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>*Zitadelle der Furcht*<
15-07-2010, 23:13 PM
Beitrag #1
>*Zitadelle der Furcht*<
Dunkel ragen die großen Türme der Zitadelle in die Nacht hinein, der schwarze Stein leuchtet in einem unbekannten mystischen Licht, beinahe kann man das Böse in den Mauern dieses Gebäudes fassen. Zwei riesige mit Dämonenfrazen verziehrte Flügeltore laden ein in das innere diese Bauwerks, im Inneren findet sich ein schwarzer Altar, auf dessen Oberfläche ein Totenschädel zu beängstigenden Blutritualen aufruft.

Zu beiden Seiten der Halle stehen große gewindete Säulen, auf dessen Oberfläche sich beinahe lebensechte Schlangen in die Höhe schwingen. Zwei monströse Drachenköpfe flankieren den Altar von beiden Seiten und über dem Altar erstrecken sich riesige schwarze Schwingen eines Dämonengottes, dem dieser Tempel gewidmet ist.

Gläubige findet man nicht in diesen Gefilden, wohl mehr Dämonen, die zum jährlichen Sabbat die Reinheit mit ihren schmutzigen Gedanken regelrecht entweihen. Schwarz herrscht vor an diesem Ort, nur am Altar befindet sich ein stark rötlich leuchtender Rubin, von solcher Kraft, dass kein niederer Dämon in seine Nähe kommen könnte, ohne elendig daran zu Grunde zu gehen.
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17-02-2011, 13:45 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05-01-2013 11:59 AM von Alexinara.)
Beitrag #2
RE: >*Zitadelle der Furcht*<
Anfang des RP´s ~ Die Geschichte von Karstor Teil I~

Dämonen sammeln sich, großes Gepolter in den Räumlichkeiten der Zitadelle, zarter Kerzenschein erhellt einige Stellen im großen Raum, der Altar scheint noch boshafter zu wirken als sonst.

Es ist der Abend der großen Entweihungen, der Abend höchster Vergnügungen für die Dämonen, wo sie sich in der Zitadelle sammeln und zu Füßen ihrer Gottheit sich an Liebessklavinnen und Dämoninnen vergehen. Öffentlich ist diese Feier und keiner ziert sich dem anderen sein Verlangen offen zu zeigen, manches Mal sogar sind selbst in den frühen Morgenstunden die Massen an Dämonen aktiv, ihre Triebe auszuleben.
Jene Massen hatten sich versammelt und warteten auf die Eröffnung dieser Feierlichkeit, der Dämonenlord stand schon am Altar, auf dem die erste reine Seele entweiht werden sollte, damit man den offiziellen Start geben konnte. Die zum Teil gelb geschlitzten Augenpaare richteten ihre gesamte Aufmerksamkeit auf den mächtigen Dämonen, der dort vor seinem Opfer stand. Die junge Frau, bekleidet mit einem fast durchsichtigen, weißen Gewand lag dort in Ketten auf dem Altar, ihre Augen wirkten ausdruckslos und nur das leichte Heben ihres Brustkorbes deutete auf ihr Leben hin. Die durchdringende Stimme des Sprechenden drang unerbittlich durch die Halle, in seiner Hand hielt er seine Waffe, ein Schwert aus reinster Dunkelheit, direkt dem Schoße ihrer Gottheit entsprungen. Karstor, der Schattenbringer.

Erneut wurde jene rituelle Zeremonie angestimmt, die Klinge durch auffordernde Worte auf ihre Aufgabe vorbereitet, das Schwarz zum Pulsieren gebracht, bevor es den zarten Leib seines Opfers besudelt und Schwärze in ihren Körper bringt, Schwärze des Todes.
Der Rest geschah fast zu schnell, als man es mit normalen Augen erhaschen konnte, selbst viele Dämonen und ihre Gespielinnen erkannten nicht, was in diesem Moment auf dem Altar vor sich ging. Nur eines war klar: Das Opfer zu ihrer Festlichkeit wurde nicht getötet...

Unter den Dämonen fand sich die schlichte Gestalt eines anderen Wesens ein, zierlich die Körperform, gar zu klein für die umstehenden Wesen. Wenn man genau hinsah, konnte man das rote Glimmen in ihren Augen erkennen, und das unheimliche Lächeln auf den Zügen ihres Gesichtes. Sie hatte sich langsam ihren Weg durch die Masse gebahnt und da war nur aufgefallen, dass sie als Weibsstück keine Begleitung hatte. Direkt vor dem Altar war dann das Unmögliche passiert.

Als das Schwert angesetzt wurde zum Zustoßen, sprang sie elegant auf den Altar und zog das Opfer mit einer gekonnten Bewegung zur Seite, von den Hand- und Fußfesseln war nur noch geschmolzene Substanz übrig. Es war ein sonderbares Bild, die dunkel gekleidete Frau mit der weiß gewandeten Opferfigur zu sehen, waren ihre Kleidungen doch so gegensätzlich. Ein Blick verriet, dass dies kein Spaß zu sein schien, und sofort hatten sich einige Dämonen direkt am Altar versammelt, dieses Mal hallte eine andere Stimme durch die Zitadelle.
"Ich wusste schon, dass diese Feier eine Besonderheit werden würde, aber solche eine hätte ich nicht erwartet...",
kam es aus den Reihen der herangenahten Dämonen, eine Frauenstimme hatte sich erhoben und kam nun auf den Altar zu. Ein weiblicher Dämon, überaus schön und dennoch grausam, stand vor dem Eindringling und schaute ihn abschätzig an.
"Was ist dein Begehr, Weibsstück?",
fragte sie abschätzend und wich mit ihrem Blick nicht aus, die anderen Dämonen hatten ihr Platz gemacht, sie schien eine hohe Position einzunehmen in der männlichen Hierarchie dieser Welt.

Der Umhang lüftete sich und die Gestalt trat einen Schritt vor, in ihren Armen immer noch die beinahe leblos wirkende Frau, die sich kaum gerührt hatte. Ihre schwarzen langen Haare waren zu einem Zopf mit einigen Lederbändern gebunden, ihre roten Augen stachen kampfeslustig hervor.
"Du bist hier doch das Weibsstück, schließlich trägst du deine Reize offen zur Schau...",
kam es herausfordernd von ihrem Gegenüber zurück, der Blick war ebenfalls starr und ohne Angst.
"Aber wie unhöflich von mir, ich stelle mich erst einmal vor, mein Name ist Alexinara, Vampiress Alexinara, und ich bin gekommen, diese Feier in seine Grenzen zu weisen. Lass es mich simpel formulieren, ich will euer Schattenschwert!"
Ein Raunen erfüllte den Raum, zum ersten Mal lag in den Zügen des weiblichen Dämons leichte Verwunderung.
Die anwesenden Dämonen waren in hellster Aufregung, als die Vampiress ihre Forderung ausgesprochen hatte und immer noch furchtlos vor der Dämonin stand, diese hatte sich inzwischen wieder gefangen und schaute zum Dämonenlord, der das Schwert nach wie vor in der Hand hielt. Ihre Gesichtszüge verformten sich zu einer grässlichen Fratze, als sie erneut sprach.

"Merke dir eines, ich bin hier die Hohepriesterin der Zitadelle und kein billiges Spielzeug der niederen Dämonen-"
"Sicher? Ich hätte gedacht, du bist Liebessklavin des Dämonenlords, schließlich hast du den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als ihn in den Räumlichkeiten der Zitadelle zu erwarten. Versuch dich also nicht besser zu stellen, als du ohnehin schon nicht bist, ich weiß genug, um dich in deine Schranken zu weisen."
Die Unterbrechung hatte ein bösartiges Fauchen bei der Dämonin hervorgerufen, die Provokation brachte sie dazu, direkt auf die Vampiress zuzusprinten und ihr einmal mit ihrer klauenbesetzten Hand quer über das Gesicht zu fahren. Einen Moment lang hielt jeder den Atem an und so war es auch nicht verwunderlich, dass man den Blutstropfen hören konnte, der von Alexinaras Gesicht gen Boden fiel.

Es geschah zunächst nichts und die Stille dehnte sich ins Unermessliche, bis ein leises Gekicher zu hören war. Alexinara lachte die Dämonin aus, die direkt vor ihr stand und beinahe schon ihren Triumph auskosten wollte. Kurz schaute sie die Frau in ihren Armen an, deren Kleid nun einige Blutspritzer abbekommen hatte, und ihr Blick wurde einen Moment lang weich, dann beugte sie sich vornüber und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Nach diesen geheimen Worten setzte sie sie neben dem Altar ab und schaute die nahen Dämonen mit einem vernichtenden Blick an, für jeden war klar, würde jemand in diesem Moment die Frau dort attackieren wollen, müssten sie mit ihrem Leben bezahlen. Als Alexinara wieder aufrecht stand, strich sie mit ihrer Hand über die entstandenen Wunden, ihre Finger waren schnell besudelt vom Blut, das sie sich genüsslich von dort ableckte.
"Du hast es also tatsächlich gewagt, mein Gesicht zu attackieren, dir ist schon bewusst, dass du dafür sterben wirst?"
Mit diesen Worten war sie an die Dämonin, die ein wenig größer war als sie selbst, herangetreten und hatte sich so sehr ihrem Gesicht genähert, dass sich ihre Lippen beinahe berührten. Vor Schreck dieser plötzlichen Nähe wegen schreckte die Dämonin verwundert zurück.
"Was sollte das?",
fragte sie nun deutlich unsicher und schaute sie verwirrt an.

"Ach, ängstigst du dich vor einer Frau? Jämmerlich für ein Wesen, das mit seinen Reizen spielt",
klang es verachtungsvoll aus dem Mund der Vampiress, deren Gesicht inzwischen wieder verheilt war und hämisch grinste.
Wieder ging sie auf die Dämonin zu und lehnte sich an sie an, ihre Finger glitten sachte an ihren Armen herunter. Erneut folgte eine Gegenreaktion, dieses Mal von Dämonin und Dämonenlord, der bisher nur zugeschaut hatte. Die Dämonin hatte ihre Krallen direkt in die Schulter der Vampiress gebohrt und der Dämonenlord das Schattenschwert von hinten in den Rücken hinein. Nochmal hielt der Raum den Atem an, als alle schon im Begriff waren, die Bedrohung als erledigt anzusehen, passierte etwas Unerwartetes. Die Gestalt der Vampiress rührte sich und ein lautes Lachen erklang.
"Idioten, damit habt ihr mir zugespielt!"
Den Worten folgte nur eine heftige Bewegung, durch die die Dämonin plötzlich von einem Feuerschwert entzweit wurde und der Dämonenlord mit einem Mal wie geschlagen nach hinten auswich. So stand am Ende Alexinara da und hielt zwei Schwerter, das eine aus Feuer, das andere aus Schatten, in den Händen und schaute in die Augenpaare der erschrockenen Dämonen.
"Merkt euch eines, ihr habt am heutigen Abend versagt."

Mit diesen Worten nahm Alexinara die zum Opfer ausgewählte Frau bei der Hand und legte sich den Mantel wieder um die Schultern. Als eine eisige Kälte die Räumlichkeit erfüllte und Schatten alles verdunkelte, verschwanden die beiden in der Dunkelheit. Was übrig blieb, war der leblose Körper der Dämonin und ein Haufen geängstigter Dämonen. Am Ende verlor aber keiner das Wort über den Raub des Schwertes durch eine Frau, schließlich war dieser Fakt für jeden Dämonen einen große Schmach. Im stillen Einverständnis einigten sich die dortigen Anwesenden darauf, den Raub durch ein Monster zu deklarieren...

Irgendwo am Rande der Roten Sphäre erkannte man erneut die schlanke Gestalt der Vampiress, die bis vor kurzem noch in der Zitadelle ein heilloses Durcheinander angerichtet hatte. Noch die schwächliche Gestalt im Arm haltend, schaute sie hinab in die Welt, die sie gerade um ein wertvolles Objekt beraubt hatte.

Da sie das Schwert gerade erst erworben hatte, war es nicht wie Eristron wieder im Nichts verschwunden, sondern in ihrer Hand verweilt. Mit einer vorsichtigen Geste setzte sie die gerettete Frau auf dem Boden ab, direkt auf ihren Mantel, den sie dort ausgebreitet hatte. Sie wirkte immer noch etwas abwesend, da der Dämonenlord ihr einen absonderlichen Trank eingeflößt hatte. Alexinara wusste, dass es einige Tage dauern würde, bis ihr Körper sich wieder selbstständig bewegen konnte, einen Moment fühlte sie Mitleid mit der Frau.

Langsam ging die Vampiress vor und hielt das Schwert in die Höhe.
"Karstor, der Schattenbringer, du wirst nun mir unterstehen",
sagte sie der schwärzlich unförmigen Klinge, welche als Antwort erneut die unstete Form variierte.
"Ich habe dich aus den Händen dieser Unwürdigen befreit und biete dir ein Leben ohne dämliche Opferungsrituale, du musst kein unschuldiges Blut mehr vergießen.",
redete sie geradezu zärtlich auf das Schwert ein.

Bewegung kam in das Schwert, die Schatten wurden dichter und verteilten sich um Alexinara. In Erwartung von irgendetwas entspannte sie sich und ließ zu, dass das Schwert mit seiner Präsenz ihren Körper berührte. Langsam floss die Dunkelheit in ihren Körper ein und formte eine Verbindung in den Tiefen ihrer unsterblichen Seele. War diese Waffe bisher als Mordinstrument gefürchtet gewesen, da es jeden schwachen Besitzer augenblicklich in den Schatten ersticken ließ, so war dieser Anblick beinahe zu paradox. Es war ein sanftes Akzeptieren ihrer Wesenheit als neue Schwertführerin und Meisterin und gleichfalls, so meinte Alexinara es verstanden zu haben, ein Dank für ihre Rettung.

Als alles vorbei war, öffnete die Vampiress wieder ihre Augen und fühlte sich nicht viel anders als vorher, nur eines hatte sich verändert: Karstor war in die Schatten verschwunden, unsehbar für andere, für sie jedoch jederzeit bereit. Nur kurz testete sie ihre neue Waffe aus und rief diese durch ihre Gedanken. Augenblicklich materialisierte sich das Schwert in ihrer Hand, sie lächelte wissend.

"Danke",

von einen Moment auf den nächsten waren Vampiress und Opfer aus dieser Ebene verschwunden, zurück an die Oberfläche, zurück ins (Un-)Leben.


Ende des RP´s ~ Die Geschichte von Karstor Teil I~

~*~
"Beginning new,
something I lost long ago."
~*~
Lexia
[Bild: 136085.png]
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