Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 21-10-2011 13:02 PM

Die Einladung zur ISF-Zentrale lag einen Moment lang in der Luft,
Alexinara tauschte kurz Blicke mit ihrem Vetrauten,
es schien ihr, dass er ebenso nichts dagegen hatte, ihren alten Bekannten wiederzusehen.

"Schick den Transporter los,
wir haben ja eh nichts zu tun hier",

sagte sie mit einem gewissen Scherz in der Stimme,
dann klappte sie das Handy wieder zu.
Raphael hatte aufgelegt und wollte alles in die Wege leiten,
sie machte sich keine Sorgen,
dass er Probleme haben würde, ihre Position zu orten,
schließlich kannte er ihre Energiesignaturen und konnte sie fast an jedem beliebigen Ort ausmachen.

"Wird Zeit, den Wagen abzusichern,
jetzt schau mal und lass dich überraschen,
Direktlink zur Wagennavigation. Er ist nicht so ganz Maschine,
wie viele es meinen mögen, er besitzt quasi eine eigene Seele,
wenngleich sie eher dem eines jungen Knaben ähnelt.
Nicht erschrecken, ich werde ihn mal eben nach Hause leiten."


Just in diesem Moment schloss Alexinara die Augen und stellte sich etwas vom Wagen weg,
der Motor schaltete sich wie von Geisterhand selbst an,
ein Gang wurde eingelegt und die Scheinwerfer sprangen an,
ein kurzes Motoraufheulen und rückwärts ging es gen Straße.
Keine 20 Minuten später löste sich die Vampiress aus ihrer Anspannung,
sie atmete tief durch und sah Lor an.

"So, der Kleine ist in seiner geliebten Garage,
Garidion weiß auch bescheid,
er wird das Haus und Umfeld für uns im Auge behalten,
für den Fall, dass jemand Besuch vorbeischickt.
Wir wollen ja Gästen unsere beste Aufwartung machen",


fügte sie leicht diabolisch hinzu,
wusste sie doch um die Tatsache,
dass ihr Vertrauter durchaus von anderen gesucht werden würde,
da er in einer Organisation ob seiner Fähigkeiten genötigt worden war, Aufträge durchzuführen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 21-10-2011 17:42 PM

Sie sprangen von der Motorhaube herunter und Lor gesellte sich an Lexias Seite, aber weit genug ab, dass er sie nicht störte. Mit den verwunderten Augen eines erstarrten Kindes sah er dem Auto nach, blinzelte und brauchte ein zwei Momente, bevor er wieder voll da war. Als auch die Vampirin nach ungezählter Zeit ansprechbar wurde, sah er sie nur an mit dem gleichen Blick.
"... Wow. Nettes Auto."
Er kam nicht umhin, einfach aufzulachen, rein aus dem Herzen. Dem Herzen eines Kindes, das etwas Neues entdeckt hatte.
Ihre letzte Anspielung ließ ihn lächeln, er verschränkte die Arme hinter dem Kopf und streckte sich halb.
"Selbst wenn sie mich gefunden haben sollten, oder beobachtet, sie werden keine Anstalten machen, mir nachzurennen. Oh, warte mal."
Geschickt schaltete ein Finger das Armband, das nach wie vor an seinem Platz verweilte, an. Es dauerte nur ein paar Sekunden, bis es schon piepte. Gechillt tippte Lor nochmals den Knopf.
"Du dummer kleiner Lausebengel, Idiot elender, verdammte Promenadenmischung, ich zieh' dir das Fell ab!"
Der Krasáne schwieg ob des schnaufenden Herren am anderen Ende kurz, ehe er grinste. "Bist du fertig?"
"Ich mach' dich sowas von fertig, mein Chef hat mir fast den Kopf abgerissen! Und du hast nichts Besseres zu tun, als wild in der Gegend herumzufliegen und den Hannoveraner Bahnhofsplatz zu zerlegen?"
"Genau genommen war ich das nicht."
"Nein, natürlich nicht, ist auch egal, ich - "
"Jolèk? Ich mache Schluss. Ich will dich nie wieder hören und keinen von euch sehen, verstanden? Sonst muss ich mich leider ob Belästigung zur Wehr setzen."
Ein Seufzen war zu hören, mit einem Hauch Trauer. "Fein. Ich leite alles in die Wege. Ehrlich gesagt, trotz aller Beleidigungen habe ich dich immer gern gemocht, weißt du? Du warst einfach anders als die Menschen, mit denen ich arbeiten musste."
"Das war auch nicht schwer", erwiderte das Blauhaar scherzhaft und dennoch auf eine erschreckende Art kalt. "Wird es noch Konsequenzen geben? Das kann wohl kaum alles sein."
"Vielleicht wird man dich erschießen wollen, aber ich habe deine Akte."
"Uh, ja, ganz toll, die wüsste ich gern anderswo als in euren Händen. Verwende sie für mich und dann lasse sie verschwinden, wo auch immer die hin muss."
"Das kann ich - " Der Empfang rauschte kurz, ein Schreien ertönte und man hörte nur noch Geräusche, die man gar nicht hören wollte. Eine Hand griff nach dem Gerät, aber bevor es sie erreichte, hatte Lor sein Armband abgenommen und zerlegte es im Feuer in seiner Handfläche.
"Die werden mich nicht mehr orten können. Armer Jolèk, aber zum Glück hatte er keine Familie oder Verwandte. Und wenn ich einem der Orga zufällig begegne... Sein Pech, wenn er sich vergreift."
Die Flamme färbte sich tiefschwarz und im nächsten Moment, als sie ging, war alles Metall verschwunden.

"Entschuldige das." Der Krasáne sah auf und lächelte gütig. "Aber bevor sie an ihre Kartenmaschinerie kommen, kannst du mir einen Gefallen tun?" Er hielt ihr den nun "leeren" Unterarm hin. "Magst du den Sender entfernen? Wenn ich es selbst mache, gibt das nur unschöne Schocktherapie, weil der das merkt."
Eine kleine Platine war schwach sichtbar, wo einst das Armband gesessen hatte, direkt implantiert, nachdem man ihn damals betäubt von der Straße gezerrt hatte.
"Wegen meiner kannst du ihn gern herausbeißen, gib nur bitte Acht, dass du dir deine schönen Zähne nicht abstumpfst." Merkte man, dass er spitze und lange Zähne gern mochte? Innerlich grinste Lor etwas.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 21-10-2011 20:07 PM

Der Fuchs verlor keine Zeit, sich mit seiner neuen Umgebung vertraut zu machen. Gemütlich schlenderte er durch die Gänge, die hauptsächlich in Weiß und Crèmetönen gehalten waren, kam an einigen Kreuzungen vorbei, wobei er sich fürs erste strikt an einem Pfeil orentierte, auf dem dick 'Caféteria' geschrieben stand. Dort angekommen tauschte er den Coupon, den er netterweise vom Dingo bekommen hatte, gegen ein saftiges Jägerschnitzel ein, das zwar nicht unbedingt sonderlich gut zubereitet war, doch für seine Zwecke in diesem Moment mehr als ausreichend.
Beim Einnehmen seiner längst überfälligen Mahlzeit schaute er sich um und musterte die anderen Leute, die hier speisten. Gut die Hälfte hatten Uniformen an, manche nur Teile davon, der Rest war gemischt, viele hatten Alltagskleidung an, manche waren formal gekleidet, und andere saßen wie Koron bloß in normalen Hosen und T-Shirt da. Doch was viel interessanter war, waren die Gestalten selbst. So manche Körperteile waren am Leuchten, und hier und da stachen einige Hörner aus der Menge heraus, etwas vor ihm sah der Fuchs sogar ein paar schuppige Flügel, die aus einem ansonsten recht gewöhnlich aussehenden Menschen herauswuchsen. Doch nirgends sah er jemanden, der eine zu einer Klaue mutierten Hand hatte. Oder überhaupt ein vergleichbares Symptom an einer Gliedmaße.
Leise seufzend beendete der Fuchs seine Mahlzeit, legte das Tablett auf das dafür vorgesehene Laufband, das irgendwo in der Wand verschwand und machte sich auf, das Gelände weiter zu erkunden.
Er kam bald an einer schweren, unbeschrifteten Tür vorbei, die von zwei Uniformierten bewacht wurde. Er konnte sich schon denken, dass dieser Bereich außerhalb seiner Reichweite lag und bog deshalb vorher rechts ab, was ihn durch eine Glastür nach draußen führte. Das Gebiet schien sehr weitläufig und breite Fusswege aus ungwöhnlich sauberem Pflasterstein durchzogen die Landschaft, die für die Parkanlage einer solchen Einrichtung angenehm malerisch erschien. An jeder Wegkreuzung standen breite Sockel auf dem Boden, über denen orangefarbene Kristalle schwebten. Dieselben Vorrichtungen waren weiterhin alle paar Meter entlang der Fußwege platziert, was Koron vermuten ließ, dass diese wohl nachts als eine Art Laternen dienen würden.
Der Fuchs ging einige Meter über den Weg, sich dabei umsehend. Auf dem Gelände selbst waren noch einige weitere Gebäude aufgebaut, und nicht allzu weit entfernt waren noch weitere, alle in einem schlichten Weiß gehalten. Während er so die Umgebung beobachtete, zischte nur haarscharf ein Feuerbolzen an ihm vorbei, instinktiv duckte sich der Anthro kurz weg und drehte sich zur Quelle des Angriffes, die ein großgewachsener Mann war, der wütend versuchte, sich gegen zwei Wachen zu wehren, die ihn gerade niederrungen. "Scheiß Tierfreaks!" schrie er noch, bevor er von einer Wache außer Gefecht gesetzt und anschließend abtransportiert wurde. Der Fuchs seufzte kurz, so ganz wurden seinesgleichen noch immer nicht angenommen. Zumindest von so manchen Individuen nicht.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 24-10-2011 14:34 PM

Erneuter Trubel, hecktische Schritte, ab und an ein Zuruf von einem Kollegen zum anderen. Ein Mitarbeiter ging gerade mit einem Funk-Headset auf dem Kopf und einem Stapel Papiere in der Hand aus dem größeren Raum, in dem sich die Einsatzzentrale befand.
//Was ist denn hier los?!//, dachte der Magier bei sich, als er einige Schritte in Richtung des Leiters der Zentale machte. "What's going on here?" - "Code 502. The 'New Light' has taken hostages in London."

//New Light... die habe ich ja ganz vergessen.//
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"New Light" ist gleichermaßen der Name einer Sekte, wie auch einer terroristischen Vereinigung mit Zentrum in den Emiraten. Nachdem die ersten Fälle von übernatürlichen Kräften bekannt wurden, tauchte diese Gruppe zum ersten mal auf, und forderte eine "reine Welt". Dabei sehen sie alle die als 'unrein' an, die über außergewöhnliche Kräfte ab Kategorie B verfügen. Mit Akten der Grausamkeit und der Zerstörung haben sie zum Auftakt ihrer Botschaft ein ganzes Dorf voller Flüchtlinge ausgelöscht, wobei es alles Individuen waren, die nicht der menschlichen Art angehörten.
Der Sektenbehaftete Teil scheint teilweise völlig im Gegensatz dazu zu stehen, und versucht Personen mit besonderen Fertigkeiten zu rekrutieren - Allerdings lediglich Menschen. Zumindest ist bisher kein Fall öffentlich, in welchem ein Nicht-Menschlicher Anhänger sich zu New Light bekannte.

Unterstützung erhält diese Organisation nicht nur durch die Emiraten selbst, sondern auch durch manche verblendete Menschen, die glauben, es sei besser, wenn sie allein wieder den Planeten hätten. Glücklicherweise ist das eine Minderheit, jedoch ist die 'New Light' in den letzten Jahren immer stärker, und besser organisiert geworden. Dies schlägt sich in immer blutigere Attentate oder andere Verbrechen nieder, die in erstaunlicher Regelmäßigkeit über die ganze Welt hereinbrechen.
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"Who are the hostages?" - "They have taken a part of the royal family, as well as some employees of the palace." - "What?! They are in the palace? How did they get there?!" - "We don't know."
Die Lage war ernst. "What do they want?" - "Their claims are at first, that every neutrality against Terra fall, second they want 2000 Units of magic cells from our production." - "2000?! Are they crazy?!" - "I think so."
"Ok, make the squad D ready, a stuff of helicopters, as well as dragon starters." Der Leiter nickte nur, und tätigte einige eilige Durchsagen. Währenddessen erhielt Raphael die Nachricht, dass der Transporter mit seinen Vertrauten soebend angekommen war. Eilig verlies er den Raum, und beorderte unterwegs Rezlan zum Landeplatz.
Als er gerade das Gebäude verlies, sah er bereits, wie eilig einige Truppen zu ihren entsprechenden Maschinen eilten. Er selbst ging schnelleren Schrittes zur etwa 100 Meter entfernten Maschine, die Aquarianerin gesellte sich unterwegs an seine Seite.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 24-10-2011 16:25 PM

Auf Lors Bitte hin nicke die Vampiress kurz,
sie nahm den Arm und beschaute sich die besagte Stelle,
nur schwach schimmerte der Sender unter der Haut,
wirklich als solchen erkennen konnte man ihn aber nicht.
Mit der Hand führte sie die Stelle an ihren Mund,
es war nur ein kleiner Biss, der das Ding offen legte,
mit der Zunge untergrub sie das Stück Metall und ließ es herausfallen,
mit einem leisen Geräusch landete es im Gras.
Behände leckte Alexinara über die Stelle,
sie würde nicht lange für die Heilung brauchen.

Schon hörte sie auch schon einen Transporter auf sie zukommen,
er landete wenige Minuten später auf dem offenen Feld und ein uniformierter Mann deutete ihnen, sich hinein zu begeben.
Nickend folgte sie dieser Einladung und ging dort hin,
nur einen kurzen Seitenblick machte sie gen Lor,
er würde ihr sowieso sicherlich gerade folgen.
Im Cockpit saß ein Mann mit heller Hautfarbe,
er schien stur geradeaus zu schauen,
was die Vampiress zunächst als reine Diensthaltung verstand,
dann jedoch erkannte sie,
dass seine Augenhöhlen leer waren und er wohl durch einen anderen Wahrnehmungskanal die Umgebung erfasste.
Den Blick schien der andere Uniformierte wahrgenommen zu haben und setzte sich ihr gleich gegenüber.

"He can sense eyerything around him with his ears and acoustic signals,
he´s kinda bat i think",


führte er aus und gab ihr ein Augenzwinkern,
welchen Teil er dabei genau meinte, wollte sie aber gerade nicht einschätzen,
viel zu sehr erfasste etwas anderes ihr direktes Interesse,
nur kurz nahm sie einen Funkverkehr wahr,
der Pilot schaltete schnell auf einen anderen Kanal,
irgendwas von "hostages" "London" hatte sie noch verstehen können.
Mit einer hochgezogenen Augenbraue schaute sie fragend drein,
doch der Mann winkte ab, es schien so, als sollte sie es zunächst nicht interessieren.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 24-10-2011 17:16 PM

Kurz zischte der Krasán, kniff dabei das linke Auge zu und wartete still, bis sie endete, dann radierte er flink den Sender aus wie zuvor den Armreif, gerade rechtzeitig, um sich etwas unter dem starken Wind zu ducken, der aufkam. Ein Transporter setzte sich zu ihnen ab und sie stiegen direkt einfach ein, als der Co-Pilot sie darum bat.
"Entweder ist Terra ziemlich nahe an der Nordsee oder diese Dinger verdammt schnell", kommentierte er nur, hatte er sich doch schon am Krankenhaus gewundert, dass sie so rasch dagewesen waren.

Unterwegs bestätigte sich letzteres vor allem, wohl auch, weil sie mit Magie flogen - wie so viele heutzutage, das allerletzte Öl oder was auch immer ging in die letzten Züge und war ziemlich teuer.
Zu Punkt eins konnte er weniger etwas sagen, da sie alsbald über dem Meer waren und sich kein Horizont zeigte, nur weites Wasser, das Orientierung ohne Himmelsrichtung ein bisschen schwierig machte. Aber am Ende war es auch relativ egal, ankommen würden sie.
Den Flieger fand er direkt sympathisch, scheinbar haftete etwas Tierisches an ihm? Was es auch war, es ließ den Mann beachtlich gut blind fliegen, trotz der Störgeräusche der Rotoren. Unser Gegenüber hatte zu Anfang erwähnt, dass ihm vielleicht etwas Fledermausartiges anhaftete. Interessant, fürwahr.

Das rauschende Gespräch, auf das später im Kanel gewechselt wurde, hatte er kaum mitbekommen, nur Schlagwörter, aber es reichte. Ihre Maschine ging auf Landekurs nach einiger Zeit - er konnte nicht sagen, nach wie vielen Minuten oder Stunden - und entließ sie zurück auf den Boden, doch Raphael kam bereits heran, um sie zu empfangen.
Sein Gesicht sagte alles.
"Was ist passiert? Wer wurde gefangen genommen von wem und kann man", damit meinte er Außenstehende, in diesem Fall natürlich Lexia und sich, "irgendwie helfen?"
Ernst spiegelte sich in seinen Augen, wich aber doch einem Hauch Sanftmut.
"Entschuldige. Bleibt ein kleiner Moment trotzdem, für eine kurze Begrüßung?" Er schickte sich an, ihm die offenen Arme anzubieten.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 24-10-2011 17:40 PM

Ein gutes Stück weiter konnte der Anthro sehen, wie ein Transporthubschrauber auf dem dafür vorgesehenen Landeplatz aufsetzte, einige uniformierte ISFler stürmten über das Gelände und reihten sich ebenfalls auf dem Landeplatz, der nur durch einen Zaun aus dicken Stangen, zwischen denen man noch ohne Anstrengung hindurchsehen konnte, vom Rest des Geländes abgetrennt war. Zwei Figuren stiegen aus, die der Fuchs mit einem überraschten Anheben der Augenbraue erkannte: Es waren die beiden Ärzte aus dem Krankenhaus in Hannover, die Schwarzhaarige und der Drache, der ihm die Kugel entfernt hatte. Warum waren die beiden nun auch hier? Sie schienen ihre Kräfte doch schon gut unter Kontrolle zu haben, und schwerverletzt sahen sie auch nicht aus. Als der Schwarzgewandte - verdammt, er hatte gar nicht nach seinem Namen gefragt - auf die beiden zukam und sich mehr oder weniger locker mit ihnen kurz zu unterhalten schien, dämmerte es dem Fuchs: Die drei waren doch Freunde, wenn er sich recht an die Momente nach der Neutralisierung des Jungen in Hannover erinnerte. War das so etwas wie ein Wochenendbesuch?
Noch eine kleine Truppe von vier ISFlern rannte über das Gelände in Richtung Landeplatz, wobei sie sich nur knapp am Schwarzfuchs vorbeibewegten. Einen von ihnen erkannte er, es war der Schwarze Eismann, den er im Krankenhaus einige Male gesehen hatte und der ihn auch hierher gebracht hatte. Dieser drehte sich im Laufen kurz zum Fuchs um und winkte ihm einmal rasch mit zwei Fingern zu, bevor er sich mit dem Rest seiner Truppe zum Flugplatz begab.
Neugierig schritt Koron ebenfalls in Richtung des Flugplatzes, blieb allerdings einige Meter vom Zaun entfernt stehen und verschränkte die Arme, die Situation interessiert beobachtend.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 25-10-2011 09:40 AM

Offensichtlich hatte Lor, und wohl auch Alexinara Wind davon bekommen, dass etwas größeres im Gange war. Doch zunächst umarmte er seinen Bruder, danach seine Vertraute. "Eines nach dem anderen", sagte Raphael leicht gehetzt. "Erstmal möchte ich euch Rezlan vorstellen. Sie ist eine der wenigen auf der Insel, die auch des Deutschen mächtig ist, und ganz nebenbei meine persönliche Assistentin."
Der Magier deutete dabei auf die Blauhäutige, die einem jeden von den Ankömmlingen die Hand reichte.
"Anbei - kannst du zwei Stufe 4 Ausweise für unsere Besucher besorgen?" - "Natürlich", antwortete Rezlan direkt, wandte sich um und ging in Richtung des Hauptgebäudes.

In einigen Abstand folgten Alexinara, Lor und Raphael ihr. Dabei senkte der schwarzgewandte seine Stimme. "Wir haben vor einigen Minuten eine Meldung über eine Geiselnahme im Londoner Palace, dem neuen Regierungssitz der Königsfamilie, erhalten. Eine Terroristische Vereinigung, die unter dem Namen 'New Light' bekannt ist, soll dafür verantwortlich sein, und hat Forderungen gestellt. Wir gehen gerade das Standardprotokoll für VIP-Geiselnahmen durch. Daher ist hier gerade so ein großer Aufruhr."
Einige Momente, und Flure später standen die drei vor einer elektronischen Tür, die Raphael mit seiner Karte entriegelte. Dahinter lag direkt die Treppenförmige Einsatzzentrale. Von überall hörte man englische Gespräche der Kommunikatoren. Der Leiter der ISF führte seine Vertrauten zu dem Chef dieser Abteilung.
"Civilians?", fragte dieser direkt, und blickte dabei zum Blauhaar und der Vampirin.
"Not really. Cat D reinforcement, if we need it." Der Angesprochene nickte nur kurz, und wandte seinen Blick dann wieder zum Hauptschirm, der von seinen Ausmaßen fast schon einer Kinoleinwand glich.

Dort konnte man verschiedene Kameraperspektiven, Bilder, Diagramme, und ähnliches gut übersichtlich darstellen. Die Hälfte des Schirms war aktuell mit einer Liveübertragung eines Einsatzkommandos gefüllt. Es war offensichtlich, dass die Kamera auf einen großen Balkon eines prachtvollen Gebäudes fest eingestellt war. Eine männliche Person, offenbar zur Adelsfamilie gehörig, wurde auf diesen Balkon gerade von einem vermummten Mann vorgeführt. Die Geisel wurde dazu genötigt sich hinzuknien.
Im rauschen der Übertragung verstand man erstaunlich gut die Worte des Terroristen: "As long as our claims are not meet, every ten minutes will die a member of the royal family."
Nach dem letzten Wort legte der Sprecher seine Waffe an den Kopf der Geisel, und drückte ohne zu zögern ab.

Ein kurzer Aufschrei war von irgendwoher zu hören, während als Antwort auf diese Hinrichtung direkt Scharfschützen auf den Terroristen schossen - doch vergeblich! Eine Barrikade hatte sich, wie aus dem nichts, vor selbigen aufgebaut.
"Cat C powers?", fragte der Einsatzleiter ungläubig. Raphael schüttelte den Kopf. "This was at least a Cat D skill, after all they have shoot with M-100 ammo. You know that this kind of bullet burst many shields." - "Our problem has grown up. If more of the royal family dies, this could be the start of an international political crisis!"
"I know. Set the timer on 540 seconds for the next kill." Der Uniformierte tippte kurz etwas auf seiner Tastatur ein, und kurz darauf erschien ein Timer, der langsam von neun Minuten runterzählte. "What is the position of Squad D?" - "They reach the landing zone in T-60 seconds."
Raphael stellte mit seinem Codec eine Direktverbindung zu der Einheit her. Währenddessen trat Rezlan in den Raum, kam näher, und gab den beiden Neuen jeweils eine Ausweiskarte.

"Squad D - the situation is even worse, then before. As soon as possible Mimic should infiltrate the enemy lines, and Mind - you try to locate the special members from the terrorists. Lightning and Ice - you stay back, as a reinforcement for the other two."
Raphael stellte etwas an seinem Codec um. "At all of the ISF Members: You're authorized to use cell ammo like M-100 and M-200. Also you can shoot against the terrorists, if you don't risk a life of the hostages."
In einem Chor kam ein Echo einer Antwort: "Understood!"

"Gut, entscheidet euch, was ihr beide tun wollt. Unterstützen oder hierbleiben. Ihr untersteht nicht meinem Befehl, wenn ihr euch jedoch entscheidet uns zu unterstützen, ändert sich das entsprechend. Alternativ kann Rezlan euch zu meinem Büro bringen, wo ich dann baldmöglichst zu euch stoßen werde."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 25-10-2011 16:05 PM

Eine Begrüßung mit Raphael und seiner Asisstentin später fand sich der Trupp in der Einsatzzentrale wieder,
beeindruckt musste Alexinara feststellen,
dass sie technisch mit den besten Mitteln ausgestattet waren,
auch wenn die Koordination etwas willkürlich wirkte,
alles hatte seine Richtigkeit und der große Bildschirm bot genug Sichtfeld für den Einsatzort.
Etwas verwundert starrte sie dann ihren neuen Ausweis an,
sie fragte sich, wie schnell die Dame wohl an diese Pässe gekommen war und ob es üblich war, überhaupt solche auszustellen,
doch zu einer Frage kam sie nicht, da die Frau, Rezlan, gleich wieder verschwand.

Schnell jedoch horchte sie auf,
als ihr Vertrauter ihnen eine Option offen legte,
sie konnten am Einsatz teilhaben oder geduldig warten.
Die Vampiress leckte sich innerlich die Zähne,
da sie beim zuvor öffentlich veranstalteten Mord gerade Lust bekommen hatte einzugreifen.
Angespannt wirkten die Gesichter der anderen Anwesenden im Raum,
der Anblick eines kaltblütigen Mordes konnte immer noch schocken,
das ein oder andere bleiche Gesicht saß auch hier vor den Bildschirmen.
Über die Terroristenorganisation hatte sie nicht viel gewusst,
da in Hannover derartige "Terrorgeschichten" eher ausblieben,
zwar war die Bundeshauptstadt sicherlich ein gutes Ziel gewesen,
aber wahrscheinlich aufgrund von verschiedenen Faktoren aus dem Raster gefallen.
Gerade in diesem Moment musste die Vampiress an ihr altes Klinikum denken,
ob die hohen Herren dort auch etwaige Intentionen hatten?
Ihre Stirn kräuselte sich,
als sie diesen Gedanken etwas weiterführte,
schlichtweg war es aber durchaus möglich,
dass solche "Terroristen" auch in Manageruniformen stecken konnten.

Ihre Augen fixierten den Magier, der zwischendurch Anweisungen durch sein Ohrtelefon verlauten ließ,
kurz schaute sie dann auch zu Lor herüber,
während sie ihre Antwort dann Raphael mitteilte.

"Okay, ich bin dabei,
was steht an, Master?",


betonte sie und wartete auf seine erste Anweisung,
in diesem Moment war es eine Genugtuung, wieder unter seinem Befehl stehen zu können.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 25-10-2011 16:27 PM

"Habt Dank", erwiderte Lor direkt, als die Blauhäutige ihnen ID-Karten gab, bevor sie wieder davonhuschte.
Er schaute sie bedächtig an und drehte sie etwas zwischen den Fingern herum.
"Nett..."
Genau so wie der Anblick dieser hohen Technik, die man sonst aus Filmen von vor zwanzig Jahren kannte. Ein leises Lächeln huschte über seine Lippen, als Raphael sich ihnen schon zuwandte.
Spielerisch salutierte der Krasáne simpel.
"Yes'sir! Erwarte Ihre Befehle."
Er unterdrückte dabei den Reflex, Flügel hervorzuholen, der ihm unterkam wie bei sofortiger Bereitschaft, und zuckte nur etwas mit dem Schweif. Dabei entging ihm nicht der Blick eines anbei sitzenden Menschen, der etwas entgeistert die langen Krallen anstarrte, bevor er sich sofort wieder an seinen Bildschirm machte.
Ein alter Kampfgeist erwachte ob der Hintergrundgeschichte. Geiselbefreiung, Terroristen, es erinnerte ein bisschen an seine alte Zeit, als er lautlos durch die Nacht schlich und hinterrücks Leute ermordet hatte. Zwar hatte er dort eigenständig agiert, lediglich als Mitglied einer Gilde, die ihn von der Straße fischte, nachdem Amnesie sein Gedächtnis restlos vernichtete bis hin zu seinem Namen, aber auch unter Befehl konnte er sein Ziel natürlich erreichen.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 25-10-2011 21:09 PM

Der ganze Trupp rückte bald ab und begab sich direkt in eines der nahestehenden Gebäude, ohne dass jemand den Fuchs wahrnahm. Mit einem interessierten Nicken entfernte er sich von dem Zaun, der den Landeplatz umgab und beschloss, das Gelände etwas weiter zu erkunden. Nicht ganz zufällig schlenderte er in Richtung des Gebäudes, in das die Truppe von eben verschwunden war, jedoch wurde er schon an der Haupttür von zwei Wachen aufgehalten.
"You need a security level 3 ID to get in here. Please turn around and leave", kam es von einer der Wachen, die komplett mit Helm und Uniform vor ihm stand.
"Can you at least tell me what's going on?", fragte der Fuchs nach, noch keine Anstalten machend, sich zu bewegen.
"That's none of your business. Leave now", antwortete der Soldat knapp, woraufhin der Schwarzfuchs sich seufzend umdrehte und wieder seiner Wege ging. Geheimhaltung dieser Art ging ihm gehörig gegen den Strich, aber wenn das die Regeln hier waren, würde er sich wohl daran halten müssen.
Leicht verärgert machte sich Koron auf, das Gelände weiter zu erkunden. In der Ferne konnte er einige Gestalten erkennen, die im Gleichschritt diverse Bewegungen machten, er vermutete, es waren wohl Rekruten, die gerade ein Kampftraining durchmachten. Seufzend, da er ohnehin gerade nichts besseres zu tun hatte, setzte er sich einfach auf die nächstliegende Bank und beobachtete die Übungen.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 26-10-2011 09:07 AM

Die zum Teil englischen Antworten seiner Vertrauten ließen den Leiter der Einsatzabteilung aufhorchen. Er schaute jedoch nur kurz aus dem Augenwinkel zu den beiden, ehe er sich wieder mit dem allgemeinen Status beschäftigte.
Raphael hingegen lächelte einen Augenblick lang zu den beiden hinüber. "Gut, dann lasst uns gehen."
Der Magier schritt, wie vor einigen Tagen schon, etwas näher an den Hauptschirm heran, und gab Anweisung von einem eher ungefährlicheren Flecken ein Livebild zu schalten. Kurz darauf war ein Bild von einem kleinen Einsatzlager mit einer kleinen freien Fläche auf dem Bildschirm sichtbar.

Nebenbei trat Rezlan wieder näher zu ihnen, wobei Raphael ihr seine Karte übergab. "Eure könnt ihr fürs erste behalten", erklärte er kurz seinen Vertrauten. "Meine ist nur etwas... anfälliger", lächelte der schwarzgewandte verschmitzt, ehe seine Züge wieder ernst wurde. "Gut, ich erkläre euch kurz unser vorgehen. Zum einen stehen wir enorm unter Zeitdruck, zum anderen müssen wir möglichst alle Geiseln da raus holen. Da wir nicht wissen, wieviele und welche Personen mit besonderen Kräften dort sind, ist es das beste zunächst zu versuchen direkt die Geiseln zu evakuieren, ohne sich um die Terroristen zu kümmern. Zudem läuft man dann auch nicht Gefahr versehentlich Mimic zu erwischen... Er und Mind werden uns notwendige Infos besorgen. Wir hingegen werden direkt "angreifen". Dazu nutzen wir eine Sichtbehinderungsmaßnahme, um möglichst schnell und unentdeckt in das Zentrum einzudringen. Wohlmöglich werden die Terroristen verwirrt sein, aber wenn ihr könnt, tötet sie nicht, sondern macht sie lediglich unschädlich. Möglichst so, dass sie sich nicht selbst umbringen können. Unser Primäres Ziel ist es also zunächst dort rasch einzudringen und sämtliche Geiseln rauszuholen. Dafür können wir auch gut deine... Aschenwolke Fähigkeit benutzen, Lex."

Ohne eine weitere Antwort abzuwarten, bereitete Raphael eine Teleportation zum Zielgebiet vor. Als der Timer auf 7:30 stand, erschien das Trio in einem Einsatzlager, das etwa zweihundert Meter von dem Londoner Palace entfernt lag.
Die zum Teil erschrockenen Gesichter der Menschen entgegnete Raphael mit Ernsthaftigkeit. "My name is Raphael Liskor, I'm the leader of the ISF. Who has the command here?" - "Me", tönte es von einem etwas älteren Herren. "We have only few minutes, so I'll explain it in short. Get your Units at least 100 Meter away from the palace. Our special Squad will take care of the hostages. After all, you can storm the front."
Der Mann wollte zunächst etwas erwidern, doch hielt er je inne. Seine Stirn zog sich etwas zusammen, als er nickte. Offenbar war ihm der Ernst der Lage bewusst, und dass sie in keinem Fall weitere Zeit verlieren durften.
Der Magier schritt direkt weiter, bis auf die 100 Meter heran. Unterwegs kontaktierte er erneut Mimic. "What is your position?" Flüsternd kam als Antwort: "First floor. I've seen some explosive - Semtex." Das Gesicht des Wächters wurde bleich. "How much?" - "I've seen two boxes. Inside them it should be about 20kg, maybe more." - "Ok, try to isolate the explosives."

Noch mehr Probleme... Diese Leute waren echt gut ausgerüstet und vorbereitet, dass sie sogar Semtex dabei haben. "Hört zu, es könnte äußerst ungemütlich werden, wenn wir nicht schnell sind. Von Mimic kam ebend die Info, dass sie da drin Sprengstoff haben. Semtex, um genau zu sein. Da euch das nicht viel sagen wird, sage ich soviel: Es ist ein Plastiksprengstoff, der stärker ist, als C4. Zehn Gramm davon schaffen es einen kleinen Bleiblock zu sprengen. Die haben darin genug davon, um den gesamten Palace in die Luft zu sprengen."
Raphael schaute kurz auf seine Uhr, es waren noch 6 Minuten Zeit. "Gut, lasst uns loslegen, ich sorge für das erste Ablenkungsmanöver und ihr stürmt rein. Ich komme dann direkt nach."
Kurz Magie in den Händen sammelnd, löste Raphael einen Zauber aus, der den gesamten Balkon, und auch größere Teile des Zimmers dahinter in einen dunklen Nebel tauchten.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 26-10-2011 14:58 PM

Schweigend hatte Alexinara den Ortswechsel beobachtet,
Teleportationen hatte sie schon immer sinnig gefunden,
auch wenn sie gerne darauf auswich, mit Garidion zu reisen,
so merkte man zumindest mehr von der Distanz, die man zurücklegte.
Professionell schilderte Raphael dann den anwesenden Kräften ihr Vorgehen,
innerhalb kürzester Zeit hatten sie sich auf die neue Situation eingestellt,
dann war es auch schon soweit.

Die erste Ablenkung von ihrem Vertrauten nutze die Vampiress, um ungesehen über den Balkon hineinzugelangen,
augenblicklich baute sie auch eine geistige Verbindung zu den beiden auf.
Ihre vorhin erwähnte Fähigkeit nutzte sie sogleich und wurde Eins mit der herrschenden Dunkelheit.
Etwas durcheinander versuchten die Terroristen, dem vermeindlichen Rauch zu entkommen,
dabei war es ein leichtes, an den beiden Wachhabenden am Balkon direkt vorbeizuschleichen,
die immaterielle Form der Vampiress ließ ihr die Möglichkeit, weiter nach hinten zu den Geiseln vorzudringen,
da konnte sie schon die Mitglieder der Königsfamilie ausmachen.

//Also hier im Raum sind vier Wachen,
alle schwer bewaffnet und todernst, was ihre Absichten angeht,
draußen rennen noch einige Patroullien herum,
wahrscheinlich auch so sechs Leute an der Zahl,
auf dem Balkon sind zwei verwirrte Hühner an Terroristen//,


gab sie einen ersten Lagebericht per Gedankenübertragung,
aber schon dabei fiel ihr auf,
dass der Kopf der Bande nicht anwesend war,
da alle Männer nur Wache hielten.
Um eine zweite Ablenkung zu schaffen, verteilte sie ihre Moleküle im Vorraum,
wo ein Zweiertrupp an blutjungen Männern gerade wieder eintraf und verwundert versuchte, die Situation einzuschätzen.
Vorsichtig verteilte sie die Dunkelheit ihrer Materie um die beiden herum,
sorgte dafür, dass sie auch genug davon einatmeten und veränderte den Druck in den Lungen der Männer.
Schnell fingen diese an, wie wild zu hecheln und merkten alsbald,
dass der Sauerstoff nicht wirklich von ihrer Lunge absorbiert werden konnte,
panisch kippten beide um und die Vampiress entließ sie aus ihrer Umklammerung,
denn töten sollte sie ja möglichst keinen der Terroristen.

Die Hektik wurde schlimmer,
selbst die bisher standhaften Wachen bei der Königsfamilie wurden unruhig,
von irgendwoher hörte sie Rufe,
anscheinend war der Aufruhr ihnen gelungen.

//Ich denke, nun ist es Zeit,
doch in dieser Form kann ich nicht mit höherer Magie agieren,
soll ich den Nebel aufrecht erhalten,
oder die Feinde erstmal schlafen schicken?//,


fragte sie Raphael,
der kurz nach ihr im Schutz seiner Magie dort angekommen war.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 26-10-2011 19:30 PM

Kaum war der Startschuss gegangen, sprang Lor vor, wandelte mitten in der Bewegung und war im nächsten Moment schon fast am Ziel, gesprintet auf vier Pfoten. Übergangslos falteten sich lederne Schwingen auf und er war verschwunden.

Auf steinernem Boden blieb der Krasáne in Humanoider hocken und lauschte in die Umgebung, schloss die Augen und schaltete seine physische Sicht aktiv aus. Im nächsten Moment erstrahlten die Auren der Umgebung vor seinen Augen, in vielen bunten Farben. Zwei verwirrte, ein hellgrüner, ein hellblauer, wirbelten durch den Nebel und die Aschewolke, die sich längst zugezogen hatte, aber er schlich geduckt vorbei und folgte dem nächsten Gang in eine Richtung, wo kein anderer hinging, um die Lage auszukundschaften.
Ohne den Kopf zu bewegen, suchte sein siebter Sinn durch die Räume.
//Drei Geiseln in der Nähe, Mutter und zwei Kinder, ein Junge, ein Mädchen.//
Jemand kam auf ihn zugerannt und er drückte sich platt an die Wand, während der Mann mit dem Maschinengewehr ungerührt vorbeilief, geblendet durch den Nebel.
Er rief irgendetwas aus, es hörte sich sehr arabisch an und war wahrscheinlich eine Art "Was geht hier ab?!" oder ein Suchruf an die anderen Kollegen.
Lor sprintete lautlos vor und brachte ihn mit einem gezielten Schlag seiner Handkante gegen Lendenwirbel und Nacken zum Schweigen. Ein leichtes, dumpfes Fallgeräusch wurde vom Nebel gefressen.
//Durch die Gänge laufen recht viele und gut sortierte Soldatentrupps//, berichtete er weiterhin und beobachtete dabei die rosanen und roten Auren unter sich entlangspazieren.
//Sie sind für gewöhnlich zu zweit oder viert, wie ich erkennen kann, die Gesamtanzahl schätze ich auf weniger als dreißig, allerhöchstens.//
Er duckte sich abrupt und warf sich fast auf den Boden, als von hinten ein magisches Geschoss auf ihn zukam. Es verschwand ebenso im Nebel vor ihm.
"Eşolaşek!", erklang es hinter ihm, bevor der offenkundig magisch angehauchte Soldat eine weitere Ladung fertig machte.
//Unweigerlich beherrschen hier ein paar bessere Sachen als die blanke Waffe.//
Das Blauhaar wandte sich um und kroch flink heran, sprang dem Geschoss aus dem Weg, spannte dabei die Rechte an und baute direkt ein elektrisches Feld auf, von dem im nächsten Moment ein Blitz ausging und den Kerl unvorbereitet traf. Bewusstlos fiel er hinten über.
//Einer der "Magier" ist weg vom Fenster.// Suchender Blick huschte durch die Stockwerke. //Weiter hinten sind noch vier Geiseln, in die von euch rechte Seite. Weitere kann ich vorerst nicht ausmachen. Ah, und da ist wer, der sich dem Sprengstoff nähert, von dem du sprachst, Raphael.// Natürlich meinte er den beiden bekannten Squad D Mitglied.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 26-10-2011 23:55 PM

Das Training der Soldaten war bald beendet, und Koron erhob sich, während die Figuren nach und nach langsam den Platz räumten und die nächste, kleinere Truppe sich auf den Trainingsplatz begab. Der Fuchs streckte sich kurz, die Zeit schien nicht zu vergehen, wenn er so untätig herum saß.
Erneut machte sich Koron auf den Weg an ein unbestimmtes Ziel in der Anlage, einfach so, um zu schauen, wo er landen würde.
Bald fand er sich beim Ablaufen einer Hauswand wieder, das weiße Gemisch aus Stahl und Beton glänzte ein wenig matt gegen das Sonnenlicht, und für das Hauptquartier einer Spezialeinheit war es ungewöhnlich friedlich an dem Ort, bis auf zwei männliche Stimmen, die hinter der Ecke ertönten.
"So, is everything ready?"
"Pretty much. The Boss is gone taking care of our boys in London. His office should be empty now."
Neugierig spähte der Schwarzfuchs um die Ecke und sah zwei Wachen, die ihre Helme abgelegt hatten, es waren ein Mensch und ein Anthro-Wolf, die sich unterhielten. Koron bemühte sich, nicht selbst in ihr Sichtfeld zu geraten, lediglich aus den Augenwinkeln spähte er, ob die beiden in seine Richtung kämen und hörte ansonsten dem Gespräch zu.
"And the baby's here?", fragte der Wolf, seine Stimme deutlich gedämpft, um nicht von Fremden gehört zu werden.
"Malik stored it in the medical supply room, hidden behind the boxes with the bed-pans. Nobody here uses those anymore", antwortete der Mensch ruhig. Was genau war das für ein 'Baby'? Der Fuchs vermutete, etwas zu hören, das nicht für seine Ohren bestimmt war.
"Great. We'll eradicate this scum once and for all. Did you hear he even lied to his people? He's a Cat E!"
"One more reason to blow his ass to nirvana. Cat Es mean nothing but trouble."
Der Blick des Anthros verfinsterte sich. Die beiden wollten eine Bombe legen, während "der Boss" unterwegs war. Vermutlich in seinem Büro. Hätte der Fuchs gerade seine Waffen zur Hand... Nein, selbst dann wäre es eine schlechte Idee. Er konnte nicht beweisen, was die beiden vor hatten, und im schlimmsten Fall wäre er nicht nur der Mörder zweier 'unschuldiger' ISF Soldaten, sondern hätte auch noch einen Bombenanschlag auf jemanden auf sich sitzen. Die schlaueste Lösung wäre, jemanden zu informieren, und das am besten, bevor die beiden zum Lagerraum für medizinisches Material kämen, vor allem da der Anthro noch immer nicht wusste, welches Büro nun angesprochen war.
"By the way, what about that secretarian of his?", fragte der Mensch noch nach.
Der Wolf lachte laut auf. "Are you kidding? She's a secretarian! She's no threat, not even remotely!"
"I mean if she has any means of contacting him, dumbass! Some direct link to him to warn him before we can take her out!"
"I don't think so. And even if, we'll just take her out before she knows what's going on anyway!"
Der Mensch nickte kurz, "Alright. But do you really think that little thing is enough to take him out? He's got those shielding powers and stuff, after all."
"Heh, don't you worry about that. This thing is better than anything you've ever seen, a little 'special mixture' made by my buddy Khalan. If someone knows how to make magic-proof bombs, it's him, that's for sure."
Schild-Kräfte? Die einzige Person mit dieser Art von Kräften, die dem Fuchs bekannt war, war... der Schwarzgewandte!
Als er sich gerade umdrehen wollte, um auf schnellstem Weg in das Hauptgebäude zu kommen und jemanden zu informieren, machte sich vor ihm bereits ein breiter Schatten bemerkbar, und eine Figur mit einer nicht unbeachtlichen Statur türmte sich vor ihm auf...


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 27-10-2011 11:31 AM

Lor und Alexinara verschwendeten keine Zeit und nutzten direkt den ersten Überraschungsmoment. Keine 30 Sekunden später war auch er direkt involviert, und bekam nebenbei einige interessante Informationen.
//Lex - kümmere dich zunächst verstärkt darum, soviele von den Feinden auszuschalten, wie möglich. Ich werde zusehen, dass ich zu den Positionen komme, wo die Geiseln sind, um sie hier schnellstmöglich rauszubringen. Lor - versuche ebenso möglichst viele Gegner ruhig zu stellen. Sofern die Möglichkeit besteht, versuch auch du einige der Gefangenen rauszubringen.//

Der Magier wandte sich direkt in die Richtung, aus der er Lors Aura wahrnahm. Unterwegs schaltete er einen Vierertrupp von Soldaten durch eine Druckwelle aus, ehe sie dazu kamen, selbst die Initiative zu ergreifen. Rasch war er an einem Raum angekommen, wo die drei beschriebenen Geiseln, die Frau und und die beiden Kinder, hockten. Sämtliche Terroristen waren bereits außer Gefecht. Mit einer schnellen Handbewegung entfesselte Raphael einen Transportzauber, der die drei direkt zu der außen liegenden Einsatzzentrale teleportierte.
//Gut, die ersten drei sind in Sicherheit//

"Raphael!", tönte es ernst aus seinem Codec. Der Schwarzgewandte stellte sich kurz in eine Ecke, um Mimic besser verstehen zu können, und selbst etwas mehr Deckung zu haben. "What?" - "The Semtex-Explosives have a timer. It has activated right now! I think, they never have thought, that they would return..." - "How much time is left?" - "90 seconds." - "Can you defuse it?" - "I can try it" - "Good, if you only have 15 til 30 seconds left, get out of their!"
Einmal durchatmend konzentrierte sich Raphael. //Unsere verbliebenden 5 Minuten haben sich soebend auf 90 Sekunden dezimiert. Danach geht hier wohlmöglich alles in die Luft. Seht zu, dass ihr bis dahin mindestens 50 Meter außerhalb des Gebäudes seit. Bleibt ansonsten solange es euch möglich ist...//
Sich weiter auf seine Kräfte fixierend, versuchte der Magier in seiner Trance sämtliche Geiseln anhand ihrer andersartigen Aura zu erfassen. Leider waren durch den Nebelangriff viele Terroristen derart verwirrt, dass ihre Aura zum Großteil den der Königsfamilie glich. //No risk, no fun...//

Mit einer Kettenwirkung teleportierte sich Raphael zu dem nächsten Flecken, an dem sich seiner Einschätzung nach, die meisten Geiseln befanden, wirkte auf die Soldaten einen kontrollierten Kettenblitz, und anschließend einen weiteren Transportzauber auf die Geiseln. Dieses mal waren es fünf. Sehr viel mehr würde es wohl auch nicht mehr geben. Doch musste der Schwarzgewandte inne halten, hatte diese spezielle Wirkung doch einiges an Kraft gekostet. //Weiter gehts//
Dasselbe Schema wiederholte sich, dieses Mal jedoch landete er in einem Raum, in welchem sich lediglich bewusstlose Soldaten befanden. //Verdammt, haben wir bereits alle Geiseln, oder sind die ganz woanders?//
Langsam dämmerte ihm, dass die wertvolleren wohl in dem massiven Kellergewölbe untergekommen sein könnten.
//Wenn einer von euch beiden die Möglichkeit hat in den Keller zu kommen, schaut bitte dort nach.//

Es blieb ihnen allen kaum noch Zeit.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 27-10-2011 16:57 PM

Auf die Anweisung hin, den Keller aufzusuchen, versuchte die Vampiress, diesen zu lokalisieren,
ihre Schwade aus dunkler Materie zog hinaus in den Gang,
wo sie gleich zwei herumgehende Terroristen ins Land der Träume schickte.
Vor sich erhaschte sie einen Blick auf einer größeren Truppe, vier Mann, die gerade um die Ecke bog,
als sie ihnen folgte, fand sie sich direkt vor einer Treppe wieder.

//Oh, ich glaube, ich hab's,
hier geht es runter,
gerade sind vier Soldaten hinunter gegangen,
ich weiß nicht, wie es nach der Eisentür aussieht//,


merkte sie an, während sie Stück für Stück die Treppenstufen nahm.
Gerade als sie an der Tür angekommen war, öffnete sie sich,
ein bleicher Mann trat vor und stellte fest,
dass er nichts mehr sehen konnte.
"What the...?",
sagte er noch und ging rückwärts in den Raum hinein,
die Kollegen von ihm eilten direkt an die Tür,
auch sie waren im ersten Moment verwirrt,
als ihnen die Sicht von der dunklen Wolke genommen wurde.
Hastig nahmen sie ihre Gewehre zur Hand und feuerten wie wild,
weil sie annahmen, dass irgendwer sich in den Schatten versteckte,
was ja gewissermaßen der Fall war, wenngleich gänzlich anders.

//Das kitzelt, zum Glück können sie meine Partikel nicht treffen//,


merkte Alexinara an, während sie die die ersten beiden Männer luftlos machte,
dann passierte etwas, womit sie nicht wirklich gerechnet hatte.
Direkt vor ihr im Schatten des Kellergewölbes,
das nur direkt am Eingang etwas breiter,
nach hinten zu einem Gang verlaufend war,
stand ein Mann, geschätzte 2 m und größer und sah sie aus eisblauen Augen an.

//Ich glaube, ich wurde entdeckt,
oder sowas//,


stellte sie fest und erkannte gesammelte Energie in der Hand des Fremden,
er hatte ein Grinsen auf dem Gesicht und kam ruhig auf sie zu,
während die Vampiress noch die restlichen beiden im Hintergrund bewusstlos machte, stellte er sich hin und wartete,
wartete so lange, bis es wieder absolut still war im Raum.
Dann, urplötzlich, entfesselte er eine Art elektrisches Feld,
welches selbst die Untote in ihrer immateriellen Form angriff.
Von einem Augenblick auf den anderen war sie wieder zu sehen und starrte wütend in die Augen ihres Gegners.
Ohne zu zögern griff er nach einer Machete, die er am Hosenbund hängen hatte und holte weit aus,
die beengten Verhältnisse im Raum gaben Alexinara nicht viele Möglichkeiten auszuweichen,
doch flink nutzte sie die nahen Wände, um direkt aus seiner Angriffsbahn zu geraten.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 27-10-2011 21:05 PM

Gehetzt sah Lor auf. //Was?! Kann man den Sprengstoff eventuell wegporten? Oder ich übernehme den und laufe so weit wie möglich?// Fliegen wäre auch eine Variante, hoch oben in der Luft würde es nichts kaputt machen, wenn er es rechtzeitig fallen ließ, weder ihn noch die weit genug entfernte Erde.
Sofort machte der Krasáne sich auf den Weg und sprintete haarscharf durch die Korridore, die blinden schwarzen Augen starr nach vorn gerichtet. Er folgte der Aura der Vampirin, die sich bereits auf den Weg machte. In jeder Kurve hinterließen die Krallen lange Furchen im Teppich, oder klackerten zwischendurch über Marmor. Einmal verrutschte der Stoff und ließ ihn ins nahe Zimmer hineinschlittern, wo es klackte und sechs Gewehre auf ihn gerichtet waren.
Die Lefzen des Wolfes verzogen sich wie zu einem Grinsen. Das Licht von draußen schimmerte sachte auf den blauen Schuppen, die seine Beine bedeckten und den Anschein erweckten, als hätte man alles andere als einen Wolf vor sich.
"Kids, there's no time for just wasting these bullets, yes?"
Zwei blinzelten irritiert ob der kratzig-kehligen Stimme, dann zog der Krasáne ungerührt den Kopf zurück und öffnete die Schnauze. Ein leises Zischen durchbrach die merkliche, seltsame Stille, dann klackte es und der augenscheinliche Wolf spie den Soldaten blaue Flammen entgegen. Schreiend traten sie rückwärts und wedelten mit den Händen, er war schon längst umgedreht und verschwunden, nur knapp ratschte die Knochenklinge seines Schweifendes an der Türkante entlang und hinterließ eine kleine Kerbe.
//Ich hab' keine Zeit!//
Die nahen Treppen nahm er mit nur einem Sprung, federte ab, sprang um die Kurve und hüpfte nochmals in einem Satz, diesmal aber an der gerade flüchtenden Vampirin vorbei und einem Unbekannten direkt ins Gesicht, der eben mit einer Machete ins Leere geschlagen hatte.
Stumpf kamen beide auf und der Typ regte sich kurz nicht.
"Huch?"
Verspielt stand er auf, hatte das Schwarzfell doch wirklich genau auf seinem Gesicht gesessen, und starrte hinunter, grinsend.
Aggressiv antwortete der Mann mit seinem Messer, Lor parierte es ungerührt mit seiner Schweifklinge und spuckte dem Kollegen einfach eine leicht grünliche, teils zähe Flüssigkeit in die Augen, worauf der nur schrie und sich nicht mehr wehrte, einfach nur noch sich herumwandt und die Hände an den Augen hatte.
Lor nickte zur Tür, "Los!", und sprintete bereits hindurch. Die langen Wolfsohren zuckten leicht, es war dunkel, weil man das Licht ausgeschaltet hatte, zumindest verriet ihm das, dass die Lampen nicht die typische Energie abgaben.
Schüsse wurden laut, unter denen er sich reflexartig harsch duckte und in die linke Richtung begab. Einer striff seine Flanke, dann rannte er einfach durch und warf den Schützen um, kassierte einen vom Hintermann am Oberarm und hüpfte auch den um.
Es knackte unter einer Hinterpfote und Schreien wurde neu laut.
//Ups, kaputte Nase?// Der Krasáne grinste.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 27-10-2011 22:22 PM

"Well, who do we have here?", brummte ein sehr groß gewachsener, durchtrainierter Mensch in einem weißen Tanktop und der Uniformshose.
*Nicht im Ernst...*, dachte der Schwarzfuchs bei sich, während der Mann langsam auf ihn zuschritt, seine zwei Kollegen bogen mittlerweile auch um die Ecke und hielten den Fuchs nun an beiden Armen fest.
"Looks like someone was too curious", zischte der Wolf fast flüsternd, seine großen Zähne dabei in einem schadenfrohen Grinsen präsentierend.
"Yep, now we'll have to shut this little 'open door' in our security. Can't have someone running around telling everyone what we're up to", bestätigte der Mensch, "Wanna take care of him, Bronze?". Der Mensch schaute dabei den Muskelprotz an, der schon seine Finger vorbereitend knacken ließ. Der Fuchs blieb still, und wenn auch sein Puls gerade raste, ließ er sich nichts anmerken und suchte verzweifelt nach einem Weg, sich zu befreien. Der Griff der Männer war zu stark, um sich zu befreien, und ein zielloser Tritt nach hinten landete im Leeren und brachte ihm bloß einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf ein, bevor sich mit einem mächtigen Donnern die breite Faust des Muskelprotzes in die Magengrube des Anthros grub, woraufhin dieser plötzlich die schwarze Flüssigkeit in einer rauen Menge in das Gesicht des Menschen speihte, der sich panisch und unter Schmerzen schreiend ins Gesicht griff und ziellos umherstolperte. Die anderen beiden schauten ihrem Freund entsetzt zu, was Koron nach einer kurzen Erholungspause von dem Schlag nutzte, sich zu befreien, wobei er dem Wolf mit seiner Klaue ein Auge auskratzte und den Menschen mit einem gezielten Tritt zwischen die Beine kurz außer Gefecht setzte.
Seine Magengrube mit der Rechten haltend lief der Fuchs los und machte einen eher langsamen Sprint zurück zum Hauptgebäude, jeder Schritt schmerzte ein wenig und ließ den malträtierten Magen des Anthros schmerzhaft aufpochen, doch die Attentäter waren wohl vorerst mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Sie verschwanden rasch hinter der Ecke und aus Korons Sichtfeld, und obgleich er sich auch wunderte, wo sie nun hinlaufen würden, versuchte er schnellstmöglich wieder das Hauptgebäude zu erreichen oder jemanden zu treffen, dem er davon berichten könnte.

Wieder im Hauptgebäude angekommen schnappte sich Koron den nächstbesten vorbeilaufenden ISFler und hielt ihn vorn am Oberteil seiner Uniform fest. "Someone's planning to place a bomb in the chief's office!", schrie der Fuchs ihm sofort entgegen, sein Blick ernst und feurig, das Adrenalin von eben noch immer in seinem Kreislauf. Das Stinktier, das er sich gepackt hatte, schaute ihn noch immer etwas perplex an, schien er erst nach einem kurzen Moment zu realisieren, was der Schwarzfuchs da gesagt hatte. Er schaute den Fuchs dann misstrauisch an.
"Even if someone was braindead enough to smuggle a bomb into the headquarters of the best fucking Special Forces in the world...", dabei windete sich der Mann aus Korons Griff, "They wouldn't succeed. We have the tightest security you can imagine, nobody without permission could get something like that in here.".
Das Stinktier winkte den Fuchs spöttisch ab und drehte sich um, bevor Koron den anderen Anthro am Kragen packte und wieder zu sich zog.
"Listen up you moron, i've just heard two of YOUR guys talk about a bomb they want to put into your boss' office, they've hidden it in a med supply room behind the bed-pans. It was a wolf and two humans, one of them as big as a bear. I did not just catch a full blow to my stomach so some arrogant fart can ignore my warnings. Got that?", knurrte der Fuchs ihm harsch entgegen, das Stinktier legte kurz die Ohren an, und obwohl dieser in seiner Uniform eigentlich eine gewisse Autorität hatte, schien diese plötzlich verschwunden.
"Alright, alright... we'll go take a look...", murmelte das Stinktier mürrisch und führte den Fuchs zur Krankenstation, wo er einen der Ärzte, Diego, bat, den Vorratsraum aufzuschließen. Dieser meinte verwundert, dass eben schon drei seiner Kollegen da drin gewesen wären und die Tür offen ließen, woraufhin der Schwarzfuchs und das Stinktier kurz entsetzte Blicke austauschten. Der uniformierte Anthro stürmte in den Raum und suchte nach den Bettpfannen, die sich in einer großen Kiste unten auf dem Boden befanden, die schief zur Seite gerückt war. Dahinter war nichts, außer genug Platz, um etwas zu verstauen. Etwas, das wohl vor kurzem mitgenommen wurde...


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 28-10-2011 10:14 AM

//Mimic versucht den Part bei sich zu entschärfen... hoffen wir, dass es keine weiteren aktiven Sprengstoffreserven gibt...// Plötzlich kam ihm eine Idee.
"Ice! How fast can you reach Mimics position?" - "10 seconds." - "Ok, get there! Immediatly! Freeze the hole semtex load with your skills. Even if the timer goes down, the semtex can't explode, cause it needs a certain burn-temperature." - "Got it!"
//Wenn ihr irgendwo noch Sprengstoff seht, sagt mir sofort bescheid. Ich habe eine Idee, wie man ihn sehr zügig ohne Teleport ausschalten kann.//
Mit Absicht hatte Raphael Ice statt sich selbst zu dem bekannten Sprengstoffpunkt beordert, schließlich war es ihm selbst möglich schnell an nahezu jedem anderen Flecken innerhalb des Gebäudes zu sein.
Etwas ruhiger schritt der Magier in einen angrenzenden Gang hinaus. "Raphael - the big load is freezed." - "Good job. Secure your position and wait for orders. What was the last displayed time?" - "30 seconds." Es waren also jetzt noch etwa 20 Sekunden übrig, sofern noch andere Sprengstoffladungen aktiv waren.
Aus beiden Enden des Ganges schossen plötzlich energetische und magische Ladungen auf ihn zu. Rasch baute der schwarzgewandte einen Schild auf. Kurz darauf traffen violettfarbige Geschosse auf selbigen, die seine Barriere langsam aber sicher zu durchwandern schienen. //Brecher-Geschosse?! Hier?!// Überrascht von der neuen Situation beförderte ihn ein Treffer weit nach hinten. Sofort folgten weitere Angriffe, doch dieses Mal baute Raphael eine Mehrphasige Barriere auf, wartete, bis die Barriereschneidenden Geschosse zwischen zwei Phasen waren, und erzeugte daraufhin durch eine magische Überladung der folgenden Barriere einen Puls, welcher die Geschosse zu den Angreifern zurückschleuderten. "What in hell.." Einen der beiden Gegner hatte es niedergestreckt, der andere konnte ausweichen. "Not bad. But what else should we expect of the legendary magician of the ISF?" Rasch stand der schwarzgewandte wieder auf, lag er doch durch den vorletzten Angriff noch etwas unvorteilhaft. Den Gang hinuntersehend, sah er einen dunkelhäutigen Mann, welcher bereits neue Kräfte kanalisierte. Plötzlich machte sich ein lauter Knall und eine stärkere Erschütterung direkt auf dessen Seite bemerkbar. Geschockt wurde seine Konzentration unterbrochen, als ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Decke über ihm auf den Kopf viel. Kleinere Sprengladungen hatten wohl den gesamten Westflügel zum Einstürzen gebracht. Der Wächter selbst hatte das Glück, dass der Gang offensichtlich die Grenze des Sprengradiuses gebildet hatte.
"Mimic, Ice, everything alright?" - "We have had better times. If you mean the stablility of the room... ice have taken care of it. I feel like I were in Alaska!" - "Not too bad", lächelte Raphael etwas. "Hold your position, and make sure, that the explosives are really, REALLY frozen." - "Got it!"
Sich kurz orientierend machte sich der Magier ebenso auf den Weg ins Kellergewölbe. Da er keine weitere Erschütterung wahrnahm, nahm er an, dass es wohl keine weiteren Sprengstoffladungen gab - oder diese einen anderen Zünder oder Timer hatten.