Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

+- Destiny Determer (http://www.destiny-determer.de/forum)
+-- Forum: Plays (/forum-5.html)
+--- Forum: Forenplays (/forum-6.html)
+--- Thema: Am Abgrund der Zeit (/thread-635.html)

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 10-11-2011 13:52 PM

(Ich würde an dieser Stelle einen Zeitsprung von 36h machen, sodass es quasi Mittag des übernächsten Tages ist)

Langsam öffneten sich die Lider des verschiedenfarbigen Augenpaares. Nur eine weiße Decke, leicht gemustert, starrte ihn an. Raphael war bis zum Hals mit dem größeren Teil eines weißen Bettbezugs überdeckt. Sein Kopf dröhnte etwas, und er sah sich etwas um. Das Geräusch einer sich öffnenden Tür folgte die Enthüllung einer Gestalt - Ein Dingo trat in das Zimmer. Offensichtlich lag er im Medizintrackt von Terra und Stück für Stück puzzelten sich Fragmente der letzten Stunden in seinem Kopf zusammen. Dabei verbanden sich Einzelheiten von Tönen und Geräuschen, die er wohl nebenbei mitbekam langsam zu einem Gesamtbild.

Der Anthro hatte offensichtlich bemerkt, dass der Wächter wach geworden war.
"Good Morning, hero of Terra. It's nice, that at last you awake." - "Whats happend?", sprach er recht leise, und erst jetzt wurde ihm sein energetisch schlechter Zustand bewusst. "After the explosion of the rocket, we've sent a lookout team. Mimic has finally found you. I don't know how, but you have stopped the rocket, and even the nuclear radiation is at a normal level. Only a little mass of dead fishes on the coasts and the TV show us about some... accident."
Schwummerig kam ihm die Erinnerung an die Stimme Mimics, der sowieso ungehindert in radioaktiv verseuchten Gebieten arbeiten kann - zumindest in der Theorie. Praktisch musste er dies bisher nie unter Beweis stellen.
Dass die Medien über die Explosion berichten würden, war von Anfang an klar gewesen. Lediglich die Folgen für Terra, sowie die Verursacher waren noch nicht abschätzbar.
"How much time has passed?" - "You were unconscious for one and a half day."
Der Dingo blätterte eine Seite weiter auf einem Papierbogen - offensichtlich soetwas wie eine Krankenakte.

"Your radiation level is normal, since you were here. But... you shouldn't try to stand up so soon. Your metabolism must appear first on the medicaments and your new bodystructure..."
Körperstruktur? Was war passiert? Ein sichtlich fragender Blick lies den Dingo die Papiere beiseite legen. Anschließend kam er näher und setzte sich ab den linken Rand seines Bettes. "I want to talk the truth to you...", fing er an und drückte mit einer Hand an der Stelle die Decke runter, wo sich der linke Oberarm befand. Seltsamerweise spürte er nichts. Weitere Worte verließen den Mund des Arztes: "...we have found you without your left arm."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 10-11-2011 18:19 PM

Alexinara hatte gewartet, bis die Detonation auch ihren Geist erreicht hatte,
Lors Schrei indes tat sein übriges, dass sie gar nicht den Moment verfehlen konnte,
wo die Atombombe auf Raphael getroffen war.
Nachdem Lor bewusstlos umgekippt war und sie endlich die Zeit hatte, wieder einen Gedanken zu fassen,
hievte sie ihren Vetrauten erstmal aus dem Wasser,
direkt an die Strandseite, wo nicht gerade die kleinen Wellen alles anfeuchteten.
Zunächst versuchte sie, mit ihrem Geist in irgendeiner Weise Raphael seinen zu erreichen,
doch es tat sich nichts, ob seines Zustandes oder der Entfernung konnte sie nicht genau sagen,
ohnehin war sie sich nicht ganz im Klaren, wo genau sie sich befand,
denn Lor hatte nicht gesagt, wohin er sie so abrupt teleportiert hatte.

Vorsichtig bettete sie den Krasán in ihren Schoß und schloss die Augen,
der Nachhall seines Gefühlschreis lag ihr noch in den Knochen.

//Ich hoffe, er ist wohlauf, wenn wir wieder auf ihn treffen,
zumindest scheint die Gefahr gebannt zu sein.//

Innerlich zog sich ihr Magen zusammen,
gerade konnte sie absolut nicht abschätzen,
wie schwer der Schaden der Atombombe am Ende bei Raphael aufgetroffen war.
Gedankenverloren fuhr sie mit ihren Fingern durch Lors schwarze Haare.
Direkt nach seinem Bewusstseinsverlust hatten sie ihre Farbe gewechselt,
warum, würde er ihr wohl nach dem Aufwachen erklären können,
jedoch machte sie die Entdeckungen, dass die Krallen und spitzen Ohren weg waren,
doch das nahm sie zunächst hin, denn gerade machte ihr eher der aufkommende Wind Sorgen.
Die Resthitze des Tages störte die Vampiress nicht sonderlich,
dennoch wusste sie, dass in einigen Stunden die Sonne erneut aufgehen würde
und den Spaß wollte sie sich nicht gönnen.
Ausschau haltend fand sie eine Felsenformation in der Nähe,
weiter hinten leuchteten schwache Lichter einer nahen Siedlung oder Stadt.
Seufzend packte sie sich den bewusstlosen Körper ihres Vetrauten so auf ihren Rücken,
dass sie ihn huckepack mitnehmen konnte.
Irgendwo in der Weite klopfte Garidion an ihren Geist an,
auch er hatte die Detonation mitbekommen und die allgemeine Unruhe,
vorsorglich war er schon in ihre Richtung geflogen,
einen kurze Bestätigung ihrer Lokalisation reichte ihm,
um alsbald dort vor Ort aufzuschlagen.

Gerade hatte sie die beste windgeschütze Stelle gefunden und Lor dort zur Ruhe gelegt,
als um sie herum auch der letzte Rest an Sonnenlicht verschwand und von Kälte abgelöst wurde.
Ihr Blick ging nach oben, der Sternenhimmel leuchtete wie immer,
auch wenn gerade eben noch eine Atombombe hochgegangen war,
alles schien so ruhig und gelassen, wo sie selbst eher rastlos war.
Eine in der Nähe liegende Palme musste dran glauben,
als sie mit Eristron Holz für ein Lagerfeuer bereitstellte,
eine Handbewegung später brannte eine sanfte Flamme an ihrer Lagerstätte,
ein eisiger Wüstenwind schien nun langsam aufzukommen.
Kaum vier Stunden später traf der Drache direkt neben ihnen auf,
bis dahin hatte sich Alexinara die Zeit damit vertrieben, den ganzen Kriechtieren hinterherzuschauen,
es war mehr als interessant, was des Nächtens über den Boden kroch.
Schützend setzte sich der Drache an die Öffnung ihrer behelfsmäßigen Unterkunft,
das Feuer brannte niedrig weiter, während Garidion seinen Flügel über ihren Köpfen ausspannte.

//Gönn dir etwas Ruhe, ich werde hier aufpassen//,

drangen die Worte ihres Begleiters in ihren Geist.
Sich fügend legte sich die Vampiress auf den Boden und ruhte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 10-11-2011 18:31 PM

Sanftes Singen des Windes zwischen zerklufteten Felsen war alles, was Lor erreichte. Einen Moment dachte er, es hätte ihn erneut in die Berge bei Dusan geschlagen, doch ihm war klar, dass er sich ganz woanders befand.
Noch etwas geplättet hielt der Krasán sich die Stirn, ehe er blinzelnd seiner Umgebung gewahr wurde. Unvermittelt schaute ihn direkt ein großer Drachenkopf an, der sich über ihn beugte. Einmal abgesehen von den Flügeln, die diesen Ort umfriedeten.
"Hey", meinte Lor nur lächelnd und wollte mit den Ohren wackeln, wurde aber direkt daran erinnert, was eigentlich passiert war. Alles, vom Palace bis Terra und bis - hier.
Nach knappem Kräfte sammeln - zum Glück konnte er wenigstens Energie aus der Umgebung ziehen - setzte er sich auf und wurde der schwarzen Haare gewahr, die sich an das seitliche Gesichtsfeld schmiegten.
"Na toll..."
Anbei lag Lexia, die sich jedoch auch gerade aufsetzte.
Die Sonne ließ die fernen Bergspitzen Saudi-Arabiens leuchten und würde in naher Zeit über die Berge in ihrem Rücken reichen, um die Landschaft zu erhellen und zu erwärmen.
"Morgen", grüßte er schlicht mit einem etwas entschuldigenden Lächeln, "Verzeih die Unannehmlichkeiten, ich habe nur den ersten Ort ergriffen, der mir in den Kopf kam..."



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 10-11-2011 18:43 PM

Noch etwas schlaftrunken erwachte die Vampiress aus ihrer Ruhe,
Garidion rührte sich dabei nicht, es schien so,
als wäre er zu einer schützenden Steinstatue erstarrt.

"Morgen",

entgegnete Alexinara den Worten ihres Vertrauten,
ein weitgiebiges Gähnen folgte diesen.

"Es ist schon in Ordnung,
wobei ich eine Wüste, vor allem am hellichten Tag,
nicht gerade sehr einladend finde,
aber wir waren zumindest aus dem Gefahrengebiet raus",


versuchte sie ihn zu beschwichtigen und fuhr ihm durch die Haare,
dabei wurde sie wieder der sonderbaren Farbe gewahr.

"Und jetzt erklär mir mal deine Aufmache,
ich steige da nicht gerade durch",


fing sie an, eine erste Erklärung zu bekommen,
hierbei machte auch Garidion Anstalten, seinen Kopf in ihre Richtung zu neigen,
auch er schien Interesse daran zu haben.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 10-11-2011 20:22 PM

"Sehr weit aus dem Gebiet heraus, ja..." Etwas beschämt fuhr sich Lor über den Kopf, der Blick am Boden, dann kehrte er zurück.
Als sie es ihm nach tat, knurrte er leise wohlig, auch wenn sich das mit den "normalen", menschlichen Stimmbändern doch etwas seltsam anhörte - zumindest in seinen Ohren.
Die runden Menschenohren zuckten etwas.
"Nunja, dass du den Teleport als eine meiner Fähigkeiten wahrscheinlich nicht kennst, liegt daran, dass es einiges einfordert, was ich gern vermeide, abgesehen von diesem ekligen Gefühl, das einen bei dieser Art Fortbewegung ereilt."
Zwei gleichfarbig dunkel smaragdgrüne Augen schauten in unbestimmte Ferne, die Pupillen waren rund.
"Frage mich nicht, warum oder wie, Fakt ist, dass sich danach für drei ganze Tage meine Sinne in ein Höchstmaß steigern. Und um dem zu entgehen, weil das wirklich nicht mehr feierlich ist, nehme ich fast automatisch diese Gestalt an, deren Sinne unterhalb meines Maßes liegen. Sonst könnte ich dir genau sagen, wer im Umkreis von 500 Metern herumläuft, wie viele, wie schwer sie sind, errechnet aus der Erschütterung ihres Auftretens."
Er sah sie wieder an, lächelte etwas.
"Grob gesagt, mir ist das einmal in einer Stadt passiert, nachts. Du möchtest nicht wissen, wie viele Leute wie laut ihren kleinen Hobbies nachgingen, es war grausam. Genauso konnte ich sagen, dass gerade jemand einen anderen umgebracht hatte, und die Gerüche waren das allerletzte."

Lor erhob sich und reichte ihr eine Hand.
"Wir sollten aufbrechen und zusehen, dass wir nach Terra zurückkommen. Dass es noch steht, ist keine Frage, es war das Meer, was gerufen hatte. Die Rakete muss direkt in den Ozean gestürzt sein und auch jetzt noch sterben minütlich Tiere daran."
Sein sonst sanftmütiger Blick verfinsterte sich.
"Wenn ich die Schweine rankriege, die dafür verantwortlich sind...!"
Leicht knurrend kam das Gesprochene, doch kein Zischen legte sich dahinter, wie es es vielleicht sonst getan hätte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 10-11-2011 20:37 PM

Die angebotene Hand nahm Alexinara und ließ sich aufhelfen,
Garidion erhob sich ebenfalls und streckte sich etwas,
langsam entspannte er seine Flügel und schlug einige Male,
was etwas Sand aufwirbelte.

"Nun denn, da wir wissen, dass Terra noch steht, sollten wir dorthin gehen,
wenn wir Glück haben, lassen sie uns sofort zu ihm,
andernfalls kann mir die Organisation den Buckel runterrutschen",

seine Erklärung hatte sie so hingenommen,
mehr dazu zu sagen gab es nicht,
sie konnte durchaus nachvollziehen,
wie schlimm es ihm ergehen konnte,
wenn seine Sinne geschärft waren.

//Dann steigt auf, ich bin in knapp vier Stunden vor Ort//,


verkündete der Drache den beiden und brüllte einmal gen Himmel,
die Sonne stand schon recht hoch und schien den Boden zu kochen.
Alexinara atmete geräuschvoll aus,
die Sonne hinterließ ein unangenehmes Gefühl auf ihrer Haut.

"Ich glaube, nach dieser Reise werde ich wissen,
wie sich ein gerösteter Vampir anfühlt....",


gab sie leise von sich und sprang elegant auf den Rücken des Drachen,
welcher sich schon in entsprechende Pose gebracht hatte,
damit sein Rücken zugänglich war.
Als auch Lor es sich dort gemütlich gemacht hatte, stieß er sich kraftvoll ab und gewann in kürzester Zeit an Höhe.

//Was meinst du, ob New Light damit sich erstmal geschlagen gibt?
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das Gefühl nicht loswerde, hier ein größeres Problem vor uns zu haben.
Was wenn sie versuchen, Raphael als Kategorie E Individuum zu entlarven,
wodurch er selbst ins Kreuzfeuer gerät?//,


äußerte die Vampiress ihre Bedenken gegenüber Lor,
während sie sich an seinen Rücken drückte,
da er direkt vor ihr saß.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 10-11-2011 21:00 PM

Lor genoss den Wind, der beim Flügelschlagen aufkam, und kaum saß der Krasáne, nun mehr Mensch als alles andere, auf, gab er noch fix etwas anbei.
"In dieser Form habe ich theoretisch auch keinen Zugriff auf jegliche Magie oder Gestaltwandel, nur zur Info."
Er gab sich schlicht dem Flug hin und fühlte die kraftvollen Muskeln unter sich arbeiten. Es war immer wieder ein wunderbares Erlebnis.
Seine Augen wanderten über die Wüste des Sinai, während sie mit rascher Geschwindigkeit darüber hinwegsausten.
"Wenn sie das nicht schon gemacht haben. Glaubst du, NGEO nimmt ihm jetzt noch ein D ab, wenn er so etwas macht? Aber darüber hat er sich sicher bereits Gedanken gemacht, so wie immer."
Lor grinste. Wenn Raphael etwas gut konnte, dann planen und in die Zukunft denken, beziehungsweise sich über jeden seiner Schritte genau bewusst zu sein, mit allen Folgen.
Anbei genoss er ihre Nähe wie schon lange nichts mehr. Wie viele Jahre waren es jetzt gewesen? Er hatte nicht mitgezählt. Er und Zeit.

Der Flug über das Mittelmeer war unglaublich, irgendwann, selbst in der Höhe, gab es kurze Momente, wo man nichts außer Wasser sah. Dann wiederum Inseln, Festland...
"Sieh' mal, Athen!", rief er gegen den Wind seiner Begleitung zu, als sie über eine riesige Stadt flogen, die sich an eine Bucht schmiegte, umrandet von scharfem Gebirge.
Weitergehend wurden sie den verschneiten Wäldern Transsylvaniens gewahr, anschließend mehr Grünem, erneut einer Großstadt, allgemein bekannt als Wien.
"Das machst du absichtlich, oder, Kollege?"
Innerlich zwinkerte Lor dem Drachen zu und sah weit voraus, in unbestimmte Ferne.

Über München kam langsam ein seltsames Gefühl auf.
Es war nicht die Eintönigkeit der Bewegung, auch das unbewegte Sitzen machte dem Schwarzhaar nichts, jedoch behagte ihm irgendetwas nicht. Aber er wusste nicht, was.
Irgendwo über dem Harz dämmerte es endlich, aber mit knallharten Worten.
//Verdammter Idiot, wo hast du gesteckt?!//
Irritiert blinzelte Lor, unfähig, zu antworten. Die Sendeunfähigkeit wurde im nächsten Moment von der Gegenseite durch Rückkopplung ausgehebelt.
//Onán?//
//Blitzmerker. Was war das gestern Abend? Meinem Aussetzer ist es zu verdanken, dass ich gerade nichts sehe als Wand - Wand - Wand - Gitterstäbe. Findest du das witzig?//
//Als ob ich etwas dafür könnte, dass die Menschen es immer noch für angebracht halten, mit Atomwaffen herumzuschießen!//
Seine Schwester seufzte. //Entschuldige, ich bin nur etwas aufgebracht und habe seither niemanden mehr gesehen. Es riecht aber nach den Leuten, die uns damals Aufträge gaben.//
Lor schluckte. //Die Orga hat dich bei Bewusstlosigkeit gefangen genommen?//
//Sieht wohl so aus. Ich kann nichts tun, die haben mir einen ziemlich elektrisierendes Spielzeug um den Hals gehängt, was bei aller Art Magie gern Hochspannung durch den Körper jagt.//
//Hast du es ausprobiert...?//
//Natürlich nicht, sonst wäre ich tot.//
Ein wenig erleichtert atmete er aus und wandte sich halb um, dass seine Gefährtin ihn ansah.
"Wir haben ein Problem und ich fürchte, das lässt sich nicht aufschieben."



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 10-11-2011 21:16 PM

Auf Lors kurze Schweigesequenz hin nickte sie dann nur,
anscheinend war ein anderes Problem aufgekommen,
welches Vorrang hatte.
Garidion korrigierte leicht seine Flugrichtung,
er war ohnehin nicht direkt nach Terra geflogen,
wahrscheinlich wusste er mehr,
als er im ersten Moment zugeben wollte.

"Deine Schwester?",

fragte sie nochmal nach,
auch wenn ihr ziemlich klar war,
dass nur seine Schwester eine derartige Aufschiebung verursachen konnte.

//Haltet euch fest, gleich sind wir da,
ich werde auch bei Alexinaras Wohnung absetzen,
von da aus könnt ihr weitermachen//,


richtete ihnen der Drache aus,
während er einen Zahn zulegte und noch schneller flog.
Innerhalb weniger Augenblicke hatten sie Hannover erreicht,
die Stadt war inzwischen schon hellwach,
von oben sahen die Menschen wie kleine Spielzeuge aus.
Ohne Umschweife landete er auf dem Dach und wartete,
bis sie abgestiegen waren.
Alexinara war es auch, die als erstes absaß und in die Wohung ging,
schnell fuhr sie ihren Computer hoch und zog sich prompt etwas Neues über.
Als das Gerät auf ihre Passworteingabe wartete, hatte sie schon ein neues Outfit an,
kurze Hose ind schwarz mit einem Trägertop in grau,
der warme Flug hatte ihr die Hitze in den Körper getrieben.
Ein neues paar Halbschuhe zog sie sich auch über,
passend in schwarz, und schaute sich den Monitor an.
Ein Tastendruck später und das Bild wurde an die Leinwand im Nebenzimmer projeziert.

"Also laut Polizeibericht wurde sie nicht offiziell eingesperrt,
im Bereich Hannover haben wir drei Lokalisationen:
Langenhagen und Südstadt besitzen derartige Einrichtungen,
ebenfalls Linden, es sind Privateinrichtungen.
Wollen wir alle untersuchen oder soll ich 'nen Wärmescan machen?
Gebäude durchscannen geht auch, hinsichtlich spezieller statischer Felder",


verkündete sie im Arbeitseifer,
endlich konnte sie ihre kostbare Technik ausprobieren.
Natürlich hatte sie vor langer Zeit das Informationssystem der Polizei geknackt,
nebenbei sich Material über die Stadt beschafft und eine Verbindung zu einem Satelliten hergestellt,
die Codierung dafür war ihr gar zufällig zugeflogen.
Etwaige Manipulationen an dem Teil konnten ihr Wärmescans und Durchleuchtungen von Gebäuden ermöglichen,
alles unbemerkt in ihrer freien Zeit ermöglicht.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 10-11-2011 21:45 PM

Lor nickte nur und legte sich völlig instinktiv in die Bewegung. Nur wenig später erreichten sie eine bekannte Ortschaft, ein bekanntes Dach und eine doch recht städtische, hier oben aber angenehme Luft.
Er saß ab, überschaute die Häuser und Dächer, ehe er der Vampirin direkt folgte, die bereits zurück in ihrem Domizil war und irgendwo herumgeisterte. Der Pc fuhr gerade hoch.
"Es ist immer wieder erstaunlich für mich, wie schlecht Menschen eigentlich gucken können", warf er beiläufig in die Runde und setzte sich auf ein gemütliches Sofa, als sie gerade wiederkam und das Passwort eintippte, bevor ein paar weitere Klicks und ihre Erläuterungen interessante Dinge zutage förderten.
"Du hast einen Satelliten gehackt", gab er grinsend dazu und richtete sich etwas auf, sah mit auf den Bildschirm aus der Ferne.
"Es wäre praktisch, zu wissen, wo wir ansetzen müssen, da wir höchstwahrscheinlich nur einen Versuch haben, danach wird es schwieriger, aber auch nicht unmöglich. Zwar bin ich ein Vertreter der "Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht"-Taktik, manchmal jedenfalls, aber in diesem Fall könnten wir es doch gern vermeiden."



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 10-11-2011 22:09 PM

Auf Lors Kommentar hin grinste sie nur und lehnte sich an die Wand,
wo gerade die Projektion alle drei Gebäude mit einem Gebäudeplan aufzeigte.

"Du musst wissen, manchmal wurde mir auch langweilig.
Besonders wenn ich Urlaub nehmen musste,
da war es kein Problem, sich damit auseinander zu setzen",

erklärte sie kurz, während sie eigenartige Fingerlinge auf ihre Hand aufsetze,
danach begann sie direkt an der Wand, an einer Art "Tastatur" einige Sachen einzutippen.
Erst kam ein großer Ladebalken und danach eine Prozentanzeige.

"Der Satelit muss sich nur justieren,
das dauert einen Augenblick",


erklärte sie, während sie auf der Wand ein neues Fenster öffnete und man erkannte eine Aufnahme ihres Wohnungsgebäudes.
In der Nähe ihrer Garage lief gerade ein Mann komplett in schwarz gekleidet vorbei,
an sich nichts auffälliges, wenn in diesem Moment ein Warnsignal nicht aufgeleuchtet hätte.

"Der hat 'nen Minisender fallen lassen,
sobald ich aus der Garage fahren sollte, meldet er das.
Nebenbei explodiert das kleine Teil und reißt mir sicherlich meinen Autoboden weg."


Ihre Gesichtzuüge waren entspannt,
als sie andere Befehle eintippte und nebenbei einen Blick auf den Ladebalken warf,
er war inzwischen bei 37% angekommen.
Erneut erschien die Garageneinfahrt und das rot markierte kleine Etwas.
Ein Tastendruck später kam eine Katze um die Ecke gebogen und schnappte das Teil auf,
es reagierte nicht und ging auch nicht in die Luft.

"Tja, doof, wenn man eine Explosionseinheit auf Metall auslegt,
das war übrigens der Nachbarskater Kasimir,
er wird das Teil erstmal in der Nähe der Polizei absetzen,
wenn es dann hochgeht, wird Hannover polizeilich abgesichert,
das wäre ein perfekter Moment, einige Leute aufzumischen.
Ah, nu ist es fertig.
Ich sehe schon, Linden scheint unser Zielort zu werden.
Siehst du die ganzen Energiesignaturen?
Da sind über 50 Leute in dem Gebäude,
für eine einfache Firma ist das auf dem wenigen Platz deutlich zuviel,
die Ansammlung in der Mitte,
kaum fünf Meter unter der Straße, scheint eine Bewachung von irgendwas zu sein.
Da könnten wir fündig werden."


Ihre Augen blieben auf dem Bildschirm,
nur kurz schaute sie zu ihrem Vetrauten rüber.

"Irgendwelche Waffenwünsche?"



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 10-11-2011 22:27 PM

Gespannt schaute der Krasán nur zu und musste anbei einfach nur grinsen.
Als die Katze den Sender wegsammelte, lachte er einfach laut auf aus ganzem Herzen, das fand er zu komisch.

Sie schauten sich an, Lor stand zuletzt auf und nickte lediglich mit dem gleichen, etwas diabolischen Grinsen.
"Alles dabei."
Allerdings war er sehr gespannt, was sie nehmen würde. Ihre beiden Schwerter? Oder - bei der Frage offensichtlich - verfügte sie noch über andere Spielzeuge?



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 10-11-2011 23:12 PM

Nickend ging die Vampiress den Flur zurück in einen Nebenraum,
dieser wirkte zunächst recht spartanisch eingerichtet,
ein kleinerer Schrank, ein Beistelltisch, eine Lampe,
sowie einen kleiner Sessel waren darin zu finden.
Erst auf den zweiten Blick erkannte man einen Schalter,
der von indirekter Beleuchtung aus dem Inneren ein sanftes blaues Strahlen beherbergte.
Als Alexinara ihn betätigt hatte, fuhren die beiden Wandseiten nach innen zurück und gaben einen neuen Raum frei.
Der Raum war in sanftes Blau gehüllt,
an den Wandseiten hingen Waffen verschiedenster Art,
Schusswaffen, Schwerter, größere Kaliber und anderer Kleinkrams,
dazu etliche Ersatzmagazine und Aufsätze,
ein Scharfschützengewehr lag auf einer größeren Halterung,
sie war knapp 1 m lang, der Lauf beinhaltete 65 cm davon.
Alle Waffen schienen nagelneu, oder nur wenig benutzt,
selbst einige magische Waffenexemplare waren aufzufinden,
Handschuhe für elektrische Entladungen,
Armbänder, um Levitationen möglich zu machen,
am Ende des Raumes stand ein kleines Podest,
worin in einer Halterung eine freischwebende Kugel zu finden war,
ihre pulsierende, undefinierbare Farbe zog alle Blicke auf sich.
Ein kleines Kärtchen war an das Podest angebracht,
"Last Hope - Nicht nutzen... Es könnte die Welt zerstören." war dort in goldenen Lettern zu lesen,
die Energiekonzentration im Inneren dieses kleinen Dings drang förmlich nach außen,
und selbst die Glaskuppel, welche deutlich energetische Muster aufwies,
konnte nicht die ganze Energie abschirmen.

Gekonnt griff die Vampiress in den Raum,
eine Art Halterung schnallte sie sich um den Körper,
auf dem Rücken hatte sie Platz für ihre Schwerter,
eine Seitenhalterung unter dem Arm ermöglichte es ihr, eine Schusswaffe zu tragen,
wobei der Platz leer war und sie die Halterung abnahm.
Sie zog sich einen ledernen Mantel über,
schnallte sich weitere Halterungen an Hüfte und Unterschenkel,
versah diese mit diversen Klingen und ließ den Raum hinter sich zugehen.
Direkt konnte man ihr nicht anmerken,
dass sie schwer bewaffnet war.

"So, ich bin fertig,
unser Weg kann mit der E-Bahn sein,
oder wir nehmen meinen Wagen.
Beide Möglichkeiten stehen uns offen,
jedoch sind wir per Wagen technisch etwas unabhängiger",


merkte sie an und ließ den Breitbandbildschirm wieder auf ihren PC verschwinden und herunterfahren.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 10-11-2011 23:55 PM

Unbeirrt folgte Lor der Schwarzhaarigen auf ihrem Weg und lugte in das kleine Zimmer herein, das sich als Klein, aber Oho entpuppte, wie man früher manchmal sagte.
"Darf ich sagen, dass ich mich etwas in Men in Black versetzt fühle?", meinte er leise kichernd. Dieser Film, der vor etlichen Jahren einmal Erfolg geschrieben hatte.
"Hauptsache, du hast keine Zirpende Grille dabei."
Sie kam zurück, der Raum bastelte sich wieder zusammen und ihre Blicke trafen sich.
"Ich behaupte mal, das wird eine blutige Angelegenheit. Der Hauptsitz der Orga ist zwar nicht hier, aber die allgemeine Funkzentrale."
Ein bösartiges Glitzern schimmerte in den ebenmäßig dunkelgrünen Augen.
"Wollen wir da vorher einen kleinen Abstecher hinmachen? Liegt ganz dicht bei. Sie haben meinen Partner auf dem Gewissen."
Zwar kümmerte es ihn eigentlich nicht ganz so, aber nach einigen Jahren Zusammenarbeit könnte man das wohl als Grund nehmen - neben der Gefangennahme -, einmal richtig Party zu machen. Und wenn die Polizei vielleicht gar abgelenkt war oder irgendetwas, hatten sie freie Bahn.
"Diese Leute sahen in Nichtmenschen immer bessere Arbeiter. Gönnen wir ihnen die Einsicht, dass wir keine Sklaven sind, was meinst du?"


Natürlich war es einfacher, sich mit dem Auto durch die Stadt zu begeben. Es dauerte auch nicht lange, da waren sie am ersten Ziel angekommen - gegenüber dem Gebäude, was der Satellit sowieso als "Gefängnis" identifiziert hatte.
"Hm. Nehmen wir das eine, entdeckt uns das andere. Teilen wir uns auf oder machen wir erst das Gefängnis klar und gehen dann rüber, Guten Tag sagen?"
Lor schaute Lexia direkt an, sie saßen noch im Auto, frisch und unauffällig geparkt.



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 11-11-2011 09:00 AM

"Du darfst dich fühlen wie im Actionfilm",

kicherte Alexinara, als sie sich zum Auto aufmachte,
bald hatten sie die Lokalisation erreicht.
Die Vampiress legte die Stirn einen Moment in Falten,
ihr Blick ging vom Gefängnisgebäude zur Funkzentrale,
danach tippte sie etwas in der mittleren Amatur auf dem Bildschirm ein.

"Kilian, Status "Polizei", bitte",


sagte sie direkt zu ihrem Wagen,
der mit einer angenehmen Männerstimme antwortete.

"Polizei ist in Bereitschaft,
die Streitkräfte wurden verdoppelt nach dem Bombenanschlag,
jede auffällige Aktivität wird verfolgt",


endete der Wagen und zeigte auf dem Bildschirm kleine Punkte rund um ihr Parkgebiet,
anscheinend hatte die Polizei direkt reagiert,
das machte die Sache durchaus angenehemer.

"Komm mit, erst holen wir deine Schwester raus,
dann sagen wir auf der anderen Seite Hallo",


kommentierte sie kurz und stieg aus dem Wagen aus,
es war inzwischen später Nachmittag,
viele Menschen und auch Nicht-Menschen machten sich wieder auf den Weg zu ihrer Arbeit,
nachdem sie bei angenehmen Temperaturen in den Freirestaurants in der Natur zu Tisch gewesen waren,
Anzugleute und normale Arbeiter kreuzten den Weg von Alexinara,
während sie unbeirrt dorthin ging.
Die Eingangstür öffnete sich problemlos,
schließlich mussten sie ja unauffällig bleiben.
Direkt am Tresen begrüßte sie eine junge Dame.
Allem Anschein nach taten sie so,
als wären sie eine Vermittlungsfirma für junge Models.
Kurz unterhielt sich die Untote mit der Frau,
einen Augenblick später gab sie ihnen eine Zugangskarte für das Gebäude.
Fast schon schien es, als hätte sie es freiwillig getan,
doch ein Blick auf die Frau verriet, dass Alexinara sie manipuliert hatte.
Grinsend hielt sie Lor die Karte hin.

"So, unser Zugang,
mittlere Sicherheitsstufe,
damit sollten wir zumindest in den Keller kommen,
den Rest sehen wir dann",


sagte sie und drang ins Gebäude ein,
so wie ein normaler Angestellter es getan hätte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 11-11-2011 11:32 AM

"Darf ich auch agieren wie in einem?"

Mit einem letzten "Du hast echt ein bemerkenswertes Auto" stieg Lor aus und ging zielstrebig voran, ließ dann die Vampirin vor und genoss mit einem zustimmenden Nicken und Lächeln ihre Show.
Ein Stück weiter, völlig unbelangt, traten sie durch die Tür in die internen Bereiche.
"Klasse, und alles ohne ein Anklopfen." Ein leicht fieses Grinsen legte sich auf seine Züge.
Das ungleiche Gespann machte sich auf den zielstrebigen Weg nach unten.
"Halt! Wer sind Sie?"
Mit einem entsicherten Klicken richtete jemand eine Pistole auf sie, aber Lor war schneller. Eine hellsilberne, leicht bläulich schimmernde Klinge war auf die Kehle des Mannes gerichtet.
"An deiner Stelle würde ich das fallen lassen. Und das andere auch."
Natürlich wusste er um die Innenstruktur der Wachen, seine Worte zielten auf das Funkgerät ab, das auf einer speziellen, sehr alten Frequenz sandte, die nur 50m reichte, aber nicht abhörbar oder störbar war.
"Lor, oder...?" Der Wachmann legte langsam die Waffe nieder und friemelte dann an seiner Jacke herum, als ob er etwas aus der Innentasche holen wollte. Seine Augen wanderten unsicher von der Begleiterin zu ihm, ein ebenso unsicheres Lächeln auf den Lippen.
"Ich kenne dich noch, wir haben einmal zusammengearbeitet..."
"Fallen lassen sagte ich!"
Erschrocken zuckte er zusammen und dem Schwarzhaar fiel eine zweite Waffe vor die Füße.
"Gib mir dein Funkgerät", befahl er, weiterhin starr den linken Arm zu ihm ausgestreckt, das Langschwert im Anschlag.
"J-ja...!" Nervös zitternd zog der Mensch endlich das besagte Gerät aus der anderen Jackentasche und gab es ohne Macken weiter.
Mit einem bestimmten Knopf brachte der Krasáne es kurz zum Rauschen und steckte es dann selbst ein, vielleicht brauchte man es noch oder konnte sich damit einen Spaß erlauben später, momentan war die Ungesehenheit ihr Trumpf.
Ohne weiteres schritt er einfach vorbei und haute dem Wachmann einfach seinen Dolchknauf an den Hinterkopf, der darauf wortlos zusammensackte und einfach liegen blieb.

Auf dem weiteren Weg kam ihnen niemand entgegen, nichts Ungewöhnliches.
"Wenn sie eines stets verpennt haben", flüsterte Lor seiner Nachbarin zu, während er sie durch die Anlage lotste - nicht die erste, durch die er innerhalb der letzten Jahre lief -, "Dann die Sicherheit und den Fakt, mehr als wenige Wachen aufzustellen. Wenn ein Ausgeschiedener zurückkommt -"
"Wird er meistens direkt umgebracht", beendete jemand von weiter vorn seinen Satz und ließ Lor leicht knurren.
Sofort blieb er stehen und harrte an der Ecke aus.
Ein Lachen ertönte, fast freundschaftlich, brüderlich.
"Ich wusste, du würdest kommen. Jolèks Tod hat dich ja herzlich wenig interessiert, aber -"
"Er war auch nur ein kleiner Hund, wie alle anderen, die ihr umbrachtet", konterte Lor ungehalten dazwischen.
"Aber für deine Schwester würdest du zurückkommen."
Stumm formte sich "Du bist nicht hier" für Lexia auf des Krasánen Lippen, zum Hinweis, dass sie überraschend agieren konnte, weil sie nicht erwartet würde, dann trat er doch um die Ecke, in das Ziel eines Scharfschützen, der hinter seinem Herren stand.
"Ach, der Herr Oberchef, nein, wie nett." Lor grinste.
Ein recht ergrauter Herr, ehemals ein ganz hohes Tier, aber nach 2012 abgestürzt und in diese Organisation eingetaucht, sah zurück mit versteinerter Miene. Etwas klickte und jemand wurde hinter ihm herangezerrt.
"Lass' mich los, du verdammtes Arschloch!"
Ungerührt sah Lor nur weiter geradeaus, den nun lächelnden Herren an.
"Eine Bewegung und deine Schwester merkt, wie sich eine Kugel im Unterkiefer anfühlt."
"Ich weiß", antwortete er lediglich kühl.
Sein Gegenüber verschränkte die Finger hinter dem Rücken und wanderte etwas heran. "Du hast ganz schön Eier, dich hier blicken zu lassen."
"Welch ungepflegte Redeweise."
"Mach' mich nicht zum Narren!" Er schaute ihn zornig an, nun fast direkt an seinem Gesicht. "Wie gefiel dir eigentlich das Feuerwerk gestern Abend?"
Lor verzog keine Miene. "Gab ein schönes Licht, ja, lauter Knall, hatte was."
"Und es wird nicht die letzte sein, glaube mir." Ein diabolisches Grinsen legte sich auf die alten Züge. "Und weißt du was? Du hast sie mit aufgebaut."
Die dunkel smaragdgrünen Augen weiteten sich, er ballte die Fäuste, gewahr dessen, dass er nicht mit seinen Krallen ausholen konnte.
Der alte Mann lachte. "All die Jahre! Du warst einer unserer besten Mitarbeiter, member of New Light!"
"Halt' den Rand, du elendiger Bastard!" Ungerührt aller Konsequenzen schlug er ihm einfach direkt ins Gesicht und brach dabei gepflegt die Nasenscheidewand in drei Teile.
Lor verharrte in einer Art Kampfhaltung, wenn auch mit geballten Fäusten statt mit sonst angriffsbereiten Krallenhänden.
"All die Jahre - hast du mich ausgenutzt, was nichts Neues ist, aber dafür! Dafür bringe ich dich um! Für meinen Bruder, du Arschloch!"
Eiskalt wich jeder Anstand aus seiner Miene und zum ersten Mal gab er sich wirklich dem hin, einfach den Menschen vor ihm zu verprügeln, in der stillen Hoffnung, dass Lexia nebenher sich um alles andere kümmerte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 11-11-2011 14:47 PM

Als Lor ihr ein Zeichen stumm gegeben hatte,
nahm sie den Weg in die andere Richtung,
machte einige Abzweigungen unsicher und landete im Gang,
von wo sie aus der Ecke direkt Einsicht auf den Scharfschützen und Lors gefangene Schwester hatte.
Der Wachmann neben ihr hielt ihr eine Waffe an den Kopf,
hoch konzentriert, und bereit jederzeit abzudrücken.
Als ihr Vertrauter voller Wut auf den Mann zuging,
hatte die Vampiress sich schon hinter den Bewacher gestellt und mit einem Handgriff einen Gehinrnerv eingeklemmt,
der ihn gleich zusammensacken ließ.
Da der Scharfschütze auf Lors Gestalt fixiert war, nahm er das Umkippen das Mannes nicht wahr,
unbemerkt ging sie auch zu ihm herüber und schickte ihn schlafen,
während sie die Konversation beider hörte.

//Dann sind diese Männer bei New Light angestellt,
kein Wunder, dass Lor ihm am liebsten das Leben aus dem Leib prügeln will.
Was ich mich jedoch frage, wie stark ist dieser Stützpunkt in Hannover?//


In Gedanken zog sie schon die beiden Männer in einen Nebenraum,
wo man sie nicht direkt einsehen konnte
und sie somit weiter unentdeckt bleiben würden.
Sich dann an die Seite stellend schaute sie sich das seltsame Halsband an,
welches nun als einzige Bedrohung an Lars Hals hing.

"Das reagiert auf magische Einwirkungen,
wenn ich aber den Schaltkreis mit etwas Nicht-Magischem unterbreche,
sollte es sich leicht abmachen lassen",


erklärte sie ihr Vorhaben der Rothaarigen und fummelte mit einer Klinge am hinteren Teil herum,
ein leises Piepen erklang und die Befestigung gab den Geist auf,
die Gerätschaft fiel auf den Boden, seiner Funktion beraubt.

"So, das ist erledigt.
Lor?
Wenn du ihn umbringen willst, mach es wenig blutig,
wir haben noch was zu erledigen",


kommentierte sie seinen Wutausbruch schlicht und verharrte in Warteposition,
ihre Augen suchten die Gänge ab,
ihr Geist die Flure um sie herum.
Gerade befand sich keine Wache in Hörweite,
jedoch waren alle irgendwie aufgescheucht,
was die Vampiress mit dem stärkeren Polizeiaufkommen in Verbindung brachte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 11-11-2011 20:15 PM

Ungerührt schüttelte die Gefangene ihre feuerroten Haare aus und nickte ihrer Befreierin zu, die anschließend den zweiten Wachmann direkt ausknockte.
//Hab' Dank. Schöne Technik anbei//, zwinkerte sie verschmitzt und leicht bösartig grinsend gedanklich zu, bevor sie sich erhob und still hielt, bis ihr das Halsband abgenommen wurde.
Stumm folgte die Rothaarige mit den gleichfarbigen Augen - sie trugen scharf geschlitzte Iris - und Krasánenohren, um mit verschränkten Armen sich an eine nahe Wand zu lehnen.
"Kannst du mal aufhören zu spielen? Wir haben keine Zeit."
"Sei still!", erwiderte Lor aggressiv und verpasste dem weißhaarigen Mann einen letzten Kinnhaken, mit dem er hintenüber fiel und liegen blieb.
Etwas angestrengt atmend verharrte der Krasán noch etwas in seiner Angriffspose, bevor er zur Seite trat und sich die wirren Haare über die Schultern zurückstrich.
"Wir gehen."
"Was...?!"
"Wir gehen!"
"Aber du kannst doch nicht -"
Ungehindert schob er seine Schwester um die Ecke und lief voraus. "Beeilt euch!"
Mit letztem Blick auf den Mann erkannte man nur ein kleines Gerät, das in der Hand des Bewusstlosen lag.

Die beiden im Nacken sah Lor zu, auf kürzestem Weg das Gebäude zu verlassen, rief anbei noch der Sekretärin zu, die schreiend aufsprang, doch kaum waren sie aus der Drehtür hinaus, explodierte im Keller bereits der erste Sprengsatz.
"Ich kenne die Infrastruktur dieser Standorte", kommentierte das Schwarzhaar schnaufend und zog sie noch ein wenig zurück, damit ihnen kein Trümmer von weiter oben auf den Kopf fallen konnte. "Nach und nach zerlegt sich das gesamte Gebäude in Einzelteile, von unten nach oben."
Er wandte sich ab und steuerte gleich auf die andere Seite zu.
"Radieren wir diese Zentrale komplett aus, dann haben sie ein Auge und Ohr weniger."
Ein leicht diabolisches Grinsen bemächtigte sich seiner.
"Ich kenne ein paar unserer Standorte, die können wir später nach und nach auseinander nehmen. Sie hätten mich erschießen sollen, als sie es noch konnten."
Sirenen ertönten, als ein paar Polizeiautos um die Ecke bogen. Instinktiv zogen die Geschwister zeitgleich den Kopf ein, aber er war schneller und stieß sie weg.
"Hau' ab! Du bist zu auffällig! Versteck' dich irgendwo und - "
Ohne Vorwarnung erfasste er ihren Arm und hatte seinen Dolch bei der Hand, einen gezielten Schnitt später fiel die kleine Sendeplatine auf die Straße.
"Bleibe unauffällig. Wir treffen uns erneut."
"Irgendwann", nickte sie ihm zu und holte mit rasch wachsenden Schwingen kräftig aus. Mit einem Schlag war sie in die Luft verschwunden.
Das Langschwert zerstach das Metall, kleine Blitze zuckten auf, dann detonierte das winzige Ding einfach. Aber währenddessen zog Lor die Vampirin bereits weiter und in den Gebäudeeingang der Funkzentrale hinein, die jetzt wahrscheinlich in hellem Aufruhr sein durfte, wenn nicht bereits am Fliehen oder Aufrüsten.



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 11-11-2011 20:39 PM

Stumm hatte die Vampiress den Weg mit Lor und Lar zusammen Richtung Funkzentrale genommen,
als sie gerade durch die Tür waren,
konnte man deutlich erkennen,
wer floh und wer sich wappnete für einen Angriff.
Mit einen Grinsen auf dem Gesicht zog die Vampiress zwei kleine Klingen aus der Halterung,
Karstor und Eristron leuchteten in ihren Halterung,
scheinbar aus dem Nichts gerade erschienen.

"It´s partytime!",

sagte sie laut und erhaschte damit die Aufmerksamkeit der ersten New Light Anhänger direkt im Eingangsbereich,
sie zogen kleine Schusswaffen und wollten die Untote durchlöchern,
jedoch traf keine der abgeschossenen Kugeln.
Ehe das die beiden Schützen erkannt hatten, zeigten sich schon Kehlenschnitte an ihren Hälsen.

"Ich nehme stark an,
dass alles wieder im Keller liegt,
radieren wir sie aus,
danach können wir alles in die Luft jagen",


kommentierte sie ihre Aktion,
nachdem sie erneut an Lors Seite zurückgekehrt war.
Einen Moment die Augen schließend kontaktierte sie ihren Wagen,
dieser stand in einer Seitenstraße und parkte ganz unauffällig.

//Bring mir die Sprengsätze aus der Garage,
Kasimir wird sie dir in den Kofferraum schmeißen,
wir treffen uns, sobald wir die Kommunikationsplattform auseinander genommen haben in der Seitenstraße//,


sandte sie den Befehl an den Wagen,
welcher sich augenblicklich in Bewegung setze.
Alexinara ging auf die erste Tür zu,
sie schien abgeriegelt -
was sie nicht daran hinderte, Eristron durch das Panzerglas zu stoßen.
Den Gang herunter nahm sie schon Präsenzen von einige Menschen in ihrer Nähe wahr.

"Ich spiel tote Frau und du nimmst sie von der anderen Seite aufs Korn, ok?",


sagte sie zu Lor gewand und wies ihm mit den Finger in den Gang,
welchen er nehmen konnte,
um auf der anderen Seite den Gegnern in den Rücken zu fallen.

"So, ihr dreckigen Bastarde,
ihr seid New Light?
Ich fordere euch heraus, ihr jämmerlichen Feiglinge,
könnt ihr es mit mir aufnehmen?",


rief sie in die Gänge und erhielt augenblicklich Resonanz in Form einer Kugel,
diese traf sie direkt in der Schulter,
es war eine mit einfacher Magie versehene Kugel,
für die Vampiress aber keine große Gefahr.
Sie lief unbeirrt weiter und lockte die Männer aus der Deckung,
drei an der Zahl hielt der Mittlere ein Schrotgewehr in der Hand.

"Hallo",

sagte sie in einem herzlichen Ton und lächelte,
die Männer wichen keinen Moment zurück,
doch ihre Mienen zeigten große Angst.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 11-11-2011 21:54 PM

Etwas verärgert nickte Lor nur. Hier hätte er super mit seinen Krallen oder in Krasánengestalt herumspringen können, aber nunja. 24h waren circa um, 48h standen noch aus.
Die Zähne zusammenbeißend lief er den ausgewiesenen Weg, um kurz darauf drei Männern von hinten eiskalt mit einem Streich den Hauptnerv des Rückenmarks am Nacken zu kappen.
Anschließend spannte sich schnurstracks eine dicke, weiße Sehne auf an einem dunkelblauen Bogen, die Pfeilspitze zielte scheinbar direkt auf die Vampirin, doch eine Sekunde später steckte der Pfeil jemandem 25m hinter ihr im Schulterblatt. Der Mann fiel mit einem Schrei einfach nur nach vorn.
"Weiter geht's."
Lor fehlten seine Sinne, er konnte nicht sagen, ob jemand um die Ecke stand, außer der stank wirklich zum Himmel oder war sehr laut, aber das passte nun. Musste.
"Sie werden auch oberhalb sitzen, ich gehe dorthin, mach' du den Keller sauber, okay?"
Sie nickten sich grinsend zu, dann verschwand er in die Richtung, aus der er gekommen war, und erklomm die Treppe geradeaus.

[*]
Mit leicht zuckender Nase nahm der Krasán Witterung auf.
Etwas Uraltes erwachte in ihm, das einstmals seine einzige Überlebenschance gewesen war und nun aufgrund fehlender Fähigkeiten wieder auf die Bildfläche trat.
Zwei einfache Dolche fanden sich in seinen Händen, beide exakt gleich aussehend, goldener Griff, silberne Stahlspitze, die oben eine leichte Anomalie besaß und kurz weiter wurde, ehe sie zusammenlief.
"Hallo Mädels."
Die nächsten zwei Soldaten hatten nicht einmal mehr Zeit zum Schreien, als jeder einen Wurfdolch in den Hals bekam.
Mit raschem Schritt holte Lor sie sich zurück und sprang den nächsten Menschen gekonnt um, nahm auch ihm den Lebenshauch und sprintete weiter durch die Gänge.
Für diesen Verrat würde jeder bezahlen.
Leise Wut machte sich breit, die keinen Ausdruck in Augen und Haaren fand, in nichts außer dem seltsamen Leuchten in seinem Blick.
Im Vorbeigehen sorgte er in den einzelnen Zimmern, die aussahen wie Büroräume einer Zeitung, dass die Pcs mit geheimer Tastenkombination komplett gelöscht wurden. Ein einziges Mal hatte er einer Standorträumung beigewohnt und jetzt machte sich alles bezahlt, jede einzelne Wunde, die er einst davongetragen hatte.
In null komma nichts war ein Raum aufgeräumt, dann stand eine hämisch grinsende Wache vor ihm, die einfach einen Dolch in den Unterleib kassierte und weggestoßen wurde.
Ein Ziviler kam die Treppe heruntergerannt und wurde nebenher mitgenommen, blindlings, einfach alles, was sich bewegte, denn Lor wusste, dass alle hier dazugehörten.

Im höheren Stock wurde lautes Bellen gewahr, bevor sich eine Meute ausgebildeter Rotweiler von einem Soldaten losriss und ihn am Treppenabsatz begrüßte.
"Tut mir leid, Jungs, aber ihr habt euch von den Falschen mit Gehirnwäsche behelligen lassen."
Einmal mehr manifestierte sich aus Nebel der dunkelblaue Langbogen in seiner Hand. Er legte an, zielte, und als er gefunden hatte, schoss der Pfeil schon ab und dem Hundebeaufsichtiger in die Stirn.
Aber das seltsam gefärbte Holz war widerstandsfähig genug, um auch im Nahkampf gute Dienste zu erweisen. Ungerührt schlug der Krasán um sich wie mit einem gebogenen Stab, zog sein Langschwert und führte seine Verwandten über ins Nirwana.
Weitere Zivile flüchteten nach oben. Lor sprintete in den nahen Raum, der nur mit Glaswand vom Flur getrennt wurde, löschte wieder sämtliche Pcs - und damit ihr Wissen aus dem Gesamtnetzwerk, falls sie spezifisch etwas besaßen - und folgte anschließend den Fliehenden, erwischte zwei im nächsten Geschoss mit den Wurfdolchen von hinten und sah schließlich sogar dazu auf, seinen speziellen dem dritten in den Rücken zu jagen.

Zwei Geschosse weiter kam er schließlich an das Ende des Geländes, die Hände verschmiert vom Blut der Gefallenen.
Noch etwas schwer atmend aktivierte das Schwarzhaar rasch den letzten Bildschirm, dann klickte es und er drehte sich um. Im Hintergrund erklang ein Piepen vom fortschreitenden Löschvorgang.
"Eine kleine Made, und sie bringt alle um. Wie findest du das?"
"Beschämend", erwiderte er leicht grinsend und beruhigte seine Atmung und Puls etwas.
"In der Tat, darum werde ich das hier beenden."
"Trotzdem sind alle tot."
"Aber ich bin der Held, der Lor umgebracht hat."
"Das habe ich schon öfter einmal gehört."
Energisch drückte der Soldat ihm eine Pistole auf die Brust. "Das dreckige Lachen wird dir noch vergehen!"
"Dann höre auf zu reden und mach' endlich!"
Im selben Moment reagierten beide, der Krasán trat ihn kraftvoll zurück und mit lautem Echo feuerte die Pistole ab.
"Verd..."
Mit einem erstickten Art Zischen rutschte das Schwarzhaar an dem Schreibtisch herunter, wo er einfach sitzen blieb und sich an die Brust fasste, während der andere sich den blutenden Hinterkopf hielt, angeschlagen an dem Glasregal, das mit lautem Krachen zu Bruch gegangen war und wahrscheinlich einige Scherben in seine Haut getrieben hatte.
Lor lächelte angestrengt, sein Atem ging ziemlich zitternd und schnell.
"Fuck. Dummer Idiot, kannst nicht einmal zielen..."
Der Soldat sank bewusstlos zu Boden. Es musste ihm den Schädel zerstochen haben.
Schwärze kroch in den Augenwinkeln heran, aber wie stets kämpfte Lor. Dieses Mal einen aussichtslosen Krieg. Die Kugel hatte sein Herz knapp verfehlt und die Wand eingerissen. Der lähmende Effekt setzte nur ein, wenn der Treffer saß, andernfalls funktionierte es wie bei jedem anderen auch. In diesem Moment war er nur ein Mensch.
Ein Mensch, der wahrscheinlich in den nächsten Minuten einfach lautlos den Löffel abgab.
"Na toll..."
Ein Lächeln beflügelte die Lippen.
"Aber wenigstens habe ich euch sowas von den Arsch aufgerissen... Schweinepriester allesamt."



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 12-11-2011 14:50 PM

Im Keller hatte die Vampiress zunächst leere Räume vorgefunden,
erst einige Gänge weiter, in einem Bereich, der deutlich heller beleuchtet war,
kamen ihr Soldaten entgegen, die direkt ihre Waffen auf sie richteten.
Dieses Mal nahm sie sich Eristron zur Hand,
der die Waffenläufe mit nur einem Hieb zum Schmelzen brachte.
Verwundert konnten die Männer auch nicht mehr darauf reagieren,
dass Alexinara ihnen allesamt eine Klinge in den Wirbelkörper jagte,
allesamt fielen die Männer im Gang um, doch der Ansturm schien nicht enden zu wollen.
Erst beim zehnten Gegner und einem Gang voller Leichen kam sie in einen anderen Raum,
hier standen einige Computertürme herum,
welche auf die zentrale Rechenstelle dieses Gebäudes hindeuteten.
Da die Vampiress keine Lust hatte, sich einzeln um die im Raum aufgestellten Reihen zu kümmern,
ließ sie einfach eine der Gerätschaften umkippen,
was einen effektiven Dominoeffekt auslöste.

Eine Explosion folgte der anderen und unbekümmert suchte sich die Vampiress ihren Weg,
kurz darauf landete sie in einem Raum,
wo Bildschirme aufgestellt waren und einige Leute Informationen weiterleiteten.

//Scheint so, als hätte ich das Herz gefunden...//,


dachte sie sich und räumte alles aus dem Weg,
was atmete und in irgendeiner Weise Leben aufwies.
Schnell war sie nun durch mit dem unteren Geschoss,
kein Lebenszeichen mehr zu erkennen.
Die Rechner beseitigte sie auch und kappte alle Leitungen,
schließlich sollte keiner mehr Verbindungen zu diesem Ort anstellen können.
Irgendwo in der Ecke klingelte ein Mobiltelefon,
sie nahm verwundert ab und fragte sich,
wer gerade jetzt das Pech hatte, Kontakt zu suchen.

"Wer ist da?",

fragte sie neutral und wartete auf eine Antwort.

"Verdammt, was ist bei euch los?
Die Verbindungen sind gekappt,
wir haben eure Netzwerke verloren!"


Grinsend musste Alexinara der aufgebrachten Stimme am anderen Ende der Leitung zuhören,
anscheinend war der Angriff noch nicht bis zu ihnen vorgedrungen.

"Hier spricht dein Albtraum,
dieser Stützpunkt wurde eliminiert",


verkündete sie dem Mann und wollte gerade noch etwas sagen,
als ihr Bewusstsein etwas anderes striff,
ein unbehagliches Gefühl erreichte sie und augenblicklich ließ sie das Handy fallen.

Ihre Schritte führten sie ins Obergeschoss,
wo sie Lor blutend an einem Tisch vorfand,
eine Kugel schien nahe seines Herzens eingetreten zu sein.

"Ach weh,
du machst das Obergeschoss leer und spielst mit dem Gedanken abzutreten?
Nicht über meine untote Leiche, Junge!"

Wütend nahm sie ihm das Oberteil ab,
um zu erkennen, wo sie ansetzen musste.
Seine Atmung war schon abgeflacht und der Blutverlust war nicht gerade unerheblich.
Ein gekonnter Blick und sie sah,
dass die Kugel sehr ungünstig lag.
Die Hand auf seine Brust auflegend entfernte sie mit einem Ruck die Kugel,
Blut strömte ihr entgegen, sie presste ihre Hand darauf.
Wärme von ihren Handflächen übertrug sich auf die Wunde,
von innen nach außen wurde das verletzte Gewebe repariert,
einen Moment später ließ sie von ihm ab und schaute ihn an.

"So, gönn dir etwas Pause,
ich mache den Rest."


Einen Blick aus der verglasten Fensterfront riskierend erkannte sie ihren Wagen,
dieser stand wie verabredet in der Seitenstraße direkt zu ihren Füßen.
Während sie Lor nun auf den Armen trug, sprang sie ungehindert durch das Glas,
mit vielen Scherben landete sie direkt neben dem Auto
und packte ihren Vetrauten auf die geräumige Sitzbank,
danach nahm sie sich die Sprengsätze und sprang wieder ins Gebäude rein.
Kaum 5 Minuten später saß sie wieder in ihrem Wagen und hielt eine Fernbedienung in der Hand.
Als sie ihn startete, drückte sie den Knopf des Fernzünders und drückte aufs Gas.
Kaum um die erste Ecke gebogen detonierten die Sprengsätze und legten das Gebäude in Schutt und Asche.