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Am Abgrund der Zeit
08-03-2014, 20:33 PM
Beitrag #521
RE: Am Abgrund der Zeit
(Terra 08.11.32 18:00 Uhr)

Die Vampiress fand sich mit ihrem Begleiter in einem größeren Raum wieder der an beiden Seiten in Schlafräume führte und genug Platz für jeweils 20 Personen bot.
Es war Still in diesen Räumlichkeiten, obwohl alle Personen anwesend waren.
Alexinara ließ ihre Sinne schweifen und erkannte einige gute Potenziale an vampirischen Fähigkeiten,
gleichwohl merkte sie die Distanz und Neugier die auf ihr ruhte.
Mit aller Ruhe stellte sie sich in die Mitte des Raumes und schaute sich noch einmal in alle Richtungen des Raumes um.

"Blut die einzige Gemeinsamkeit zwischen all den Individuen in unserer Rasse und mitunter die einzige Schwäche die wir gemeinsam haben.
Euer Blut flüstert euch was ich sage, es würde euch zwingen auf meinen Befehl zu reagieren und euch mir vollends gefügig machen.
Ich bin heute aber nicht hierher gekommen um genau diese Hierarchie wieder aufleben zu lassen.
Ihr alle hier wisst, dass meine Kräfte die euren übersteigen, deswegen begegnet ihr mir mit Respekt.
Aber auch meinen Respekt habt ihr, dewegen bin ich hier als Kameradin, nicht als Herrscherin.
Diese uralten Regeln sind hier und jetzt nicht von Interesse,
denn das Leben hat sich gewandelt und gerade scheint ein unbekannter Feind die schwächsten Glieder dieser Organisation einfach auszurotten",


sie machte eine bedeutungsvolle Pause und schaute sich erneut um,
einige Personen waren näher herangetreten,
auch wenn das absolut unnötig war,
da man Alexinara gut genug verstehen konnte.

"Ich weiß ihr wünscht euch eine Führung, einen starken Charakter der euch einen Weg weisen kann.
Ich kann euch leiten, aber werde zu keiner Zeit Befehle vergeben oder Strafen verhängen.
Trotz meiner Abstammung, meines Alters und meiner Macht bin ich weder euer Messias, noch der Erretter eurer Kultur.
Bevor diese Welt das Wunder der Magie und der verschiedensten Wesenheiten erhalten hat wart auch ihr alle normale Menschen.
Erwachsene, selbst entscheidende Menschen.
Auch wenn euer menschliches Leben zu lange zurückliegt,
so erinnert euch daran das dies der Anfang war und nun die Basis dieses weltweiten Wunders langsam genommen wird",


keiner Widersprach, keiner legte ein Wort ein. Niemand beschwerte sich.
Es schien beinahe so, als würden alle ihr bedächtig zuhören, dabei jedes Wort von ihren Lippen saugend wie Verdurstende.
35 Augenpaare die sanft im Dunkeln rot zu Schimmern schienen hatten ihre volle Aufmerksamkeit Alexinara gewidmet.

"Ich kann nicht überall gleichzeitig sein, deswegen brauche ich eure Hilfe.
Ihr müsst mit mir gemeinsam die Menschen betreuen die im Sterben liegen, damit ich mir die Zeit nehmen kann das Virus zu untersuchen.
Ich brauche euch als Augen und Ohren, als Begleiter und Vertraute.
Ich hoffe ihr könnte euch drauf einlassen",


mit diesen Worten endete sie ihren Monolog und wartete, eine unheimliche Stille bereitet sich aus, es geschah nichts.
Bis mit einem Mal das Umfeld um sie herum in Bewegung geriet, es bildete sich ein Pulk aus Vampiren.
Wie gewohnt der einen wundervoller aussehend als der andere, jede ethnische Kultur war vetreten, alle Haut und Haarfarben.
Jegliche Art von Charakter und auch alle möglichen magischen Potenzialen.
Wie auf Befehl gingen sie alle auf die Knie und senkten das Haupt und aus einem Mund kam folgender Satz:

"Ihr befehlt, wir folgen. Königin der Nacht....!",

seufzent nahm sie diese Respektsbekundung zur Kenntnis und zeigte den Umstehen an sich sofort wieder aufzurichten.
Erneut stellte sie fest, dass bestimmte eingefahrenen Strukturen erhalten blieben, wie sehr die Vampiress diese auch verabscheute.
Doch gerade in diesem Moment würde ihr diese alte Tradition mehr als nützen.

"Nun denn, dann wollen wir mal. Alle von euch müssen mein Blut zu sich nehmen.
Das gewährt euch einen Tag, an dem ihr auf all mein medizinisches Wissen zuzugreifen könnt.
Ich mache euch damit zu fähigen Mediziniern die die Erkrankten betreuen und versorgen können.
Ich brauche Zeit und die müsst ihr mir gewähren.
Denn dieser Virus ist ein stärkerer Feind als erwartet...",


ein erschrockenes Raunen ging durch die Menge,
das Blut einer nach ihren Maßstäben "Adeligen" zu trinken gehörte zu einer der größten Ehren innerhalb der Vampirgesellschaft.
Für Alexinara war es nur ein Mittel zu Zweck, doch vielen würde dieses Angebot ihre sehnlichsten Wünsche erfüllen.
Da die Untote mehr Machtpotenzial als alle anderen aufwies,
konnte die direkt beeinflussen was durch ihr Blut als Information nach Außen gelangen würde, somit war sie auf der sicheren Seite.

"Nicht so zaghaft, nacheinander.
Binnen 24 Stunden wird das Wissen durch das zirkulierende Blut schwächer werden und verebben.
Bis dahin brauche ich Rückhalt um alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen...",


sie hielt einer Dunkelhäutigen Frau ihr Handgelengt entgehen und sah sie eindringlich an.
Sie zögerte erst und setzte dann ihre spitzen Zähne an,
als der erste Blutstropfen geflossen war erfüllte er den Raum mit süßlichem, verlockendem Blutduft.
Für jedes schwache Individuum ihrer Rasse hätte es zum Wahnsinn führen können,
da die Anwesenden aber durch eine harte Militärschule gegangen waren obsiegte ihr Wille über die Verlockung.
Nach nur wenigen Augenblicken zeugte die Szenerie eher von einem Blutgelage als alles andere.
Alexinara hatte zugelassen, dass man auch ihr anderes Handgelenk nutzte, beide Oberarme.
Einige schienen darauf beinahe in Extase zu geraten, da mit ihrem Blut viele Sinneseindrücke und Erfahrungen einfach in sie hinein flossen.
Nur einer saß in einer dunkleren Ecke und wartete,
der junge Mann, der Alexinara zuvor begleitet hatte.

(Terra 08.11.32 19:45 Uhr)

Alexinara befand sich wieder im Labor,
nachdem sie ihren Haufen an frischen Ärzten in die Arbeit entlassen und sich damit Zeit freigeschaufelt hatte.
In ihrer Begleitung befand sich der Vampir mit den fast schwarzen Augen,
er hatte ihr angeboten sie nach der Prozedur im Auge zu behalten,
sollte der Blutverlust zu hoch sein.
Und da sie schon eine gewisse Schwäche gemerkt hatte, hatte sie ihn an ihrer Seite gedultet.
Vorgestellt hatte er sich nicht, sie wusste aber wer er war. Jhonas,
ein Waise aus Großbritannien. Das reichte ihr, vorerst.

~*~
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10-03-2014, 17:00 PM
Beitrag #522
RE: Am Abgrund der Zeit
(Russische Militärbasis - 08.11.32, 20.00 Uhr, GMT +2
Terra: 08.11.32, 18.00 Uhr)

Draußen war es bereits dunkel wie in tiefster Nacht, als Raphael dabei war notwendigste Sachen zusammen zu packen.
Er checkte noch kurz einige Berichte, sowie Neuigkeiten, ehe er dabei war die Basis zu verlassen.
Auf dem Gelände nahe des Zugangstores gab es auch ein Geldwechsler, welcher russische Rubel in andere Währung tauschte und umgekehrt.
Dorthin machte der Magier noch einen Abstecher, um etwas Kleingeld für seine geplante Reise zu haben.

Aufgrund der vorherigen Trainingssessions wollte der Schwarzgewandte es vermeiden gleich erneut Magie einzusetzen, um an sein Ziel zu gelangen. Des weiteren war ihm eine Teleportation zu seinem Ziel auch garnicht möglich - denn dafür hätte er sich die genaue Umgebung einprägen oder alternativ Livebilder bekommen müssen.
Eine Levitation wäre zwar auch in Frage gekommen, jedoch ist diese über größere Strecken äußerst kraftraubend.


(Russland, Bahnstrecke - 09.11.32, 09.00 Uhr, GMT +2
Terra: 09.11.32, 07.00 Uhr)
Ein leichter Druck an seinem Knie riss Raphael aus seiner Trance. Ein kleiner Junge hatte das Abteil betreten.
Der Zug, in welchem er sich befand, hatte bereits einige Stunden Verspätung aufgrund heftigen Schneefalls.
Der Schwarzgewandte lächelte zu dem Kind hinüber, der daraufhin irgendetwas auf russich murmelte.
Schließlich kam noch ein älterer Herr dazu und setzte sich zu dem Jungen, nachdem er seine Kleidung und Reisetasche verstaut hatte.

Raphael beobachtete eine zeitlang den Jungen, welcher ein kleines elektronisches Spielzeug rausgekrammt hatte. Dieses erinnerte stark an die "Handhelds" seiner Jugend.
In Erinnerung schwelgend versuchte er mit schweifenden Gedanken die Wartezeit zu überbrücken.

(Russland, Bahnhof - 09.11.32, 14.00 Uhr, GMT +2
Terra: 09.11.32, 09.00 Uhr)

Mit guten drei Stunden Verspätung erreichte der Zug seinen Zielbahnhof.
Eiszapfen hingen von den Dachrinnen, und zeugten von der eingebrochenen Kälte.
Nun musste er noch gute 15km zu Fuß zurücklegen. Aufgrund dessen, dass er diesesmal alleine unterwegs war sollte es hoffentlich nicht so lange dauern.
Allerdings setzte hier im höheren Norden ein stärker werdender Schneesturm ein. Einen dünnen Hitzeschild um sich webend konnte ihm zumindest die Kälte wenig anhaben. Der starke Gegenwind jedoch bremste das Vorankommen, und machten jeden weiteren Schritt zu einem Kampf.

//Ich hoffe, ich erkenne die Basis noch, wenn ich angekommen bin. Nicht das der Schnee alles unkenntlich unter sich begräbt...//


"But I'am still here!
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05-05-2014, 20:53 PM
Beitrag #523
RE: Am Abgrund der Zeit
(Terra - Laborkomplex 08.11.32, 20 Uhr - ??)

Im Labor herrschte reges Treiben und viel Hektik,
man versuchte unter höchsten Bemühungen eine Lösung zu finden,
ehe alle Erkrankten den Tod finden würde.
Doch bisher war ihnen kein Erfolg vergönnt,
und mit jedem Rückschlag wurde es schwerer einen Lösungsansatz zu finden,
geschweige denn ihn auch mit Elan umzusetzen.
Alexinara war mit ihrer Begleitung direkt ins Labor gegangen,
wo nur ein paar wenige Augenpaare ihnen kurz neugierig gefolgt waren ehe sie ihrer eigenen Arbeit nachgingen.
Tessa rannte hin und her und nahm Probestücke von Gerät zu Gerät,
um Untersuchungen zu starten, die alle in einem verärgertem Ausruf zu enden schienen.
Ohne auch nur irgendwen anzusprechen ging sie auf eine Auslage von Proben zu,
sie wies Jhonas an alle anderen von ihr fern zu halten, bis sie mit ihrer Analyse fertig war.
Bevor sie aber anfangen konnte schaffte es Tessa tatsächlich mal ihren Blick von den Gerätschaften zu lösen und in den Raum zu schauen,
dabei entdeckte sie auch Alexinara und eilte zu ihr.

"What are you doing?",

klang sie fast erbost über ihr plötzliches Auftauchen ohne sich bei ihr anzumelden, geschweige sie miteinzubeziehen.
Lange konnte sie aber dem Blick der Vampiress nicht standhalten,
sie wurde kleinlaut und ging ein paar Schritte, in Respekt der Person ihr gegenüber, die gerade keine Widerworte duldete.

"Just relax and watch me,
I think I can figure out what this is.
Just give me some time.....",


sagte sie in fast flüsterndem Ton und konnte geradewegs erkennen,
wie schnell der Eifer der Frau geweckt war eine Lösung für ihr bisher unlösbares Problem zu finden.
Mit erregter Stimme gab sie ihre Zustimmung und lies Alexinara gewähren,
dabei waren ihre Augen auf die Vampiress gerichtet, ihre Hände zitterten.

Alexinara schloss die Augen und konzentrierte sich auf die Proben der Opfer,
welche aktuell vor ihr lagen und den Virus beherbergten,
sie versuchte ein Muster im Blut zu erkennen, eine energetische Schwinung,
etwas worin sie eintauchen konnte um es zu verstehen.
Es verging eine Weile, wie lange vermochte sie nicht zu sagen,
als sich ihr tatsächlich etwas auftat,
aber es war etwas, womit sie nie im Leben gerechnet hatte.

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15-05-2014, 10:04 AM
Beitrag #524
RE: Am Abgrund der Zeit
(Russland, zerstörte Basis - 09.11.32, 17.10 Uhr, GMT +2
Terra: 09.11.32, 15.10 Uhr)

Er hatte länger gebraucht, als erwartet, doch schließlich führten seine Beine ihn über einen Abhang, an welchen vor wenigen Tagen die russische Einsatzgruppe Stellung bezog.
Die Basis war zum Großteil zerstört worden, ob durch New Light oder den Soldaten konnte Raphael nicht genau beurteilen, schließlich wurde er während des Kampfgeschehens entführt.

"Eclipse! Wenn du mich hören kannst, antworte mir!"
Es gab nur eine geringe Chance, dass er hier überhaupt noch jemanden antraf. Mit nur einer kleinen Hoffnung schlenderte der Magier langsam über das schneebedeckte Gelände.
Inzwischen hatte der Schneefall spürbar abgenommen, sodass auch ein magischer Schild zum besseren Vorankommen überflüssig wurde.

"Do you think, you'll find someone here?", ertönte es blechern von seinem metallenen Arm.
"I hope so... otherwise this hole journey would be in vain."
Im Zentrum des Komplexes angekommen, schloss der Schwarzgewandte seine Augen, und streckte seinen Geist aus.
Er versuchte damit Lebewesen in seiner näheren Umgebung auszumachen.
Neben dem schwachen Flackern einiger Kleintiere und Insekten befand sich jedoch nichts an diesem Ort.

//Verdammt... und nun?//
Seinem Gefühl folgend schritt er in Richtung des nächsten größeren Gebäudes, suchte dort nach dem Eingang, und erkundete anschließend das Innere. Hier war es spürbar wärmer.
Auf dem Boden lagen Kugelhülsen verstreut und zeugten von der gewaltsamen Verteidigung der Einrichtung. Aschehaufen und größere Blutflecken dekorierten diesen Schauplatz zu einem einsamen Mahnmal des Todes.
Wenngleich keine Leichen auszumachen waren, roch es nach Verwesung.

Die meisten Schränke und Regale waren zerstört, ein Großteil wohl von New Light selbst, als sie die Basis aufgaben. Es war unwahrscheinlich hier noch brauchbares Informationsmaterial zu finden.
Die Zeit drängte. Mit jeder Stunde, die verging, stieg die Anzahl der Opfer dieser neuartigen Seuche.

Als nach einem groben durchsehen sämtlicher Büros absolut keine Hinweise auf New Light Einrichtungen gefunden wurden, setzte sich der Magier auf einen halb verkohlten Stuhl.
Seine Konzentration bündelnd streckte er seinen Geist weit nach Süden aus. Nach einigen Minuten der stillen Trance fasste sich Raphael resigniert an die Stirn.

"What's happened?"
"I tried to locate a known aura outside of russia, but I couldn't feel anything past the Kaukasus."
"Your perception ability is able to feel about multiple hundred kilometer? Thats amazing!"
Raphael schüttelte leicht den Kopf, und begann diese Fähigkeit und ihre Grenzen zu erklären.

"Not exactly. You already know, that I'am able to feel the presence of living things. The shorter the distance between me and the target, the more informations I'm able to get. For example if you and I are in one room only seperated by a wall, I could tell where exactly you're standing, which position you're in, and even some things about your current feelings and health status.
But while the distance between us is increasing the accuracy decreases. If we were on opposite sites of Terra for example I could tell where you are, but not which position you're in currently.
At a specific distance I'm only able to tell, where some living things are, but not which kind of being it is."

"Intresting, really intresting", ertönte es plötzlich aus einem Flur um die Ecke.
Entschlossene Schritte führten die bekannte Stimme direkt zum Magier. Es war Eclipse. Warum hatte er ihn nicht gespürt?
Fließend wechselte der New Light Anhänger ins Deutsche.
"Hast du es dir doch noch einmal anders überlegt?"
"Nein, aber ich muss dringend mit deiner Vorgesetzten reden."
"Meine Vorgesetzte?" Ein hämisches Grinsen breitete sich über seine Züge aus. "Meinetwegen, aber du kennst die Reisemethode bereits, nicht wahr?"
Es bereitete dem schlanken Menschen offensichtlich Freude andere wegen seiner Fertigkeit leiden zu sehen.



(New Light Basis Südamerika, Unbekannte Ortszeit)
Terra: 09.11.32, 15.40 Uhr)

Die gefühlte Lastwagentour direkt in den Kern eines Schwarzen Lochs war diesesmal noch schlimmer. Als Eclipse Raphael losließ brauchte der Magier einige Minuten, um überhaupt wieder aufrecht stehen zu können.
Neben der starken Übelkeit, lief ihm ebenso Blut aus der Nase und den Ohren.

Der Wächter nutzte seine Kraft, um die Geweberegneration in seinem Körper zu verstärken. Schließlich schafften es seine Beine doch noch sein eigenes Gewicht zu halten.
Die Zeit über beobachtete der Mensch das Geschehen mit einem sadistischen Lächeln.

"Ich kenne den Weg bereits", kam ihm schließlich über die Lippen, als seine Beine ihn langsam aus dem Raum schleppten. Sie waren wieder in derselben Kammer angekommen, wie bereits einige Tage zuvor.
"So nicht - Ich kann dich nicht einfach allein in diesen Hallen umherziehen lassen. Zudem... wirst du Akina nicht in ihrem Büro vorfinden. Folge mir..."

Ungewöhnlicherweise nahmen sie dieses Mal einen Lift, welcher sie einige Stockwerke weiter nach oben brachte. Dennoch gab es auch hier noch keine Aussicht nach draußen. Die Anlage lag wohl tief unter der Erde.
Bereits beim Verlassen des Fahrstuhls beschlich den Magier ein mulmiges Gefühl.
Er konnte bereits einige Auren erfassen, doch zeigte sich ein Großteil recht instabil. Dies ist meist auf ein Unwohlsein oder eine Krankheit zurückzuführen.

Eclipse führte den Magier schließlich in ein Krankenzimmer. An mehreren Geräten angeschlossen fand er dort die gesuchte Person vor: Akina. Ihre Haut war blass und schimmerte im Licht. Offenbar hatte sie Fieber.
Langsam schlug sie die Augen auf.
"Was machst du hier?", kam ihr schwach über die Lippen.

"Wie geht es dir? Was hast du?", erwiderte der Magier direkt.
"Sieht man das nicht? Ich habe mir etwas eingefangen..."
"Seit wann bist du krank?"
"Keine Ahnung. Ich liege hier erst seit ein paar Stunden."
"Weißt du von den Vorfällen auf Terra?"
"Du meinst die Seuche?"
Raphael nickte.

"Sie ist nicht von uns, wenn du das glaubst. Zumindest weiß ich nichts von einem Biowaffeneinsatz oder ähnlichem... Außerdem... haben wir selbst einige ... Fälle hier."
"Hier auf der Basis?"
Etwas erschrocken nahm er dieses neue Wissen auf. Zwischen Terra und Südamerika gibt es eine gewaltige Entfernung. Wenn an beiden Orten binnen weniger Tage derselbe Erreger auftritt, bedeutet dies eine sehr hohe Ansteckungsgefahr. Wohlmöglich wird der Virus oder Bazillus sogar direkt über die Luft übertragen.


"Wieviel sind hier betroffen?"
"Glaubst du ernsthaft, ich wüsste die genauen Zahlen, während ich hier liege? Ich weiß mit Bestimmtheit nur von einem Fall - meinem."
Die dunkle Ahnung, die sich die Zeit über beim Wächter bemerkbar gemacht hatte, bestätigte sich.
"Ich habe keine Ahnung, was mit mir passieren wird. Reine Menschen sterben, Antros eher nicht. Doch ich bin weder das eine, noch das andere: Ich bin ein Halbblut."
Ein leichtes Lächeln legte sich über die Züge des Wächters. "Du wirst es schon schaffen, wer soll mir sonst auf dem Schlachtfeld Paroli bieten?" Auch Akina lächelte. "Da hast du Recht. Ohne mich sind die aufgeschmissen."


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07-07-2014, 13:01 PM
Beitrag #525
RE: Am Abgrund der Zeit
(Terra - Konferenzraum 09.11.32, 0 Uhr)

Es war Mitternacht geworden, ehe Alexinara es geschafft hatte alle wichtigen Instanzen in diesem Fall zu informieren,
und in den großen Konferenzraum im Verwaltungsdistrikt zusammenkommen zu lassen.
Ihre Erkenntnis hatte alle Anwesende bis aufs Äußerste schockiert,
und auch in ihren Knochen lag noch der Schock, als sie erkannt hatte was nun ihr Feind war.

"Our time is limited,
we have to react now or other people will die.
I need 6 hours for preperations,
also I need 3 helicopter ready for my orders.
I´ll summon someone who is able to help me,
after I gave the signal gather all ill persons around me.
And noone will enter to free dirstrict of the garden,
exept Garidion and the persons I need nearby...",

keiner widersprach ihr, keiner sagte ein Wort.
Allen stand noch die Angst ins Gesicht geschrieben,
selbst New Light war gegenüber dieser Bedrohung ein kleiner Wurm.
Nichts geringeres als das Überleben der menschlichen Spezies stand auf dem Spiel,
dass war der Grund warum die Vampiress schnell handeln musste,
egal was es kosten würde.

Die versammelte Truppe ging auseinander, man leitete alles in die Wege drei Helikopter startbereit am Rande des Flugplatzes für sie bereitzustellen,
Garidion war schon an ihrer Seite und sie gingen Richtung Gatengelände.
Nur dort hatte sie den Raum etwas auszuführen, was viele in Schrecken versetzen würde, aber dennoch der ihr einzig bekannte Weg war dieses Unheil zu vernichten.
Sie würde es nicht alleine schaffen und Raphael war auf der Flucht und zu gefährdet, um ihnen hier heinzuziehen.
Außerdem war sie sich nicht sicher wie viel er von dem, was sie nun vor hatte unterstützen würde,
mehr Zeit verschwenden konnte sie nicht um dieser Sache Herr zu werden.
Jhonas stand in der Krankenstation bereit, um auf ihre Anweisung hin alle noch lebenden Kranken zum Treffpunkt zu koordinieren.

(Terra - Gartengelände)

Der Krankenstand belief sich nun auf 23 bestätigte Fälle in Isolation, dazu kamen 5 verdächtige Fälle ohne Bestätigung.
Die Isolationscontainer waren geliefert und aufgestellt worden, doch übrig blieben nur noch 3 weitere Container zur Isolation.
Man hatte hohe Kosten auf sich genommen um noch weitere Isolationscontainer aus China zu beschaffen,
15 sollten im frühen Morgengrauen ankommen.
Doch der Bestand an diesen High-Tech Errungenschaften hatte sich in der Welt erschöpft, von nun an hatten sie diese Ressource nicht mehr.
Bisher hatte der Virus 8 Tode gefordert, und es würden weitere folgen ehe Alexinara etwas unternehmen konnte.

Sie hatten ihren Platz erreicht, Garidion sah die Vampiress an und musterte sie ernst.

"Ich weiß was du vor hast, ich muss dir auch nicht erklären, dass es gefährlich ist....".

"Nein Garidion, ich bin mir der Gefahr bewusst, mehr noch fürchte ich,
dass dieses Problem auf Terra sich ausweiten wird, wenn wir nichts unternehmen",


"Dennoch wird er kommen und über dein Einmischen richten, in dieser Welt die sich selbst überlassen wurde.
Er wird es nicht dulden, dass sich jemand so massiv in diese Geschichte einmischt, den Verlauf ändert...",


"Und ich werde nicht zulassen, dass irgendjemand auf die Idee kommt die Menscheit auszurotten in seinem Bestreben nach Gerechtigkeit!
Das ist eine Entscheidung, die nicht von einem Individuum getroffen werden kann, nicht hier, nicht jetzt.
Dies hier muss ein Ende haben, auch wenn ich mir seinen Zorn einhandel. Er wird schon sehen was er von seiner Selbstherrlichkeit hat...",


der humanoide Drache nickte, er hatte verstande.
Alexinara hatte nicht den Willen diese Katastrophe weiterverlaufen zu lassen und noch mehr Opfer zu fordern.
Ihr Sinn nach Gerechtigkeit forderte ihr Eingreifen und er hoffte Inständig, dass sie alle folgenden Konsequenzen ebenfalls mit dieser Zuversicht auf sich nehmen würde.
Dann hielt er in seinen Gedanken inne und sah seine alte Freundin und Wegbegleiterin an.

"Du wirst mich auf die Suche nach Raphael entsenden, nicht wahr?
Damit ich dich hier auch bloß nicht aufhalte in deinem Tun..",

er schmunzelte bei den halb ernst gemeinten Worten.
Garidion kannte sie gut genug um zu wissen, was ihnen demnächst bevorstand.

"Ja bitte, außerdem wäre es hilfreich zu wissen was in der Welt vor sich geht.
Ob wir demnächst mehr als nur unsere Kranke hier vesorgen müssen.
Hier steht der Informationsfluss beinahe still",

Garidion nickte und wechselte augenblicklich in seine Drachengestalt,
mit ein paar mächtigen Schwingenbewegung hob er schon gen Himmel ab und war schnell verschwunden.
Wo auch immer Raphael sich aufhalten mochte, er würde ihn finden.
Indes hatte sich Alexinara gesammelt und sich den Raum um sich herum genau angeschaut,
die nächsten Stunden würden schwer für sie werden, doch sie hatte keine andere Wahl.
Die Vampiress setzte sich um den Boden und konzentrierte ihre Energien um sich herum,
nur leicht konnte man den Schein am Boden wahrnehmen, der ein seltsames Muster zu formen schien.

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09-07-2014, 15:05 PM
Beitrag #526
RE: Am Abgrund der Zeit
(New Light Basis Südamerika, Unbekannte Ortszeit)
Terra: 09.11.32, 15.50 Uhr)

Die Bestätigung Akinas reichte Raphael fürs erste, um davon auszugehen, dass es sich bei der Seuche nicht um einen Akt von New Light handelte.
Nachdem die Halbelfe ihr Einverständnis gegeben hatte, schaute sich der Wächter die Krankheit an ihr etwas näher an. Das Muster, welches diese in die Aura eines Lebewesens drückte, war sehr schwammig und wechselhaft. Ganz so, als wollte es sich dem Wirt anpassen.

Allerdings konnte dies auch direkt dem Umstand geschuldet sein, dass die Patientin ein Halbblut und kein reiner Mensch war.
Eclipse hatte sich bisher zurückgehalten.
"Weißt du, wieviele Infizierte und Tote es bereits bei euch gibt?" -
"Selbst wenn ich es wüsste, wer wäre ich es dir zu erzählen?"
Ein leises seufzen konnte man vom Magier vernehmen, als er sich von der Seite des Krankenbettes erhob.

"In Ordnung. Gibt es eine Möglichkeit euch zu kontaktieren, wenn es Neuigkeiten über die Krankheit gibt?"
Überraschung waren sowohl Eclipse als auch Akina ins Gesicht geschrieben. "Du bietest uns deine Hilfe an?", klang es schwach von der Infizierten.
"Nicht ganz. Ich sehe es eher als ein geben und nehmen. Ihr habt mir bereits ein paar Informationen gegeben, also schulde ich euch etwas. Zudem, ganz gleich, was in der Vergangenheit passiert ist, eine derartige Seuche ändert die Situation grundlegend. Wohlmöglich gibt es hier auch einen ersten Schimmer von Frieden..."
"Du bleibst ein hoffnungsloser Idealist, Raphael. Aber gut - Eclipse, gib ihm einen eingeschränkten Kommunikator. Zielwahlen sind dabei nur wir zwei."
Der Mensch nickte, und war sogleich verschwunden.

Für einige Minuten waren er und Akina allein.
"Hast du jemals daran gedacht zur NGEO zu kommen, anstatt dich für New Light zu verdingen?"
Die Halbelfe schloss die Augen. "Du kennst mich besser, als die meisten. Du solltest die Antwort kennen..."
"Ich weiß nicht mehr, ob ich dich kenne oder nicht." Der Kopf der Angesprochenen wandte sich mit einer Miene von Traurigkeit zu ihm.
"Sicher habe ich oft darüber nachgedacht, auch nachdem ich New Light beitrat. Mit jeder Beförderung in unseren Reihen, hatte ich Zugang zu mehr Informationen. Ich habe stets gedacht, dass ich immernoch die Option habe die Seiten zu wechseln, indem ich diese Informationen als Ware gegenüber der NGEO anbiete."
"Ist das jetzt anders?", erkundigte sich der Magier ehrlich.
"Ja... Meine Verwicklungen in die jüngsten Ereignisse machen eine Amnestie unmöglich. Dennoch bin ich nach wie vor in einem Zwiespalt. Ich möchte dir und der Natur helfen, gleichzeitig so scheint es, ist dieser Gegenpol das einzige wirklich wichtige, was ich dazu tun kann."

Die Augen des Wächters schlossen sich. "Wenn es... eine Möglichkeit gäbe, ein Land, in dem du sein kannst, wie du wirklich bist, eines, in welchem du dich nicht zu verstellen brauchst, eines, wo keine Intrigen hinter den Kulissen gesponnen werden, eines, in welchem Magier wie wir geschätzt werden - würdest du dorthin gehen?"
Die Halbelfe lächelte. "Wenn es so ein Land gäbe, wäre ich wohl nicht hier."

Eclipse erschien wieder im Raum, in der Hand ein Gerät, dass einem Handy glich.
Er überreichte es dem Schwarzgewandten mit ein paar kurzen Instruktionen, wie es zu bedienen sei.
"Es verwendet Satellitenkommunikation. Du musst dich also nach Möglichkeit im Freien aufhalten. Das sollte aber für dich kein Problem sein."
Raphael bedankte und verabschiedete sich, ehe er Magie sammelte, um sich erneut mit einer Teleportation aus der Basis zu bringen.


----------
(Russische Militärbasis - 09.11.32, 18.00 Uhr, GMT +2
Terra: 09.11.32, 16.00 Uhr)

Seine Kräfte hatten den Schwarzgewandten direkt auf das Trainingsgelände in eine verlassene Halle des russischen Militärs gebracht. Während der Übungseinheit mit Maltas hatte er genug Zeit sich die Umgebung für die Teleportation einzuprägen.
Wie erwartet war es hier still und dunkel - Ideale Vorraussetzungen, um nachzudenken.
"What do you want to do now?", klang es metallisch von seinem künstlichen Arm.
"I will inform the russian military about my new insights. The next step is to investigate this plague even further. But theirfore I need informations from the source - from Terra."
"Why do you think the source is located on Terra?"
"Isn't it obvious? Haven't you seen TV at all?"
"What do you mean?"
"The cause of death by humans is an explosion. Such a thing would be in all medias. But we haven't heard anything in there, we only know about it through Marcel and the russian officials."
"I see... so you think the first 'in the wild' deaths were on Terra?"
"Yes."

Plötzlich spürte Raphael eine Erschütterung auf dem Trainingsgelände. Zu laut und dumpf für ein Trainingsmörserfeuer.
Eine größere, bekannte Aura, die er hier nicht erwartet hatte, flackerte breit.
Der Magier verlies das Gebäude, und begrüßte das vertraute Gesicht auf dem offenem Gelände.


"But I'am still here!
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09-07-2014, 17:43 PM
Beitrag #527
RE: Am Abgrund der Zeit
(Russische Militärbasis - 09.11.32, 18.00 Uhr, GMT +2
Terra: 09.11.32, 16.00 Uhr)

Garidion hatte sich am Anfang schwer getan überhaupt etwas von Raphael spüren zu können,
seine erste Intention hatte ihn nach Russland geführt, wo seine Anwesenheit aber schon eine Weile her zu sein schien.
Die raue und leblose Umgebung dieses kalten Landes hatten ihn dazu gebracht auch auf anderen Kontinenten zu suchen.
Gerade als er irgendwo in Afrika einen Hauch seiner Person wahrgenommen hatte und auch dorthin unterwegs war verlor er erneut den Ansatz.
Etwas entnervt hatte er zweimal schon den gesamten Erdball umflogen um am Ende wieder in den Kälten Russlands zu landen.

Der Tag war schon weit vorangeschritten und er hatte sich Sorgen gemacht wie es wohl Alexinara auf Terra mit ihren Vorbereitungen gehen würde,
doch bisher hatte sie seine Hilfe nicht angefordert, also würde sie wohl auch gerade ohne ihn zurecht kommen.
Auf einem kahlen Felsen liegend und einen Polarwolf die letzten Reste seines Fleisches entlockend,
konzentrierte er sich erneut und fand wieder eine Spur von Raphael, diese Mal sogar ganz in seiner Nähe wahr.
Der alte Drache nahm sich jedoch die Zeit seine Kräftigungsspeise zu verkehren,
ehe er mit kräftigen Flügelschlägen dorthin flog, wo er den Wächter vermutete.
Ihm war klar, dass er unter Umständen auffallen würde, wenn er nun so offensichtlich in fremden Gebiet landen würde,
gerade war ihm das aber ziemlich egal.
Ohnehin konnte ihn kaum eine menschliche Militärkraft gefährlich werden.
Imposant landete der Drache auf dem leeren Feld vor sich, direkt vor einer alten Halle,
gerade als er seine Schwingen zurechtrückte kam ihm auch schon die gesuchte Person entgegen.

//Terra hat ein Problem, Alexinara versucht es zu lösen.
Dafür braucht sie aber auch deine Unterstützung//,


sandte er ihm in Gedanken zu, ohne dabei irgendwelche Begrüßungsfloskeln zu nutzen.
Die Zeit drängte und auch sie mussten sich beeilen.

(Terra: 09.11.32, 02.00 - 06:00 Uhr)

Das Gebilde brauchte einige Zeit bis es sich geformt hatte,
die vielen feinen, fast nicht auseinanderzuhaltenden Linien bildeten am Ende ein komplexes Muster,
was nur ein Kenner auseinander halten konnte.
Das die gewirkte Magie sich auf einem gänzlich anderem Level befand als alles,
was bisher in Kategorien gezwängt wurde, stand außerfrage.
Da alle die Order hatten diesen Platz nicht zu betreten kamen zunächst keine Spekulationen auf über das, was sie nun vorzuhaben gedachte.
Die stetigen Massen an Energie die sie unentwegt in diesen Zauber hineinwob würden zwangsweise die magiebegabten Wesen auf Terra irrtieren,
da es soviel gesammelte Macht auf einem Fleck war,
dass kaum ein Wesen was der Magie mächtig war in Worte fassen konnte.

Sie kannte diesen Zauber nur zu gut,
seine Wirkung hatte sie bisher nur theoretisch erfasst,
denn selbst gewirkt hatte sie ihn bisher nicht.
Dennoch verlief alles ohne weitere Vorkommnisse,
der Zauber nahm aber viel Zeit in Anspruch und erst als der Morgen zu dämmern begann hatte sie ihn vollendet und konnte ihn endlich aktivieren.
Ihr Blick war in die Ferne gerichtet, ihre Stimme war fest und voller Entschlossenheit,
die kommenden Momente würde das Schicksal der Erde ändern,
ob zum Guten oder Bösen blieb abzuwarten.

"Begrenzer des Seins, Druck der Wirklichkeit,
ich rufe dich an, Tor der Zeit öffne dich!
Erschaffen nicht erdacht, Gegeben nicht vollbracht,
ich rufe dich an, Tor der Ebene öffne dich!
Keine Bindung du brauchst, überall und nirgendwo auftauchst,
ich rufe dich an, Tor der Dimension öffne dich!",

ein gleißendes Licht fiehl vom Himmel herab auf das Konstrukt in dessen Mitte die Vampiress stand und die Reaktion des Zaubers abwartete.
Das Licht blendete sie beinahe und schien eine Ewigkeit um sie herum zu scheinen,
dann aus dem Nichts erkannte sie die Umrisse von drei übereinanderliegenden Toren,
sie hatten auf ihren Ruf gehört und sich geöffnet.
Nur noch ein Schritt trennte sie sie davor in jende Dimension,
jene Ebene und Zeit zu greifen und die einzige Person zu holen,
die in der Lage war mit ihr zusammen diese schreckliche Krankheit zu bekämpfen.
Vorsichtig ließ sie ihren rechten Arm durch die Sturktur der Tore gleiten,
sie Griff in die Leere, aber ihren Arm sah sie nicht irgendwo auftauchen.
Erneut erhob sie ihre Stimme um den Zauber vollenden zu können.

"Ich, Königin Alexinara Phoenix von Drakian rufe dich,
König Terenos Phoenix von Drakian,
auf das du mir zu Hilfe eilen kannst in diesen Stunden der Not,
in einer Welt über die du nicht mehr zu wachen hast,
die aber dein Einschreiten bitte nötig hat",


die Worte verhaltten, es passierte nichts.
Sie wartete, ihre Ruf blieb unbeantwortet.
In ihr keimte der Verdacht auf doch etwas an diesem hochkomplexen Zauber falsch gemacht zu haben,
als ein kraftvoller Händedruck sie beinahe aus dem Gleichgewicht brachte.
Sie erkannte sofort die Wärme, die von dieser Hand ausging und zog mit einem Ruck gleich die ganze Gestalt zu sich.
Aus dem dreifachem Tor manifestierte sich ein Mann, einen halben Kopf größer als die Vampiress,
mit blutroten, langen Haaren und grünen Augen, sein schelmisches Lachen empfing sie warm.
Am Körper trug er leichte Kleidung die sie noch aus dem Palast kannte,
nicht viel mehr als einige Lagen Stoff die einen nicht verbrannten,
wenn man damit in der Sonne einen Spaziergang anstrebte.
Um sich herum löste sich ein Tor nach dem anderen auf, das Licht wurde schwächer,
bis am Ende nur noch um die beiden herum ein leichter Schimmer existierte, der auch bald verschwand.
Die beiden sahen sich einen Moment lang schweigend an,
so als wüssten sie nicht wie man in solch einer Situation reagieren müsste.

"Du hast mich zu dir gerufen, es ist schön dich endlich wieder sehen zu können.....",


sagte er in einem sanften Ton und nahm die Untote in die Arme,
mit einem Mal merkte sie wie schwer doch diese Trennung auf ihr gelastet hatte.
Auch wenn ihr die Wichtigkeit ihrer Trennung niemals falsch vorgekommen war,
jetzt wo sie keine andere Leben und Dimensionen trennten fühlte sie sich ungemein befreit.
Doch der Moment konnte so nicht weiter bestehen, sie hatte noch viel zu tun,
schließlich starben die Menschen weiterhin ohne ihr zutun.

"Ich habe dich gerufen da ich deine Hilfe brauche.
Genau genommen brauche ich die Hilfe aller deiner Wächter und deine Kraft,
sonst schaffe ich es nicht diesen Feind zu besiegen..",


flüsterte sie ihm zu ohne sich gänzlich von seiner Umarmung zu lösen.
Er nickte nur und drückte sie nochmals fest an sich bevor er sie genauer betrachtete.
Es brauchte keine weiteren Worte, wie von selbst kamen die Informationen plötzlich ins Gedächtniss der Vampiress,
und ebenso schnell hatte sie die Hubschrauberpiloten telepathisch angewiesen entsprechende Personen schnellstmöglich nach Terra bringen zu lassen.
Terenos fragte sie noch nicht einmal was sie genau vor hatte,
sondern gab ihr ohne weitere Erklärung alle Zustimmung die sie brauchte um ihr Vorhaben weiter umsetzen zu können.
Sie ging fest davon aus,
dass inzwischen die ganze Insel und wohl auch Randgebiete um Terra herum von der energetischen Erruption getroffen worden waren,
ihre Hoffnung beruhte nun darauf, dass von Terra keine weiteren Informationen nach Außen gelangten, sie brauchte Ruhe.

(Terra: 09.11.32, 15:00 - 17:00Uhr)

Es hatte für die Vampiress viel zu lange gedauert bis alle Personen endlich auf Terra eintragen und in der Lage waren ihrem Vorhaben zuzuhören.
In der Zwischenzeit hatte die Vampiress sich auf der Krankenstation um den Krankenstand der Patienten bemüht.
Inzwischen gab es 12 Tote, die 6 von den 41 Isoliercontainern auf Terra zerstört hatten.
Zu den restlichen 9 Erkrankten hatten sich 10 frisch infizierte gesellt,
die die Kapazität der Isolationstationen fast an ihr Ende brachten.
Sie hatten zum Glück noch einige leere Plätze,
die sie aber bei der Progression der Krankheit bald füllen würden.

Nach ihrem deprimierenden Rundgang, in dem sie Jhonas noch kurz einige Instruktionen zur Beföderung der Patienten mitgegeben hatte,
fand sie sich mit Terenos und den Anwesenden in einem Konferenzraum wieder.
Auch wenn man ihr gerade viel Freiheit gab was ihr Vorhaben anging, so würde sie sich am Ende rechtfertigen müssen.
Wenn der Plan scheiterte erwartete sie auch nicht unbedingt die beste Behandlung von den Menschen und der Organisation,
der sie gerade den Hintern retten wollte.

"Es freut mich, dass ihr hier alle erscheinen konntet.
Terra und wohlmöglich die ganze Menschheit schwebt in schrecklicher Gefahr.
Ein Virus hat sich in den Körpern der betroffenen manifestiert und bringt diese binnen 1 1/2 Tagen um,
bisher konnten wir nichts effektive dagegen machen.
Ich habe eine Plan und brauche dafür Eure Kraft,
denn nur so kann ich diesen Virus aus den Körpern der Geschädigten entfernen und Zeitgleich vernichten....",


sie erzählte so schnell sie konnte den den Ursprüngen der Krankheit, von ihrer Progression und ihren Entdeckungen.
Dazu die Eigenart, dass nur Menschen betroffen waren und Halbwesen bisher verschont geblieben waren.
Sie musste weiter ausholen als es um ihren Plan ging und sie die Einzelheiten erörterte und auch auf die Risiken zu sprechen kam.
Es herrschte Stille in diesem Raum und Dank Terenos Angebot alles Gesagte via Telepathie direkt in die Köpfe der Anwesenden zu Übersetzen,
musste sie sich auch nicht schwer damit tun bestimmte Sachverhalte umständlich zu erklären,
weil es keine Entsprechung in der Heimatsprache gab.
Die drei Personen vor ihr nickten zwischendurch verstehend.
Es waren zwei Männer und eine Frau. Die Frau stammte wohl aus dem Asiatischen Raum, sie war zierlich und sehr hübsch,
schien auch eine höhere Positionen in einem Betrieb Inne zu haben, da sie im Anzug vor ihr saß.
Die beiden Männer waren Gegensätz wie Tag und Nacht, während man den einen in einem Pub in Irland erwartete,
wo er gerade sein Feierabendbier genoss,
so schien der andere eher aus dem brassilianischen Raum zu stammen,
wo einen die Sonne braun brannte bis kein heller Flecken an Haut mehr übrig war.

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09-07-2014, 18:10 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-07-2014 18:12 PM von Raphael.)
Beitrag #528
RE: Am Abgrund der Zeit
"Hm, ich weiß bereits von der Seuche auf Terra, und wollte dort meine Nachforschungen fortsetzen. Das trifft sich also gut, dass du hier bist. Allerdings kann ich unmöglich in dieser Gestalt auf Terra zurückkehren. Ganz gleich, wie die Situation vor Ort aussieht - Der Sicherheitsdienst wird nach wie vor Order haben mich in Gewahrsam zu nehmen. Ich hoffe doch sehr, dass ihr daran gedacht und einen Plan habt, dem zu begegnen?"

Ohne eine Antwort abzuwarten schickte der Wächter sich an auf dem Drachen platz zu finden. Die Details konnten sie schließlich auch unterwegs besprechen.

"Was genau erwartet Lex von mir?"


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09-07-2014, 18:46 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-07-2014 18:50 PM von Alexinara.)
Beitrag #529
RE: Am Abgrund der Zeit
Garidion hob auch sogleich ab, wie Raphael einen geeigneten Platz auf seinem Rücken gefunden hatte.
In der Luft gab der Drache ihm einen Moment Zeit sich an das seltsame Gefühl der starken Luftströme zu gewöhnen.

//Ich gehe davon aus, dass sie dich als Backup braucht, da ihre aktuellen Handlungen ein anderes Problem heraufbeschwören werden.
Ihr Problem ist, dass sie Informationen über etwaige weitere Ansteckungen außerhalb von Terra benötigt,
da ihr Plan vorsieht, dass alle Erkrankten auf Terra und in ihrer Nähe sein müssen, damit sie sich des Problems entledigen kann//,


er machte eine vielbedeutende Pause als er sich rasant in die Kurve legte um einem Flieger auszuweichen, der wohl gerade auf patrouille war.

//Sie hat sich Unterstützung geholt von ihrem Mann, den musste sie dafür eigens aus seiner Dimension hierher beordern.
Das ist aber nicht das primäre Problem, eigentlich ist die Erde mit ihrem Schicksal sich selbst überlassen worden seitdem die Magie erwacht ist.
Mit diesem drastischen Einschnitt und vor allem seinem Erscheinen rufen wir wohlmöglich noch eine weitere Schachfigur ins Leben, Archon, den Richter//,


sie hatten schon einen beträchtlichen Teil der Strecke hinter sich gebracht.
Mit seiner Ladung auf dem Rücken wollte sich Garidion aber nicht zu schnell durch die Wolken stürzen,
schließlich hatte er eher Alexinara auf dem Rücken gehabt und sie kannte seine Flugmanöver nur zu genüge.

//Und um deine Verkleidung mach dir keine Sorgen.
Terra ist im Außnahmezustand und du wirst nicht auffallen, dafür habe ich gesorgt.
Auch wenn blonde Haare und ein überernährter Zustand nicht gerade deinem Charakter schmeicheln....//,


auch wenn man es nicht von ihm gewohnt war, auch Garidion konnte Magie wirken.
Zwar war sie eher instinktiv gesteuert und auch nur selten vonnöten, an dieser Stelle aber dringend notwendig.
Er lachte rau, was im Luftstrom eher unterging.

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15-07-2014, 16:04 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15-07-2014 16:07 PM von Raphael.)
Beitrag #530
RE: Am Abgrund der Zeit
//Blonde Haare? Überernährter Zustand?//
Seufzend nahm er zur Kenntnis, wie weit eine etwaige Illusion gehen würde. PSI-Talente konnten jedoch auf diese Weise nicht getäuscht werden.
Zum einen wussten die meisten um den Umstand der Blockade beim Magier, zum anderen konnten sie ggf. auch einfach die Gedanken von Garidion abschöpfen.

"Ich hoffe, ich muss nicht zu allzu lange bleiben..."
Einen kurzen Moment lang überlegte Raphael, inwiefern es möglich wäre auch die New Light Infizierten zu kurieren.
Aktuell war es schlicht unmöglich. Zum einen war ihm keine Teleportationsmöglichkeit gegeben, zum anderen würden etwaige angehörige von New Light direkt inhaftiert werden.
Die meisten Anhänger der Organisation, die er bisher kennen lernen durfte sind eher bereit zu sterben, als sich der NGEO auszuliefern.

"Also ist Terenos auch hier? Und sein erscheinen kann also diesen Richter herlocken?"
Wenn die Theorie des Magiers stimmte, war Archon soetwas wie der Wächter der Welt von Terenos. Eine ähnliche Stellung also wie seine. Da Raphael hier jedoch heimisch ist, so würde sein Urteil bei einem Wesen wie ihm möglicherweise mehr Gewicht haben, als das von Alexinara und Terenos zusammen.
Aber allein ein Dimensionstor zu öffnen, eine Magie, die der aktuellen Technik um Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte vorraus ist, führt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zu einer Cat E Kategoriesierung.
//Was denkt sich Lex bloß dabei?//

Den restlichen Flug über schwieg der Magier, bis sie schließlich auf dem Landeplatz ankamen.


(Terra: 09.11.32, 17.00 Uhr)

Der Aufruhr durch die Seuche war überall auf der Insel deutlich zu erkennen. Seuchenschutzzelte, ABC-Anzüge, Taschenkontrollen - Das waren die stärksten Eindrücke.
Nachdem Raphael sich von Garidion gelöst, und sich kurz umgesehen hatte, folgte er seiner Führung in Richtung ihrer gemeinsamen Bekannten.


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03-09-2014, 12:10 PM
Beitrag #531
Am Abgrund der Zeit
(Terra: 09.11.32, 18:00 Uhr)

Es hatte eine lange Diskussion hervorgerufen,
in der Alexinara noch auf einige Dinge hatte eingehen müssen.
Allen voran hatten die Elementwächter ihr auch klargemacht,
dass ihre Loyalität nicht ihr sondern Terenos galt,
und sie ebenfalls ihr Leben riskierte, wenn sie scheitern sollte.
Was sie von diesen Menschen, und tatsächlich hatten sie bis auf ihre Elementaffinität und magischem Potenzial nichts mehr als Menschsein in sich,
forderte war nicht weniger als ihr Leben und alles was sie bisher behütet hatten,
die Kraft ihres Elementes.
Wäre die Situation auch nicht so ernst, und sie nicht im Zugzwang handeln zu müssen,
so würde sie sich definitiv einen anderen Plan ausdenken, aber diese Zeit hatte sie nicht.

"Du brauchst dir keine Sorgen machen,
sie müssen nun einmal ihre eigene Aufgabe sehr ernst nehmen.
Ihr Misstrauen gilt der Situation, nicht deiner Person",


sprach Terenos sie in einem ruhigen Moment an als die Elementwächter aus dem Raum gegangen waren,
damit sie in wenigen Stunden Aufstellung nehmen konnten für den Einsatz.
Wie immer hatte Terenos sie nur ansehen müssen um ihren Gemütszustand zu merken,
dafür kannte er sie viel zu gut und konnte in ihrem Gesicht wie in einem Buch lesen.

"Du wirst schon Recht haben,
es ist nur zusätzlich beschwerlich im Hinterkopf die sterbenden Kranken zu haben.
Dieser verdammte Virus hat schon zu viele Opfer gefordert,
ich möchte keine weiteren haben, nein das werde ich nicht zulassen...",


ihr Stimme klang müde, sie hatte jetzt schon viel Kraft genutzt für den Zauber der Dimensionstore,
noch weitere Anstrengungen lagen vor ihr.
Der kommende Zauber würde ihre kompletten Fähigkeiten der Blutmagie fordern,
danach würde sie sich den Behörden und ihren Fragen stellen müssen,
unter Umständen würde die Regierung auch ihren Kopf fordern.
Die Macht die sie gerade hier zur Schau stellte übertraf das Potenzial dessen,
was in Kategorien gesteckt werden konnte.
Und eine Lösung für das Auftauchen von Archon hatte sie bisher auch nicht parat,
sie hoffte, dass Raphael an dieser Stelle eine Lösung finden würde,
schließlich hatte Archon pro Forma nichts mehr mit der Erde zu tun.
Sein Einmischen würde sich nur auf das Handeln von ihrer Seite beziehen,
da er niemals ein deart massives Eingreifen in das Schicksal geduldet hatte.

Sie ging mit Terenos auf die freie Fläche,
wo bis vor einigen Momenten der Zauber getobt hatte.
Dort hatte sie auch Garidion wahrgenommen,
der nun schon eine geraume Weile wieder eingetroffen war.
Es wunderte sie vollends, dass bisher noch keine Nachricht von Norten eingetroffen war,
aber Sorgen konnte sie sich darüber auch später machen.
An der Seite des Drachen fand sie nicht Raphael,
den sie gerade an dieser Stelle wirklich dringlich brauchte,
sie ging aber davon aus, dass er in der Nähe war und sich eine Übersicht verschaffte.
So wie sie Garidion kannte hatte er auch irgendwie dafür gesorgt ihn vor den Augen der anderen zu verheimlichen,
sodass er unbedarft durch die Gegend gehen konnte,
hier im Isolationsraum war ohnehin hektisches Durcheinander,
da fiel er nicht sonderlich auf.

// Raphael, wo bist du?
Wir müssen uns besprechen,
es ist einiges geschehen in deiner Abwesenheit...//,


entsandte sie in die Richtung, aus der sie seine Anwesenheit wahrnehmen konnte.
ob Illusionszauber oder nicht, bei ihrem Machtpotenzial flog dieser schnell auf.
Sie wartete auf ihn, während Garidion sich in die humanoide Gestalt wandelte.
Ihrer Befürchtung zum Trotz hatte er tatsächlich Kleidung dabei gehabt,
wenngleich das Säckchen mit einem lauten plumps zu Boden fiel.
Wo auch immer es gehanden hatte, es sah etwas mitgenommen aus,
aber ein nackter Mensch auf dem Platz hätte beiweiten seltsamer ausgesehen.

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24-10-2014, 10:22 AM
Beitrag #532
RE: Am Abgrund der Zeit
//Ich bin hier... der etwas beleibtere Blondschopf//
Raphael hatte einen Vorteil gegenüber seiner Vertrauten, musste sie sich doch nicht optisch verstellen.
Nach kurzer Zeit stand er vor ihr, sichtbar waren physische und geistige Erschöpfung in ihr Gesicht gezeichnet.

"Wie ich sehe hast du hier einiges aus dem Hut gezaubert" Bei den Worten deutete er auf die deutlich sichtbaren Aufbauten von Seuchenbekämpfungsmaßnahmen.
//Ich möchte hier nicht länger, als nötig bleiben. Also sag an - wie kann ich helfen?//

Der Wächter hatte die Hoffnung, dass die meisten, die dazu in der Lage waren durch Illusionen zu blicken zu müde oder zu beschäftigt waren ihn zu erkennen.


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25-12-2014, 12:54 PM
Beitrag #533
RE: Am Abgrund der Zeit
Die Vampiress drehte sich zu Raphael um,
einen Moment lang runzelte sie die Stirn und hob eine Augenbraue,
was auch immer an Magie für seine Illusion angewand worden war,
auch sie hatte einen Moment gebraucht ihn zu durchschauen.
Ein angedeutete Grinsen konnte sie sich nicht verkneifen ehe sie zum Ernst der Lage überging.

"Wenn ich dir kurz vorstellen darf:
Terenos Phoenix, Herrscher Drakians und meine Gatte,
jedoch aus einer anderen Dimensionsebene...",


sie zeigte auf den Rothaarigen der sich mit einem kurzen Nicken ihrer Aussage anschloss,
irgendwelche Begrüßungsfloskeln legte er nicht an den Tag und sonderlich redseelig war er auch nicht.

"Das was du hier siehst ist nun ja der erste Schritt diesen Kampf gegen einen beinahe unsichbaren Feind zu führen.....
Lass es mich dir alles erklären...",


sie nahm den Magier am Arm und führte ihn herum und während sie anscheinend nur "Belangloses" über die Situation zu erzählen schien,
gingen sie im Geiste den Kern der Sache an.

//Die Situation ist schlimmer als ich erwartet hatte, das vermeintliche Virus ist eine Art Lebensform,
die sich an der natürlichen Energie jedes menschlichen Lebewesens bedient.
Sie saugt diese aus und reproduziert sich, damit sie auf andere Lebensformen übergehen kann,
kurz vor Untergang ihres Seins jagt sie dann in einer Energieexplosion den Wirtskörper des Betroffenen mit in die Luft.
Auf etwaige Medikamente und magische Außenwirkungen springt das Virus nicht an,
da es anscheinend komplexere Verteidigungsmaßnahmen annehmen kann.
Deshalb können wir das Wesen auch nicht einzelnd töten,
da es sich viel zu schnell ausbreiten kann,
allen voran müssten wir das Ding in einem Streich töten und das gleichzeitig,
damit es nicht einmal den Hauch einer Chance hat sich zu verteidigen oder in eine Ruheform überzugehen,
die irgendwann wieder Probleme macht//,


eine gedankliche Pause folgte während sie eine weitere Isolationseinheit an sich vorbeiziehen ließen und Alexinara die Besonderheiten der Container vortrug.

//Was ich in die Wege geleitet habe ist ein Ausweg aus dieser Miesere,
dafür müssen alle Betroffenen sich an einem bestimmten Punkt sammeln und ich werde das Virus mit reiner magischen Kraft ausmerzen,
dafür werde ich direkt in das Blutlkreislaufsystem eines jeden Kranken eindringen müssen,
damit ich die Wesenheit mit Gewalt hinausreißen und dann vernichten kann.
Dafür habe ich mir Terenos und seine Elementwächter hinzugeholt,
sie sollen als eine Art Energiebackup meine Kräfte mit kanalisieren und für ein ausgewogenes Gleichgewicht in den Energieströmen sorgen.
Und für dich verbleibt eine ganz andere Rolle.....//,


eine bedeutungsvolle Pause trat ein in der Alexinara den Blick ihres alten Freundes einzufangen versuchte,
was jetzt folgte war wohl der wichtigste Part in ihrem Plan.

//Es gibt eine Art von Wesen, dass über den Eingriff ins Schicksal dieser Welt wachte...vor Äoenen von Jahren.
Dieses Wesen, genannt Archon, könnte nun auftauchen und den Tribut für mein Handeln fordern.
Auch wenn er nicht mehr über diese Welt wacht,
so könnte es ihm ein Dorn im Auge sein,
dass jemand einen derart drastischen Eingriff ins Leben der Menschen durchführt.
Ich kenne den Archon nicht, brauche dich aber als Instanz um vor ihn zu treten....
Für den Fall, dass er Unsinn vor hat...//,


sie waren stehen geblieben und in einer unbelebten Ecke gelandet,
hier schien die Welt ihren Atem angehalten zu haben. Jetzt hing alles von Raphaels Antwort ab.

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26-12-2014, 15:44 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28-12-2014 22:58 PM von Raphael.)
Beitrag #534
RE: Am Abgrund der Zeit
Raphael lauschte aufmerksam den Gedanken seiner Gefährtin. Dabei bestätigte sich manche Vermutung, die er selbst bereits über den Richter hatte. Dass die "Krankheit", die so manch einen heimsuchte eine neue Lebensform war, überraschte ihn keineswegs. Es war nur natürlich, dass neben den komplex gebauten Wesen, wie Säugetieren, auch die einfacheren Bakterien und Viren von Magie geformt und beeinflusst werden konnten. Es war eine Art Bakteriell-magische Evolution. Und scheinbar war sie den meisten der aktuell lebenden Menschen überlegen.

Dies erinnerte ihn auch an Pandemievorfälle der vergangenen Jahrhunderte, wo durchaus bei einer neuen Krankheit bis zu 1% der Weltbevölkerung starben. Dieser Vorfall war also ähnlich zu betrachten. Unbehandelt würden höchstwahrscheinlich viele sterben, aber mitnichten wäre sie "artbedrohend".

//Ich verstehe... Und ich muss sagen, dass ich die Beweggründe des Archon durchaus nachvollziehen kann. Schließlich ist das Auftreten eines solchen Organismuses bisweilen nichts anderes als die Gleichgewichtsreaktion auf Überbevölkerung oder andere "Übergewichte". Zumindest wenn wir davon ausgehen, dass es nicht künstlich erschaffen wurde. Wenn letzterers der Fall sein sollte, dürfte der Archon garnicht erst erscheinen, weil wir lediglich künstlich auslöschen, was künstlich geschaffen wurde.//

Raphael machte eine kurze Pause, schloss die Augen, ehe er weitererzählte. //Es gibt aber ein Problem: Du kannst nicht alle hier versammeln. Laut meinen Informationen sind auch einige New Light Anhänger infiziert. Sie werden sich nicht einfach "ergeben", um sich behandeln zu lassen. Bei vielen sitzt die Ideologie oder der Hass viel zu tief, als das sie uns trauen würden. Zeit ist hier die alles entscheidene Komponente. Was hast du gedacht diesbezüglich zu tun?//
Der Magier erinnerte sich im selben Moment an den Kommunikator, den er von Eclipse und Akina erhalten hatte. Es war durchaus möglich, dass er ihn eher als erwartet einsetzen müsste. Allerdings hatte der Schwarzgewandte Zweifel, dass sie sich der NGEO zur Behandlung ausliefern würden. Umgekehrt würde es auch schwer sein, die eigenen Leute zu überzeugen, dass eine Behandlung des Feindes notwendig war.

Ein ganz anderer Aspekt, der ihm in den Sinn kam, betraf die Wirkung selbst. Gleichzeitig einen Krankheitsbefall an allen Orten mittels Blutkreislaufmanipulation zu heilen, war zwar durchaus eine Idee, jedoch gab es zu viele Risikofaktoren. Was, wenn jemand von der Krankheit befallen ist, es aber noch nicht ausgebrochen ist? Was, wenn der ursprüngliche Träger ganz woanders herumläuft, und weder zur NGEO noch zu New Light gehört?
Es schien durchaus möglich, dass man zumindest Terra mit dieser Maßnahme "reinigen" könnte, auch wenn dies schon schwierig wäre. Aber wenn man tatsächlich wirklich alle Instanzen einer solchen Ausbreitung nahezu gleichzeitig und weltweit bekämpfen wollen würde, käme ihm lediglich "Kettenmagie" in den Sinn. Aber auch die hatte ihre Nachteile.

Raphael war neugierig, was die Vampirin diesbezüglich vorhatte.


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05-01-2015, 23:05 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-01-2015 11:48 AM von Alexinara.)
Beitrag #535
RE: Am Abgrund der Zeit
Alexinara seufzte tief und schaute Raphael einen Moment schweigend an,
das Problem hatte gerade Ausmaße angenommen, die ihr nicht zusagten.
Ihr Blick ging in die Ferne und sie schien sich zu sammeln,
ehe sie weitersprechen konnte, in Gedanken.

//Nun damit überrumpelst du mich etwas.
Ich muss zugeben ich hatte diese Wendung nicht erwartet.
Das macht die Sache schwerer, vor allem was den Aufwand angeht.....//,


sie machte erneut eine Pause und Terenos trat an ihre Seite,
sein Gesicht war von Sorge gezeichnet, er schien zu merken, dass etwas nicht so ganz stimmte.
Sachte berührte seine Hand Alexinaras Arm und sie sah zu ihm auf,
in ihren Augen spiegelte sich unendliche Dunkelheit und der rote Schimmer ihres untoten Daseins.

//Ich muss umdenken, das kann ich.
Wenn du um die Erkrankten von New Light weißt, dass musst du sie kontaktieren,
ich bezweifle, dass wir einen Waffenstillstand aushandeln können in der Kürze der Zeit.
Auch wenn es mir gerade nicht zusagt den vermeintlichen Feind ebenfalls Gutes zu tun,
ich muss alle befreien, oder die Plage gewinnt. Und ich verliere äußerst ungerne...//,


geradewegs sah sie den Wächter an, ihr Blick drückte Entschlossenheit aus.
Danach drehte sie sich zu Terenos, seine Unruhe war ihm anzumerken.

"Du musst das Siegel brechen, ich brauche alle meine Kraft...unser Problem hat sich erweitert...",

ihre Stimme war klar, auch wenn es fast nur ein Flüstern war,
der Rothaarige stockte einen Moment und sah sie an,
dann verstand er, dass sie sich nicht reinreden lassen würde und nickte.

"Du kennst den Preis, vergiss das nicht......",

auch wenn man die Trauer in seiner Stimme hören konnte,
er war gefasst über ihre Entscheidung,
wenn sie das Problem in den Griff bekommen wollten blieb ihm aber auch nicht viel übrig.

//Ich wollte das Ritual zu Mitternacht ansetzen,
mit Terenos zusammen werde ich das Siegel brechen,
was mir mein ganzes Machtpotential ermöglichen wird.
Damit kann ich meine Blutmagie an jedem Individuum zeitgleich,
überall auf der Oberfläche der Erde anwenden.
Für dich bedeutet das alle erkrankten New Light Leute müssen an der Oberfläche sein,
an sich wäre es günstig jeden Menschen zu dieser Zeit auf der Erde zu wissen und nicht im Untergrund,
darum musst du dich kümmern, da ich vollends mit dem Ritual beschäftigt sein werde.
Ich werde auf Terra eine telepathische Verlautbarung machen zu gegebener Zeit,
damit wir hier alle an Land haben.
Das ganze hat nur eine Haken.....//,


erneut eine Pause, so als würden die nächsten Worte Alexinara besonders schwer fallen.

//Ich könnte unter Umständen nicht mehr aufwachen,
nachdem ich Gebrauch von allen meinen Fähigkeiten gemacht habe...
Das ist das Risiko dabei, ich werde mein Leben in die Waagschale werfen,
wenn ich alles richtig mache und das Schicksal mit mir ist,
dann kehre ich hierhin zurück.....sonst verbleibe ich im ewigen Schlaf....//,


sie schwieg, mehr konnte sie dazu nicht sagen.
Zwar hatte sie bisher nie ihr volles Kraftpotenzial eröffnet,
aber ihr Instinkt verriet ihr, dass es einen Preis fordern würde.
Nur gerade war sie bereit diesen für die Erde und die Menschen zu bezahlen,
sie sah keinen anderen Ausweg.

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06-01-2015, 11:52 AM
Beitrag #536
RE: Am Abgrund der Zeit
Die neuen Erklärungen vernahm der Magier schweigend. Eine globale Wirkung auf die Erdoberfläche ist eine äußerst kraftaufwendige Angelegenheit. Dass dies für den Wirker selbst eine starke Belastung darstellt war vollkommen klar. Sollte es dabei dazu kommen, dass Lex tatsächlich in eine Art Koma fällt, wäre eine Behandlung mit den Möglichkeiten der NGEO und seinen eigenen jedoch durchaus vorstellbar.

//Wie du meinst... Ich werde mich darum kümmern, dass sämtliche New Light Patienten an der Erdoberfläche sind. Dazu benötige ich aber mindestens zwei Stunden. Solltest du länger brauchen für deine Vorbereitung ist das auch in Ordnung, ich benötige die dann von dir geschätzte Zeit aber für die Kommunikation und Organisation. Schließlich werden in der Zeit auch weitere Tode zu beklagen sein.//
Raphael begann sich von der Vampirin und ihrem Gefährten zu entfernen. //Ich werde mich auf die kleine Insel zurückziehen, wo du einstmals mit deiner "Waffenlieferung" ankamst//, erklärte er, ehe seine Schritte ihn in eine ruhigere Ecke hinter einem Isolationscontainer führten. Von dort aus lies eine rasch gewirkte Teleportation ihn von der Insel verschwinden.

Etwas außerhalb von Terra erschien der Körper des Schwarzgewandten knapp über dem Boden. Es war ein kleiner Fels, welcher sein erster Zwischenschritt zu seinem geplanten Ziel war. Eine direkte Teleportation zu der Insel war ihm nicht möglich, dazu hatte er sich die Umgebung derselben nicht genug eingeprägt.
Um neugierigen Augen zu entgehen, webte Raphael einen dünnen Schild um sich selbst, welcher auch einen Teil der Luft um ihn herum mit einschloss. Eine anschließend gewirkte Levitation presste seine "Blase" dann unter Wasser, wo er vor vielen Blicken sicher schien.

Nach wenigen Minuten tauchte der Magier wieder auf, wobei die gewirkte Illusion, die ihn auf Terra tarnte verschwand.
Sein Ziel war zwar schon in Sicht aber noch nicht erreicht. Derweil kramte er den Kommunikator aus seinem Mantel, und versuchte Akina zu erreichen.

"Dass du so schnell meine Stimme vermissen würdest, hätte ich nicht erwartet", begrüßte eine geschwächte weibliche Stimme ihn.
"Die Umstände machen dies leider unvermeidlich. Ich habe wichtige Neuigkeiten, was die Seuche angeht. Es gibt eine potentielle Heilung, welche auf magischem Weg global erfolgen wird. Diese Wirkung wird leider nur die gesamte Erdoberfläche betreffen, tiefergelegene Keller oder Katakomben werden damit nicht erreicht. Kannst du oder Eclipse dafür sorgen, dass sämtliche Infizierten an die Erdoberfläche gebracht werden?"

"Bist du des Wahnsinns?", schrie die Halbelfe aufgebracht, wobei ein folgender Husten direkt Tribut forderte.
"Eine globale heilende Wirkung diesen Ausmaßes bei einem komplexen Befall wie diesem ist selbstmörderisch. Wie zum Teufel willst du soviel Magie kanalisieren?"
"Habe ich jemals gesagt, dass diese Wirkung durch mich erfolgt? Habe ich jemals gesagt, dass die Wirkung -allein- erfolgt?"
Ein Schweigen gefolgt von einem seufzen drang an sein Ohr. "In Ordnung, offensichtlich hast du einen Plan. Ich werde versuchen eine entsprechende Order herauszugeben. Ich kann nur hoffen, dass sich mein Vorgesetzter nicht einmischt..."
"Akina, noch etwas... Du hast knappe zwei Stunden Zeit. Alle Personen, die danach nicht an der Oberfläche sind, müssen vollständig isoliert sein. Ansonsten geht alles wieder von vorne los."
"Verstanden."

Ein kurzes knarren und klicken beendete das Gespräch. Fürs erste verstaute der Wächter den Kommunikator wieder in seinen Mantel. Eine Idee, was er jetzt am ehesten noch tun könnte hatte er bereits. Doch noch bevor er wieder festen Boden unter den Füßen hatte, meldete sich sein "lebendiger" metallener Arm: "I don't know, what exactly is going on, but it seems that this friend of yours is quite capable."
Während der ersten Schritte auf der Insel, erklärte Raphael Maltas die Situation. Derweil schickte er sich an mittels Telekinese eine größeren ebene Fläche freizuräumen.

"So... this vampirelady is something like you, hm? A magician?" - "She is able to use bloodmagic and some other kinds of powers, but isn't an universal grey sorcerer. She can't use all kinds of manipulation, like myself."
"I don't know much about this hole 'magic' thing, but isn't it dangerous and exhausting to use global spells?" Maltas Neugier war offensichtlich geweckt.
"Indeed, but it is always so that the spell itself as well as the skills of the caster determines how much energy is actually needed."
"And what about that New Light lady?" Raphael schwieg einen Moment lang. Seine Wirkung hatte bereits eine größere freie Fläche geschaffen. Er begann langsam verschiedene Zeichen und Symbole in verschiedenen Größen und Anordnungen in den Boden zu pressen.
"She is a grey magician and has the potential to be as strong as myself. What I have seen from her skills so far, I think she is currently a Cat D, but not an E."
"Hmm... so I assume in a battle of life and death she wouldn't stand a chance against you?" - "She could take advantage of my handicap, so I wouldn't be so sure about a victory. After all I am not able to use the good spells without my real left arm."

Magische Zeichnungen erstreckten sich über einen Durchmesser von etwa zehn Meter über den Boden. Der Gestaltwandler löcherte ihn aber weiter mit Fragen: "And what are you doing now?" - "Quite curious today, aren't you?" Ein Lächeln umspielte die Lippen des Wirkers. Er erklärte gern Dinge, von denen er etwas verstand.
"This is a kind of magic circle with the intention of energetic support. I want to use it to supply a bit of my resources to Alexinara."
"It is quite big, never seen anything like this." Einen kurzen Moment lang überlegte Raphael, ob er etwas der Theorie hinter den Siegelzeichnungen erklären sollte, lies es aber dann doch sein. Damit konnte man schließlich Monate zubringen.


"But I'am still here!
I'm still alive!"

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08-01-2015, 23:13 PM
Beitrag #537
RE: Am Abgrund der Zeit
Die Vampiress nickte still, nachdem Raphael geendet hatte.
Er war auch alsbald aus ihrem Blickfeld verschwunden und kehrte an einen Ort ein,
wo er ein wenig Ruhe hatte und vor allem sich vorbereiten konnte.
Alexinara setzte sich dann auch in Bewegung in Richtung der Containerstationen,
wo ihre fleißigen Helfershelfer werkelten und ihre Arbeit verichteten.
Sich schaute sich nochmal alle isolierten Kranken an,
sah sich die Checklisten der Untersuchten an und gab weitere Instruktionen,
in den kommenden 4 Stunden würden noch drei weitere Menschen ihr Leben lassen,
sofern man dem Timer und dem Virusverhalten glauben konnte.
Zumindest hatte man alle auf Terra inzwischen untersuchen und isolieren können,
mit weiteren Neuinfektionen musste sie also nicht rechnen,
dennoch war allein die Tatsache, dass sie mit weiteren Opfern rechnen musste eine Last für die Vampiress.
Die zum Toden verurteilten ließ sie in Trainingsbunkern unterbringen,
die der Explosion stand halten würde, ohne die Umgebung zu zerstören.
Mit diesen "Verurteilten" ließ sie nur das nötigste an medizinischen Geräten mitgehen,
sie musste auch an Schadensbegrenzung denken und wusste nicht was noch eventuell auf sie zukommen würde.

(Terra 09.11.2032 ca. 19 Uhr)

Alle administrativen Vorbereitungen waren getroffen und sie fand sich mit allen nötigen Personen auf dem freien Feld beim Landeplatz Terras ein,
die Wächter von Terenos standen schon eine Weile dort,
ebenso hatte sich Garidion zu ihnen gesellt,
er wollte als letzte Instanz agieren,
falls irgendjemand versuchen wollte das Ritual zu stören.
Noch stand er lässig in Menschengestalt bei Terenos,
beide Männer blickten ernst, als die Untote den Platz betrat.
Sie nickte ihnen, wie auch den Elementwächtern zu,
auch Jhonas stand etwas Abseits der Gruppe bereit.
Ihre Kräfte konzentrierend schuf sie eine telephatische Verbindung zu jedem Wesen auf Terra,
auch Raphael würde ihre Worte vernehmen können.

//To all people here on Terra, again its me, Alexinara.
I have to make an important announcment:
From now on I will prepare for an big magical impact,
this will be the only chance to cure this illness,
I entrust my hope to all of you,
but only with all of our strenght we can overcome this situation.
At this point its meaningless what Kat. or what person is trying to save our beloved ones,
I hope you will remember these words, after my try to nullify this disease.
For all who are ill, please resort to the oudside of Terra,
because my magic will effect you not in any underground building,
or in the high skies.
Right before I start the ritual I will give you a last sign.....
And everyone else...pray for the ones you love....//,


für einen Moment hielt sie die Augen geschlossen,
dann öffnete sie diese mit einem Mal und ein intensives rotes Glimmen erschien.

"Lasst uns beginnen...",


waren die Worte Terenos als er zu seiner Liebsten aufschloss,
ebenso die Elementwächter,
die Vorbereitungen begannen nun.


~*~
"Beginning new,
something I lost long ago."
~*~
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09-01-2015, 18:47 PM
Beitrag #538
RE: Am Abgrund der Zeit
(Kleine Insel außerhalb Terras, 09.11.2032 ca. 19 Uhr)

Unlängst war der Magier mit seinen Vorbereitungen zur energetischen Unterstützung seiner Vertrauten fertig, als die gedankliche Mitteilung ihn erreichte. Die Wartezeit hatte er dazu genutzt sich und seine Kräfte zu erholen.
Die zusätzliche Ansprache bezüglich Kategorie hielt der Schwarzgewandte persönlich für unnötig, würden doch die eigentlichen Entscheider sich davon wenig beeinflussen lassen. Umgekehrt brächten diese Worte wohl eher Verunsicherung bei manch befallenem Patienten, ließe sich doch aus ihnen eine Cat E Wirkung ableiten.

Raphael schaute auf die Uhrzeit, die auf dem Kommunikator angezeigt wurde. Es war gerade mal eine Stunde vergangen. Er hatte seinem Kontakt bei New Light jedoch zwei Stunden zugesichert.
Aufgrund seiner geringen Entfernung zu der Vampirin versuchte er direkt eine gedankliche Kommunikation zu ihr aufzubauen, nachdem ihre Ansprache geendet hatte.
//Ich hoffe, die eigentliche Wirkung zögert sich noch etwas hinaus... in der Zwischenzeit kann ich dir etwas energetische Unterstützung anbieten. Allerdings kann ich aufgrund der heutigen Ereignisse, und der möglichen Ankunft des Archon nicht allzuviel Kraft beisteuern. Dabei hast du die Wahl zwischen einem leichten kontinuierlichen zubrot, regelmäßigen stärkeren Schüben, oder einem einzelnen starken Puls.//

Der Wächter hatte sich bereits eine Fluchtroute überlegt, sollte er von der NGEO entdeckt und verfolgt werden. Die Gefahr der Enttarnung würde schließlich durch seine Unterstützung steigen, dennoch wollte er etwas für seine Vertraute tun. Im Zweifel müsste er sie exfiltrieren.

"Mimic, you should prepare to take some actions against NGEO-Members. Non-deadly mission parameters. It is possible, that we have to take the initiative as soon as the ritual is completed."
Flüsternd gab es eine blecherne Antwort: "What is our goal?" -
"Exfiltration of all Cat E, who take part in the spellcasting." -
"Where to?"
Einen Augenblick lang überlegte der Magier, wie er mit fünf bis zehn Personen am effektivsten Reisen könnte.
"To this island. From here we will go under the water with my shielding abilities."


"But I'am still here!
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25-02-2015, 19:02 PM
Beitrag #539
RE: Am Abgrund der Zeit
Gerade hatte sich die Gruppe in der Mitte der riesigen Fläche eingefunden,
als Raphaels Frage die Vampiress erreichte.

//Ja du kannst ab jetzt noch knapp 2 h Zeitaufwand einberechnen,
die Vorbereitungen werden etwas dauern,
außerdem müssen wir äußerste Sorgfallt walten lassen.
Sobald ich die große Wirkung beginne wäre mir eine impulsartige Unterstützung recht...//,


(Terra 09.11.2032 20 - 21 Uhr)


Ein Nicken gen Jhonas und der junge Vampir verschwand um die Krankentransporte zu koordinieren.
Diese Aufgabe traute sie ihm zu und seine Ernsthaftigkeit dabei würde auch allen anderen die Wichtigkeit des reibungslosen Ablaufs vor Augen führen.
Ab jetzt musste sie die organisatorischen Aufgaben in fremde Hände übergeben,
sie hatte andere Aufgaben zu erfüllen.
Ohne weitere Floskeln übergab sie das Kommando Terenos,
er müsste vorneweg die Kräfte der Elementarwächter aktivieren,
damit sie ihre Kräfte nutzen konnte und im zweiten Anlauf das Siegel brechen.
Erst dann war sie bereit ihre Wirkung vorzubereiten,
der Rothaarige stellte sich in die Mitte von kleinen Kreis und sah jeden Einzelnen genau an,
auch seine Augen leuchteten in einem glühenden Rot,
wenngleich das eher Ausdruck seiner magischen Wirkung,
als des Blutdurstes war.

"Mutter Natur, Erde unter meinen Füßen, Angesicht in Pflanze und Tier, standhaft und überdauernd.
Element der Erde, Wächter meines Seins, eröffne mir deine Kraft und lass mich diese Welt schützen...",


die asiatische Frau umfing ein grünliches Glimmen,
ihre Kleidung löste sich langsam auf und wich einem grün-bräunlichen Gewand aus Blättern,
die beinahe hauchdünnen Fasern dieses natürlichen Stoffes legten sich um ihre Gestalt wie ein kurzes Kleid,
welches an den wichtigsten Bereichen Lederapplikationen hatte,
sodass Brust und Hüftbereich gesonders verdeckt waren,
ihr Haupt zierte eine Blütenkrone und ihre Augen leuchteten in einem goldbraun.
Wie wurzeln rankte sich ein Muster um den Saum des Kleides und in ihrer Hand erschien ein Stab,
welcher ebenfalls umrankt war und aus Erde und Holz zu bestehen schien.

"Fluten, Überschwemmung, Lebensraum und Vernichtung.
Spendest als jenes Element den Tropfen zum Leben, brichst herein wie eine tosende Flutwelle,
Element des Wasser gebe mir deine Unterstüzung, sodass ich auch deine Kinder auf diese Welt behüten kann...",


der dunkelhäutige Mann wurde von einem bläulichen Licht umfangen und eingehüllt,
für einen Moment verschwamm seine Gestalt,
nur um dann oberkörperfrei und mit einem Lendeschurz aus getrocknetem Seetang und Meresbodenschätzen erneut zu erscheinen,
sonst war der Mann völlig unbekleidet, sein Haupt zierte eine kronenartige Koralle,
in seiner Hand hielt er einen blauen, mit steinen versetzten Dreizack.

"Seichter Sommernachtsraum, Flüstern in Baumkronen, Hauch von Unendlichkeit.
Schenkst deinen Kindern die nötige Luft zum atmen und sprechen,
sodenn brauche ich deine Kraft, um jenes Unheil von dieser Welt zu bannen",

der letzte im Dreierbund schloss die Augen während sich ein Sturm um ihn herum zu bilden schien,
er wurde von dem Windstrudel erfasst, aber nicht mitgerissen.
Seine Wandlung ging unter in dem Windstrudel, doch am Ende stand er da in einem Gewand aus feinen braunen Federn,
welche sich bei jeder Bewegung neu anordneten,
seine Haare waren versetzt mit Federn und Schmuckkugeln,
die dem Ganzen eine auffälligere, aber schöne Art gaben.
Um ihn herum hatte sich der Sturm auch alsbald gelegt,
er schien nur von einem weißlichen Leuchten umhüllt zu werden,
seine Augen hatten sich inzwischen geöffnet und wirkten absolut schwarz, wie die einer Krähe,
in seiner Hand lag ein kurzer Stab, am Ende eine Vogelkralle.

Die Vampiress hatte dem Schauspiel stumm zugeschaut,
Terenos hatte sich immer bewusst langsam zu jedem Einzelnen gewandt,
nun war er auch bei ihr angekommen.
Er atmete langsam ein und aus,
das Glimmen in seinen Augen war intensiver geworden,
jedes magiebegabte Wesen würde die Energieansammlung in diesem Bereich merken,
dafür entfesselte sich mit jedem aktiven Elementwächter zuviel Potential.
Auch wenn die Energiespitze noch lange nicht erreicht war,
so konnte man schon merken wie das Umfeld langsam voller angestauter Ladung war,
so als könnte man beinahe die reine Energie im Bereich fassen.

"Ewiges Licht, Funken der Hoffnung, lebendige Wärme.
Feuer, welches erwärmt und auch zerstört, Leben spendet und auch nimmt,
lass mich dich erneut entfachen, sodass wir diese schweren Zeiten überdauern",


ein heller Funken enstand, gefolgt von einer hitzigen Flamme, die den Körper der Vampiress beinahe aufzufressen schien.
Ein Wirbel aus Feuer verschlang ihre Gestalt und es dauerte einige Momente ehe sie sich wieder aus den Flammen manifestierte.
Ihr Körper war gekleidet in lebendige Flammen, oder sie war selbst reines Feuer, was stetig flackerte und zirkulierte,
nur der Torso, Kopf, Ansatz von Armen und Beinen konnte noch erahnt werden,
alles andere schien keine feste Form mehr zu besitzen.
Auf ihrem Haupt trohnte eine Krone aus flüssiger Magma, an den Spitzen leicht erstarrt und zum Kopf hin noch flüssig,
in ihrer Hand lag ein kurzer Speer, der dem Feuer standzuhalten schien.

Terenos nickte als auch die letzte Wandlung des letzten Wächters vonstatten gegangen war,
er sah jeden seinen Elementwächtern nochmal in die Augen und erhielt eine stumme Zustimmung für sein Vorhaben,
jeder Einzelne nahm nun seine Gegenstand des Elementes und hielt ihn vor sich,
damit die Kräfte entfesselt werden konnten.
Terenos sagte nichts, tat nichts, nur seine rechte Hand zeigte leicht ausgestreckt gen Himmel,
es passierte eine Weile nichts, nur Stille legte sich um alles um sie herum,
dann nur sachte hörte man ein vibrieren in der Luft.
Es schwoll langsam aber sicher zu einem heftigen Tosen an,
welches sich explodierend in den Nachthimmel entlud,
nachdem alle Waffen gleichzeitig einen hellen Energiestrahl gen Terenos aussandten.
Die Lichtsäule löste sich in ein paar Kilometern Höhe in einen sanften Energieregen auf,
der wie eine Kuppel um ihr Gebiet niederregnete,
der Wächter öffnete nach einem Moment die Augen,
das Glimmen war nun ein leuchtendes, pulsierendes Feuer.


"Es ist vollbracht, die Wächter sind aktiv.
Mit ihnen zusammen sind alle Energien verbunden,
wir können nun starten...",


seine Aussage ging hin zur Untoten die ihn ansah,
der kommende Abschnitt war für sie einer der Schwersten.

~*~
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Lexia
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26-02-2015, 13:45 PM
Beitrag #540
RE: Am Abgrund der Zeit
(Kleine Insel außerhalb Terras, 09.11.2032 ca. 19-21 Uhr)

//Einen einzelnen Puls also... gut. Gib mir einfach ein Zeichen, dann erhälst du die Kraft von mir.//
Der Magier wusste nicht, wie lange es genau dauern würde, bis die "Hauptwirkung" begann, ging aber zunächst davon aus, dass es kurz vor dem Abschluss der Vorbereitungen sein würde.
Mit einigen Handbewegungen und Kinetischen Wirkungen erhob er am Rande seiner Siegelzeichnung kleinere Felssäulen, die etwa einen halben Meter in der Höhe bemaßen.
Es waren etwa 20 Stück, im Kreis aufgestellt. Mit diesen wollte der Schwarzgewandte einen Teil seiner eigenen Kraft binden, um sie entweder direkt für den Puls oder als Regenerationselement für sich selbst nutzen zu können.
Sein Körper hätte schließlich noch genug Zeit wieder magische Kraft aufzubauen.

Noch während er die Energie band, spürte er deutlich den ansteigenden magischen Fluss, welcher definitiv von Terra stammte. Das gab seinen eigenen Wirkungen ein gewisses Maß an "Deckung".
Nachdem seine eigenen Vorbereitungen abgeschlossen waren, setzte er sich auf einen abgeflachten Stein.

------

Die Wogen der Magie aus Richtung Terra wurden immer intensiver, bis schließlich ein Blitz gen Himmel fuhr - wohl der Höhepunkt der Kraftkonzentration. Das gleißende Licht bildete einen starken Kontrast zur nächtlichen Dunkelheit.
"Scary...", klang es metallend von Maltas.
Etwas unruhig erwartete Raphael derweil eine Rückmeldung von Akina.
Schließlich gab es einen schwachen Vibrationsalarm des Gerätes.

"Seid ihr fertig?", fragte der Wächter ohne Umschweife.
"Noch nicht ganz. Aber die meisten sind bereits an der Oberfläche", ertönte es von einer männlichen Stimme, die Raphael als Eclipse identifizierte.
"Was ist mit Akina?" - "Sie ist auch draußen, ich bin gerade bei ihr."
Es folgten weitere Geräusche, offenbar wurde das Gerät weitergegeben.
"Raphael, die Ansammlung von Magie spüre ich sogar bis hier. Es ist möglich, dass einzelne New Light Zellen spontan entscheiden einzugreifen. Seid vorsichtig..."


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