dazu, in dem Augenblick die Priorität eines Drachen höher als die des Personals zu setzen?
Soweit mir bekannt ist, war der Drache nur zur Notfallbehandlung da,
Dr. Beckett hatte einem jungen Arzt aufgetragen, die Wundränder des Drachen zu säubern und ihn dann zu verbinden,
ganz rechtens, wie es mir scheint, in Anbetracht einer nicht vorhandenen Krankenkasse.
Der Junge indes hätte für Sie nicht von Interesse sein sollen,
er wurde schließlich nicht behandelt.
Ich frage mich, warum Sie den Drachen nicht einfach fortschickten und den Jungen gleich mit ihm."


"Sie scherzen wohl, Verehrtester.
Denn eigentlich sollte Ihnen klar sein,
dass in jenem Stadium ein schlichtes "Fortschicken" nicht mehr möglich war.
Der Junge hatte wohl keine Aufklärung zu der Behandlung seines Freundes erhalten und hat es missverstanden,
daraus resultierte seine Kontrolllosigkeit."


"Wir geben Minderjährigen Bälgern keine Auskunft über medizinische Behandlungen,
erst recht nicht,
wenn sie nicht blutsverwand mit der zu behandelnden Person sind",


kommentierte der in die Jahre gekommene Mann kühl mit einem fast auswendig aus dem Krankenhausgesetz formulierten Zitat.
Die Vampiress erkannte inzwischen die Farce, in die sie geraten war,
es ging nicht um Schadensermessung und zukünftige Verbesserungsvorschläge,
man wollte sie schlicht und ergreifend los werden.

"Entweder Sie fangen an, die Wahrheit zu sprechen,
oder ich verschwinde aus dieser Unterredung",

war es nun an Alexinara, kühl zu sprechen,
eine ungewollte Wut war in ihr aufgekommen.
Wie sie solche Spielereien hasste.

"Um ehrlich zu sein haben wir Sie hierher bestellt, um Ihre Zukunft hier im Klinikum zu besprechen,
Alexinara, Sie kosten das Haus zuviel Geld,
deswegen müssen wir Sie wegrationalisieren."


Das Wort war wie ein Schlag,
nein, es war eine Kriegserklärung an den Verstand der Untoten,
man wollte sie ihrer Arbeit,
ihrem täglichen Tun berauben,
und die Begründung dafür sollte Geld sein,
sie konnte es nicht fassen.

"Um Ihnen den Wind aus den Segeln zu nehmen,
ich fülle drei Arbeitsplätze aus und erhalte nur ein Gehalt,
ich kann eine ganze Station für Tage auf den Beinen halten,
ohne dabei einen Fehler zu begehen,
ich habe keine Arbeitsunfälle und meine Gutachten zeugen von bester Gesundheit,
ich leite Seminare und bilde das Personal weiter,
führe neue Strategien ein und habe das Krankenhausleben verbessert,
womit rechtfertigen Sie Ihren Einwand mit den Kosten?"


Er hatte es so gewollt,
die Fakten lagen auf dem Tisch,
auch wenn es an der Zahl weitaus mehr waren,
Alexinara hatte keine Lust, alles hervorzukramen.
Es schien, als hätte man diesen Konter erwartet,
eine jüngere, männliche Führungsperson trat nun vor.

"Es ist ganz einfach,
wir, und damit meine ich die Belegschaft,
wollen Sie nicht mehr mit unseren Geldern unterstützen.
Allen voran sehen wir keinen Sinn mehr darin, eine untote Ärztin einzustellen,
nebenbei bemerkt waren Sie ohnehin nur Puplicity und dienten dazu, mehr Medienaufmerksamkeit zu erhaschen,
mal ganz abgesehen von den Ideen,
die wir für Sie bezahlen.
Diese ganze Portergruppe,
die "Magic Shielder" als Rückhalt in Notfallsituationen.
Das alles und noch viel mehr haben wir möglich gemacht,
nur damit wir endlich unseren Kundenstamm zurückbekommen konnten,
den wir im Wandel der Welt langsam verloren.
Und da Sie genau in diesem Zeitpunkt,
es war das Jahr 2022 gewesen, bewarben,
ein Vampir - die Ironie an dieser Stelle ist wohl angebracht -,
der Menschenleben retten wollte...
Perfekt für unser Vorhaben,
Ihre zahlreichen Qualifikationen interessierten dabei eher weniger,
wir nutzten das Image der neuen Welt und machten die "Lebensrettende, dunkle Dame" zu unserem Steckenpferd,
so kam eines zum anderen, der Umbau,
die magischen Untersuchungseinheiten,
die neuen Ideen und Konzeptionen.
Alles, um dem Klinikum Prestige und Anerkennung zu verleihen."


"Aha, und jetzt wollen Sie mich loswerden,
weil ich nicht mehr von Nutzen bin?
Ziemlich beschämender Gedanke für eigentlich als intelligent angesehene Führungskräfte."


Alexinaras Augen hatten inzwischen eine sehr bedrohliche Rotfärbung angenommen,
sie musste sich auch beherrschen,
dass sie in diesem Moment das Unrecht nicht gleich bestrafte.
Sie war ausgenutzt worden, nach Strich und Faden,
die Hohe Kunst der Intrige, um das eigene Leben zu erhalten und luxuriös zu gestalten.

"Das ist uns ziemlich egal, was Sie denken,
schließlich können Sie sich, als untotes Etwas, nicht mit uns vergleichen.
Von Anfang an wollten wir euch Pack nicht hier haben,
leider lassen es die heutigen Umstände nicht zu, ein sauberes Klinikum mit Menschen zu führen,
welch Schande über uns gekommen ist,
doch wir stehen zusammen und werden es nicht dulden, euch hier weiter zu beschäftigen."


Aus der Ecke trat David hervor,
er trug ein Grinsen zur Schau,
so als würde er den Moment mehr als nur genießen,
da er endlich seine Position in der Notaufnahme gesichert hatte.

"Ich verstehe,
dann werde ich gehen,
sofern das Klinikum meine Überstunden auszahlen kann,
denn das ist mein Recht als Mitarbeiterin dieser Institution",


konterte sie und erntete damit ein Lachen von David,
der eine Mappe an den Vorstand überreichte.

"Dir wird absolut nichts ausgezahlt,
als Verursacherin dieser beinahe Katastrophe
steht dir das Recht zu, einen Aufhebungsvertrag mit dem Klinkum zu arrangieren.
Da die Kosten der Reparaturen und der Einrichtung mehr als die Überstundenzahlungen sind,
kannst du froh sein, so eine Chance zu bekommen",


warf er ihr wie einen Vorwurf ins Gesicht.
Für einen Moment wusste die Vampiress nichts zu erwidern,
dann fand sie ihre Sprache wieder und erkannte den Zusammenhang,
die Mappe waren die Papiere,
die ihre Schuld in Form von Anordnungen zeigten,
der Drache war absichtlich falsch behandelt worden,
man hatte gehofft, sie würde den Ausbruch wahrnehmen, einschreiten
und damit quasi ihre Schuld selbst versursachen.

"Ich nehme an,
dass dort eine Anordnung zu finden sein wird,
mit meinem Namen und Unterschrift versehen,
wo die Behandlung des Drachen niedergeschrieben ist.
Ihr habt den Praktikanten dorthin gelotst,
damit ich nicht einen der Intriganten als Sichtfenster habe,
da ich sonst die Falle gerochen hätte.
Er wusste nicht um den Umstand,
dass der Drache ohne Betäubungsmittel behandelt wurde,
er sah nur das Resultat und leitete seine Angst an mich weiter.
Was für einen Schachzug, mir die Schuld in die Schuhe zu schieben,
so behält das Klinikum sein Ansehen und ich werde plötzlich die Böse,
ohne dass ihr einen Cent bezahlen müsst...",


ohne Worte drehte sie sich um und verließ das Zimmer,
ihr letzter Blick galt dem Vorstand und David,
er hatte sie immer gehasst,
warum, hatte sie nie in Erfahrung gebracht.
Dann, in einem Impuls, warf sie noch einen Gedanken ein und sprach ihn aus.

"Zu gut, dass ich direkten Draht zur ISF habe,
damit wird das Krankenhaus keine Zahlungen aus dem Fond erhalten..."


Nun war es an den Menschen im Raum, entglittene Gesichtszüge zu zeigen,
diesen Fakt hatten sie nicht bedacht,
aber mehr bekam die Untote nicht mit,
sie ging auf direktem Wege in die Tiefgarage und startete ihren Wagen.
Diesen Tag würde sie nicht so schnell vergessen.


Ziellos fuhr sie nun durch die verwaisten Straßen der Stadt,
in diesem Augenblick wusste sie nicht genau wohin mit sich,
die Enttäuschung lag schwer auf ihrer Seele.
Sie hatte nicht erwartet, einem solchen Komplott in die Hände zu fallen,
allein weil sie stets die Hoffnung vertreten hatte,
dass die Welt nun eine etwas bessere sei.




RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 18-10-2011 15:03 PM

Lor brauchte nicht hinsehen, um den flüchtenden Werfuchs zu erfassen, dem Lumas direkt nacheilte. Das würden die schon klären... Vermutlich ging es wieder um seinen rechten Arm und die Hand, aber wer wusste schon, vielleicht traf man sich beizeiten wieder und die Sache würde aufgeklärt. Er war doch zugegebenermaßen sehr interessiert, was es damit eigentlich auf sich hatte.

Nach letzten Klärungen verließen sie die Halle, er legte unterwegs den Kittel ab, behielt ihn jedoch vorsichtshalber einfach in seinem Inventar - das Stoffstück löste sich im Nichts auf - und verabschiedete sich von der Vampirin, um dem gewiesenen Weg zu folgen.
Zwar hatte er keinen Plan, wo er jetzt hin musste, aber er kannte Garidion und suchte im Geiste nach dessen Aura. Der relativ große Drache war irgendwo abgeschlagen und wohl gerade beim Jagen.
Die Verständigung lief kurz und reibungslos, der Krasáne machte sich auf den Weg und schlenderte gemütlich die Straße entlang, die vom Krankenhaus wegführte. Kaum jemand kam ihm entgegen, wahrscheinlich war weiträumige Warnung ausgehängt worden. Wenn sich eines nicht geändert hatte, dann wahrscheinlich die Medienwelt.
Nach einigen Minuten erklang Flügelschlag. Lor machte keine Anstalten, aus dem Weg zu gehen, eher genoss er den Aufschrei von zwei Frauen weiter vor ihm, als der Drache herabschoss und ihn mit einer Pranke auflas. Behände befreite er sich aus dem lockeren Griff, kletterte den Arm hinauf und schwang sich auf den beschuppten Rücken.
//Sei mir gegrüßt, mein Bester, lange nicht gesehen.//
Garidion grollte, eine stumpfe, aber gut gemeinte Begrüßung.
Der Flug dauerte nicht lange und man erkannte das besagte Dach schon von weitem. Weitläufig und einladend.
Sanft setzte der Kollege auf, das Blauhaar schwang sich geschickt herab und klopfte ihm an den Unterarm, bevor dieser den Kopf senkte und ihn mit der Nase vor die Stirn stupste, aber so kräftig, dass er einiges aufbringen musste, um nicht umgestoßen zu werden.
"Hey, na warte...!"
Von außen mochte das bestimmt witzig anmuten, wie sich ein Humanoider mit vollem Körpereinsatz gegen einen Drachen stemmte. Zuletzt zog er ihn herunter und stieß mit der eigenen gegen die breite, fremde Stirn. Es krachte leise, aber keiner von beiden würde irgendetwas davontragen. Drachenknochen, haltbar und nicht so schnell kaputtbar.
"Na gut, du, mache dich wieder davon, wir sehen uns bestimmt heute Abend, nicht wahr?"
"Werden wir", bestätigte sein Gegenüber mit dunkler, kehlig grollender Stimme, bevor er sich abwandte, von der Kante halb fallen ließ und in die Luft aufbrach.

Die Tür der Dachterrasse war offen. Klar, wer sollte auch schon hier heraufkommen? Das war nur zu Flügel möglich und Lor spürte bereits die Energie eines Bannkreises, der den Rest erledigt hätte, wenn sich doch einer herausnahm, hier hereinspazieren zu wollen, der es nicht durfte.
Rasch klinkte er sich in die Magie ein und "fügte sich hinzu", öffnete leise die Glastür und sah sich um. Die Wohnung war richtig nach seinem Geschmack, himmelgeöffnet, wenn man so wollte, großräumig und wie erwartet gut eingerichtet.
Die große Küche fiel direkt auf. Die benutzte sie wahrscheinlich eher selten gänzlich, dachte er bei sich und lächelte. Stil hatte es aber schon.

~ * ~

Ohne Ziel und festes Heim ließ sich der Krasáne direkt einfach dort nieder, sorgte für das bisschen funktionierenden Haushalt, während die eigentliche Hausdame auswärts war, und machte sich sonst eine schöne Zeit, endlich einmal frei von den Bannern der Organisation, die wahrscheinlich schon irre ob seines Verschwindens war.
In den Nachrichten, noch direkt am selben Nachmittag, war berichtet worden über einen Kleinkrieg zweier Drachen, beide gefährlich und höchst monströs, Menschenkiller, und all das.
"Trotz aller guter Absichten und Wendungen hat sich einiges nie geändert", sprach er laut und sachlich, wenn auch angewidert vor dem verteufelten Bild, das die Nachrichten vermittelten. Am besten wäre es, die Bestien abzuschießen, jawoll.
Aber von ihren eigenen Mördern und Kinderschändern sagten sie das nicht und brachten sie nur vor ein Gericht. Toll. Ironie des Schicksals.

Am dritten Tag spürte er, dass etwas nicht in Ordnung war, und stupste vorsichtig den Geist seiner Vertrauten an, die gerade das Klinikum verlassen hatte. Enttäuschung und Wut.
//Was ist passiert?//



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 18-10-2011 16:59 PM

Der Fuchs tat sein Bestes, die Klaue unter seinem Mantel zu verbergen, während er durch die Straßen hastete. Einen bestimmten Umkreis weit waren die Straßen leer, bloß einige Flyer, die von Wänden gerissen waren, wirbelten leise über den Asphalt, die sonst so scheinbar lebendige Stadt wirkte zumindest in einem kleinen Gebiet um das Krankenhaus mehr wie eine Geisterstadt. Der Anthro begrüßte es durchaus, niemandem über den Weg zu laufen, und bald erreichte er sein Motel, das leider wieder in einem Teil der Stadt lag, der wohl nicht gesperrt war. Leute liefen über die Bürgersteige, manche starrten ihn an, andere ignorierten ihn oder beschimpften ihn als 'noch so ein Drecksvieh'. Dass er die ganze Zeit über von Lumas verfolgt wurde, entging dem Schwarzfuchs, war er zu beschäftigt mit dem Theater, das seine Klaue gerade veranstaltete.
Er eilte durch den Hof des Motels, das ziemlich am Stadtrand lag, die Treppe hinauf und zu seinem Zimmer 118. Mittlerweile hatte die schwarze Flüssigkeit schon seine Hose und Schuhe besudelt, sowie die Innenseite des Mantels und die untere Hälfte des weißen Shirts, das er darunter trug.
Der Mantel wurde rasch abelegt und in die nächste Ecke geworfen, und ein handlicher, dunkelroter Koffer wurde vom Schrank gezerrt und aufs Bett gelegt, wobei auch Rückstände des Schleims an den Kanten des Behälters zurückblieben. Koron griff nach dem Verband, den er um seinem Arm trug, um diesen abzureißen und zu entsorgen, jedoch griff er bloß ins Leere. "Was...", stotterte er, mit weit geöffneten Augen auf den blanken, von Schleim überzogenen Arm starrend. Wo ist der Verband abgeblieben? Rasch eilte der Fuchs in das kleine Badezimmer, drehte den Wasserhahn auf und versuchte, irgendwie das schwarze Zeug abzuwaschen, wie er es gewohnt war, wenn auch seine Bewegungen hastig und ein wenig unkoordiniert waren, doch der Arm sonderte unbeeindruckt weiter die Flüssigkeit ab. Ein paar Momente lang versuchte Koron es noch weiter, bevor er endlich resignierte. Er schaute zurück ins Hauptzimmer, betrachtete die Spur, die er hinter sich hergezogen hatte, schwer atmend, während der unangenehme Schmerz noch immer seinen Körper erfüllte.
Es klopfte an der Tür, natürlich, genau im ungünstigsten denkbaren Zeitpunkt.
Der Fuchs machte keine Anstalten, zu antworten oder die Tür zu öffnen. Es klopfte erneut, diesmal hämmerte es regelrecht. Die Atmung des Anthros wurde schwerer und unregelmäßig, teilweise bekam Koron nur ein kurzes Aufschnappen zustande, während sein Arm nun wahrhaft bebte und der Schmerz ins Unermessliche stieg. Er ging in die Knie, seinen Griff um seinen eigenen Arm festigend, bevor er aufschrie und aus Frust und Schmerz den Arm gegen die Wand donnerte, dabei tatsächlich in einem kleinen Radius die Wand aufsplitternd, ein richtiges Schlagloch hinterlassend und viele kleine, schwarze Tropfen drumherum verteilte, was dem Fuchs jedoch entging.
Ein seltsames, lilafarbenes Leuchten unter dem Schleim machte sich bemerkbar, bevor die Tür mit einem gewaltigen Knall aufsprang.
Ein großer, schwarzer Mann, der in das Zimmer stürmte, war das letzte, das der Fuchs mitbekam, bevor er seine Sinne erneut verlor.


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Ein relativ weiß eingerichteter Raum, mit einigen Fenstern an der Decke entlang, durch die Tageslicht hinein strömte. Der Fuchs befand sich auf einem weichen Bett, eine Salzlösung an seinen linken Arm angebracht. Er hob kurz den Kopf, sich mit der Rechten an die Stirn fassend, bevor er übehaupt realisiert hatte, dass sich sein Zustand wieder normalisiert hatte. Er betrachtete kurz seine Klaue, die wieder wie früher aussah, bevor er sich im Raum umsah und feststellte, dass es mehr so etwas wie eine Halle war, vielleicht eine Krankenstation.
Ein Dingo mit gelb-bräunlichem Fell lief an ihm vorbei und schaute ihn überrascht an.
"Oh, someone's awake! You've been out for a couple days, buddy", sagte der weißgekittelte Anthro und begann sofort damit, irgendeinen Ordner von der Vorderseite des Bettes zu nehmen und Eintragungen zu machen.
Wieso sprach man Englisch mit ihm? Und wo genau war er überhaupt?
"Uh... Where exactly am I? Is this some kind of hospital?", fragte der Schwarzfuchs noch immer etwas benebelt. Der Dingo lachte leicht, nicht spöttisch, sondern eher fröhlich.
"Heh, you're on Terra. ISF training Camp, medical Station. A guy called Lumas Sakosh brought you here. Appearently you couldn't handle your 'awakening'." Der Dingo machte mit den Fingern Gänsefüßchen beim letzten Wort. Was für ein Erwachen? Was genau ist seit dem Tag im Krankenhaus passiert?
Der Dingo sah wohl, dass Koron seine Gedanken noch nicht zu ordnen vermochte und auch nicht genau wusste, von was sein Gegenüber da sprach. Dieser wiederum schien das mitzubekommen und kam Koron ein Stück entgegen.
"'Awakening' is an inside term for describing the activation of a person's magical powers", erklärte dieser knapp, noch immer mit einem leichten Lächeln auf den Lippen.
Koron nickte langsam, seine direkt Umgebung mit einem ziellos abschweifenden Blick betrachtend. Er schien die Linien noch nicht ganz verbinden zu können. "I see...", antwortete er langsam, bevor sich schlagartig seine Augen weiteten, "Wait,what?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 18-10-2011 19:07 PM

Es war nur schon einige Tage her, das die Gebrüder Orio sich mit Raphael unterhalten hatten. Sie sagten es an dem Tag nicht direkt, doch wollten sie ein paar Erklärungen für seine Verhaltensweisen. Im Endeffekt machten aber beide deutlich, das sie hinter ihm standen, und es ebenso befürwortet hätten, dass der Junge am Leben gelassen wird.
Selbiger hatte sich unlängst erholt, und man hatte ihm gestattet auf dem Gelände mit seinem Drachen zusammen zu sein. Von dem Wutausbruch und seinen starken Kräften war bisher nichts weiter aufgetreten. Die energetische Starre schien sein übriges getan zu haben. Allerdings dachte sich der Magier bereits, dass es nur einer entsprechenden Situation bedurfte, dass die Kräfte von Thomsen wieder entfesselt und instabil würden. Daher bat man ihn doch an einem entsprechendem Training teilzunehmen. Bisher hat er das rigoros abgelehnt, da er den Mitarbeitern wohl nicht traute. Ermittlungen gegen ihn wegen der Zerstörung von Teilen des Krankenhauses liefen weiter auf hochtouren.

Eigentlich wollte der Wächter unlängst dem Knaben noch einen persönlichen Besuch abstatten, doch viele organisatorische Faktoren, sowie der eine oder andere Einsatz hielten ihn bisher davon ab.
Jedoch hatte sich inzwischen eine Lösung für das "Karten-Problem" ergeben. Rezlan und er hatten sich darauf verständigt, dass wenn es eilig würde sie seine Karte bekäme und in den Bürotresor verschließen würde. Selbiges Mittel würde er auch selbst verwenden. Als Leiter der ISF war es für ihn auch erlaubt sich in bestimmte Bereiche zu teleportieren - zum Beispiel sein Büro.

An dem Tag des Hannover-Zwischenfalls hatte sich später auch auf dem Notrufkanal Black Ice gemeldet. Er hatte den Fuchs bis zu einem Hotel verfolgt, der dort offensichtlich zusammengebrochen war. Eiligst hatte man ihn samt seiner Sachen abgeholt, und in den hiesigen medizinischen Bereich gebracht. Offensichtlich gab es eine innere magische Reaktion bei ihm, die das austreten der schwarzen Flüssigkeit bewirkte, die Lumas zuvor gefunden hatte.
Vor wenigen Minuten hatte er die Mitteilung erhalten, dass er wach geworden sei, und stand nun vor seinem Zimmer.

Als sich die Tür öffnete, sah der Wächter, dass er Fuchs gerade mit dem Dingo unterhielt. Der schwarzgewandte machte eine kurze Geste zu dem Arzt, der daraufhin nickte und aus dem Einzelzimmer verschwand.
Als die Tür geschlossen wurde, fing Raphael an.
"Guten morgen. Ich hoffe sehr, du hast dich gut erholt." Er trat etwas näher ans Bett. "Ich denke, es gibt einige Fragen, die du wohlmöglich hast, neben einem eventuellen höherem Hungergefühl". Lächelend schritt er ein wenig Richtung eines Fensters. "Zunächst einmal gebe ich dir ein paar allgemeine Informationen zu deiner Situation, nicht dass du nachher noch Bedienstete anfällst, weil du glaubst, du seiest hier eingesperrt."

Einmal durchatmend fixierte er, erneut lächelnd, sein gegenüber mit seinen verschiedenfarbigen Augen. "Du warst drei Tage lang bewusstlos. Während dieser Zeit haben wir uns erlaubt die schwarze Flüssigkeit, die dein Körper ausscheidet, näher zu untersuchen. Die Ergebnisse liegen bereits vor." Bei den letzten Worten deutete der Magier auf einen Tisch ein wenig abseits des Bettes, auf dem ein Clipboard mit einigen angehefteten Papieren lag. "Doch dazu kommen wir gleich. Zunächst etwas mehr zu den übrigen Umständen. Erstens: Du bist hier kein Gefangener. Das heißt sofern du hier weg willst, können wir einen Transport für dich organisieren. Doch würde ich dich bitten vorher zumindest ein Grundlagentraining bezüglich magischer Kontrolle bei uns zu absolvieren. Ich möchte ungern dich irgendwann als einen UI auf der Einsatzzielliste haben. Zweitens: Wir haben alle deine Sachen aus dem Hotelzimmer mit hergebracht. Da wir dich ohne deine Erlaubnis zu haben hierher verfrachteten, gab ich die Order, dass sie deine Sachen lediglich auf mögliche Medikamente oder ähnlichem durchsuchen dürfen - halt alles, was auf deinen Zustand schließen lässt. Jedoch wurde stets alles wieder zurück an Ort und Stelle gepackt. Inklusive deiner Waffen. Ich denke, es geht uns nichts an, weswegen du sie mit dir führst, und ob du dafür eine Legitimation hast. Solange du kein Unrecht damit begehst, ist es mir ehrlich gesagt egal was du damit anstellst."
Es folgte eine kurze Pause, ehe er eine letzte Sache ansprach: "Drittens, würde ich gern nur eines im Austausch für diese 'Gefallen' wissen: Deinen richtigen Namen."

Ein ehrliches, freundliches Lächeln umspielte weiter die Züge des Wächters. Es war eine Marotte von ihm, dass er hilfebedürftigen nicht einfach links liegen lassen konnte. Insbesondere wenn diese über magische Kräfte verfügten, und selbige nicht zu kontrollieren vermochten. Echtes Vertrauen zu schaffen war eine essentielle Vorraussetzung für eine mögliche magische Ausbildung in den eigenen Reihen.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 19-10-2011 13:36 PM

Das gedankliche Antippen ihres Vertrauten holte Alexinara zurück ins Hier und Jetzt,
sie hatte sich gerade auf dem Weg von der Autobahn in einen weiter entlegenen Stadtteil Hannovers begeben,
dort angekommen stand sie vor einem großen See und einer weiten Graslandschaft,
den Wagen verlassend setzte sie sich auf die Motorhaube und schaute gen Himmel.


//Lange Geschichte, kurz erklärt:
Der Ausbruch des Jungen war ein Plan,
um mich aus dem Krankenhaus zu befördern...//,


mit dieser Aussage gab sie eine zusammenfassende Bildersammlung der vergangenen Stunde preis,
ein Funken Wut ging ungewollt in die Verbindung mit hinein.

//Ich komme in einer Stunde wieder,
gerade weiß ich nicht, was ich mit meiner neuen Freizeit anfangen soll//,


gab die Vampiress mehr als ehrlich zu,
sie hatte von einem Tag auf den anderen ihren Job verloren,
zwar war dieser Verlust nicht so gravierend,
aber sie war nicht gewohnt, nichts mehr zu tun zu haben.
Irgendwo hörte man einige Vögel ihre Gesänge zum Besten geben,
wagemutige Enten tauchten am Seerand nach etwas Essbarem.
Bis auf diese natürlichen Begebenheiten
war nichts anderes zu sehen oder zu hören.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 19-10-2011 20:14 PM

Zutiefst verstehend nickte Lor nur gedanklich, er konnte die Situation gänzlich nachvollziehen, als erginge es ihm selbst so, als wäre er durch diese Intrige hinausgeworfen worden. Leise Wut, verstärkt durch die der Vampirin, kam auf ob der Tatsache, dass solche Umstände immer noch herrschten, aber er schob sie beiseite und stand auf. Einen Moment später zog er die Glastür zu und sprintete auf den Rand der Terrasse zu, um im Hechtsprung über die Kante zu springen und sich einfach fallen zu lassen, die Arme leicht vom Körper abgehoben, wie auf Kurs ins Wasser.
Nach einigen Sekunden falteten sich schwarze Federschwingen auf und raschelten im Wind, den sie hart abfingen in der Kurve, um auf Horizontale zu kommen. Mit leichtem Aufwind setzte das Blauhaar sich etwas höher und schoss der Spur nach, die er mit dem Gedankenaustausch empfangen hatte.
Hannover sah harmlos aus von oben. Viele Häuser, kleine Punkte von Menschen, die Fahrgeräte, Straßenbahnen, ein zwei einzelne Autos oder die neuartigen O-Busse (sie wurden mit Strom per Oberleitung betrieben), nichts zeugte von der Bösartigkeit hinter der Fassade, die zu oft noch herrschte.

Die Sonne glitzerte auf der spiegelglatten Oberfläche des ruhigen Sees. Ab und zu zog ein leiser Hauch seine Wellen über das Wasser, aber nicht oft genug.
Mit kraftvollem Flügelschlag landete der Krasáne flink neben dem luxuriösen Wagen seiner alten Freundin, auf dem sie sich niedergelassen hatte und fast wie abwesend auf das Wasser starrte.
"Darf ich dir etwas Gesellschaft leisten?" Es war deutlich eine rhetorische Frage, die keiner Antwort bedurfte.
Er machte sich keine Mühe, die Flügel zu verstecken, sie schrumpften lediglich auf eine angenehme Größe, wie eine Art Ruhestellung. Eine Brise flauschte durch die sechs blutroten Schweiffedern, doch der Blick Lors war klar, einfach nur zwei rote Iris, die die Augen Lexias suchten.
"Was wirst du jetzt tun?"
Gute Frage, was würde er selbst tun? Nun hatten sie scheinbar beide kein direktes Ziel, keinen Halt an einen Ort.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 20-10-2011 02:08 AM

Der Fuchs lauschte aufmerksam den Erklärungen des Schwarzgewandten, den er aus dem Zwischenfall in Hannover wiedererkannt hatte, immer wieder verstehend nickend und den Magier mit den Augen verfolgend. Koron hatte also nun... magische Kräfte?
Einen Moment lang lag Stille im Raum. Der Fuchs bedachte sich ob seiner Situation, der Blick driftete irgendwo auf den Boden ab. "Koron Fhang. Worin besteht dieses Training genau?", beantwortete er die Frage des Magiers und stellte zugleich eine eigene, in einem vermutlich ungewohnt ruhigen Ton für jemanden, der gerade erfahren hat, dass sich sein Leben zu einem nicht gerade kleinen Teil ändern würde. Er wollte in seiner Stimme deutlich machen, dass er keine Intentionen hatte, irgendwelche Dummheiten zu begehen und gerne kooperieren würde, schließlich sah er für sich bloß Vorteile in dieser Situation.
"Und ich denke nicht, dass ich vorerst vorhabe, hier abzuhauen", fügte der Fuchs noch hinzu und ergänzte in Gedanken *Es ist ja nicht so, als hätte ich ein Zuhause...*
Der Fuchs deutete auf den kleinen Katheter mit der Salzlösung in seinem Arm, "Weiß man eigentlich schon, wann ich anfangen kann? Ich hasse es, untätig herum zu liegen."


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 20-10-2011 08:33 AM

Der Magier notierte sich in Gedanken den Namen des Schwarzfuchses. Als Koron das Training zur Sprache brachte, wanderte der Raphael hinüber zu dem Tisch mit dem Clipboard, nahm es an sich und schaute sich selbst die Ergebnisse an.
"Es wird erst einmal einige Grundlagen geben. Zum Beispiel, was Magie überhaupt ist, und wie sie grundsätzlich funktioniert. Anschließend kümmert man sich bei jedem einzelnen persönlich um seine jeweilige Affinität. Unsere Lehrkräfte sind da recht kreativ, was die Art und Weise angeht, und versuchen möglichst passend die Unterrichtseinheiten auf die jeweiligen Eigenheiten des Schülers zuzuschneiden."
Eine kurze Pause folgte. "Nun, deine Fähigkeiten sind laut diesem Papier in die Kategorie C einzuordnen. Die schwarze Flüssigkeit, die du abgesondert hast, scheint mehr oder minder direkt in deinem Körper zu entstehen. In Tests fand man heraus, dass diese besonders auf magische Wirkungen reagiert, und zu einem gewissen Teil absorbiert. Es ist also wie ein flüssiger Schutzschild. Doch diese Flüssigkeit scheint am ehestem dem Element der Dunkelheit als solches zu entsprechen. Somit wird es für dich wohl über kurz oder lang auch möglich sein, entsprechende reine Kräfte davon zu kanalisieren, und zum Beispiel in einer reinen energetischen Entladung, oder in einen dunklen Nebel zu entfesseln."

Am Schluss legte der schwarzgewandte das Clipboard direkt auf einen Nachttisch, der direkt am Bett des Anthros stand. "Ich denke, heute solltest du dich noch erholen, etwas essen, und von dem Katheter loskommen. Vielleicht nicht in dieser Reihenfolge", lächelte er. "Du kannst dir etwas frische Luft verschaffen, sowie die allgemein zugänglichen Bereiche dir ansehen. Sollte etwas sein, kannst du gern einem vom medizinischen Personal hier fragen - sofern das Englische für dich kein Problem darstellt... Ich würde vorschlagen, das Training ab morgen beginnen zu lassen."
Der Wächter begab sich ruhigen Schrittes zur Tür. "Ich lasse dich fürs erste wieder allein und werde den Ärtzten anweisen, dir etwas 'Auslauf' zu verschaffen."

Kurz darauf verließ er den Raum, und traf direkt in einem Nebenraum den Dingo wieder, welchem er kurz die Situation schilderte.
Nachdem dort alles geklärt war, wollte er in einen anderen Trackt - dem Isolationsbereich. Unterwegs fiel dem Magier jedoch ein, dass er sich bei seiner Vertrauten Vampirin wegen des Fonds noch melden wollte.
Er verzog sich in eine ruhigere Ecke eines Korridors, legte seine Hand an sein Ohr, und aktivierte über die Stimme eine Art Telefonbuch. Die Direktwahl zum Handy der Vampirin hatte er sich direkt eingespeichert, und somit gleichzeitig diese Funktion seines Codecs einmal ausprobiert. Hoffentlich störte er nicht gerade bei einer OP oder derlei...

Nach zweimal Klingeln ging auch schon die vertraute Stimme an das Telefon. "Sei mir gegrüßt, meine dunkle Dame. Ich hoffe es ist nicht schlimm, dass ich mich erst jetzt melde? Ich wollte eigentlich in Erfahrung bringen, ob inzwischen genauere Zahlen bezüglich der Schäden bekannt sind, damit ich alles weitere wegen der finanziellen Unterstützung in die Wege leiten kann."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 20-10-2011 11:31 AM

Die Vampiress hatte schweigend akzeptiert,
dass Lor sich an ihre Seite gesellt hatte,
mit einem Schulterzucken gab sie ihm ihre Antwort.

"Es ist nur traurig zu wissen,
dass man im Endeffekt keine Besserung in der Welt gesehen hat,
Hab und Geldgier herrschen immer noch",


kommentierte sie und warf einen naheliegenden Stein ins Wasser,
sachte breiteten sich Wellen bis ans Ufer aus,
es war eine angenehme Stille in diesem Teil der Außenstadt.

Ein bekannter Klingelton erreichte Alexinaras Ohr,
dann die dazugehörige Vibration in ihrer Tasche.
Etwas verwundert nahm sie ab,
die Nummer war unterdrückt,
sie hatte keine Ahnung, wer am Ende der Leitung sie versuchte zu erreichen.
Dann erkannte sie die Stimme,
es war Raphael, der gerade sein Grußwort an sie gerichtet hatte.

"Schön dich zu hören, mein finsterer Herr.
Bezüglich des Schadensausmaßes gab es einen ersten Abschlussbericht,
aufgrund meiner stabilisierenden Maßnahme musste die Halle nur ein neues Dach bekommen,
der restliche Teil des angrenzenden Hauses wurde mit Kleinstarbeiten inzwischen begehbar gemacht,
die medizinischen Geräte wurden zum Teil aus dem Bestand ersetzt,
andere sind bestellt worden und werden im Laufe der folgenden Woche eintreffen.
Der Schaden beläuft sich damit auf knapp 859.000 Euro,
die Versicherung hat einen Teil übernommen,
deswegen fallen die Kosten geringer aus als gedacht",


sie machte eine kurze Pause,
eigentlich wollte sie dem Krankenhaus diese Geldspende nicht zukommen lassen,
schließlich hatten sie ihre Überstundenzahlungen,
die sich auch auf eine halbe Millionen Euro beliefen, weggesteckt.

"Noch etwas, der Vorfall wurde mir in die Schuhe geschoben,
sie haben meine Überstundenzahlungen eingesackt und einen Aufhebungsvertrag durchgesetzt.
Die Papiere, die die ISF erreichen werden, dokumentieren mich als Schuldige der beinahe Katastrophe,
Untersuchungsdokumente mit falschen Angaben,
Anordnungen etc., du kannst dir denken,
dass sie kreativ waren",


schilderte sie ihm noch kurz,
ein kurzes Glühen konnte man in ihren Augen erkennen,
ein Stück Restwut auf diese Intrige,
oder zumindest der Hauch dessen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 20-10-2011 13:00 PM

"Leider...", nickte Lor ab und sah dem Stein nach. Statt einer weiterfolgenden Antwort klingelte das Handy seiner Nachbarin.
Mit erstaunt und fragend hochgezogenen Brauen schaute er auf und lauschte auf ihren Teil des Gesprächs und konnte sich den Rest zusammenreimen. Ein Lächeln ob des Anrufers huschte über seine Lippen. Jedoch hing die stille Belastung des Rauswurfs und der hinterzogenen Überstunden, wie er jetzt erfuhr, ziemlich schwer auf.
Das Blauhaar legte ihr eine Hand auf die Schulter, ihren Blick suchend. Er hatte in etwa erahnt, was der Vampirin im Kopf herumschwirrte.
"Wäre es nicht rechtens, wenn das Krankenhaus, wenn sie dein Gehalt eh für Schädenbehebung einbehalten, damit auch auskommt? Warum sollten sie zusätzlich Geld erhalten für eine derartige Schandtat?" Leichter Zorn versteckte sich. "Sie sollen lernen, dass wir uns nicht so einfach - verzeih - verarschen lassen und auch sehr viel anders können."



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 20-10-2011 16:03 PM

Aufmerksam hörte der Schwarzfuchs dem Magier erneut bei seinen Erklärungen zu, zunächst über den Ablauf des Trainings und anschließend, was ihm besonders wichtig war, welche Fähigkeiten er nun eigentlich entwickelt hatte. Ein magischer Schutzschild aus Schleim, und später vielleicht sogar die Möglichkeit, reine, dunkle Energien freizusetzen. Der Gedanke daran ließ ihn ein wenig in sich selbst hinein grinsen, allerdings wollte er sich nicht zu viel von seiner Begeisterung für seine neuen Kräfte anmerken lassen. Wenn er diese Fähigkeiten kontrollieren könnte, würden sie sich auf jeden Fall als nützlich erweisen, allerdings machte ihm die Sache mit dem Schleim erneut Sorgen. Was, wenn er bei jeder Ausführung seiner Kräfte wieder dieselben Schmerzen spüren würde wie früher?
Der Magier verabschiedete sich mit der Mitteilung, dass der Fuchs sich wohl bald hier umsehen könnte, danach war für einen kurzen Moment Stille im Raum, bevor der Dingo wieder herein kam, den Schwarzfuchs freundlich angrinsend.
"I guess Mister Liskor has explained everything to you. How're you feeling about it?", fragte der Dingo, während er kurz den Katheter von Korons Arm nahm und dann noch einige Notizen in das Krankenblatt machte. "Mostly pretty damn hungry", scherzte der Fuchs, obwohl es mehr der Wahrheit entsprach als es ihm lieb war, was sein laut knurrender Magen gut unterstrich. Der Dingo lachte ein wenig und kramte in seinem Kittel nach einem kleinen, gelben Coupon, den er dem Fuchs in die Hand drückte mit den Worten, "I can imagine. Get yourself something from the cafeteria. A workmate gave this to me, but I don't really need it. Today's 'German Speciality Day', I think you might like it."
Der Dingo beendete seine Eintragungen in das Krankenblatt und steckte es wieder in die Halterung vorn am Bett. "I've been advised to tell you that you're good to go now. You can roam around the area as you please, except for the higher security zones", erklärte der Arzt noch kurz, was Koron mit einem Nicken bestätigte, bevor er sich langsam erhob und auf der Bettkante saß. Seine Stiefel standen schon neben dem Bett und er begann direkt, sie anzuziehen.
"My name's Diego, by the way", stellte sich der Dingo vor, "You have some pretty awesome swords there. What do you need them for?"
"Self-defense", antwortete Koron ruhig, während er langsam aufstand, nachdem er die Stiefel zugeschnürt hatte. Es war zwar nicht die volle Wahrheit, aber vom Grundprinzip her stimmte es... mehr oder weniger. Diego nickte bloß und zeigte dem Fuchs noch kurz, wo sich seine Sachen befanden, der Koffer stand auf der anderen Seite des Bettes, seine Schwerter waren in den Lederscheiden an die Wand unter dem Fenster gelehnt und sein Mantel hing an einem Kleiderhaken nahe der Tür. Seine restliche Kleidung, Hose, weißes T-Shirt und Socken hatte er anbehalten, da es offenbar nicht nötig war, diese zu entfernen. Koron bedankte sich noch rasch, bevor Diego auch schon aus dem Zimmer verschwand und der Fuchs kurz darauf folgte, sich zunächst einmal auf dem Gang orientierend, die Schritte etwas langsamer als gewöhnlich, da er nicht das Risiko eingehen wollte, sich direkt zu überfordern.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 21-10-2011 08:46 AM

Die Worte der Vampirin ließen die Miene Raphaels verfinstern. "Sie haben dich also gnadenlos ausgenutzt?"
Eine kurze Denkpause folgte. Wenn sie nun keine Arbeit, also nichts direktes mehr zu tun hatte, konnte das ziemlich auf die Seele schlagen, insbesondere wenn man soviel Herzblut in die bisherige Arbeit gesteckt hatte. "Wenn du willst, schick ich einen Transporter zu dir. Ich denke, du hast nichts gegen eine Einladung zu mir?"
Nebenbei hatte der Magier auch die Stimme seines Bruders vernommen. "Sofern Lor kann und möchte, könnze er mit einsteigen. Ich möchte hier vorher nur ein paar Sachen erledigen", fügte er hinzu.

Nachdem das Gespräch beendet wurde, gab Raphael direkt weitere Order via Codec an die Einsatzzentrale, welche wiederrum den Transport veranlassten.
Indessen war der Schwarzgewandte immernoch unterwegs zu dem Isolationsbereich, hatte er Thomsen bisher doch noch nicht gesehn.
Nach einem schier endlosen Korridor stand er vor einer großen, weißen, elektronischen Tür. Er nutzte seine ID-Karte an dem Terminal zu seiner Rechten, und mit einem kurzen Piepen öffnete sich der Zugang. Hinter diesem Haupttor lag ein weiterer Flur, der über verschiedene Abzweigungen zu sehr unterschiedlich isolierten Fällen führte.
Nach weiteren fünf Minuten war er schließlich an seinem Ziel. Eine weitaus schmallere Tür versperrte ihm den Weg, doch mit der Zugangskarte war das kein Problem.
In dem Zimmer, das recht hell beleuchtet war, gab es zu seiner Seite eine Art Glasfront. Es schien so, als wäre dahinter die Außenwelt... doch das war ein technischer Trick. In Wirklichkeit befanden sich hinter dem Panzerglas hochauflösende Displays, die durch das Glas ein echten Tiefeneindruck erzeugten. So konnte man die Außenwelt in den Raum bringen, denn am äußeren Gebäude waren Kameras angebracht, die in Echtzeit das Bild übertrugen. Auf diese Art und Weise konnte man gleichzeitig den Jungen in sicherer Verwahrung behalten, aber ihn auch seinen Drachen außerhalb des Gebäudes zeigen.

Thomsen saß gerade auf seinem Bett und wippte unruhig hin und her. Nebenbei bemerkte Raphael, dass er heute ungewöhnlich viel Deutsch sprechen konnte. "Guten morgen, Thomsen. Kannst du nicht mehr schlafen?" In die Augen des Jungen, der offensichtlich den schwarzgewandten erkannte, schlich sich sofort eine gewisse Panik. Angsterfüllt wich er zurück.
"Ich werde dir kein Haar krümmen, solange du niemanden etwas tust", versuchte der Magier ihn zu beruhigen. Ein sanftes Lächeln folgte, und er schnappte sich einen nahegelegenen Stuhl, richtete ihn in Richtung des Jungen aus, sodass er im sitzen wunderbar zu ihm sehen konnte.
"Was haben sie mit mir gemacht?", stotterte der Junge.
"Ich habe dafür gesorgt, dass du dein Gewissen nicht mit dem Tod Unschuldiger belastest." - "Niemand von denen ist unschuldig!" - "Dann auch du nicht?"
Der Knabe wollte etwas erwidern, doch verstummten seine Worte, ehe sein Blick den Boden suchte. "Danke für die Rettung meines Drachen" - "Dank nicht mir. Ein Freund von mir hatte sich um ihn gekümmert." - "Was ist mit der Ärtztin?" Er klang ehrlich besorgt, und blickte bei der Frage direkt zu Raphael hinüber.
"Ihr geht es gut, sie ist recht robust und zäh. An ihr hat sich schon mancher die Zähne ausgebissen. Du siehst also, im Endeffekt hattest du noch Glück im Unglück."
Erneut suchten die Augen Thomsens den Boden. "Was wird jetzt mit mir geschehen?" - "Zunächst einmal muss die Untersuchung zu den Schäden, die du angerichtet hast, beendet werden. Dann wird sich der europäische Gerichtshof mit diesem Fall auseinandersetzen. Man wird dich entsprechend deines Vergehens bestrafen, es sei denn..."
Hoffnung flammte in dem Jungen auf: "Es sei denn... was?" - "Du kooperierst mit uns. Ehrlich gesagt gefällt es mir nicht hier jemanden einzusperren. Doch solange ich mich nicht darauf verlassen kann, dass du freiwillig hier bleibst, muss diese Maßnahme bestehen bleiben. Gleichermaßen wäre es hilfreich für uns alle, wenn du ein verordnetes Training absolvierst, um deine Kräfte besser zu beherrschen..." - "Welche Kräfte denn noch? Ich habe sie nicht mehr... ich spüre sie nicht mehr..."
Der Magier schloss kurz die Augen, ehe er weitersprach. "Sie sind noch immer da. Ich habe sie zwar gewisser Maßen versiegelt, doch wird dies nicht allzu lange mehr bestand haben. Sollten deine Kräfte also erneut erwachen, ehe du ihnen selbst gewachsen bist, kann es sein, dass du beim nächsten mal nicht soviel Glück hast... und dich selbst zerstörst."
Geschockt sah der Junge nach vorn, und wandt sich dann ab. "Du musst dich nicht sofort entscheiden, doch lasse dir nicht zuviel Zeit. Sonst übernimmt der Gerichtshof deine Bestrafung... Ich hoffe Zeit bis morgen reicht dir."
Raphael stand auf, und schickte sich an wieder zu gehen. Beim verlassen des Raumes hallte noch eine Frage an ihn heran. "Wie heißt du eigentlich?" Der Magier hielt inne, und schaute zurück zu Thomsen. "Mein Name ist Raphael Liskor." Sein Gesprächspartner sprang auf, und ging ein paar schritte in seine Richtung. "Ich habe ihre Stimme gehört... nach einem lautem Hubschraubermotor... danke, das sie mich gerettet haben." Überrascht über die Tatsache, dass Thomsens Bewusstsein trotz der Energiestarre offensichtlich etwas von dem ganzen Trubel mitbekommen hat, nickte er nur und lies den Jungen wieder allein.
//Seine Kräfte scheinen gewaltig, wenn selbst eine Energiestarre seinen Organismus nur so kurze Zeit zusetzt.... Woher kommt dieser Junge?//, fragte er sich, als sein Codec ihn wieder in die Einsatzzentrale beorderte.