Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 12-11-2011 15:51 PM

Als Lor aufwachte, fand er sich auf einem bekannten Sofa wieder. Es war dunkel draußen, seichte Lampen erhellten das Zimmer.
Das letzte, woran er sich erinnern konnte, waren das Gesicht des fast toten Soldaten und sein Ausspruch, bevor er weggetreten war. De facto lebte er auf jeden Fall anscheinend noch, auch wenn alles irgendwie weh tat und ihm der Kopf dröhnte.
Langsam setzte er sich auf und hielt die Stirn mit leichtem Stöhnen.
"Meine Fresse..."
Alles drehte sich, das Blut war noch nicht wieder voll da.
Vermutlich hatte Lexia alles weitere beendet, am besten noch das Gebäude in die Luft gejagt und anschließend waren sie zurückgekehrt und das geniale Auto von allein unten eingeparkt.
Und wo war sie jetzt? Er schaute sich langsam um.



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 12-11-2011 16:35 PM

Gerade war Alexinara aus der Dusche herausgekommen.
Die Explosion war gelungen,
die Polizei vermutete eine defekte Gasleitung als Ursache,
scheinbar hatten sie nicht die Lust, genauer darauf einzugehen.
Allen voran erfreut das die Untote,
so musste sie keine weiteren Manipulationen an den Polizeiakten vornehmen,
es hatte ihr schon gereicht, die Zerstörung des erste Gebäudes als einen Terroristenakt darzustellen,
dabei hatte sie lediglich den Autopsiebericht des alten Mannes verändert,
wonach er ohne äußerliche Verletzungen und gar völlig gesund das Gebäude in die Luft gejagt hatte.
Diese Mitteilung reichte aus, um die Medien aufzuschrecken,
dabei musste die Vampiress nur einige Journalisten per Telefonanruf aufscheuchen,
damit sie den Namen "New Light" als böses Übel erneut auf die Schlagzeilen brachten.

Gerade trocknete sie sich die Haare, als sie Lor wach auf dem Sofa sah,
sie legte das Handtuch weg und setzte sich an die Seite,
eine Hand sachte auf seinen Brustkorb legend,
damit er sich gleich wieder hinlegte.

"Leg dich hin, du hast zu viel Blut verloren.
Ich nahm an, dass fremdes Blut nicht so dein Ding ist,
deswegen habe ich es mit der Bluttransfusion gelassen.
Die Gebäude sind beide gesprengt, im Keller waren es nun an die 20 Tote,
plus die ganze technische Einrichtung.
Ich erhielt noch einen Anruf, irgendwo in Deutschland scheinen sie unruhig geworden zu sein.
In jedem Fall ist New Light in den Medien als Terrorist angeprangert,
ich habe der Polizei etwas auf die Sprünge geholfen,
damit sie wissen, wer dafür verantwortlich ist.
Du hast knapp fünf Stunden geschlafen, es ist Abend.",

zwinkerte sie verschwörerisch und goss ihm Wasser in ein Glas.
Hinter ihr leuchtete der Beamer seine Vitalzeichen an die Wand,
Puls normal, Blutdruck niedrig, selbst den Sauerstoffgehalt konnte man einsehen,
ebenfalls ein EKG für den Herzrhythmus.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 12-11-2011 17:17 PM

Ein Lächeln schlich sich auf des Krasánen Lippen, bevor er zu gern nachgab und sich erneut in die Waagerechte packte.
"Naja, ich kenne meine Blutgruppe nicht", scherzte er simpel und wurde eben erst der interessanten Anzeige gewahr.
"Das ist nicht dein Ernst... Du bist echt einfach nur irre."
Die Augen schlossen sich müde.
"Immer diese Ärzte... Aber das hört sich gut an, dadurch wissen die Leute vielleicht endlich, dass da jemand ist, der aus ihrem Schoß kroch, um Unruhe zu stiften."
Einen kleinen Moment schwieg das Schwarzhaar nur, der rechte Arm lag halb vor seinen Augen.
"Danke..." Müde sah er knapp auf, erneut lächelnd, bevor er sich die Augen wieder zupackte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 12-11-2011 20:32 PM

Zeitsprung nun angepasst, es ist die gleiche Zeit, zu der Raphael erneut wieder zur Besinnung kommt

Nachdem Lor wieder in den Schlaf der Gerechten übergegangen war, setzte sich Alexinara an den PC,
sie wollte Recherchen anstellen und etwas über New Light in Erfahrung bringen.
Zunächst schaute sie sich die aktuelle Entwicklung der Medienwelt an,
die Atomraketenexplosion stand noch als ungeklärtes Mysterium im Raum,
auch Hannover wurde in den Nachrichten erwähnt,
Skeptiker sahen beide Dinge in einem noch unbewiesenen Zusammenhang,
sicher war aber, dass alle Augen auf die Organisation New Light gerichtet waren.
Alsbald hatte sie ihre Suche im Netzwerk der Welt ausgeweitet,
neben Polizeidaten nahm sie nun auch Geheimdienstdaten aufs Korn,
jegdliche Aktivität von New Light müsste irgendwo zu finden sein.

Es dauerte eine Weile und die ersten Erfolge zeigten sich ihr auf,
es waren erst nur Adressen, dann Informationen,
mehr und mehr Daten türmten sich alsbald auf Alexinaras Tisch.
Zwischendurch tätigte sie einen Anruf ins Ausland,
kontaktierte alte Freunde in verschiedenen Bereichen der Welt,
schließlich konnte sie ihre Kontakte an dieser Stelle gut ausnutzen.
Auch nach Terra richtete sie ihre Aufmerksamkeit,
jedoch wollte man sie nicht weiterleiten,
auch als sie nur "Rezlan" sprechen wollte,
die in ihrer Position nicht gleich der Führer der ISF war.
Ohne sich weiter darüber aufzuregen, musste sie sich eingestehen,
dass sie entweder in die ISF einfallen, oder auf Raphaels Kontakt warten mussten,
beide Dinge konnten langwierig dauern, ersteres sogar Konsequenzen mit sich ziehen.

Garidion indes hatte seine Runden über der Stadt gedreht,
seinem wachsamen Auge waren die Kleinigkeiten in und um Hannover nicht entgangen,
versprengte Außendienster von New Light hatten direkt nach der Explosion versucht unterzutauchen.
Entweder waren sie von der Polizei festgenommen oder vom Drachen geröstet worden.
Als der Morgen graute, fanden sich Garidion und Alexinara auf ihrem Dach ein,
gerade war die Sonne dabei aufzugehen.

"Ich hoffe, du hattest Erfolg,
bei mir ist einiges, jedoch wenig Produktives, rumgekommen.
Anscheinend ist die Leitung von New Light mehr als aufgebracht,
einerseits wurde die Rakete zerstört ohne viel Schaden anrichten zu können,
andererseits ist ihr zentraler Standort in Hannover aufgeflogen.
Jedoch muss ich zugeben, dass meine Kontakte mir nichts weiter mitteilen konnten,
in Russland und der Türkei halten meine Freunde Augen und Ohren offen,
wie es scheint, ist New Light gut versteckt.
Aber ich habe etwas Interessantes im Netz gefunden,
noch wird es von den Medien zurückgehalten,
aber auf medienfernen Plattformen macht es einen große Runde.
Eine Art "Bekennervideo" von New Light,
sie scheinen wohl etwas Angst und Schrecken verbreiten zu wollen,
kurz gesagt sie laden Menschen mit besonderen Kräften in ihre Organisation ein,
wobei sie alles "Nicht-Menschliche" als Abschaum von der Erde ausradieren wollen,
das übliche also, was Hass auf Minderheiten und neue Erkenntnisse angeht",


teilte sie ihrem Drachen mit, der seinen Kopf auf seinen Pranken abgelegt hatte,
etwas müde juckte sich die Vampiress am Kopf,
interessiert, was der Drache noch zu sagen hatte.

//Drei Mitglieder von ihnen wurden direkt nach der Detonation festgenommen,
zwei flüchtende Männer machte ich an der Stadtgrenze zu Grillfleisch,
ein Mann ist unterirdisch abgetaucht und eine Frau hat den Selbstmord gewählt.
Aktuell scheint die Stadt frei von den New Light Männern zu sein,
die Polizei ist aber noch sehr vorsichtig, was die Entwarnung der Sicherheitsvorschriften angeht//,


beendete er seine Erzählung und schaute gen Sonnenaufgang.
Sich streckend legte die Untote den Weg zurück in die Wohnung ein,
sie musste ihre Waffen packen, entweder würden sie die anderen Standorte hochgehen lassen,
oder zunächst Raphael aufsuchen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 13-11-2011 21:11 PM

Ein sanfter, doch relativ kühler Luftzug weckte den Krasánen, der blinzelte und sich etwas streckte - soweit es die Sofalehne zuließ. Alsbald saß er und schaute gerade der Vampirin ins Gesicht, im Hintergrund war Garidion unschwer auszumachen.
"Wie sieht's aus? Noch irgendwelche Vorfälle? Und du hast sicher schon einen Schlachtplan, oder?"



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 13-11-2011 21:23 PM

Die Vampiress setzte sich an die Sofaseite und schaute ihren Vetrauten an,
bisher hatten sie beide keine befriedigenden Ergebnisse erzielt.
Kurz teilte sie ihm mit, was sie und Garidion die letzte Nacht gemacht hatten,
wie der Status auf Terra wohl war und was die restliche Welt mit New Light anfing.

"In jedem Fall stehen wir mit wenig da,
ein Bekennervideo und keinem genauen Hinweis.
Zumindest entsprechende Waffen hätte ich,
aber ohne Ziel bringt uns das nicht viel.
Wie geht es dir?",


beendete sie ihre Ausführungen und setzte sich in den Schneidersitz,
die Beamerleinwand war inzwischen aus,
keine Vitalwerte zu sehen, stattdessen brannte Kerzenlicht im Raum,
es wirkte alles einladend und kuschelig, wie in einem romantischen Kinofilm.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 13-11-2011 21:41 PM

Lor grinste leicht und legte den Kopf doch mit freudigem Blick schief, wie ein verspieltes Kind scheinbar, gerade ziemlich glücklich mit der simplen Situation, dann sah er sie direkt an, mit noch immer dem seltsamen Grinsen.
"Oh, ich habe Ziele. Ich kann dir ein paar Standorte von der Hand abzählen. Bleibt nur die Frage, was aus Terra wird, ich meine..."
Natürlich wollte er vor allem auf seinen Bruder hinaus, auf ihrer beide Vertrauten, der wahrscheinlich jetzt irgendwo saß und von jemandem genervt wurde. Hoffentlich von seinem Squad oder jemandem von der NGEO-Truppe.
Stillschweigend schaute Lor in eine der Kerzenflammen.
"Wir haben immer noch die Karten. Sie werden wissen, dass wir von ihnen sind, Gesetz des Falles, dass man uns über den Schock vergessen hat - was ich weniger glaube."
Draußen schnaufte der große Drache einmal hörbar aus, ansonsten war es gemütlich ruhig in diesen Wänden.
Eine Weile blieb es dabei, bevor das Schwarzhaar aufstand und ihr lächelnd eine Hand reichte, auch wenn sie sie gar nicht brauchte.
"Wollen wir zuerst die Lage checken? Die Zentralen können wir auch später noch auseinander nehmen, die laufen nicht weg. Höchstens ihre Mitarbeiter, wenn sie die allein aufösen und bereitwillig die Pcs löschen - was ich weniger glaube."



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 13-11-2011 21:47 PM

"Also sollten wir nach Terra aufbrechen?
Vielleicht können wir die Technologie der ISF nutzen,
damit wäre das Aufspüren der Zentralen durchaus leichter",


sagte Alexinara, während Lor sie langsam auf die Beine zog,
draußen kamen schon die ersten Lebensgeräusche der Stadt,
viele Autos waren nicht mehr auf den Straßen unterwegs,
aber das beständige Geräusch der E-Bahnen war unüberhörbar.
Die Vampiress riskierte einen Blick auf ihren Monitor,
dort sah man die Einsatzleitsprüche der Polizei,
so wusste sie genau, wo was gerade im Gange war.
Ein Blick genügte und die Situation erschloss sich ihr,
die Polizei hatte sich wieder beruhigt und die Blockade des Explosionsgebietes aufgehoben,
so mussten sie sich zumindest keine Sorgen machen, irgendwo aufgehalten zu werden.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 13-11-2011 22:03 PM

"Das auch. Für die..." Er zählte kurz an den Fingern, was ein wenig seltsam aussah, da er es tat, als ob sie Krallen hätten, obwohl sie natürlich momentan keine besaßen. "Sagen wir, vier Orte, die ich kenne, brauchen wir das nicht, aber mal schauen, wie viele Rattennester die wohl haben. Nicht nur hier, sicher auch in anderen Ländern, überall verteilt."
Er folgte ihrem Blick und erkannte, was sie erkannte, dann wandte er sich etwas um und schaute über die Schulter.
"Wie sieht's aus mit Sachen packen?"
Ein neuerliches Grinsen legte sich auf die Züge und wurde schnell einfach nur zu einem vertrauten, sanften Lächeln.



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 13-11-2011 22:06 PM

Die Vampiress lächelte zurück,
es waren also vier wohlmöglich bekannte Orte,
sie machte einen Rundblick in ihrem Schlafzimmer.

"Was willst du denn alles mitnehmen?
Waffen? Munition, Kleidung?
Und fliegen wir, oder gehts per Auto bis zum Fährenanleger von Terra?",


fragte sie ihn und holte eine schwarze Tasche aus ihrem Schrank hervor,
den PC hatte sie inzwischen heruntergefahren,
die Lage in Hannover war abgeklärt und unbedrohlich.
Selbst die Nachrichten hatten sich etwas beruhigt,
auch wenn New Light wilde Diskussionen entfacht hatte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 13-11-2011 22:12 PM

"Naja, wenn ich so daran denke, wie viele du gestern bei hattest, dachte ich mir, wenn diese Überfälle etwas öfter werden, magst du doch schon gern ab und zu all deine Waffen bei dir haben."
Er legte ihr eine Hand auf die Schulter, ehe ein verspielt nachdenklicher Blick sich in dessen Augen spiegelten.
"Hmm, Fliegen ginge schneller und außerdem müssten wir dann nicht schon an der Fähre die Wachen von uns überzeugen, oder?"



RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 13-11-2011 22:20 PM

Stumm nickte die Vampiress,
dann schaute sie ihn an.

"Problematisch wäre es dann,
wenn sie uns vom Himmel fegen",

grinste sie und ging in ihre Waffenkammer,
unter den Tischen waren zwei größere Kisten,
sie waren von Innen verkleidet und schienen robust zu sein.
Mit ensprechendem Schaumstoff versehen passten einige Spielzeuge aus der Kammer hinein,
die erste Kiste füllte sich mit allerhand Klingen in klein und groß,
einigen Schusswaffen und entsprechender Munition.
Die zweite Kiste packte sie nur zur Hälfte ein,
neben Waffenhalterungen für den Körper
lag da dann auch noch ein Scharfschützengewehr in Miniformat,
für die magischen Artefakte nahm sie eine kleine Kiste,
ebenfalls ausgekleidet, aber deutlich verkleinert,
dort landeten Sprengsätze, energetische Fallen und andere Spielereien.

"Also, wenn du willst, kannst du dir auch was mitnehmen,
ich habe mein Waffenarsenal gepackt",


teilte sie ihm mit und schritt zur Seite,
damit er Einischt in den Rest des Raumes hatte,
viele der Waffen, vor allem die Größeren,
hingen noch an der Wand.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 13-11-2011 22:43 PM

Lor musste zugeben, dass er nach der letzten Aktion - die wohl nicht die letzte dieser Art war -, gar nicht einmal so abgeneigt den Schusswaffen schien. Er wollte sich nichts vormachen - in engen Gebäuden und auf kurze Distanz war mit seinem Bogen nichts mehr auszurichten, abgesehen davon, ihn als Nahkampfwaffe zu gebrauchen.
Die dunkel smaragdgrünen Augen wanderten über die unterschiedlichsten Läufe und Griffe, doch vor allem anderen packte ihn in deren Angesicht nur eine stete Ablehnung, geboren aus seinem tierischen Ur-Instinkt.
Zwei Zwillingswaffen hielten seinen Blick fest. Kurzerhand wanderte der Krasán hinüber und griff eine davon, hielt sie sich vor die Augen und betrachtete das Glänzen der sachten Lichter auf dem Lauf.
'Desert Eagle' war in geschwungenen Lettern eingraviert.
"Eigentlich habe ich das immer abgelehnt."
Die Pistole war etwa 15 bis 20cm am Lauf lang. Das Magazin rann aus dem Griff und fiel in seine Hand.
"Aber neue Zeiten und Gefahren fordern wohl auch Anpassung, wenn man überleben will."
Einen Moment beschaute Lor sich die Kugeln und schob sie dann zurück, nahm die zweite von der Wand und ließ sie verschwinden, im Nebel gehen. Wie seine normalen Waffen würden sie jederzeit rasch zu ihm zurückkehren, wenn er sie brauchte.
"Sie wollen Krieg, also sollen sie ihn haben", meinte er grinsend und nickte der Vampirin zu. "Auf geht's."



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 14-11-2011 10:29 AM

Es war jetzt schon etwa eine halbe Stunde her, als der Dingo Raphael mit der neuen Situation konfrontiert hatte. Zuerst war der Magier etwas geschockt, doch dann erinnerte er sich wieder Stück für Stück, was eigentlich passiert war.

Nach der Explosion hatte er zunächst nicht die Kraft für eine Teleportation gefunden - zudem wollte er, wenn möglich, das Schadensausmaß begrenzen. Die Druckwelle wurde gut von seinem Vakuumschild abgehalten, doch die wachsende Sphäre rein weißer Energie drückte sich langsam von allen Seiten gegen seine Barrieren. Seine Kraft würde nicht reichen hier einfach wegzukommen, oder es aufzuhalten. Absorbieren kam in diesem Falle auch nicht in Frage, denn dazu müsste er den Schild öffnen, was unweigerlich seinen kompletten Schutz einreißen würde. So entschied er sich für den einzigen möglich anderen Weg, der ihm spontan einfiel - er verwandelte Stück für Stück die Materie seines linken Arms in reine Energie, die er zunächst nutzte, um seinen Schild zu verstärken. Anschließend hatte der Wächter sogar genug Kraft, um die Barrikaden auszudehnen, und diesen gewaltigen Energieball der Atomrakete zu umschließen.
Langsam lies der Druck nach, und das Licht verblasste. Nachdem es aufgehört hatte, lebte noch immer Energie des sich auflösenden Arms in ihm, die er für einen anderen Zauber nutzte. Eine Mischung einer Zeitwirkung, einer Zerstörungswirkung, sowie einer Wiederherstellungswirkung lies er auf einen weiten Umkreis wirken, auf dass die unnatürliche Strahlung ein Ende finde.
Zu gut wusste Raphael um die Leiden seines Bruders - so konnte er ihn vor dem schlimmsten bewahren. Kurz Lächelnd schwebte der Schwarzgewandte nur in der Luft, ehe die Seite seiner linken Schulter, genauer gesagt die Haut darauf die neue Spannung nicht gewohnt war und aufplatzte.
//Verdammt// Rasch entfachte der Magier einen Feuerball, und versengte damit unter einem kurzem Schmerzenschrei die Oberfläche der Haut. Kurz danach erst machte sich die Schwäche bemerkbar, die ihn langsam ins Meer stürzen lies...

Offensichtlich hatte er überlebt. Das er einen Arm verloren hatte, konnte er auch positiv nutzen. Schließlich konnte er so noch seine Kategorie D Zugehörigkeit erklären...
Es klopfte. Inzwischen etwas kraftvoller wandte der Verletzte seinen Kopf gen Tür. "Come in."
Eine Person, gekleidet in einem Anzug, mit blauen Hemd und Krawatte betrat den Raum. Seine Haare waren etwas ergraut, aber bedeckten doch das ganze Haupt des etwa 50jährigen Menschen. Eine Brille mit rechteckgigen, etwas dickeren Gläsern, zierte ebenso das leicht bräunliche Gesicht der vielleicht politisch zweitmächtigsten Person der Welt. Es war Norten Trendor, der amentierende Präsident der NGEO.
"Good day, Mr. Liskor. I heard about what has happened."
Das früher oder später der Präsident auf ihn zukommen würde, war ihm durchaus bewusst - schließlich war er ihm direkt unterstellt. Doch eine solche Lage brachte für ihn manchen Vorteil.
"Hello, Mr. Trendor."
Der Mann kam näher, nahm sich einen Stuhl, und setzte sich an das Bett. Dabei schlug er seine Beine übereinander.
"Your skills and successes have made you legendary right now, even in the entire of the hole organization. I think it was a good deal to call you to this job." Sehr locker und freundlich war sein Gesprächston.
"Thanks for this. But... I don't think you were just here to congratulate me."
"You're right. I wanted to see how you're feeling. Finally at this moment your job is done by me."
"And you don't want to do this all the time, right?", lächelte der Magier.
"Exactly. For sure, in this position you meet some nice... persons..." Er begann leiser zu reden, mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht. "And, between you and me: Rezlan is very sweet... But I also have my own duties."
"You see, I'm quite damaged", sprach er und nahm dabei mit seiner rechten Hand etwas die Decke von seinem Oberkörper, sodass man deutlich erkennen konnte, dass sein Arm fehlte.
"Even the greatest legends tell us a price for themselves. In fact, we actually don't know anyone better for this position. So - get healthy and make it." Inzwischen hatte Raphael die Decke wieder zurück geschoben, sodass außer seinem Haupt kaum etwas zu erkennen war. "I can't say 'no', right?" - "No isn't a option. At least your name by itself stands for security, saveness and for frightening of all terrorists", lächelte er locker.
Gespielt resigniert schüttelte er den Kopf. "So - without me, the world would go under, hm? Ok - I think, I could be ready for this job again in 24 hours. But there is something I want for this favor." Hochgezogene Stirn enthüllten einen fragenden Blick.
"What?"
"Double the resources for rations and food for the ISF, or - even better, for the hole base. Everything else is quite good."
"That shouldn't be a problem. Ok - I have to go now. Work is waiting for me."
Der Präsident stand auf und wünschte ihm noch eine gute Besserung. An der Tür stehend, wandte er sich nochmal um. "Ah, nearly I had forgotten about something to tell you. They're two visitors for you. They reach the island in about five minutes. Maybe you want to go around with them? A helicopter has been reserved for you."
"Thank you", brachte Raphael noch herraus, ehe der Präsident verschwand.

Auf den ersten Blick hin, wirkte Norten Trendor sehr freundlich, doch seine Art und Weise passte er wohl stets etwas an die Gesprächsperson an. In der politischen Liga durfte man sich schließlich keine Fehler erlauben, wenngleich sich Raphael durchaus vorstellen konnte, dass er mit dieser Art schnell Sympathie erringen konnte.
Doch jetzt hieß es sich etwas aufzurappeln für seinen kommenden Besuch.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 14-11-2011 17:08 PM

Die Reise nach Terra, oder eher zum Vorstützpunkt der Organisation, war angenehm verlaufen,
ihre Waffen hatten sie per Luft mit Garidion transportiert.
Kurz vor dem eigentlichen Ankunftsziel hatten sie dann Garidion samt Ladung an einem Waldrand stehen lassen,
schließlich wollten sie nicht zu viel Aufsehen erregen.
An dem Zielort angekommen wurden sie zunächst von Soldaten abgefangen,
einige Gespräche weiter und einer gefühlten Ewigkeit an Wartezeit wurden sie auf die Insel überführt.
In diesem Moment war die Vampiress sehr froh,
dass sie jegliche Waffen abgelegt hatte.
Wenngleich man sich irgendwo sicherer fühlte,
die Sicherheitsmaßnahmen ließen keine Waffen zu.

Im Transporter saßen sich die beiden gegenüber,
Alexinara schaute stetig aus dem Fenster.

"Was meinst du, wie wir Raphael gegenüber stehen werden?
Wie seine ganze Verfassung wohl sein mag?
Oder wahrscheinlich mache ich mir zu sehr Sorgen,
so wie wir ihn kennen, wird es ihm wohl gut gehen.
Und die halbe Welt wird ihn als Helden verehren...",

fachsimpelte sie in Gedanken,
ohne dabei ihren Kopf zu ihm zu drehen,
man erkannte schon Terra von Weitem.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 15-11-2011 02:20 AM

"Ich weiß es nicht. Lassen wir uns überraschen, ich denke, es wird etwas sein, womit wir eh nicht gerechnet hatten - vielleicht doch, aber auf andere Weise."
Sein Blick folgte ihrem irgendwo hin. Weiterhin wurde nichts mehr gesagt, bis sie ihr Ziel erreichten und der Transporter auf dem Grund aufsetzte.
Völlig ohne Erwartungen stieg Lor schließlich aus und sah sich knapp um. Keine Schäden, wie erwartet. Auch sonst schien alles normal, bis auf die Tatsache, dass er gerade kaum etwas vom Ort erfassen konnte durch die fehlenden Sinne.
Jemand begrüßte sie direkt.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 15-11-2011 09:25 AM

Der Magier hatte gerade einmal sich etwas frisch machen können, ehe er doch beschloss noch einige Minuten sich hinzulegen. Die Schwäche konnte er nicht so einfach vertreiben. Seine Muskeln waren etwas erschlafft. Zunächst überlegte er noch, ob und inwiefern er seine invalide Seite verstecken sollte. Letztendlich entschied er sich dagegen, zog sich lediglich eine Jeans, sowie ein schwarzer Shirt über und packte sich dergestalt wieder in die Waagerechte. Dabei allerdings auf statt unter die Decke.
Es dauerte nicht lange, bis es erneut an der Tür klopfte.

"Come in!" Ohne Widerstand öffnete sich die Tür und ein Soldat der ISF trat zunächst vor und anschließend zur Seite. Offenbar hatte er den Besuch bis hierhin begleitet. Ein Lächeln umspielte die Lippen des Wächters, als die Augen seine Vertrauten erspähten. Doch was dabei sofort auffiel: Sein Bruder hatte schwarzes Haar, anstatt von blauen, sowie keine wolfsartigen Ohren. Dieser Zustand war Raphael durchaus bekannt, hatte Lor vor einigen Jahren ihn diesbezüglich einmal aufgeklärt. Für gewöhnlich nahm er nur diese Gestalt an, wenn er entweder sich gut tarnen musste, oder eine Teleportation gewirkt hatte.
Aufgrund der Ereignisse von vor 2 Tagen glaubte er an letzteres.
Nachdem beide im Raum standen, verlies der Soldat das Zimmer, und zog hinter sich die Tür zu.

"Hallo ihr zwei, es ist schön euch zu sehen. Setzt euch ruhig", bot er an. Sitzplätze gab es genug - sein es nun Stühle oder auf der Bettkante. Da man aufgrund der Position des Bettes und seiner eigenen er stets die linke Seite zuerst preisgab, war er neugierig, wie wohl die beiden auf.... seine neue Situation reagieren würden.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 15-11-2011 10:33 AM

Als beide Terra erreicht hatten, wunderte sich der Soldat,
dass Raphael nicht dort aufgetaucht war,
mit den Schultern zuckend gab er ihnen dann zu verstehen,
dass sie ihm folgen sollten.
Still machten sie beide dies auch und betraten alsbald ein Gebäude,
dem Geruch und der Innenausstattung zufolge musste es der Krankenflügel sein.
Eine Tür wurde geöffnet und die Gestalt ihres Freundes lag noch auf dem Krankenbett,
sein Zustand war offensichtlich, sah er doch etwas blass aus.
Mit wenigen schnellen Schritten hatte Alexinara den Raum durchquert und den Magier in die Arme geschlossen,
auf der Bettkante sitzend, atmete einmal seinen Geruch ein,
erst eine Weile später befreite sie ihn aus ihrer Umarmung und sah ihn an.

"Wir haben uns Sorgen gemacht,
die Explosion konntest du bis Saudi-Arabien merken,
du hast Terra vor einer Atomkatastrophe gerettet.
Die Leute sind dir sehr-",


mitten im Satz brach die Untote ab,
als sie sah, dass Raphael sein linker Arm fehlte,
einen unendlichen Moment fand sie keine Worte,
ihre Haut wurde noch ein Stück blasser.

"Du hast deinen Arm verloren!",

stellte sie dann geschockt fest und schaute ihn an,
gleich darauf nahm sie ihn erneut in den Arm,
mit einem festen Druck schluckte sie herunter,
was sie gerade mehr als aus der Bahn geworfen hatte.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 15-11-2011 10:50 AM

Ohne Umschweife war die Vampirin längst hinüber und nahm Raphael voll für sich ein, er trat mit heran und blieb einfach stehen.
Lor hatte es vielleicht schon gesehen, doch richtig aufmerksam wurde er erst darauf, als es angesprochen wurde. Die Augen weiteten sich, der Mund machte ein paar Mal Anstalten, als ob er etwas sagen wollte, aber letztlich ließ er sich nur behelfsmäßig mit auf der Bettkante nieder und schmiegte sich mit von der anderen Seite an seinen Bruder.
Gerade setzte der Kopf einfach nur aus, er weinte einfach leise und nahm dabei den Kopf zur Seite, sodass er das Oberteil Raphaels nicht direkt blutig einsaute.
Wenn alles in dieser Gestalt verging, seine sichtbare Herkunft blieb stets.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 15-11-2011 11:40 AM

Herzlich wurde er von seinen Vertrauten begrüßt, und als die Vampirin in ihrem plötzlichen Redefluss plötzlich innehielt, musste er sich zusammenreißen plötzlich nicht loszulachen. Er konnte sich nicht helfen - wenn es auch makaber war, so fand er die Situation doch irgendwie komisch.
"Scheint so, als könnte ich die Ketchupflaschen in Zukunft nicht mehr so einfach aufmachen", kommentierte der Magier. "Aber immerhin - Schreibhand ist noch vorhanden."
Mit der rechten fuhr er daraufhin etwas über das Haupt und den Rücken seines Bruders.

Einmal durchatmend wurde seine Stimme wieder ernster. "Nun, keine große Kraft kommt ohne einen Preis. In diesem Fall habe ich einen Arm geopfert um andere Zerstörungskräfte zu vermeiden. Soweit ich hörte sind die dauerhaften Auswirkung der Rakete auf ein Minimum reduziert worden. Die Strahlung ist fast im Normalbereich, und die Fischbestände werden sich ebenso nach spätestens 5 Jahren davon erholt haben. Es scheint, als wäre es das richtige gewesen", lächelte er schwach. "Zudem hatte ich die Wahl... entweder der Arm, oder mich gleich ganz. Und ich konnte doch nicht zulassen, dass ihr ohne euren Aufpasser durch die Lande zieht", grinste er breit. Doch die freundlichen Gesichtszüge verflogen wieder schnell. Er begann eine gedankliche Unterredung.
//Für alles, was man nicht akkustisch auf Terra hören soll, nutzt man besser andere Kommunikationswege. Dieser Zustand wird für mich wohl eine Weile andauern. Zum einen wegen des Ausgleichs, zum anderen aber auch weil es die einzige Möglichkeit aktuell ist, meine Kategorie D Zugehörigkeit zu erklären.//
..."Allerdings ist es schon deutlich ungewohnt ohne einen linken Arm zu hantieren."