Destiny Determer
Am Abgrund der Zeit - Druckversion

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RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 15-11-2011 16:27 PM

Nach einem leicht verwirrten Blick ob seines Lachers
wurden die Gesichtszüge der Vampiress etwas weicher,
sie ließ ab von ihrem Vetrauten und berührte zärtlich sein Gesicht.

"Ich bin froh,
dass du theoretisch noch ganz geblieben bist.
Und ja, die Langzeitauswirkungen sind minimal,
in den Medien ist die Sache an sich aber eher ein Mysterium,
bisher sind noch keine genauen Informationen an die Bevölkerung ausgegeben worden",


fügte sie hinzu und fasste Lor an der Schulter,
um ihm etwas Trost zu schenken ob des Schocks.
Im Raum waren sie ungestört,
doch wurde Alexinara das Gefühl nicht los,
dass die nächste Zeit Raphael unter Beobachtung stehen würde,
egal ob er Terra gerettet hatte oder nicht.

//Ich verstehe, es war ein guter Einfall.
So musst du deine Kräfte zumindest nicht rechtfertigen...//,


nutzte sie die gedankliche Übertragung und beendete ihren Gedankengang.
Ihr Blick ging hinüber zum Krankenblatt, es lag beinahe offen vor ihr.

"Was hälst du davon,
wenn ich dich als Ärztin betreue?",

fragte sie in den Raum hinen.
Da sie um das Datengeheimnis wusste, wollte sie nicht gerade in die Akte schauen,
alleine weil da empfindliche Daten sein konnten,
die nicht unbedingt für unangestelltes Personal zugänglich sein sollten.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 15-11-2011 16:44 PM

Es dauerte noch einen Moment, bis Lor sich fasste und schließlich aufstand, um am nahen Waschbecken - gut, dass die Krankenzimmer so etwas heute immer noch für gewöhnlich hatten - das Gesicht vom Blut sauberzuwaschen.
"Ich hoffe, ich habe nichts eingesaut", klang es gedämpft aus dem Handtuch. Wahrscheinlich war das Laken etwas betropft, aber sonst nichts weiter.
Das typische sanfte Lächeln setzte sich wieder auf seine Lippen, als er zurückkehrte und sich niederließ.
//Ich zweifelte nicht daran, dass es sich ändern würde, denn wer wärst du, wenn du nicht einmal eben einen Arm amputieren oder erneuern könntest, hm?//
Er legte den Kopf auf seine Schulter. Dank der Nähe und der seelischen Verwandtheit konnte der Krasán dadurch auf die Sendefähigkeit zugreifen und sie nutzen.
//Schlimm ist nur, dass du wieder von vorn bis hinten alles von Anfang an durchgeplant hast!//, meinte das Schwarzhaar innerlich lachend und stubste ihm mit einem Fingerknöchel sachte in die Seite.
//Das ist einfach nur so typisch.//

Nachfolgend sah er zu Lexia auf, die einen simplen Einfall in den Raum geworfen hatte.
"Nunja, meinst du, die nehmen dich einfach so? Schön wäre es ja, immerhin hast du momentan ja keinen Arbeitsplatz..."
Und was machte er dann? Hier gab es sicher einiges zu entdecken, und wenn Langeweile aufkam, der "Garten" bot genug Platz zum Ausleben, oder?
//Achja.// Sein Gesuch ging erneut an seinen Bruder. //Wir haben Neuigkeiten, die interessant sein dürften. Du erinnerst dich sicher grob an die Organisation, bei der ich die letzten Jahre gezwungenermaßen war, oder? Wir haben gestern herausgefunden - dass sie Untergebene und Mitarbeiter von New Light sind.//
Eine kleine Pause folgte.
//Demnach... Ich sage mal so, der Standort Hannover ist gestern gefallen, und ich kenne noch mindestens vier weitere, die man ausradieren könnte, um sie an dieser Stelle zu schwächen. Logisch, dass für gewöhnlich alle, die aussteigen, ausradiert werden.// Ein bösartiges Grinsen legte sich auf seine Züge, da er mit all den Informationen immer noch lebendig hier saß.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 15-11-2011 23:23 PM

Der Fuchs wurde von einem plötzlichen Alarm aus dem Schlaf gerissen. Aus Reflex war er innerhalb von ein paar Sekunden schon auf den Beinen, unter dem Türschlitz klang immer mal wieder ein rotes Licht auf und ab, wohl eine Alarmleuchte. Als seine Füße gerade in die Stiefel schlüpften, die er in der Eile rasch im Zimmer fand, erklang aus einem für ihn nicht einsehbaren Lautsprecher eine Stimme.
"Here speaks Raphael Liskor: We have a Code 601. Evacuate immediatly all people and personal to the safe rooms. Get also ready for an EMP-Effect. This is not an exercise. I repeat: We have a Code 601. Evacuate immediatly all people and personal to the safe rooms. This is not an exercise!"

Was zum Teufel war ein Code 601? Und warum mussten sich alle in Sicherheitsräume begeben?
Rasch warf sich der Schwarzfuchs noch seinen Mantel über, vergaß in der Hektik allerdings, seine Klaue wie sonst immer mit einer Bandage zu umwickeln, wodurch sie nun für jedermann sichtbar war. In Anbetracht dieses Ortes würde er allerdings vermutlich ohnehin nicht so stark damit auffallen.
Kaum hatte Koron die weiße Tür aufgerissen, wurde das ohnehin schon laute Alarmgeräusch nochmal etwas kräftiger, sodass es ihm schon fast in den Ohren schmerzte. Einige Leute rannten an ihm vorbei nach links, darunter auch Diego, der vor dem Schwarzfuchs kurz stehen blieb und ihn am Arm packte und etwas grob mitzog. "Don't stand there, mate, get moving! Safe room's just around that corner!", schrie der Dingo ihn mit seinem deutlich australischen Akzent an, dabei wohl versuchend, die Alarmsirene irgendwie zu übertönen. Koron konnte die Situation gerade gut genug erfassen, um stumm zu nicken und an Diegos Seite den Korridor entlang zu rennen.
"If I may ask...", startete Koron, während die beiden gerade um eine Ecke bogen, "What the fuck is going on?"
"I don't know exactly, docs don't get all the security info like codes", antwortete Diego hektisch, "But I know that 600's ain't somethin' to laugh about!"
Das reichte dem Fuchs schon. Die Gruppe, in der die beiden mitrannten, kam bald zu einer schweren, rot-weißen Tür aus einem Metall, die halb offen stand. Sie war rund zwei Meter dick und der Innenraum gab ein kleines Treppenhaus preis, das weit nach unten führte. Wände und Boden waren scheinbar ungestrichen, metallisches Grau klebte an allem. Wortlos nickte Diego Koron an, hinein zu gehen, bevor der Dingo selbst wieder die Führung übernahm und im Laufschritt die Treppe hinunter stieg, der Schwarzfuchs dabei knapp hinter ihm. Nach einer Weile kamen die beiden in einem kleinen Raum unten an, der erneut eine ähnliche Metalltür wie die oben als Wand hatte. Auch diese Tür stand wieder offen, und die beiden schritten rasch hindurch und fanden sich in einer etwas größeren Kammer wieder, wo alle möglichen Leute bereits warteten, vornehmlich Ärzte und Leute in ziviler Kleidung, vermutlich war dieser Sicherheitsraum der Krankenstation zugeordnet. Viel verwirrtes Gemurmel unter den Leuten erfüllte den Raum, scheinbar wusste niemand so recht, was nun ganz genau los war. Auf den Blick des Fuchses hin schüttelte auch Diego nur schulterzuckend den Kopf. Nun war zunächst Warten angesagt, als sich die schwere Tür langsam schloss.

Der Alarmzustand dauerte am Ende nur knapp eine Stunde, und nachdem der Fuchs, durch den Alarm eben sichtbar genervt, sich nach dem Erkundigen, ob nun alles in Ordnung war, ins Bett schlich, fielen ihm direkt die Augen wieder zu und sein Geist driftete in das Land der Träume.

Der nächste Morgen begann erneut mit einem unerwünschten Weckruf, diesmal von einem uniformierten Schneewolf, der schon einige Abzeichen trug.
"Koron Fhang?".
Ein frustrierter Seufzer seitens des Fuchses erfüllte den Raum, "Can I keep sleeping if I say 'no'?"
"Very funny. You've been scheduled for BMT today at 0900. Get up and ready, your trainer is waiting at the training site."
"What's a BMT?"
Der Soldat seufzte laut hörbar. "Basic magic training. It's where you learn how to control your powers so we don't have to fry you when you turn unstable." Mit diesen Worten verließ der Wolf das Zimmer wieder und knallte die Tür hinter sich zu. Koron sank noch einmal kurz zurück in sein Bett und wischte sich mit der Klaue übers Gesicht. Ja, stimmt, da war etwas. Der Schwarzgewandte, der ihn bei seiner Ankunft hier begrüßt hatte und der auch in Hannover dabei war, erwähnte das. Nun gut, für ihn brachte es wohl nur Vorteile, also machte sich der Fuchs bald daran, sich zu bekleiden und seinen Weg durch die Anlage hin zum Trainingsgelände zu machen, sich vor dem Verlassen des Zimmers noch einmal genüsslich streckend.
Der Weg zum Trainingsgelände war zum Glück relativ kurz, und auf dem Weg dorthin war die frische Morgenluft ein guter Wachmacher für Koron, der nun gemütlich den Schildern folgte, auf denen "BMT" stand. Der Platz selbst war weitläufig, allerdings war der Fuchs verwundert, als sich dort bloß fünf Personen aufhielten, von denen vier schon ein gutes Stück abseits in Zweierpaaren mit dem Training beschäftigt waren. Er begab sich zu der einzelnen Person, die scheinbar auf jemanden wartete, ein Polarfuchs, der die Arme hinter dem Rücken verschränkt hatte und halb-breitbeinig da stand. Erneut ergriff sein Gegenüber zuerst das Wort. "Koron Fhang?", fragte der Polarfuchs, der sich laut seiner Stimme wohl schon in den späten Vierzigern befand. Koron nickte bloß und streckte zur Begrüßung seine normale Hand aus, "The one and only.".
"Du kannst Deutsch mit mir sprechen, Junge. Ich bin Mer Hansen und werde dir beibringen, wie du deine Kräfte nutzt. Hast du schon irgendwelche Erfahrungen im Umgang mit Magie?"
Koron zog den Arm wieder zu sich, als er merkte, dass sein Gegenüber die Begrüßung nicht erwidern wollte. "Selbstnutzung, oder...?", erkundigte sich Koron nach der Art der Erfahrung, die sein Trainer meinte.
"Jede Art von Erfahrung, ob du sie nun selbst genutzt hast, was ich bezweifle... oder-"
"Auf Söldneraufträgen musste ich oft Leute mit verschiedenen magischen Fähigkeiten ausschalten, allerdings schienen mir diese nicht sonderlich gut trainiert in ihrem Umgang. Selbst genutzt habe ich sie...", der Fuchs zögerte kurz, wusste er nicht, ob er das nun schon sagen sollte, "Bisher einmal, jedoch unkontrolliert. Ich habe einen Feuerball abgewehrt."
Mer nickte bloß geduldig und schaute auf ein Blatt, das er in der Hand hielt.
"Du sonderst eine schwarze, zähflüssige Substanz ab, die am ehesten Dunkelheitselementare Eigenschaften besitzt. Das ist eine Kraft, die man sehr weit ausbauen kann, da sie ziemlich flexible Eigenschaften besitzt, offensiv wie auch defensiv. Glück gehabt, du hättest auch bloß den Mikrowellenfinger bekommen können.", fasste der Polarfuchs kurz zusammen und witzelte herum, "Um zu wissen, wie deine Fähigkeiten genau funktionieren, sollten wir jedoch zunächst einen Blick auf deine Vergangenheit werfen. Hat sich etwas davon schon vorher in jeglicher Art und Weise angekündigt, außer der Missbildung an deinem rechten Arm?"
"Ab meinem 16. Lebensjahr hat mein Arm regelmäßig die Substanz ausgeschüttet. Es war jedes mal eine... sehr unangenehme Prozedur."
Mer nickte erneut kurz und machte sich wohl gedanklich Notizen. "Also gab es keine besonderen Anlässe, in denen die Flüssigkeit sonst ausgeschüttet wurde? Wie bist du überhaupt erwacht?"
"Beschissen", antwortete der Fuchs auf die letzte Frage mit einem leichten Grinsen, "Die Flüssigkeit wurde ungefähr alle drei Wochen ausgeschüttet, es tat bis vor kurzem höllisch weh. Ansonsten tauchte sie nie auf. Bis...
Der Trainer lauschte aufmerkam der Beschreibung des Fuchses, der nun damit begann, so detailliert wie möglich eine Zusammenfassung des Tages in Hannover zu machen und anschließend beschrieb, wie er sich in dem Büro gestern unbewusst geschützt hatte.
"Dein Körper reagiert scheinbar auf Magie, das tut er im Moment jedoch bloß in einer sehr rauen und oberflächlichen Weise, zum Beispiel wenn du damit beschossen wirst. Ich bin mir sicher, dass sich diese Wahrnehmung mit der Zeit verbessern wird, bis du vielleicht sogar durch bloßes Anschauen Wesen erkennen kannst, die Magie beherrschen. Das ist im Moment jedoch noch weit entfernt, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Du kannst die Reaktion deines Körpers noch nicht steuern, wann er den Schleim absondert und in welchem Maße, also werden wir uns zunächst darum kümmern, dass du deinen 'flüssigen Schild' auf- und abbauen kannst, wie es dir beliebt", erklärte Mer ausführlich, während er sich einige Schritte vom Schwarzfuchs entfernte, "Du musst deinen Geist auf das konzentrieren, was du von deinem Arm willst. Jetzt gerade willst du deinen kompletten rechten Arm in die Flüssigkeit hüllen. Versuche, dich darauf zu konzentrieren. Nimm zur Not für den Anfang noch Erinnerungen deines Erwachens zur Hilfe, falls es noch nicht ohne klappt."
Koron nickte und machte sich gleich daran, seine Kräfte auszuprobieren. Er fokussierte alles, seinen Blick, seinen Geist und seine Kraft in die pechschwarze Gliedmaße, seine Klaue verkrampfte sich vom Druck und einige Zeit lang kam gar nichts, bis sich schließlich doch einzelne Klumpen des schwarzen Schleims bildeten.


Das Training setzte sich an diesem Tag noch einige Stunden fort, und zog sich am Folgetag noch über den frühen Morgen, wo es deutlich früher endete, als erwartet. Beide Male fragte Koron, der von seinen neuen Kräften begeistert war, nach Überstunden, die allerdings bloß am ersten Tag auch durchgeführt wurden. Das Auf- und Abbauen einer Art "flüssiger Schutzschild" beherrschte er nun schon relativ sicher, und dieser konnte ihn bei richtiger Anwendung vor kleinen Magieattacken komplett und vor mittelschweren genug schützen, dass nicht zwingend ein allzu großer Schaden verursacht würde. Mer zeigte ihm außerdem Techniken zur Selbstbeherrschung, sollte er spüren, dass seine Kräfte drohten, instabil zu werden. Am Ende des zweiten Trainingstages, es war gerade Mittag geworden, hatte der Polarfuchs jedoch noch eine wichtige Information für seinen "Schüler".
Die beiden befanden sich auf dem ebenen Trainingsgelände und die anderen Trainer und Trainierenden waren gerade noch fleißig am üben.
"Es ist schön zu sehen, dass du so rasche Fortschritte machst, allerdings habe ich mich gestern Abend mit einem der Ärzte hier zusammengesetzt, da mir einige deiner Symptome aus der Vergangenheit etwas... eigenartig vorkamen."
Koron drehte sich sichtlich erschöpft zu Mer um, nachdem dieser ihn den Tag über ziemlich angestrengt hatte, "Wie eigenartig? Was ist los?"
"Du leidest offenbar an einer Krankheit, die allgemeinhin als FOS bezeichnet wird - Force Overflow Syndrome."
Der Schwarzfuchs schaute leicht verwirrt auf. Er war krank? Er fühlte sich gesund, gerade jetzt eigentlich mehr denn je. Und gerade diese Umstände machten die Aussage des Trainers für ihn unangenehmer.
"Um FOS zu verstehen, musst du wissen, wie genau Magie funktioniert, ich habe dir gestern ja bereits das Nötigste erklärt. Magienutzer haben eine spezielle Kraft in sich, die stark mit ihrem Körper und Geist verbunden ist. Wenn man diese Kraft zu stark strapaziert, zieht diese den Körper ebenso in einen Zustand der Erschöpfung. Du kannst dir diese Kraft in etwa so vorstellen, als wäre dein Körper ein Gefäß, das sich nach und nach mit dieser Kraft füllt. Je erfahrener der Magienutzer ist, desto mehr dieser Kraft kann er in sich aufnehmen, und desto schneller wird sie auch erneuert", erklärte Mer ruhig. Koron nickte verständlich, ja, das wurde ihm gestern bereits so ähnlich erklärt.
"Nun... Bei einer normalen Person gibt es ein Limit für diese Kraft, das einfach wächst, je stärker und erfahrener der Nutzer im Umgang mit Magie wird. Wird das Limit erreicht - ist der Nutzer 'voll' mit Kraft - hören sein Körper und Geist einfach auf, weiterhin welche aufzubauen, bis wieder etwas verbraucht wird. Leidet man jedoch unter FOS, was eine extrem seltene Krankheit ist, stoppt der Körper niemals, weiterhin Energie zu produzieren, auch, wenn er sein Limit schon erreicht hat. Die Produktion ist dann zwar stark verlangsamt, aber sie hört niemals ganz auf. Wird die Kraft dann nicht relativ zeitnah wieder auf ein akzeptables Niveau verbraucht, kann das extrem gefährlich werden. Der Körper hat mit gutem Grund ein natürliches Limit, wenn dies zu lange zu weit überschritten wird, kann es zu einer Art Kurzschlussreaktion kommen, die im BESTEN Fall zu einem raschen, schmerzlosen Tod führt. Im schlimmsten Fall kann es zu dem kommen, was wir von der ISF am meisten bekämpfen: Das Individuum wird nicht nur instabil, sondern explodiert förmlich. Nicht nur ist das ein extrem schmerzhafter Prozess, sondern es wird auch die Umgebung mitgerissen."
Koron reagierte zunächst nicht. Er versuchte, die Informationen in seinem Kopf zu verarbeiten. "Ich... bin also eine wandelnde Zeitbombe?"
"Nicht direkt. Du musst nur regelmäßig Magie anwenden, wie du das tust, ist egal, und wenn du nur zum Spaß dasitzt und ständig Schleim aufbaust. Das scheint dein Körper in der Vergangenheit schon von sich selbst aus übernommen zu haben, indem er regelmäßig Schleim ausgestoßen hat. Dieser Prozess wurde durch dein Erwachen jedoch vermutlich abgestellt, also wirst du dich in Zukunft selbst darum kümmern müssen. Solange du das tust, musst du dir keine Sorgen machen."
Erleichterung machte sich in Korons Gesicht deutlich. Er brauchte also bloß Magie anzuwenden, wenn er sein Kraftlimit erreicht, das war alles. "Wie genau erkenne ich, ob ich an meinem Limit bin?"
"Das wirst du dann schon sehen. Dein Körper wird langsam anfangen, zu schmerzen und du wirst unter Umständen Zuckungen wahrnehmen. In jedem Fall wird dein Körper deutlich machen, dass er genug hat", erklärte Mer weiter.
Erneut nickte Koron, deutlich erleichtert, hatte er vorher bereits befürchtet, es könnte etwas sein, das er nicht kontrollieren kann. Die Sonne färbte den Himmel langsam rot-orange, Mer schritt zu dem Schwarzfuchs hinüber und legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Ich würde vorschlagen, wir beenden das Training für heute."


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 16-11-2011 13:25 PM

Das aktuelle Thema schwang um in Richtung Arztstelle. Als Raphael davon hörte, dass Alexinara keinen Job mehr hatte, dämmerte ihm, dass sie das ihm bereits vor ein paar Tagen erzählt hatte. Deswegen hatte er ihr und Lor angeboten hierher zu kommen.
"Nun... möglich ist es schon. Ich müsste vielleicht mit ein zwei Leuten reden, aber Ärzte kann man generell nie genug haben. Du wirst dann jedoch ebenso ab und an in die Trainings gesteckt, kann es hier doch die seltsamsten, kuriosesten, und schwersten Verletzungen geben, die man sich nur vorstellen kann", erklärte er kurz und schickte sich an sich auf die Bettkante zu setzen.

"Doch wir sollten uns auch überlegen, was wir mit unserem 'Informanten' machen. Nach Hause schicken wäre wohl keine so gute Option, nicht wahr?", lächelte der Magier dem anderen Schwarzhaar zu.


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 16-11-2011 16:19 PM

Als Raphael erzählte, hörte Alexinara aufmerksam zu,
dann versuchte er, sich an die Bettkante zu setzen,
wo sie noch im Weg saß, einen Moment später hatte sie ihm Platz gemacht,
sodass er langsam seine Beine über das Bett hinaus bringen konnte
und alsbald an der Bettkante saß.
Die Vampiress setzte sich neben ihn,
auf der anderen Seite war noch Platz für Lor.

"Ich werde, was meine Qualifikationen angeht, keine Probleme bereiten,
soviel fremdartige Erfahrung wird wohl selten ein Arzt aufweisen können,
außerdem ein Training mehr oder weniger kann nicht schaden,
so lange sie mich nicht alles machen lassen,
auf diese ganzen Grunddinger habe ich keine Lust.
Aber kurze Frage anbei - steht meine Kategorie schon fest?
Ich habe mich bisher nie darum gekümmert,
musste mich im Krankenhaus damals nicht ausweisen",


erklärte sie ihrem Vertrauten und schaute ihn fragend an,
nebenbei überlegte sie sich, was Lor in der Zwischenzeit machen konnte.

"Also für Lor findet sich doch bestimmt auch was,
so ein Ausbilder wäre doch was für ihn,
die Rekruten ihre Fähigkeiten näher bringen",


witzelte sie und zwinkerte Lor zu,
die Atmosphäre war wieder wie immer,
fast schon, als wären sie heim in ihrer Dreisamkeit,
doch nur kurzzeitig konnte sie vergessen,
dass sie in einem Krankenzimmer auf Terra saßen
und wahrscheinlich einige Augen und Ohren sie unter Beobachtung hatten.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 16-11-2011 19:14 PM

"Schön, dass du mich auf dieses Minimum reduzierst", grinste Lor böse, "aber du hast Glück, ich halte mich bei Angeschlagenen ja bekanntlich zurück." Sonst hätte er ihm gepflegt in die Seite gepiekst.
Scheinbar war er gerade ziemlich gut drauf, bemerkte er anbei und genoss das Freie, auch wenn sie hier wahrscheinlich nie ungehört sein würden. Es reichte, nach langer Zeit sich wiederzufinden, vor allem ganz und größtenteils heil. Hauptsache lebendig.

"Ich finde schon was, und wenn ich dringend einen Job haben muss, finde ich auch den. Irgendwo... In der Küche vielleicht?" Er musste leise lachen.
"Bei den Rekruten bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die das unbedingt wollen würden. Meine bisherigen Schüler, die ich hatte, konnten sich mir gut anpassen, oder waren schwierige Fälle, sozusagen, da passte das. Wie das bei normalen aussehen würde - wäre zu testen."



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 16-11-2011 23:18 PM

Seufzend verließ der Schwarzfuchs das Trainingsgelände. Einerseits war er erleichtert, dass er wohl relativ leicht kontrollieren könnte, dass sein Körper nicht in einen kritischen Zustand fiel, andererseits würde es ihn teuer zu stehen kommen, wenn er es mal aus welchen Gründen auch immer versäumen würde.
Während der Schwarzfuchs gerade über das park-ähnliche Außenareal streifte, fiel ihm aus den Augenwinkeln das "Bürogebäude" in den Blick, in dem er gestern noch den Anschlag verhindert hatte. Insgeheim fragte er sich, wie es wohl dem eigentlichen Opfer gerade gehen würde, und wer diese Person eigentlich war, auf die es die Bombenleger abgesehen hatten.
Langsam machte Koron kehrt, seinen Kurs nun auf die bewachte Tür ändernd, vor der sich wieder zwei Wachen befanden. Er hoffte, sie irgendwie überreden zu können, ihm Einlass zu gewähren, um sich erkundigen zu können, jedoch schien sich dies in letzter Sekunde zu erübrigen.
Die schwere Tür glitt auf, und aus dem Gebäude schritt die blauhäutige Sekretärin, an die er sich noch gut erinnern konnte. Sie schien ihn ebenfalls wiederzuerkennen, und mit einem leichten Lächeln kam sie auf ihn zu.
"Koron, schön, Sie zu wieder zu sehen! Wollten Sie hier rein?", erkundigte sie sich in einem relativ fröhlichen Tonfall und deutete dabei leicht auf die Tür hinter ihr. Der Schwarzfuchs schüttelte leicht den Kopf.
"Zunächst einmal, könnten wir auf das Sie-zen verzichten? Ich kann diese Formalitäten ehrlich gesagt nicht ausstehen", antwortete Koron, versuchte jedoch, einen deutlich freundlichen Ton aufzusetzen, um deutlich zu machen, dass dies keinesfalls feindselig gemeint war. Die Blauhäutige nickte bloß kurz, dabei etwas heiterer lächelnd.
"Jedenfalls, eigentlich wollte ich bloß wissen, wessen Arsch ich da gestern überhaupt gerettet habe", fuhr der Fuchs fort, dabei leicht lachend, was auch von seiner Gegenüber ein Schmunzeln erntete.
"Dieser Arsch gehört zufälligerweise Raphael Liskor, dem Leiter der ISF."
Diese Worte ließen kurz die sonst entspannten, schlitzförmigen Augen des Fuchses sich plötzlich weiten, kombiniert mit einem ungläubigen Blick.
"Der Leiter der...", wiederholte er.
Die Sekretärin nickte, und legte eine Hand auf den linken Arm des Fuchses, um ihn ruhig in Richtung ihres Weges zu schieben und ihm zu bedeuten, ihr ein Stück weit zu folgen. "Der eine und einzige. Er ist allerdings momentan nicht in seinem Büro anzutreffen, und ich kann auch nicht sagen, ob er im Moment überhaupt Besucher empfangen will."
Der Fuchs nickte bloß, noch immer etwas baff. Das war also das Büro des Leiters der ISF? Der Gedanke ließ ihn innerlich grinsen. Einerseits war er natürlich geehrt, einer so bedeutenden Person einen Dienst erwiesen zu haben, doch viel mehr kamen seine alten Instinkte durch: Ein so hohes Tier kann auch enorm hohe Belohnungen verteilen, und schließlich hatte der Fuchs ihm ja auch noch sein Leben gerettet... oder so ähnlich.
Während die beiden nun den breiteren Weg über die Außenfläche entlangschritten, kam ihm jedoch wieder die letzte Aussage der Sekretärin ins Gedächtnis. "Was genau ist denn eigentlich los? Hat er sich Urlaub genommen, oder...?"
"Er liegt auf der Krankenstation und erholt sich, mehr darf ich ohne sein Einverständnis leider nicht sagen. Ich bin gerade auf dem Weg zu ihm."
Erneut wurde der Fuchs von der Aussage der Sekretärin überrascht. Warum lag Herr Liskor nun doch im Krankenhaus? Ging die Bombe am Ende doch hoch? Oder hing es vielleicht mit dem Alarm zusammen, der gestern ertönte?
Die beiden kamen nun am Eingang zur Krankenstation an, und während sie langsam durch die Gänge liefen, schaute die Sekretärin den Fuchs erneut an. "Ich werde ihn fragen, ob er dich sprechen möchte. Einen kleinen Augenblick."
Noch bevor der Fuchs erwidern konnte, dass er eigentlich auch warten könne, bis die Situation passender war und es keine Dringlichkeit hatte, verschwand die Sekretärin schon in einem nahegelegenen Raum, nachdem sie kurz dort angeklopft und vorsichtig durch die Tür gespäht hatte, dem Fuchs dabei keine weitere Aufmerksamkeit schenkend.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 17-11-2011 10:16 AM

Ein Lächeln huschte über die Gesichtszüge des Wächters und wandte seinen Blick zunächst zur Vampirin. "Ich habe euch beide als Kategorie D Individuen vorgestellt. Das heißt, ihr hättet auch die Möglichkeit mit ins Squad D zu kommen. Sei es nun als 'Hauptstreitkraft' oder als Reserve. Ich müsste nur mal mit unserem Arzt hier sprechen, wie genau er es handhaben möchte - Zu Anfang würdest du, denke ich, nämlich noch etwas Einarbeitung brauchen, um zu wissen, wo was auf dem Gelände ist, und wo Mixtur XY steht, und so weiter", erklärte er, ehe seine Augen mehr in Richtung seines Bruders gingen. "Wenn du willst könnte ich einmal schauen, was sich Küchentechnisch machen lässt. Aber auch für dich wäre das Squad D eine Lösung. Wohl dabei eher in Reserve, weil du dort insgesamt mehr Zeit für andere Tätigkeiten hättest. Auch fürs kochen", grinste der Magier.

"Zudem wäre es dann auch ein leichtes dich einmal abzuzweigen, sofern du doch einmal 'unterrichten' willst. Zuletzt ist das Gelände von Terra recht groß, 'Auslauf' hat man hier genug. Ich denke, es wäre nämlich auch klug von dir, wenn du fürs erste mit auf der Insel bleibst - hier ist es doch insgesamt recht sicher, im Vergleich zu anderen Gebieten." Dabei dachte Raphael auch hauptsächlich an den aktuellen 'menschlichen' Zustand seines Bruders, der ihn weit angreifbarer machte, als sonst.

Es klopfte an der Tür. Raphael stand kurz auf, und schritt zu einem Fenster, welches sich gegenüber der Tür befand. Von dort wandte er sich um. "Come in!"
Rezlan betrat den Raum. "Hallo Herr Liskor." Die Aquarianerin schloss hinter sich die Tür und trat näher. "Ihr scheint heute viel Besuch zu haben." - "Tja, nicht einmal im Krankenbett hat man seine Ruhe", witzelte er. "Es ist schön, dass es euch wieder besser geht, wenngleich... euer Arm..." Der Wächter winkte ab. "Das ist doch halb so tragisch, wenn man bedenkt, dass dafür Generationen vor einer atomaren Katastrophe gerettet wurde, findet ihr nicht?" - "Dennoch wird es euer zukünftiges Handeln wohl etwas einschränken. Gerade deswegen wollte ich ihnen nochmals meine Unterstützung versichern. Jetzt können sie sie wohl eher Gebrauchen", lächelte die Blauhaut etwas, wohl nicht ganz sicher, ob sie nun in ein Fettnäpfchen getreten war oder nicht. Mit ernsterer Miene trat der Magier seiner Sekräterin näher, als wolle er sie rügen. Doch dann entspannten sich seine Gesichtszüge wieder. "Haben sie vielen Dank dafür, ich weiß das durchaus zu schätzen."
Sichtlich erleichtert setzte sie erneut zum reden an. "Ich muss wieder zurück, die ganzen Anrufer abwimmeln. Allerdings habe ich Besuch für sie mitgebracht, sofern sie Zeit für ihn erübrigen können." - "Wer ist es?" - "Koron Fhang, der Anthro, der von Lumas hierher gebracht wurde, und ganz nebenbei einen wesentlichen Teil zur Verhinderung des Attentats auf sie beigetragen hat. Es scheint, als wäre ohne ihn es garnicht rechtzeitig entdeckt worden. Zudem hat er dabei auch mich gerettet." - "Hm... einen solchen Besuch kann ich wohl kaum vor der Tür stehen lassen. Bitten sie ihn doch herein, wenn sie gehen."

Rezlan nickte, und wandt sich zum gehen, wies dabei ihren Vorgesetzten jedoch darauf hin, dass er das Sie-zen bei ihm unterlassen sollte.
Raphael stellte sich wieder ans Fenster. Kurz darauf betrat Koron den Raum. Offensichtlich hatte war dieser Schwarzfuchs auch ein guter Fang gewesen. Schließlich hatte er bisher entsprechend viel auch für ihn und die ISF getan. Ob er es als Revanche sah dafür dass er hier 'aufgenommen' und versorgt wurde? Das würde sich wohlmöglich gleich klären.

"Hallo Koron, schön dich wieder zu sehen." Im Hintergrund dämmerte dem Wächter, dass er seinen eigenen Namen ihm gegenüber bisher nicht preisgegeben hatte. "Oh, wie unhöflich von mir, dass ich mich noch garnicht vorgestellt habe", lächelte er. "Mein Name ist Raphael Liskor, auch als 'Black Magician' bekannt, meines Zeichens Magier und Leiter der ISF." Er verneigte sich etwas, wobei der leere linke Ärmel seines Shirts etwas hin und her schwang.
Es war lange her, dass Raphael seinen Codenamen selbst nutzte, den er einst in der Squad D trug. Dabei kam das 'Black' eher von seiner Kleidung und seiner Haarfarbe, weit weniger von den Kräften, die er wirkte.
"Zunächst einmal muss ich mich wohl bei dir für deine tatkräftige mithilfe bei der Verhinderung des Attentats, und der Rettung von Rezlan bedanken. Was kann ich für dich tun?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 17-11-2011 17:39 PM

"Wie sähe das denn im Squad aus,
du kennst meine Fähigkeiten und außerdem,
die Leute kennen sich untereinander ganz gut,
wenn ich da noch mit reinkomme,
wo ich dich schon so lange kenne,
ich weiß nicht, ob das so gut wäre.
Zunächst wäre es mir wichtig, deinen Genesungsprozess zu beobachten,
also als deine Leibärztin zu dienen,
danach kann man noch über den Squad D reden",


erklärte sie ihren Standpunkt und musste lächeln,
als Raphael Lor erklärte,
dass dieser als Reservekraft jederzeit in die Küche entschwinden konnte.
Der Gedanke an sich war gar nicht mal so schlecht,
dann hatte er zumindest seine Freizeit und genug Platz hatte man auf Terra auch noch.
Doch im nächsten Moment überlegte sie,
was wohl geschehen würde mit ihrer Existenz in Hannover,
inzwischen waren die Kündigungspapiere heraus und das Klinikum hatte ein Statement an die Medien abgegeben,
wobei in der Bevölkerung kaum Interesse dafür bestand,
weil der Raketenangriff spannender gewesen war.
Außerdem wurde ihr klar,
dass sie noch ihre Waffenration mit Garidion vor Terra deponiert hatte,
sie musste sich alsbald darum kümmern.
Ihre Gedanken unterbrach Rezlan, als sie vorsichtig in den Raum kam,
ihr Vertrauter hatte sich inzwischen ans Fenster gestellt,
auch sie machte Anstalten, vom Bett herunter zu kommen und sich in der Nähe des Krankenblattes niederzulassen,
so konnte sie während des Dialoges zuhören,
Korons Eintreten im Augenwinkel sehen und einige medizinische Werte erfassen.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 17-11-2011 17:57 PM

"Wichtig ist mir, dass ich kein Schoßhund werde", sprach Lor ernst. "Ich möchte keine 40h-Anstellung, sondern kommen und gehen, wann ich will, und die Freiheit, zu tun, was ich wann will. Vielleicht mal hier ins Training springen, oder einfach nur frei über die Insel streifen."
Seine Augen suchten die zwei verschiedenfarbigen Raphaels.
"Weißt du, wie ich meine?"
Klar waren es krasse Anforderungen, aber entgegen dem befand er sich hier auch in keinem simplen Unternehmen wie einer Zeitung oder Versicherung, oder sonstigen Verwaltung. Was damit würde, sähe man ja dann. Fakt war, dass es ihn ein wenig hier band, noch bis morgen Abend, was aber nun auch keine Ewigkeit war.
"Es kann natürlich möglich sein, dass ich wieder derart in Leidenschaft verfalle, dass ich eh den ganzen Tag in der Küche hänge", kicherte er. "Solange ich jemandem das Kartoffelschälen delegieren kann! Mit dem Squad und dem Unterricht - auch das klingt verlockend. Wir machen das schon irgendwie."
Fröhlichkeit beherrschte die Miene des Krasánen, auch noch ungebrochen, als irgendwann nebenbei es klopfte und Raphael schließlich aufstand, bevor die blauhäutige Dame hereinkam.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 17-11-2011 20:50 PM

Der Fuchs konnte sich ein Aufzucken seiner Lippen zu einem kurzen Grinsen nicht verkneifen, als er den nun mittlerweile bekannten Magier erneut vor sich sah und nun endlich einen Namen und Titel zum Gesicht hatte. Das Grinsen verflog jedoch schnell, als er den leeren Ärmel bemerkte, der lose herumbaumelte, wo eigentlich ein Arm hätte sein müssen. Die Ärztin aus Hannover, die nahe des Bettes auf einem Stuhl saß, erkannte er wieder, und der Schwarzhaarige, der sich bei ihr aufhielt, kam ihm bekannt vor. War er nicht der einst blauhaarige Arzt, der ihm ebenfalls die Kugel aus dem Arm gezogen hatte? Die Namen entfielen ihm in diesem Moment, jedoch nickte er auch den beiden mit einem sanften Lächeln zu, bevor er sich wieder Raphael zuwandt.
Koron verneigte sich ein wenig, die Augen dabei stets auf die des Magiers fokussiert, "Man trifft sich in letzter Zeit wohl öfters. Eigentlich wollte ich mich bloß erkundigen, ob das Büro auch wieder schön ordentlich ist, und ob vielleicht irgendetwas von den Attentätern übersehen wurde..." Der Fuchs nickte kurz dorthin, wo eigentlich der linke Arm des Magiers sein müsste, "Allem Anschein nach..."
Nach einer Belohnung oder etwas Ähnlichem zu fragen, erdreistete sich der Fuchs ob der gegebenen Umstände nicht, er war vielleicht etwas geldgeil, aber Anstand und Manieren konnte und wollte er trotzdem noch zeigen. "Ich habe übrigens mit dem Training angefangen, das du... Sie? ...das mir vorgeschlagen wurde." Koron tat sich etwas ungeschickt, eine passende Anrede zu finden. Für gewöhnlich griff er auf 'du' zurück, wenn die Möglichkeit gegeben war, allerdings war sein Gegenüber gerade eine Person, die mehr Macht hatte als seine sonstigen 'Bekanntschaften'. "Ich muss sagen, ich bin hellauf begeistert."


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 18-11-2011 09:55 AM

(Da hier gerade eine Konversation stattfindet, würde ich sagen, nach mir kommt direkt Manfox. Es sei denn jemand hat Einwände.)

"Wenn ich dich schon mit 'du' Anrede, ist dir dasselbe ebenso gestattet", lächelte Raphael, als er doch die leichten Unsicherheiten seines Gegenübers bemerkte.
"Nunja... in gewisser Weise wurde etwas übersehen, jedoch nicht in meinem Büro. Da ich demnächst eh eine Erklärung an die Presse zu den Sachverhalten rausgeben werde, denke ich, dass du es durchaus verdient hast, jetzt schon mehr zu erfahren. Allerdings muss ich dich bitten diese Informationen noch bis morgen zurückzuhalten."
Der Magier atmete einmal tief durch. Der Schwarzfuchs hatte sich bislang als vertrauenswürdig erwiesen, wenngleich noch keine große Probe aufs Exempel stattfand. "Du hast garantiert den Alarm von vor knapp zwei Tagen mitbekommen. Darin hieß es, dass wir einen Code 601 haben. Ich weiß nicht, ob dir schon erklärt wurde, um was es sich dabei handelt, wenn nicht: Ein Code 601 beschreibt einen Angriff auf Terra mit Atomwaffen." Er lies eine kurze Pause. Schließlich schockte diese Tatsache allein schon viele.
"Nun, ich habe alles daran gesetzt die Rakete abzufangen, und den Schaden zu begrenzen... dafür musste ich bezahlen." Der Blick des Schwarzhaarigen deute gen linken Arm.

Raphael versuchte das Gesprächsthema wieder auf angenehmere Dinge zu lenken. "Wenn das Training offenbar so erfolgreich für dich ist - weißt du schon, ob du nach dem Abschluss bleiben willst?"


RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 18-11-2011 10:11 AM

Die Augen des Fuchses weiteten sich ein wenig. Ein Atomangriff? Es erklärte jedenfalls ziemlich eindeutig, warum sich alle so beeilt hatten, in diese Schutzräume zu kommen. Aber wer würde warum verdammt nochmal einen Atomangriff auf die Insel starten?
"Das... tut mir leid zu hören. Weiß man schon, wer dahinter steckt?", fragte Koron mit einem hörbaren Bedauern in der Stimme.
Über die folgende Frage des Magiers musste der Fuchs kurz nachdenken. "Es ist ein verlockendes Angebot, ohne jede Frage, allerdings weiß ich nicht, wie gut ich auf Dauer mit den Regelungen und dergleichen zurechtkäme. Ich bin solche Organisationen nicht gewohnt", antwortete er. Es stimmte, er war es nicht gewohnt, weitreichende Dienstvorschriften zu haben, zu festen Zeiten aufzustehen oder jemand anderem zu unterstehen als der Person, die ihn bezahlen sollte. Gleichzeitig kamen ihm jedoch ganz andere Gedanken in den Sinn: Endlich irgendeine Form von Zuhause, eine feste Arbeit... Nie wieder Städte verlassen müssen, weil ihn Leute tot sehen wollten.


RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 18-11-2011 11:19 AM

"Nun, es wird vermutet, dass die Terroristengruppe 'New Light' dahinter steckt, welche ebenso für die Geiselnahme im Londoner Palace, sowie für den Attentatsversuch verantwortlich sind. Genaueres ist mir bislang nicht bekannt, allerdings kam ich hier auch bisher nicht raus", lächelte Raphael verschmitzt.
"Nun, du kannst es dir überlegen. Es gibt zudem auch verschiedene Bereiche bei uns, unter anderem auch sogenannte 'Ein-Mann-Einheiten'. Aber es gibt auch Stellen in der Informationsbeschaffung, Verwaltung, Forschung und Entwicklung, Personalverwaltung und Training, um nur ein paar davon zu nennen. Du kannst deinen aktuellen Ausbilder gern danach fragen, er wird dann wohlmöglich einen Rundgang mit dir machen und dir alles einmal grob zeigen. Danach kannst du dich immernoch entscheiden."
Eine kurze Atempause folgte. "Man gewöhnt sich auch meist recht schnell an die Regelungen - Sie sind grundsätzlich alle nachzuvollziehen. Zumindest sind mir bisher keine 'absurden' Regeln, wie zum Beispiel dass man den Kaffeautomaten nur nach 9:00 Uhr benutzen darf, bekannt. Allerdings... Wenn du dich dafür entscheiden solltest, wirst du auch ein kleines Handbuch studieren müssen, je nach Einsatzgebiet. Zudem müsste man dich zuvor einem Kräftetest, sowie auch Wesenstest unterziehen. Letzterer ist eher eine Absicherung, dass du nicht in Wahrheit ein Spion, oder gar Terrorist bist", lächelte der Magier, ehe er ernster und etwas leiser weitersprach. "...jedoch schulde ich dir etwas. Wenn es also 'Kleinigkeiten' gibt, die man dabei ... übersehen sollte ... könnte es ja passieren, das es rein zufällig eine Dienstanweisung von oben gibt."

Der Blick des Schwarzhaarigen wandte sich zu seinen Vertrauten. "Wir haben übrigens einen Helikopter für heute. Hat jemand eine Spontanidee für ein Reiseziel?"


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 18-11-2011 14:54 PM

Die Vampiress legte die Papiere beiseite und trat an Raphaels Seite,
während sie sich räusperte, legte sie ihm eine Hand auf die Schulter.

"Ich muss dir etwas gestehen...",

setzte sie an und schaute kurz zu Lor hinüber.

"Vor Terra wartet Garidion mit einem Waffengepäck von knapp 80 kg.
Wir hatten uns schon vorsorglich meines Waffenarsenals bedient,
damit wir im Fall der Fälle direkt in ein Kampfgeschehen übergehen konnten,
Gesetz des Falles, dass wir direkt Jagd auf New Light machen würden.
Jedoch habe ich nicht unbedingt die Wachen darauf aufmerksam machen wollen,
deswegen passt Garidon auf, dass sich keiner bedient an meinem Spielzeug",


erklärte sie sachlich und schaute ihn mit einem entschuldigenden Blick an.

"Also wenn es geht, würde ich das Zeug hierher bringen,
wenn nicht, müsste ich Garidion damit zurück nach Hannover schicken,
nur damit du dich nicht wunderst, wenn jemand von einem bizarren Waffenfund redet",


führte sie weiter aus und wartete auf seine Reaktion.



RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 18-11-2011 22:27 PM

"Das ist ein guter Einwand", setzte Lor fort und stand auch endlich von der Bettkante auf, wo er bequemerweise sitzen geblieben war.
"Ich muss vor allem anderen dringend ins Training, danach können wir weitersprechen."
Anschließend wanderte sein Blick zu seinem Bruder. //Es steht fest, dass sie es waren, mein einstiger Vorgesetzter hat es mir vor seinem Tod bestätigt.//
Im Anbetracht der Lage, etwas völlig Neues auf eigene Faust zu probieren, war er nun etwas hibbelig geworden und sah in die Runde, wollte am liebsten direkt los, aber er hielt sich an Ort und Stelle.



RE: Am Abgrund der Zeit - ManFox - 19-11-2011 02:56 AM

Der Schwarzfuchs musste bei der Erwähnung des offenen Gefallens leicht grinsen. "Das mit der Ein-Mann-Einheit hört sich ganz vielversprechend an, muss ich sagen", grinste er dem Magier entgegen, "Ich werde mir da auf jeden Fall noch ein paar Infos holen."
Koron lehnte sich leicht gegen eine Wand, dabei versuchend, noch eine halbwegs formelle Haltung zu bewahren. "Und wenn die Bombenleger zu New Light gehörten... Warum war dort ein Wolf dabei? Ich kenne mich mit solcherlei Angelegenheiten nicht sonderlich gut aus, aber von dem, was man unterwegs so aufschnappt, haben sie doch zum Ziel, alles Nicht-menschliche auszulöschen, oder?" Allein das war schon Grund genug für den Anthro, die Organisation zu hassen. Mit etwas Rassismus von irgendwelchen Deppen, die es nicht besser wussten, konnte er umgehen, aber so etwas ging klar über die Grenze.


RE: Am Abgrund der Zeit - Lorahn - 19-11-2011 12:30 PM

"Ich hatte es am Palace ebenso mit zwei Wertieren zu tun", warf Lor kurz dazwischen. "Entweder sind es Menschen mit Wandlerfähigkeit, die sie ausnutzen, oder ich weiß es nicht - immerhin war ich auch, ohne mein Wissen, von ihnen ausgenutzt worden und ich bin alles andere als ein Mensch." Das momentan menschliche Aussehen mit den schwarzen Haaren gab dem einen witzigen Beigeschmack.
Sein Blick ging ebenso fragend zu Raphael, was der wohl dazu meinte. Es war in der Tat ein kleines Mysterium, das es noch aufzudecken galt. Ein seltsames Paradox mit wahrscheinlich doch durchdachtem Hintergrund.



RE: Am Abgrund der Zeit - Raphael - 22-11-2011 14:48 PM

"Nun... ich denke, die besagten Wertiere, die wir aus dem Palace 'mitgenommen' haben, können uns diesbezüglich wohl mehr Informationen geben. Es kann durchaus sein, dass sich New Light nur solange auch anderer Wesen als Unterstützer bedient, wie sie sie benötigen. Sprich: Sollten sie jemals entsprechen stark allein mit menschlichen Mitstreitern werden, so könnte es auch intern sehr schnell zu Massenexikutionen kommen", erläuterte er seine Überlegungen. Der Blick des Magiers wanderte zu seiner Vertrauten.
"80 Kilogramm an Waffen? Ist nicht unbedingt so viel. Ich denke, das können wir durchaus in einem eigenem Lagerfach für dich verwalten." Eine kurze Pause entstand. "Zunächst heißt es eh ersteinmal Informationen sammeln. Das heißt: Mögliche Außenposten hochnehmen, Verhöre, Spionage, Diplomatie. Doch für heute nichts davon... ich würde gern heute einmal vergessen, was da draußen los ist. Für mich beginnt der Alltag schließlich morgen wieder. Ich würde daher vorschlagen, dass wir drei", dabei deutete er auf Lor und Alexinara, "den Helikopter nehmen, und damit deine Waffen abholen. Unterwegs können wir uns ja weiteres überlegen."


RE: Am Abgrund der Zeit - Alexinara - 22-11-2011 17:08 PM

Nickend sah die Vampiress ein,
dass dieser Tag zur Ruhe besser geeignet war,
als irgendwas von New Light auseinander zu nehmen.
Noch kurz setzte sie zu einem Kommentar an,
wollte sagen, dass diese Waffenmaße für Zivilpersonen verboten war,
ließ es dann doch bleiben und schwieg,
dafür hatten sie auch wann anders Zeit.

Lächelnd schaute sie nun abwechselnd von Lor zu Raphael,
wartete darauf, dass der Magier seinen ersten Schritt tat,
dabei aber im Hinterkopf behaltend,
dass er immer noch nicht in der besten Verfassung war.

"Wollen wir?",


fragte sie dann schließlich.
Ihr Blick ging auch zum Schwarzfuchs,
der nun seine Informationen erhalten hatte
und eigentlich aus der Unterhaltung entlassen war.
Viel zumindest hatte sie nicht mit ihm zu tun gehabt,
wobei es ihr so schien, als würden sie noch öfters aufeinander treffen.