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So this is christmas!
27-12-2011, 14:51 PM
Beitrag #1
So this is christmas!
Oder eher "was" Wink

Wo nun endlich etwas Ruhe einkehrt, komme ich doch noch dazu, mein Bestes zum Fest beizutragen.
Der musikalische Beitrag war die Tage ja bereits einzuhören.

- eigener Weihnachtsbeitrag, nur bei Interesse zum Lesen empfohlen -




So, und nun ist Weihnachten geschafft, heute wird gechillt, und morgen geht es dann weiter zu meiner Silvestergesellschaft ^~^


In diesem Sinne: Einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Erfolg und vor allem wenig Glatteis Wink
Lasst es euch gut gehen, erholt euch noch ein bisschen, bevor wieder durchgestartet wird, und dann mit Vollgas in die neuen Vornahmen!
27-12-2011, 19:47 PM
Beitrag #2
RE: So this is christmas!
23. Dezember
Es war ein kalter, regnerischer Tag. Zumindest auf der A45 von Dortmund nach Langenselbold. Der kalte wind draussen zog den Menschen eiskalt um die Ohren, sodass manch einer nachfühlen musste, ob diese noch nicht abgefallen waren.
Nach einer 3-Stunden-Fahrt nach Südhessen lagen die Nerven blank. Im Auto wurde kaum gesprochen, es herrschte ein beklemmtes Schweigen, bis auf das obligatorische "Na, wie geht's?" kurz nach Fahrtantritt. Die Insassen des Autos, eine Apple-Fangirl-Mutter, ein Vater und ein "Meine Wenigkeit" starrten die meiste Zeit aus dem Fenster, die sich immer wiederholende Umgebung draussen beobachtend. Endlich kam wieder das vertraute Heimatkaff in Sichtweite, und während sich nur die beiden Eltern freuten, war auch ich erleichtert, endlich aus der Kiste herauszukommen. Ich war erleichtert, bloß eine Tasche, die hauptsächlich mit Schmutzwäsche und 2 Shirts und Hosen zum anziehen sowie eine leichte Tüte mitgenommen zu haben, wurde mir schon zuvor mitgeteilt, dass ich meine Habseligkeiten selbst tragen dürfe.
Der restliche abend des 23. Dezembers 2011 verlief relativ unspektakulär. Das liebenswerte, weiß-braun-schwarze Fellknäuel das mich des Nachts schon oft geweckt hatte als ich noch auf dem Land wohnte, kam sofort mit dem Wunsch nach intensiven Streichel- und Knuddeleinheiten auf mich zu und schien danach von meiner anwesenheit nurnoch peripher tangiert worden zu sein. Katzen eben. Ich war positiv überrascht, als es zum Abendessen, das ich wie gewohnt allein in meinem -nun doch ziemlich leeren- Zimmer einnahm, eines meiner Leibgerichte gab: Makkaroniauflauf, der feuchte Traum tausender Kinder, darunter auch dem in mir. Nudeln, Käse, ein wenig Hackfleisch und eine ordentliche Tomatensoße, mjam. Anbei sei gesagt, dass es auch die restlichen Tage meines Aufenthalts nur gute Sachen zu essen gab, wie hausgemachten Kartoffelsalat und Schnitzel, was so ziemlich das Highlight meines Besuches darstellte.
Vorsichtig fragte ich noch am selben Abend, wann denn am 25. genau das große Familientreffen stattfinden würde, damit ich mir schonmal Fluchtpläne aushecken könnte, oder zumindest eventuell kurzzeitig flugfähigem Geschirr und Besteck ausweichen. Die Antwort auf diese Frage erfüllte mich mit vorsichtiger Überraschung: Garnicht.
Wie, garnicht? Es gab JEDES Jahr Familientreffen an Weihnachten, meist genau am 25. Dezember. Und seit meine Großmutter auf eine höhere Existenzebene gewechselt ist waren eben jene Treffen ein Fest voll geheuchelter Freundlichkeit und dicker Luft, hatte so ziemlich jeder in meiner Familie wegen irgendetwas Streit mit irgendjemandem. Vorsichtig erkundigte ich mich, wo der Haken bei der Sache lag. War das familientreffen etwa erst am 26.? An Heiligabend?
...h-h-heute?
Nö, kam es unbegeistert von meiner Mutter. Dieses Jahr würde es kein Treffen geben, sie hätte selbst keine Lust, das alles zu organisieren, obwohl scheinbar bereits jedes Familienmitgleid mit derselben Frage durchgeklingelt haben muss, so spontan wie sie in der Lage war, die Worte mit passender Stimmlage zu zitieren. Schulterzuckend nahm ich mein augenscheinliches Glück hin. Kein Familienfest, das würde heißen, kein Streit, kein lautes Gelächter bis spät in die Nacht wenn manche Leute schlafen wollen, keine besoffenen Onkel oder Tanten... ihr versteht schon. Andererseits hieß das, dass es einen Abend mehr als geplant gäbe, an dem ich mich selbst beschäftigen müsste, während ich mich in "heilige scheiße ich schlaf gleich ein"-Dorf aufhielt. Kein Problem, dachte ich mir, meine Gitarre stand noch in Topverfassung in meinem Zimmer und auch meine Skizzenblöcke sowie einen Jahresvorrat an Bleistiften verschiedener Stärke habe ich mitgebracht. Kein Problem, ja... dachte ich.
Mit der Ausrede, ich sei ziemlich fertig vom Tag (stimmte nicht, bis 14 Uhr durchgepennt und vor Fahrtantritt ne stunde vorm PC gelauert, ich war topfit) verzog ich mich relativ früh am Abend (früh für jemanden, der Bettzeiten um etwa 4 Uhr gewöhnt ist) in meine Privatgemächer, um noch ein wenig zu zeichnen und zu schlafen.
Pustekuchen mit dem Zeichnen, denn lustigerweise schien mit betreten des Heimatkaffs mal wieder jeder Hauch von Kreativität und Schaffenskraft aus meinem Hirn gewichen zu sein um Platz für die Langeweile zu schaffen. Ich hatte nichtmal den Hauch einer Idee für ein Bild, also legte ich mit einem frustrierten Seufzer und leisem Fluchen den Block beiseite und legte mich *quiiieeeeeetsch* in mein Bett. Oh, wie ich diese halbgebrochenen Metalllatten vermisst habe. Wenigstens war meine Matratze noch so bequem, wie ich sie in Erinnerung hatte.

24. Dezember aka Heiligabend
Der Folgetag erwies sich bis zum Abend als ähnlich ereignislos wie der vorherige Abend. Obligatorischer Smalltalk mit den Erzeugern, ja, es läuft ganz gut, nein Mutter, ich habe immer noch keinen Job gefunden seit du vor 2 Tagen gefragt hattest, die Unternehmen machen auch grad Weihnachtspause, ob ich endlich mal ne freundin habe? Ja mal sehen, da ist vielleicht was am laufen, aber es ist kompliziert, möchte nicht drüber reden. Jaja, ich weiß dass ich ein Versager bin, würg es mir ruhig nochmal rein (du alte *!$%$&*). Nein, ich werde nicht zurückziehen um irgendein Bauarbeiter zu werden wie mein Onkel. Du hast mir schon gesagt dass ich ein Versager bin, du brauchst das nicht noch weiter zu verdeutlichen. Jaja, genau wie mein Onkel, danke gleichfalls.
Mein Vater hatte derweil während ich schlief bereits den Weihnachtsbaum geschmückt, eine Ehre, die für gewöhnlich nur mir zuteil wurde und auf die ich mich um ehrlich zu sein auch gefreut hatte. Naja, Pustekuchen. Sieht übrigens schön scheiße aus, Papa, haddu gut gemacht.
Um ein wenig Text zu sparen, werde ich die Bescherung nun ein wenig abkürzen. Meine Eltern haben je zwei Packen Hallorenkugeln bekommen (sowas wie gefüllte Pralinen, nur in billig), die sie dankend annahmen, während sie mir offenbarten, was sie mir dieses Jahr alles für tolle Sachen gekauft haben:
- 5 Nerd-Shirts mit Internetmemes drauf, Gaming-sprüchen usw. Ich muss zugeben, dass mir diese eigentlich ganz gut gefallen.
- 2 Alben, einmal Life Starts now von Three Days Grace und Phobia von Breaking Benjamin... die ich beide schon das vergangene Jahr rauf und runter gehört habe. Naja, konnten sie ja nicht wissen, der Gedanke zählt und ich war überrascht, dass meine Mutter meinen Musikgeschmack überhaupt so treffend gefunden hatte.
- Eine neue Uhr, nachdem die von letztem Jahr wegen mangelhafter Verarbeitung schon auseinanderfiel. Cool, danke.
- Ein Fallschirmspru... bitte WAS?!
Ich schaute meine Eltern leicht perplex an, während ich den gutscheinartigen Zettel in den Händen hielt. Ihr habt wirklich 265, zweihundertfünfundeschzig (!) Euro ausgegeben, damit ich mich irgendwann im Sommer aus einem fliegenden Flugzeug ca 3500 Meter über NN stürzen kann?
Nicken gepaart mit einem Grinsen wie zwei Honigkuchenpferde.
Heiliger Nippel, ich war sprachlos. Ob ich es wagen würde? Mal sehen, ist ja noch ne Weile hin, im Moment tendiere ich auf jeden Fall zu JA!
Am ende des Abends, ich war wieder in meinem Zimmer, der Fernsehe lief anbei, versuchte ich, eine Muse für ein Weihnachtsbild zu finden. Zufälligerweise lief gerade die Trickfilmvariante der Weihnachtsgeschichte, und zwar die Stelle, an der der Geist der zukünftigen Weihnacht, der aussieht wie der Tod selbst, dem alten Sack sein Grab zeigt. Idee gefunden: Der Weihnachtstod. Fröhlich Metalversionen von Zelda-Liedern hörend machte ich mich also ans Werk...

25. Dezember
...verlief komplett Ereignislos. Nein, wirklich. Es ist absolut nichts passiert. Elterlicher Kontakt hielt sich bei einem Minimum und beschränkte sich auf die Frage "Lust auf Kino morgen? Gestiefelter Kater in 3D?"
Klar, warum nicht.
Aufgrund der endlosen Langweile, nachdem Gitarrenspielen bald frustrierend wurde (und ich nur 2 1/3 kurze songs darauf beherrsche und keine Tabs da hatte) beschloss ich sehr früh ins Bett zu gehen, was ich auch am Folgetag tat.

26. Dezember
Der Film war garnicht schlecht.

27. Dezember
Tag der Abreise, wuhu!
Scheinbar habe ich mir die letzten Tage jedoch eine Schlaf-Überdosis geholt, sodass ich bereits um 9 Uhr auf der Matte stand und in der Nacht mehrmals wach wurde. Die Zeit bis zu meinem Friseurtermin um 12:30 vertrieb ich mir mit der halb-fertigstellung des Weihnachtstodes (Farben und Shading fehlten noch, nur leider hatte ich keine Farbstifte dabei), ließ mir dann endlich mal wieder die Haare trimmen und packte meine Habseligkeiten zusammen, sowie zwei Nietenhalsbänder, die sich durch Bündel-käufe zwar in meinem Besitz, aber nicht in Benutzung befanden, für meine Mitbewohnerin ein, die mir am Morgen noch eine SMS schickte, in der sie den Wunsch nach dem Besitz eben jener äusserte.
Die Fahrt zurück nach Dortmund verlief ähnlich wie die Hinfahrt, zwischendrin mit einer humorvollen Diskussion meiner Eltern über die Fahrkünste des jeweils anderen aufgelockert, nachdem mein Vater 4 mal in Folge auf Autobahnbaustellen durchgezogenen Linien überfuhr.


Auch von mir ein verspätetes frohes Weihnachten, auf dass es bei euch besser laufen möge als in der obigen Geschichte und ein frohes neues Jahr! ;3

°o.-~*~-.o°
Mir fällt kein toller geistreicher Spruch ein.
Hier habt ihr einen grinsenden Toast zum Ausgleich.
.-~*~-.

ManFox

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27-12-2011, 20:45 PM
Beitrag #3
RE: So this is christmas!
Also ich würde mir auch gerne einen Fallschirmsprung schzenken lassen xD
Wobei ein so teures Geschenk schon irgendwie aussagt, dass deine Eltern dich doch noch lieb haben müssen und du dann doch nicht so der Versager bist, wie du weiter oben beschrieben hast Wink
Aber keine Panik meine Mutter sagte mir ähnliches, bis ich ihr klar machte, dass sie sagen kann was sie will ich aber dennoch mein Ding durchziehen werde und ihr irgendwann ins Gesicht sagen kann "Haha, da siehst du mal, was du davon hast"

~*~
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Lexia
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27-12-2011, 22:03 PM
Beitrag #4
RE: So this is christmas!
Genau so ^^ Auch ich beiße mich durch, meine Eltern haben aufgehört, mir gegen meinen Job zu schießen und lassen mich machen, dann werden wir sehen x3
Fallschirmsprung wäre geil... Ja, doch, das hätte was x3 Ich hatte mal wegen Bungee überlegt, aber da hat man ja am Ende den Ruck, bevor es wieder nach oben geht, da wäre der Fallschirm eine bessere Variante.
28-12-2011, 04:17 AM
Beitrag #5
RE: So this is christmas!
Mag sein, aber momentan kann man die Enttäuschung wirklich aus jedem Wort heraushören, und das ist nichtmal übertrieben. Meine Eltern waren schon immer der Meinung, wenn sie mir Zeug schenken bleib ich still, deshalb bin ich über den Grund des Geschenks etwas skeptischer. Und solange ich hier auch noch keine feste Zusage zu einem Ausbildungsplatz habe werde ich ihnen leider auch nicht beweisen können, dass sie sich in mir irren.

Aber egal, das hier ist kein Drama-Thread, sondern einer zum erzählen wie Weihnachten so war, rumgeheult wird woanders. Mein Weihnachten war eher mittelprächtig, bei Lor scheint es ja ganz nett gewesen zu sein, wie sieht's beim Rest aus? ^^

°o.-~*~-.o°
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ManFox

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28-12-2011, 09:49 AM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28-12-2011 09:50 AM von Alexinara.)
Beitrag #6
RE: So this is christmas!
Hm ja Eltern können manchmal doof sein.

Och joar außnahmsweise hatte ich mir dieses Weihnachten alles selbst bestellen dürfen, da mein Vater nicht die Zeit hatte meinen Reiserucksack bei Globetrotter anzufordern und werder mein Bruder noch meine Ma Kenntnisse in INternetbestellungen haben, also sah es wie folgt für mich Weihnachten aus:
2 PC-Spiele (AC2 und Erweiterung xD) selber gekauft und Geld zu Weihnachten eingesackt + Rucksack bestellt und Rechnung Dad unter die Nase gehalten.

Sonst hatte ich halt das Glück, dass unsere anderen Familienmitglieder entweder unsere Verwandschaft leugnen, oder schon längst ins Nirvana übergegangen sind, sodass Familientreffen nicht stattfinden, besser ist es. So hatte man die Weihnachtsfeiertage seine Ruhe und blieb unter sich, am Ende war ich dennoch froh wieder in meine Wohnung aufbrechen zu können Smile

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Lexia
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